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    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">MINTspace in der Universit&#228;tsbibliothek Kiel</Title>
      <TitleTranslated language="en">MINTspace at Kiel University Library</TitleTranslated>
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          <Firstname>J&#246;rn Willers</Firstname>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Leibnizstr. 9, 24118 Kiel, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Kiel, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>radke&#64;ub.uni-kiel.de</Email>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Kiel, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">makerspaces</Keyword>
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      <Keyword language="en">learning space</Keyword>
      <Keyword language="de">Makerspace</Keyword>
      <Keyword language="de">Wissenszug&#228;nge</Keyword>
      <Keyword language="de">Lernort</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft</SectionHeading>
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      <DatePublished>20250919</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft - Lernortkonzepte f&#252;r Forschung und Lehre</IssueTitle>
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    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Bereits seit 2020 werden Fl&#228;chen der Zentralbibliothek Kiel im Sinne einer modernen Lernraumarchitektur umgestaltet, um den Transformationsprozess zum &#8222;Dritten Ort&#8220; zu unterst&#252;tzen.</Pgraph><Pgraph>Der in diesem Zuge konzipierte und aufgebaute MINTspace ist ein moderner, interaktiver Lernort, zugeschnitten insbesondere auf die Bedarfe von Studierenden der MINT-F&#228;cher. Die Einrichtung mit unter anderem einer AR-Brille, Mikroskopen, haptischen Modellen aus verschiedenen Fachbereichen, 3D-Druckern, einer L&#246;tstation und Laborglas stellt unterschiedliche Wissenszug&#228;nge f&#252;r alle Nutzenden der Bibliothek bereit und l&#228;dt zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Auch und gerade Medizin-Studierende in der Vorklinik-Phase als Schnittmenge verschiedener MINT-Disziplinen k&#246;nnen hier verschiedene Tools und Zug&#228;nge erproben, diese kombinieren und mit ihnen Lernszenarien erstellen und verfolgen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Since 2020, the Kiel Central Library has redesigned some of its areas in line with modern learning space architecture to support the transformation into a &#8220;third place&#8220;.</Pgraph><Pgraph>Designed and built as part of this process the MINTspace is a modern, interactive learning space, tailored in particular to the needs of students of STEM subjects. Equipment includes AR Glasses, microscopes, haptic models from different subjects, 3D printers, a soldering unit and other experimental essentials to offer a variety of access paths to technical knowledge for all library users and invites them to experiment and try things out. In particular, medical students in the pre-clinical phase, which is an intersection of different STEM disciplines, can try out different tools and approaches, combine them, and use them to create and follow learning scenarios.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Einleitung" linked="yes">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Der MINTspace ist in einem umgewidmeten Gruppenar<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>eitsraum der Zentralbibliothek der Christian-Albrechts-Universit&#228;t zu Kiel mit einer Fl&#228;che von 60 m&#178; eingerichtet worden. Er stellt einen wichtigen Bestandteil bei der Auff&#228;cherung und Diversifizierung von Nutzungsszenarien dar &#8211; zentrale, &#252;bergeordnete Ziele des seit 2020 laufenden Umbaus der Zentralbibliothek <TextLink reference="1"></TextLink>. Bislang wurden zwei der drei miteinander verbundenen Segmen<TextGroup><PlainText>te des E</PlainText></TextGroup>rdgeschosses umgebaut und umgestaltet. Dies beinhaltet u.a. die Ausdifferenzierung von Einzel- und Gruppenar<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>eitspl&#228;tzen, f&#252;r welche innerhalb der Studierendenschaft ein hoher Bedarf besteht. Das mit moderner Konferenztechnik ausgestattete Digitale Lernlabor wurde ebenso eingerichtet wie r&#228;umliche Angebote f&#252;r die Medienpro<TextGroup><PlainText>d</PlainText></TextGroup>uktion und f&#252;r Menschen mit Sehbeeintr&#228;chtigung.</Pgraph><Pgraph>Im verbleibenden Segment ist &#8211; orientiert an skandinavischen Bibliotheken &#8211; ein gro&#223;er Veranstaltungsbereich f&#252;r Events wie Senatssitzungen, World Caf&#233;s oder Science Slams geplant, der aber auch f&#252;r Lehrveranstaltungen oder Citizen Science-Projekte im Sinne der Demokratisierung von Bildung und Wissen genutzt werden kann. Neben weiteren vielseitigen, flexibel m&#246;blierten und ausgestatteten Arbeitsbereichen z.B. f&#252;r Design Thinking-Prozesse wird au&#223;erdem das bislang au&#223;erhalb der Bibliothek verortete Projekt &#8222;DenkRaum&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink> der Christian-Albrechts-Universit&#228;t einziehen <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Das erste fertiggestellte Element der Umbauma&#223;nahmen ist der MINTspace. Er befindet sich seit August 2024 im Probebetrieb und wurde am 13. Februar 2025 offiziell er&#246;ffnet <TextLink reference="4"></TextLink>. Er wurde von Mitarbeitenden der Abteilung Lernen und Lehren aus den Bereichen Physik und Chemie gemeinsam mit weiteren Abteilungen der Zentralbibliothek und dem Geb&#228;udemanagement, einer separaten Einrichtung der Christian-Albrechts-Universit&#228;t, erarbeitet und umgesetzt und hat sich zu einem Kernst&#252;ck der Gesamtkonzeption entwickelt. Im Folgenden wird die Konzeption und Einrichtung des Raums vorgestellt und auf m&#246;gliche oder bereits umgesetzte (medizinische) Lernszenarien eingegangen. Es folgt ein Bericht aus einem Dreivierteljahr (Probe-)Betrieb und ein erstes Fazit mit Ausblick.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Konzeption" linked="yes">
      <MainHeadline>Konzeption</MainHeadline><Pgraph>Ausgangspunkt der &#220;berlegungen zum MINTspace waren neben pers&#246;nlichen Lehrerfahrungen in der Studienein<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>angsphase seit geraumer Zeit in der didaktischen Fachliteratur diskutierte Erkenntnisse zum Lernprozess und die damit verbundenen Anforderungen an Lernm&#246;glichkeiten, Lernszenarien und Lernzug&#228;nge <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. So k&#246;nnen unabh&#228;ngig vom Fachbereich kontextualisierte Wissenszug&#228;nge lernmotivierend und -f&#246;rderlich sein &#8211; d.h. Lernen mit Alltags-, Berufs- und Studienkontexten, die die Bedeutung von Inhalten herausstellen und lebensweltliche Bez&#252;ge aufzeigen. Das Experiment als ein denkbarer Wissenszugang ist zur &#220;berpr&#252;fung von Thesen, Modellen und Theorien oder auch zur Ideenentwicklung von gro&#223;er Bedeutung. F&#252;r den sich daran anschlie&#223;enden Erkenntnisprozess ist der Wechsel von Betrachtungsebenen notwendig, n&#228;mlich von der Wirklichkeitse<TextGroup><PlainText>be</PlainText></TextGroup>ne mit dem makroskopisch beobachtbaren Ph&#228;nomen zur Theorieebene, auf der die submikroskopischen, nicht direkt beobachtbaren Prozesse ablaufen und die die Deutung und ein tieferes Verst&#228;ndnis der naturwissenschaftlichen Prozesse erlaubt <TextLink reference="7"></TextLink>. Die symbolische Ebene verkn&#252;pft die Wirklichkeits- und die Theorieebene mithilfe der Fach- und Symbolsprache sowie der Mathematik miteinander. In der symbolischen Ebene lassen sich auch s&#228;mtliche Modelle aus den Naturwissenschaften wiederfinden. Im didaktischen Dreieck werden diese Ebenen zusammengefasst und ihre gegenseitigen Verbindungen dargestellt <TextLink reference="8"></TextLink>, zum Beispiel die makroskopischen Ph&#228;nomene des Experimentes mit den symbolischen Repr&#228;sentationen, die im Lehrbuch zu finden sind (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />).</Pgraph><Pgraph>Der MINTspace bietet als Lernort viele Wissenszug&#228;nge, die &#252;ber die Nutzung von Buch und Laptop hinausgehen. Nutzende der Bibliothek k&#246;nnen wie in einem Makerspace kreativ arbeiten und ausprobieren oder in bestehenden Lernszenarien arbeiten. Damit werden nicht nur kognitive und affektive, sondern auch instrumentelle und sozial-kommunikative Lernziele verfolgt. Daneben f&#246;rdert der Einsatz von Lernspielen experimentelle und spielerische Zug&#228;nge zu Lerninhalten. Gerade Studierenden in der Studieneingangsphase sollen damit m&#246;glichst niederschwellige Wissenszug&#228;nge erm&#246;glicht werden, die die heterogenen Eingangsvoraussetzungen f&#252;r ein Studium ber&#252;cksichtigen und vorhandenes Vorwissen (Pr&#228;konzepte) reaktivieren. Dazu z&#228;hlen auch die in den Naturwissenschaften bekannten Modelle, welche im MINTspace mit unterschiedlichen Materialien, Utensilien und Verfahren selbstst&#228;ndig nachgebaut oder eigens neu entwickelt und &#252;berpr&#252;ft werden k&#246;nnen. Diese haptischen, makroskopischen Objekte k&#246;nnen mit digitalen Tools (z.B. Augmented Reality) kombiniert werden, sodass ein gezielter, interaktiver Wechsel zwischen verschiedenen Lernmaterialien und ein Betrachtungsebenenwechsel entlang des didaktischen Dreiecks m&#246;glich ist. Damit wird das Abstraktions- und Vorstellungsverm&#246;gen von naturwissenschaftlichen Prozessen auf verschiedenen Ebenen bef&#246;rdert und der Einsatz von und das Experimentieren mit Lehrmitteln zielgerechter erm&#246;glicht.</Pgraph><Pgraph>Neben der M&#246;glichkeit, frei und explorativ vorzugehen, k&#246;nnen auch didaktisch aufbereitete, angeleitete Experimente und Lernszenarien bearbeitet werden. Diese bieten z.B. einen Alltags- oder Studienkontext und stehen bestenfalls f&#252;r verschiedene Niveaustufen (Noviz&#42;in bis Expert&#42;in) von Lernenden bereit. Im Studienkontext k&#246;nnen Szenarien in Absprache mit Lehrenden spezifisch als Vorbereitung auf oder Erg&#228;nzung zu Lehrveranstaltungen wie &#220;bungen oder Praktika abgestimmt werden. Die Lernenden haben so die M&#246;glichkeit, in einer angenehmen pr&#252;fungsfreien Atmosph&#228;re z.B. Erfahrungen im Umgang mit Ger&#228;ten zu sammeln und Ber&#252;hrungs&#228;ngste abzubauen. Daraus kann ein unmittelbarer Nutzen f&#252;r den eigenen Lernzuwachs in curricularen Veranstaltungen entstehen. Nicht zuletzt k&#246;nnen Seminarvortr&#228;ge, Unterrichtsversuche, Lehrproben etc. durch die zur Verf&#252;gung stehenden M&#246;glichkeiten, beispielsweise selbst gebastelte Prototy<TextGroup><PlainText>p</PlainText></TextGroup>en und Modelle, unterst&#252;tzt werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Ausstattung" linked="yes">
      <MainHeadline>Ausstattung</MainHeadline><Pgraph>Die Erstausstattung wurde nach verschiedenen Kriterien im Sinne des didaktischen Konzepts ausgew&#228;hlt. Die Ausstattungsgegenst&#228;nde sollen ggf. in Kombination das (r&#228;umliche) Vorstellungsverm&#246;gen unterst&#252;tzen und f&#246;rdern. Sie bieten vielf&#228;ltige, multimodale Zug&#228;nge, sind vielseitig, explorativ und kreativ einsetzbar. Die Besch&#228;ftigung mit ihnen und ihre Anwendung ist f&#252;r die Nutzenden relevant und interessant. F&#252;r die unter diesen Gesichtspunkten neu angeschaffte Ausstattung wurden ca. 30.000 &#8364; investiert. Hinzu kommen einige aus vorherigen Projekten &#252;bernommene Gegenst&#228;nde (Molek&#252;lbauk&#228;s<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>en, Spiele) und Leihgaben (Mikrocontroller, Anatomie-Modelle). Eine permanente Erweiterung und Modifizierung des Angebots &#8211; orientiert an der konkreten Nutzung im laufenden Betrieb &#8211; ist angestrebt. Ein Budget ist hierf&#252;r nicht festgelegt. Die laufenden Kosten f&#252;r Verbrauchsma<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>erial sind nat&#252;rlich nutzungsabh&#228;ngig. Bislang sind diese sehr gering, da f&#252;r den gr&#246;&#223;ten Posten 3D-Druck ein Fair-Use-Modell gefahren wird, bei dem Nutzende f&#252;r gr&#246;&#223;ere Projekte eigenes Material mitbringen.</Pgraph><Pgraph>Die fest eingebauten Schr&#228;nke und Arbeitszeilen sowie Renovierungsarbeiten (neuer Fu&#223;bodenbelag, Malerar<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>eiten) wurden vom Geb&#228;udemanagement der Christian-Albrechts-Universit&#228;t zu Kiel &#252;bernommen. Der Personalbedarf des MINTspace wird &#252;ber studentische und wissenschaftliche Hilfskr&#228;fte mit einem Gesamtumfang von derzeit knapp 100 Stunden im Monat gedeckt, welche aus dem Referat Lehrentwicklung der Universit&#228;t Kiel (Gesch&#228;ftsbereich Qualit&#228;tsentwicklung) finanziert werden. Hinzu kommen zwei festangestellte und bereits f&#252;r die Konzeption verantwortliche Personen, die im Rahmen ihrer T&#228;tigkeit (0,5 VZ&#196; E13) neben anderen Aufgaben weiterhin f&#252;r den MINTspace zust&#228;ndig sind.</Pgraph><Pgraph>Derzeit steht im MINTspace eine AR-Brille zur Verf&#252;gung, die Hologramme in den umgebenden Raum projiziert. Sie stellt virtuelle Modelle dar und erm&#246;glicht die Arbeit mit ihnen. Mit 3D-Druckern k&#246;nnen haptische Anschauungs- und Lernmaterialien konstruiert und produziert werden. Sie bilden gewisserma&#223;en eine Schnittstelle zwischen virtueller und realer Darstellung. F&#252;r Konstruktion und Entwicklung steht eine leistungsstarke PC-Workstation zur Verf&#252;gung, die nat&#252;rlich auch f&#252;r andere Aufgaben genutzt werden kann. Viele Nutzende haben im MINTspace erstmalig die M&#246;glichkeit, diese modernen Tools frei und eigenst&#228;ndig zu erkunden.</Pgraph><Pgraph>Einfache analoge Materialien (Molek&#252;lbauk&#228;sten, Modelliermasse, B&#252;gelperlen, Bastelmaterialien) bieten greifba<TextGroup><PlainText>r</PlainText></TextGroup>e Zug&#228;nge mit niedrigen Einstiegsh&#252;rden. Diese und weitere Materialien k&#246;nnen an der Werkbank mit verschiedenen Werkzeugen bearbeitet werden. Hier und in weiteren Arbeitsbereichen kann praktisch mit Messinstrumenten, Steckbrettern, L&#246;tstation, Mikroskopen od<TextGroup><PlainText>er La</PlainText></TextGroup>borglas gearbeitet werden &#8211; Ger&#228;te, die in curricularen Modulen verschiedener Fachbereiche, z.B. in (Labor-)Praktika, benutzt werden. Es steht ein Herbarium zur Verf&#252;gung, welches das Studium von echten Pflanzenteilen auch au&#223;erhalb der Bl&#252;tezeit des Botanischen Gartens der CAU Kiel zul&#228;sst. Eine kleine Auswahl an haptischen Modellen zur menschlichen Anatomie (flexible Wirbels&#228;ule mit Bandscheiben und Becken, lebensgro&#223;es menschliches Skelett, Zahnreihen) stehen ebenfalls bereit. Einen Eindruck von der so ausgestatteten R&#228;umlichkeit vermittelt Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure" />.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Medizinische Szenarien" linked="yes">
      <MainHeadline>Medizinische Szenarien</MainHeadline><Pgraph>Der MINTspace ist multi- und interdisziplin&#228;r nutzbar. Aktuell liegt der Fokus bei Ausstattung und Szenarien auf Naturwissenschaften und Technik. F&#252;r Studierende der Medizin bietet der MINTspace insbesondere in der Vorklinikphase interessante M&#246;glichkeiten, wie im Folgenden anhand einiger Beispiele aufgezeigt wird.</Pgraph><SubHeadline>Haptische und virtuelle Modelle</SubHeadline><Pgraph>Durch ihre F&#228;higkeit, dreidimensionale Objekte bildlich holographisch darzustellen und im Raum zu positionieren, bietet sich die AR-Brille f&#252;r orientierende Veranschaulichungen der menschlichen Anatomie an. Ausgestattet mit entsprechender Software ist beispielsweise ein Einblick in das muskuloskelettale oder das arterielle System und der nahtlose Wechsel zwischen diesen m&#246;glich (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure" />). Auch einzelne Organe k&#246;nnen in realistischer Gr&#246;&#223;e abgebildet werden (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure" />). Die Art der Darstellung erm&#246;glicht die Kombination mit realen haptischen Modellen, es sind Lernformen wie interaktive Quiz m&#246;glich. Dies schafft erg&#228;nzende, motivierende Zug&#228;nge zum reinen Literaturstudium mit direkter Veranschaulichung von Gr&#246;&#223;enverh&#228;ltnissen und Positionen.</Pgraph><Pgraph>Zu ber&#252;cksichtigen sind f&#252;r diese Szenarien die &#252;blicherweise hohen Kosten f&#252;r Anatomiesoftwarelizenzen und hochwertige medizinische Modelle. Im MINTspace wird das Angebot derzeit z.B. &#252;ber funktionseingeschr&#228;nkte Demo-Software und Leihgaben realisiert.</Pgraph><SubHeadline>3D-Druck im Kontext</SubHeadline><Pgraph>3D-Druck erm&#246;glicht die Fertigung detaillierter, individueller Werkst&#252;cke und Prototypen aus Kunststoff und anderen Materialien. Im MINTspace stehen zwei Drucker, die im im Endverbrauchersegment &#252;blichen Schmelzschichtverfahren (fused deposition modeling, FDM) arbeiten, zur Verf&#252;gung. Die Lernenden erhalten Einblick in dieses moderne Fertigungsverfahren. Sie w&#228;hlen Werkst&#252;cke entsprechend ihrer Kontexte aus, gestalten sie selbst und erfahren so auf mehreren Ebenen Lernfortschritte: Die eigene Idee erfordert eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema, die Umsetzung schult das r&#228;umliche Vorstellungsverm&#246;gen und es werden Anwendungskenntnisse f&#252;r die Soft- und Hardware entwickelt.</Pgraph><Pgraph>Im medizinischen Kontext k&#246;nnen z.B. Anschauungsobjekte erstellt werden, die verglichen mit kommerziellen anatomischen Modellen einfacher, aber wesentlich kosteng&#252;nstiger sind (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure" />). Eine freie Gestaltung und Modifizierung gem&#228;&#223; pers&#246;nlichen Schwerpunkten ist m&#246;glich. Es handelt sich um eigene Modelle zum Mitnehmen. Auch k&#246;nnen beispielsweise Prothesen abgebildet werden, um Funktionalit&#228;t, Positionierung etc. zu veranschaulichen. Die Konstruktion &#8222;echter&#8220; Funktionsteile wie individueller Orthesen ist ebenfalls denkbar (Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure" />).</Pgraph><SubHeadline>Blutdruck</SubHeadline><Pgraph>Im MINTspace steht ein handels&#252;bliches Blutdruckmessger&#228;t zur Verf&#252;gung, dessen Handhabung in Partner&#42;innen-Arbeit ge&#252;bt werden kann. Ankn&#252;pfend hieran liegen Lernszenarien nahe, die sich mit den Messprinzipien, dem verwendeten Vokabular (systolischer, diastolischer Druck, mmHg) und dem Gef&#228;&#223;system des menschlichen K&#246;rpers besch&#228;ftigen. Die physikalischen Grundlagen des Blutflusses als Strom einer viskosen Fl&#252;ssigkeit entlang eines Druckgradienten gem&#228;&#223; dem Ohmschen Gesetz &#8211; bekannt aus der Elektrizit&#228;tslehre &#8211; k&#246;nnen thematisiert werden. Sehr anschaulich und eindr&#252;cklich sind Experimente zum Druckabfall nach dem Gesetz von Ha<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>en-Poiseuille. Mit einem Modellexperiment zum Volumenstrom von Wasser in zylindrischen Glasr&#246;hren unterschiedlichen Innendurchmessers l&#228;sst sich die Abh&#228;ngigkeit des Str&#246;mungswiderstandes vom Radius des Rohres zeigen: eine Verringerung des Radius um die H&#228;lfte f&#252;hrt zu einer Vergr&#246;&#223;erung des Str&#246;mungswiderstandes um das 16-fache. Diese Erkenntnis l&#228;sst sich direkt auf medizinische Kontexte &#252;bertragen. Schon kleine Verengungen von Gef&#228;&#223;en f&#252;hren zu einem drastisch reduzierten Volumenstrom. So zeigt sich eindeutig die Relevanz einer medikament&#246;sen Therapie zur Senkung des Blutdrucks bei einer arteriellen Hypertonie, wenn Gef&#228;&#223;ver&#228;nderungen zur Verengung von Blutgef&#228;&#223;en f&#252;hren. Nicht zuletzt legt dies u.a. die bei Isch&#228;mien nach akuter Arterioskle<TextGroup><PlainText>r</PlainText></TextGroup>ose zeitnah durchzuf&#252;hrende Lysetherapie nahe.</Pgraph><Pgraph>Dieses Beispiel zeigt die M&#246;glichkeit von einfachen, motivierenden Wissenszug&#228;ngen zum Thema Blutdruck anhand eines Alltagskontexts (Blutdruckmessung) und eines Modellexperiments (Studienkontext) zur Hinf&#252;hrung an medizinische Kontexte (Berufs- und Studienkontext).</Pgraph><SubHeadline>Vorbereitung auf und Unterst&#252;tzung von Fachpraktika</SubHeadline><Pgraph>In den Laborpraktika werden grundst&#228;ndige Fertigkeiten von den Studierenden verlangt und Grundkenntnisse vorausgesetzt. Dabei spielen Aufbau und bestimmungsgem&#228;&#223;er Einsatz von Experimentiermaterialien, Laborglas und Ger&#228;ten ebenso eine wichtige Rolle wie Bedienung und fachliche Bezeichnung. Der Umgang mit solchen Utensilien, Apparaturen und Messger&#228;ten kann im MINTspace zeitlich unbegrenzt ge&#252;bt werden. So k&#246;nnen im Bereich der Chemie beispielsweise grundlegende Glasger&#228;te (u.a. Pipetten, Kolben, K&#252;hler, B&#252;retten) sowie bekannte Analyse- und Trennverfahren (Bestimmung der Acidit&#228;t und Basizit&#228;t mit pH-Papier, S&#228;ure-Base-Titrati<TextGroup><PlainText>o</PlainText></TextGroup>nen, Chromatographie, Soxhlet-Extraktion) praktisch kennengelernt und ge&#252;bt werden. Es stehen einfache Mikroskope zur Verf&#252;gung, mit denen z.B. das Expandieren und &#8222;Schrumpfen&#8220; von Zellbestandteilen der roten Zwiebel in Form der Plasmolyse mithilfe von Okularka<TextGroup><PlainText>me</PlainText></TextGroup>ra und Beamer gro&#223;fl&#228;chig im Raum betrachtet werden kann. Notwendig hierf&#252;r ist das Ansetzen von hypotoner, hypertoner und isotoner Kochsalzl&#246;sung und die entsprechenden Kenntnisse.</Pgraph><Pgraph>Die Themen &#8222;pH-Wert&#8220; und &#8222;Gehalt von L&#246;sungen&#8220; stellen beispielhaft Bereiche grundst&#228;ndigen Wissens dar, mit denen Studierende zu Beginn des Studiums gewisse Herausforderungen haben. Im MINTspace werden Experimente angeboten, um Nutzende zu motivieren, sich mit diesen Themen zu besch&#228;ftigen. &#220;ber die Ermittlung der Konzentration von H<Subscript>3</Subscript>O<Superscript>&#43;</Superscript>-Ionen mit pH-Papier in einer L&#246;sung von Alaun in Wasser (Koordinationsverbindung) l&#228;sst sich feststellen, dass dieser Prozess die Versauerung von Papier in Bibliotheken verdeutlicht. Ein Vergleich mit der Acidit&#228;t anorganischer und organischer S&#228;uren (u.a. Essigs&#228;ure, Milchs&#228;ure, Kohlens&#228;ure&#47;Hydrogencarbonat-Puffer) schafft motivationale Zug&#228;nge zum Verst&#228;ndnis von Donator-Akzeptor-Prozessen in medizinischen Kontexten (Ketoazidose bei Typ I-Diabetes, Azidose nach einem Sprint in den Muskelzellen).</Pgraph><Pgraph>Der Einsatz von Messger&#228;ten (u.a. Voltmeter, Ampereme<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>er, Thermometer) verlangt die Betrachtung von Messskalen, physikalischen Einheiten und das Verst&#228;ndnis von Zusammenh&#228;ngen und (Regel-)prozessen im Versuchsauf<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>au. &#220;ber einfache Steckbretter und entsprechende Bauteile (u.a. LED, Kohlewiderst&#228;nde) sowie einer regelbaren Spannungsquelle k&#246;nnen beispielsweise Strom-Spannungs-Kennlinien aufgenommen und ausgewertet werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Erfahrungen" linked="yes">
      <MainHeadline>Erfahrungen</MainHeadline><Pgraph>Nach gut einem Dreivierteljahr Probe- und Regelbetrieb l&#228;sst sich feststellen, dass der MINTspace auf gro&#223;es Interesse st&#246;&#223;t und konzeptionell angenommen wird. Die reale Nutzung umfasst explorative Herangehensweisen, bei denen Ger&#228;te einfach in die Hand genommen und ausprobiert werden. Vorgeschlagenen Lernszenarien wird ebenfalls gefolgt, beispielsweise erfreut sich die Widerstandsmessung mit dem Multimeter am Sirenenschaltkasten, um Schaltkreise zu identifizieren, gro&#223;er Beliebtheit (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure" />) &#8211; das gilt f&#228;cher- und statusgruppen&#252;bergreifend f&#252;r alle Nutzenden. Auch wurden bereits Haushaltsgegenst&#228;nde im MINTspace repariert. Die folgenden Ausf&#252;hrungen beschreiben qualitativ die Wahrnehmungen und Erfahrungen der Besch&#228;ftigten im MINTspace sowie R&#252;ckmeldungen aus Gespr&#228;chen mit Nutzenden. Genaue Besuchszahlen wurden bisher nicht erhoben.</Pgraph><Pgraph>Insbesondere gegen Ende der Vorlesungszeit im Wintersemester wurde der MINTspace verst&#228;rkt von Studierenden genutzt, die dort Studienprojekte bearbeitet haben. Das Grundpraktikum Elektrotechnik fordert selbst&#228;ndige Projektarbeit. Viele der Projekte sind mikrocontrollerbasiert oder erfordern individuell gestaltete und gefertigte (funktionelle) Teile. Der MINTspace erf&#252;llt mit seiner Ausstattung die Anforderungen an diese Art der Arbeit, liegt zentral auf dem Campus und ist f&#252;r jede&#42;n frei verf&#252;gbar und nutzbar. Probleme durch Zugangsbeschr&#228;nkungen oder periphere Lage kommen nicht zum Tragen, was von den Nutzenden sehr gesch&#228;tzt wird.</Pgraph><Pgraph>Grunds&#228;tzlich sind Zeiten st&#228;rkerer und schw&#228;cherer Nutzung zu verzeichnen, allerdings nur mit wenigen klaren Trends. &#214;ffnungszeiten an Nachmittagen werden st&#228;rker nachgefragt als an Vormittagen, vermutlich weil die meisten Nutzenden Studierende sind und diese Zeitslots tendenziell abseits der gro&#223;en curricularen Veranstaltungen an der Universit&#228;t liegen. In der vorlesungsfreien Zeit ist die Nachfrage generell geringer, wahrscheinlich aufgrund der tempor&#228;ren Verlagerung des Lebensmittelpunktes weg vom Campus bei vielen Studierenden. Wie oben erw&#228;hnt scheint die Nutzung in Hinblick auf Studienpro<TextGroup><PlainText>j</PlainText></TextGroup>ekte gegen Ende der Vorlesungszeit intensiver zu sein. Im Wochenverlauf sind keine klaren Schwerpunkte erkennbar. Es erscheint daher sinnvoll, &#214;ffnungszeiten zur freien Nutzung m&#246;glichst durchg&#228;ngig mit einem Fokus auf den Nachmittagen anzubieten. Einheitliche Zeitfenster haben sich dabei bew&#228;hrt.</Pgraph><Pgraph>Derzeit steht der MINTspace von Mittwoch bis Samstag 13:00 bis 17:00 Uhr zur Nutzung offen. Unter Ber&#252;cksichtigung von Erfahrungswerten aus MakerSpaces anderer Bibliotheken und der Gef&#228;hrdungsbeurteilung muss stets eine (unterwiesene) Aufsichtsperson anwesend sein, die u.a. kontrolliert, ob die vor dem Gebrauch einiger Ger&#228;te notwendige Unterweisung erfolgt ist. Dies wird &#252;ber studentische und wissenschaftliche Hilfskr&#228;fte abgedeckt. Neben Sicherheitsaspekten ist die Funktion als Ansprechperson vor Ort wichtig, die Interessierte motivieren und in der Nutzung best&#228;tigen kann. Der Peer-to-Peer-Ansatz (Studierende f&#252;r Studierende) funktioniert dabei sehr gut.</Pgraph><Pgraph>Generell ist es eine gro&#223;e Herausforderung, den MINTspace in der Zielgruppe bekannt zu machen. Wie die Beispiele zeigen, wird der Raum im Sinne des Konzepts genutzt, die Kapazit&#228;ten werden allerdings nicht komplett ausgesch&#246;pft. Dabei lassen sich zwei Ebenen identifizieren:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Grundlegende Wahrnehmung des Angebots</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Identifizierung von Ankn&#252;pfungspunkten, Anl&#228;ssen und Gr&#252;nden f&#252;r eine regelm&#228;&#223;ige, nachhaltige Nutzung</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Zur Adressierung des ersten Punkts wurden bisher universit&#228;tstypische Kan&#228;le genutzt. Unmittelbar vor Ort in der Zentralbibliothek sind Hinweise auf Infotafeln und <TextGroup><PlainText>-mo</PlainText></TextGroup>nitoren hinterlegt, der MINTspace ist au&#223;erdem eine Station der als Einf&#252;hrung f&#252;r neue Nutzende angebotenen app-gest&#252;tzten Bibliotheksrallye. Die Er&#246;ffnung des MINTspace wurde durch eine begleitende Pressemitteilung und einen Rundbrief des Pr&#228;sidiums flankiert. Weitere Ma&#223;nahmen umfassten die Werbung in Vorkursen und gro&#223;en Grundlagenveranstaltungen zu Studieng&#228;ngen, die zur prim&#228;ren Zielgruppe des MINTspace geh&#246;ren (z.B. Biologie, Chemie, Medizin, Physik, Ingenieurwissenschaften), teilweise mit F&#252;hrung zum oder konkreten &#220;bungsphasen im MINTspace. Eine starke Pr&#228;senz auf den k&#252;rzlich gestarteten Social-Media-Profilen der Zentralbibliothek (v.a. Instagram) ist f&#252;r die Zukunft angestrebt. Der zweite Punkt erfordert eine Fokussierung auf Gruppen von Studierenden, die unmittelbar und eindeutig von der Arbeit im MINTspace profitieren k&#246;nnen. Die Identifizierung dieser Gruppen und das Herausarbeiten der Vorteile erfordert sowohl Kenntnisse zu Studienabl&#228;ufen als auch -inhalten &#8211; und letztlich muss man diese Gruppen auch gezielt erreichen k&#246;nnen. Vorteilhaft sind hierf&#252;r enge Kontakte in die Fachbereiche und eigenes Fachwissen. Wirksam sind insbesondere Hinweise von Lehrpersonen, die auf die M&#246;glichkeiten des MINTspace in Hinblick auf die curriculare Veranstaltung verweisen k&#246;nnen. Dies zeigte sich u.a. in dem bereits erw&#228;hnten Grundpraktikum Elektrotechnik. Geplant ist die gezielte Ansprache von Teilnehmenden an naturwissenschaftlichen Praktika, die den MINTspace f&#252;r die Vorbereitung auf verschiedene Arten nutzen k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Ein anderer derzeit beschrittener Weg, Publikumsverkehr zu erzeugen, ist die Verlagerung von Unterst&#252;tzungsveranstaltungen zu bestimmten Studienmodulen in den MINTspace. Im Moment sind dies Tutorien zu Theoretischer Physik und einem Proseminar im Bereich Pharmazie. Erste Erfahrungen sind positiv, f&#252;r ein Fazit ist es allerdings zu fr&#252;h. Weitere Settings wie Workshops oder die &#214;ffnung f&#252;r feste Arbeitsgruppen sind geplant.</Pgraph><Pgraph>Besonders intensiv werden die 3D-Drucker genutzt. Die M&#246;glichkeit, sich ohne gr&#246;&#223;ere Zugangsh&#252;rden mit dieser modernen Fertigungstechnik zu besch&#228;ftigen und sie nutzen zu k&#246;nnen, st&#246;&#223;t unabh&#228;ngig vom fachlichen Hintergrund auf gro&#223;es Interesse. Die gestalteten und gedruckten Prototypen und Werkst&#252;cke reichen von kleinen, nicht verf&#252;gbaren Ersatzteilen &#252;ber Anschauungsmodelle z.B. zur Elektronegativit&#228;t in der Chemie bis zu Teilen f&#252;r Robotik-Projekte. Derzeit wird bei der Nutzung ein Fair-Use-Modell verfolgt, bei dem die Ger&#228;te inklusive Verbrauchsmaterial unentgeltlich genutzt werden d&#252;rfen. Bei gro&#223;em Verbrauch wird darum gebeten, auf eigenes Filament, wie die von FDM-3D-Druckern in Form einer langen, aufgewickelten &#8222;Schnur&#8220; verarbeiteten Kunststoffe bezeichnet werden, zur&#252;ckzugreifen. Dieses Modell funktioniert bislang sehr gut.</Pgraph><Pgraph>Da die Farbe des Werkst&#252;cks der Farbe des Filaments entspricht, sind FDM-3D-Drucke normalerweise einfarbig. Aufgrund der gro&#223;en Nachfrage wird im Moment einer der Drucker durch ein Multi-Filament-Modul aufgewertet, das den automatischen, mehrfarbigen Druck erlaubt. Dies ist ein Beispiel f&#252;r einen wesentlichen Teil des MINTspace-Konzepts, den Lernort auf Grundlage von bei der Nutzung gesammelten Erfahrungswerten, R&#252;ckmeldungen und Ideen der Nutzenden permanent weiterzuentwickeln und die Ausstattung anzupassen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Bisheriges Fazit und Ausblick" linked="yes">
      <MainHeadline>Bisheriges Fazit und Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Die Einrichtung des MINTspace in der Zentralbibliothek der Universit&#228;tsbibliothek Kiel ist ein Erfolg. Mit der Mitwirkung und Unterst&#252;tzung verschiedener Stellen der Universit&#228;t (Pr&#228;sidium, Geb&#228;udemanagement, Stabstelle Sicherheitsingenieur, Gesch&#228;ftsbereich Qualit&#228;tsentwicklung) und Abteilungen der Bibliothek (Direktion, Hausdienste, Benutzung, Bestandserhaltung) wurde ein Lernort eingerichtet, der laut R&#252;ckmeldungen von Lehrenden und Studierenden auch in den Fachbereichen auf breite Akzeptanz und Zustimmung st&#246;&#223;t. Die vielf&#228;ltigen und im Bibliothekskontext ungew&#246;hnlichen Zug&#228;nge werden von den Nutzenden sehr positiv gesehen, insbesondere die freie Verf&#252;gbarkeit wird wertgesch&#228;tzt. Der MINTspace kann so zusammen mit den neu eingerichteten modernen Arbeitspl&#228;tzen f&#252;r Einzel- und Gruppenarbeit zur Wahrnehmung der Zentralbibliothek als &#8222;Dritter Ort&#8220; f&#252;r Studierende aller Fachbereiche beitragen.</Pgraph><Pgraph>Gleichwohl bleibt die dauerhafte regelm&#228;&#223;ige Auslastung der R&#228;umlichkeit eine Herausforderung. Zuk&#252;nftig sollen zur Erh&#246;hung der generellen Wahrnehmung verst&#228;rkt die Social-Media-Kan&#228;le der Universit&#228;tsbibliothek genutzt werden. Die gezielte Ansprache von Teilnehmenden passender Lehrveranstaltungen ist geplant. Einige Lehrende haben mit ersten Ideen Interesse ge&#228;u&#223;ert, den MINTspace im Rahmen ihrer Lehre zu nutzen, was ebenfalls erm&#246;glicht werden soll. Derartige Entwicklungen und Prozesse ben&#246;tigen naturgem&#228;&#223; etwas Zeit. Die nachhaltige Finanzierung aus Eigenmitteln unabh&#228;ngig von (kurzen) Projektzyklen ist daher sehr vorteilhaft.</Pgraph><Pgraph>Studierende stellen die Hauptzielgruppe des MINTspace dar, da die Zentralbibliothek f&#252;r viele zum Studienalltag geh&#246;rt. Der Lernort st&#246;&#223;t auch bei Nutzenden aus der &#214;ffentlichkeit oder Lehrkr&#228;ften und Sch&#252;ler&#42;innen allgemeinbildender Schulen auf Interesse. Diese sind herzlich willkommen, nutzen die Zentralbibliothek insgesamt allerdings relativ selten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Anmerkung" linked="yes">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Didaktisches Dreieck: Der Farbwechsel eines Stoffes bei Temperatur&#228;nderung (makroskopisch, &#8222;Wahrnehmung&#8220;) l&#228;sst sich nur mit einer Ver&#228;nderung der elektronischen Struktur (submikroskopisch) erkl&#228;ren; dieser sogenannte Spin-Crossover wird auf der symbolischen Ebene in einem Orbitalschema dargestellt &#91;9&#93;.</Mark1><LineBreak></LineBreak>&#169; Dr. Holger Naggert</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Ansicht des MINTspace; vorne rechts startend im Gegenuhrzeigersinn: PC-Workstation mit AR-Brille, Arbeitspl&#228;tze u.a. zum Mikroskopieren, 3D-Drucker, Werkbank, Arbeitszeile, h&#246;henverstellbarer Tisch mit Schaltkasten</Mark1><LineBreak></LineBreak>&#169; J&#252;rgen Haacks, Uni Kiel</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Die holographische Darstellung des muskuloskelettalen Systems neben dem realen Skelett</Mark1><LineBreak></LineBreak>Screenshot von HoloAnatomy<Superscript>&#174;</Superscript>, entwickelt an der Case Western Reserve University, jetzt angeboten von AlensiaXR auf Grundlage der .NEXT&#8482;-Modelldatenbank: https:&#47;&#47;www.alensiaxr.com&#47;holoanatomy</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Das interaktive Hologramm eines menschlichen Herzens im Brustkorb des haptischen Modells</Mark1><LineBreak></LineBreak>Genutzte App: Awake Heart, https:&#47;&#47;www.awake.health&#47;apps</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Modell der Muskelstruktur des Sch&#228;dels aus dem 3D-Drucker</Mark1><LineBreak></LineBreak>Modell von Raf Grassetti, https:&#47;&#47;grassettiart.gumroad.com&#47;l&#47;KbAQA&#63;layout&#61;profile</Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure width="313" height="400" format="png">
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Handgelenksorthese aus dem 3D-Drucker</Mark1><LineBreak></LineBreak>Modell von Prusa Research, https:&#47;&#47;www.printables.com&#47;model&#47;154793-wrist-brace-splint-a-lighter-version</Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure width="564" height="650" format="png">
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Spannungsfreie Durchgangsmessungen am Sirenenschaltkasten</Mark1><LineBreak></LineBreak>&#169; J&#252;rgen Haacks, Uni Kiel</Pgraph></Caption>
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