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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0006180</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Aufbau eines Digital Learning Space an der IU Internationale Hochschule</Title>
      <TitleTranslated language="en">Building a digital learning space at IU International University of Applied Sciences</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Hoffmann</LastnameHeading>
          <Firstname>Kira</Firstname>
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        <Address>IU Internationale Hochschule, Rosa-Luxemburg-Stra&#223;e 27-29, 04103 Leipzig, Deutschland<Affiliation>IU Internationale Hochschule, Leipzig, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>kira.hoffmann&#64;iu.org</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">digital learning space</Keyword>
      <Keyword language="en">third place</Keyword>
      <Keyword language="en">lifelong learning</Keyword>
      <Keyword language="en">media literacy</Keyword>
      <Keyword language="en">academic wellbeing</Keyword>
      <Keyword language="en">collaboration</Keyword>
      <Keyword language="en">cultural exchange</Keyword>
      <Keyword language="de">Digital Learning Space</Keyword>
      <Keyword language="de">Dritter Ort</Keyword>
      <Keyword language="de">lebenslanges Lernen</Keyword>
      <Keyword language="de">Medienkompetenz</Keyword>
      <Keyword language="de">Academic Wellbeing</Keyword>
      <Keyword language="de">Kollaboration</Keyword>
      <Keyword language="de">kultureller Austausch</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft</SectionHeading>
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      <DatePublished>20250919</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft - Lernortkonzepte f&#252;r Forschung und Lehre</IssueTitle>
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    <ArticleNo>05</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Digitale Lernumgebungen k&#246;nnen weit mehr sein als reine Informations- und Austauschplattformen &#8211; sie haben das Potenzial, zu einem &#8222;Dritten Ort&#8220; heranzuwachsen, an dem Studierende, Lehrende und externe Interessierte zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Der Digital Learning Space (DLS) soll genau diesen Raum bieten: Eine Plattform, die Zugang zu kollaborativen Lernformaten schafft, lebenslanges Lernen f&#246;rdert, Medienkompetenzen st&#228;rkt und so zum ganzheitlichen akademischen Wohlbefinden beitr&#228;gt. In diesem Artikel wird das Konzept des Digital Learning Space der IU Internationalen Hochschule vorgestellt, das sich an den Bed&#252;rfnissen der Studierenden orientiert und Elemente aus Bibliothek, digitalem Seminarraum sowie interkulturellem Lernort vereint.</Pgraph><Pgraph>Dabei soll eine lebendige Community entstehen, in der sowohl synchrone als auch asynchrone Formate angeboten werden: von moderierten Diskussionen, Webinaren und digitalen Projektwerkst&#228;tten bis hin zu gezielten Tutorials und Ressourcen zur Medien- und Informationskom<TextGroup><PlainText>p</PlainText></TextGroup>etenz. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Was ist eigentlich ein DLS und wie kann er Studierende nicht nur fachlich, sondern auch pers&#246;nlich weiterbringen&#63; Welche Rolle spielt dabei ein diversit&#228;tsbe<TextGroup><PlainText>w</PlainText></TextGroup>usster Ansatz, welcher unterschiedliche kulturelle Hintergr&#252;nde und Lernstile ber&#252;cksichtigt&#63; Wie l&#228;sst sich ein solches Angebot umsetzen und nachhaltig in den Studienalltag integrieren, um langfristig als Dritter Ort wahrgenommen zu werden&#63; Hier werden Einblicke in die technischen, konzeptionellen und didaktischen &#220;berlegungen sowie Herausforderungen und Erfolgsfaktoren gegeben.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Digital learning environments can be much more than just platforms for information and communication &#8211; they have the potential to evolve into a &#8220;third place&#8221; where students, educators, and external participants come together to learn from one another and collaboratively develop new ideas. The digital learning space (DLS) at IU International University of Applied Sciences aims to create exactly such a space: a platform that fosters collaborative learning formats, promotes lifelong learning, enhances media literacy, and contributes to a holistic sense of academic wellbeing. This article presents the concept of the digital learning space at IU International University, which is designed around student needs and combines elements of a library, a digital seminar room, and an intercultural learning environment. </Pgraph><Pgraph>The goal is to cultivate a vibrant community that offers both synchronous and asynchronous learning opportunities &#8211; from moderated discussions, webinars, and digital project workshops to targeted tutorials and resources for media and information literacy. This paper will address the following issues: What exactly is a DLS, and how can it support students not only academically, but also in their personal development. What role does a diversity-aware approach play &#8211; one that considers different cultural backgrounds and learning styles&#63; And how can such an offering be implemented and sustainably integrated into daily academic life so that it is truly perceived as a third place&#63; The article offers readers a deeper understanding of the technical, conceptual, and didactic aspects of the DLS, along with the key challenges and factors that contributed to its success.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="1 Einleitung" linked="yes">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Bibliotheken haben sich l&#228;ngst von reinen Informationsinfrastrukturen zu sozialen und kulturellen Lernorten weiterentwickelt. In Zeiten zunehmender Digitalisierung ver&#228;ndert sich ihre Rolle jedoch grundlegend <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. Insbesondere an Fernhochschulen wie der IU Internationale Hochschule mit &#252;ber 100.000 &#252;berwiegend Fernstudierenden. Hier zeigen sich besondere Herausforderungen: Das Format &#8222;Fernstudium&#8220; f&#252;hrt zu einer fehlenden sozialen Einbindung, einer mangelnden Orientierung im digitalen Raum und einem starken Wunsch nach niedrigschwelliger Vernetzung. </Pgraph><Pgraph>Die Library and Information Services (LIS) der IU Internationale Hochschule haben vor diesem Hintergrund ein eigenes Konzept f&#252;r einen &#8222;Digital Learning Space&#8220; (DLS) entwickelt und an die Anforderungen einer digitalen Fernhochschule angepasst. Der DLS versteht sich als digitaler Dritter Ort, der informelles und strukturiertes Lernen verbindet, Austausch erm&#246;glicht und zentrale Zukunftskompetenzen im digitalen Raum f&#246;rdert. Ziel ist es, Studierenden eine barrierearme, integrative Lernumgebung zu bieten, in der sie sich sowohl fachlich als auch sozial weiterentwickeln k&#246;nnen. Dabei geht es nicht nur um den Zugang zu Inhalten, sondern auch um die aktive Mitgestaltung des Lernprozesses und die St&#228;rkung der Selbstwirksamkeit. Ein besonderes Merkmal des DLS ist sein partizipativer Charakter: Studierende werden nicht nur als Konsumierende, sondern als Mitgestaltende angesprochen. Durch interaktive Formate, Peer-Learning (das Lernen unter Gleichgestellten, bei dem Studierende sich gegenseitig unterst&#252;tzen, Wissen austauschen und voneinander lernen) und niedrigschwellige Kommunikationsr&#228;ume entsteht eine Lernkultur, die auf Vertrauen, Kollaboration und Selbstorganisation basiert. Die LIS verstehen sich hierbei nicht nur als Serviceeinheit, sondern als didaktische Partnerin auf Augenh&#246;he. Gerade aus bibliotheksp&#228;dagogischer Sicht ist eine didaktisch fundierte Gestaltung unverzichtbar, um den Lernraum nicht nur technisch zug&#228;nglich, sondern auch inhaltlich wirksam und nachhaltig zu gestalten. Digitale R&#228;ume entfalten ihr Potenzial erst dann vollst&#228;ndig, wenn sie durchdacht strukturiert, moderiert und auf Lernziele ausgerichtet sind. Genau hier liegt der Mehrwert bibliothekarisch-didaktischer Expertise. Didaktik bedeutet in diesem Zusammenhang, Lernangebote so zu gestalten, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern Verstehen erm&#246;glichen, kritisches Denken anregen und Lernprozesse begleiten. Die Gestaltung solcher R&#228;ume profitiert von einem p&#228;dagogisch geschulten Blick auf Lernprozesse, Zielgruppenansprache und methodische Vielfalt. Didaktische Kompetenz sorgt daf&#252;r, dass Inhalte nicht nur formal korrekt, sondern lernwirksam und aktivierend vermittelt werden. Gerade in digitalen Lernumgebungen, in denen pers&#246;nliche Pr&#228;senz fehlt, ist es entscheidend, Interaktion gezielt zu f&#246;rdern, Orientierung zu bieten und Lernmotivation aufrechtzuerhalten. Ohne diesen didaktischen Rahmen besteht die Gefahr, dass digitale Lernr&#228;ume unverbunden bleiben &#8211; eine technische H&#252;lle ohne p&#228;dagogische Tiefe <TextLink reference="3"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="2 Theoretischer Hintergrund: Dritte Orte und digitale Lernr&#228;ume" linked="yes">
      <MainHeadline>2 Theoretischer Hintergrund: Dritte Orte und digitale Lernr&#228;ume</MainHeadline><Pgraph>Ein Dritter Ort beschreibt Orte jenseits von zu Hause und Arbeit, die Zugeh&#246;rigkeit, informellen Austausch und Gemeinschaft erm&#246;glichen &#8211; etwa Caf&#233;s oder Bibliotheken. Solche Orte zeichnen sich durch Freiwilligkeit, Zug&#228;nglichke<TextGroup><PlainText>it, G</PlainText></TextGroup>leichberechtigung und eine angenehme Atmosph&#228;re aus <TextLink reference="4"></TextLink>. In Zeiten zunehmender Digitalisierung ist die Frage zentral, wie diese Qualit&#228;ten in den virtuellen Raum &#252;bertragen werden k&#246;nnen. Digitale Lernr&#228;ume, die diesem Prinzip folgen, sind f&#252;r Fernstudierende besonders wertvoll, da sie akademisches Lernen mit sozialer Eingebundenheit verbinden. Gerade in asynchronen Lernszenarien fehlt oft der soziale Ankerpunkt, der gemeinsames Lernen erfahrbar macht. Digitale Dritte Orte k&#246;nnen diesen Mangel ausgleichen und Lernende emotional wie kognitiv st&#228;rker einbinden <TextLink reference="5"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Orte wie der DLS greifen das Prinzip gemeinschaftlicher, offener Lernr&#228;ume auf und &#252;bertragen es in den virtuellen Raum. Sie schaffen R&#228;ume f&#252;r gemeinsames Lernen, Peer-Feedback und themenoffene Interaktion. Der Lernreport der IU Internationale Hochschule (2024) <TextLink reference="6"></TextLink> zeigt, dass solche R&#228;ume wesentlich zur Entwicklung zentraler Kompetenzen wie Informationsrecherche, kritisch<TextGroup><PlainText>em D</PlainText></TextGroup>enken und kollaborativem Arbeiten beitragen. Laut dem Report sind insbesondere soziale Einbindung, eine klare Struktur sowie individuelle Relevanz entscheidend f&#252;r den Lernerfolg in digitalen Lernumgebungen. Studierende werden insbesondere dann motiviert, wenn Lerninhalte f&#252;r sie pers&#246;nlich relevant sind, einen klaren Praxisbezug aufweisen und sie ihre Lernziele selbst mitbestimmen k&#246;nnen. Fast 90 Prozent der Befragten betrachten lebenslanges Lernen als essenziell. Lernr&#228;ume, die diesen Bed&#252;rfnissen gerecht werden, f&#246;rdern somit nicht nur kognitives Lernen, sondern auch Wohlbefinden und Zugeh&#246;rigkeit <TextLink reference="6"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Der Digital Learning Space tr&#228;gt diesen Anforderungen Rechnung, indem er als digitaler Dritter Ort Begegnung, Beteiligung und Kompetenzentwicklung miteinander verkn&#252;pft. Damit bietet er einen stabilisierenden Rahmen f&#252;r Orientierung, Austausch und Selbstwirksamkeit in einer zunehmend komplexen, schnellen und unsicheren Welt &#8211; oft als &#8222;VUCA-Welt&#8220; bezeichnet, also eine Arbeits- und Lebensrealit&#228;t, die von Unsicherheit, Wandel, Komplexit&#228;t und Mehrdeutigkeit gepr&#228;gt ist. VUCA steht f&#252;r &#8222;volatility&#8220;, &#8222;uncertainty&#8220;, &#8222;complexity&#8220; und &#8222;ambiguity&#8220;. Das ACRL-Framework (Association of College &#38; Research Libraries), ein Referenzrahmen zur F&#246;rderung von Informationskompetenz, betont in diesem Zusammenhang, dass Lernende nicht nur Informationen finden, sondern auch kritisch bewerten, reflektieren und ethisch einordnen k&#246;nnen m&#252;ssen &#8211; F&#228;higkeiten, die in kollaborativen, partizipativ gestalteten Lernumgebungen besonders gef&#246;rdert werden <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Das ARCS-Modell (Attention, Relevance, Confidence, Satisfaction) von Keller und Kopp aus dem Jahr 1987, ein motivationspsychologisches Modell zur F&#246;rderung von Lernmotivation, wurde von Zander und Heidig auf digitale Lernr&#228;ume &#252;bertragen. Es zeigt, wie Lernumgebungen Motivation gezielt st&#228;rken k&#246;nnen: durch Angebote, die Aufmerksamkeit erzeugen, Relevanz verdeutlichen, Zuversicht schaffen und Zufriedenheit erm&#246;glichen. Der DLS nutzt genau diese Prinzipien, um digitale Teilhabe zu f&#246;rdern und Lernen als aktiven, sinnstiftenden Prozess zu gestalten <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="3 Praxisbericht: Der Digital Learning Space der IU Internationale Hochschule" linked="yes">
      <MainHeadline>3 Praxisbericht: Der Digital Learning Space der IU Internationale Hochschule</MainHeadline><SubHeadline>3.1 Konzept und Ziele</SubHeadline><Pgraph>Der DLS wurde konzipiert, um Studierenden aller Fachrichtungen eine interaktive Lern- und Austauschplattform zu bieten. Neben dem Ausbau von Informations-, Medien- und KI-Kompetenz soll auch soziales Lernen gest&#228;rkt werden. Der DLS versteht sich explizit nicht als reines Content-Portal, sondern als Raum aktiver Teilhabe. Ziel ist es, Studierende in ihrer Selbstst&#228;ndigkeit zu f&#246;rdern und sie gleichzeitig mit einem unterst&#252;tzenden, vernetzten Lernumfeld zu begleiten. Das didaktische Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Lernverst&#228;ndnis, das fachliche Inhalte mit sozialer Interaktion und individueller Relevanz verbindet. Es integriert Erkenntnisse aus der Informationswissenschaft, Hochschuldidaktik und Bibliotheksp&#228;dagogik und reagiert damit auf die vielschichtigen Anforderungen digitaler Fernstudierender. Ein zentrales Anliegen ist ein diversit&#228;tsbewusster Ansatz, der die unterschiedlichen Lebensrealit&#228;ten, Lernstile und kulturellen Hintergr&#252;nde der Studierenden ber&#252;cksichtigt. Als internationale Hochschule mit einer heterogenen Studierendenschaft wird gro&#223;en Wert darauf gelegt, Lernangebote zu gestalten, die m&#246;glichst inklusiv und adaptiv sind. So werden Schulungen und Workshops zweisprachig angeboten, Inhalte barrierearm aufbereitet und Formate bewusst so konzipiert, dass sie auch neurodivergente Studierende besser ansprechen, unter anderem durch klare Strukturierung, visuelle Orientierungshilfen und flexible Teilnahmeformate. Diese studentische Vielfalt wird nicht nur gesch&#228;tzt, sondern aktiv als Ressource in der Gestaltung des digitalen Lernraums genutzt.</Pgraph><Pgraph>Lernprozesse werden nicht isoliert, sondern als komplexes Zusammenspiel kognitiver, emotionaler und sozialer Faktoren betrachtet. Der DLS bietet daher nicht nur Wissen, sondern eine vernetzte Lernkultur &#8211; offen, adaptiv und kollaborativ.</Pgraph><SubHeadline>3.2 Umsetzung</SubHeadline><Pgraph>Die Umsetzung des Digital Learning Space erfolgt derzeit &#252;ber mehrere miteinander vernetzte Plattformen. Zoom dient aktuell als zentraler Veranstaltungsraum f&#252;r Live-Workshops und Gruppenformate. Erg&#228;nzt wird dieses Angebot durch MS Teams, das insbesondere f&#252;r die &#8222;Library Online Office Hour&#8220;, sowie f&#252;r die laufende Kommunikation mit Studierenden eine zentrale Rolle spielt. &#220;ber einen eigenen Teams-Kanal mit &#252;ber 5.000 Studierenden k&#246;nnen diese direkt mit dem LIS-Team in Kontakt treten, Fragen stellen oder auf begleitende Materialien zugreifen. Der Kanal dient zugleich als dynamisches Forum f&#252;r thematische Impulse, Veranstaltungshinweise und R&#252;ckfragen rund um Recherche, Zitation und Tools. Zudem wird hier ein virtueller Raum f&#252;r freies Arbeiten angeboten, der als Treffpunkt f&#252;r Gruppenprojekte, Peer-Feedback oder informelle Vernetzung genutzt werden kann. Das Angebot des DLS ist mehrstufig aufgebaut und flexibel skalierbar. Es umfasst derzeit ein breites Portfolio an Veranstaltungen, darunter Workshops zu Literaturrecherche, wissenschaftlichem Schreiben, Quellenbewertung, zu Zitierregeln sowie zum reflektierten Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT, Semantic Scholar oder Quillbot. Diese Veranstaltungen werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch angeboten und regelm&#228;&#223;ig evaluiert. Neben den klassischen Workshops sollen Peer-to-Peer-Formate immer weiter in den Fokus ger&#252;ckt werden, unter anderem durch interdisziplin&#228;re Lerngruppen, gemeinsame Schreibzeiten oder moderierte Diskussionsrunden mit Studierenden aus h&#246;heren Semestern. Formate, in denen vor allem der soziale Lernaspekt und der niedrigschwellige Austausch im Mittelpunkt stehen.</Pgraph><Pgraph>Die digitale Lernumgebung der IU Internationale Hochschule &#8222;myCampus&#8220; stellt erg&#228;nzend eine Vielzahl asynchron nutzbarer Inhalte bereit &#8211; darunter aufgezeichnete Schulungen, Handouts, Lernvideos und sogenannte &#8222;Learning Snacks&#8220; zur Selbst&#252;berpr&#252;fung. Diese Inhalte erg&#228;nzen die Live-Formate und erm&#246;glichen ein flexibles Lernen &#8211; individuell und ortsunabh&#228;ngig. Parallel wird eine erg&#228;nzende digitale Umgebung aufgebaut, die vor allem Orientierung, Wellbeing, &#220;bersichtlichkeit und eine lernf&#246;rderliche Atmosph&#228;re unterst&#252;tzen soll. Neben bereits bestehenden interaktiven Selbstlernangeboten ist eine zentrale &#220;bersichtsseite als &#8222;DLS-Kompass&#8220; bzw. <TextGroup><PlainText>-Center</PlainText></TextGroup> in Planung. Dieser soll alle Angebote visuell aufbereiten, systematisch b&#252;ndeln und noch leichter zug&#228;nglich machen. Perspektivisch wird dieser Kompass als Dashboard fungieren, das Inhalte aus verschiedenen Quellen zusammenf&#252;hrt und so einen individuellen Einstiegspunkt bietet. Inhaltlich legt der DLS den Fokus auf wissenschaftliche und digitale Schl&#252;sselkompetenzen: von Recherche und Quellenarbeit &#252;ber wissenschaftliches Schreiben bis hin zu Future Skills und dem reflektierten Umgang mit generativer K&#252;nstlicher Intelligenz. Besonders gefragt sind Formate wie der Workshop &#8222;ChatGPT &#38; Co: Textge<TextGroup><PlainText>n</PlainText></TextGroup>erierende KI-Tools in der wissenschaftlichen Arbeit&#8220;, welcher technische Grundlagen vermittelt und gleichzeitig ethische Aspekte diskutiert. Die modulare Reihe zur wissenschaftlichen Literaturrecherche begleitet Studierende schrittweise von der Basis bis zur vertieften Datenbankarbeit. Erg&#228;nzt wird das Portfolio durch Formate wie die &#8222;Coffee Lecture: Top 10 Fragen zum Zitieren&#8220; oder kurze Einheiten zu KI-Prompting, die zentrale Konzepte kompakt und anwendungsnah vermitteln. Das online &#8222;Writing Retreat&#8220; verbindet strukturierte Schreibpha<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>en mit Gruppen&#252;bungen, Austauschm&#246;glichkeiten und achtsamkeitsbasierten Pausenimpulsen, etwa durch Yoga oder gemeinsame Spiele. Hier stehen sowohl fachlicher Output als auch die F&#246;rderung von Lernmotivation, Selbstorganisation und sozialem Miteinander im Vordergrund. Alle Formate basieren auf einem didaktisch durchdachten Konzept, das Interaktion, Aktivierung, Wellbeing und Methodenvielfalt in den Mittelpunkt stellt. In den Live-Sessions kommen Breakout-R&#228;ume, kollaborative Whiteboards, Live-Dokumente und Umfragen zum Einsatz, um aktive Beteiligung zu f&#246;rdern. Die Veranstaltungen werden regelm&#228;&#223;ig evaluiert, fortlaufend optimiert und gr&#246;&#223;tenteils aufgezeichnet. Diese Videos werden in einer zentralen Mediathek bereitgestellt und erm&#246;glichen eine orts- und zeitunabh&#228;ngige Nutzung &#8211; ein entscheidender Vorteil f&#252;r die heterogene, internationale Studierendenschaft der IU Internationale Hochschule.</Pgraph><Pgraph>Die Kommunikation der Angebote erfolgt &#252;ber verschiedene Kan&#228;le: Ein monatlich aktualisierter Veranstaltungskalender informiert zentral &#252;ber Inhalte, Termine und Teilnahmeoptionen. Zus&#228;tzlich erreichen Studieren<TextGroup><PlainText>de da</PlainText></TextGroup>s Team &#252;ber interne Teams-Kan&#228;le, per E-Mail und &#252;ber Hinweise auf den offiziellen Social-Media-Kan&#228;len. Die Anmeldung zu Veranstaltungen erfolgt derzeit &#252;ber Microsoft Bookings; in den Kalendereintr&#228;gen sind weiterf&#252;hrende Materialien direkt verlinkt. Je nach Format kommen Tools wie Zoom, Mentimeter, Moodle, Zotero oder ChatGPT zum Einsatz. Die Auswahl der Werkzeuge richtet sich dabei stets nach didaktischen Zielsetzungen und den Anforderungen an Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit. Ein wachsendes Bed&#252;rfnis von Studierenden ist es, im digitalen Studium nicht allein gelassen zu werden. Dieser Wunsch wird regelm&#228;&#223;ig in R&#252;ckmeldungen deutlich, sei es in Schulungen, Umfragen oder Diskussionsrunden. Besonders gro&#223; ist der Bedarf auch im Kontext von Pr&#228;senzphasen oder hybriden Studienmodellen wie dem Dualen Studium, bei denen Studierende zwischen Hochschule und Praxisbetrieb wechseln und eine erh&#246;hte zeitliche wie kognitive Belastung erfahren. Der DLS greift dieses Bed&#252;rfnis auf und erg&#228;nzt klassische Selbstlernangebote gezielt durch hybride Begleitformate. In diesen Formaten werden die Studierenden aktiv begleitet und erhalten strukturierte Unterst&#252;tzung. Moderierte Gruppenangebote, gemeinsame Schreibphasen und individuelle R&#252;ckmeldeschleifen bieten dabei nicht nur Orientierung, sondern auch emotionale Entlastung.</Pgraph><Pgraph>Die didaktische Grundlage hierf&#252;r bildet das Lernkonzept der Bibliothek in Verbindung mit der &#8222;Cognitive Load Theory&#8220; nach Sweller, die davon ausgeht, dass Lernen besonders effektiv ist, wenn kognitive &#220;berlastung reduziert und gezielte Unterst&#252;tzungsma&#223;nahmen angeboten werden. Eine solche Entlastung, etwa durch klare Strukturen, reduzierte Reiz&#252;berflutung und gut abgestimmte Lernmaterialien, verbessert nicht nur die Lernleistung, sondern auch die kognitive Ausgeglichenheit und das akademische Wohlbefinden &#8211; ein zentraler Aspekt im Sinne eines nachhaltigen, ganzheitlichen Bildungser<TextGroup><PlainText>le</PlainText></TextGroup>bens <TextLink reference="11"></TextLink>, <TextLink reference="12"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>3.3 Herausforderungen</SubHeadline><Pgraph>Die Entwicklung und Implementierung des Digital Learning Space ist ein vielschichtiger Prozess und bringt entsprechend unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Neben den technischen und konzeptionellen Aspekten betrifft dies vor allem die Koordination, Sichtbarkeit und langfristige Skalierbarkeit des Angebots. Ein zentrales Thema ist die &#8222;unsichtbare Teilhabe&#8220;: Viele Studierende konsumieren Inhalte zwar regelm&#228;&#223;ig, beteiligen sich aber nicht aktiv an Diskussionen, Gruppenarbeiten oder Peer-Angeboten. Um dieser Passivit&#228;t zu begegnen, werden niedrigschwellige Formate wie offene Schreibzeiten, moderierte Austauschformate oder kreative Challenges angeboten. Gleichzeitig soll der geplante &#8222;DLS-Kompass&#8220; k&#252;nftig eine intuitive und visuell ansprechende Navigation bieten, die den Einstieg ins digitale Lernen erleichtert.</Pgraph><Pgraph>Auch technische Barrieren wirken sich auf die Teilhabe aus. Unterschiedliche digitale Kompetenzen, Endger&#228;te oder Internetverbindungen f&#252;hren zu heterogenen Voraussetzungen. Das LIS-Team achtet daher gezielt auf mobile Nutzbarkeit, intuitive Interfaces und barrierearme Gestaltung. Besonders wichtig ist dies in Formaten, bei denen Interaktivit&#228;t im Mittelpunkt steht. Ein weiteres Feld ist die organisatorische und institutionelle Verankerung. W&#228;hrend viele operative Angebote der Bibliothek (z.B. Workshops und Beratungen) &#252;ber myCampus bereits im laufenden Betrieb verf&#252;gbar sind, befinden sich &#252;bergeordnete Strukturma&#223;nahmen wie die gemeinsame Steuerung mit anderen Servicebereichen noch in der Projekt- und Koordinationsphase. Die Umsetzung wird ma&#223;geblich von einer Bibliotheksp&#228;dagogin aus dem LIS-Team koordiniert, wobei eine kontinuierliche Abstimmung mit weiteren Service-Einheiten erfolgt. Dabei ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven, Ressourcenlagen und digitale Infrastrukturen aufeinander abzustimmen. Eine besondere Herausforderung stellt auch die eingeschr&#228;nkte Sichtbarkeit dar. Die Angebote sind ausschlie&#223;lich &#252;ber interne Portale und Links auffindbar, was ihre Reichweite und Wahrnehmung begrenzt. Viele Studierende entdecken die Angebote erst durch gezielte Kommunikation &#252;ber Social Media, interne Teams-Kan&#228;le oder pers&#246;nliche Weiterempfehlung. </Pgraph><Pgraph>Eine &#246;ffentliche Pr&#228;senz, z.B. auf der zentralen Hochschulwebsite, ist bereits geplant. Die Betreuung und Weiterentwicklung erfordert au&#223;erdem erhebliche personelle und zeitliche Ressourcen. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, sind digitale Assistenzsysteme geplant, die k&#252;nftig skalierbare L&#246;sungen erm&#246;glichen sollen: darunter KI-gest&#252;tzte Empfehlungen, automatisiertes Peer-Matching oder intelligente Feedbacktools. Erste Konzepte dazu liegen vor und werden schrittweise in enger Abstimmung mit Datenschutz, IT und Didaktik getestet.</Pgraph><SubHeadline>3.4 Chancen und erste Erfolge</SubHeadline><Pgraph>Trotz der genannten Herausforderungen zeigt sich bereits jetzt ein deutlicher Mehrwert dieser Angebote sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene. Die Angebote sto&#223;en bei den teilnehmenden Studierenden auf durchweg positive Resonanz. Bereits w&#228;hrend der Veranstaltungen erhalten wir Feedback &#8211; sowohl m&#252;ndlich als auch &#252;ber den Chat. Zus&#228;tzlich f&#252;hren wir regelm&#228;&#223;ig Evaluationen durch, zum Beispiel mit Mentimeter, die uns unmittelbare R&#252;ckmeldungen liefern. Langfristige R&#252;ckmeldungen erfolgen dar&#252;ber hinaus &#252;ber umfassendere Schulungsevaluationen, die systematisch ausgewertet werden.</Pgraph><Pgraph>Die Angebote st&#228;rken nicht nur die digitalen Kompetenzen der Studierenden, sondern f&#246;rdern auch ihre Motivation und soziale Einbindung im Studium.Besonders bew&#228;hrt haben sich Formate, die strukturierte Lernphasen mit Raum f&#252;r Austausch und Selbstreflexion verbinden. So schaffen Veranstaltungen wie das online &#8222;Writing Retr<TextGroup><PlainText>eat</PlainText></TextGroup>&#8220;, das fokussierte Schreibphasen, Gruppenimpulse und bewusst gesetzte Pausenmethoden kombiniert, eine motivierende Lernumgebung, die regelm&#228;&#223;ig stark nachgefragt wird. Die Auswertung des vergangenen Jahres zeigt: 48,9 Prozent der Teilnehmenden gaben an, Fortschritte bei unserer Veranstaltung gemacht zu haben, 42,4 Prozent berichteten, sie h&#228;tten gr&#246;&#223;tenteils Fortschritte erzielt. Auch die KI-Workshop-Reihe &#8222;ChatGPT &#38; Co&#8220; oder niedrigschwellige Formate wie die &#8222;Coffee Lectures&#8220; und die offenen Sprechstunden im Teams-Kanal werden kontinuierlich gut angenommen. Nicht zuletzt, weil sie praktische Relevanz mit einem barrierearmen Zugang verbinden. </Pgraph><Pgraph>R&#252;ckmeldungen aus diversen regelm&#228;&#223;igen Evaluationen und dem direkten Austausch mit Studierenden zeigen, dass das stetig wachsende Angebot auch ein wachsendes Gef&#252;hl von Orientierung, fachlicher Sicherheit und sozialer Zugeh&#246;rigkeit schafft. Viele Studierende berichten, dass sie durch die Angebote erstmals gezielt neue Tools ausprobiert, konkrete Recherche- oder Schreibstrategien entwickelt oder sich intensiver mit anderen &#252;ber wissenschaftliches Arbeiten ausgetauscht haben. Neben fachlichen Kompetenzen wie Quellenkritik, Literaturverwaltung oder KI-Nutzung werden so auch &#252;berfachliche F&#228;higkeiten gest&#228;rkt &#8211; etwa Selbstorganisation, Umgang mit Ambiguit&#228;t, Feedbackkompetenz oder kollaboratives Arbeiten im digitalen Raum.</Pgraph><Pgraph>All dies verdeutlicht: Ein digitaler Lernraum ist mehr als ein digitales Zusatzangebot. Er ist ein lebendiger Lernraum mit Community-Potenzial, der Studierende dazu bef&#228;higt, ihr Studium aktiv mitzugestalten. Die Kombination aus offener Infrastruktur, partizipativen Formaten und gezielter didaktischer Gestaltung zeigt, wie nachhaltige Wirkung erzielt werden kann. Der DLS f&#246;rdert Selbstwirksamkeit, Vernetzung und digitale Teilhabe &#8211; und erweist sich damit als zukunftsf&#228;higes Modell, das sich innerhalb der IU Internationale Hochschule weiter ausbauen und perspektivisch auch hochschul&#252;bergreifend &#252;bertragen l&#228;sst.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="4 Ausblick und Empfehlung" linked="yes">
      <MainHeadline>4 Ausblick und Empfehlung</MainHeadline><Pgraph>Die bisherigen Erfahrungen mit dem Digital Learning Space der Library and Information Services machen deutlich, welches Potenzial in einem didaktisch fundierten digitalen Lernraum liegt. Was heute bereits Wirkung zeigt, wie niedrigschwellige Zug&#228;nge, pers&#246;nliche Begleitung und soziale Lernangebote, bildet die Grundlage f&#252;r weiterf&#252;hrende Entwicklungen. Digitale Dritte Orte k&#246;nnen tragf&#228;hige Modelle f&#252;r eine zukunftsorientierte Hochschulbildung werden. Sie bieten Raum f&#252;r neue M&#246;glichkeiten f&#252;r Lernwege, die sich an individuellen Lernverl&#228;ufen, Kompetenzen und Zielen orientieren, f&#252;r Vernetzung und aktives Mitgestalten. Genau dort, wo klassische Lernumgebungen oft an ihre Grenzen sto&#223;en. Zuk&#252;nftig er&#246;ffnen sich vielf&#228;ltige Entwicklungsm&#246;glichkeiten: Die Integration von K&#252;nstlicher Intelligenz k&#246;nnte es erm&#246;glichen, adaptive Lernpfade zu gestalten, die sich an den individuellen Lernverl&#228;ufen und Bed&#252;rfnissen der Studierenden orientieren. Gleichzeitig bietet das Konzept des DLS Potenzial f&#252;r bibliotheks- und hochschul&#252;bergreifende Kooperationen &#8211; zum Beispiel durch gemeinsame digitale Lernr&#228;ume, interdisziplin&#228;re Projekte und internationale Peer-Learning-Initiativen. Eine weitere zentrale Perspektive liegt in der didaktischen Aufwertung von Bibliotheken. Sie sollten nicht nur als infrastrukturelle Unterst&#252;tzungsinstanzen verstanden werden, sondern als strategische Partnerinnen in der Konzeption und Umsetzung digitaler Lehre. Gerade hier entfaltet bibliotheksp&#228;dagogische Expertise ihre Wirkung &#8211; im Br&#252;ckenschlag zwischen Lerntechnologie, inhaltlicher Qualit&#228;t und didaktischer Reflexion.</Pgraph><Pgraph>Angesichts wachsender gesellschaftlicher Komplexit&#228;t, zunehmender Diversit&#228;t und der fortschreitenden Digitalisierung von Bildungsprozessen ist eines klar: Es braucht Lernr&#228;ume, die nicht nur funktional, sondern auch gemeinschaftsstiftend sind. R&#228;ume, die Flexibilit&#228;t mit Orientierung, Technik mit Menschlichkeit und Struktur mit Offenheit verbinden. Der Digital Learning Space steht exemplarisch f&#252;r einen solchen Ort. Er zeigt, wie eine digitale Lernumgebung entstehen kann, die Studierende nicht nur fachlich st&#228;rkt, sondern ihnen das Gef&#252;hl gibt, verbunden, bef&#228;higt und Teil einer lebendigen Lernkultur zu sein. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Anmerkungen" linked="yes">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>ORCID der Autorin</SubHeadline><Pgraph>Kira Hoffmann: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0009-0005-6440-5781">0009-0005-6440-5781</Hyperlink></Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTotal>Deutscher Bibliotheksverband e.V. Wissenschaftliche Bibliotheken 2025 &#8211; beschlossen von der Sektion 4 &#8222;Wissenschaftliche Universalbibliotheken&#8220; im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) im Januar 2018. 2018 
&#91;zitiert am 27. Mai 2025&#93;. Verf&#252;gbar unter: 
https:&#47;&#47;www.bibliotheksverband.de&#47;sites&#47;default&#47;files&#47;2021-08&#47;2018&#95;02&#95;27&#95;WB2025&#95;Endfassung&#95;endg.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.bibliotheksverband.de&#47;sites&#47;default&#47;files&#47;2021-08&#47;2018&#95;02&#95;27&#95;WB2025&#95;Endfassung&#95;endg.pdf</RefLink>
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&#91;zitiert am 27. Mai 2025&#93;.  (Criss Library Faculty Proceedings 
&#38; Presentations; 141). Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;digitalcommons.unomaha.edu&#47;crisslibfacproc&#47;141</RefTotal>
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