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    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">&#8222;Okay wir richten es ein bisschen sch&#246;n und gem&#252;tlich ein.&#8220; &#8211; die Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover als Dritter Ort</Title>
      <TitleTranslated language="en">&#8220;Okay, let&#39;s make it look a bit more nice and cosy.&#8221; &#8211; the Medical University of Hannover library as a third place</TitleTranslated>
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        <Address>Technische Informationsbibliothek, Welfengarten 1 B, 30167 Hannover, Deutschland<Affiliation>Technische Informationsbibliothek, Hannover, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>laurajohklein&#64;gmail.com</Email>
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      <SectionHeading language="de">Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft</SectionHeading>
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      <DatePublished>20250919</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
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        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
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        <IssueTitle>Dritter Ort f&#252;r die Wissenschaft - Lernortkonzepte f&#252;r Forschung und Lehre</IssueTitle>
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    <ArticleNo>11</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Das vorliegende Paper fu&#223;t auf einer Bachelorarbeit, die von der Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Bereich Informationsmanagement beauftragt wurde. Die Institution strebt eine Ver&#228;nderung ihrer Lernraumangebote an, um den Anspr&#252;chen der derzeitigen Nutzenden gerecht zu werden. Dabei ergibt sich die Frage, welche Ma&#223;nahmen im Detail zielf&#252;hrend umgesetzt werden sollen. Um konkrete W&#252;nsche und Vorstellungen der Benutzer:innen zu ermitteln, wurden im Rahmen der Bachelorarbeit zwei Arten der empirischen Befragung durchgef&#252;hrt. Dabei handelte es sich einerseits um eine schriftliche Kurzumfrage mit offener Fragestellung. Andererseits fand ein Fokusgruppeninterview statt, das sich explizit auf einen zurzeit ungenutzten Raum innerhalb der R&#228;umlichkeiten der MHH-Bibliothek bezog. Basierend auf den Ergebnissen dieser Befragungen entstand anschlie&#223;end ein zielgruppenorientiertes Konzept f&#252;r zwei R&#228;ume innerhalb der Bibliothek. Fokus der Teilkonzepte lag dabei einerseits auf der Implementierung eines Multifunktionsraums, der als Konferenzraum oder als Pausenbereich genutzt werden kann, und andererseits auf einer Umgestaltung eines der beiden Leses&#228;le der Bibliothek. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>This paper is based on a bachelor&#8217;s thesis in the field of information management as commissioned by the library of the Hannover Medical School (MHH). The institution aims to change its learning spaces to meet the needs of current users. This raises the question of which specific measures should be implemented in a targeted manner. To determine users&#8217; specific wishes and ideas, two types of empirical surveys were conducted as part of the bachelor&#8217;s thesis. One was a short survey in written form with open-ended questions. The other was a focus group interview that explicitly referred to a currently unused room within the MHH library. Based on the results of these surveys, a target group-oriented concept for two rooms within the library was subsequently developed. The focus of the sub-concepts was on the one hand on the implementation of a multifunctional room that can be used as a conference room or as a breakout area, and on the other hand on a redesign of one of the library&#8217;s two reading rooms.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Die MHH-Bibliothek im Wandel der Zeit" linked="yes">
      <MainHeadline>Die MHH-Bibliothek im Wandel der Zeit</MainHeadline><Pgraph>In diesem Jahr feierte die Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover, folgend als MHH bezeichnet, ihr 60-j&#228;hriges Jubil&#228;um. Die 1965 als Reformhochschule gegr&#252;ndete und in ihrer Struktur einzigartige Spartenuni<TextGroup><PlainText>v</PlainText></TextGroup>ersit&#228;t beherbergt seitdem die Bereiche Klinik, Hochschule und Forschung in enger &#8211; auch r&#228;umlicher &#8211; Verzahnung. Die in den 60er und 70er Jahren entstandenen Geb&#228;ude waren f&#252;r eine Lebensdauer von <TextGroup><PlainText>50 J</PlainText></TextGroup>ahren geplant und kommen allm&#228;hlich in die Jahre. W&#228;hrend f&#252;r den Bereich der Klinik ein Neubau auf einem angrenzenden Gel&#228;nde geplant ist, wird der Bereich Hochschule und somit auch die Bibliothek weiterhin in dem alten Geb&#228;udekomplex verbleiben. Die sich &#228;ndernden Erfordernisse an zeitgem&#228;&#223;e Bibliotheksr&#228;ume, bspw. neue Zonierungen in Gruppen- oder Stillarbeitspl&#228;tze, Steckdo<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>en an jedem Arbeitsplatz, funktionierendes WLAN etc., m&#252;ssen im alten Geb&#228;ude umgesetzt werden. </Pgraph><Pgraph>Der letzte gro&#223;e Umbau in der Bibliothek der MHH fand 2019&#8211;2020 statt. Vorausgegangen waren u.a. etliche Umfragen unter Studierenden und Befragungen von Kolleg:innen, deren W&#252;nsche&#47;Vorschl&#228;ge sich &#252;ber mehrere Jahre gefestigt hatten. </Pgraph><Pgraph>In dieser Zeit wurde der &#8222;laute&#8220; Bibliotheksbereich mit dem Freihandbestand (Lehrb&#252;cher und Monografien) nach unten in den unteren Lesesaal und der &#8222;leise&#8220; nach oben in den oberen Lesesaal verlegt. Dies hat die Lautst&#228;rke in der Bibliothek drastisch reduziert: Im Treppenhaus, Foyer und im oberen Lesesaal ist es wesentlich leiser geworden. Lediglich im unteren Lesesaal hat die Lautst&#228;rke zugenommen.</Pgraph><Pgraph>Die Bauma&#223;nahme fand im oberen Lesesaal statt: Zun&#228;chst gab es neuen Fu&#223;boden mit einem neuen Stromkonzept. Jeder Arbeitsplatz wurde mit Steckdosen versehen. Zeitgleich wurden die Deckenabh&#228;ngungen kontrolliert und erneuert, was aufgrund der Bausubstanz nicht unproblematisch war. Nach Abschluss der Arbeiten wurde Teppich verlegt und neue Tische und St&#252;hle aufgestellt. Die Aufstellung wurde auf Wunsch der Studierenden vorgenommen.</Pgraph><Pgraph>Zuvor wurden s&#228;mtliche B&#252;cher im Freihandbestand in ihren Regalen provisorisch in die Eingangsebene und teilweise ins Magazin verlegt. Zeitgleich wurde sorgf&#228;ltig gepr&#252;ft, was im Freihandbestand bleiben sollte und was nicht. Obwohl der Umbau in erster Linie die Benutzungsabteilung betraf, waren s&#228;mtliche Kolleg:innen eingebunden.</Pgraph><Pgraph>Die verschiedenen Corona-Schlie&#223;ungen wurden genutzt, um die Literatur umzur&#228;umen und dies im Katalog darzustellen. Leider wurde der untere Lesesaal nicht saniert, d.h. dort liegt hellgr&#252;ner, in Teilen kaputter Teppich aus dem Jahr 1968, die Deckenabh&#228;ngungen sind teilweise abg&#228;ngig und die Regale, in denen die B&#252;cher zu finden sind, geh&#246;ren ebenfalls zur Erstausstattung der Bibliothek.  </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Zielgruppenzentrierte Konzeptentwicklung f&#252;r Lernr&#228;ume: Ein Gestaltungsvorschlag f&#252;r die Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover" linked="yes">
      <MainHeadline>Zielgruppenzentrierte Konzeptentwicklung f&#252;r Lernr&#228;ume: Ein Gestaltungsvorschlag f&#252;r die Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover</MainHeadline><Pgraph>Die Bibliothek der MHH z&#228;hlt rund 1.000 Besucher:innen pro Tag <TextLink reference="1"></TextLink>. Vor allem w&#228;hrend der Pr&#252;fungsphase kommt es immer wieder vor, dass s&#228;mtliche Arbeitspl&#228;tze in den Lernr&#228;umen belegt sind. Die Tatsache, dass die Rauman<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>ebote der MHH-Bibliothek rege genutzt werden, bedeutet nicht zwingend, dass die Nutzenden auch zufrieden mit den Gegebenheiten vor Ort sind. J&#228;hrlich erhebt die MHH mittels einer Umfrage die Zufriedenheit der Studierenden mit den vorherrschenden Studienbedingungen. Teil des sogenannten Hannoveraner Screenings der Studienbe<TextGroup><PlainText>d</PlainText></TextGroup>ingungen (HSC) ist dabei auch die Bibliothek. Die Ergebnisse des Screenings 2023&#47;2024 stellten heraus, dass die Bibliothek als Ganzes eine Bewertung von gut bis sehr gut erh&#228;lt, allerdings wurden auch Verbesserungsvorschl&#228;ge genannt. Diese betrafen vor allem die Aufteilung innerhalb der R&#228;umlichkeiten, die Gem&#252;tlichkeit und das Platzangebot. Neben allgemeinen Beschwerden &#252;ber zu wenige Arbeitspl&#228;tze w&#228;hrend der Pr&#252;fungsphasen, wurde in den Ergebnissen der Umfrage auch immer wieder der Wunsch nach mehr Separierung im oberen Lesesaal sowie expliziten Gruppenarbeitsr&#228;umen genannt <TextLink reference="2"></TextLink>. Vor diesem Hintergrund kam es zu der Entscheidung, die Bibliothek an die Bed&#252;rfnisse der Nutzenden anzupassen und eine partielle Umgestaltung anzuregen. In diesem Zusammenhang wurde eine Bachelorarbeit angesto&#223;en. Ziel war es, einen Gestaltungsvorschlag f&#252;r die Bibliothek der MHH zu erstellen und so eine Orientierungshilfe bei der Umsetzung zuk&#252;nftiger Ver&#228;nderungen zu liefern. Die Vorschl&#228;ge basieren auf der aktuellen Fachliteratur und vorrangig auf eigener empirischer Forschung in Form einer Umfrage und eines Forschungsgrup<TextGroup><PlainText>p</PlainText></TextGroup>eninterviews, die die Anspr&#252;che und W&#252;nsche der Bibliotheksnutzenden in der MHH ermitteln sollte. Im Fokus der Erarbeitung stand folgende Forschungsfrage:</Pgraph><Pgraph><Mark2>Welche Anspr&#252;che stellt die Zielgruppe der derzeitigen Nutzenden der Bibliothek der MHH an neue Lernr&#228;ume, welche Ideen und W&#252;nsche gehen damit einher und wie lassen sich diese in ein Konzept zur Lernraumgestaltung innerhalb der eigenen R&#228;umlichkeiten einbringen&#63; </Mark2></Pgraph><Pgraph>Betrachtungsmittelpunkt bilden zwei unterschiedliche R&#228;ume innerhalb der MHH-Bibliothek. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Ausgangspunkt der Bachelorarbeit" linked="yes">
      <MainHeadline>Ausgangspunkt der Bachelorarbeit</MainHeadline><Pgraph>Die aktuelle Situation in den Lernr&#228;umlichkeiten der MHH-Bibliothek war der Ausgangspunkt f&#252;r das Thema der Ba<TextGroup><PlainText>chel</PlainText></TextGroup>orarbeit. Der Fokus wurde auf folgende R&#228;ume gelegt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Ein zurzeit ungenutzter Raum mit derzeit nicht genutzten Lernkabinen</ListItem><ListItem level="1">Der obere der zwei Leses&#228;le, der als offener, gro&#223;er Stillarbeitsraum in Benutzung ist, f&#252;r den aber eine Separierung und damit eine privatere Atmosph&#228;re in Betracht gezogen wird.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Bibliotheken werden prinzipiell f&#252;r die Menschen und um die Menschen herum entwickelt <TextLink reference="3"></TextLink>. Daher wurden zwei unterschiedliche Arten an qualitativen Erhebungen innerhalb der Zielgruppe durchgef&#252;hrt, um das Konzept f&#252;r die hier behandelten R&#228;ume sowohl auf theoretischen Grundlagen als auch den empirisch ermittelten Ergebnissen bzw. Bedarfen zu begr&#252;nden. Konkret handelte es sich dabei einerseits um ein Fokusgruppeninterview mit einer vierk&#246;pfigen Gruppe von Studierenden der MHH und andererseits um eine schriftliche Befragung. Das Fokusgruppeninterview bezog sich auf den Raum, der den Nutzenden zurzeit nicht zur Verf&#252;gung steht. Da ein Gro&#223;teil der Bibliotheksnutzenden diesen Raum nicht kennt, wird er im Folgenden als der <Mark1>unbekannte Raum</Mark1> bezeichnet. In Anlehnung daran wird der andere Raum als der <Mark1>bekannte Raum</Mark1> bezeichnet.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Der bekannte und der unbekannte Raum" linked="yes">
      <MainHeadline>Der bekannte und der unbekannte Raum</MainHeadline><SubHeadline>Der bekannte Raum </SubHeadline><Pgraph>Der bekannte Raum ist der obere Lesesaal. Dieser Raum besteht vor allem aus vielen Einzelarbeitspl&#228;tzen. Er ist mit einer Gr&#246;&#223;e von ungef&#228;hr 900 Quadratmetern der gr&#246;&#223;te Lernraum der Bibliothek der MHH. Nach Betreten des Saals k&#246;nnen links um die Ecke einige Lernkabinen gefunden werden. Bei der Verteilung der Nutzenden im oberen Lesesaal lie&#223; sich in der Vergangenheit beobachten, dass vor allem die Fensternischen als Lern- und Arbeitspl&#228;tze zuerst besetzt werden. Diese bestehen aus den Fensterfronten zugewandten Tischen mit St&#252;hlen. Die Nischen beherbergen je vier Einzeltische und werden durch eingezogene W&#228;nde links und rechts begrenzt. Eine der Nischen ist in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" /> zu sehen.</Pgraph><Pgraph>In der Mitte des Saals befinden sich lange Tischreihen mit je f&#252;nf Arbeitspl&#228;tzen, die im rechten Winkel zur langen Fensterfront aufgestellt sind. Alle Arbeitspl&#228;tze verf&#252;gen &#252;ber eine Stromquelle f&#252;r die Nutzung eigener mobiler Ger&#228;te und eine Tischlampe. Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure" /> zeigt einen Blick &#252;ber die Tischreihen. </Pgraph><SubHeadline>Der unbekannte Raum </SubHeadline><Pgraph>Der unbekannte Raum ist durch den unteren Lesesaal zug&#228;nglich. Hier befindet sich der Freihandbereich und zu Gruppen zusammengestellte Tische, die ein gemeinsames Arbeiten in Zimmerlautst&#228;rke erlauben. Der untere Lesesaal ist etwas kleiner als der obere, da sich im unteren Stock noch B&#252;ros und der Schulungsraum befinden. In diesem Raum befindet sich am Ende linker Hand eine einfache Glast&#252;r, die jedoch nur von den Mitarbeitenden der Bibliothek genutzt wird. Ein Schild an der T&#252;r besagt: <Mark2>Bibliotheksinterner Bereich</Mark2>. Der Zutritt ist den Nutzenden untersagt. Bis zum Jahr 2020 war dieser Raum den Nutzenden noch zug&#228;nglich. Darin befinden sich Einzellernkabinen, die den Studierenden der MHH zur Ausleihe bereitgestellt wurden. Verf&#252;gbare Kabinen dieser Art gibt es nach wie vor in der Bibliothek. Sie befinden sich innerhalb beider Leses&#228;le. Die Kabinen in dem unbekannten Raum wiesen in der Vergangenheit jedoch abnehmende Nachfrage auf, bis sie schlie&#223;lich im Zuge der Schlie&#223;ungen bedingt durch die Pandemie vollends au&#223;er Betrieb genommen wurden. Der aktuelle Zustand des Raums ist in Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure" /> zu sehen. </Pgraph><Pgraph>Die Gr&#252;nde f&#252;r die Unbeliebtheit sind nicht eindeutig gekl&#228;rt. Einer der Faktoren kann die fehlende direkte nat&#252;rliche Lichtquelle sein. Zus&#228;tzlich ist er als Durchgangsbereich f&#252;r Bibliotheksmitarbeitende entworfen worden, der nicht nur vom unteren Lesesaal zum Bereich hinter der Leihstelle f&#252;hrt, sondern auch den Zutritt zu zwei anschlie&#223;enden B&#252;ror&#228;umen bietet.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Methodik" linked="yes">
      <MainHeadline>Methodik</MainHeadline><Pgraph>F&#252;r den ungenutzten Raum bestanden zum Zeitpunkt der Bearbeitung der Bachelorarbeit noch keine Ideen oder Pl&#228;ne. Daher und weil die aktuellen Nutzenden diesen Raum nicht kennen, wurde ihm im Rahmen der Ba<TextGroup><PlainText>chel</PlainText></TextGroup>orarbeit eine gesonderte Stellung zugeteilt und durch ein Fokusgruppeninterview erodiert. </Pgraph><Pgraph>Die <Mark1>schriftliche Befragung</Mark1> wurde als nicht-standardisierte, schriftliche Einzelbefragung mit Papierfrageb&#246;gen konzipiert. Durch die asynchrone Art der Befragung war es den Nutzenden m&#246;glich, &#252;ber zwei Wochen hinweg zu den &#214;ffnungszeiten der Bibliothek an der Umfrage teilzunehmen. Die schriftliche Befragung bezog sich auf die Zufriedenheit der Nutzenden mit der Einrichtung und Ausstattung der Lernr&#228;ume der Bibliothek der MHH im Allgemeinen. Dabei wurde in der ersten Frage in offener Form eruiert, wie die Teilnehmenden die Bibliotheksr&#228;ume benutzen. Darauf folgten zwei ebenfalls offen formulierte Fragen zu Aspekten der Einrichtung und Ausstattung der Lernr&#228;ume, bzw. welche als positiv und welche als verbesserungsw&#252;rdig angesehen wurden. Anschlie&#223;end folgte die offene Frage, die den Nutzenden erlaubte anzugeben, welche Aspekte bei der Einrichtung und Ausstattung der Lernr&#228;ume fehlten. Zum Schluss wurde den Teilnehmenden noch die Option er&#246;ffnet, weitere Anmerkungen zu notieren.</Pgraph><Pgraph>Das <Mark1>Fokusgruppeninterview</Mark1> wurde als offenes, nicht-standardisiertes Gespr&#228;ch gef&#252;hrt. Dabei trafen sich die vier Befragten zusammen mit der Interviewerin und einer Hilfsperson vor Ort innerhalb des unbekannten Raums. Die Gruppe setzte sich aus freiwilligen Studierenden der MHH zusammen, da diese die Hauptzielgruppe darstellen und das Budget vom ASTA gestellt wird. </Pgraph><Pgraph>Vor Ort standen nach wie vor die ungenutzten Lernkabinen. Trotz einer daraus resultierenden Enge wurde dieser Ort ausgew&#228;hlt, um die Gruppendiskussion vor dem visuellen Hintergrund des thematisierten Raums stattfinden zu lassen. Durch die physische N&#228;he sollte die visuelle Vorstellungskraft der Teilnehmenden unterst&#252;tzt werden. </Pgraph><Pgraph>Die erste Frage des Interviews bezog sich auf die individuelle Beurteilung der R&#228;umlichkeiten der MHH-Bibliothek. Dabei sollten, &#228;hnlich zu den Fragen der schriftli<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>hen Befragung, allgemeine positive und negative Aspekte sowie fehlende Elemente in der Einrichtung und Ausstattung der R&#228;umlichkeiten gesammelt werden.  </Pgraph><Pgraph>Die zweite Frage im Interviewleitfaden thematisierte, basierend auf den Antworten zu der ersten Frage, welche Angebote und Nutzungsm&#246;glichkeiten die Teilnehmenden sich in dem unbekannten Raum vorstellen k&#246;nnten. </Pgraph><Pgraph>Die dritte Frage zielte auf konkrete Gestaltungselemente ab. Dabei sollte der Fokus sowohl auf die jeweilige Art der Nutzung als auch die Atmosph&#228;re gelegt werden. Unterkategorien zu dieser Frage waren etwa gew&#252;nschte M&#246;bel, Art der Beleuchtung oder auch konkrete Farben.  </Pgraph><Pgraph>Bei der vierten Frage sollten gew&#252;nschte technische Ausstattungselemente ermittelt werden. Hier ging es um Steckdosen, WLAN, Pr&#228;sentationstechnik und &#196;hnliches.  </Pgraph><Pgraph>Zum Schluss gab es noch die f&#252;nfte Frage, die allgemein weitere Aspekte, Ideen oder Anmerkungen ermitteln sollte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Ergebnisse" linked="yes">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><SubHeadline>Ergebnisse der schriftlichen Befragung </SubHeadline><Pgraph>F&#252;r die Konzepte waren vor allem die Ergebnisse zu positiven und negativen&#47;fehlenden Aspekten innerhalb der Bibliothekseinrichtung von Belang. Daher werden in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" /> die relevanten Kernaussagen der 54 Frageb&#246;gen in absteigender H&#228;ufigkeit aufgelistet.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse des Fokusgruppeninterviews</SubHeadline><Pgraph>Die themenrelevanten Ergebnisse zur Einsch&#228;tzung der Lernr&#228;ume der MHH-Bibliothek, die in Frage 1 des Fokusgruppeninterviews allgemein erfragt wurden, lassen sich zu folgenden Kernaussagen zusammenfassen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Der obere Lesesaal ist ungem&#252;tlich, zu gro&#223; und zu offen.</ListItem><ListItem level="1">In den Leses&#228;len herrscht eine unklare Zonierung, bzw. die unterschiedlichen Bed&#252;rfnisse kreuzen sich (Ruhe versus Gruppenarbeit).</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Folgende Ideen wurden w&#228;hrend des Fokusgruppeninterviews genannt&#47;entwickelt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Konferenzraum</Mark1> (mit St&#252;hlen, Tischen, Beamer mit Projektionsfl&#228;che, zum Mieten&#47;Buchen zu bestimmten Zeiten, eventuell nach den B&#252;rozeiten, damit der L&#228;rm nicht die Mitarbeitenden innerhalb der angrenzenden B&#252;ros st&#246;rt (circa zwei Stunden am St&#252;ck buchbar)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Gruppenarbeitsraum</Mark1> (gro&#223;e Gruppentische aus dem unteren Lesesaal in den neuen Raum verlegen)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Gem&#252;tlicher Arbeitsraum</Mark1> mit Sofas und Liegesesseln</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Druckerraum</Mark1> mit Druckern, Kaffeeautomat und Wasserspender</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Multifunktionsraum</Mark1> durch mobile Trennw&#228;nde (Umsetzung mehrerer Ideen)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Diese Gestaltungs-, Ausstattungselemente und Ideen wurden als wichtig erachtet:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Kein Teppich</Mark1> (unhygienisch, vor allem der Teppich im unteren Lesesaal ist inzwischen sehr schmutzig und alt)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Bilder an den W&#228;nden</Mark1> (keine medizinischen Motive, damit Nutzende abschalten k&#246;nnen, evtl. Landschaftsgem&#228;lde&#47;Stillleben, etwas Unaufgeregtes&#47;Beruhigendes </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Bequeme M&#246;bel&#47;Sofa&#47;Liegesessel</Mark1></ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Beruhigende Farben</Mark1> (evtl. hellgr&#252;n)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>B&#252;ro-&#47;Krankenhausatmosph&#228;re vermeiden</Mark1></ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Buchspenderegal&#47;Schwarzes Brett</Mark1> zum Austauschen medizinischer Fachliteratur</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Whiteboard</Mark1></ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Mobile Trennwand</Mark1> (Gew&#228;hrleistung der Flexibilit&#228;t bei der Raumnutzung)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Stifte und Papier</Mark1> (evtl. aus Spenden)</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Spielecke f&#252;r Kinder</Mark1></ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Mobile Steckdosen</Mark1> (in Raummitte) </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Beamer mit Projektionsfl&#228;che</Mark1> </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Drucker</Mark1> </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Bildschirm mit Werbeschleife</Mark1> (Werbung f&#252;r die Bibliothek) </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Spielekonsole mit Spielen f&#252;r Lernpausen</Mark1> (ausleihbar) </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Mehr Licht</Mark1>, da es sich um einen Raum ohne Fenster handelt&#47;indirektes Licht&#47;Stehlampe </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Aus den ermittelten Ergebnissen der schriftlichen Befragung und des Fokusgruppeninterviews lie&#223;en sich fundierte Konzepte f&#252;r die beiden zu behandelten R&#228;umen der MHH-Bibliothek entwickeln. </Pgraph><SubHeadline>Raumkonzepte </SubHeadline><SubHeadline2>Konzept f&#252;r den bekannten Raum</SubHeadline2><Pgraph>Kritikpunkt, der vor allem im Fokusgruppeninterview hervorgehoben wurde, ist, dass der obere Lesesaal zu gro&#223;, offen und ungem&#252;tlich ist. Daher suchen einige Personen lieber den lauteren unteren Lesesaal auf, w&#252;nschen sich aber auch in diesem Bereich die Ruhe, die zum Lernen erforderlich ist. Aus diesem Grund soll mit einer Separierung des oberen Lesesaals eine gem&#252;tlichere Atmosph&#228;re in der Ruhezone geschaffen werden. Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure" /> stellt dabei die aktuelle Aufteilung des oberen Lesesaals einer neuen Aufteilung gegen&#252;ber. </Pgraph><Pgraph>Die neue Aufteilung beinhaltet mehrere Tischgruppen. Dabei werden drei zus&#228;tzliche Trennw&#228;nde aufgestellt, um die lange Flucht des Raums etwas zu unterbrechen. Hier w&#228;ren verschiedene Arten von Trennw&#228;nden denkbar. F&#252;r den Fall, dass einfache Stellw&#228;nde gew&#228;hlt werden, k&#246;nnten diese in den Farben des Corporate Designs der MHH gestaltet werden. M&#246;glich w&#228;re es zum Beispiel ein abstraktes Design zu w&#228;hlen, das mit individualisierter Folie auf die Trennw&#228;nde geklebt wird. Hier k&#246;nnten au&#223;erdem noch weitere Whiteboards eingef&#252;gt werden, da sich diese gro&#223;e Beliebtheit erfreuen und eine befragte Person sich in der schriftlichen Umfrage auch Whiteboards im oberen Lesesaal w&#252;nschte. Eine andere Idee w&#228;re, individuelle Trennw&#228;nde anfertigen zu lassen, die in der Mitte jeweils ein Fenster beinhalten, um die Unterteilung weniger drastisch und das Raumkonzept zwar separiert, aber trotzdem offen zu gestalten.</Pgraph><Pgraph>Um die Anzahl der Arbeitspl&#228;tze durch die Umgestaltung nicht zu reduzieren, wird in diesem Design zus&#228;tzlich zu den bestehenden Tischen noch je eine Doppeltischgruppe in die Nischen entlang der langen Fensterfront platziert. Dabei werden die bestehenden Tische jeweils zu zwei Tischgruppen zusammengefasst und eine weitere Doppeltischgruppe hinzugef&#252;gt. Ziel dieser Aufteilung des oberen Lesesaals ist es, die Wohlf&#252;hlatmosph&#228;re innerhalb des Raums zu erh&#246;hen. Zudem tr&#228;gt die Wahl von leichten Trennw&#228;nden dazu bei, ein solches Konzept f&#252;r die Zukunft flexibel und anpassbar zu halten. Trotz der Einf&#252;hrung von Tischgruppen bleiben noch viele einzelnstehende Tische f&#252;r jene Nutzenden vorhanden, die bei der Stillarbeit lieber allein sitzen m&#246;chten. Zus&#228;tzlich wird in diesem Raumkonzept ein Wasserspender untergebracht. </Pgraph><SubHeadline2>Konzept f&#252;r den unbekannten Raum</SubHeadline2><Pgraph>F&#252;r den unbekannten Raum bestanden vor dieser Erarbeitung keine detaillierten Vorstellungen zur Nutzung. Es bestand allerdings das Bed&#252;rfnis seitens der Bibliothek diesen zurzeit ungenutzten Raum den Nutzenden zur Verf&#252;gung zu stellen. Das Fokusgruppeninterview ergab zahlreiche Ideen, von denen viele im neuen Gestaltungsvorschlag umgesetzt wurden. Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure" /> stellt den aktuellen Aufbau des Raums dem neuen Design gegen&#252;ber. </Pgraph><Pgraph>Der neue Entwurf zeigt einen Multifunktionsraum, der auch im Interview zur Sprache kam. In diesem Konzept erfolgt eine Zweiteilung durch mobile Trennw&#228;nde, um einen Grad an Flexibilit&#228;t zu gew&#228;hrleisten. F&#252;r die Gestaltung der Trennw&#228;nde wird hier eine sch&#246;ne Panoramaan<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>icht einer Landschaft angedacht, um eine beruhigende Wirkung zu erzielen. Dies entspricht den Ideen, die w&#228;hrend des Fokusgruppeninterviews aufkamen. Dabei kann die Darstellung eines gro&#223;en Motivs &#252;ber mehrere Teilw&#228;nde hinweg daf&#252;r sorgen, die Abbildung modern wirken zu lassen. Dies lie&#223;e sich durch individualisierte Klebefo<TextGroup><PlainText>l</PlainText></TextGroup>ien umsetzen. Auf beiden Seiten der Trennw&#228;nde k&#246;nnte dabei ein anderes Design gew&#228;hlt werden. In der linken H&#228;lfte des Raums ist eine Art Pausenraum dargestellt. Dabei besteht die Einrichtung aus einem Sofa, zwei Sesseln, einem Kaffeeautomaten, einem Wasserspender sowie zwei Druck-&#47;Kopierger&#228;ten. Gegen&#252;ber dem Sofa befindet sich ein Bildschirm, auf dem sowohl Werbung in Dauerschleife gezeigt als auch eine eventuell angeschaffte Spielekonsole auf einem Regal darunter platziert werden kann. In der rechten oberen Ecke steht eine Stehlampe, die sich auch f&#252;r ein gem&#252;tlicheres Ambiente gew&#252;nscht wurde.</Pgraph><Pgraph>Auf der anderen Seite der Trennw&#228;nde befinden sich drei gro&#223;e Tische mit Ma&#223;en von circa 1x2 Metern, die zu einem Konferenztisch zusammengestellt werden. Denkbar w&#228;re hier die M&#246;glichkeit, diese Tische mit feststellbaren Rollen zu versehen, sodass die Nutzenden sie nach Belieben arrangieren k&#246;nnen. Damit k&#246;nnen sie den Raum mitgestalten. Zus&#228;tzlich sind zehn St&#252;hle angedacht, die um die Tische herumgestellt werden. Um die Idee des Konferenzraums zu unterst&#252;tzen, k&#246;nnen Konferenzst&#252;h<TextGroup><PlainText>l</PlainText></TextGroup>e mit Rollen eingesetzt werden. </Pgraph><Pgraph>An der rechten Wand ist in Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure" /> entweder eine Leinwand mit passendem Beamer an der Decke oder auch ein gro&#223;er Bildschirm mit USB- und HDMI-An<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>chluss zur Nutzung dargestellt. So kann das eigene Endger&#228;t der Nutzenden mit dem Device verbunden werden. Hier sollen Pr&#228;sentationen und Gruppenarbeiten erm&#246;glicht werden.</Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich ist an allen W&#228;nden eine indirekte Beleuchtung eingeplant, die im Interview zur Sprache kam. Nach der DIN-Norm zum Thema Licht und Beleuchtung sollen in Bereichen zum Lesen und Arbeiten eine Mindestbeleuchtung von 500 Lux gegeben sein <TextLink reference="3"></TextLink>. Ob bzw. inwiefern sich dies ausschlie&#223;lich durch indirektes Licht erreichen l&#228;sst, muss noch eruiert werden. Zuletzt ist zwischen den beiden T&#252;ren zu den angrenzenden B&#252;ror&#228;umen ein schwarzes Brett vorgesehen, das als B&#252;cherflohmarkt genutzt werden kann, um medizinische Fachliteratur untereinander auszutauschen. Hierbei wird das schwarze Brett halbiert, damit auf einer Seite die Angebote und auf der anderen Seite die Suchanfragen platziert werden k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Nicht im Lageplan dargestellt, aber gut umsetzbar sind au&#223;erdem Steckdosen, die in der Mitte des Gruppenti<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>ches angebracht werden. Hierbei eignet sich eine mobile Form, damit die Tische auch tats&#228;chlich noch verschoben werden k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Die Nutzung dieses Raums m&#252;sste mit Regelungen versehen werden. So muss beachtet werden, dass der Lautst&#228;rkepegel zu den B&#252;rozeiten nicht zu hoch wird. Hierbei k&#246;nnen beschr&#228;nkte Nutzungszeiten helfen. So k&#246;nnte wochentags bis ca. 16:00 Uhr nur Stillarbeit und eine leise Nutzung erlaubt sein. Zus&#228;tzlich sollte ein Buchungssystem eingef&#252;hrt werden, um die Nutzung vor allem des Konferenzraumbereichs auf etwa zwei Stunden am St&#252;ck zu reduzieren. Die Regelungen sollten dabei an exponierter Stelle und f&#252;r jede Person verst&#228;ndlich vor und in dem Raum angebracht werden, um Missverst&#228;ndnisse und Frust zu vermeiden. </Pgraph><Pgraph>Das Konzept vermag es das Bed&#252;rfnis der Nutzenden nach einem Gruppenarbeitsraum, nach Druckern und einem Pausenraum umzusetzen. </Pgraph><SubHeadline>Was ist seit den Befragungen in der Bibliothek passiert&#63;</SubHeadline><Pgraph><Mark2>Oberer Lesesaal (bekannter Raum)</Mark2> </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Um dem Wunsch der Studierenden nach einer neuen Aufteilung des Raumes nachzukommen, wurden zun&#228;chst neun Trennw&#228;nde und zehn Tischpaneele bei der EKZ bestellt. Diese sind farbig, um den Raum auch optisch ansprechender zu gestalten.</ListItem><ListItem level="1">Sowie die Trennw&#228;nde eingetroffen sind, werden neue Tischreihungen, wie in der Bachelorarbeit vorgeschlagen, ausprobiert. Die Schwierigkeit wird darin bestehen, das Raumkonzept zwar zu &#228;ndern, aber dennoch alle bisherigen Pl&#228;tze zu erhalten. </ListItem><ListItem level="1">Die farbigen Tischpaneele dienen einer weiteren Auflockerung und zeitgleich als Trennung von den anderen Arbeitspl&#228;tzen. Bei guter Nutzung sollen weitere Elemente bestellt werden.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph><Mark2>Unbekannter Raum</Mark2></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Da abgeschlossene Arbeitsr&#228;ume in unserer Bibliothek dringender ben&#246;tigt werden als Pausenr&#228;ume, fiel die Entscheidung auf die Variante multifunktionaler Gruppenarbeitsraum. Zudem befindet sich ein sehr gro&#223;er und neu gestalteter Aufenthaltsraum f&#252;r Studierende in der N&#228;he der Bibliothek (1&#8211;2 Gehminuten).</ListItem><ListItem level="1">Im ersten Schritt pr&#252;fte bereits der Brand- und Sicherheitsbeauftragte unserer Einrichtung, ob eine Umsetzung erfolgen kann. Anschlie&#223;end wurde eine Bauma&#223;nahme angemeldet. Sobald diese beginnt, kann mit dem Architekten alles Weitere geplant werden. Dabei sollen m&#246;glichst viele W&#252;nsche (Fu&#223;boden, Beleuchtung, entspannte Raumgestaltung etc.) der Studierenden ber&#252;cksichtigt werden.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph><Mark2></Mark2><Mark2>Weitere Umsetzungen</Mark2></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Aktuell befinden sich f&#252;nf tragbare Stehtischaufs&#228;tze in der Bibliothek, die an unterschiedli<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>hen Stellen zum Ausprobieren ausliegen. Derzeit werden sie noch nicht so gut genutzt, wie erwartet. Sollte sich dies &#228;ndern, werden weitere beschafft.</ListItem><ListItem level="1">Auch gibt es seit kurzem neue Sitzm&#246;bel, die sehr gut genutzt werden. Es handelt sich hierbei um blaue Ohrensessel und farbige Einer- und Zweiersofas mit integriertem Tischchen und Stromanschluss. Sie sind an unterschiedlichen Stellen (Foyer, Empore, unterer- und oberer Lesesaal) in der Bibliothek aufgestellt und erm&#246;glichen durch ihre Ausstattung eine Abgrenzung und zeitgleich leichte Schallisolierung. </ListItem><ListItem level="1">Einen Wasserspender wird es auch geben, federf&#252;hrend ist hier der ASTA der MHH t&#228;tig. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Nach Abschluss der Ma&#223;nahmen wird erneut eine Befragung durchgef&#252;hrt. Damit soll &#252;berpr&#252;ft werden, ob den Studierenden die neue Lernsituation gef&#228;llt oder ob weitere Ver&#228;nderungen vorgenommen werden sollten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Fazit" linked="yes">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Durch beide Befragungsarten konnten eine Vielzahl an Bed&#252;rfnissen und W&#252;nschen in Bezug auf Einrichtung und Ausstattung der Lernr&#228;ume festgestellt werden. Darunter am meisten genannt waren etwa explizite Gruppenarbeitsr&#228;ume, mehr bequeme M&#246;bel, Trennw&#228;n<TextGroup><PlainText>d</PlainText></TextGroup>e im oberen Lesesaal, Wasserspender, Drucker, ein Pausen-&#47;Entspannungsbereich, ein Kaffeeautomat, Pr&#228;sentationstechnik, ein B&#252;cherflohmarkt f&#252;r medizinische Fachliteratur, Whiteboards und (mobile) Steckdosen. Die hier genannten Aspekte konnten alle in der einen oder anderen Form in die entwickelten Gestaltungsvorschl&#228;ge integriert werden. </Pgraph><Pgraph>Auf diesen Erkenntnissen basieren die beiden vorgestellten Raumkonzepte. Andere Aspekte, die w&#228;hrend der Befragungen auftraten, wie englischsprachige Beschilderung oder mehr Tischerh&#246;hungen, haben in den Konzepten keinen Platz gefunden, da sie sich nicht auf die jeweiligen R&#228;umlichkeiten bezogen. Dennoch sei hier gesagt, dass eine englischsprachige Beschilderung der Integration und Barrierefreiheit innerhalb der MHH-Bibliothek zutr&#228;glich w&#228;re und mehr Tischerh&#246;hungen die R&#252;ckengesundheit der Nutzenden f&#246;rdern kann. </Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend l&#228;sst sich sagen, dass in den erarbeiteten Konzepten viele der Bed&#252;rfnisse, Anforderungen und W&#252;nsche der Bibliotheksnutzenden der MHH umgesetzt werden konnten. Sie stellen daher einen fundierten Vorschlag f&#252;r die Umgestaltung der Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover dar.  </Pgraph><Pgraph>Die in der Bachelorarbeit erarbeiteten Ergebnisse und Vorschl&#228;ge zur Ver&#228;nderung des oberen Lesesaales und niedrigschwellige Umnutzung des alten Kabinenbereichs stellen auch in Zeiten knapper Finanzmittel eine M&#246;glichkeit dar, bedarfsgerechte Optimierungen vorzunehmen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Anmerkung" linked="yes">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><Pgraph>Das vorliegende Paper fu&#223;t auf der Bachelorarbeit von Laura Johanna Dembowski im Studiengang Informationsmanagement der Hochschule Hannover, die von der Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) beauftragt wurde. Hauptverantwortliche f&#252;r den Artikel ist Laura Johanna Klein. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="ORCIDs der Autor:innen" linked="yes">
      <MainHeadline>ORCIDs der Autor:innen</MainHeadline><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Laura Johanna Klein: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0009-0002-7451-6635">0009-0002-7451-6635</Hyperlink></ListItem><ListItem level="1">Elke Bauch: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0009-0005-9916-0243">0009-0005-9916-0243</Hyperlink></ListItem><ListItem level="1">Markus Schmiel: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0000-0003-1256-1801">0000-0003-1256-1801</Hyperlink></ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Interessenkonflikte" linked="yes">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Die Autor:innen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Felsch-Klotz A</RefAuthor>
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    <Media>
      <Tables>
        <Table format="png">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Positive, sowie negative&#47;fehlende Aspekte in den Lernr&#228;umen der MHH-Bibliothek</Mark1> <Mark1>(Ergebniszusammenfassung der durchgef&#252;hrten schriftlichen Befragung)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <NoOfTables>1</NoOfTables>
      </Tables>
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          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Eine der Fensternischen im oberen Lesesaal</Mark1><LineBreak></LineBreak>Fotografie von L. J. Klein</Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure width="1024" height="471" format="png">
          <MediaNo>2</MediaNo>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Die Tischreihen mit Einzelarbeitspl&#228;tzen im oberen Lesesaal</Mark1><LineBreak></LineBreak>Fotografie von L. J. Klein</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Der unbekannte Raum im Ist-Zustand mit den Lernkabinen</Mark1><LineBreak></LineBreak>Fotografie von L. J. Klein</Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure width="545" height="685" format="png">
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Darstellung des Ist-Zustands des oberen Lesesaals (oben) und des neuen Konzepts (unten)</Mark1><LineBreak></LineBreak>eigene Darstellung von L. J. Klein</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Darstellung des Ist-Zustands des unbekannten Raums (links) und des neuen Konzepts (rechts)</Mark1><LineBreak></LineBreak>eigene Darstellung von L. J. Klein</Pgraph></Caption>
        </Figure>
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