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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000594</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0005940</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Status Quo der Weiterbildung in deutschen Bibliotheken</Title>
      <TitleTranslated language="en">Status quo of continuing education in German libraries</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Grahl</LastnameHeading>
          <Firstname>Tina</Firstname>
          <Initials>T</Initials>
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        <Address>Bibliothek der Technischen Hochschule Aschaffenburg, W&#252;rzburger Str. 45, 67437 Aschaffenburg, Deutschland<Affiliation>Bibliothek der Technischen Hochschule Aschaffenburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Tina.grahl&#64;gmx.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">continuing education</Keyword>
      <Keyword language="en">professional development</Keyword>
      <Keyword language="en">library strategy</Keyword>
      <Keyword language="de">Weiterbildung</Keyword>
      <Keyword language="de">Personalentwicklung</Keyword>
      <Keyword language="de">Bibliotheksstrategie</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Personalgewinnung und -entwicklung</SectionHeading>
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    <DatePublished>20240913</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>24</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Personalgewinnung und -entwicklung in (Medizin-)Bibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>11</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Um den Folgen gesellschaftlicher und technischer Entwicklungen wie auch einem ver&#228;nderten Dienstleistungsverst&#228;ndnis gerecht zu werden, etablieren sich in Bibliotheken neue Handlungsfelder. Die notwendigen Ver&#228;nderungsprozesse m&#252;ssen durch Ma&#223;nahmen der Personalent<TextGroup><PlainText>w</PlainText></TextGroup>icklung wie Fort- und Weiterbildungen unterst&#252;tzt werden. Die Personalent<TextGroup><PlainText>w</PlainText></TextGroup>icklung ist dabei auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkr&#228;ftemangels insbesondere im Dienstleistungssektor zentraler Aspekt der Organisationsentwicklung, um Mitarbeitende zu gewinnen, zu binden und fachlich zu entwickeln. Dennoch liegen die tats&#228;chlichen Fortbildungstage von Mitarbeitenden in deutschen Bibliotheken hinter den Empfehlungen der Bibliotheksverb&#228;nde.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>To cope with social and technical developments as well as a changed understanding of services, new fields of action emerge in libraries. The due change processes need to be supported by professional development measures such as continuing education and training. Against the backdrop of increasing shortage of skilled workers, particularly in the service sector, professional development is a central aspect of organi<TextGroup><PlainText>z</PlainText></TextGroup>ational development to attract, keep and professionally develop employees. Nevertheless, the actual number of staff training days in German libraries falls short of the recommendations of the library assoc<TextGroup><PlainText>i</PlainText></TextGroup>ations.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Status Quo der Weiterbildung in deutschen Bibliotheken">
      <MainHeadline>Status Quo der Weiterbildung in deutschen Bibliotheken</MainHeadline><Pgraph>In Folge gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen, insbesondere der digitalen Transformation sow<TextGroup><PlainText>ie einem</PlainText></TextGroup> ver&#228;nderten Dienstleistungsverst&#228;ndnis etablieren sich in wissenschaftlichen wie &#246;ffentlichen Bibliotheken neue Handlungsfelder wie bspw. das Forschungsdatenmanagement, Publikationsdienstleistungen, Maker Spaces oder die Bibliothek als Dritter Ort. Um diese neue<TextGroup><PlainText>n &#8211;</PlainText></TextGroup> und auch zuk&#252;nftigen &#8211; Aufgaben zu erf&#252;llen, muss sich die Organisation Bibliothek stetig weiterentwickeln. Die Organisationsentwicklung im Dienstleistungssektor, zu dem auch Bibliotheken z&#228;hlen, ist dabei ma&#223;geblich von den Mitarbeitenden abh&#228;ngig und kann somit nur erfolgreich sein, wenn sie mit Personalentwicklung einhergeht <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. Die Personalentwicklung muss ihre strategischen Ziele dabei immer aus den aktuellen Zielen der Organisationentwicklung ableiten; Ver&#228;nderungen in den Organisationszielen wie eine Neuausrichtung der Bibliothek in der digitalen Transformation und die daraus folgende Etablierung neuer Aufgabenbereiche m&#252;ssen sich also in der Personalentwicklung der Bibliothek widerspiegeln. Bibliotheksmitarbeitende m&#252;ssen durch entsprechende Ma&#223;nahmen auf die neuen Aufgaben und Anforderungen vorbereitet werden <TextLink reference="3"></TextLink>. Als Teilbereich des Personalmanagements schlie&#223;t Personalentwicklung alle Konzepte, Instrumente und Ma&#223;nahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Qualifikationen der Mitarbeitenden ein, damit diese aktuelle und zuk&#252;nftige Aufgaben ad&#228;quat bew&#228;ltigen k&#246;nnen. Dazu z&#228;hlen u.a. Onboarding, Job Enlargement, Job Enrichment, Job Rotation und Weiterbildungen (vgl. u.a. <TextLink reference="4"></TextLink>, insbesondere S. 717-783).</Pgraph><Pgraph>Weiterbildung als Instrument der Personalentwicklung umfasst alle auf die erste berufliche Qualifizierung folgenden &#8222;Aktivit&#228;ten, die dem Erhalt, der Erweiterung und der Anpassung beruflichen Wissens dienen&#8220; und die i.d.R. berufsbegleitend stattfinden <TextLink reference="1"></TextLink>. Dieser Wissens- und&#47;oder Kompetenzerwerb kann zur Aktualisierung des beruflichen Kenntnisstandes und zur Wissenssicherung notwendig sein, oder um Mitarbeitende auf neue Aufgaben und Kompetenzanforderungen vorzubereiten. Weiterbildungen inkludieren <Mark2>Training on the job</Mark2>, d.h. organisationsinterne Ma&#223;nahmen, ebenso wie <Mark2>Training off the job</Mark2>, d.h. externe Angebote. Zu den organisationsinternen Angeboten z&#228;hlen bspw. Hospitation, Coaching, Mentoring, Weiterbildungsangebote von Mitarbeitenden f&#252;r Mitarbeitende sowie Formen des Erfahrungsaustausches. Organisationsexterne Angebote k&#246;nnen die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen wie Seminaren oder Workshops bei externen Tr&#228;gern oder die Teilnahme an Konferenzen, Fachtagungen oder Kongressen wie der BiblioCon beinhalten.</Pgraph><Pgraph>Die Weiterqualifizierung von Mitarbeitenden tr&#228;gt ma&#223;geblich zur Zukunftssicherung der Organisation bei. Die Verk&#252;rzung der Halbwertzeit des Wissens, die Einf&#252;hrung neuer IT-Systeme wie auch die zunehmende Komplexit&#228;t der bibliothekarischen Aufgaben erfordern eine kontinuierliche Qualifikation der Mitarbeitenden, um Wissen und F&#228;higkeiten aktuell zu halten und Mitarbeitende auf neue Aufgaben und Anforderungen vorzubereiten <TextLink reference="5"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Teilnahme an Weiterbildungen in deutschen Bibliotheken 2013&#8211;2023">
      <MainHeadline>Teilnahme an Weiterbildungen in deutschen Bibliotheken 2013&#8211;2023</MainHeadline><Pgraph>Die Notwendigkeit der Weiterqualifizierung aufgrund neuer Handlungsfelder wie auch unter dem Gesichtspunkt der Mitarbeitendenbindung und -gewinnung, erfordert eine Erh&#246;hung der Weiterbildungsteilnahme. Bibliothekarische Verb&#228;nde wie Bibliothek &#38; Information Deutschland (BID) oder die International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) fordern seit Jahren ein strategisches Weiterbildungsmanagement in Bibliotheken, in dem ein fester Anteil der Arbeitszeit der Mitarbeitenden bzw. der Personalkosten f&#252;r Weiterbildungen eingeplant wird.</Pgraph><Pgraph>Das Paper des BID &#8222;Grundlagen f&#252;r gute Bibliotheken. Leitlinien f&#252;r Entscheider&#8220; wurde als Teil der Image-Bro<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>ch&#252;re &#8222;21 gute Gr&#252;nde f&#252;r gute Bibliotheken&#8220; 2008 ver&#246;ffentlicht und ist an Tr&#228;ger von bzw. Entscheidende in Bibliotheken adressiert <TextLink reference="6"></TextLink>. Es formuliert Anhaltspunkte f&#252;r strategische Entscheidungen und &#228;u&#223;ert sich u.a. zu Weiterbildungen. Der BID fordert, dass in &#246;ffentlichen Bibliotheken j&#228;hrlich mindestens 3&#37; der verf&#252;gbaren Arbeitszeit der Mitarbeitenden zur fachlichen Weiterqualifizierung genutzt werden sollen. Das hei&#223;t, Mitarbeitende mit einer Vollzeitstelle sollten sechs Arbeitstage pro Jahr f&#252;r die Weiterqualifizierung nutzen. F&#252;r wissenschaftliche Bibliotheken lautet die Empfehlung, j&#228;hrlich mindestens 3&#37; der Kernpersonalkosten (ohne Sozialabgaben) f&#252;r Weiterbildungen bereitzustellen.</Pgraph><Pgraph>Ein weiteres bibliotheksstrategisches Papier, die &#8222;IFLA-Richtlinien f&#252;r kontinuierliche berufliche Entwicklung: Prinzipien und Best Practices&#8220; empfiehlt 10&#37; der Arbeitszeit f&#252;r das berufliche Lernen freizustellen <TextLink reference="7"></TextLink>. Bei Mitar<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>eitenden mit Vollzeitstelle sind das entsprechend <TextGroup><PlainText>22 A</PlainText></TextGroup>rbeitstage. Die IFLA-Richtlinien fassen darunter neben der Teilnahme an betrieblichen Weiterbildungen, Seminaren und Konferenzen auch die Arbeit in Berufsver<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>&#228;nden, informellen Lernprojekten oder auch Publikati<TextGroup><PlainText>o</PlainText></TextGroup>nst&#228;tigkei<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>en.</Pgraph><Pgraph>In der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) werden sowohl die Anzahl der Mitarbeitenden laut Stellenplan in Vollzeit&#228;quivalenten (VZ&#196;) als auch die Fortbildungstage aller Mitarbeitenden erfasst. Somit lassen sich die durchschnittlichen Fortbildungstage pro Mitarbeitenden (Vollzeit&#228;quivalent) je Bibliothek, d.h. der durchschnittli<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>he Anteil von Weiterbildungen an der Arbeitszeit, berechnen &#8211; und mit den Forderungen der bibliothekarischen Verb&#228;nde vergleichen, um ein aktuelles Bild der Teilnahme an Weiterbildung in deutschen Bibliotheken zu erfassen. Die folgende Berechnung gibt allerdings nur einen Median-Wert an, sodass unklar bleibt, wie gleichm&#228;&#223;ig oder ungleichm&#228;&#223;ig sich die Fortbildungstage ggf. auf einzelne Mitarbeitenden innerhalb der Bibliothek verteilen. Die berechnete Zahl der Fortbildungstage pro Mitar<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>eitenden kann daher nur eine grobe Tendenz wiedergeben, inwiefern die Forderungen der Verb&#228;nde BID und IFLA in deutschen Bibliotheken erf&#252;llt werden. Zugleich werden nur Bibliotheken in die Auswertung einbezogen, die zwischen 2013 und 2023 kontinuierlich Angaben zu ihren Stellen (laut Stellenplan in VZ&#196;) und den Fortbildungstagen bzw. -stunden gemacht haben.<Superscript>1</Superscript> Bei den wissenschaftlichen Bibliotheken konnten Daten von 119 Bibliotheken ausgewertet werden, bei den &#246;ffentlichen Bibliotheken liegen Daten aus 1.610 Bibliotheken vor.<Superscript>2</Superscript> Berechnet man anhand der Angaben der Deutschen Bi<TextGroup><PlainText>b</PlainText></TextGroup>liotheksstatistik (DBS) die Weiterbildungsstage pro Person in &#246;ffentlichen wie wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland jeweils der letzten zehn Jahre von 2013 bis 2023 ergeben sich die Zahlen in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>.</Pgraph><Pgraph>In den wissenschaftlichen Bibliotheken werden (mit einer Ausnahme im Jahr 2015) i.d.R. zwei Fortbildungstage pro Mitarbeitenden wahrgenommen. In den Jahren der COVID-19-Pandemie ging diese Zahl zur&#252;ck: 2020 wurden in den meisten Bibliotheken keine Fortbildungstage wahrgenommen. 2021 und 2022 wurde jeweils ein Fortbildungstag pro Mitarbeitenden erfasst. Nach der Pandemie stabilisierte sich der Wert im Jahr 2023 wieder auf zwei Fortbildungstage pro Mitarbeitenden. </Pgraph><Pgraph>Bibliotheken, die in den letzten zehn Jahren einen hohen Anteil an den Fortbildungstagen pro Mitarbeiten aufweisen, darunter die Bibliothek der Hochschule Albstadt-Sigmaringen sowie die Bibliothek der Staatlichen Studi<TextGroup><PlainText>e</PlainText></TextGroup>nakademie Leipzig (Berufsakademie Sachsen), stellen eine Ausnahme dar. Insgesamt ist die Anzahl der Fortbildungstage auf geringem Niveau stagnierend und in den Pandemie-Jahren sogar r&#252;ckl&#228;ufig. Teilweise kann dies zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 sicherlich auch auf Ausf&#228;lle von Fortbildungsangeboten zur&#252;ckgef&#252;hrt werden. Im Jahr 2021 konnten viele Fortbildungsanbieter wie das ZBIW oder das Weiterbildungszentrum der Freien Universit&#228;t Berlin jedoch bereits wieder Angebote in digitaler Form organisieren.</Pgraph><Pgraph>Die Anzahl der Fortbildungstage pro Mitarbeitenden in &#246;ffentlichen Bibliotheken ist unter den Bibliotheken, die diese Kennzahl erfassen, deutlich h&#246;her als in wissenschaftlichen Bibliotheken. Hier zeigen sich Werte von zw&#246;lf bis 13 Fortbildungstagen, die nur in den Pandemiejahren einen Einbruch erfahren. Bereits 2022 und 2023 zeigt sich eine Stabilisierung der Werte mit zehn bzw. &#252;ber elf Fortbildungstagen pro Mitarbeitenden. Bontes These, dass &#246;ffentliche Themen im gesamten Bereich der Personalgewinnung und -entwicklung engagierter seien, findet in den Zahlen eine Unterst&#252;tzung <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Damit liegen deutsche wissenschaftliche Bibliotheken deutlich unter den Empfehlungen der IFLA mit 22 Weiterbildungstagen pro Mitarbeitenden in Vollzeit sowie des BID mit sechs Tagen pro Mitarbeitenden. &#214;ffentliche Bibliotheken wirken mit Blick auf die in der DBS erfassten Kennzahlen deutlich besser aufgestellt: Sie erf&#252;llen zum einen die Forderung des BID, zum anderen erfahren sie in den Jahren der COVID-19-Pandemie einen deutlich geringeren Einbruch der Weiterbildungsteilnahme.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Weiterbildungen sind unerl&#228;sslich, um die hohe Qualit&#228;t der Dienstleistungen zu gew&#228;hrleisten und insbesondere auch die sich neu etablierenden Handlungsfelder ad&#228;quat bearbeiten zu k&#246;nnen <TextLink reference="9"></TextLink>. Bibliotheken m&#252;ssen ihren Kundinnen und Kunden auf Augenh&#246;he begegnen und sich an den Standards der Wettbewerber (insbesondere aus der freien Wirtschaft) orientieren <TextLink reference="10"></TextLink>. Weiterbildungen sind somit ein zentraler Aspekt der Personal- und damit auch der Organisationsentwicklung. Sie tragen zur Zukunfts- und Wettbewerbsf&#228;higkeit der Organisation Bibliothek bei. Dar&#252;ber hinaus ist das Angebot an Weiterbildungen aber auch eine M&#246;glichkeit, die Wettbewerbsf&#228;higkeit der eigenen Organisation zu erh&#246;hen, denn Angebote zur (kontinuierlichen) Weiterqualifizierung im Beruf sind ein zunehmender Aspekt bei der Entscheidung f&#252;r den Antritt einer Stelle. Mittels der Qualifikation von Quereinsteigenden k&#246;nnen Bibliotheken zudem dem Fachkr&#228;ftemangel entgegenwirken. Personalentwicklung und insbesondere das Angebot an Weiterqualifizierungen ist somit zugleich ein Aspekt der Personalgewinnung und wird damit auch unter diesem Aspekt zunehmend wichtiger f&#252;r eine erfolgreiche Organisationsentwicklung.</Pgraph><Pgraph>F&#252;hrungskr&#228;fte in Bibliotheken sollten sich daher bewusst damit auseinandersetzen, wie sie die Teilnahme an Weiterbildungen in ihren Einrichtungen f&#246;rdern k&#246;nnen. Dazu z&#228;hlt eine grundlegende lernf&#246;rderliche Arbeitsumgebung und weiterbildungsfreundliche Rahmenbedingungen. Im Sinne einer systematischen Personalentwicklung sollten F&#252;hrungskr&#228;fte sowohl ihren Bedarf als Organisation ermitteln als auch die Interessen und Bed&#252;rfnisse der Mitarbeitenden &#8211; bezogen auf Themen, Formate und Rahmenbedingungen &#8211; einbeziehen <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><Pgraph><Superscript>1</Superscript> Bei den wissenschaftlichen Bibliotheken werden die Daten zu den Fortbildungstagen der Mitarbeitenden bei wissenschaftlichen Universal- und Hochschulbibliotheken, nicht jedoch bei den wissenschaftlichen Spezialbibliothe<TextGroup><PlainText>k</PlainText></TextGroup>en erfasst.</Pgraph><Pgraph><Superscript>2</Superscript> Die Vollst&#228;ndigkeit von Angaben in der DBS ist sehr verschieden: Bei den &#246;ffentlichen Bibliotheken beteiligten sich im Jahr 2023 6.769 Bibliotheken, allerdings machten nur 136 Bibliotheken Angaben zu den Stellen laut Stellenplan und den Fortbildungsstunden pro Mitarbeitenden. Damit machen gerade einmal 2&#37; der &#246;ffentlichen Bibliotheken Angaben. Bibliotheken mit der Angabe &#8222;0 Stellen laut Stellenplan&#8220; werden in die folgende Berechnung nicht mit einbezogen. Bei den wissenschaftlichen Bibliotheken beteiligten sich 218 Bibliotheken an der DBS 2023, davon machten 189 Bibliotheken Angaben zu den Stellen laut Stellenplan und den Fortbildungstagen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="ORCID der Autorin">
      <MainHeadline>ORCID der Autorin</MainHeadline><Pgraph>Tina Grahl: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0000-0002-4974-708X">0000-0002-4974-708X</Hyperlink> </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Interessenkonflikte">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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