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    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
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      <Title language="de">Der Weg zum Data Librarian &#252;ber einen Zertifikatskurs: Ein Erfahrungsbericht</Title>
      <TitleTranslated language="en">Becoming a data librarian via a certificate course: A field report</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Parmaksiz</LastnameHeading>
          <Firstname>Uta</Firstname>
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        <Address>ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften, Abteilungen Forschungsdatenmanagement &#47; Digitale Langzeitarchivierung, K&#246;ln, Deutschland<Affiliation>ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften, Abteilungen Forschungsdatenmanagement &#47; Digitale Langzeitarchivierung, K&#246;ln, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>parmaksiz&#64;zbmed.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">data librarian</Keyword>
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      <Keyword language="en">data management</Keyword>
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      <Keyword language="de">Datenkompetenz</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Personalgewinnung und -entwicklung</SectionHeading>
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    <DatePublished>20240913</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>24</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Personalgewinnung und -entwicklung in (Medizin-)Bibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>08</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die fortschreitende Digitalisierung der Wissenschaft ver&#228;ndert die traditionelle Rolle der Besch&#228;ftigten an wissenschaftlichen Bibliotheken. Der Fokus erweitert sich zunehmend auf Themen rund um Open Science und die Nachvollziehbarkeit von Forschungsprozessen und -ergebnissen. Der Umgang mit den stetig wachsenden Datenmengen stellt h&#246;here Anforderungen an die technische Expertise und schafft v&#246;llig neue Aufgabenbereiche in den Einrichtungen. Das daf&#252;r notwendige Wissen fehlt noch weitgehend als Inhalt in den bibliothekarischen Studieng&#228;ngen und ist nur sporadisch in der Tiefe und im Kontext zu erlernen. Der an der TH K&#246;ln angebotene Zertifikatskurs &#8222;Data Librarian&#8220; setzt an dieser L&#252;cke an und hat zum Ziel, in einer Kombination aus angeleiteter Selbstlernphase und Pr&#228;senzveranstaltungen &#252;ber einen Zeitraum von neun Monaten grundlegende Datenkompetenzen zu vermitteln. Ob und wie dies gelingen kann, berichtet eine Teilnehmerin in diesem Beitrag.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The advancing digitalisation of science is changing the traditional role of employees at academic libraries. The scope is increasingly expanding to include topics relating to open science and the reproducibility of research processes and its results. Dealing with the ever increasing amounts of data requires more technical expertise and creates an entirely new range of tasks in the institutions. The required knowledge is still largely lacking as subject matter in library study programmes and can only be acquired sporadically in depth and in context. The &#8216;Data Librarian&#8217; certificate course offered at TH K&#246;ln addresses this gap and is designed to teach basic data skills over a period of nine months in a combination of guided self-study phases and in-person sessions. In this article, a participant reports on whether and how this can be achieved.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Ausgangslage: Datenkompetenz gesucht">
      <MainHeadline>1 Ausgangslage: Datenkompetenz gesucht</MainHeadline><Pgraph>Meine Bewerbung f&#252;r den Zertifikatskurs &#8222;Data Librarian&#8220; war pers&#246;nlich motiviert: Ich habe einen bibliothekarischen Hintergrund und meine Ausbildung zu einer Zeit abgeschlossen, als die elektronische Datenverarbeitung noch nicht den Berufsalltag bestimmte. Seitdem ist mi<TextGroup><PlainText>r &#8211;</PlainText></TextGroup> wie den meisten meiner Kolleg:innen &#8211; das kontinuierliche Erwerben neuer Arbeitstechniken vertraut. So baute ich nach einem hausinternen Wechsel bei ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften, von der Erwerbung (Lizenzierung von E-Journals) in den Bereich Open Science, wiederum sukzessiv Fachkenntnisse f&#252;r meine neuen T&#228;tigkeitsbereiche Forschungsdatenmanagement und Digitale Langzeitarchivierung auf. Das gl&#252;ckte bis zu einem gewissen Grad, auch dank der Unterst&#252;tzung meiner Vorgesetzten und Kolleg:innen, jedoch vermisste ich zunehmend eine tiefere und methodischere Erschlie&#223;ung von Zusammenh&#228;ngen. Auch wollte ich lernen, manuelle T&#228;tigkeiten automatisieren zu k&#246;nnen, anstatt Daten beispielsweise in Excel-Listen aufw&#228;ndig zu &#8222;verarbeiten&#8220;. </Pgraph><Pgraph>Aus unserem Haus hatten bereits Kolleginnen den Zertifikatskurs &#8222;Data Librarian&#8220; an der TH K&#246;ln erfolgreich absolviert, ihre zunehmende Kompetenz und technisches Know-How wurden schnell ersichtlich. Mit Hilfe ihres Fazits &#252;ber den Kurs &#8222;sehr gut, aber zeitintensiv&#8220; beschloss ich die n&#228;chsten neun Monate zu investieren. Nach Gespr&#228;chen mit meinen Vorgesetzten und der Zusage der Unterst&#252;tzung durch die Direktion (Kosten&#252;bernahme, Freistellung f&#252;r Pr&#228;senztage) bewarb ich mich f&#252;r den n&#228;chsten Kursdurchgang 2022&#47;2023. Das Antragsver<TextGroup><PlainText>f</PlainText></TextGroup>ahren selbst war unkompliziert, nach meiner Online-Be<TextGroup><PlainText>w</PlainText></TextGroup>erbung &#252;ber die Webseite der TH K&#246;ln (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.th-koeln.de&#47;weiterbildung&#47;zertifikatskurs-data-librarian&#95;63393.php">https:&#47;&#47;www.th-koeln.de&#47;weiterbildung&#47;zertifikatskurs-data-librarian&#95;63393.php</Hyperlink>, hier 2024&#47;2025, 2022&#47;2023 ist online nicht mehr verf&#252;gbar) und der Abgabe meines Motivationsschreibens erhielt ich zeitnah eine Zusage. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Zertifikatskurs">
      <MainHeadline>2 Zertifikatskurs</MainHeadline><SubHeadline>2.1 Organisatorisches</SubHeadline><Pgraph>Der Zertifikatskurs &#8222;Data Librarian&#8220; wurde unter wissenschaftlicher und fachlicher Leitung von Prof. Dr. Konrad F&#246;rstner, ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften und TH K&#246;ln, Institut f&#252;r Informationswissenschaft, entwickelt. Das ZBIW &#8211; Zentrum f&#252;r Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung der TH K&#246;ln organisierte den Kursablauf.</Pgraph><Pgraph>&#220;ber die Lernplattform Moodle wurden alle Termine, Zeiten und Zugangslinks bekannt gegeben, ebenso stellten die Dozent:innen ihre Skripte und Arbeitsunterla<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>en f&#252;r die Selbstlernphasen dar&#252;ber bereit. Die Lernfortschritte der Kursteilnehmer:innen wurden &#252;ber die praktische Bearbeitung von Pflichtaufgaben oder &#252;ber Quizfragen gefestigt. Fragen konnten in virtuellen Kursr&#228;umen oder per E-Mail gestellt werden, der Austausch &#252;ber Diskussionsforen wurde gef&#246;rdert.</Pgraph><Pgraph>Der Kurs startete mit drei Tagen Pr&#228;senz in Modul 1 &#8222;Hacken und experimentieren mit Daten&#8220;, dem Themenbereich mit dem h&#246;chsten technischen Anteil sowie der intensivsten Betreuung durch die Dozent:innen. Um einen reibungslosen Start trotz unterschiedlicher Hard- und Softwareumgebungen zu erm&#246;glichen, fand wenige Tage vor Kursbeginn ein &#8222;Technik-Check&#8220; statt. Die sp&#228;teren Module beinhalteten jeweils eine virtuelle Einf&#252;hrungsstunde, gefolgt von einer Fragestunde innerhalb der Selbstlernphase. Abgeschlossen wurden die Module jeweils mit einem Pr&#228;senztag.</Pgraph><Pgraph>Als Abschluss war eine Teilnahmebescheinigung f&#252;r die Anwesenheit bei allen Pr&#228;senzterminen vorgesehen. Im Rahmen einer im Modul 6 erstellten und bewerteten Projektarbeit konnte der Abschluss mit Zertifikat und Erlangung von 8 ECTS erreicht werden.</Pgraph><SubHeadline>2.2 Inhalte</SubHeadline><Pgraph>Die Kursinhalte waren thematisch in sechs Module bzw. Teilmodule (siehe Kursangebot: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.th-koeln.de&#47;weiterbildung&#47;zertifikatskurs-data-librarian&#95;63393.php">https:&#47;&#47;www.th-koeln.de&#47;weiterbildung&#47;zertifikatskurs-data-librarian&#95;63393.php</Hyperlink>) zusammengefasst und wurden von Dozent:innen, Spezialist:innen des jeweiligen Fachgebiets, vermittelt. </Pgraph><Pgraph>Die ersten drei Module &#8222;Hacken und experimentieren mit Daten&#8220;, &#8222;Daten strukturieren, beschreiben, wiederauffinden&#8220; und &#8222;Daten analysieren und darstellen&#8220; bildeten mit Unix Shell und git&#47;Github den Start in die Data Science-Welt. Die Programmiersprache Python wurde vermittelt, welche als einsteigerfreundlich bezeichnet werden kann. Zahlreiche auf besondere Funktionen spezialisierte Python-Programmbibliotheken (&#8222;Libraries&#8220;) wie Pandas (Datenverarbeitung, Analyse und Darstellung), NumPy (numerische Rechnungen), Mathplotlib und seaborn (Darstellung in Graphen) wurden anwendungsbe<TextGroup><PlainText>zogen</PlainText></TextGroup> vorgestellt und mittels (Haus-)Aufgaben vertieft.</Pgraph><Pgraph>Die Motivation &#8222;&#91;to&#93; Automate the boring stuff with P<TextGroup><PlainText>ytho</PlainText></TextGroup>n&#8220; &#8211; wie der Titel eines empfohlenen Buches von Al Sweigart <TextLink reference="1"></TextLink> &#252;ber Python treffend beschreibt &#8211; half nicht nur &#252;ber anf&#228;ngliche Schwierigkeiten hinweg. Weitere Kurseinheiten befassten sich mit Grundlagen des Information Retrieval, Suchmaschinen und Solr, statistischen Methoden, maschinellem Lernen sowie k&#252;nstlicher Intelligenz. Damit war der Grundstein f&#252;r die &#8222;Daten-Denke&#8220; gelegt.</Pgraph><Pgraph>Das daran anschlie&#223;ende Modul 4 &#8222;Forschungs(daten)prozess verstehen und unterst&#252;tzen&#8220; f&#252;hrte in den Forschungskreislauf der offenen Wissenschaften ein. Dabei wurden Publikationsprozesse durchleuchtet (Open-Access-Finanzierung, Anforderungen der Forschungsf&#246;rderung), ebenso wie die Qualit&#228;tssicherung (Review-Prozesse, Standards guter wissenschaftlicher Praxis) und bibliometrische Analysem&#246;glichkeiten. Das Modul fokussierte dabei nicht nur auf Grundlagenwissen, sondern auch darauf, wie wissenschaftliche Bibliotheken jeweils untersch&#252;tzen k&#246;nnen und welche Herausforderungen bestehen.</Pgraph><Pgraph>Modul 5 &#8222;Nachhaltig und verantwortungsvoll handeln im Umgang mit Daten&#8220; sch&#228;rfte unseren Blick auf den Umgang mit Daten. Zum einen im Hinblick auf die Datenethik (Geschichte des Open Source, Spektrum offener Lizenzen) und zum anderen auf die Grundlagen der Digitalen Langzeitarchivierung (organisatorische und technische Seite, Eigenschaften digitaler Objekte). </Pgraph><Pgraph>Der Zertifikatskurs schloss mit einem Projektmodul ab, in dem eine Praxis- oder Theoriearbeit zu einem selbst gew&#228;hlten Thema bearbeitet wurde. Sie diente der selbstst&#228;ndigen Anwendung und Vertiefung der neuen F&#228;higkeiten und des behandelten Lernstoffes. Das Thema konnte auch aus dem eigenen T&#228;tigkeitsbereich stammen. Die Ergebnisse wurden in einer Abschlussveranstaltung von den Teilnehmer:innen vorgestellt und zur Diskussion gestellt, anschlie&#223;end erfolgte die Abgabe der Zusammenfassung an den betreuenden Dozenten.</Pgraph><SubHeadline>2.3 Selbstlernphase</SubHeadline><Pgraph>W&#228;hrend des gesamten Kurses war es entscheidend, die neuen Kenntnisse selbstmotiviert zu bearbeiten, die Begleitung durch die jeweiligen Dozent:innen zu nutzen und den Austausch in der Gruppe zu suchen. Zum kurseigenen Leitspruch wurde schnell, eigene Fehler und auch die anderer Teilnehmer:innen als Lernchancen zu sehen &#8211; das half (und hilft bis heute&#33;) zwischenzeitliche Frustrati<TextGroup><PlainText>o</PlainText></TextGroup>nsstrecken zu &#252;berwinden.</Pgraph><Pgraph>Bei der Erarbeitung neuer Thematiken ist der Austausch in einer Gruppe nicht zu untersch&#228;tzen und besonders in Fernkursen kann das Zusammenkommen schwierig sein. Jedoch hatten sich Lerngruppen &#8211; f&#252;r die, die wollten &#8211; recht bald gebildet. Urspr&#252;nglich offiziell aufgeteilt, sp&#228;ter spontan zusammengefunden. Die sich entwickelnde D<TextGroup><PlainText>ynami</PlainText></TextGroup>k war interessant, auch und gerade weil unterschiedliche Grundvoraussetzungen aufeinandertrafen: frisch Studierte, weniger frisch Studierte, gar nicht Studierte; technisch versierte Teilnehmer:innen und technische Novizen oder ganz unterschiedliche Berufserfahrungen. Die anf&#228;nglich eher unvereinbar erscheinenden Gegebenheiten schafften mit der Zeit Verst&#228;ndnis f&#252;r die allt&#228;gliche Diversit&#228;t und schulten die eigene Kommunikationskompetenz &#8211; F&#228;higkeiten, die im Arbeitsbereich Data L<TextGroup><PlainText>ibrar</PlainText></TextGroup>ian als Vermittler zwischen Bibliothek und IT gut anwendbar sind.</Pgraph><Pgraph>Im nebenberuflichen Studium war w&#228;hrend der neun Monate ein gutes Zeitmanagement unabdingbar. Der Grad der Bew&#228;ltigungsm&#246;glichkeit verlief mitunter zwischen &#8222;recht sportlich&#8220; bis &#8222;ambitioniert&#8220; &#8211;  entsprechend der Vorkenntnisse, der Affinit&#228;t sowie der pers&#246;nlichen oder famili&#228;ren Umst&#228;nde. Manches musste in langen N&#228;chten erarbeitet werden, einiges wurde schweren Herzens &#8222;priorisiert&#8220;.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Erkenntnisse">
      <MainHeadline>3 Erkenntnisse</MainHeadline><SubHeadline>3.1. Was nehme ich mit&#63;</SubHeadline><Pgraph>Der Zertifikatskurs war mein Einstieg in die Datenwelt, Python meine erste Programmiersprache. Mit einem erweiterten Verst&#228;ndnis kann ich an technische Fragestellungen herangehen und habe mehr Mut und Neugier gewonnen, Dinge auszuprobieren und Know-How zu erarbeiten. In meinem T&#228;tigkeitsbereich gab es bislang noch keine konkreten Anwendungsf&#228;lle, um Anwendungen f&#252;r Daten zu schreiben. Jedoch war es mir bereits m&#246;glich, von Kolleg:innen erstellte Programmskripte zu lesen, mich einzuarbeiten und die Anwendung zu erweitern. </Pgraph><Pgraph>Die Gesamtheit der Module hat mir ein besseres Verst&#228;ndnis von forschungsnahen Diensten an wissenschaftlichen Bibliotheken erm&#246;glicht, auch bin ich fachlich sicherer geworden. Die f&#252;r mich wichtige Auseinandersetzung mit dem State of the Art im nationalen und internationalen Bibliothekswesen habe ich in meiner Abschlussarbeit &#8222;Digital Curation Checklist: Entwicklung eines Workflows f&#252;r die Annahme von Digitalen Objekten in Repositorien&#8220; umgesetzt und fand sp&#228;ter Anwendung in der Neufassung unserer Publikationsleitlinie im PUBLISSO-Fachrepositorium Lebenswissenschaften.</Pgraph><SubHeadline>3.2 Wie geht es weiter&#63;</SubHeadline><Pgraph>Der Weg zum Erfolg eines Data Librarian f&#252;hrt &#252;ber ein Umfeld, das erm&#246;glicht, die neuen Kenntnisse aktiv umzusetzen. Dazu geh&#246;ren nicht nur Zeitkontingente zum Vertiefen und Testen oder die Planung konkreter Projekte, sondern auch eine innerbetriebliche Offenheit, bisherige Abl&#228;ufe zu hinterfragen und T&#228;tigkeiten des bzw. der frisch gebackenen Data Librarian neu zu priorisieren.</Pgraph><Pgraph>Die hausinterne IT-Infrastruktur sollte erlauben, ben&#246;tigte Software und Tools mit wenig Aufwand und Zeitverzug in die eigene Arbeitsumgebung herunterzuladen und nutzbar zu machen. Austausch und Netzwerke helfen &#252;ber H&#252;rden hinweg und sollten zeitlich und organisatorisch unterst&#252;tzt werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Fazit">
      <MainHeadline>4 Fazit</MainHeadline><Pgraph>Der Zertifikatskurs deckt ein umfangreiches thematisches Spektrum ab. F&#252;r den technischen Teil ist es zweifelsfrei von Vorteil, ein analytisch-mathematisches Verst&#228;ndnis und Berufserfahrung mitzubringen, um Anwendungsbeispiele leicht dem Neuerlernten zuordnen zu k&#246;nnen. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch Offenheit, sich in neue Themen und Aufgabenfelder einzuarbeiten. Ebenso von Vorteil sind gute Englischkenntnisse, da Programmiersprachen und in gro&#223;en Teilen die im Kurs verwendete Literatur bzw. f&#252;r das Selbststudium hilfreiche Anwenderforen und Tutorials in englischer Sprache vorliegen und Netzwerke in der Regel international agieren. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r die praktische Umsetzung ist die Schaffung eines entsprechenden Wirkungsfeldes wichtig. Der Austausch mit Kolleg:innen aus dem Bereich Data Science bzw. Software-Entwickler:innen beschleunigt den weiteren Lernprozess, ausgebildete Informatiker:innen werden durch Data Librarians allerdings nicht ersetzt werden k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Ein Data Librarian ben&#246;tigt Beharrlichkeit und Spa&#223; am lebenslangen digitalen Lernen sowie Experimentierfreude und Frustrationstoleranz. In wissenschaftlichen Bibliothe<TextGroup><PlainText>k</PlainText></TextGroup>en braucht es Flexibilit&#228;t und Gestaltungswillen, um mit den rasanten Entwicklungen und den immer komplexer werdenden Aufgaben im Informationsbereich Schritt halten zu k&#246;nnen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>ORCID der Autorin</SubHeadline><Pgraph>Uta Parmaksiz: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;orcid.org&#47;0000-0002-0087-5056">0000-0002-0087-5056</Hyperlink></Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Sweigart A</RefAuthor>
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        <RefYear>2020</RefYear>
        <RefBookTitle>Automate the Boring Stuff with Python. Practical Programming for Total Beginners</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Sweigart A. Automate the Boring Stuff with Python. Practical Programming for Total Beginners. 2nd ed. No Starch Press; 2020. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;automatetheboringstuff.com&#47;</RefTotal>
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