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    <IdentifierDoi>10.3205/zma000821</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0008219</IdentifierUrn>
    <ArticleType language="de">Buchbesprechung</ArticleType>
    <ArticleType language="en">book report</ArticleType>
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      <Title language="de">F. Schneider (Hrsg): Psychiatrie im Nationalsozialismus &#8211; Erinnerung und Verantwortung</Title>
      <TitleTranslated language="en">F. Schneider (ed): Psychiatry under National Socialism &#8211; Remembrance and Responsibility</TitleTranslated>
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          <Lastname>Lempp</Lastname>
          <LastnameHeading>Lempp</LastnameHeading>
          <Firstname>Thomas</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address language="de">Klinikum der Johann Wolfgang Goethe Universit&#228;t Frankfurt am Main, Klinik f&#252;r Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Deutschordenstra&#223;e 50, 60528 Frankfurt am Main, Deutschland, Tel.: &#43;49 (0)69&#47;6301-5920, Fax: &#43;49 (0)69&#47;6301-5843<Affiliation>Klinikum der Johann Wolfgang Goethe Universit&#228;t Frankfurt am Main, Klinik f&#252;r Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Frankfurt am Main, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Address language="en">Goethe-University of Frankfurt am Main, Department of Child and Adolescent Psychiatry, Deutschordenstra&#223;e 50, 60528 Frankfut am Main, Germany, Phone:&#43;49 (0)69&#47;6301-5920, Fax: &#43;49 (0)69&#47;6301-5843<Affiliation>Goethe-University of Frankfurt am Main, Department of Child and Adolescent Psychiatry, Frankfut am Main, Germany</Affiliation></Address>
        <Email>lempp&#64;em.uni-frankfurt.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <SectionHeading language="en">medicine</SectionHeading>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20120410</DateReceived>
    <DateRevised>20120511</DateRevised>
    <DateAccepted>20120511</DateAccepted>
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    <DatePublished>20120808</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <LanguageTranslation>engl</LanguageTranslation>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>29</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>51</ArticleNo>
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    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Frank Schneider (Hrsg)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Psychiatrie im Nationalsozialismus &#8211; Erinnerung und Verantwortung</Mark1></Pgraph><Pgraph>Springer Verlag, Heidelberg</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2011, 77 Seiten (inkl. DVD), </Pgraph><Pgraph>Deutsch&#47;Englisch &#8364; 9,95</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Bibliographical details">
      <MainHeadline>Bibliographical details</MainHeadline><Pgraph>Frank Schneider (ed)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Psychiatry under National Socialism &#8211; Remembrance and Responsibility</Mark1></Pgraph><Pgraph>Springer Verlag, Heidelberg</Pgraph><Pgraph>year of publication: 2011, 77 pages (including DVD), </Pgraph><Pgraph>German&#47;English &#8364; 9,95</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Am 26. November 2010 erhoben sich im gro&#223;en Saal des Internationalen Congress Centrums in Berlin rund 3.000 Psychiaterinnen und Psychiater, um f&#252;r eine Minute zu schweigen. Was sie zuvor geh&#246;rt hatten, war zutiefst beeindruckend und blieb f&#252;r die Anwesenden unvergesslich. Prof. Frank Schneider, der Pr&#228;sident der deutschen Gesellschaft f&#252;r Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), bat bei den Psychiatrie-Opfern und deren Angeh&#246;rigen aus der Zeit des Nationalsozialismus in einem Ausma&#223; um Verzeihung, wie wohl nur wenige deutsche &#196;rzte zuvor. Er sprach von <Mark2>Scham</Mark2>, von einer <Mark2>fast 70 Jahre andauernden Sprachlosigkeit</Mark2> und von der <Mark2>Bitte um Verzeihung, die viel zu sp&#228;t</Mark2> komme. F&#252;r diese Formulierungen gab es leider allen Grund. Das beschriebene ethische Versagen und die Verbrechen von Psychiatern w&#228;hrend des &#8222;Dritten Reiches&#8220; m&#246;gen den meisten Zuh&#246;rern noch in Grundz&#252;gen bekannt gewesen sein und waren erschreckend genug. Doch darauf folgte eine detaillierte Beschreibung des &#8222;zweiten Verbrechens&#8220; der Nachkriegsjahre, die sich bis weit in die zweite H&#228;lfte des 20. Jahrhunderts verfolgen lie&#223;en. Nach Jahren psychiatrisch verordneter und durchgef&#252;hrter Zwangssterilisierungen, der m&#246;rderischen &#8222;Euthanasie&#8220;-T&#246;tungsaktion an Kindern, Erwachsenen und alten Menschen, unerlaubter eugenischer und rassenhygienischer Forschung an psychisch kranken Patienten und der erzwungenen Zwangsemigration oder T&#246;tung von j&#252;dischen Psychiatern war das dunkle Kapitel Psychiatriegeschichte mit dem Kriegsende nun eben gerade nicht vorbei. Die folgenden Jahrzehnte waren gepr&#228;gt von personellen Kontinuit&#228;ten, (inklusive der Ehrenmitgliedschaften der DGPPN f&#252;r 2 Gutachter der &#8222;Euthanasie&#8220;-Aktion), der Leugnung der Tatbeteiligung und fehlenden Anerkennung der Schuld. Bis heute sind die Opfer von der damaligen Bundesrepublik nicht ausdr&#252;cklich als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung anerkannt, was zu ausbleibenden Entsch&#228;digungen f&#252;hrt. Auch an dieser Entscheidung sind Psychiater mitbeteiligt gewesen. Die institutionelle und pers&#246;nliche Schuld und Verstrickung der Psychiater und ihrer Fachgesellschaft (inklusive des damaligen Pr&#228;sidenten) wurde von Prof. Schneider im Detail eingestanden und an erschreckenden Beispielen aufgezeigt. So endete die Ansprache folgerichtig in einem umfassendem Schuldeingest&#228;ndnis und einer offiziellen Entschuldigung bei allen Opfern der Verbrechen und ihren Angeh&#246;rigen. </Pgraph><Pgraph>In einem zweiten Teil der Veranstaltung wurde versucht die Opfer zu Wort kommen lassen, was wegen des langen Abstandes zu den historischen Ereignissen nur noch indirekt m&#246;glich war, indem Angeh&#246;rige zu Wort kamen. So berichtete ein Sohn eines aus Dessau nach Israel emigrierten Psychiaters, wie sein Vater dort unter schwersten Bedingungen eine neuropsychiatrische Klinik aufbaute und den schwer depressiv erkrankten libanesischen Regierungschef mit Elektrokrampftherapie so erfolgreich behandeln konnte, dass dieser Anfang 1945 die Kriegserkl&#228;rung des Libanons an das Deutsche Reich unterzeichnen konnte. </Pgraph><Pgraph>Der insgesamt wohl beeindruckendste Redebeitrag stammte von einer Nichte einer zwangssterilisierten und schlie&#223;lich ermordeten Psychiatrie-Patientin, die aus pers&#246;nlicher, naturgem&#228;&#223; hoch emotionaler Sicht ihre famili&#228;re Spurensuche und den kurzen Lebensweg ihrer psychisch kranken Tante (Ermordung mit 24 Jahren) aufzeigte und diesen mit nachdenkenswerten Appellen an die anwesenden Mediziner verkn&#252;pfte. Hier wurde deutlich, dass das jahrzehntelange Schweigen, Leugnen und Wegsehen in der Gesellschaft und Fachwelt auch in den Familien der Opfer die g&#228;ngige Erinnerungspraxis gewesen war. </Pgraph><Pgraph>Wer diese Veranstaltung besuchte, hatte eine einmalige und kollektive Gelegenheit, sich mit der Macht und dem Missbrauchspotential dieses medizinischen Fachgebietes auseinanderzusetzen. F&#252;r abwesende Interessierte wurde im Heidelberger Springer-Verlag ein 70-seitiges B&#252;chlein herausgegeben, in dem alle Redebeitr&#228;ge und einige beeindruckende Fotos festgehalten sind. Beigelegt ist eine DVD, auf der die gesamte Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache nachverfolgt werden kann und die zus&#228;tzlich eine Lesung aus historischen Briefen von &#196;rzten, Patienten und Angeh&#246;rigen enth&#228;lt. </Pgraph><Pgraph>Hier liegt aber kein schlichtes Erinnerungsdokument an eine Gedenkveranstaltung vor. Unabh&#228;ngig von diesem Ereignis bietet das preiswerte und leicht lesbare Werk eine umfassende Einf&#252;hrung in dieses, f&#252;r alle auf dem psychiatrischen Gebiet t&#228;tigen &#196;rzte so wichtigen St&#252;ck Geschichte. Wer als Arzt mit psychisch kranken Patienten arbeitet, sp&#252;rt h&#228;ufig die Macht, die er besitzt. Wer mit dieser Macht verantwortungsvoll umgehen will, profitiert davon, sich alle Facetten ihres m&#246;glichen Missbrauchs wiederholt bewusstzuwerden. Daf&#252;r ist dieses Buch mehr als geeignet. </Pgraph><Pgraph>Herauszuheben ist, dass mit diesem Werk sowohl ein emotionaler als auch ein wissenschaftlicher Zugang zu dem Thema gelingt. In der Einleitung ist von der <Mark2>Fassungslosigkeit</Mark2> die Rede und davon, dass <Mark2>einem die Worte fehlen</Mark2>. Andererseits berichtet der Band von ersten Forschungsergebnissen der wissenschaftlichen Kommission der Fachgesellschaft, die sich aktuell mit diesem dunklen Kapitel der deutschen Psychiatrie-Geschichte besch&#228;ftigt. Gerade als &#196;rzte k&#246;nnen wir es uns nicht leisten, nur fassungslos &#252;ber diese Gr&#228;ueltaten zu sein, sondern m&#252;ssen uns auch der Tradition einer wissenschaftlichen Forschung stellen, so unangenehm die daraus erzielten Ergebnisse auch sein m&#246;gen. Die zahlreichen aktuellen Literaturhinweise im Redemanuskript von Prof. Schneider bieten bei weiterem Interesse eine gute M&#246;glichkeit die Thematik zu vertiefen. Ein hoher Grad von Emotionalit&#228;t und Wissenschaftlichkeit m&#252;ssen sich nicht widersprechen und erscheinen gerade f&#252;r die Nachgeborenen ein geeigneter Zugang zu dieser Thematik zu sein.</Pgraph><Pgraph>Inhaltlich erscheinen die Redebeitr&#228;ge &#252;berraschend aktuell. Sei es dadurch, dass die schleppende Aufarbeitung der Geschichte geschildert wird, die immer noch anh&#228;lt, sei es durch neue medizinethische Fragestellungen, die ein historisches Bewusstsein fordern und auch heute immer wieder eine pers&#246;nliche Haltung zu ethischen Fragestellungen im Berufsalltag erforderlich machen.</Pgraph><Pgraph>Eine zwangssterilisierte ehemalige Psychiatrie-Patientin gibt den Lesern auf Seite 61 auf den Weg:  </Pgraph><Pgraph><Indentation><Mark2>&#8222;Was nicht erinnert wird, kann jederzeit wieder geschehen, wenn die &#228;u&#223;eren Lebensumst&#228;nde sich entscheidend verschlechtern.&#8220;</Mark2> </Indentation></Pgraph><Pgraph>So findet dieses Buch  direkt neben den h&#228;ufig benutzten psychiatrischen Nachschlagewerken einen guten Platz in jedem Arztzimmer als Mahnung, in der t&#228;glichen Arbeit stets die W&#252;rde des einzelnen Patienten &#252;ber gesellschaftliche Wertvorstellungen zu stellen. Denn gerade der unverstellte Blick auf die zu behandelnden Menschen scheint ein Schutzfaktor f&#252;r den Machtmissbrauch zu sein. So gab es vor allem unter den niedergelassenen &#196;rzten solche, die keine einzige Anzeige einer m&#246;glichen Erberkrankung bei den zust&#228;ndigen &#196;mtern erstatteten, was eine Zwangssterilisierung nach sich gezogen h&#228;tte. Ein Grund mag darin liegen, dass dort, au&#223;erhalb des Klinikbetriebes, der Kontakt zu den Patienten direkter und unmittelbarer war. </Pgraph><Pgraph>Die eingangs beschriebene Gedenkminute ist schlie&#223;lich auch am Ende des Buches in einer doppelseitigen Fotographie festgehalten und erscheint f&#252;r den Leser an dieser Stelle auch notwendig nach den ersch&#252;tternden, klugen und reifer-machenden Zeilen auf den Seiten zuvor. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Recension">
      <MainHeadline>Recension</MainHeadline><Pgraph>On 26<Superscript>th</Superscript> November 2010 around 3000 psychiatrists rose up for a minute&#39;s silence in the great hall of the International Congress Centrum in Berlin. What they had heard before, was deeply impressive and memorable to the audience. Professor Frank Schneider, president of the German Society for Psychiatry, Psychotherapy and Neurology (DGPPN) asked  the psychiatric victims and their relatives of the Nazi era for forgiveness to an extent as only a few German Doctors done before. He spoke of <Mark2>shame, of nearly 70 years of speechlessness</Mark2> and <Mark2>of the request for forgiveness, which come far too late</Mark2>. Unfortunately, there was every reason for these formulations. The described ethical failures and crimes of psychiatrists during the &#34;Third Reich&#34; were basically known to the majority and were frightening enough. But it was followed by a detailed description of the &#34;second crime&#34; of the postwar years, until to the second half of the 20th Century. After years of psychiatric prescribed and performed forced sterilizations, the murderous &#34;Euthanasia&#34; killing actions on children, adults and old people, illegal eugenic racial hygiene research on mentally ill patients and the forced emigration, or killing of Jewish psychiatrists, this dark chapter of psychiatric history was not finished after the end of the war. The following decades were marked by personal continuities (including honorary memberships of the DGPPN for 2 referees to the &#34;euthanasia&#34; campaign), the denial of complicity and lack of recognition of guilt. To date, the victims are not explicitly accepted as official victims of national socialistic prosecution by the Federal Republic of Germany, which leads to lack of compensation. In this decision psychiatrists are also implicated. The institutional and personal guilt and involvement of psychiatrists and their professional association (including the then President) was admitted in detail by Professor Schneider and frightening examples were shown. Thus, the address ended logically in a comprehensive admission of guilt and a formal apology to all victims of crime and their families.</Pgraph><Pgraph>In a second part of the event it was tried to provide a forum to the victims, but because of the long distance to the historical events it was only possible by the report of relatives. So, a son of a psychiatrist who emigrated to Israel from Dessau reported how his father built up a neuropsychiatric clinic in the new country under toughest conditions and later treated the severely depressed Lebanese Prime Minister with electroconvulsive therapy with such a success that he was able to sign the Lebanese declaration of war to the German Reich in the beginning of 1945.</Pgraph><Pgraph>The most impressive contribution came from a niece of a forcibly sterilized and eventually murdered psychiatric patient. She reported from a personal, naturally high emotionally point of view about her family-related traces and about the short life of her aunt (murder at age 24) and linked this with thought-provoking appeals to the attending physician. It became clear that the decades of silence, denial and looking away in the society and in professional circles was also common practice of memory in  the families of  the victims. </Pgraph><Pgraph>For those who attended this event had a unique and collective opportunity to deal  with the power and abuse potential of this medical specialty. For absent interested people the Springer-Verlag  (Heidelberg) published a 70-page booklet in which all the speeches and some impressive pictures are recorded. Attached is a DVD by which the whole event can be tracked in German and English language and which contains additional readings of historical letters from doctors, patients and relatives. </Pgraph><Pgraph>However, this is not a simple document of memory at a memorial event. Independently of this event the affordable and easy to read book offers a comprehensive introduction to this piece of history, which is important for all physicians working on the psychiatric field. If you works as a doctor with mentally ill patients you often feel the power that you possesses. Who wants to deal responsibly with this power, benefits of becoming repeated aware of all facets of their possible misuse, and that includes also the historical facet. Therefore this book is more than suitable.</Pgraph><Pgraph>Of particular note is, that this work offers both, an emotional and a scientific approach to the subject. The introduction contains expressions like <Mark2>bewilderment</Mark2> and that there are <Mark2>no words to express the facts</Mark2>. On the other hand, the book reported about the the first research results of the scientific committee of the professional society, which currently investigate this dark chapter of German history of psychiatry. Especially as doctors we can not afford, only to be stunned by these atrocities, but must also face to the tradition of scientific research. Even if the results are unpleasant. The numerous current references in the speech manuscript of Prof. Schneider offer a good opportunity to review the issues if there is further interest. A high degree of emotionality and science must not contradict each other and appear to be an adequate access to this  topic especially for later born generations.</Pgraph><Pgraph>The speeches are surprisingly topical. Whether it&#39;s the fact that the slow processing of the history is described, which continues still, whether through new bioethical questions that demand a historical awareness and today again require a personal stance on ethical issues in professional life.</Pgraph><Pgraph>A forcibly sterilized former psychiatric patient gives readers on page 61 on their way: </Pgraph><Pgraph><Indentation>&#34;What<Mark2> does not will recall, may happen again at any time if the external circumstances of life are crucial deteriorate</Mark2>.&#34; </Indentation></Pgraph><Pgraph>So this book finds a good place right next to the commonly used reference books as admonition to focus in daily work always on the dignity of the individual patient more than on social values. Precisely, the unobstructed view of the people to be treated seems to be a protective factor for the abuse of power. So, especially among those physicians in private practice there where individuals who are not display one possible hereditary disease  at the relevant offices, which would be resulting in forced sterilization. One reason for that may be that there, outside of the clinics, the contact with the patient was more direct and immediate.</Pgraph><Pgraph>The above-described moment of silence is also captured at the end of the book in a double-sided photography and seems necessary to the reader at this point after the  harrowing, wise and mature-making lines on the sides before.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Interessenkonflikt">
      <MainHeadline>Interessenkonflikt</MainHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, das er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Competing interests">
      <MainHeadline>Competing interests</MainHeadline><Pgraph>The author declares that he has no competing interests.</Pgraph></TextBlock>
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