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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0008209</IdentifierUrn>
    <ArticleType language="de">Buchbesprechung</ArticleType>
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      <Title language="de">Dietmar Kreikenbohm-Romotzky: Die Medizinischen Fakult&#228;ten in Nordrhein-Westfalen: Strukturdeterminanten, Aufgabengebiete, Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven</Title>
      <TitleTranslated language="en">Dietmar Kreikenbohm-Romotzky: Die Medizinischen Fakult&#228;ten in Nordrhein-Westfalen: Strukturdeterminanten, Aufgabengebiete, Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven</TitleTranslated>
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          <Firstname>Reinhard</Firstname>
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        <Email>reinhard.putz&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20110131</DateReceived>
    <DateRevised>20120522</DateRevised>
    <DateAccepted>20120522</DateAccepted>
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    <DatePublished>20120808</DatePublished></DatePublishedList>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>29</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Dietmar Kreikenbohm-Romotzky</Pgraph><Pgraph><Mark1>Die Medizinischen Fakult&#228;ten in Nordrhein-Westfalen: Strukturdeterminanten, Aufgabengebiete, Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven</Mark1></Pgraph><Pgraph>S&#252;dwestdeutscher Verlag f&#252;r Hochschulschriften</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2009, 256 Seiten, &#8364; 98,00</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Bibliographical details">
      <MainHeadline>Bibliographical details</MainHeadline><Pgraph>Dietmar Kreikenbohm-Romotzky</Pgraph><Pgraph><Mark1>Die Medizinischen Fakult&#228;ten in Nordrhein-Westfalen: Strukturdeterminanten, Aufgabengebiete, Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven</Mark1></Pgraph><Pgraph>S&#252;dwestdeutscher Verlag f&#252;r Hochschulschriften</Pgraph><Pgraph>year of publication: 2009; 256 pages, &#8364; 98,00</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Das Buch mit dem etwas sperrigen Titel &#8222;Die Medizinischen Fakult&#228;ten in Nordrhein-Westfalen, Strukturdeterminanten, Aufgabengebiete, Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven&#8220; &#252;berrascht in vielfacher Hinsicht. Man erwartet sich &#8211; dem Titel entsprechend &#8211; zuerst nur eine detaillierte &#220;bersicht &#252;ber die sechs nordrhein-westf&#228;lischen medizinischen Fakult&#228;ten, findet diese dann aber eingebettet in eine breite Diskussion &#252;ber die theoretischen Grundlagen der terti&#228;ren Bildungsstufe wie auch &#252;ber die Entwicklung der universit&#228;ren Medizin und ihre politischen Determinanten. Sehr bald wird bei der Lekt&#252;re offenkundig, dass f&#252;r den Autor der Hochschulmedizin f&#252;r die Weiterentwicklung der Universit&#228;ten und ihrer tragenden Rolle im Staatssystem eine zentrale Bedeutung zukommt.</Pgraph><Pgraph>Bemerkenswert ist schon das Einleitungskapitel dieses Buches. Es legt in freundlichen Worten, aber dennoch in entschiedener Klarheit die der derzeitigen prek&#228;ren Situation der Medizinischen Fakult&#228;ten in Deutschland zugrundeliegenden grunds&#228;tzlichen, im Wesentlichen aus der Politik herzuleitenden Probleme dar. Obwohl der Autor von einer eher pessimistischen Sicht ausgeht, ist es sein Anliegen, den universit&#228;ren Verantwortlichen Entscheidungshilfen f&#252;r die Weiterentwicklung der ihnen anvertrauten Einrichtungen an die Hand zu geben. </Pgraph><Pgraph>Unmissverst&#228;ndlich legt der Autor nach Bewertung verschiedener wissenschafts-theoretischer Ans&#228;tze offen, dass er sich in seinem Untersuchungsansatz im Wesentlichen an die Kritische Theorie der Frankfurter Schule anlehnen will, dabei aber in keiner Weise einen Wahrheitsanspruch f&#252;r seine Analysen und Befunde ableitet. Auch ist f&#252;r ihn &#246;ffentlich finanzierte medizinische Forschung und Lehre kein Selbstzweck, sondern Grundlage f&#252;r die optimale Gesundheitsversorgung gegenw&#228;rtiger und zuk&#252;nftiger Generationen. </Pgraph><Pgraph>Als Hauptproblem sieht der Autor unter Bezug auf den Wissenschaftsrat, dass Gesundheit und Bildung, Forschung und Lehre von der Politik wesentlich nur als Kostenfaktor gesehen werden und nicht als Voraussetzung f&#252;r Produktivit&#228;t und Wachstum der Volkswirtschaft sowie als Grundlage f&#252;r eine humane Gesellschaft. </Pgraph><Pgraph>So wird es verst&#228;ndlich, dass hier die Herausforderungen der medizinischen Ausbildungsst&#228;tten wie des Gesundheitswesens im Allgemeinen in den gr&#246;&#223;eren Rahmen grunds&#228;tzlicher sozio&#246;konomischer Theorien gestellt werden und auch die Entwicklung des Gesundheitsmarktes, der Instrumente der Qualit&#228;tssicherung und der Einfluss der Gesundheitslobby sowie der Gesellschaftsstrukturwandel von zahlreichen Daten unterlegt in beispielhaft komprimierter Form Ber&#252;cksichtigung finden.</Pgraph><Pgraph>Erhellend sind die Kapitel, in denen die finanzielle Situation der nordrhein-westf&#228;lischen Universit&#228;ten dargelegt wird. Dabei wird deutlich, dass gegen&#252;ber der Entwicklung in anderen Bundesl&#228;ndern durchaus ein Aufw&#228;rtstrend feststellbar ist. Klar wird allerdings auch, unter welch enormem Druck die Universit&#228;ten in ihrem Bem&#252;hen stehen, sich aus einem kaum mehr &#252;berschaubaren Kompetenzgewirr &#252;ber verschiedenste Programme und F&#246;rdereinrichtungen die Mittel f&#252;r ein erfolgreiches Behaupten in der internationalen Wissenschaftsszene zu beschaffen. Die Exzellenzinitiative des Bundes mit ihren durchschlagenden Auswirkungen auf die deutsche Forschungslandschaft wird dabei vom Autor im Sinne einer universit&#228;ren Weiterentwicklung als durchaus zielf&#252;hrend und erfolgreich angesehen. </Pgraph><Pgraph>Sehr deutlich arbeitet der Autor heraus, dass die Besoldungsstruktur trotz des vollmundigen Anspruchs von Leistungsorientierung letztlich mehr oder weniger als Sparprogramm mit allen negativen Folgen f&#252;r die Motivierung junger Menschen, in eine universit&#228;re Laufbahn einzusteigen, anzusehen ist.</Pgraph><Pgraph>Bezogen auf NRW werden mit einer gewissen Zur&#252;ckhaltung das Hochschulfreiheitsgesetz (HFG) wie auch das Hochschulmedizingesetz (HMG) und ihre Konsequenzen f&#252;r die Interaktion der verschiedenen Ebenen der Universit&#228;t erl&#228;utert. Von nach wie vor aktuellem Interesse ist die Gegen&#252;berstellung von Integrations- und Kooperationsmodell sowie die Erl&#228;uterung der verschiedenen in Deutschland etablierten Rechtsformen im Betrieb der Klinika.</Pgraph><Pgraph>Wenn im abschlie&#223;enden Kapitel des Buches eine ganze Reihe von Forderungen und Empfehlungen aufgelistet werden, so erweisen sich diese aus der grunds&#228;tzlichen Diskussion in den Vorkapiteln konsequent abgeleitet. Es bleibt erfreulicherweise nicht bei der allgemeinen Forderung nach h&#246;herer Finanzierung; der Bedarf an zus&#228;tzlichen Mitteln ist vielmehr jeweils klar begr&#252;ndet; auch die verschiedenen Modelle einer leistungsorientierten Mittelvergabe werden dargestellt.</Pgraph><Pgraph>Der Autor bleibt eben nicht nur an Finanzierungsfragen h&#228;ngen, er erhebt durchaus seine Stimme zur Forderung nach einem strukturellen Umbau der Fakult&#228;ten in Richtung auf Bildung von Departments und Umstellung auf ein BA&#47;MA-System in der Ausbildung bis hin zu einem dringend notwendigen neuen Verst&#228;ndnis von universit&#228;rem (professionellem) Management. </Pgraph><SubHeadline>Res&#252;mmee:</SubHeadline><Pgraph>Dieses Buch ist eine Fundgrube f&#252;r jeden, der &#8211; am Beispiel der Universit&#228;ten in NRW &#8211; an der Diskussion um Lage und Entwicklungsm&#246;glichkeiten der Medizinischen Fakult&#228;ten und ihrer Klinika in Deutschland interessiert ist. Es ist der gro&#223;e Vorzug des Werkes, dass es neben einer klaren Darstellung der wichtigsten Kennzahlen diese in den Kontext der theoretischen Grundlage der universit&#228;ren Ausbildung stellt. Gerade akademische Verantwortungstr&#228;ger, die sich gerne auf die engere universit&#228;re Sichtweise zur&#252;ckziehen, finden hier in sauber aufbereiteter Weise eine Vielzahl von aktuellen Daten, die jegliche Diskussion bereichern und kl&#228;ren k&#246;nnen. Auch finden sich umfassende &#220;bersichten &#252;ber rechtliche Grundlagen. Aus den einleuchtenden und anschaulich formulierten Schlussfolgerungen lassen sich damit fundierte und sehr praxisnahe Empfehlungen ableiten. Etwas plakativ ausgedr&#252;ckt kann man feststellen, dass in diesem Buch zwar alle &#252;blichen Schlagworte in dieser Diskussion bem&#252;ht werden, dass sie aber im Gegensatz zu vielen oft unzul&#228;ssig vereinfachenden Publikationen hier mit Daten und sachlicher Substanz diskutiert werden. Es er&#252;brigt sich fast festzustellen, dass das Buch ein umfassendes Literaturverzeichnis enth&#228;lt.</Pgraph><Pgraph>Es ist zu w&#252;nschen, dass sich viele politische Entscheidungstr&#228;ger und auch die Verantwortlichen in den Universit&#228;ten insbesondere mit den Kapiteln 2 und 5 auseinandersetzen. Ist das Interesse einmal geweckt, werden die &#252;brigen Kapitel viel zum Verst&#228;ndnis der besonderen Situation der medizinischen Ausbildung an unseren Universit&#228;ten beitragen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Recension">
      <MainHeadline>Recension</MainHeadline><Pgraph>This book with the somewhat unwieldy title &#8220;Die Medizinischen Fakult&#228;ten in Nordrhein-Westfalen, Strukturdeterminanten, Aufgabengebiete, Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven&#8221; (The medical schools in North Rhine-Westphalia, structural determinants, task areas, competencies and development perspectives) surprises in many ways. One primarily expects, as the title suggests, a detailed overview of the six medical schools of North Rhine-Westphalia but finds these embedded in a broad discussion on the theoretical foundations of tertiary education as well as the development of academic medicine and its political determinants. It soon becomes apparent that for the author medical schools are of central importance for the future development of universities and their supporting role in the state system.</Pgraph><Pgraph>Even the introductory chapter of this book is noteworthy. In a friendly tone but with decisive clarity, it describes the fundamental problems currently facing medical faculties in Germany, which are mainly the result of political issues. Although the author assumes a rather pessimistic view, he strives to give decision makers at universities means for developing the organisations given into their care.</Pgraph><Pgraph>After evaluating various theoretical scientific approaches, the author reveals in no uncertain terms that he chiefly bases his research design on the Frankfurt School&#8217;s critical theory but that this should not be seen as a claim for the veracity of his analyses and findings. Also, to the author publicly funded medical research and teaching is not an end in itself but the foundation for optimal health care of present and future generations.</Pgraph><Pgraph>With reference to the Science Council, the author believes that the main problem is that health and education, research and teaching are seen primarily as a cost factor by politicians and not as a prerequisite for productivity and economic growth and as a basis for a humane society. This explains why the challenges facing medical schools and the health care systems in general are seen in the larger context of basic socio-economic theories and that the development of the healthcare market, the instruments of quality assurance, the influence of the health lobby and social structural changes are taken into account, supported by a body of data and condensed into exemplary form.</Pgraph><Pgraph>The chapters which describe the financial situation of the universities of North Rhine-Westphalia are illuminating. They clearly show that in contrast to developments in other parts of Germany there is a definite upward trend. But it is also clear how much intense pressure universities are under in their efforts to raise the funds necessary to successfully compete in the international science community, through a nigh unmanageable tangle of competences, programs and funding bodies. In this regard, the federal excellence initiative with its resounding impact on the German research landscape for further developing universities is seen as well targeted and successful by the author.</Pgraph><Pgraph>The author very clearly elaborates that the wage structure, despite the boasts of being performance oriented, should ultimately be seen mostly as a cost-cutting exercise, with all its negative consequences on motivating young people towards a university career.</Pgraph><Pgraph>Regarding NRW, the University Freedom Law (HFG) and the University Medicine Act (TPA) and their consequences for the interaction of the different university levels are explained with a degree of caution. The comparison of integration and cooperation models and the explanation of the different legal clinical structures in Germany remain a current interest.</Pgraph><Pgraph>If the final chapter of the book contains a number of demands and recommendations, these are systematically derived from the general discussion in the previous chapters. Fortunately there is not simply a general demand for higher levels of funding; the need for additional resources in each case is clearly justified and the different models of performance-based funding allocation are presented.</Pgraph><Pgraph>The author does not restrict himself purely to financial questions, he does indeed call for structural reform of the faculties towards forming departments and moving to a BA&#47;MA system in education, down to a much-needed new understanding of university (professional) management.</Pgraph><SubHeadline>Summary:</SubHeadline><Pgraph>This book is a treasure trove for anyone who - using the example of universities in North Rhine-Westphalia - is interested in the discussion on the situation and development possibilities of medical schools and their clinics in Germany. The great merit of this book is that in addition to the clear presentation of key figures, these are placed in the context of the theoretical basis of university education. Especially academic leaders who prefer viewing issues from a the university&#8217;s narrower point of view will find a body of current and clearly presented data that can enrich and clarify any discussion. It also contains comprehensive overviews of legal principles. Informed and very practical recommendations can be drawn based on the plausible and graphic conclusions. To put it boldly, one can see that this book picks up all the usual buzzwords of the debate but in contrast to many publications which unduly simplify matters, it discusses the issues with data and factual substance. It is almost superfluous to say that the book contains a comprehensive bibliography.</Pgraph><Pgraph>One would hope that many political decision-makers and those responsible in the universities will read Chapters 2 and 5 in particular. Once the book has grabbed your interest, the remaining chapters will add a lot to understanding the special situation of medical education at our universities.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Interessenkonflikt">
      <MainHeadline>Interessenkonflikt</MainHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Competing interests">
      <MainHeadline>Competing interests</MainHeadline><Pgraph>The author declares that he has no competing interests.</Pgraph></TextBlock>
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