<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<GmsArticle>
  <MetaData>
    <Identifier>zma000718</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/zma000718</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0007186</IdentifierUrn>
    <ArticleType language="de">Buchbesprechung</ArticleType>
    <ArticleType language="en">book review</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Annette Kerckhoff: Mikrolatinum f&#252;r Heilberufe</Title>
      <TitleTranslated language="en">Annette Kerckhoff: Mikrolatinum for medical jobs</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Vogt</Lastname>
          <LastnameHeading>Vogt</LastnameHeading>
          <Firstname>Konstanze</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
          <AcademicTitle>PD Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Klinikum Charit&#233; der Humbolt-Universit&#228;t zu Berlin, Institut f&#252;r Mikrobiologie und Hygiene, Dorotheenstra&#223;e 96, 10117 Berlin, Deutschland, Tel.: &#43;49 (0)30&#47;450-524224, Fax: &#43;49 (0)30&#47;450-524902<Affiliation>Klinikum Charit&#233; der Humbolt-Universit&#228;t zu Berlin, Institut f&#252;r Mikrobiologie und Hygiene, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>konstanze.vogt&#64;charite.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="en">medicine</SectionHeading>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20101015</DateReceived>
    <DateRevised>20101027</DateRevised>
    <DateAccepted>20101027</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20110204</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <LanguageTranslation>engl</LanguageTranslation>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>28</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>06</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Anette Kerckhoff</Pgraph><Pgraph><Mark1>Mikrolatinum f&#252;r Heilberufe - Ein Einstieg</Mark1></Pgraph><Pgraph>Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart</Pgraph><Pgraph>Seiten: 137, &#8364; 12,00</Pgraph><Pgraph>ISBN: 978-3-8047-2677-2, Erscheinungsjahr: 2010</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Bibliographical instruction">
      <MainHeadline>Bibliographical instruction</MainHeadline><Pgraph>Anette Kerckhoff</Pgraph><Pgraph><Mark1>Mikrolatinum f&#252;r Heilberufe - Ein Einstieg</Mark1></Pgraph><Pgraph>Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart</Pgraph><Pgraph>Pages: 137, &#8364; 12,00</Pgraph><Pgraph>ISBN: 978-3-8047-2677-2, Erscheinungsjahr: 2010</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Das Latinum war einst zwingende Voraussetzung zum Medizinstudium &#8211; aber muss man wirklich Caesars &#8220;Gallia est omnia divisa in partes tres...&#8220; zitieren k&#246;nnen, bevor man sich mit dem Skalpell in den Kampf um die Gesundheit des Patienten st&#252;rzt&#63; Mit Terminologiekursen, quasi einem &#8222;Minilatinum&#8220;, scheint heutzutage die fehlende humanistische Bildung f&#252;r Jedermann nachholbar. Die Besonderheiten der antiken Sprachen &#8211; ihre pr&#228;zise Korrektheit, pragmatische K&#252;rze und elegante Kombinationsm&#246;glichkeit&#8211; erschlie&#223;en sich beim simplen Vokabelpauken jedoch meistens nicht. Zwischen dem Abortus imminens und A. incipiens liegen in der Praxis jedoch Welten, und wer &#252;ber &#8222;Antibiotikas&#8220; und &#8222;Campusse&#8220; schwadroniert, wirkt nicht gebildet, sondern nur eingebildet.</Pgraph><Pgraph>Die Fachjournalistin Annette Kerckhoff hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem &#8222;Mikrolatinum f&#252;r Heilberufe&#8220; nicht nur Grammatik und Wortkunde auf kurzweilige Art zu vermitteln, sondern dem &#252;ber den Tellerrand Blickenden auch etwas vom Wesen des Lateinischen, teilweise auch des Griechischen, mitzugeben. So ist es ihr gelungen, aus dem urspr&#252;nglichen Terminologieskript einer Heilpraktikerschule diese vergn&#252;gliche Lekt&#252;re im Kitteltaschenformat weiterzuentwickeln, die in nunmehr dritter Auflage erschienen ist. Sie wendet sich ausdr&#252;cklich nicht nur an Studierende der Medizin, sondern an die breite Palette der Heilberufe  &#8211; alle diejenigen, die im Rahmen der kollegialen Zusammenarbeit auch &#220;berweisungsdiagnosen, Befundberichte und Arztbriefe lesen und verstehen m&#246;chten. Viele empfinden Latein als &#8222;trockene&#8220; oder &#8222;tote&#8220; Sprache, die schwer zu erlernen ist; andere denken mit Schaudern an langweilige Schulstunden zur&#252;ck und halten die Terminologie f&#252;r eine &#252;berfl&#252;ssige Schikane: Genau hier setzt Annette Kerkhoff mit ihrer &#8222;Einf&#252;hrung&#8220; an. Sie m&#246;chte weder die umfassende Systematik eines Lehrbuches bieten noch die alphabetische Auflistung medizinischer Begriffe &#8211; sie m&#246;chte Begeisterung wecken f&#252;r eine Sprache, die auch heute noch ihren Stellenwert hat &#8211; mit voller Berechtigung, wie die Autorin &#252;berzeugend darlegt.</Pgraph><Pgraph>Im ersten Teil werden an gut verst&#228;ndlichen Beispielen zun&#228;chst einige Grundbegriffe der Grammatik erl&#228;utert, w&#228;hrend im zweiten Teil anhand der Organe und Organsysteme des K&#246;rpers das fachspezifische Vokabular dargestellt wird. Leicht und gut lesbar f&#252;hrt die Autorin den jeweiligen Begriff durch aktuelle Bez&#252;ge ein, die Einem verdeutlichen, wie dieses Wort bereits in unsere Alltagssprache Eingang gefunden hat (z.B. inter&#61; zwischen &#8211; Intercity, international, Interesse). Danach geht sie zur Fachsprache &#252;ber, und pl&#246;tzlich sind Worte wie Interzellul&#228;rraum oder Interdigitalmykose leichter zu verstehen. Bei der Erl&#228;uterung des Suffixes &#8222;&#8211;itis&#8220; z&#228;hlt sie 25 verschiedene Entz&#252;ndungsbegriffe auf und erreicht dadurch auf jeden Fall ihr Ziel: Zumindest einen dieser Begriffe hat wohl Jeder schon einmal geh&#246;rt. So kn&#252;pft sie immer an Bekanntes an, um durch die Herleitung des Wortes den Wortstamm und m&#246;gliche Weiterverkn&#252;pfungen zu erl&#228;utern. Das Konzept geht auf: Das Ganze liest sich fl&#252;ssig und kurzweilig, und am Ende kann Jeder sein Wissen an den wichtigsten 40 Begriffen noch einmal kurz testen. Ein Exkurs &#252;ber Heilpflanzen wendet sich besonders an die Bef&#252;rworter der Komplement&#228;rmedizin, und ein ausf&#252;hrliches Register rundet den Einstieg ab.</Pgraph><Pgraph>Nat&#252;rlich kann solch ein Buch im Kitteltaschenformat nicht allumfassend sein. Das war jedoch auch niemals die Intention der Autorin. Die Auswahl der 40 wichtigsten Begriffe erscheint mir etwas willk&#252;rlich (gastr- geh&#246;rt dazu, hepat- aber fehlt), und bei der n&#228;chsten Auflage sollten noch einige kleine Schnitzer ausgemerzt werden: Das &#8222;Metencephalon&#8220; (S. 25) wird trotz den Ableitung von &#8222;meta-&#8222; meistens zu &#8222;Mesencephalon&#8220;; die &#8222;Exzision&#8220; wird auf S. 33 mit Au-schneidung &#252;bersetzt (wegen der Schmerzen&#63;), und &#8222;Repetitio est mater studiorum&#8220; auf S. 52 hei&#223;t eben nicht &#8222;Die Wiederholung ist die Mutter der Studierenden&#8220;. Wirklich vermisst habe ich einige Begriffe, die im Klinikgebrauch h&#228;ufig benutzt werden, um den Patienten nicht zu verunsichern (filiae, moribund, final, extra muros, ad patres, cave). </Pgraph><Pgraph>Insgesamt l&#228;sst sich sagen, dass es Annette Kerkhoff sehr gut gelungen ist, neben dem Verst&#228;ndnis f&#252;r die Grammatik auch Interesse und Neugier zu wecken. Nach der unterhaltsamen Lekt&#252;re dieses Einstiegs wird der Lernende sehr kompetent und mit viel Freude mit einem medizinischen W&#246;rterbuch umzugehen wissen. Die medizinische Fachsprache verliert dadurch ihren Schrecken und erh&#228;lt den Stellenwert, der ihr zusteht: Auch heute noch ist sie als &#8222;lingua Franca&#8220; international verst&#228;ndlich und erm&#246;glicht eine effektive Kommunikation, an der der Leser dieses Buches sich binnen kurzer Zeit bestimmt intensiv beteiligen wird.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Recension">
      <MainHeadline>Recension</MainHeadline><Pgraph>Once upon a time, you had to present the Latinum to study medicine, an official qualification in Latin. One might ask if it is necessary to cite Caesar&#8217;s Bellum Gallicum in order to fight for people&#8217;s health, with the lancet high up in the air. Today, a course of terminology, resembling a Mini-Latinum, will help everybody to learn humanistic fundaments. However, you cannot understand the fascinating features of ancient languages &#8211; their precise correctness, pragmatical shortness and elegant word connections &#8211; by simply learning medical idioms. There is an important difference between Abortus imminens and A. incipiens, despite of similar spelling&#33;</Pgraph><Pgraph>Annette Kerckhoff, a medical journalist, presents the &#8220;Mikrolatinum for Medical Professions&#8221; in order to teach grammar and etymology, adding information about the Latin and Ancient Greek language. Based on lecture notes, she created a booklet apt for your lab coat&#8217;s pocket, which has now been edited a third time. It is designed not only for medical students, but also for all medical professionalists who collaborate with physicians, thus reading diagnostic or treatment reports.</Pgraph><Pgraph>Many people think that Latin is a &#8220;dead&#8221; or &#8220;boring&#8221; language which is difficult to learn: This is where Annette Kerkhoff offers help. She does not want to teach every grammatical problem or list every idiom in alphabetical order. She just wants to raise enthusiasm for a language which is still necessary.</Pgraph><Pgraph>The first part presents some basic features of grammar, the second part deals with organs and the physiologic apparatus explaining medical words. Introducing a Latin item referring to the modern word, she analyzes how the item has entered our language (e.g. inter&#61; between &#8211; intercity, international, interest). Later on, she concentrates on medical items thus helping to understand intercellular space or interdigital mycosis.</Pgraph><Pgraph>Explaining the suffix &#8220;-itis&#8221;, she presents 25 words dealing with inflammation, and everybody will remember at least one of them. She combines basic knowledge with linguistic features to explain how words are combined or conjugated. Her book is very easy to read. In the end, you can test your knowledge by translating 40 items. The final short course about medical plants and a register make the book perfect for daily use.</Pgraph><Pgraph>Of course, a small book cannot present every aspect of medical language, and the author did not intend to do so. Nevertheless, the selection of 40 important items seems random to me (gastr- is included while hepat &#8211; is missing). The next edition should eliminate minor mistakes in spelling (metencephalon) or translation (Repetitio est mater studiorum &#8211; this does NOT mean repetition is the mother of students). Sometimes I really missed words which are often used in daily work in order to soothe patients (filiae, moribund, extra muros, ad patres, cave).</Pgraph><Pgraph>All in all, Annette Kerckhoff succeeded in arousing interest. After having read her book, the student will be keen on handling a medical dictionary, knowing that he will understand it. The author eliminates the fear against medical language and clarifies its relevance: Serving as a &#8220;lingua Franca&#8221;, medical language is international and allows an effective communication in which the reader will soon be able to participate.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Interessenskonflikt">
      <MainHeadline>Interessenskonflikt</MainHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenskonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Competing interests">
      <MainHeadline>Competing interests</MainHeadline><Pgraph>The autor declare that she has no competing interests.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>