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    <ArticleType>Buchbesprechung&#47;book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Viktor von Weizs&#228;cker: Warum wird man krank&#63; Ein Lesebuch </Title>
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          <Firstname>R. Peter</Firstname>
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          <AcademicTitle>Prof. Dr. rer. pol.</AcademicTitle>
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      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20090312</DateReceived>
    <DateRevised>20100609</DateRevised>
    <DateAccepted>20100609</DateAccepted>
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    <DatePublished>20100816</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>27</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>54</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Viktor von Weizs&#228;cker</Pgraph><Pgraph><Mark1>Warum wird man krank&#63; Ein Lesebuch</Mark1></Pgraph><Pgraph>Reihe medizinHuman, Band 5</Pgraph><Pgraph>Frankfurt&#47;Main, Suhrkamp Verlag</Pgraph><Pgraph>Seitenzahl: 341, &#8364; 10,00</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2008</Pgraph></TextBlock>
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      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Die Schriften Viktor von Weizs&#228;ckers, die in diesem Band zusammen gestellt sind, entstammen ganz unterschiedlichen Epochen des Lebens des Autors. Sie umspannen die Zeit von 1926 -1956 und spiegeln die Situation der Medizin im 20. Jahrhundert. Dabei wird vor allem die Beziehung zwischen Arzt und Patient mit all ihren Brechungen und Entwicklungen, die sie im vorigen Jahrhundert erfuhr, thematisiert. Die Erfahrung, dass diese Beziehung sowohl von den individuell psychosozialen Bedingungen des Patienten als auch denen des Arztes konstituiert wird und den Prozess des &#8222;Verstehens von Krankheit&#8220; wesentlich beeinflusst, war in der ersten H&#228;lfte des 20. Jahrhunderts bis weit in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, keineswegs allgemein akzeptierte Auffassung, und ist es ja teilweise auch heute noch nicht immer. Den Kranken verstehen, ihm in seiner jeweils spezifischen Gedanken- und Handlungswelt, dem Ursprung seiner Erkrankung, nachzusp&#252;ren, daf&#252;r hat v. Weizs&#228;cker stets pl&#228;diert. Sein Pl&#228;doyer f&#252;r &#8222;Psychologie in die Medizin&#8220; fu&#223;te auf der Erfahrung, dass die ausschlie&#223;lich naturwissenschaftlich orientierte Medizin, deren Leitbild die de la Mettrie&#8217;sche Idee des &#8222;l&#8217;homme machine&#8220; ist, sich charakteristischer Erkenntnism&#246;glichkeit der Entstehung und Entwicklung von Krankheit im individuellen Fall begibt. Das wird deutlich, wenn er &#252;ber die biographische Methode in der Medizin spricht und dabei seine N&#228;he zur Psychoanalyse Freuds deutlich macht: &#8222;Als ich als Internist mich diesen Aufgaben zuwandte, konnte ich bald bemerken, dass ich, wenn ich eine psychosomatische Medizin vertreten will, auch FREUDS Psychoanalyse verteidigen muss.&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Das Zusammenspiel von Verstehen und Handeln zwischen Arzt und Patient impliziert Gemeinsamkeit: Gemeinsamkeit bei der Suche nach Ursache und Sinn der Krankheit. So wird die herk&#246;mmlich &#8222;asymmetrische&#8220; Arzt-Patient-Beziehung ansatzweise &#252;berwunden, und der kranke Mensch in den Mittelpunkt des Geschehens ger&#252;ckt. Nicht selten ergibt sich bei diesem Ansatz, dass als Ergebnis ein Konflikt erkennbar wird, den zu verarbeiten und aufzul&#246;sen dem Patienten bisher nicht gelungen ist. Diese Konflikte k&#246;nnen ganz unterschiedlicher Qualit&#228;t sein und brauchen keineswegs immer nur zwischenmenschlich zu sein; sie k&#246;nnen auch der Welt der Ideen entstammen, dann begr&#252;ndet die individuelle Unf&#228;higkeit, diese Art Konflikte aus der Welt zu schaffen, Leiden und Krankheit. Die Konfliktbew&#228;ltigung, die Patient und Arzt gemeinsam versuchen, hat also Grenzen. Sie machen deutlich, dass es kein Leben ohne Krankheit gibt und vermitteln dem Arzt: &#8222;Die Therapie ist &#252;berhaupt kein endlicher Vorgang. Ihr praktischer Realismus bedeutet, dass sie das Unzul&#228;ngliche annimmt und die ewige Naivit&#228;t der Krankheit, als ihr eigentliches Geheimnis, respektiert.&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Der Name Viktor von Weizs&#228;ckers d&#252;rfte in einer Zeit, in der das Fach &#8222;Psychosomatische Medizin und Psychotherapie&#8220; bereits seit Jahren Bestandteil des Kanons der klinischen Ausbildung ist, den Studierenden der Humanmedizin nicht v&#246;llig unbekannt sein. Es steht aber zu vermuten, dass die Lekt&#252;re seiner Schriften und Vortr&#228;ge nicht denselben Bekanntheitsgrad besitzen, von der Rezeption der Inhalte ganz zu schweigen. Daher ist es zu begr&#252;&#223;en, dass diese Zusammenstellung von Publikationen und Vorlesungen aus dem Gesamtoeuvre Viktor von Weizs&#228;ckers erfolgt ist und Studierenden und Interessierten zug&#228;nglich gemacht wurde. Sie stellt exemplarisch die Themen und Gedanken von Weizs&#228;ckers vor und vermittelt so die Breite und Aktualit&#228;t seines Ansatzes. </Pgraph><Pgraph>Dem Herausgeber, W. Rimpau, ist die umsichtige, repr&#228;sentative Auswahl der Schriften zu danken. Es bleibt zu hoffen, dass die akademische Ausbildung in der &#8222;Psychosomatischen Medizin&#8220; sich aufs Neue mit den hier dargelegten Inhalten befasst und sie, wie der Titelzusatz, &#8222;Ein Lesebuch&#8220;, andeutet, in den Kontext der Lehre einbezieht.  </Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>von Weizs&#228;cker V</RefAuthor>
        <RefTitle>Meines Lebens haupts&#228;chliches Bem&#252;hen</RefTitle>
        <RefYear>1955</RefYear>
        <RefBookTitle>Gesammelte Schriften 7. Allgemeine Medizin, Grundfragen medizinischer Anthropologie</RefBookTitle>
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        <RefTotal>von Weizs&#228;cker V. Meines Lebens haupts&#228;chliches Bem&#252;hen. In Schrank M, Janz D, Achilles P, von Weizs&#228;cker V (Hrsg). Gesammelte Schriften 7. Allgemeine Medizin, Grundfragen medizinischer Anthropologie. Berlin: Suhrkamp; 1955. S.48.</RefTotal>
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        <RefAuthor>von Weizs&#228;cker V</RefAuthor>
        <RefTitle>Meines Lebens haupts&#228;chliches Bem&#252;hen</RefTitle>
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        <RefBookTitle>Gesammelte Schriften 7. von Weizs&#228;cker V. Meines Lebens haupts&#228;chliches Bem&#252;hen. In Schrank M, Janz D, Achilles P, von Weizs&#228;cker V (Hrsg). Gesammelte Schriften 7. Allgemeine Medizin, Grundfragen medizinischer Anthropologie</RefBookTitle>
        <RefPage>57</RefPage>
        <RefTotal>von Weizs&#228;cker V. Meines Lebens haupts&#228;chliches Bem&#252;hen. In Schrank M, Janz D, Achilles P, von Weizs&#228;cker V (Hrsg). Gesammelte Schriften 7. Allgemeine Medizin, Grundfragen medizinischer Anthropologie. Berlin: Suhrkamp; 1955. S.57</RefTotal>
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