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<GmsArticle>
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    <Identifier>zma000680</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/zma000680</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0006807</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Forschungsarbeit&#47;research article</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">&#34;Ruhm und Ehre&#34; oder LOM f&#252;r Lehre&#63; - eine qualitative Analyse von Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre an Medizinischen Fakult&#228;ten in Deutschland</Title>
      <TitleTranslated language="en">A qualitative study to investigate the acceptance of performance-based allocation of resources for the improvement of education at German medical schools</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>M&#252;ller-Hilke</Lastname>
          <LastnameHeading>M&#252;ller-Hilke</LastnameHeading>
          <Firstname>Brigitte</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;t Rostock, Institut f&#252;r Immunologie, Schillingallee 68, 18057 Rostock Deutschland, Tel.: 0381&#47;494-5883, Fax: 0381&#47;494-5882<Affiliation>Universit&#228;t Rostock, Institut f&#252;r Immunologie, Rostock Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>brigitte.mueller-hilke&#64;med.uni-rostock.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">performance-based allocation of resources</Keyword>
      <Keyword language="en">educational measurement system</Keyword>
      <Keyword language="de">LOM</Keyword>
      <Keyword language="de">Anreizsysteme</Keyword>
      <Keyword language="de">Messkriterien f&#252;r gute Lehre</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20090928</DateReceived>
    <DateRevised>20091203</DateRevised>
    <DateAccepted>20091221</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20100517</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>27</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>43</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph><Mark1>Zielsetzung:</Mark1> Die Akzeptanz von Anreizverfahren f&#252;r qualitativ gute Lehre an den Medizinischen Fakult&#228;ten Deutschlands zu ermitteln.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Methodik: </Mark1>Als Verfahren der qualitativen Analyse wurden Gruppeninterviews durchgef&#252;hrt. Diese Interviews fanden an vier Medizinischen Fakult&#228;ten jeweils auf der Ebene der berufenen Professoren und des Mittelbaus statt. Die Auswertung erfolgte qualitativ und beinhaltet statistische Elemente. </Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Ergebnisse und Fazit:</Mark1> Die Ursachen f&#252;r das Fehlen von Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre werden von berufenen Professoren und vom Mittelbau grunds&#228;tzlich unterschiedlich eingesch&#228;tzt. W&#228;hrend der Mittelbau am h&#228;ufigsten die mangelnde Wertigkeit nennt, geben die Professoren mangelnde Messkriterien an. Obwohl &#8222;Ruhm und Ehre&#8220; f&#252;r beide Gruppen die gr&#246;&#223;te Motivation f&#252;r ein Engagement in der Lehre sind, wird Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) als effektives Steuerelement anerkannt. Ein idealisiertes LOM f&#252;r gute Lehre Konzept beinhaltet die Erarbeitung von Messkriterien im lokalen Konsens und die strikt zweckgebundene Verwendung von LOM f&#252;r die Verbesserung der didaktischen Infrastruktur, f&#252;r die hochschuldidaktische Weiterbildung der Dozenten und lehrwirksame Besetzung von Stellen. </Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph><Mark1>Purpose:</Mark1> To investigate the acceptance of performance-based allocation of resources for the improvement of education at German medical schools.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Methods: </Mark1>As a means of qualitative analysis, group interviews were performed at four medical schools at the level of university professors and that of tenured or tenure-track scientists without a university professorship. The analysis of the interviews combined qualitative and statistical elements. </Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Results and Conclusions:</Mark1> Professors and tenured or tenure-track scientists cite different reasons for the lack of performance-based allocation of resources. While the scientists consider the low priority of students&#8217; education to be the main reason, the professors most frequently name the lack of educational measurement systems. Fame and glory are considered by both professors and scientists to be superior motives for a commitment toward improving the quality of medical students&#8217; education. However, performance-based allocation of resources is considered an effective steering mechanism. Ideally, each faculty should develop a local consensus on educational measurement systems. The allocations should be spent strictly on the improvement of the quality of education, e.g., by investing in the infrastructure and in the didactic qualification of teachers and by hiring highly qualified teaching personnel. </Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline>
      <Pgraph>Die kompetente Ausbildung junger &#196;rzte ist eine der Hauptaufgaben von Medizinischen Fakult&#228;ten und impliziert das Erreichen kognitiver, psychomotorischer und affektiver Lernziele auf den h&#246;chsten Ebenen. In der Realit&#228;t verl&#228;uft die Vermittlung dieser Kompetenzen h&#228;ufig suboptimal und die Gr&#252;nde hierf&#252;r sind vielf&#228;ltig. Sie reichen von unzureichenden Betreuungssituationen &#252;ber mangelnde Lehrmittel bis hin zu ungen&#252;gender Motivation der Dozenten und werden durch die Ressourcenverknappung der &#246;ffentlichen Haushalte noch verst&#228;rkt. Die Fakult&#228;ten reagieren im Sinne der KapVO und teilen Abteilungen mit einem hohen Anteil an curricul&#228;rer Lehre mehr Personal zu. Anreizsysteme f&#252;r innovative oder hochwertige Lehre sind jedoch immer noch die Ausnahme und man verl&#228;sst sich auf die intrinsische Motivation der Dozenten. </Pgraph>
      <Pgraph>Um der Ressourcenverknappung der &#246;ffentlichen Haushalte zu begegnen, w&#228;chst die &#246;ffentliche Diskussion &#252;ber Art und Umfang von leistungsorientierten Mittelzuweisungen, auch in Bezug auf die Lehre. Diesbez&#252;gliche Empfehlungen wurden mittlerweile sowohl vom Wissenschaftsrat als auch vom Bundesministerium f&#252;r Gesundheit und soziale Sicherung, vom Ministerium f&#252;r Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-W&#252;rttemberg sowie von einigen wenigen medizinischen Fakult&#228;ten und deren Studiendekanen erarbeitet <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>Der Stellenwert der Lehre ist aktuell in einem Umbruch begriffen, LOM f&#252;r Lehre wird vom medizinischen Fakult&#228;tentag diskutiert <TextLink reference="5"></TextLink> und der deutsche Hochschulverband pl&#228;diert in seinem Fachorgan f&#252;r den Lohn guter Lehre <TextLink reference="6"></TextLink>. An informierter Stelle werden mittlerweile nur noch die Unterscheidung von quantitativ und qualitativ sowie die Bemessungskriterien diskutiert <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Gute Lehre r&#252;ckt also immer mehr in den Focus von Studierenden, Geldgebern und nicht zuletzt auch von Dozenten. Ein Anreizsystem f&#252;r gute Lehre bedeutet nicht nur einen Motivationsschub f&#252;r alle Dozenten und damit eine Steuerelement f&#252;r die Fakult&#228;t, sondern sendet gleichzeitig ein Signal an die Studierenden und bietet die M&#246;glichkeit, &#252;ber innovative Konzepte im Wettbewerb um Landesmittel einen Standortvorteil zu erlangen. </Pgraph>
      <Pgraph>Warum also hat sich LOM f&#252;r gute und hochwertige Lehre bisher nicht durchgesetzt&#63; Um dieser Frage nachzugehen und die &#196;ngste und Einw&#228;nde gegen LOM f&#252;r Lehre abzubilden, wurde die vorliegende qualitative Untersuchung durchgef&#252;hrt.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methoden">
      <MainHeadline>Methoden</MainHeadline>
      <Pgraph>Um die Akzeptanz von Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre zu ermitteln, wurden Gruppeninterviews an vier Medizinischen Fakult&#228;ten in Deutschland durchgef&#252;hrt. Der Interviewleitfaden beinhaltete drei Kernfragen: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <OrderedList>
          <ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Warum setzen sich Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre so schwer durch&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Wie k&#246;nnten leistungsorientiert f&#252;r gute Lehre vergebene Mittel helfen, die Lehre nachhaltig zu verbessern&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Was w&#228;re f&#252;r Sie pers&#246;nlich ein Anreiz oder was motiviert Sie, sich in der Lehre zu engagieren&#63; </ListItem>
        </OrderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Um einen m&#246;glichen Einfluss des Karrierestatus auf die Akzeptanz von Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre zu untersuchen, wurden diese drei Fragen in getrennten Interviews sowohl Vertretern des Mittelbaus als auch berufenen Professoren bzw. Entscheidungstr&#228;gern gestellt.</Pgraph>
      <Pgraph>In Vorbereitung auf die Interviews wurden die Studiendekanate s&#228;mtlicher Medizinischer Fakult&#228;ten in Deutschland angeschrieben und um Auskunft gebeten, ob fakult&#228;tsintern leistungsorientierte Mittel (LOM) f&#252;r gute Lehre vergeben werden und wenn ja, nach welchen Kriterien. Die vier f&#252;r die Interviews ausgew&#228;hlten Fakult&#228;ten sollten sich entweder aktiv in der Diskussion um LOM f&#252;r gute Lehre befinden oder sie bereits im begrenzten Umfang etabliert haben. Ausgeschlossen wurden diejenigen Fakult&#228;ten, die LOM f&#252;r gute Lehre bereits umfangreich umsetzen. Um m&#246;glichst vielseitige Argumente zum Thema zu erhalten, sollten die befragten Fakult&#228;ten au&#223;erdem unterschiedlichen Landesregierungen unterliegen und unterschiedlich viele Studierende ausbilden. </Pgraph>
      <Pgraph>Die jeweilige Auswahl der Interviewpartner erfolgte dann durch die Studiendekanate. Wichtig f&#252;r die Auswahl war, dass Vertreter der Vorklinik und der klinisch theoretischen Institute sowie klinisch t&#228;tige &#196;rzte und Vertreter der Zahnmedizin gewonnen werden konnten. Die Interviewpartner wurden jeweils im Vorfeld &#252;ber die Hintergr&#252;nde und Ziele des Interviews aufgekl&#228;rt, ihr Einverst&#228;ndnis zur Aufzeichnung mittels Videokamera und anonymisierten Auswertung wurde vor Beginn des jeweiligen Interviews eingeholt. Das Votum der lokalen Ethikkommission liegt vor. </Pgraph>
      <Pgraph>Grundlegend f&#252;r die Auswertung der vorliegenden Studie ist die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, die durch quantitative Elemente erg&#228;nzt wurde <TextLink reference="8"></TextLink>. Jedes Interview wurde zun&#228;chst mit Hilfe der Transcriva 2 Software (Bartas Technologies, MD, USA) w&#246;rtlich in normales Schriftdeutsch transkribiert. Anschlie&#223;end wurden am Text mittels der MAX QDA Software (VERBI, Marburg, Deutschland) die jeweiligen Kodiereinheiten identifiziert und dann aus dem Material heraus die Auswertungskategorien festgelegt. Bei jedem weiteren Interview wurden die bereits entwickelten Auswertungskategorien in einer R&#252;ckkopplungsschleife &#252;berpr&#252;ft, ggf. umbenannt, neue Kategorien gebildet oder in &#220;berkategorien zusammengefasst. Nachfolgend wurden die Auswertungskategorien einer Reliabilit&#228;tspr&#252;fung unterzogen. Der Cohen&#180;s Kappa Koeffizient betrug 0,57. Die abschlie&#223;ende Quantifizierung der Argumente erfolgte aufgrund ihrer Nennung in unterschiedlichen Wortbeitr&#228;gen und war nicht auf die einmalige Nennung von einem Interviewpartner beschr&#228;nkt. F&#252;r die Auswertung fanden lediglich bei der Auswahl der Textzitate der Nachdruck eines Arguments  Ber&#252;cksichtigung. Die abschlie&#223;ende Theoriebildung erfolgte induktiv.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline>
      <SubHeadline>Zur Situation der LOM f&#252;r gute Lehre im Fr&#252;hjahr 2009</SubHeadline>
      <Pgraph>Im Fr&#252;hjahr 2009 vergeben 22 der 36 Medizinischen Fakult&#228;ten in Deutschland LOM f&#252;r qualitativ gute Lehre und wenden daf&#252;r zwischen 0,4 und 4&#37; der Landeszuweisungen f&#252;r Forschung und Lehre auf. Ausnahmen bilden zwei Fakult&#228;ten, die 30&#37; ihrer &#8222;freien Spitze&#8220; bzw. alle &#8222;freien&#8220; Mittel f&#252;r die Lehre leistungsorientiert vergeben. Weitere Ausnahmen sind die Medizinischen Fakult&#228;ten in Baden-W&#252;rttemberg, wo 8&#37; der j&#228;hrlichen Landeszuweisung leistungsorientiert f&#252;r gute Lehre zugewiesen werden (gemessen werden IMPP Ergebnisse, Teilnahmen an hochschuldidaktischen Weiterbildungen sowie von zertifizierten Pr&#252;fern an den Staatsexamina). Eine Kappungsgrenze verhindert hier j&#228;hrliche Schwankungen der Mittelzuweisung von mehr als eine Million Euro. Die verwendeten Messkriterien f&#252;r gute Lehre und die H&#228;ufigkeiten ihrer Anwendung sind in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> zusammengefasst.</Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r die Interviews wurden eine Medizinische Fakult&#228;t in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Regelstudiengang und derzeit aktiver Diskussion um LOM f&#252;r gute Lehre ausgew&#228;hlt, eine Fakult&#228;t in Niedersachsen mit reformiertem Studiengang, die 2009 mit der Einf&#252;hrung von LOM f&#252;r gute Lehre beginnen will, eine Fakult&#228;t mit ebenfalls reformiertem Studiengang in Nordrhein-Westfalen, wo die Landesregierung aktuell ein Anreizsystem f&#252;r die Lehrqualit&#228;t fordert und eine Fakult&#228;t in Baden-W&#252;rttemberg mit deutlich reformiertem Regelstudiengang und externer, jedoch ohne interne LOM f&#252;r gute Lehre . </Pgraph>
      <SubHeadline>Vergleichbarkeit der Interviews</SubHeadline>
      <Pgraph>Insgesamt wurden 18 berufene Professoren und 20 Vertreter des Mittelbaus interviewt. Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/> zeigt, dass unter den berufenen Professoren Vertreter der Vorklinik dominieren und beim Mittelbau die Klinisch t&#228;tigen &#196;rzte. Damit war die Verteilung der Teilnehmer in den beiden Interviewgruppen zwar leicht unterschiedlich, dennoch waren jeweils alle Bereiche vertreten.</Pgraph>
      <Pgraph>Von den berufenen Professoren waren 16 Mitglied entweder des Fakult&#228;tsrats, oder der drei gro&#223;en Kommissionen (Studium und Lehre, Haushalt und Struktur, Forschung) oder waren aktuell bzw. ehemals Studiendekane. Beim Mittelbau gab es nur f&#252;nf Vertreter ohne Erfahrung in Gremien. Alle anderen waren Mitglieder der gro&#223;en Kommissionen oder des Senats, der Zulassungs-, Studiengeb&#252;hren-, Ethik- oder Promotionskommission. Die Verteilung der Erfahrung in unterschiedlichen Gremien der akademischen Selbstverwaltung belegt sowohl f&#252;r die Professoren als auch die Vertreter des Mittelbaus einen vergleichbaren Erfahrungshorizont und vergleichbares Engagement der Interviewpartner und erlaubt daher den Vergleich der Interviews auf den beiden Ebenen. Insgesamt gab es 8 Teilnehmer mit einschl&#228;giger hochschuldidaktischer Qualifizierung, die sich unterschiedlich auf die Standorte und Interviews verteilen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Warum setzen sich Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre so schwer durch&#63;</SubHeadline>
      <Pgraph>Der Mittelbau gibt die mangelnde Wertigkeit der Lehre am h&#228;ufigsten als Grund daf&#252;r an, dass sich Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre so schwer durchsetzen: </Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Die Lehre ist nicht nur nachrangig (nach der Forschung), sondern die ist ja quasi ohne jeglichen Stellenwert.&#34;</Pgraph>
      <Pgraph>Als zweith&#228;ufigster Grund wird genannt, dass die Medizinischen Fakult&#228;ten &#8222;falsche&#8220; Priorit&#228;ten setzen: die Krankenversorgung steht an oberster Stelle, gefolgt von der Forschung, die &#8211; wenn erfolgreich und gut erbracht &#8211; durch LOM belohnt wird. Dieser Zustand wird dadurch perpetuiert, dass bei Berufungen die Forschungsleistung der Kandidaten im Vordergrund steht und die Lehre eine meist untergeordnete Rolle spielt. Ein Gespr&#228;chspartner beschreibt dieses Vorgehen so:</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Sieht man heute in Berufungsverhandlungen rein, scheint sich ein kleiner Wandel anzudeuten, dass auch ab und zu mal nach einem Lehrkonzept gefragt wird. Wobei es nicht unbedingt hei&#223;t, dass diesem auch besonders viel Wert zugeordnet wird. Das kann hinterher vielleicht das Z&#252;nglein an der Waage sein &#8211; ist aber eigentlich kein hartes Entscheidungskriterium.&#8220;</Pgraph>
      <Pgraph>Als weiterer Beleg f&#252;r eine mangelnde Wertigkeit und &#8222;falsche&#8220; Priorisierung wird eine zweckwidrige Verwendung von Landesstellen, die den Kliniken gem&#228;&#223; der Kapazit&#228;tsverordnung zwar f&#252;r die Lehre zugeteilt werden, aber in der Krankenversorgung aufgehen und somit ein Defizit bei der Lehre erzeugen, gesehen:</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Es gibt ja einen Stellenschl&#252;ssel, der ber&#252;cksichtigt, dass Lehre betrieben wird. Die Stellen haben wir ja &#8211; das setzt sich nur in keiner Weise um&#33;&#8220;</Pgraph>
      <Pgraph>Mangelnde Messkriterien werden ebenfalls als Grund f&#252;r fehlende Anreizverfahren in der Lehre genannt, wobei der Mittelbau studentische Evaluationen akzeptiert, wenn sie r&#252;cklaufoptimiert, personalisiert, transparent, homogen und sowohl zeitnah als auch retrospektiv durchgef&#252;hrt werden. Als erstrebenswert werden Evaluationen durch Peers und als objektive Qualit&#228;tskriterien die Definition von Lernzielen und darauf abgestimmte Pr&#252;fungen erachtet.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Professoren geben als h&#228;ufigsten Grund f&#252;r das Fehlen von Anreizverfahren mangelnde Messkriterien f&#252;r gute Lehre an:</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Es ist unwahrscheinlich schwierig zu beurteilen, woran man gute Lehre messen kann. Und nur wenn man das beurteilen und in irgendeiner Form messen kann, dann kann man das auch belohnen.&#8220; </Pgraph>
      <Pgraph>Studentische Evaluationen werden als unzureichend und fragw&#252;rdig betrachtet, da die vom Dozenten verfolgten Ziele einer Lehrveranstaltung nicht zwingend mit den Erwartungen der Studierenden in Einklang zu bringen sind. Ein Gespr&#228;chspartner beurteilt studentische Evaluation wie folgt:</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;&#8230;studentische Evaluation ist &#91;&#8230;&#93; v&#246;llig unbrauchbar, weil es letztendlich eine Zufriedenheitsevaluation ist und ja im Prinzip mehr Stimmung misst als Qualit&#228;t in der Lehre.&#8220; </Pgraph>
      <Pgraph>Uneinigkeit besteht auch dar&#252;ber, inwieweit IMPP Ergebnisse gute Lehre abbilden. Als akzeptable Kriterien wurden geringe Ausfallzeiten und geringe Studiendauer genannt,  als erstrebenswert die Ausbildung von &#8222;guten &#196;rzten&#8220; sowie die retrospektive Evaluation durch Studierende nach absolviertem Studium. Mangelnde Wertigkeit der Lehre und falsche Priorisierungen werden von den berufenen Professoren seltener als Ursachen f&#252;r das Fehlen von Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre genannt. Allerdings bem&#228;ngeln auch sie eine zweckwidrige Bewirtschaftung der Landesmittel, wodurch Gelder in die Ambulanzen flie&#223;en statt f&#252;r eine Verteilung nach LOM Kriterien der Lehre zur Verf&#252;gung stehen. LOM f&#252;r gute Lehre wurde auch aktiv abgelehnt, weil statt eines Belohnungssystems strukturelle Ma&#223;nahmen zur Verbesserung der Lehre ergriffen werden und &#8222;die Lehre mit s&#228;chlichen Dingen nicht verbessert werden kann.&#8220; </Pgraph>
      <Pgraph>Einmalig wurden auch emotionale Hemmnisse dabei angef&#252;hrt, die Lehre als letzte Bastion akademischer Freiheit dem gleichen Leistungsdruck wie dem Klinikalltag und der Forschung zu unterwerfen.</Pgraph>
      <Pgraph>Insgesamt gab es auf diese Frage 99 Kodiereinheiten, die sich auf die 6 in Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> dargestellten Kategorien verteilen. Alle Kategorien &#8211; bis auf die zuletzt erw&#228;hnte - wurden an allen Fakult&#228;ten genannt.</Pgraph>
      <SubHeadline>Wie k&#246;nnten leistungsorientiert f&#252;r gute Lehre vergebene Mittel helfen, die Lehre nachhaltig zu verbessern&#63;</SubHeadline>
      <Pgraph>Der am h&#228;ufigsten von den Professoren genannte Vorschlag beinhaltet die Flexibilisierung der Mittel, so dass die jeweilige Institution entscheiden kann, ob die leistungsorientiert erworbenen Mittel f&#252;r die Ausstattung des skills labs, Anschaffung von Software oder f&#252;r Personal eingesetzt werden. Am zweith&#228;ufigsten wird eine Verbesserung der Infrastruktur angestrebt:</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Wir brauchen Leute, die uns Zeichnungen anfertigen, wenn wir Skripte rausgeben, wir brauchen B&#252;cher, wir brauchen mehr Lehrmittel.&#8220;</Pgraph>
      <Pgraph>Am dritth&#228;ufigsten wird die hochschuldidaktische F&#246;rderung der Dozenten angef&#252;hrt, die zweifach wirkt - direkt auf die Qualifikation der Lehrenden und indirekt durch den mit der Weiterbildung verbundenen Motivationsschub. Dar&#252;ber hinaus wird die Bedeutung von LOM als Steuerelement anerkannt. Ein Interviewpartner pointiert das Ganze wie folgt: </Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Geld schie&#223;t Tore.&#8220;</Pgraph>
      <Pgraph>Der Mittelbau schl&#228;gt am h&#228;ufigsten vor, die leistungsorientiert f&#252;r gute Lehre erworbenen Mittel f&#252;r mehr Stellen einzusetzen, um die f&#252;r die Lehre verantwortlichen Mitarbeiter bei ihren anderen Verpflichtungen zu entlasten: </Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Einen Lehrmentor pro Abteilung, der dann daf&#252;r da ist, die Jungassistenten auf den richtigen Weg zu bringen und zu begleiten.&#8220; </Pgraph>
      <Pgraph>Fast genauso h&#228;ufig wird gefordert, diese LOM ausschlie&#223;lich in die Lehre zur&#252;ckflie&#223;en zu lassen. Vorgeschlagen wurde auch, die f&#252;r die Lehre vorgesehenen Landeszuweisungen kontrolliert f&#252;r gute Lehre auszugeben. Z.B. k&#246;nnte man die Stellenvergabe nach der Kapazit&#228;tsverordnung komplett aufheben und nur die tats&#228;chlich von den einzelnen Einrichtungen erbrachten Lehrleistungen &#8211; bei entsprechender Qualit&#228;t &#8211; verg&#252;ten. Die Aufhebung der Kapazit&#228;tsverordnung w&#252;rde so viele Mittel freisetzen, die &#8211; wenn flexibel bewirtschaftet &#8211; die Finanzierung von Mitarbeitern wieder erm&#246;glicht und sich somit gute Lehre richtig lohnt. Der Mittelbau bef&#252;rwortet auch die Belohnung guter Lehre mit pers&#246;nlichen Bonuszahlungen &#8211; weniger als Entgelt f&#252;r die mit Vorbereitung verbrachten &#220;berstunden, sondern als Zeichen der &#8222;pers&#246;nlichen W&#252;rdigung f&#252;r das, was ich da tue, was ich da reinh&#228;nge&#8220;.</Pgraph>
      <Pgraph>Auf diese Frage gab es insgesamt 46 Kodiereinheiten, die in sieben Kategorien gruppiert wurden. Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> gibt einen &#220;berblick &#252;ber die Verteilung der Antworten auf die einzelnen Kategorien. Keine Kategorie wurde an allen befragten Fakult&#228;ten genannt, keine nur einmalig.</Pgraph>
      <SubHeadline>Was w&#228;re f&#252;r Sie pers&#246;nlich ein Anreiz oder was motiviert Sie, sich in der Lehre zu engagieren&#63;  </SubHeadline>
      <Pgraph>Sowohl f&#252;r die befragten Professoren als auch f&#252;r den Mittelbau ist es &#8222;eine Frage der Ehre&#8220;, Lehre gut zu machen (siehe Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>). &#8222;Studierende zu kompetenten &#196;rzten auszubilden&#8220;, &#8222;Begeisterung und Interesse zu wecken&#8220;, &#8222;positives Feedback zu erhalten&#8220; und &#8222;beliebt zu sein&#8220; werden sowohl als Motivation als auch als Anreiz gesehen. Dar&#252;ber hinaus geben Professoren den pers&#246;nlichen Kontakt zu Studierenden und einen m&#246;glichen Einfluss auf einzelne Karrieren, sowie die Verbesserung der Fakult&#228;t und gute IMPP Ergebnisse als Motivation an. Vom Mittelbau wurde die Motivation genannt, &#252;ber die Ausbildung zu guten &#196;rzten langfristig auch eine Verbesserung des Gesundheitssystems herbeizuf&#252;hren. Sowohl der Mittelbau als auch die Professoren geben an, &#8222;intrinsisch f&#252;r gute Lehre motiviert&#8220; zu sein und &#8222;Spa&#223;&#8220; dabei zu haben, ihr Wissen und eine Botschaft an Studierende weiterzugeben. Dennoch w&#228;re es ein Anreiz, pers&#246;nliche Bonuszahlungen und eine h&#246;here Wertsch&#228;tzung zu erhalten. Vor allem der Mittelbau w&#252;nscht sich eine &#8222;Gleichstellung von Forschung und Lehre&#8220;, z.B. in Form von &#8222;&#196;quivalenzpunkten bei der Habilitation&#8220; und der Vergabe von LOM. Die Aussicht auf &#8222;berufliche Sicherheit&#8220; oder ein &#8222;Karrierepfad in der Lehre&#8220; wird vor allem von Vorklinikern als Anreiz f&#252;r ein Engagement in der Lehre gesehen, weil hier bisher allein &#8222;Impactpunkte und Drittmittel karrieref&#246;rderlich wirken&#8220; und die Lehre &#8222;eher hinderlich&#8220; ist. &#8222;Symbolische Incentives&#8220; und &#8222;LOM auf Institutionsebene&#8220; wird ausschlie&#223;lich von Professoren als Anreiz empfunden, den Mittelbau motiviert die mit einem Engagement in der Lehre verbundene &#8222;pers&#246;nliche Weiterbildung&#8220; und die &#8222;Bildung von Netzwerken&#8220;.</Pgraph>
      <Pgraph>Auf diese Frage gab es insgesamt 121 Kodiereinheiten, die sich auf 10 Kategorien verteilen. Die Gesamtheit aller Kodiereinheiten, die sich in den verschiedenen Interviews ergaben, wurde in 22 Auswertungskategorien eingeteilt. Bei 20 dieser Kategorien (91&#37;) wurde eine S&#228;ttigung der Argumente dahingehend erreicht, dass alle Kodiereinheiten diesen Kategorien zugeordnet werden konnten. Einzelnennungen von Kodiereinheiten gab es einmal bei Frage 1 (siehe  Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>) und einmal bei Frage 3 bei einer Unterkategorie zu &#8222;Ruhm und Ehre&#8220;. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline>
      <Pgraph>Mit der vorliegenden Studie sollte die Akzeptanz von Anreizverfahren f&#252;r qualitativ gute Lehre an vier Medizinischen Fakult&#228;ten in Deutschland ermittelt werden. Ein zentrales Ergebnis ist, dass den hier befragten Dozenten - egal ob Vertreter des Mittelbaus oder berufene Professoren &#8211; &#8222;Ruhm und Ehre&#8220; wichtiger sind und h&#228;ufiger als Motivation, sich in der Lehre zu engagieren genannt werden, als monet&#228;re Anreize. Die sich wiederholenden Argumente deuten an, dass bereits mit den hier beschriebenen Interviews ein repr&#228;sentatives Meinungsbild erhalten wird. Wahrscheinlich ist aber auch, dass dieser Untersuchung eine Selektion von Teilnehmern zu Grunde liegt, die a priori der Lehre schon einen hohen Stellenwert einr&#228;umt. Umgekehrt w&#228;re es aber ebenfalls m&#246;glich, dass der Widerspruch zu einer &#228;lteren Studie genau dieser Befragungsform geschuldet ist. In einer anonymen Fragebogenaktion wurden 2008 pers&#246;nliche monet&#228;re Bonuszahlungen als gr&#246;&#223;ter Anreiz f&#252;r ein Engagement in der Lehre angegeben <TextLink reference="9"></TextLink>.  </Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage nach akzeptablen Belohnungssystemen spiegelt die unterschiedlichen Bed&#252;rfnisse je nach Karrierestatus und nach fachlicher Spezialisierung wider. Die Professoren &#8222;k&#246;nnen sich vorstellen&#8220;, dass eine &#8222;individuelle Gestaltung von Arbeitsvertr&#228;gen mit Zielvereinbarungen im Bereich der Lehre einiges an der Motivation erreichen k&#246;nnte&#8220;, ebenso wie LOM und ihre &#8222;Flexibilit&#228;t im Stellenpool f&#252;r die Mitarbeiter, die in der Lehre gut sind und deren Vertr&#228;ge auslaufen&#8220;. Dem Mittelbau ist es wichtiger, pers&#246;nliche Wertsch&#228;tzung f&#252;r gute Arbeit zu erhalten bzw. einen pers&#246;nlichen Gewinn zu erzielen. Hierzu z&#228;hlen die gleichgewichtete Ber&#252;cksichtigung von Lehre und Forschung bei der Habilitation, das Ersetzen einer Publikation durch Lehrprojekte, pers&#246;nliche Gratifikationen f&#252;r das Lehrengagement und die Ber&#252;cksichtigung f&#252;r Hilfswissenschaftlerstellen bei guter Lehre. Ein ernst gemeintes Anliegen, durch LOM nachhaltig die Lehre zu verbessern, muss daher nicht nur f&#252;r transparente Bemessungskriterien sorgen, sondern auch den Bed&#252;rfnissen der Mitarbeiter auf allen Karrierestufen Rechnung tragen.</Pgraph>
      <Pgraph>Obwohl sich standortspezifische Unterschiede mit dieser begrenzten Anzahl von Interviews pro Fakult&#228;t nicht herausarbeiten lassen, zeichnen sich deutliche Abweichungen zwischen den Argumenten der Professoren und des Mittelbaus zu den Ursachen f&#252;r den Mangel an Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre ab. W&#228;hrend die Professoren auf die Frage nach den Ursachen das Fehlen von Messkriterien angeben und einen positiven verst&#228;rkenden Effekt durch LOM f&#252;r Lehre nur dann sehen, &#8222;wenn man alle irgendwie mitnimmt&#8220;, kontert der Mittelbau, &#8222;wir haben sehr wohl Kriterien, die Qualit&#228;t in der Lehre darstellen &#8211; wir sind nur nicht bereit, sie umzusetzen&#8220;. Diese divergierenden Standpunkte sollten als Kapital einer jeden Fakult&#228;t gewertsch&#228;tzt und in der Diskussion um LOM f&#252;r gute Lehre genutzt werden. Interessant in diesem Zusammenhang w&#228;re auch eine Befragung von Studenten &#8211; was sie als belohnenswert erachten - sowie von Mitarbeitern der zust&#228;ndigen Ministerien oder Kultusministerkonferenz, welche Anreizsysteme auf politischer Ebene umsetzbar sind. </Pgraph>
      <Pgraph>Eine nachhaltige Verbesserung der Lehre erfordert sowohl kurzfristige als auch langfristige Strategien. Langfristig m&#252;ssen die Wertigkeiten von Lehre und Forschung angeglichen werden und hier sind die Fakult&#228;ten in der Pflicht, glaubw&#252;rdige Signale auszusenden &#8211; z.B. bei Berufungen, der Einf&#252;hrung von &#196;quivalenzpunkten, der Etablierung von Karrierepfaden in der Lehre, etc. Au&#223;erdem sollte jede Fakult&#228;t f&#252;r sich konsensf&#228;hige und transparente Messkriterien erarbeiten &#8211; nicht nur, um den drohenden Vorgaben durch die L&#228;nder zuvorkommen - sondern auch, weil LOM als kurzfristige Ma&#223;nahme wegen ihrer steuernden Wirkung unverzichtbar sind.  </Pgraph>
      <Pgraph>Obwohl die Vorstellungen dar&#252;ber, wie LOM die Lehre nachhaltig verbessern k&#246;nnten zwischen den Professoren und dem Mittelbau im Detail divergieren, hatten alle Befragten konkrete Vorschl&#228;ge f&#252;r den Einsatz von Finanzmitteln zur Verbesserung der Lehre. Einigkeit herrschte dar&#252;ber, dass LOM f&#252;r gute Lehre zweifach wirken: Zum einen wirken sie unmittelbar auf die Qualit&#228;t der Lehre ein - durch didaktische Qualifizierung der Dozenten oder Investition in die Infrastruktur - zum anderen erh&#246;hen pers&#246;nliche Gratifikation oder LOM die Motivation der Dozenten. Um ein zukunftsf&#228;higes LOM f&#252;r Lehre Konzept erfolgreich umzusetzen, bedarf es einer innovativen Umverteilung der Landeszusch&#252;sse und einer Budgettrennung von Krankenversorgung und Forschung und Lehre, so dass die Steuerung auch greifen kann. Da LOM als wirkungsvolles Steuerelement f&#252;r die Forschung bereits akzeptiert sind, darf auf ihre Vergabe zur Verbesserung der Lehre nicht verzichtet werden &#8211; auch gute Lehre muss sich lohnen&#33; </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Schlussfolgerungen">
      <MainHeadline>Schlussfolgerungen</MainHeadline>
      <Pgraph>Der am h&#228;ufigsten genannte Einwand seitens der berufenen Professoren gegen LOM f&#252;r Lehre ist der Mangel an Bemessungskriterien und spiegelt die Sorge der Entscheidungstr&#228;ger wider, Gelder entlang neu zu definierender Kriterien flie&#223;en zu lassen. Der Mittelbau ist qua Karrierestatus ver&#228;nderungsbereiter und offen f&#252;r die M&#246;glichkeit, sich &#252;ber gute Lehre zu profilieren. Einig sind sich Professoren und Mittelbau dar&#252;ber, dass Investitionen in die Infrastruktur und hochschuldidaktische Weiterqualifikation der Dozenten auch zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lehre f&#252;hren. Und obwohl das Erlangen von &#8222;Ruhm und Ehre&#8220; f&#252;r alle Befragten eine gr&#246;&#223;ere Motivation darstellt als ein monet&#228;rer Anreiz, werden LOM als effektives Steuerelement anerkannt und w&#252;rden &#8211; auch als personalisierte LOM &#8211; von den meisten als Anerkennung guter Arbeit gesch&#228;tzt werden.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Danksagung">
      <MainHeadline>Danksagung</MainHeadline>
      <Pgraph>Bedanken m&#246;chte ich mich ganz herzlich bei Stefan Herzig f&#252;r die konstruktive, aufmunternde und kritische Diskussion sowie bei Katrin Vogel und Kristina Eisnach f&#252;r die Unterst&#252;tzung in der Fr&#252;h- und Sp&#228;tphase dieser Arbeit. Ein besonderer Dank geht an alle Kollegen und Mitarbeiter der betroffenen Studiendekanate, die durch ihre diversen Organisationstalente meine Interviews nicht nur m&#246;glich, sondern auch h&#246;chst erfreulich gemacht haben. Ein weiterer &#8211; nicht zu untersch&#228;tzender - Dank gilt &#8222;meiner&#8220; Fakult&#228;t f&#252;r die finanzielle Unterst&#252;tzung.</Pgraph>
    </TextBlock>
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      <Figures>
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          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 1: Das Balkendiagramm veranschaulicht, wie oft im Fr&#252;hjahr 2009 nach welchen Kriterien an Medizinischen Fakult&#228;ten in  Deutschland LOM f&#252;r gute Lehre vergeben werden.</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="292" width="605">
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          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 2: Das Balkendiagramm verdeutlicht, wie viele Interviewpartner aus der Vorklinik, den klinisch-theoretischen Instituten, der Klinik bzw. der Zahnklinik kamen. Die schwarzen Balken repr&#228;sentieren die berufenen Professoren, die grauen Balken den Mittelbau.</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
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          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 3: Das Stapeldiagramm bildet die 6 Antwortkategorien auf die Frage &#8222;Warum setzen sich Anreizverfahren f&#252;r gute Lehre so schwer durch&#63;&#8220; ab und verdeutlicht, wie viele Kodiereinheiten jeder Kategorie zugeordnet wurden. Schwarze Anteile repr&#228;sentieren die Professoren, grau den Mittelbau.</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
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          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 4: Das Stapelbalkendiagramm bildet die 7 Antwortkategorien auf die Frage &#8222;Wie k&#246;nnten LOM f&#252;r Lehre die Lehre nachhaltig verbessern&#63;&#8220; ab und verdeutlicht, wie viele Kodiereinheiten jeder Kategorie zugeordnet wurden. Schwarze Anteile repr&#228;sentieren die Professoren, graue den Mittelbau.</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="350" width="605">
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          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 5: Das Stapelbalkendiagramm bildet die 10 Antwortkategorien auf die Frage &#8222;Was motiviert Sie ganz pers&#246;nlich bzw. was w&#228;re f&#252;r Sie ein Anreiz, sich (noch mehr) in der Lehre zu engagieren&#63;&#8220; ab und verdeutlicht, wie viele Kodiereinheiten jeder Kategorie zugeordnet wurden. Schwarze Anteile repr&#228;sentieren die Professoren, graue den Mittelbau.</Mark1>
            </Pgraph>
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