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    <Identifier>zma000675</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/zma000675</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0006753</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Buchbesprechung&#47;book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Robert J&#252;tte (Hrsg): Die Zukunft der IndivudualMedizin. Autonomie des Arztes und Methodenpluralismus</Title>
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          <Lastname>Marienhagen</Lastname>
          <LastnameHeading>Marienhagen</LastnameHeading>
          <Firstname>J&#246;rg</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
          <AcademicTitle>PD Dr. med.</AcademicTitle>
          <AcademicTitleSuffix>MME</AcademicTitleSuffix>
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        <Address>Universit&#228;t Regensburg, Klinikum, Abt. f&#252;r Nuklearmedizin, Franz-Josef-Strauss-Allee 11, 93042 Regensburg, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;t Regensburg, Klinikum, Abt. f&#252;r Nuklearmedizin, Regensburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>joerg.marienhagen&#64;klinik.uni-regensburg.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20090602</DateReceived>
    <DateRevised>20100118</DateRevised>
    <DateAccepted>20100125</DateAccepted>
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      <DatePublished>20100517</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>27</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>38</ArticleNo>
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    <TextBlock linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline>
      <Pgraph>Robert J&#252;tte (Hrsg)</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Die Zukunft der IndividualMedizin</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Autonomie des Arztes und Methodenpluralismus</Pgraph>
      <Pgraph>Herausgegeben in Verbindung mit dem Dialogforum Pluralismus in der Medizin</Pgraph>
      <Pgraph>Deutscher &#196;rzte-Verlag, K&#246;ln</Pgraph>
      <Pgraph>Seitenzahl: 136; &#8364; 29,95</Pgraph>
      <Pgraph>Erscheinungsjahr: 2009; ISBN13: 978-3-7691-0591-9</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline>
      <Pgraph>Die Ank&#252;ndigung auf der R&#252;ckseite des 136 Seiten starken B&#252;chleins ist viel versprechend und weckt Interesse:</Pgraph>
      <Pgraph>&#8222;Welche &#196;rztin, welcher Arzt verf&#252;gt heute &#252;ber die zeitlichen, finanziellen und pers&#246;nlichen Ressourcen, um die individuelle Situation eines Patienten richtig zu erfassen, gemeinsam mit dem Patienten ein erfolgreiches therapeutisches Vorgehen zu entwickeln und dabei aus der Bandbreite nicht nur schul-, sondern auch komplement&#228;rmedizinischer Methoden zu sch&#246;pfen&#63; Informieren Sie sich &#252;ber die notwenigen Voraussetzungen, M&#246;glichkeiten und Chancen einer &#8222;individuelleren Medizin&#33;&#8220; Denn &#8211;wir lesen es in Fettdruck: <Mark1>&#8222;Jeder Patient ist anders&#33;&#8220;</Mark1> Wer h&#228;tte das gedacht&#63;</Pgraph>
      <Pgraph>Das von R. J&#252;tte im Deutschen &#196;rzteverlag in Verbindung mit dem Dialogforum Pluralismus in der Medizin herausgegebene Buch &#8222;Die Zukunft der IndividualMedizin. Autonomie  des Arztes   und Methodenpluralismus&#8220; enth&#228;lt die ausgearbeiteten Beitr&#228;ge einer Tagung, die am 23. und 24. 01. 2008 in Berlin stattfand. Der Bogen der behandelten Themen ist weit gespannt und umfasst Abhandlungen zur Begriffsgeschichte der &#8222;IndividualMedizin&#8220;, zur Paradigmenpluralit&#228;t und &#228;rztlichen Praxis, zum Wandel des Berufsbildes  und zur Individualmedizin  in der &#228;rztlichen Aus- und Weiterbildung. In zwei Beitr&#228;gen wird der Themenbereich Methodenpluralismus und Therapiefreiheit vor dem Hintergrund der Evidenzbasierten Medizin bearbeitet. Der Individualmedizin im Zeitalter der technischen M&#246;glichkeiten widmen sich zwei Artikel zur Bedeutung der Pharmakogenomik und der Computermedizin. Abschlie&#223;end werden Patientenerwartungen sowie die Utopien und Chancen der Individualmedizin beleuchtet. Die Autoren sind in ihrem jeweiligen  Fachgebiet ausgewiesene und bekannte Experten. Dennoch ist die Qualit&#228;t der einzelnen Beitr&#228;ge ausgesprochen heterogen. Neben sehr informativen und gut lesbar geschriebenen Darlegungen (z. B. zum Wandel des Berufsbildes und seinen historischen Hintergr&#252;nden, zur Individualmedizin in der &#228;rztlichen Aus- und Weiterbildung sowie den ethischen Implikationen der Evidenzbasierten Medizin) finden sich langatmige, mehr oder weniger pseudophilosophische Ausf&#252;hrungen zur Paradigmenpluralit&#228;t und &#228;rztlichen Praxis mit zum Teil in einem wissenschaftlichen Text befremdlich wirkender Ausdrucksweise (Paradigma der <Mark1>Heimsuchung</Mark1> und Therapieprinzip der <Mark1>Vertreibung</Mark1>, S. 44).  Der konstruiert wirkende Gegensatz zwischen Mediziner und Arzt oder zwischen medizinischer und &#228;rztlicher Diagnose (S. 38, 39) geh&#246;rt zu den Dauerbrennern der gegen die Schulmedizin gerichteten Einw&#228;nde. Erstaunlich sind immer wieder aufkommende Animosit&#228;ten gegen die Evidenzbasierte Medizin und das Forschungsinstrument der randomisierten Studien mit z.T. ebenfalls lange bekannten Argumenten (z. B. S. 71 f) und Platituden wie der Empfehlung, randomisierte klinische Studien stets kritisch zu beurteilen und durch eigene Expertise sowie andere Evidenzen zu erg&#228;nzen oder korrigieren (S. 72). Dass in diesem Kontext auch noch die Ergebnisse der Expertiseforschung sehr verk&#252;rzt in Anspruch genommen werden, ist &#252;berraschend, macht die Argumentation aber nicht &#252;berzeugender. Diese Diskussion ist keinesfalls neu und zeigt die unver&#228;nderte Aktualit&#228;t von Eugen Bleulers Auseinandersetzung mit dem autistisch- undisziplinierten Denken in der Medizin. Ob sich so die angeblich obsoleten Grabenk&#228;mpfe zwischen Mainstream- und Komplement&#228;rmedizin (S. 53) &#252;berwinden lassen, sei dahin gestellt. </Pgraph>
      <Pgraph>In den Beitr&#228;gen des in Verbindung mit dem Dialogforum Pluralismus in der Medizin herausgegebenen Buches  ist viel von Komplement&#228;rmedizin und Methodenpluralismus die Rede, womit wohl in erster Linie die besonderen Therapierichtungen der sog. &#8222;Alternativmedizin&#8220; gemeint sind (S. 2; 13; 14; 16). Auf der R&#252;ckseite des Bandes ist hierzu u.a. zu lesen, dass dieses Dialogforum mit der Zielsetzung gegr&#252;ndet wurde, innerhalb der &#196;rzteschaft eine Plattform f&#252;r einen strukturierten Dialog zwischen (selbst-)kritischen Vertretern der Schulmedizin und anderen Therapierichtungen zu schaffen. Im Vorwort des Herausgebers wird als Ziel im Interesse einer optimalen Patientenversorgung dezidiert genannt, &#8222;die Weiterentwicklung des derzeit intransparent erscheinenden Pluralismus voranzutreiben hin zu einer nachvollziehbaren Pluralit&#228;t unterschiedlicher Denk- und Praxisans&#228;tze innerhalb der Medizin als einem sinnvollen Ganzen (S. 2).&#8220; Hier habe ich etwas vermisst. An kritischen und selbstkritischen &#196;u&#223;erungen zur Schulmedizin, insbesondere zur Evidenzbasierten Medizin ist in dem  Buch kein Mangel. Allerdings kann Kritik keine Einbahnstra&#223;e sein. Wer den Methodenpluralismus fordert und im Namen der &#228;rztlichen Therapiefreiheit f&#252;r alternativmedizinische Verfahren und letztlich (darum geht es, S. 14 und 15)  ihre Erstattung durch die Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt, ist ebenfalls zur Selbstkritik und zur Darlegung seiner eigenen wissenschaftstheoretischen Grundlagen aufgefordert. Die in dem Dialogforum Pluralismus in der Medizin sowie in dem Sammelband mit eigenen Beitr&#228;gen vertretenen Verfechter komplement&#228;rer Medizinans&#228;tze haben einen dezidiert anthroposophischen Hintergrund. Als mit dieser besonderen Therapierichtung nicht vertrauter Schulmediziner h&#228;tte ich mir daher im Interesse einer nachvollziehbaren Pluralit&#228;t z. B. von dem das Buch herausgebenden Medizinhistoriker einige Klarstellungen &#252;ber den mystisch- esoterischen oder, wie manche Kritiker sogar meinen, okkultistischen Hintergrund der in Wissenschaftskreisen bekanntlich umstrittenen &#8222;anthroposophischen Medizin&#8220; gew&#252;nscht (siehe hierzu die Webseiten der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. GWUP, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.gwup.org&#47;">http:&#47;&#47;www.gwup.org&#47;</Hyperlink>), vor allem auch vor dem Hintergrund aktueller Analysen renommierter Fachleute zur Anthroposophie (z. B. <TextLink reference="1"></TextLink>). Von der Vertreterin des &#8222;Institutes f&#252;r angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie&#8220;, auf deren Homepage der Begr&#252;nder der Anthroposophie Rudolf Steiner, eine schillernde Gestalt der Esoterikszene des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, wie selbstverst&#228;ndlich in eine Reihe mit Plato, Aristoteles, Galilei und &#8211; ausgerechnet- Kant, der Geisterseherei stets vehement abgelehnt hatte, gestellt wird, h&#228;tte ich gern geh&#246;rt, in wie weit die von Steiner praktizierten Methoden (&#8222;Wie erlangt man Erkenntnisse h&#246;herer Welten&#63;&#8220;) heute noch g&#252;ltig sind und sich mit den Anspr&#252;chen moderner wissenschaftlicher Medizin vertragen. Es w&#228;re interessant gewesen zu erfahren, wie sich die Vertreter der anthroposophischen Komplement&#228;rmedizin eine objektive &#220;berpr&#252;fung ihrer individualmedizinischen Methoden und Therapien, aber auch ihrer &#228;rztlichen  &#220;berzeugungen z. B. in Bezug auf Impfungen vorstellen, die auch uneingeweihte &#196;rzte zu &#252;berzeugen vermag, die nicht &#252;ber die  F&#228;higkeit des Geistersehens verf&#252;gen. Auch dies ganz  im Sinne einer Weiterentwicklung des derzeit in der Tat intransparent erscheinenden Pluralismus. </Pgraph>
      <Pgraph>Insofern ist es schade, dass die im Anschluss an die Tagung stattfindende Podiumsdiskussion nicht mit abgedruckt wurde. So bleibt nur zu hoffen, dass auf dieser zumindest f&#252;r die Tagungsteilnehmer einiges klar gestellt wurde</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Fazit:</Mark1> das vorliegende Buch enth&#228;lt zum Teil durchaus lesenswerte Beitr&#228;ge, wird seinem Hauptanliegen, jedoch nicht gerecht. Wer als Schulmediziner mehr dar&#252;ber erfahren will, warum und wie er denn &#8222;komplement&#228;rmedizinische Verfahren&#8220; in sein Methodenspektrum integrieren sollte, um seinen Patienten eine individuellere Medizin anzubieten, wird das Buch entt&#228;uscht zur Seite legen. Ein Beispiel f&#252;r gelungene Lobbyarbeit ist der Sammelband aber allemal. </Pgraph>
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      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Zander H</RefAuthor>
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        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefBookTitle>Anthropsophie in Deutschland.Theosophische Weltanschaung und gesellschaftliche Praxis 1984-1945</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Zander H. Anthropsophie in Deutschland.Theosophische Weltanschaung und gesellschaftliche Praxis 1984-1945. G&#246;ttingen: Vandenhoeck &#38; Ruprecht; 2007.</RefTotal>
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