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    <Identifier>zma000635</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/zma000635</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0006357</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Forschungsarbeit&#47;research article</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Summative Integrierte Multiple Choice-Pr&#252;fungen: Ein Promotor oder eine Hindernis f&#252;r bedeutungsorientiertes Lernen der Studierenden</Title>
      <TitleTranslated language="en">Summative integrative multiple choice examinations: Do they promote or prevent deep learning approaches&#63;</TitleTranslated>
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      <Creator>
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          <Lastname>Himmelbauer</Lastname>
          <LastnameHeading>Himmelbauer</LastnameHeading>
          <Firstname>Monika</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Medizinische Universit&#228;t Wien, Besondere Einrichtung f&#252;r Medizinische Aus- und Weiterbildung (BEMAW), Spitalgasse 3, BT 87, A-1090 Wien, &#214;sterreich<Affiliation>Medizinische Universit&#228;t Wien, Besondere Einrichtung f&#252;r Medizinische Aus- und Weiterbildung (BEMAW), Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>monika.himmelbauer&#64;meduniwien.ac.at</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Learning approaches</Keyword>
      <Keyword language="en">test performance</Keyword>
      <Keyword language="en">multiple-choice questions</Keyword>
      <Keyword language="en">examination</Keyword>
      <Keyword language="de">Lernorientierung</Keyword>
      <Keyword language="de">Pr&#252;fungsleistung</Keyword>
      <Keyword language="de">Multiple-Choice-Pr&#252;fungen</Keyword>
      <Keyword language="de">Pr&#252;fungsfragen</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20080818</DateReceived>
    <DateRevised>20090929</DateRevised>
    <DateAccepted>20091012</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20091116</DatePublished><DateRepublished>20130225</DateRepublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>26</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>42</ArticleNo>
    <Correction><DateLastCorrection>20130225</DateLastCorrection>Artikeltyp korrigiert</Correction>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Zahlreiche Studien belegen, dass die Lernorientierung von Studierenden einen Einfluss auf deren akademische Pr&#252;fungsleistung hat. Im Rahmen einer Studienplanreform im Fach Humanmedizin wurde 2001 an der Medizinischen Universit&#228;t Wien ein neues Pr&#252;fungssystem implementiert, in welchem zur Wissensfeststellung vorwiegend Multiple-Choice-Pr&#252;fungen eingesetzt werden. Die Kl&#228;rung der Frage, inwiefern die ziemlich starke Konzentration auf Multiple-Choice-Pr&#252;fungen die Lernorientierung in gew&#252;nschter Hinsicht f&#246;rdert bzw. verhindert, war das Hauptziel dieser Arbeit. 58 im 8. Semester Studierende des ersten Studienjahrganges im Probebetrieb (MCW-150) wurden mittels Fragebogen interviewt. Erfasst wurden die Lernorientierung sowie die Pr&#252;fungsleistung. Die Ergebnisse demonstrieren, dass gute Pr&#252;fungsleistungen mit hoher Leistungsmotivation und Bedeutungsorientierung in Zusammenhang stehen. Der Reproduktionsorientierung - wie beispielsweise dem Auswendiglernen - kommt nur wenig Bedeutung f&#252;r den Leistungserfolg zu. Nach Coles <TextLink reference="2"></TextLink> liegt die Rolle der Pr&#252;fungen darin, wie Studierende ihre zu bew&#228;ltigenden Aufgaben f&#252;r ein erfolgreiches Studieren wahrnehmen. Folgt man dieser Interpretation sehen die Studierenden eine erfolgreiche Aufgabenbew&#228;ltigung weniger im reinen Auswendiglernen, sondern als Herausforderung, die ein Lernen auf einem h&#246;heren Niveau erfordert. Insofern hat das neue Pr&#252;fungssystem im MCW-150 keinen nachteiligen Einfluss auf die Lernorientierung.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Numerous studies provide evidence that the learning approach of students has an influence on their academic performance in examinations. As part of the 2001 reform of the medical curriculum at the Medical University of Vienna, a new assessment system was implemented for knowledge testing that predominantly relies on multiple-choice examinations. The principal purpose of this study was to clarify the question to what extent this rather strong concentration on multiple-choice questions promotes and&#47;or prevents actual learning. Using a standardized questionnaire, 58 students in the 4th year of the curriculum (the first cohort in the test run of the new curriculum, MCW-150) were interviewed. The inventory included learning approaches as well as the academic performance on MC examinations. Results demonstrate that the best test performance correlates with high motivation to achieve, well-organised studying, and orientation towards deeper understanding. Surface approaches - for example memorization - have less relevance for achieving success. According to Coles <TextLink reference="2"></TextLink> the role of examinations is to contribute to the way students find their best method for successful studying. Thus one may conclude that students see successful task management less in pure memorization, but view it as a challenge that requires learning on a higher level. Insofar the new assessment system has no adverse impact on learning orientation and learning approach in the cohort MCW-150.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><SubHeadline>Strukturelle Rahmenbedingungen</SubHeadline><Pgraph>Seit dem WS 2001&#47;2002 ist das reformierte Medizincurriculum Wien (MCW) in Betrieb. Der erste Studienjahrgang wurde als Probebetrieb gef&#252;hrt. Daf&#252;r wurden 150 Studierende nach Zufall aus einer Gruppe von 400 Freiwilligen ausgew&#228;hlt (MCW-150-Kohorte). Mit Ende des Studienjahres 2006&#47;07 hat diese erste Kohorte ihr Humanmedizinstudium beendet. Die Reform betraf vorwiegend die Umstellung des Curriculums vom f&#228;cherzentrierten zum f&#228;cherintegrierten System. Neben dem Studienplan wurde auch das Pr&#252;fungssystem reformiert. W&#228;hrend vor Einf&#252;hrung des MCW 23 m&#252;ndliche Pr&#252;fungen den Hauptaspekt der Wissens&#252;berpr&#252;fung darstellten, gibt es heute nach jedem Studienjahr eine Summative Integrierte Pr&#252;fung (SIP), die als Multiple-Choice (MC)-Pr&#252;fung im &#8222;one best answer&#8220;-Format angeboten wird und je nach Studienjahr 80 bis 230 Items umfasst. Entsprechend dem Unterricht findet auch die Pr&#252;fung in integrierter Form statt. Die integrative Form bezieht sich auf eine Integration mehrer Pr&#252;fungsf&#228;cher (z.B.: Anatomie, Histologie, Physiologie etc.), die auf eine Problemstellung hin orientiert sind. Die Problemstellung bezieht sich grunds&#228;tzlich auf Organ- bzw. Funktionssysteme (z.B. Herz und Kreislauf, Bewegung und Leistung etc.). Die Zahl der Pr&#252;fungen mit Konsequenzen f&#252;r den Studienfortschritt (Summative Integrierte Pr&#252;fungen 1 bis 6, SIP1 bis SIP6) wurde deutlich reduziert und Pr&#252;fungsereignisse zur Steuerung des Lernprozesses und zur Selbstevaluierung angeboten <TextLink reference="9"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Verschiedenartige Lernziele zum Erwerb von Wissen, Fertigkeiten und Einstellungen erfordern den gezielten Einsatz unterschiedlicher Pr&#252;fungsmethoden (&#8222;Methodenmix&#8220;) <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>. Inwieweit die starke Konzentration auf MC-Pr&#252;fungen im MCW die Lernsteuerung in gew&#252;nschter Hinsicht beeinflusst, soll diese Studie kl&#228;ren.</Pgraph><SubHeadline>Lernorientierungen (Learning Approaches) nach Newble und Entwistle</SubHeadline><Pgraph>Viele Studierende entwickeln, um ihr Universit&#228;tsstudium erfolgreich zu absolvieren, Lernstrategien, die m&#246;glicherweise das Gegenteil von dem sind, was man sich von Universit&#228;tsabsolventen erwarten und w&#252;nschen w&#252;rde, n&#228;mlich verst&#228;ndnisorientiert und eigenverantwortlich zu lernen und sich weiterzubilden. Die Anwendung von spezifischen Lernstrategien hat insofern weitere Folgen als es immer wichtiger wird, sich selbst&#228;ndig und selbstorganisiert fortzubilden. Unter einer Lernstrategie wird die konkrete Verhaltensweise zur Bew&#228;ltigung einer Lernaufgabe verstanden. Davon abzugrenzen ist der Lernstil, das sind die typischen Verhaltensweisen, die eine Person in Lernaufgaben situations&#252;bergreifend zeigt &#91;3&#93;. Eine Reihe von Autoren spricht auch von Lernorientierungen (Learning Approaches) <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. Diesem Ansatz nach werden zus&#228;tzlich zu den Lernstrategien motivationale Voraussetzungen und Intentionen des Lernenden in einer konkreten Situation betrachtet. In dem interaktionistischen Modell von Newble und Entwistle (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) werden neben studentischen Charakteristika - wie Lernstil und Lernorientierung - auch der Einfluss der Lernumgebung wie Besonderheiten der Institution, des Pr&#252;fungssystems, der Lehre und des Curriculums ber&#252;cksichtigt. Diese Faktoren gemeinsam beeinflussen demnach den Lernprozess und die Lernleistung <TextLink reference="11"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Entwistle und Mitarbeiter <TextLink reference="6"></TextLink> unterscheiden drei Lernorientierungen: Bedeutungsorientierung, Reproduktionsorientierung sowie Leistungsorientierung. Die Bedeutungsorientierung (Deep Approach) ist durch gro&#223;e Verarbeitungstiefe und intrinsische Lernmotivation gekennzeichnet. Die Leistungsorientierung (Strategic Approach) ist durch das Motiv gepr&#228;gt, m&#246;glichst gute Leistungsergebnisse zu erzielen, wobei sich der Lernende ganz nach den Zielen und Standards der Lernumgebung richtet. Vor allem die Zeitorganisation spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Reproduktionsorientierung (Surface Approach) zeichnet sich dadurch aus, dass die Angst vor Misserfolg und das Auswendiglernen f&#252;r die Pr&#252;fung die zentralen Motive sind <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Das interaktionistische Konzept von Newble, Entwistle und Mitarbeitern <TextLink reference="11"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, das diese drei Lernorientierungen von Studierenden unterscheidet, die gemeinsam mit Umgebungsfaktoren (wie Institution, Lehre, Pr&#252;fung) einen ma&#223;geblichen Einfluss auf die Pr&#252;fungsleistung haben sollen, bildet den Bezugsrahmen dieser Arbeit.</Pgraph><SubHeadline>Lernorientierungen und Multiple-Choice-Pr&#252;fungen</SubHeadline><Pgraph>Studierende passen ihre Lernorientierung an die Art bzw. Form der zu absolvierenden Pr&#252;fung an, aber nicht immer ganz in der vermuteten Weise. Wenn der Abschlusstest darauf abzielt, Fakten wiederzugeben, lernen die Studierenden reproduktionsorientiert, auch wenn sie anf&#228;nglich bedeutungsorientiert lernten <TextLink reference="11"></TextLink>. Der Zusammenhang zwischen Bedeutungsorientierung und qualitativen Leistungsergebnissen (Aufsatz- und Seminararbeiten) ist gut dokumentiert <TextLink reference="14"></TextLink>, <TextLink reference="20"></TextLink>. Wenn quantitative Merkmale gemessen wurden (wie z.B. Noten, Anzahl gel&#246;ster MC-Aufgaben) konnte nicht immer ein positiver Einfluss der Bedeutungsorientierung auf die Pr&#252;fungsleistung festgestellt werden <TextLink reference="16"></TextLink>, <TextLink reference="20"></TextLink>. &#220;ber geringe Zusammenh&#228;nge zwischen Lernorientierung und Pr&#252;fungsleistung berichten auch Page und Alexitch <TextLink reference="13"></TextLink>. Es zeigte sich in einigen Studien allerdings, dass die Reproduktionsorientierung einen negativen Einfluss auf das Pr&#252;fungsergebnis hat <TextLink reference="10"></TextLink>, <TextLink reference="21"></TextLink>. Van Rossum und Schenk <TextLink reference="21"></TextLink> konnten demonstrieren, dass Reproduktionsorientierung das Lernergebnis negativ beeinflusst, wobei das auf offene Pr&#252;fungsfragen mehr zutrifft als auf MC-Fragen. Nach Tang <TextLink reference="19"></TextLink> lernen Studierende, die eine Pr&#252;fung als &#8222;quantitativ&#8220; wahrnehmen (z.B.: gro&#223;er Stoffumfang), eher reproduktionsorientiert. Im Vergleich dazu lernen Studierende, die eine Pr&#252;fung als &#8222;qualitativ&#8220; einsch&#228;tzen (die Qualit&#228;t des zu Lernenden erscheint wichtig), eher bedeutungsorientiert. Der verl&#228;sslichste Pr&#228;diktor guter Pr&#252;fungsleistungen in (MC-)Pr&#252;fungen ist die Leistungsorientierung <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="15"></TextLink>, <TextLink reference="18"></TextLink>, <TextLink reference="22"></TextLink>. Scouller und Prosser <TextLink reference="17"></TextLink> konnten zeigen, dass Bedeutungsorientierung gepaart mit hoher Leistungsorientierung die Leistung in MC-Pr&#252;fungen am positivsten beeinflusst. Ein wichtiges Detail dieser Studie ist, dass diejenigen, die berichten, bedeutungsorientiert zu lernen, die MC-Pr&#252;fung als eine Pr&#252;fung wahrgenommen haben, die Wissen auf h&#246;herem Niveau erfordert. Inwieweit Studierende eine Bedeutungsorientierung entwickeln, h&#228;ngt davon ab, wie sie die Aufgabenstellung im Rahmen einer Pr&#252;fung erfassen <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Die curricularen Voraussetzungen f&#252;r Bedeutungsorientierung nach Coles &#91;2&#93;</SubHeadline><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Studierende m&#252;ssen klare, konkrete und anschauliche Hinweise &#252;ber den Kontext ihres Lernens haben. </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Studierende m&#252;ssen &#252;ber relevante, abstrakte Informationen verf&#252;gen, die eine Beziehung zu ihren klinischen Erfahrungen haben. </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Studierende m&#252;ssen ihre Aufgabe darin sehen, Wissensteile, die zu lernen sind, zu integrieren und diese auch mit ihren klinischen Erfahrungen in Beziehung zu bringen. </ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Insofern ist die Entwicklung bedeutungsorientierten Lernens eine Konsequenz curricularer Bedingungen. Die Rolle der Pr&#252;fungen in diesem Zusammenhang liegt darin, wie Studierende ihre zu bew&#228;ltigenden Aufgaben f&#252;r ein erfolgreiches Bestehen der Pr&#252;fung sehen. Wenn die Pr&#252;fung den Studierenden als Auswendiglernaufgabe erscheint, lernen sie reproduktionsorientiert. Wenn ihnen die Pr&#252;fung als eine Aufgabe erscheint, die ein Lernen auf h&#246;herem Niveau erfordert, lernen sie bedeutungsorientiert, sofern die curricularen Vorraussetzungen daf&#252;r gegeben sind. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methoden">
      <MainHeadline>Methoden</MainHeadline><SubHeadline>Fragestellungen und Hypothesen</SubHeadline><Pgraph>In der nachfolgenden Untersuchung wurden zwei Fragen bearbeitet. Erstens, in welcher Beziehung stehen Lernorientierungen und Pr&#252;fungsleistung in MC-Pr&#252;fungen im reformierten Medizincurriculum Wien der MCW-150 Kohorte. Zweitens, wie stark sind die verschiedenen Lernorientierungen - nach Entwistle et al. <TextLink reference="6"></TextLink> - vergleichweise ausgepr&#228;gt&#63;</Pgraph><Pgraph>Die zentralen Hypothesen der Studie lauteten: </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Bedeutung- und Leistungsorientierung (Deep Approach und Strategic Approach) sind bei den Studierenden vergleichsweise h&#246;her ausgepr&#228;gt als Reproduktionsorientierung (Surface Approach). </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Bedeutung- und Leistungsorientierung (Deep Approach und Strategic Approach) stehen mit der Pr&#252;fungsleistung in positivem Zusammenhang. </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Reproduktionsorientierung (Surface Approach) steht mit der Pr&#252;fungsleistung in negativem Zusammenhang.</ListItem></OrderedList></Pgraph><SubHeadline>Design und Stichprobe</SubHeadline><Pgraph>An der Querschnittsuntersuchung nahmen 58 Studierende der Kohorte des MCW teil, die im Probebetrieb mit 150 Studierenden begonnen wurde (MCW-150-Kohorte). Die Teilnahme war freiwillig. 53&#37; (58 von 110 Studierenden, die zum Zeitpunkt der Erhebung noch im Studium waren) haben den Fragebogen retourniert, 62.1&#37; davon waren weiblich, was f&#252;r die Kohorte repr&#228;sentativ ist. Die Untersuchung fand im 4. Studienjahr gegen Ende des Sommersemesters 2005 im Rahmen der Lehrveranstaltung &#8222;Problemorientiertes Lernen (POL)&#8220; statt. Die Studierenden waren zu diesem Zeitpunkt im 8. Semester und im Durchschnitt 22.5 Jahre alt (SD&#61;3.0). Die Erhebung der Lernorientierungsskalen erfolgte im selben Semester, an dessen Ende die SIP4 (das ist nach dem vierten Studienjahr) stattfindet. Die Untersuchung wurde per Fragebogen durchgef&#252;hrt und dauerte 20 Minuten.</Pgraph><SubHeadline>Erhebungsinstrumente</SubHeadline><Pgraph><Mark1>Lernorientierung</Mark1></Pgraph><Pgraph>Zur Erfassung der Lernorientierung wurde eine von uns ins Deutsche &#252;bersetzte Version des ASSIST (Approaches and Study Skills Inventory for Students) von Entwistle und Mitarbeitern &#91;6&#93; eingesetzt. Der Originalfragebogen umfasst insgesamt 13 Skalen mit jeweils 4 Items pro Skala. Als Grundlage f&#252;r die Zuordnung der Items zu einer Skala im Originalfragebogen dienten explorative und konfirmatorische Faktorenanalysen sowie eine Clusteranalyse. Die 12 Skalen konnten zudem drei Generalfaktoren zugeordnet werden (siehe Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). Die Zuordnung der Items zu den Skalen wurde &#252;bernommen und die Zuordnung der Skalen zu den drei Generalfaktoren wurde durch eine weitere explorative Faktorenanalyse best&#228;tigt: </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Deep Approach: 24.64&#37;  e.V. (&#61; erkl&#228;rte Varianz), </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Strategic Approach: 21.83&#37; e.V., </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Surface Approach: 22.25&#37; e.V..</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Die Antwortskala ist f&#252;nfstufig (trifft sehr zu &#61; 1 bis trifft nicht zu &#61; 5). 12 von 13 Skalen erwiesen sich als reliabel (siehe Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). Eine Skala (Aufmerksamkeit auf Pr&#252;fungsanforderungen) wurde aufgrund zu niedriger Reliabilit&#228;t (&#945;&#60;0.5) aus der weiteren Analyse ausgeschlossen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Pr&#252;fungsleistung in den Summativen Integrierten Pr&#252;fungen (SIP)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Als Ma&#223; des Studienerfolges wurde die Leistung in der Summativen Integrierten Pr&#252;fung nach jedem Studienjahr (SIP1 bis SIP6) erhoben. Insgesamt umfassen die Pr&#252;fungen 70 bis 230 MC-Items. Jedes MC-Item hat f&#252;nf Antwortalternativen, wobei nur eine davon die &#8222;bestm&#246;gliche&#8220; sein kann. Die Fragen werden von den Lehrenden der jeweiligen Module erstellt. Die Fragenqualit&#228;t in methodischer und inhaltlicher Hinsicht wird durch ein interdisziplin&#228;res Komitee gesichert. In den klinischen F&#228;chern der letzten beiden Studienjahre kommen vorwiegend Anwendungsfragen (&#61; Fallvignetten) zum Einsatz. Die Pr&#252;fungsleistung entspricht der erreichten Punkteanzahl pro SIP. Jedes gel&#246;ste Item erbringt einen Punkt. Die internen Konsistenzen der Summativen Integrierten Pr&#252;fungen weisen ein Cronbach-&#945; von .77 bis .95 auf (siehe Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><SubHeadline>Deskriptive Statistiken: SIP1 bis SIP6 und Lernorientierungen</SubHeadline><Pgraph>Wie aus den Tabellen 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> und 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/> ersichtlich, konnten die Studierenden bei allen sechs Pr&#252;fungen mindestens 70&#37; der Aufgaben l&#246;sen. Die durchschnittlichen Pr&#252;fungsergebnisse sind &#252;ber alle sechs Jahre hinweg ziemlich stabil. Nur die SIP3 weicht etwas ab (M &#61; 80&#37;). Diese Pr&#252;fung umfasst das kleinste Stoffgebiet, weshalb sie auch nur 70 Items beinhaltet. Die Streuung der Pr&#252;fungsergebnisse hat sich &#252;ber die Studienjahre hinweg reduziert. Die Studienteilnehmer erzielten im Vergleich zur gesamten Kohorte keine abweichenden Pr&#252;fungsleistungen, was zeigt, dass die Stichprobe in dieser Hinsicht repr&#228;sentativ ist (overall mean &#91;ganze Kohorte&#93; &#61; 73.6&#37; versus overall mean &#91;Studienteilnehmer&#93; &#61; 74.19&#37;; t&#61;0.379; df &#61;166; p&#61;.705 ). </Pgraph><Pgraph>Die Boxplots der Lernorientierungs-Skalen (siehe Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) demonstrieren, dass die Studierenden die h&#246;chsten Werte in den Skalen des Deep Approach haben (over all mean&#61;3.52). Die Skalen des Surface Approach (Ausnahme Versagensangst) sind am geringsten ausgepr&#228;gt (over all mean&#61;2.76). Die Skalen des Strategic Approach liegen im mittleren Bereich (over all mean&#61;3.21). Die mittlere Spannbreite dreier von vier Surface Approach-Skalen (Lehrplanbezogenheit, Versagensangst und Auswendiglernen) ist am st&#228;rksten ausgepr&#228;gt. Auch die Streuung in zwei Skalen des Strategic Approach (Zeitmanagement und Leistungsmotivation) ist relativ hoch. Die geringsten Streuungen zeigen sich in den Skalen des Deep Approach- und der Strategic Approach-Skala &#8222;Zielsetzungsmangel&#8220;.</Pgraph><SubHeadline>Korrelation von SIP-Ergebnissen und Lernorientierungen</SubHeadline><Pgraph>Die Korrelationen zwischen Bedeutungsorientierung und Pr&#252;fungserfolg sowie zwischen Leistungsorientierung und Pr&#252;fungserfolg sind durchwegs positiv, die zwischen Reproduktionsorientierung und Pr&#252;fungsleistung negativ. (siehe Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>). Die H&#246;he der Korrelationen variiert &#252;ber die Studienjahre hinweg. Die st&#228;rksten Zusammenh&#228;nge zwischen dem Pr&#252;fungserfolg und den Deep Approach-Skalen zeigen sich in der SIP4 am Ende des 4. Studienjahres. Drei der vier Skalen des Deep Approach &#8222;Zusammenh&#228;ngende Ideen&#8220;, &#8222;Einsatz von Beweismitteln&#8220; und &#8222;Interesse an Ideen&#8220; sowie die Strategic Approach-Skala &#8222;Organisiertes Studieren&#8220; stehen mit drei oder mehr Pr&#252;fungsergebnissen in signifikantem Zusammenhang. Aber nur die Strategic Approach-Skala &#8222;Leistungsmotivation&#8220; steht mit allen Pr&#252;fungsleistungen in einem signifikant positiven Zusammenhang (r&#61;0.35 bis r&#61;0.5; p&#61;.019 bis p&#60;.001). Von den Skalen des Surface Approach weisen die Skalen &#8222;Versagensangst&#8220; und &#8222;Lehrplanbezogenheit&#8220; zu zwei Pr&#252;fungsergebnissen bedeutsame negative Korrelationen auf.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Im Rahmen einer Reform des Curriculums &#8222;Humanmedizin&#8220; wurde 2001 an der Medizinischen Universit&#228;t Wien auch das gesamte Pr&#252;fungssystem erneuert. Seither sind sechs Summative Integrierte Multiple-Choice-Pr&#252;fungen (SIP1 bis SIP6) am Ende jedes Studienjahres der Hauptbestandteil des Pr&#252;fungssystems. Vielfach wird berichtet, dass MC-Fragen Bedeutungsorientierung &#8211; wie verstehendes und anwendungsorientiertes Lernen &#8211; verhindern und Reproduktionsorientierung &#8211; wie lehrplanbezogenes Auswendiglernen &#8211; f&#246;rdern. Die Kl&#228;rung der Frage, inwiefern die starke Konzentration auf Multiple-Choice-Pr&#252;fungen die Steuerung des Lernens in gew&#252;nschter Hinsicht f&#246;rdert bzw. verhindert, war daher das Hauptziel dieser Arbeit. </Pgraph><Pgraph>Klar zeigte sich, dass eine hohe Leistungsmotivation mit den Pr&#252;fungsergebnissen in allen Summativen Integrierten Pr&#252;fungen (SIP) signifikant positiv korreliert. Dieses Ergebnis steht in Einklang mit der Ausgangshypothese ebenso wie mit Ergebnissen von Newble &#38; Hejka <TextLink reference="12"></TextLink> sowie Smith &#38; Mathias <TextLink reference="18"></TextLink>. Bedeutsam ist auch der Einfluss der Bedeutungsorientierung auf die Pr&#252;fungsleistung. Die Skalen &#34;Zusammenh&#228;ngende Ideen&#34;, &#34;Interesse an Ideen&#34; sowie &#34;Beweismittel&#34; stehen mit mindestens drei von sechs Pr&#252;fungsleistungen in positiver Beziehung. Die h&#246;chsten Korrelationen zwischen Bedeutungsorientierung und Leistungsergebnissen zeigen sich in der SIP4 (Summativen Integrativen Pr&#252;fung nach dem vierten Studienjahr). Die Erhebung der Lernorientierung erfolgte im selben Semester an dessen Ende die SIP4 stattgefunden hatte, weshalb diese Pr&#252;fung am st&#228;rksten beeinflusst sein sollte. Dieses Ergebnis ist daher erwartungsgem&#228;&#223;. Alle Korrelationen zwischen Surface Approach Skalen und Pr&#252;fungsleistung stehen in negativem Zusammenhang. Zwei davon - &#34;Versagensangst&#34; und &#34;Lehrplanbezogenheit&#34; - korrelieren mit zwei Pr&#252;fungsergebnissen bedeutsam negativ. Dies demonstriert, dass Reproduktionsorientierung keinen positiven Einfluss auf SIP-Leistungen hat. Dieses Ergebnis steht in Einklang mit den Studien von Van Rossum und Schenk <TextLink reference="21"></TextLink> sowie Newble und Clarke <TextLink reference="10"></TextLink>. Die besten Pr&#252;fungsergebnisse gehen also mit hoher Leistungsmotivation, gut organisiertem Studium sowie hoher Bedeutungsorientierung einher. Weitere Ergebnisse illustrieren, dass die Studierenden die h&#246;chsten Werte in den Skalen des Deep Approach haben. Die Skalen des Surface Approach sind mit Ausnahme der Versagensangst am geringsten ausgepr&#228;gt. </Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse belegen, dass das MC-Pr&#252;fungssystem zumindest nicht verhindert hat, dass Studierende des MCW-150 bedeutungsorientiert lernen. Nach Coles <TextLink reference="2"></TextLink> liegt die Rolle der Pr&#252;fungen darin, wie Studierende ihre zu bew&#228;ltigenden Aufgaben f&#252;r ein erfolgreiches Studium sehen. Folgt man dieser Interpretation, sehen die Studierenden des MCW-150 die erfolgreiche Aufgabenbew&#228;ltigung im Studium weniger im reinen Auswendiglernen, sondern als Herausforderung, die ein Lernen auf h&#246;herem Niveau erfordert.</Pgraph><SubHeadline>Limitationen und Ausblick</SubHeadline><Pgraph>Es handelt sich um die Untersuchung an Teilnehmern eines Pilotprojekts (siehe Kapitel 2.2). M&#246;glicherweise haben die Studierenden dieser Kohorte ein anderes Lernsteuerungsverhalten als die Studierenden im etablierten Curriculum, weil sie aufgrund des &#8222;Probebetriebs&#8220; besondere Herausforderungen zu bew&#228;ltigen hatten. So ist es f&#252;r diese Kohorte in viel geringerem Ausma&#223; m&#246;glich gewesen, sich durch Lernen von Pr&#252;fungsfragen aus fr&#252;heren Pr&#252;fungsterminen auf die Pr&#252;fungen vorzubereiten, weil es keine Informationen &#252;ber &#228;ltere Pr&#252;fungen gab. Dadurch k&#246;nnte die Bedeutungsorientierung als Basis positiver Pr&#252;fungsleistungen st&#228;rker zum Tragen kommen. Inwiefern sich die gefundenen Ergebnisse an anderen Kohorden replizieren lassen &#8211; sollte eine weitere Studie kl&#228;ren. Dabei w&#228;re es wichtig &#8211; wie von Newble &#38; Entwistle <TextLink reference="11"></TextLink> ausgef&#252;hrt &#8211; auch andere curriculare Bedingungen (wie Form und Inhalte des Curriculums, Lernunterlagen, Form und Qualit&#228;t der Lehre) zu erfassen.</Pgraph><Pgraph>Zudem w&#228;re es sinnvoll eine longitudinale Untersuchung zur Entwicklung von Aspekten der Lernorientierung im Studienverlauf durchzuf&#252;hren, um die gegenseitige Beeinflussung von Lernorientierung und MC-Pr&#252;fungsleistung genauer analysieren zu k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Danksagung">
      <MainHeadline>Danksagung</MainHeadline><Pgraph>Besonders herzlicher Dank gilt Herrn Prof. Martin Lischka, stv. Leiter der Besonderen Einrichtung f&#252;r Medizinische Aus- und Weiterbildung der Medizinischen Universit&#228;t Wien, f&#252;r die Anregungen bei inhaltlichen und methodischen Fragestellungen, bei der Strukturierung dieses Textes sowie f&#252;r das Korrekturlesen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefJournal>Educ Psychol</RefJournal>
        <RefPage>597-606</RefPage>
        <RefTotal>Yip MC. Differences in Learning and Study Strategies between High and Low Achieving University students: A Hong Kong Study. Educ Psychol. 2007;5:597-606. DOI:10.1080&#47;01443410701309126</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1080&#47;01443410701309126</RefLink>
      </Reference>
    </References>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Aspekte des ASSIST</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Deskriptive Statistiken der Summativen Integrierten Pr&#252;fungen der Studienjahre 1 bis 6 (SIP1 bis SIP6) f&#252;r die gesamte Kohorte</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Deskriptive Statistiken der Summativen Integrierten Pr&#252;fungen der Studienjahre 1 bis 6 (SIP1 bis SIP6) f&#252;r die Studienteilnehmer</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <MediaID>4</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: Pearson-Korrelationen der Lernorientierungsskalen mit den Leistungen in Summativen Integrierten Pr&#252;fungen der Studienjahre 1 bis 6 (N &#61; 58) &#91;&#42;p &#60; .05; &#42;&#42;p &#60; .01&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Teaching-learning Process nach Newble &#38; Entwistle &#91;11&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Boxplots der Lernorientierungs-Skalen (N &#61; 58), (Skala: 1 &#61; sehr schwach ausgepr&#228;gt; 5 &#61; sehr stark ausgepr&#228;gt)</Mark1></Pgraph></Caption>
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