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    <IdentifierDoi>10.3205/zma000620</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0006203</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Buchbesprechung&#47;book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Hans Walter Striebel: An&#228;sthesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin</Title>
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          <Lastname>Angstwurm</Lastname>
          <LastnameHeading>Angstwurm</LastnameHeading>
          <Firstname>Matthias</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
          <AcademicTitle>PD Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address>Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen, Klinikum der Universit&#228;t, Medizinische Klinik Innenstadt, Ziemssenstra&#223;e 1, 80336 M&#252;nchen, Deutschland<Affiliation>Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen, Klinikum der Universit&#228;t, Medizinische Klinik Innenstadt, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>matthias.angstwurm&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20090210</DateReceived>
    <DateRevised>20090706</DateRevised>
    <DateAccepted>20090706</DateAccepted>
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      <DatePublished>20090817</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>26</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>28</ArticleNo>
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    <TextBlock name="Bibliographische Angaben" linked="yes">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Hans Walter Striebel</Pgraph><Pgraph><Mark1>An&#228;sthesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin</Mark1></Pgraph><Pgraph>Schattauer Verlag Stuttgart, New York</Pgraph><Pgraph>Seitenzahl: 590</Pgraph><Pgraph>ISBN 978-3-7945-2635-2</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr 2009</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Rezension" linked="yes">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><SubHeadline>Allgemeines</SubHeadline><Pgraph>Herr Prof. Dr. med. Hans Walter Striebel ist Chefarzt des Institutes f&#252;r An&#228;sthesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin der St&#228;dtischen Kliniken Frankfurt am Main-H&#246;chst.</Pgraph><Pgraph>Das als Paperback erschienene Buch liegt in seiner 7. Auflage vor und richtet sich gleicherma&#223;en an Pflegepersonal, Studenten sowie Berufsanf&#228;nger. Es soll als &#8222;Nachschlagewerk f&#252;r in der An&#228;sthesie und Intensivmedizin arbeitende Studenten, Absolventen des Praktischen Jahres und junge An&#228;sthesisten dienen.&#8220; Dar&#252;ber hinaus soll es f&#252;r Dozenten als Leitfaden f&#252;r den Studentenunterricht oder den Unterricht in der Fachpflege dienen.</Pgraph><Pgraph>Die Kapitel&#252;berschriften lauten</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">An&#228;sthesie &#8211; allgemeiner Teil (154 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Lokal- und Regionalan&#228;sthesie (30 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Spezielle Narkosevorbereitungen (34 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Typische Narkoseprobleme (24 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">An&#228;sthesie &#8211; spezieller Teil (87 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Aufwachraum (18 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="7" numString="7.">Intensivmedizin (146 Seiten)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="8" numString="8.">Notfallmedizin (68 Seiten)</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Durch den Schwerpunkt auf die Praxis werden pathophysiologische Zusammenh&#228;nge nur gestreift.</Pgraph><SubHeadline>Didaktisches Konzept</SubHeadline><Pgraph>Typische Photographien und klare Skizzen vermitteln den praktischen Nutzen. Insbesondere in den an&#228;sthesiologischen Abschnitten werden einzelne Handgriffe bis ins Detail erkl&#228;rt. Checklisten erleichtern die Funktionspr&#252;fungen eines Narkoseger&#228;tes. Ein Unterkapitel zu einzelnen Methoden schlie&#223;t oft mit den dazu erforderlichen Medikamenten ab. Positiv ist weiterhin anzumerken, dass spezifische Gefahren f&#252;r das An&#228;sthesiepersonal aufgef&#252;hrt sind oder auch Hygienema&#223;nahmen erw&#228;hnt werden.</Pgraph><Pgraph>Allerdings werden keinerlei weiterf&#252;hrende Literatur oder Verweise auf aktuelle Leitlinien angegeben. Ebenso fehlen Hilfestellungen f&#252;r m&#252;ndliche, praktische oder schriftliche Pr&#252;fungen als Erfolgskontrollen, zumal das Buch auch als Leitfaden f&#252;r den Unterricht gedacht war.</Pgraph><Pgraph>Weiterhin ist nicht nachvollziehbar, warum einzelne Handskizzen mit Firmennamen versehen wurden (Abbildung 1-6) und dieser Firmenname regelm&#228;&#223;ig in den Abbildungen oder ihren Beschreibungen auftaucht.</Pgraph><Pgraph>Die einzelnen Abschnitte zu den verwendeten Medikamente sind nicht komplett kongruent aufgebaut, teilweise sind &#252;berfl&#252;ssige Abbildungen einzelner Medikamente vorhanden, Nebenwirkungen sind nicht immer aufgef&#252;hrt, die Dosierung wird einmal korrekt in mg angegeben, einmal mit der Angabe &#8222;&#188; Ampulle&#8220; (z.B. S. 326: Medikamente zur Blutdrucksenkung).</Pgraph><SubHeadline>Inhaltliche Beurteilung</SubHeadline><Pgraph>Die St&#228;rke des Buches ist das praktische Vorgehen in der An&#228;sthesie, die mit etwa 60&#37; der Seiten behandelt wird. Insbesondere der an&#228;sthesiologische praktische Anteil der Darstellung steht damit deutlich im Vordergrund, w&#228;hrend die chirurgische oder internistische Intensiv- und Notfallmedizin im Vergleich dazu relativ zu kurz kommen oder teilweise nicht entsprechend den Leitlinien beschrieben werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Beispiel Pankreatitis-Therapie:</Mark1></Pgraph><Pgraph>Hier wird ausdr&#252;cklich empfohlen, dass eine enterale Ern&#228;hrung unbedingt vermieden werden muss und eine gastrale Ableitung vorgenommen werden muss. Dagegen stehen die Leitlinien z.B. der AWMF: &#8222;Bei Verdacht einer akuten Pankreatitis sollte prim&#228;r eine enterale transduodenale Ern&#228;hrung begonnen werden.&#8220;</Pgraph><Pgraph><Mark1>Beispiel Katecholamine:</Mark1></Pgraph><Pgraph>S.456 dritter Absatz. Zum einen wird Dobutamin eine positive Inotropie und ein verminderter Widerstand zugeschrieben, im n&#228;chsten Absatz dann haben Katecholamine den Nachteil: &#8222;Sie erh&#246;hen den peripheren Widerstand.&#8220; In Tabelle 5-6 ist die Wirkung der Katecholamine tabellarisch zusammengefasst. Hier sollte jedoch der Begriff niedrig oder hoch dosierte Dosierung von Dopamin nicht mehr verwendet werden, da durch viele Studien die &#8222;Nierenschwelle&#8220; von Dopamin klar widerlegt worden ist, dieser Begriff jedoch immer noch verwendet wird.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Redundanzen</Mark1></Pgraph><Pgraph>Einige Erkrankungen werden mehrfach im Buch besprochen, z.B. ist dies im Bereich der Intensivmedizin und in der Notfallmedizin der Fall. Es entstehen dadurch Redundanzen, die aber auch verwirrend sein k&#246;nnen. Beispiel: Die Therapie des akuten Myokardinfarktes wird auf S. 459 aufgef&#252;hrt, gleichzeitig ist aber ein Verweis auf die Therapie auf S. 490 vorhanden. Entsprechend wird auch das Prinzip der 12-Kanal-EKG-Ableitung mehrfach erkl&#228;rt einschlie&#223;lich sehr &#228;hnlicher Tabellen z.B. S. 458 und S. 494.</Pgraph><Pgraph>Ein Kernthema der Fachdisziplinen ist die kardiopulmonale Reanimation. Dieses Kapital wurde im Vergleich zu den fr&#252;heren Auflagen neu bearbeitet und bezieht sich auf die Empfehlungen des European Resuscitation Council (ERC) von 2005. Ausgehend vom Algorithmus des ERC werden die einzelnen Schritte erkl&#228;rt. Viele Bilder unterst&#252;tzen das Verst&#228;ndnis, z.B. &#252;ber die Lagerung eines stabilen Patienten.</Pgraph><Pgraph>Die eigentlichen Basisma&#223;nahmen der Reanimation (S. 531 folgende) sind gegliedert in die &#220;berschriften Herzdruckmassage und Atemspende. Allerdings findet sich die Angabe &#252;ber die Frequenz der Thoraxkompression erst zwei Seiten sp&#228;ter im Nebensatz des Kapitels &#252;ber die Atemspende. Ebenfalls ist unter dem Kapitel der Atemspende der Einsatz des halbautomatischen Defibrillators mit Bild erw&#228;hnt, w&#228;hrend das Kapitel der Defibrillation weitere vier Seiten sp&#228;ter unter den erweiterten Ma&#223;nahmen beschrieben werden.</Pgraph><SubHeadline>Zusammenfassung</SubHeadline><Pgraph>Trotz aller Kritik entsteht durch sehr viele anschauliche Skizzen oder Abbildungen ein sehr praxisbezogenes Konzept f&#252;r einzelne Prozeduren. Die sprachliche Formulierung ist sehr einpr&#228;gsam, gut lesbar und klar formuliert. Checklisten zur Durchf&#252;hrung erleichtern die T&#228;tigkeit f&#252;r das Pflegepersonal im Bereich der An&#228;sthesie. F&#252;r die Ausbildung in der Fachweiterbildung An&#228;sthesie und Intensivmedizin sollten jedoch die Inhalte der Chirurgie und der Inneren Medizin vertieft und &#252;berarbeitet werden.</Pgraph><Pgraph>Aufgrund des praktischen Ansatzes fehlen wissenschaftliche Erkenntnisse oder pathophysiologische Grundlagen. F&#252;r Studenten ist mit Hilfe des Buches daher allenfalls ein erstes Schnuppern im Fach An&#228;sthesie m&#246;glich, weiterf&#252;hrende Studien sind jedoch erforderlich. Insbesondere durch die fehlenden Grundlagen und Studienergebnissen ist es nur bedingt zur Examensvorbereitung geeignet. Ein Nachschlagewerk kann das Buch f&#252;r junge Assistenten daher nicht ersetzen.</Pgraph><Pgraph>Der aus didaktischer Sicht sinnvolle Ansatz, komplexe Bereiche der Medizin wie An&#228;sthesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin mit einfachen Regeln zu beschreiben, sollte daher konsequenter eingehalten werden, um Redundanzen und unbeabsichtigte Widerspr&#252;che zu vermeiden.</Pgraph></TextBlock>
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