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    <IdentifierDoi>10.3205/zma000619</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0006195</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Buchbesprechung&#47;book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Christian Thomsen: &#196;rztliche F&#228;higkeiten f&#252;r das Hammerexamen</Title>
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          <LastnameHeading>Obertacke</LastnameHeading>
          <Firstname>Udo</Firstname>
          <Initials>U</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
          <AcademicTitleSuffix>MME</AcademicTitleSuffix>
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        <Address>Universit&#228;tsmedizin Mannheim, Klinik f&#252;r Unfallchirurgie, Orthop&#228;disch-Unfallchirurgisches Zentrum, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, Deutschland, Tel.: 0621&#47;383-2335, Fax: 0621&#47;383-2009<Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Mannheim, Klinik f&#252;r Unfallchirurgie, Orthop&#228;disch-Unfallchirurgisches Zentrum, Mannheim, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>udo.obertacke&#64;umm.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20090206</DateReceived>
    <DateRevised>20090515</DateRevised>
    <DateAccepted>20090515</DateAccepted>
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      <DatePublished>20090817</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>26</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>27</ArticleNo>
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    <TextBlock name="Bibliographische Angaben" linked="yes">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Christian Thomsen</Pgraph><Pgraph><Mark1>&#196;rztliche F&#228;higkeiten f&#252;r das Hammerexamen</Mark1></Pgraph><Pgraph>Bildf&#252;hrer zur k&#246;rperlichen Untersuchung</Pgraph><Pgraph>Walter de Gruyter Berlin, NewYork</Pgraph><Pgraph>Seitenzahl: 160; &#8364; 14,80</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2008</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Rezension" linked="yes">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Das Taschenbuch (146 S., 121 Abb.) ist eine Monographie von Dr. C. Thomsen, An&#228;sthesist aus Chesterfield&#47;UK. Der Untertitel referiert den eigentlichen Inhalt: es geht um die systematische Darstellung der verschiedenen Schritte der k&#246;rperlichen Untersuchung, incl. der Anamnese. Die Widmung an den Medizinhistoriker Prof. Michler, Gie&#223;en, mag erkl&#228;ren, warum das Kapitel 7 sich (mit umfangreichen Zitaten) mit der Historie der systematischen k&#246;rperlichen Untersuchung als Grundlage der Krankheitserkennung besch&#228;ftigt &#8211; ein &#228;u&#223;erst lesenswertes, leider kurzes Kapitel des Buches.</Pgraph><Pgraph>Ansonsten sucht der Leser eher &#8211; vom pointierten Titel des Buches gewisserma&#223;en &#8222;gelockt&#8220; &#8211; nach neuen Informationen bzw. hilfreichen Pfaden f&#252;r eine Pr&#252;fungsvorbereitung. Es handelt sich letztlich in seinen wesentlichen Inhalten um ein Lehrbuch bzw. Repetitorium zu k&#246;rperlichen Untersuchungspraktiken mit Skizzenanleitungen f&#252;r das Vorgehen des Untersuchers bzw. die Lokalisation der zu erwartenden  Befunde am Patienten. </Pgraph><Pgraph>Theoretische Darstellungen der Bedingungen und Inhalte der Anamneseerhebung (Kapitel 1), der k&#246;rperlichen Untersuchung (Kapitel 2) und der allgemeinen und speziellen Befunderhebung (Kapitel 3) finden sich auf den ersten 24 Seiten. Die Darstellung ist systematisch und &#252;bersichtlich, hat aber nat&#252;rlich wie bei allen Lehrb&#252;chern der Untersuchungstechniken das Problem, dass sich akustische und mechanische Befunde schwer beschreiben lassen. Etwas verwirrt ist der Leser, wenn im Unterpunkt 3.2.2. (Herz-Kreislaufsystem) ausschlie&#223;lich die Befundung des Herzens &#8211; und die Synopsis des Ulkus cruris besprochen wird.</Pgraph><Pgraph>Das Kapitel 4 befasst sich auf 2 Seiten mit dem &#8222;diagnostischen Prozess&#8220;. Der Autor erkl&#228;rt hier die feine Definition von &#8222;Symptomen&#8220;, &#8222;Befunden&#8220; und &#8222;klinischen Zeichen&#8220;, f&#252;r die er eine &#8222;angloamerikanische&#8220;, strenge Unterscheidung anf&#252;hrt. Die weitere Hinf&#252;hrung von diesen Untersuchungselementen zur &#8222;klinischen Diagnose&#8220; wird als Methode der klassischen naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung geschildert und mit historischen Zitaten gest&#252;tzt.  </Pgraph><Pgraph>Die aufgrund des Buchtitels erwartete spezifische Vorbereitung auf den m&#252;ndlich-praktischen Teil der zweiten &#228;rztlichen Pr&#252;fung (M2) findet sich in Kapitel 5 auf ganzen 3 Seiten: es werden f&#252;r 4 Fragen systematische Antwortskizzen dargestellt: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">wie diagnostizieren Sie die Krankheit XY&#63;</ListItem><ListItem level="1">wie behandeln Sie XY&#63;</ListItem><ListItem level="1">welches ist die Ursache der Symptom- und Zeichenkonstellation XY&#63;</ListItem><ListItem level="1">welches ist die Ursache der Schwellung XY&#63;</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die vorgeschlagenen Antworten werden schematisch abgeleitet, wobei der Autor die &#8222;angloamerikanische Lehrmethode&#8220; zugrunde legt.</Pgraph><Pgraph>Kapitel 7 ist auf 106 Seiten der &#8222;Bildf&#252;hrer&#8220; durch die verschiedenen Bereiche der k&#246;rperlichen Untersuchung. Es wird das &#252;bliche Spektrum der im Allgemeinen so genannten &#8222;internistisch-neurologischen&#8220; Untersuchung abgehandelt. Der Rezensent vermerkt mit Befriedigung, da&#223; auf der einen Seite vermeintlich banale Techniken wie die Blutdruckmessung subtil beschrieben sind, auf der anderen Seite die zunehmend tabuisierte rektal-digitale Untersuchung sorgf&#228;ltig besprochen wird.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r den m&#252;ndlich-praktischen Teil der zweiten &#228;rztlichen Pr&#252;fung (M2) w&#228;ren allerdings noch weitere, &#252;ber das o.g. Spektrum hinausgehende Untersuchungstechniken hilfreich: der Rezensent nennt beispielhaft die Neutral-0-Methode zur Darstellung von Bewegungsumf&#228;ngen, die Untersuchungsg&#228;nge an der Wirbels&#228;ule (Schober, Ott, Kennmuskeln und Dermatombez&#252;ge), systematische Erkennung von Gangbildst&#246;rungen (&#8222;Hinken&#8220;), Funktionspr&#252;fungen peripherer Nerven und &#8222;Allerwelts-Tests&#8220; (Lachmann, Steinmann, usw.).</Pgraph><Pgraph>Die (nur) 200-j&#228;hrige Geschichte der modernen k&#246;rperlichen Untersuchung im letzten Kapitel ist mit  Freude (und teilweise am&#252;siert) zu lesen. Der Leser erf&#228;hrt mit einer gewissen &#220;berraschung die Entwicklung (und Fehlentwicklung) der klassischen &#8211; aber gar nicht ganz so alten Untersuchungstechniken der Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation. Zuf&#228;lle, Systematik, aber auch &#220;bertreibungen haben diese Techniken begleitet, deren &#8222;Herrschaft&#8220; ihren H&#246;hepunkt zwischen 1838 und 1908 hatte, wie 2 referierte historische Werke belegen.</Pgraph><Pgraph>Insgesamt ist der Titel des Handbuches eher irref&#252;hrend; es handelt sich um ein Buch zur k&#246;rperlichen Untersuchung, welches in seiner selber gew&#228;hlten Bestimmung zur Pr&#252;fungsvorbereitung sicher Erg&#228;nzungen vertragen k&#246;nnte. Spezifisch hinsichtlich der Vorbereitung f&#252;r den m&#252;ndlich-praktischen Teil der zweiten &#228;rztlichen Pr&#252;fung (M2) in Deutschland ist der Buchinhalt sicher nicht. Eine absolute St&#228;rke des Buches sind seine Anmerkungen zur systematischen Erkenntnisgewinnung und zur Historie der k&#246;rperlichen Untersuchung; diese Teile des Werkes sind allerdings entweder als unterrepr&#228;sentiert oder als &#8222;fehl am Platze&#8220; anzusehen.</Pgraph></TextBlock>
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