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    <Identifier>zma000610</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/zma000610</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0006104</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Buchbesprechung&#47;book report</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">G&#246;tz Fabry: Medizindidaktik</Title>
      <TitleAlternative>Ein Handbuch f&#252;r die Praxis</TitleAlternative>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>David</Lastname>
          <LastnameHeading>David</LastnameHeading>
          <Firstname>Dagmar M.</Firstname>
          <Initials>DM</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med.</AcademicTitle>
          <AcademicTitleSuffix>MPH</AcademicTitleSuffix>
        </PersonNames>
        <Address>&#196;rztekammer Nordrhein, Tersteegenstra&#223;e 9, 40474 D&#252;sseldorf, Deutschland<Affiliation>&#196;rztekammer Nordrhein, D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>dr.david&#64;aekno.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20081013</DateReceived>
    <DateRevised>20090120</DateRevised>
    <DateAccepted>20090120</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20090515</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>26</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>18</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline>
      <Pgraph>Dr. med. G&#246;tz Fabry</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Medizindidaktik</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Ein Handbuch f&#252;r die Praxis</Pgraph>
      <Pgraph>Bern, Verlag Hans Huber</Pgraph>
      <Pgraph>ISBN: 978-3-456-84599-9</Pgraph>
      <Pgraph>275 Seiten, &#8364; 29,95&#47;Fr. 49,90</Pgraph>
      <Pgraph>Erscheinungstermin: 2008</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline>
      <Pgraph>Der Autor Dr. med. G&#246;tz Fabry arbeitet als Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung f&#252;r Medizinische Psychologie der Universit&#228;t Freiburg und als Trainer im Studiengng &#34;Master of Medical Education (MME) Deutschland&#34;. </Pgraph>
      <Pgraph>Medizindidaktik als Titel verspricht ein Buch, das alle Aspekte der &#228;rztlichen Wissens- und F&#228;higkeitenvermittlung und wird nur durch den Untertitel &#34;Handbuch f&#252;r die Praxis in soweit eingeschr&#228;nkt, als es nicht jede Facette en detaille abhandeln will, sondern als Leitfaden zum Thema die wichtigsten Apekte beleuchtet. Insgesamt liegt der Schwerpunkt aber auf der &#228;rztlichen Ausbildung.</Pgraph>
      <SubHeadline>Grunds&#228;tzliches</SubHeadline>
      <Pgraph>Im Vorwort des Buches weist der Autor darauf hin, dass man es nicht nur &#34;normal&#34; von vorne nach hinten durchlesen &#47; durcharbeiten kann, sondern auch nach Interesse bei einem der sechs Kapitel einsteigen kann &#8211; was best&#228;tigt werden kann. Die Kapitel&#252;berschriften lauten </Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Problemaufriss: Welche Ausbildung braucht ein Arzt&#63; (21 Seiten)</ListItem>
          <ListItem level="1">Lernen im Medizinstudium: Voraussetzungen und Einfl&#252;sse (50 Seiten)</ListItem>
          <ListItem level="1">Lehre planen: Vom Prozess zum Ergebnis (33 Seiten)</ListItem>
          <ListItem level="1">Unterrichtsmethoden: Welches Mittel zu welchem Zweck&#63; (63 Seiten)</ListItem>
          <ListItem level="1">Pr&#252;fungen: Information und Ergebnikontrolle (44 Seiten)</ListItem>
          <ListItem level="1">Evaluation: Lehre optimieren (20 Seiten).</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Es folgen noch 23 Seiten Literaturverzeichnis und ein Sachverzeichnis.</Pgraph>
      <Pgraph>Jedes Kapitel beginnt mit einer Art Einleitung und endet in einem Fazit, das das Wesentliche merksatz&#228;hnlich wiederholt. Diese K&#228;sten sind grau hinterlegt; zus&#228;tzlich finden sich &#252;ber das Buch verteilt 19 als &#34;Werkzeugk&#228;sten&#34; bezeichnete hervorgehobene Textfelder, die als Mischung aus Kurzzusammenfassung und Checkliste dem Leser &#47; der Leserin als Lern- und Merkhilfe dienen. </Pgraph>
      <SubHeadline>Zum Inhalt</SubHeadline>
      <Pgraph>Das Buch beginnt in Kapitel 1 mit einer Betrachtung des Arztberufes, seiner Wandlung und den Entwicklungen der &#228;rztlichen Ausbildung. Dabei wird auf verschiedene Einfl&#252;sse hingewiesen, wobei keine abschlie&#223;ende Darstellung angestrebt ist. In Kapitel 2 gibt der Autor eine Einf&#252;hrung zur Motivation des Lernens, des Lernprozesses und verschiedener Mechanismen, die auf einen Lernerfolg Einfluss haben. Hier gewinnt man einen Einblick in das Lernen an sich, und kann damit das Verhalten der Lernenden, das Funktionieren oder auch Nicht-Funktionieren einzelner Ans&#228;tze, besser verstehen. Grunds&#228;tzlich k&#246;nnte man aber das Buch auch ohne diese ersten zwei Kapitel gut handhaben.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Kapitel &#34;Lehre planen&#34; spiegelt den &#34;Sinneswandel&#34; in der Lehre, von der reinen Wissensvermittlung hin zur kompetenzorientierten Lehre wider. Hier findet der interessierte Leser die Grundlagen zur Lernzieldefinition. Im darauf folgenden, umfangreichsten Kapitel des Buches, dreht sich alles um didaktische Methoden. Von der klassischen Vorlesung mit Tipps zur Folienzahl und den f&#252;nf Punkten einer jeden Pr&#228;sentation bis hin zu Standardsituationen in Kleingruppen&#47;Seminaren, werden das Problemorientierte Lernen ebenso angerissen wie der klinische Unterricht. Jedoch lassen diese Abhandlungen jeweils nur die Darstellung von Grundprinzipien zu, eine Vertiefung fehlt. </Pgraph>
      <Pgraph>Das Kapitel zu Pr&#252;fungen geht auf die grundlegenden Probleme jeder Pr&#252;fung ein und erkl&#228;rt die essentiellen Begriffe der Objektivit&#228;t, Validit&#228;t und Reliabilit&#228;t. Auch in diesem Kapitel werden alle g&#228;ngigen Formate einer Pr&#252;fung aufgez&#228;hlt. Weder fehlen schriftliche Pr&#252;fungen noch OSCE oder Progress-Testing. Zuletzt geht das Buch auf die nicht zu vernachl&#228;ssigenden Aspekte der Evaluation ein.</Pgraph>
      <SubHeadline>Zusammenfassung</SubHeadline>
      <Pgraph>G. Fabry hat mit seinem Handbuch f&#252;r die Praxis das - meines Wissens - erste deutschsprachige Werk zum Thema Medizindidaktik auf den Markt gebracht. Es gibt einen guten &#220;berblick &#252;ber die wesentlichen Aspekte des Themas, gleichwohl es zu den verschiedenen Unterthemen wie z. B. zum Thema der Multiple Choice Tests &#8211; einer immer noch h&#228;ufig durchgef&#252;hrten Pr&#252;fungsform - nur an der Oberfl&#228;che bleibt und wesentliche Hinweise zum Verfassen hochwertiger Testfragen nicht erw&#228;hnt. </Pgraph>
      <Pgraph>Insgesamt handelt es sich um ein Buch, das allen empfohlen werden kann, die vor die Aufgabe gestellt sind in der Medizindidaktik &#8211; insbesondere der &#228;rztlichen Ausbildung - aktiv mitzuwirken. Man gewinnt mit diesem Buch nicht nur einen &#220;berblick von der Planung, &#252;ber die Durchf&#252;hrung, hin zur Evaluation von medizinischen Lehrveranstaltungen, sondern man  kann seinen &#34;Werkzeugkasten&#34; der Lehrmethodik f&#252;llen, indem die verschiedenen Formate und ihre Eignung f&#252;r verschieden Zielsetzungen vorgestellt werden. Damit erf&#252;llt das Buch den Anspruch, den es mit seinem Titel und Untertitel erweckt. </Pgraph>
      <Pgraph>Zu jedem Teilaspekt, jeder Methode gibt es aber durchaus weiterf&#252;hrende Literatur. Hier hilft &#8211; bei entsprechendem Interesse an einer Vertiefung - z. T. die umfangreiche Literaturliste, in der sich weiterf&#252;hrende Werke (oftmals in englischer Sprache) wie z. B. David E. Kerns &#34;Curriculum Development for medical education&#34; ebenso finden, wie Hinweise auf Ergebnisse der aktuellen Forschung, z. T. wird man weitere Quellen heranziehen m&#252;ssen. </Pgraph>
      <Pgraph>Trotz dieser Kritik bleibt es ein wichtiges Werk zum Einstieg ins Thema und sollte als st&#228;ndiger kleiner Helfer in der t&#228;glichen Lehrpraxis nicht fehlen.</Pgraph>
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