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<GmsArticle>
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    <Identifier>zma000580</Identifier>
    <ArticleType>Konferenzbericht&#47;conference report</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Projekt &#34;Evidenzbasierte Medizin Frankfurt&#34;</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Weberschock</Lastname>
          <LastnameHeading>Weberschock</LastnameHeading>
          <Firstname>Tobias</Firstname>
          <Initials>T</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, Arbeitsgruppe EBM-Frankfurt, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt, Deutschland, Tel: 069&#47;6301-6812, Fax: 069&#47;6301-83625<Affiliation>J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, Arbeitsgruppe EBM-Frankfurt, Frankfurt, Deutschland</Affiliation><Affiliation>Klinikum der J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Zentrum der Dermatologie und Venerologie, Frankfurt, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>tobias&#64;ebmfrankfurt.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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        <PersonNames>
          <Lastname>Strametz</Lastname>
          <LastnameHeading>Strametz</LastnameHeading>
          <Firstname>Reinhard</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, Arbeitsgruppe EBM-Frankfurt, Frankfurt, Deutschland</Affiliation>
          <Affiliation>Klinikum der J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Klinik f&#252;r An&#228;sthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Frankfurt, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>reinhard&#64;ebmfrankfurt.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Bergold</Lastname>
          <LastnameHeading>Bergold</LastnameHeading>
          <Firstname>Martin Naoki</Firstname>
          <Initials>MN</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, Arbeitsgruppe EBM Frankfurt, Frankfurt, Deutschland</Affiliation>
          <Affiliation>Klinikum der J.W. Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Klinik f&#252;r An&#228;sthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Frankfurt, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>martin&#64;ebmfrankfurt.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20081020</DateReceived>
    <DateRevised>20081020</DateRevised>
    <DateAccepted>20081023</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20081117</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>95</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="&#220;berblick">
      <MainHeadline>&#220;berblick</MainHeadline>
      <Pgraph>Im Juli 2000 wurde die Arbeitsgruppe Evidenzbasierte Medizin Frankfurt von einer Gruppe Studierender an der Goethe-Universit&#228;t gegr&#252;ndet, um die Anwendung der klinisch-wissenschaftlichen Medizin und deren Lehre mit Hilfe der Methoden der Evidenzbasierten Medizin zu verbessern. Aus den mittlerweile 21 freiwilligen zun&#228;chst studentischen Kursen in Evidenzbasierter Medizin sind deutschlandweit die ersten verpflichtenden Seminare in Evidenzbasierter Medizin entstanden. Aufgrund des Einsatzes neuer Lehrmethoden von Beginn an und der kontinuierlichen Verbesserung des Seminars sind sowohl formative als auch summative Evaluationen sehr gut. Die im Rahmen der Lehrforschung erhobenen Evaluationsdaten konnten hochrangig publiziert werden. </Pgraph>
      <Pgraph>Nicht nur das sehr erfolgreiche Format des <Mark2>peer-teaching</Mark2> erf&#228;hrt durch ein bereits fr&#252;h implementiertes und seit 2 Jahren durch die DQS zertifiziertes Qualit&#228;tsmanagementsystem der Arbeitsgruppe Kontinuit&#228;t und einen hohen, sich stetig verbessernden Qualit&#228;tsstandard. Damit ist die Arbeitsgruppe auch eine der ersten Lehreinrichtungen, die sich deutschlandweit zertifizieren konnten. </Pgraph>
      <Pgraph>Auch die zur Nachhaltigkeit und Verbreitung der bereits im vierten Jahr durchgef&#252;hrten bundesweit organisierten Train-The-Teacher-Kurse in Evidenzbasierter Medizin weisen durch die gesammelte Lehrerfahrung und die gute Organisation einen hohen Qualit&#228;tsstandard auf, der sich auch in den sehr guten Evaluationen widerspiegelt. Unterst&#252;tzung erf&#228;hrt diese Kursreihe durch die Gesellschaft f&#252;r medizinische Ausbildung e.V. (GMA) (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.gesellschaft-medizinische-ausbildung.org">http:&#47;&#47;www.gesellschaft-medizinische-ausbildung.org</Hyperlink>), die Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.awmf-online.de&#47;">http:&#47;&#47;www.awmf-online.de&#47;</Hyperlink>) und das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (DNEbM) (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ebm-netzwerk.de">http:&#47;&#47;www.ebm-netzwerk.de</Hyperlink>). Im DNEbM konnte dar&#252;ber hinaus bereits 2002 der Fachbereich &#8222;EbM im Studium&#8220; durch die Arbeitsgruppe gegr&#252;ndet werden und wird seitdem aus Frankfurt geleitet.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Projektbeschreibung">
      <MainHeadline>Projektbeschreibung</MainHeadline>
      <SubHeadline>Entstehung und Entwicklung der Arbeitsgruppe</SubHeadline>
      <Pgraph>1999 nahmen die ersten Studierenden aus Frankfurt an EbM-Kursen, damals in Ulm, teil. Nachdem im Sommer 2000 explizit nur f&#252;r Studierende der erste Kurs in Evidenzbasierter Medizin an der Goethe-Universit&#228;t stattfand, formierte sich aus studentischer Initiative die Arbeitsgruppe Evidenzbasierte Medizin in einer Kaffeek&#252;che eines biomedizinischen Labors. Der erste gro&#223;e Traum war die regelhafte Implementierung der Evidenzbasierten Medizin in das Studium der Medizin. </Pgraph>
      <Pgraph>Zun&#228;chst standen aber weitere freiwillige Kurse in Evidenzbasierter Medizin  und deren Verbesserung im Mittelpunkt der Arbeit, sowie die eigene Ausbildung in den zugrundeliegenden Konzepten. Nach Vorstellung der Frankfurter Gruppe auf den Kongressen des DNEbM 2001 wurde auf Vorschlag und unter F&#252;hrung der Arbeitsgruppe 2002 der Fachbereich &#8222;EbM im Studium&#8220; im DNEbM gegr&#252;ndet und auch bis heute erfolgreich geleitet. </Pgraph>
      <Pgraph>Durch die Novelle der Approbationsordnung 2002 war es m&#246;glich geworden, das deutschlandweit erste scheinpflichtige Seminar Evidenzbasierte Medizin am Fachbereich Medizin der Goethe-Universit&#228;t in die Studienordnung zu integrieren. Zur Qualit&#228;tssicherung wurde in der Vorbereitung darauf im selben Jahr ein internes Qualit&#228;tsmanagementsystem aufgebaut. Zum Zeitpunkt des ersten Seminars im Wintersemester 2003&#47;4 waren alle aktiven Mitglieder der Arbeitsgruppe noch Studierende, bis auf den Arbeitsgruppenleiter als Arzt im Praktikum. Die Implementierung des Seminars wurde mit den Methoden der Lehrforschung &#252;ber ein Semester untersucht und konnte 2005 in <Mark2>Medical Education</Mark2> publiziert werden <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>2005 wurde auch erstmals erfolgreich der <Mark2>Train-The-Teacher</Mark2> Kurs in Evidenzbasierter Medizin durchgef&#252;hrt. Dieser generiert mit Unterst&#252;tzung der GMA gezielt Multiplikatoren f&#252;r die medizinische Ausbildung in Evidenzbasierter Medizin <TextLink reference="2"></TextLink>. Die Teilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und den deutschsprachigen Nachbarl&#228;ndern, der Kurs ist sehr gut besucht und wird sehr gut bewertet <TextLink reference="3"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>In den letzten 2 Jahren wurde das curriculare Seminar weiter verbessert, neue noch praxisn&#228;here Formen der Wissensvermittlung entwickelt und die neuen Medien gezielt eingesetzt um Abl&#228;ufe zu verbessern <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>. Die Evidenzbasierte Medizin ist dabei ein f&#228;cher&#252;bergreifendes Konzept. Dies wird auch durch die &#228;rztlichen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe deutlich, welche sich in unterschiedlichsten medizinischen Fachrichtungen spezialisieren. </Pgraph>
      <Pgraph>Heute ist die Arbeitsgruppe gut verankert als Teil des Instituts f&#252;r Allgemeinmedizin unter Prof. Gerlach an der Goethe-Universit&#228;t und aktiv im DNEbM. Sie verbreitet auch mit Hilfe der GMA die Lehre der Evidenzbasierten Medin am Fachbereich und im deutschsprachigen Raum weiter. </Pgraph>
      <SubHeadline>Seminar Evidenzbasierte Medizin</SubHeadline>
      <Pgraph>Das Seminar EbM an der Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main wurde 2003 als eigenst&#228;ndiger Teil neben dem Kurs der Biometrie in den Querschnittsbereich I &#8222;Epidemiologie, medizinische Biometrie und Informatik&#8220; integriert. Der Unterricht findet sowohl in Kleingruppen mit 6 Studierenden pro Betreuer (Kursleiter und Kleingruppentutoren) als auch in einem interaktiven Frontalstil mit bis zu 24 Studierenden statt. Das Seminar besteht aus vier verpflichtenden Unterrichtseinheiten, welche an vier verschiedenen Tagen stattfinden: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">1.Tag: medizinische Internetrecherche</ListItem>
          <ListItem level="1">2.Tag: L&#246;sen diagnostischer Probleme </ListItem>
          <ListItem level="1">3.Tag: L&#246;sen therapeutischer Probleme</ListItem>
          <ListItem level="1">4.Tag: Evaluation &#47; Journal Club &#47; Einf&#252;hrung in systematische &#220;bersichtsarbeiten und Leitlinien.  </ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Jede der vier oben genannten Unterrichtseinheiten beinhaltet mehrere Lernziele, die dem &#8222;Curriculum EbM&#8220; und dem &#8222;Curriculum EbM im Studium&#8220; vom DNEbM angeglichen wurden. </Pgraph>
      <Pgraph>Kriterien f&#252;r eine erfolgreiche Teilnahme sind die aktive Mitarbeit und die Erstellung einer Seminararbeit anhand eines personalisierten Fallbeispiels. Am letzten Seminartag muss zus&#228;tzlich die Seminararbeit im Rahmen eines <Mark2>Journal Clubs</Mark2> in Kleingruppen pr&#228;sentiert und diskutiert werden. F&#252;r den Erhalt des benoteten Leistungsnachweises im Sinne der &#196;AppO werden Klausurfragen zum Seminar im Rahmen der Semesterabschlussklausur gestellt und flie&#223;en - zusammen mit den Noten in den Bereichen Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik - in die Note des Querschnittsbereiches I ein.</Pgraph>
      <Pgraph>Im Seminar EbM wird das integrierte Fallbeispiel verwendet, mit Hilfe dessen eine virtuelle klinische Arzt-Patient-Situation simuliert wird. Es besteht aus einem in sich geschlossenen klinischen Szenario mit dem Leitthema bekannter Krankheitsbilder bzw. Symptomkomplexe (aktuell &#8222;Brustschmerz&#8220;, vorher Diabetes Mellitus Typ II, Hypertonie) unterst&#252;tzt durch aufeinander abgestimmte diagnostische und therapeutische Resultate (Laborwerte, EKG-Ableitungen, R&#246;ntgenbilder) und flankiert von auf das Leitthema abgestimmten Seminararbeiten. Im Folgenden dargestellten detaillierten Seminarablauf zieht sich die Krankengeschichte eines einzelnen Patienten wie ein roter Faden durch die Module Internetrecherche, Diagnose, Therapie, systematische &#220;bersichtsarbeiten und Leitlinien und bezieht mehrere klinische Differentialdiagnosen ein. Sowohl das Leitthema als auch die verwendeten Lehrmaterialien (Beispielstudien etc.) werden in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden dem aktuellen Wissensstand angepasst.</Pgraph>
      <Pgraph>Am ersten Seminartag wird nach Kl&#228;rung organisatorischer Fragen und Erl&#228;uterung der Zielsetzung sowohl auf die medizinischen Handlungsmethodik als auch auf die Grundprinzipien der EbM eingegangen, einschlie&#223;lich der Kl&#228;rung der Begriffe <Mark2>Attitude, Knowledge</Mark2> und <Mark2>Skills</Mark2>. Anhand von mehreren &#220;bungsfallbeispielen wird die Formulierung einer pr&#228;zisen, recherchierbaren Fragestellung erarbeitet. Im Anschluss findet eine ausf&#252;hrliche Einf&#252;hrung in die medizinische Internetrecherche statt. Die Vorf&#252;hrung beinhaltet eine interaktive <Mark2>PubMed</Mark2>-Recherche mit anschlie&#223;ender Volltextsuche in der <Mark2>Online</Mark2>-Bibliothek der Universit&#228;t Frankfurt&#47;Main. Dabei werden sowohl die wichtigsten Suchmethoden (<Mark2>Boole&#180;sche Operatoren, Tags, Limits, MeSH, Clinical Queries</Mark2>) als auch die Benutzung der <Mark2>Cochrane Library</Mark2> behandelt. Die Studierenden haben die M&#246;glichkeit, die Internetsuche an ihrem Arbeitsplatz auf dem Bildschirm in Echtzeit mitzuverfolgen und unter Anleitung von Tutoren erste Recherchen selbst durchzuf&#252;hren. Anschlie&#223;end bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen mehrere Internetrecherchen anhand von konstruierten klinischen Szenarien. F&#252;r eventuelle Schwierigkeiten, die sich w&#228;hrend der Suche nach der externen Evidenz ergeben, stehen den Studierenden w&#228;hrend des gesamten Seminars Tutoren zur Verf&#252;gung.</Pgraph>
      <Pgraph>Am zweiten Seminartag wird nach einer kurzen Einf&#252;hrung unter besonderer Ber&#252;cksichtigung des Evidenzlevels die Struktur von Diagnose-Studien er&#246;rtert. Nach der Besprechung von Validit&#228;tskriterien f&#252;r die Bewertung von Diagnosestudien werden statistische Kenngr&#246;&#223;en f&#252;r die Relevanz wie Spezifit&#228;t, Sensitivit&#228;t, <Mark2>Likelihood Ratio</Mark2> (u.a.) und &#220;bertragbarkeit der Ergebnisse auf den Patienten anhand eines klinischen Szenarios im interaktiven Frontalstil gemeinsam erarbeitet. Anschlie&#223;end haben die Seminarteilnehmer die Aufgabe, anhand eines diagnostischen Fallbeispiels eine diagnostische Studie in Kleingruppen auf Validit&#228;t und Relevanz zu &#252;berpr&#252;fen und auf das klinische Szenario anzuwenden.</Pgraph>
      <Pgraph>Der dritte Seminartag steht im Zeichen therapeutischer Probleme. Den Studierenden wird die Struktur einer guten Therapie-Studie im Sinne des <Mark2>CONSORT-Statements</Mark2> und die verschiedenen Studientypen (Evienzlevel) vermittelt. Im Anschluss wird am Beispiel interaktiv eine kritische Evaluation erarbeitet. Die Bewertungskriterien, einschlie&#223;lich der Validit&#228;tskriterien (Randomisation, Verblindung, <Mark2>Follow-up, Intention-to treat und Biases</Mark2>), der statistischen Kenngr&#246;&#223;en f&#252;r die Relevanz (<Mark2>Control Event Rate, Experimental Event Rate, Absolute Risk Reduction, Relative Risk Reduction, Numbers needed to treat</Mark2>) und der &#220;bertragbarkeit auf das konkrete Patientenbeispiel werden hierzu mit den Studierenden entwickelt. Die Bedeutungen der Begriffe werden in Kleingruppenarbeit diskutiert und erarbeitet. Die Studierenden m&#252;ssen anschlie&#223;end &#8211;&#228;hnlich wie am vorangegangenen Seminartag- anhand eines therapeutischen Fallbeispiels eine Interventionsstudie in Kleingruppen analysieren. Kursleiter und Kleingruppentutoren greifen moderierend in die Kleingruppenarbeit ein und stehen bei eventuellen Schwierigkeiten zur Verf&#252;gung.</Pgraph>
      <Pgraph>Am Ende des Seminartages wird vom Kursleiter das Vorgehen zur Bearbeitung der Seminararbeit erl&#228;utert, welches zum letzten Seminartag erstellet werden muss. Diese enth&#228;lt ein individuelles, personalisiertes Fallbeispiel, anhand dessen die Studierenden die erlernten F&#228;higkeiten anwenden m&#252;ssen: Formulierung einer pr&#228;zisen Frage, Durchf&#252;hrung der Internetrecherche, Bewertung der gefundenen externen Evidenz, &#220;berpr&#252;fung der &#220;bertragbarkeit auf das klinische Szenario. Durch die st&#228;ndige Aktualisierung der Fallbeispiele verf&#252;gt die Arbeitsgruppe mittlerweile &#252;ber 108 dieser klinischen Szenarien inklusive zugeh&#246;riger L&#246;sungsstrategien.</Pgraph>
      <Pgraph>Am letzten Seminartag stellen die Studierenden ihr individuelles Fallbeispiel mit der daraus resultierenden Fragestellung im Rahmen eines <Mark2>Journal Clubs</Mark2> vor. Dabei soll auf die wichtigsten G&#252;ltigkeitskriterien und Relevanzkriterien eingegangen werden. Es folgt ein Res&#252;mee, in dem mit Hilfe der Studienergebnisse ein Behandlungsvorschlag erarbeitet werden soll, der auf den Patienten zugeschnitten ist. Eventuelle Fragen zu dem jeweiligen Fallbeispiel werden in der Kleingruppe diskutiert. Im <Mark2>Journal Club</Mark2> kommt es besonders auf die Interpretationsf&#228;higkeit des Studierenden an. Es geht nicht um die reine Wiedergabe von Inhalten, sondern den Transfer des erworbenen Wissens in eine konkrete, realistische klinische Situation. Die Studierenden erhalten am Ende ihrer Pr&#228;sentationen eine kurze R&#252;ckmeldung des jeweiligen Tutors der Kleingruppe. Nach einer Einf&#252;hrung in die Themen &#8222;systematische &#220;bersichtsarbeiten&#8220; und &#8222;Leitlinien&#8220; werden die EbM und die Rolle von EbM in der medizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildung zusammenfassend dargestellt. Dabei werden die 5 Schritte der EbM ausf&#252;hrlich rekapituliert. </Pgraph>
      <Pgraph>Das Seminar Evidenzbasierte Medizin in Frankfurt ist das erste verpflichtende Seminar seiner Art im deutschsprachigen Raum. Dementsprechend wurde das Seminar durch Lehrforschung begleitet. Vor dem Seminar konnten einem Test mit offenen Fragen und Fragen mit Mehrfachauswahl zur Evidenzbasierten Medizin und kritischen Studienbeurteilung nur im Schnitt 2,4 von 20 Fragen richtig beantwortet werden, nach dem Seminar im Schnitt 9,85(p&#62;0,001) <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Gleichzeitig wurde eigenst&#228;ndig durchgef&#252;hrten fallbasierten medizinischen Problemstellungen mit kritischen Studienbewertungen im Sinne von bewerteten Seminararbeiten die Handlungskompetenz der Studierenden &#252;berpr&#252;ft. Hier konnten die Studierenden die eigenst&#228;ndige Handlungskompetenz zeigen, indem im Mittel 49,5 von 55 Punkten erreicht wurden <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Seminar wurde und wird gut angenommen. Die subjektiven Evaluationen zeigten bei einer Bewertung in Form von Schulnoten (1-6) eine gute Akzeptanz mit einem Median von 2, Mittelwert 2,37. Die Evaluationen konnten seit Implementierung des Seminars deutlich verbessert werden und in den Folgejahren stets auf einem auch vergleichsweise sehr hohen Niveau gehalten und in einzelnen Unterpunkten sogar signifikant verbessert werden (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). </Pgraph>
      <Pgraph>Ausschlaggebend daf&#252;r ist auch unsere kontinuierliche Verbesserungsarbeit mit der Einf&#252;hrung des integrierten Fallbeispiels und der internetbasierten Seminararbeit. </Pgraph>
      <Pgraph>Das integrierte Fallbeispiel setzt alle Teilmodule der Evidenzbasierten Medizin, wie sie im Frankfurter Seminar gelehrt werden, in den Kontext einer gro&#223;en Erkrankungsgruppe und eines konkreten Patienten, an dessen Beispiel sowohl die diagnostischen, die therapeutischen als auch die patientenintegrativen Anteile gemeinsam erarbeitet werden. Die aktive Einbindung der Studierenden stieg subjektiv von 90&#37; auf 94&#37; und die Bedeutung f&#252;r die Klinik von 84&#37; auf 88&#37; <TextLink reference="4"></TextLink>. </Pgraph>
      <Pgraph>Auch die internetbasierte Seminararbeit wurde im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses implementiert, da in den Evaluationen und Mitarbeitergespr&#228;chen die Dauer der formalen Bearbeitung und Korrektur der fr&#252;her papierbasierten Seminararbeiten, als verbesserungsw&#252;rdig dargestellt wurde. Deshalb wurde eine webbasierte Seminararbeitsplattform entwickelt, welche die gesamte Abwicklung der Seminararbeiten inklusive der weitestm&#246;glichen automatisierten Korrektur erm&#246;glicht. Die Online-Seminararbeit ergab bei gleichem Inhalt eine deutlich k&#252;rzere Bearbeitungszeit. Durch die computergest&#252;tzte Auswertung am PC mit statt vorher 7,4 Minuten pro Arbeit jetzt mit 3,4 Minuten nur noch weniger als die H&#228;lfte. Die Bearbeitungszeit unter den Studierenden ver&#228;nderte sich insgesamt nicht signifikant. Jedoch wurde durch die Bearbeitung am PC die Anzahl der Studierenden, welche l&#228;nger als 2 Stunden f&#252;r die fallbasierte Seminararbeit ben&#246;tigen von 53&#37; auf 27&#37; gesenkt <TextLink reference="5"></TextLink>. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Weitere Ausbildung in Evidenzbasierter Medizin">
      <MainHeadline>Weitere Ausbildung in Evidenzbasierter Medizin</MainHeadline>
      <SubHeadline>Am Fachbereich</SubHeadline>
      <Pgraph>Engagierte Studierende werden aktiv gef&#246;rdert. Bereits im Seminar werden besonders gute und interessierte Studierende angesprochen, ob Interesse an weiterer Ausbildung besteht. Dazu stehen unsere<Mark2> Train-The-Teacher-Kurse</Mark2> diesen Studierenden kostenlos zur Weiterbildung offen. Auch Studierenden, welche selbst&#228;ndig auf uns zukommen, wird nach einem Gespr&#228;ch zur Kl&#228;rung der Motivation die Teilnahme an diesen Kursen kostenlos erm&#246;glicht. In beiden F&#228;llen wird das Seminar als vollst&#228;ndiger Basiskurs im System der Frankfurter Ausbildungsreihe angerechnet. Die Vorqualifikation zur Teilnahme am <Mark2>Train-The-Teacher-Kurs</Mark2> ist also dann schon erbracht. Mit den <Mark2>Train-The-Teacher-Kursen</Mark2> ist die Grundlage geschaffen um im Sinne des <Mark2>peer-teaching</Mark2> unter einem erfahrenen Kursleiter im curricularen Seminar Kleingruppen moderieren zu d&#252;rfen.</Pgraph>
      <Pgraph>Seit 2006 wird f&#252;r engagierte Studierende im klinischen Teil des Studiums das Wahlfach Evidenzbasierte Medizin angeboten. Nach Ausbildung der teilnehmenden Studierenden in weiterf&#252;hrenden Kursen in Evidenzbasierter Medizin werden aktuelle medizinische Problematiken mit den Studierenden systematisch aufgearbeitet oder neue Teilaspekte der Evidenzbasierten Medizin in Form von Lehrmodulen aufgearbeitet oder evaluiert. Bei entsprechendem Engagement k&#246;nnen hieraus auch Projekte entstehen, die bis zu einer Posterpr&#228;sentation oder gar Publikation reichen. In regelm&#228;&#223;igen Treffen werden Schulungen durchgef&#252;hrt, die Projektarbeiten besprochen und weiterentwickelt. </Pgraph>
      <Pgraph>In einem weiteren Schritt werden regelm&#228;&#223;ig alle 6 Wochen Fortbildungsveranstaltungen zu Themen der Evidenzbasierten Medizin durchgef&#252;hrt, an welchen alle aktiven und weitergebildeten Studierenden und &#228;rztlichen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe gleichberechtigt teilnehmen k&#246;nnen. Die Vorbereitung und Pr&#228;sentation der Themen wird von der Arbeitsgruppenleitung koordiniert und auf die Bed&#252;rfnisse der Mitglieder abgestimmt.</Pgraph>
      <Pgraph>Nach den Anf&#228;ngen der EbM am hiesigen Fachbereich in Form von freiwilligen Kursen f&#252;r Studierende, werden nun durch verschiedene Kooperationen die Inhalte der Evidenzbasierten Medizin auch zunehmend in klinische Bereiche verankert. So werden durch den Einfluss der Arbeitsgruppenmitglieder derzeit im Zentrum der Dermatologie und Venerologie, der Klinik f&#252;r An&#228;sthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, dem Zentrum f&#252;r Gyn&#228;kologie und Geburtshilfe und der Fakult&#228;t f&#252;r Zahnmedizin Lehrinhalte evidenzbasiert vermittelt. Dar&#252;ber hinaus wurden Mitglieder anderer Zentren am hiesigen Universit&#228;tsklinikum, so beispielsweise des Zentrums der Inneren Medizin und der P&#228;diatrie in Evidenzbasierter Medizin fortgebildet. Weitere Projekte, insbesondere zur Betreuung der Studierenden nach Abschluss Ihrer Ausbildung sind derzeit in Planung.</Pgraph>
      <Pgraph>Diese Kooperationen wirken nicht nur extern, sondern werden auch intern f&#252;r unser curriculares Seminar genutzt. So konnten wir f&#252;r unseren Modulteil Leitlinien mit Prof. von Minckwitz aus dem Zentrum der Gyn&#228;kologie und Geburtshilfe des hiesigen Klinikums einen aktiven Leitlinienautor einer S3-Leitlinie als Gastdozenten gewinnen. Dies unterstreicht wiederum bei den Studierenden den Praxisbezug der Evidenzbasierten Medizin.</Pgraph>
      <SubHeadline>&#220;berregional</SubHeadline>
      <Pgraph>Bereits 2003 wurde in deutschlandweiter Zusammenarbeit mit den aktiven Dozenten im Bereich der Lehre der Evidenzbasierten Medizin das Curriculum &#8222;Evidenzbasierte Medizin im Studium&#8220; entwickelt. Dieses ma&#223;geblich von Frankfurt aus koordinierte Projekt fasste die bis dahin bestehenden Initiativen zusammen und gab Lernziele und didaktische Umsetzungsm&#246;glichkeiten vor.</Pgraph>
      <Pgraph>In der weiteren Entwicklung der Lehre der Evidenzbasierten Medizin im deutschsprachigen Raum konnte 2005 die Frankfurter Fortbildungsreihe Evidenzbasierte Medizin mit dem <Mark2>Train-The-Teacher</Mark2> erstmalig durchgef&#252;hrt werden. Diese Kurse sind explizit zur grundlegenden, dann aufbauenden und didaktischen Ausbildung von Angeh&#246;rigen der Gesundheitsberufe gedacht, welche als Multiplikatoren vor allem Studierende in EbM ausbilden wollen. Die sehr guten Evaluationsergebnisse, 2005 noch als Wochenkurs, lagen mit im Mittel 8,2 von 10 m&#246;glichen Punkten in der globalen Bewertung. 2006 wurde der Kurs in  Aufbaukurs und Didaktikkurs getrennt. Die Teile wurden im Mittel mit 8,27 respektive 9 von 10 m&#246;glichen Punkten bewertet <TextLink reference="3"></TextLink>. Im Jahre 2007 erhielten der Aufbaukurs im Mittel 8,64 und der Didaktikkurs 8,06 von 10 m&#246;glichen Punkten. Das gro&#223;e Spektrum der Teilnehmer und die Teilnehmerzahlen sprechen f&#252;r die kontinuierliche Fortf&#252;hrung des Programms, so dass auch dieses Jahr die Frankfurter Fortbildungsreihe &#8222;Train-The-Teacher EbM&#8220; im Herbst in Frankfurt stattfinden wird <TextLink reference="2"></TextLink>. Die spontanen R&#252;ckmeldungen &#252;ber gelungene Implementierungen von Evidenzbasierter Medizin motivieren dabei immer noch weiter. Nach einer Erhebung des DNEbM von 2007 ist die Evidenzbasierte Medizin mittlerweile an 10 Universit&#228;ten in Deutschland verpflichtender Teil der medizinischen Curricula <TextLink reference="6"></TextLink>.</Pgraph>
      <SubHeadline>Zertifiziertes Qualit&#228;tsmanagementsystem</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Arbeitsgruppe beschloss im Jahr 2002, ausschlie&#223;lich intrinsisch motiviert, einstimmig, zum strukturierten und effizienten Aufbau Ihrer Leistungen ein Qualit&#228;tsmanagementsystem einzuf&#252;hren. Als Grundlage diente das weltweit anerkannte Regelwerk der DIN EN ISO 9001:2000.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Erstellung der Lehrmaterialien erfolgt seit dieser Zeit prozessorientiert und ber&#252;cksichtigt die Evaluationen von mittlerweile mehr als 2000 Studierenden und Pflichtteilnehmern. Alle Prozesse wurden systematisch geplant, alle Dokumente gelenkt und die Arbeit zu allen Schnittstellen, internen und externen Kunden optimiert.</Pgraph>
      <Pgraph>Besonderes Augenmerk legen wir dabei intern auf die effiziente und gewissenhafte Aus- und Fortbildung unserer Dozenten und Tutoren sowie extern auf die transparente Darstellung des Seminarablaufs und der Bewertungskriterien und dar&#252;ber hinaus eine durchgehende pers&#246;nliche Betreuung  der Studierenden (teilweise auch an Wochenenden). F&#252;r den Seminarablauf wurde ebenfalls ein Ereignismanagement implementiert, das allen Studierenden und Mitarbeitern im Sinne eines Beschwerdemanagements und eines innerbetrieblichen Melde- und Vorschlagswesens zur Verf&#252;gung steht.</Pgraph>
      <Pgraph>Die sich rasch verbessernden Evaluationen der Studierenden waren Motivation und Anlass, die etablierten Lehr- und Lernmethoden kontinuierlich den Bed&#252;rfnissen der Studierenden anzupassen. Dies geschieht in einem systematischen, dem PDCA-Zyklus nach Deming folgenden, kontinuierlichen Verbesserungsprozess.</Pgraph>
      <Pgraph>Durch diesen kontinuierlichen Verbesserungsprozess konnten wir unsere Effizienz steigern und gleichzeitig unsere Evaluationsnoten verbessern. Beispiele hierf&#252;r sind die Einf&#252;hrung der papierlosen Online-Seminararbeit, die wiederholte &#220;berarbeitung unseres Arbeitsskriptes, die j&#228;hrliche Aktualisierung unserer Fallbeispiele und Beispielstudien und die Erarbeitung eines Integrierten Fallbeispiels.</Pgraph>
      <Pgraph>Die strategische Planung unserer Leistung erfolgt durch klar definierte, messbare Ziele, die seit 2008 als Balanced Score Card gef&#252;hrt werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Als folgerichtige Konsequenz unseres gelebten Qualit&#228;tsmanagements wurde die Arbeitsgruppe mit allen Teilbereichen 2007 durch die DQS ohne Haupt- oder Nebenabweichung nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert, das j&#228;hrliche Re-Audit wurde am 17.03.2008 mit Bravour bestanden.</Pgraph>
      <Pgraph>Damit ist die Arbeitsgruppe EbM am Uniklinikum Frankfurt und im Bereich der Evidenzbasierten Medizin bundesweit eine der ersten wenn nicht die erste Einrichtung der reinen akademischen Lehre, die dieses Zertifikat erhalten hat.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Stellungnahme zu den Bewertungskriterien">
      <MainHeadline>Stellungnahme zu den Bewertungskriterien</MainHeadline>
      <SubHeadline>Qualit&#228;t der Lehre</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Evidenzbasierte Medizin soll vom Grundsatz her den Anwender sowohl bei dem Prozess der medizinischen Entscheidungsfindung, als auch bei der Erlangung der selbst&#228;ndigen Fortbildungsf&#228;higkeit unterst&#252;tzen. Neben standardisierten Lernzielkatalogen, welche die konstante Vermittlung von gleichen Inhalten und somit von gleichem Wissen in allen Seminaren garantieren, wird der Schwerpunkt der Lehre auf die selbst&#228;ndige Erarbeitung und praktische Umsetzung der theoretisch erlernten Handlungskompetenzen gelegt.</Pgraph>
      <Pgraph>Unterst&#252;tzt wird dies durch Kleingruppenarbeit, interaktiv-frontale Elemente und innovative Kursmaterialien. So stehen den Studierenden ein seminarbegleitendes interaktives Skript sowie laminierte Lernkarten im Kitteltaschenformat mit Stichpunkten und Formeln zur Verf&#252;gung. Jeder Studierende hat die M&#246;glichkeit, durch einen individuellen Internetzugang Internetrecherchen im Seminar durchzuf&#252;hren und wird &#252;ber die Zeit des Seminars hinaus bef&#228;higt, auf das umfangreiche Angebot der vom Fachbereich abonnierten Zeitschriften online zuzugreifen. Weiterhin sind die Benotungskriterien des Seminars f&#252;r jeden Seminarteilnehmer auf der Homepage einsehbar und sorgen f&#252;r einen transparenten Bewertungsvorgang. </Pgraph>
      <Pgraph>Ein weiterer Eckpfeiler der Lehre ist die Sicherstellung der Lehrkompetenz, welche in der Arbeitsgruppe im Sinne von Mindestanforderungen geregelt ist. So ist jeder im Seminarbetrieb t&#228;tige Tutor&#47;Seminarleiter durch EbM-Aufbaukurse, Train-the-Trainer-Kurse und weitere Didaktikkurse ad&#228;quat ausgebildet. Die Qualit&#228;t der Lehre im Seminar unterliegt einem kontinuierlichen Verbesserungs- und &#220;berwachungsprozess. Die stetige selbstst&#228;ndige Verbesserung im Sinne eines lebenslangen Lernprozesses als Arzt&#47;&#196;rztin wird nicht nur methodisch vermittelt, sondern von der Arbeitsgruppe gelebt.</Pgraph>
      <SubHeadline>Nachhaltigkeit und Innovation</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Arbeitsgruppe wurde aus dem Wunsch und Willen heraus gegr&#252;ndet, die medizinische Ausbildung am hiesigen Fachbereich zu verbessern. Die Bem&#252;hungen der Arbeitsgruppe sind somit ein einziger Innovationsprozess, der trotz des beachtlichen Teilerfolges, der Implementierung des curricularen Seminars EbM, noch lange nicht abgeschlossen ist. </Pgraph>
      <Pgraph>Eine nachhaltige Ver&#228;nderung der medizinischen Ausbildung in Frankfurt und in Deutschland ist nur dann m&#246;glich, wenn die Prinzipien der Evidenzbasierten Medizin breitgef&#228;chert und fl&#228;chendeckend gelehrt, angewandt und unterst&#252;tzt werden. Dies kann nur vor Ort an den medizinischen Fakult&#228;ten mit den etablierten Lehrkr&#228;ften geschehen. Nur durch eine flexible Anpassung des Lehrstoffs an die &#246;rtlichen Gegebenheiten, die Motivation der Studierenden und durch die effiziente Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten kann ein dauerhafter Lernerfolg erreicht werden.  </Pgraph>
      <Pgraph>Auf diesen Grunds&#228;tzen und Strategien beruhen sowohl unsere fachbereichsinterne Lehre, die bereits geschlossenen und sich st&#228;ndig erweiternden Kooperationen, als auch unsere externen Projekte.</Pgraph>
    </TextBlock>
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              <Mark1>Abbildung 1: Notendurchschnitt pro Semester (1&#61;sehr gut, 6&#61;ungen&#252;gend, WS&#61;Wintersemester, SS&#61;Sommersemester)</Mark1>
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