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    <Identifier>zma000572</Identifier>
    <ArticleType>Buchbesprechung&#47;book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Dirk Preu&#223;: ...et in pulverem reverteris&#63; Vom ethisch verantwortetem Umgang mit menschlichen &#220;berresten in Sammlungen sowie musealen und sakralen R&#228;umen</Title>
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          <Lastname>Anders</Lastname>
          <LastnameHeading>Anders</LastnameHeading>
          <Firstname>Sven</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut f&#252;r Rechtsmedizin, Butenfeld 34, 22529 Hamburg, Deutschland, Tel.: 040&#47;42803-6330, Fax: 040&#47;42803-3934<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut f&#252;r Rechtsmedizin, Hamburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>s.anders&#64;uke.uni-hamburg.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20071121</DateReceived>
    <DateRevised>20080311</DateRevised>
    <DateAccepted>20080311</DateAccepted>
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      <DatePublished>20080815</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
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    <ArticleNo>88</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline>
      <Pgraph>Dirk Preu&#223;</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>... et in pulverem reverteris&#63; Vom ethisch verantwortetem Umgang mit menschlichen &#220;berresten in Sammlungen sowie musealen und sakralen R&#228;umen</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>M&#252;nchen, Herbert Utz Verlag</Pgraph>
      <Pgraph>ISBN: 978-3-8316-0739-6</Pgraph>
      <Pgraph>102 Seiten, &#8364; 24,80</Pgraph>
      <Pgraph>Erscheinungstermin: 2007</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline>
      <Pgraph>Das Thema wurde durch den Autoren offenbar zun&#228;chst im Rahmen einer theologischen Diplomarbeit dargestellt und zur Ver&#246;ffentlichung in Buchform &#252;berarbeitet. Die Herkunft ist dem Text deutlich anzumerken: Aus moralphilosophischer Sicht werden hier Grundlagen und Kriterien f&#252;r den Umgang mit Verstorbenen und Geweben insbesondere in Sammlungen und zu Ausstellungszwecken herausgearbeitet. Auf den ersten Blick mag medizinischen Lesern hier die pragmatische Ebene, die Handlungsleitlinie fehlen. Aber dennoch: Das Buch hat f&#252;r die Medizin gewiss seine Bedeutung und entfaltet nach der Lekt&#252;re auch eine durchaus pragmatische Handlungsebene.</Pgraph>
      <Pgraph>Der Autor stellt zun&#228;chst den rechtlichen Rahmen dar und kl&#228;rt Begriffe aus dem Umfeld der &#8222;menschlichen &#220;berreste&#8220;. Schon hierbei wird klar, dass es deutliche Unterschiede gibt: Zwischen einem anatomischen Feuchtpr&#228;parat, etwa eines menschlichen F&#246;ten, einem Sch&#228;delfragment und einer  Tumor-Gewebebank wird zu unterscheiden sein, auch wenn es sich n&#252;chtern betrachtet in allen F&#228;llen um menschliche &#220;berreste handelt, die f&#252;r Forschungszwecke archiviert werden. Und hierin liegt auch der Grund, warum das Buch keine Patentrezepte liefern kann, wohl aber Hilfe bei der eigenen Einzelfallpr&#252;fung leistet.</Pgraph>
      <Pgraph>So spricht Dirk Preu&#223; den menschlichen &#220;berresten etwa keine Menschenw&#252;rde zu, wohl aber eine relative W&#252;rde. Und er weist darauf hin, dass sich der Umgang prim&#228;r an den Lebenden zu orientieren hat &#8211; den Angeh&#246;rigen, der breiteren &#214;ffentlichkeit und dem Willen des Verstorbenen zu Lebzeiten. Weitere Aspekte, die in dem Buch besprochen werden und die in der Einzelfallpr&#252;fung am Sammlungsobjekt Anwendung finden k&#246;nnen, sind der Erwerbungsmodus der Objekte sowie der kulturelle Hintergrund des jeweiligen Herkunftslandes. </Pgraph>
      <Pgraph>Zusammengefasst handelt es sich um ein wirklich sehr lesenswertes Buch, welches in keiner Bibliothek anatomischer, pathologischer oder rechtsmedizinischer Institute fehlen sollte, die eine eigene Sammlung unterhalten. Aber auch klinisch-wissenschaftlich t&#228;tigen Kollegen ist eine Lekt&#252;re anzuraten, da, wenn auch nur streiflichtartig, auch die Problematik klinischer Gewebesammlungen ber&#252;hrt wird. Schlie&#223;lich handelt es sich um ein empfehlenswertes Buch f&#252;r medizinethisch und medizinhistorisch interessierte Kollegen. So ist dem Text &#252;ber das eigentliche Kernthema hinaus noch so manches zu entnehmen: Etwa, dass es keine historische christliche Beisetzungs- und Bestattungskultur gibt oder das der Wille eines Verstorbenen zur Beisetzung nicht zwanglos unterstellt werden darf, unterliegt dieser doch dem gesetzlichen Bestattungszwang.</Pgraph>
      <Pgraph>Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das in den meisten Passagen trotz des ernsten Themas locker zu lesen ist. Lediglich zum Ende des Textes hin gewinnt der moralphilosophisch-trockene Duktus etwas sehr die Oberhand, was in der Gesamtw&#252;rdigung jedoch verzeihlich ist.</Pgraph>
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