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<GmsArticle>
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    <Identifier>zma000569</Identifier>
    <ArticleType>Leitartikel&#47;editorial</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Welchen Effekt hat die Verwendung von Anglizismen in der Sprache der Medizinischen Ausbildung&#63; Drei Hypothesen.</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Hahn</Lastname>
          <LastnameHeading>Hahn</LastnameHeading>
          <Firstname>Eckhart G.</Firstname>
          <Initials>EG</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
          <AcademicTitleSuffix>MME (Bern)</AcademicTitleSuffix>
        </PersonNames>
        <Address>Schriftleiter der GMS Z Med Ausbild und Vorsitzender der GMA, Friedrich-Alexander-Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg, Universit&#228;tsklinikum Erlangen, Medzinische Klinik 1, Ulmenweg 18, 91054 Erlangen, Deutschland, Tel.: 09131&#47;85-35204, Fax: 09131&#47;85-35-209<Affiliation>Schriftleiter der GMS Z Med Ausbild und Vorsitzender der GMA, Friedrich-Alexander-Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg, Universit&#228;tsklinikum Erlangen, Medzinische Klinik 1, Erlangen, Deutschland</Affiliation><WebPage>http:&#47;&#47;www.gesellschaft-medizinische-ausbildung.org</WebPage></Address>
        <Email>hahn&#64;gesellschaft-medizinische-ausbildung.org</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
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    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20080513</DateReceived>
    <DateRevised>20080513</DateRevised>
    <DateAccepted>20080513</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20080515</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>engl</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>85</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="Denglisch">
      <MainHeadline>Denglisch</MainHeadline>
      <Pgraph>Juristen, Germanisten, Philosophen, Theologen und (mit Einschr&#228;nkung) Politiker sind vermutlich diejenigen, die ihre deutsche Muttersprache am wenigsten mit englischen W&#246;rtern oder Wortgebilden, Akronymen oder Aponymen durchsetzen: sie wollen sich verst&#228;ndlich machen. Andere Berufsgruppen wie Informatiker, Soziologen und Mediziner benutzen Anglizismen und Denglisch (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Denglisch">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Denglisch</Hyperlink>) in gro&#223;em Umfang. &#196;rzte sind es gew&#246;hnt, ihre Fachsprache mit lateinischen, griechischen, franz&#246;sischen und englischen Fremdw&#246;rtern zu durchsetzen und gegen&#252;ber ihren Patienten muttersprachlich zu transponieren. Die medizinische Fachsprache hat wie das muttersprachliche Deutsch eine Jahrhunderte w&#228;hrende Entwicklung durchlaufen und Umgangssprachen wie Latein und Franz&#246;sisch absorbiert. Deutsch war dann die Lingua franca (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Lingua&#95;Franca">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Lingua&#95;Franca</Hyperlink>) der Wissenschaft und speziell auch der Medizin bis zum zweiten Weltkrieg. Seitdem hat diese Rolle die englische Sprache &#252;bernommen, und die Muttersprache Deutsch entwickelt sich unter diesem Einfluss weiter und wird auch diese Phase mit ihrer Kraft und Tiefe &#252;berstehen &#8211; wie jede Weltsprache. Und irgendwann k&#246;nnte Chinesisch die Rolle als Lingua franca &#252;bernehmen. Mandarin steht mit 867.2 Millionen Menschen als Muttersprache, Verkehrssprache und Amtssprache jetzt schon vor dem Englisch (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Weltsprache">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Weltsprache</Hyperlink>). Aktuell muss man den angehenden Medizinern, auch den &#196;rzten, empfehlen, ihre Muttersprache Deutsch zu pflegen, Englisch als globale Wissenschafts- und Verkehrssprache auf einem m&#246;glichst hohen Niveau zu beherrschen und noch eine Sprache in einer basalen globalen Version zu lernen lernen <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Wandlungsprozess">
      <MainHeadline>Wandlungsprozess</MainHeadline>
      <Pgraph>Der Wandlungsprozess der deutschen Sprache wird derzeit durch eine Flut von Anglizismen und Denglisch (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Denglisch">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Denglisch</Hyperlink>) vorangetrieben, und von vielen Muttersprachlern wird dies als Strapaze und Angriff auf ihre kulturelle Ruhe empfunden. Bei der Betrachtung der vielen englischen Fremdw&#246;rter ist es jedoch nicht etwa der Sprachverfall und die Zerst&#246;rung der Muttersprache, die st&#246;rt. Das Ph&#228;nomen der <Mark2>conjuncture</Mark2> <TextLink reference="2"></TextLink> geh&#246;rt zu einer lebenden Sprache, die in einem st&#228;ndigen Wandel ist. Vielmehr ist es die pl&#246;tzliche und unreflektierte &#220;bernahme von nicht v&#246;llig verstandenen W&#246;rtern, Wortverbindungen, Akronymen und Aponymen, die in einer Fachmuttersprache oder in der Umgangsmuttersprache zu unscharfer Verst&#228;ndigung f&#252;hren muss. Dies k&#246;nnte h&#228;ufig durch punktgenaue &#220;bersetzung der Bedeutung bis zur Verbreitung in W&#246;rterb&#252;chern und Lexika und damit Aufnahme in den allgemeinen Wortschatz einer Sprache vermieden werden. Beispiel: eLernen statt eLearning. Allerdings bedeutet dies eine bewusste Anstrengung, zu der nicht alle bereit oder f&#228;hig  sind. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fachsprache: Deutsch oder Englisch?">
      <MainHeadline>Fachsprache: Deutsch oder Englisch?</MainHeadline>
      <Pgraph>Die Auseinandersetzungen dar&#252;ber kann man getrost dem &#246;ffentlichen Disput und den einschl&#228;gigen Organisationen &#252;berlassen (z. B. dem Verein Deutsche Sprache e.V., <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.vds-ev.de">http:&#47;&#47;www.vds-ev.de</Hyperlink>). Mir ist aber aufgefallen, dass viele Muttersprachler die Anglizismen und denglischen Komponenten aus ganz unterschiedlichen Gr&#252;nden in der Fachsprache einsetzen: manche als Fachwort (ohne gute Entsprechung im Deutschen, z.B. Management); manche als Modewort (zur Unterstreichung der eigenen &#220;berlegenheit, z.B. assessment); manche als Fremdwort ohne Verst&#228;ndnis f&#252;r die Bedeutung (aus Bequemlichkeit, auch um &#252;ber die Banalit&#228;t des Mitgeteilten hinwegzut&#228;uschen <TextLink reference="3"></TextLink>, z.B. outcome); und die Eindeutschung mit falscher Konnotation (fehlende Fremdsprachkenntnisse, z.B. Datenkorruption, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Denglisch">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Denglisch</Hyperlink>) <TextLink reference="4"></TextLink>. Es ist plausibel, dass Zweitsprachler hinsichtlich der Komponenten sprachlicher Kompetenz <TextLink reference="5"></TextLink> die lexikalischen (im Wortschatz abrufbaren), semantischen (in der Bedeutung verstandenen), syntaktischen (grammatikalisch verdeutschten), sprachlautlichen und prosodischen (modulierter Betonung im Kontext der Emotionen) nicht beherrschen und deshalb mit der Verkehrssprache und der Wissenschaftssprache in ihrem eigenen Fach den internationalen Wettbewerb nicht bestehen k&#246;nnen: sie wirken unbeholfen im Diskurs mit englischen Muttersprachlern, &#8222;wie Babys&#8220; <TextLink reference="6"></TextLink>. M&#246;glicherweise werden gerade deswegen Anglizismen und Denglisch in die Muttersprache &#252;bernommen, was dieses Defizit aber nicht ausgleicht (siehe Hypothese 1 weiter unten). Mangelnde Englischkenntnis verbunden mit geringer Sprachsorgfalt kann aber auch zu schweren &#228;rztlichen Fehlern f&#252;hren: zwischen Mai 2006 und M&#228;rz 2007 hatten &#196;rzte des St. Hedwig-Krankenhauses in Berlin-Mitte bei 47 Patienten Kniegelenke falsch eingesetzt. Modelle, die zur Befestigung mit Knochenzement gedacht sind, waren mit Prothesen verwechselt worden, f&#252;r die kein Zement notwendig ist. Die &#196;rzte hatten die englische Aufschrift &#8222;Non-Modular Cemented&#8220; (nicht modifizierbare Prothese, die zementiert werden muss) irrt&#252;mlich als &#8222;nicht zementpflichtig&#8220; &#252;bersetzt. Nach Angaben der Klinik sei dieser Fehler auch einem Vertreter der Herstellerfirma nicht aufgefallen, der den ersten Operationen beigewohnt habe. Im M&#228;rz 2007 seien die Prothesen dann mit deutschsprachigen Aufklebern ausgeliefert worden, weitere Fehler sind dann nicht mehr passiert. Bei etwa der H&#228;lfte der Patienten wurde das k&#252;nstliche Kniegelenk ausgetauscht (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.tagesspiegel.de&#47;berlin&#47;;art270,2356094">http:&#47;&#47;www.tagesspiegel.de&#47;berlin&#47;;art270,2356094</Hyperlink>). </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Hypothesen">
      <MainHeadline>Hypothesen</MainHeadline>
      <Pgraph>Diese und andere Beobachtungen haben zu meiner <Mark2>Hypothese 1</Mark2> gef&#252;hrt: die H&#228;ufigkeit der Verwendung von Anglizismen und denglischen Konstruktionen in der Muttersprache steht im umgekehrten Verh&#228;ltnis zur Beherrschung der englischen Sprache. Eine systematische Untersuchung dar&#252;ber und &#252;ber &#228;rztliche oder pflegerische Fehler durch mangelnde Sprachsorgfalt gibt es nicht.</Pgraph>
      <Pgraph>Als Herausgeber der GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung habe ich weitere Beobachtungen gemacht und Hypothesen entwickelt. Halten Sie es f&#252;r m&#246;glich, dass folgender Satz in einem eingereichten Manuskript erscheint: <Mark2>&#8222;eLearning und computer based teaching unterst&#252;tzen die Vorbereitung von OSCEs, gemessen durch ein assessment mit multiple choice und short answer questions</Mark2>&#8220;&#63; Alles klar&#63; Ich stelle mir die Frage: versagt hier die deutsche Sprache oder k&#246;nnte es auch hei&#223;en &#34;<Mark2>eLernen und rechnergest&#252;tzte Lehre unterst&#252;tzen die Vorbereitung auf  OSKE, gemessen durch Pr&#252;fungen mit Wahlfragen und Kurzantwortfragen</Mark2>&#34;. </Pgraph>
      <Pgraph>Auch w&#228;hrend meines Postdiplomstudiengangs zum &#8222;Master of Medical Education&#8220; in Bern  ist mir aufgefallen, wie eine Unzahl englischer Fachbegriffe in die Sprache der Medizinischen Ausbildung bei deutschen Muttersprachlern Eingang fand. Es f&#228;llt offensichtlich Lernenden in der Medizinischen Ausbildung schwer, zwischen Muttersprache Deutsch und Zweitsprache Englisch hin und her zu wechseln (Kodierungswechsel), und es f&#228;llt ihnen leichter, die neuen englischen Fachbegriffe mit der deutschen Muttersprache zu vermischen und daraus Anglizismen zu machen. Einige sind auf den Denkprozess zur &#220;bertragung in die Muttersprache Deutsch eingegangen, so auch ich, und es gab deswegen sehr kontroverse Diskussionen mit humorvollem Unterton. In der Medizinischen Ausbildung (&#8222;Medical Education&#8220;) und in der Medizinischen Weiterbildung (&#8222;Postgraduate Medical Education&#8220;) werden angels&#228;chsische Fachw&#246;rter (z.B. eLearning, Computer Based Learning, Triple Jump Exercise, 360-Degree Feedback, MiniClinical Exercise, Blueprint, Blended Learning, Outcome Research und vieles mehr) mitten in deutsche S&#228;tze gestellt, und h&#228;ufig genug als Akronyme oder Aponyme. Auch in der Ausbildungsforschung wird dies praktiziert. Deshalb meine <Mark2>Hypothese 2</Mark2>: die Verwendung von Anglizismen bei der Formulierung von Forschungsfragen f&#252;hrt zu Ungenauigkeiten und Unsch&#228;rfen, behindert das innovative Planen und Denken in der Ausbildungsforschung und verschlechtert die Validit&#228;t und Reliabilit&#228;t von Ausbildungsforschungsergebnisse an den deutschsprachigen Medizinischen Fakult&#228;ten. <Mark2>Hypothese 3</Mark2>: die aktuelle Verwendung von Anglizismen in der Medizindidaktik verschlechtert das Verst&#228;ndnis f&#252;r Ausbildungsmethoden und f&#252;hrt zu einer verminderten Akzeptanz seitens der Hochschullehrer und des Hochschullehrernachwuchses. Bei entsprechenden Untersuchungen m&#252;sste man nat&#252;rlich auch das Niveau des Englischen als Zweitsprache ber&#252;cksichtigen. Kaum jemand kommt in Deutschland unter den Medizinern &#252;ber das Basale Globale Englisch <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink> hinaus; oft ist es eher Basales Einfaches Englisch (Basic Simple English, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Bad&#95;Simple&#95;English">http:&#47;&#47;www.de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Bad&#95;Simple&#95;English</Hyperlink>), gerade &#252;ber dem Niveau der Lingua franca im Sinne der Pidgin-Sprache (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Lingua&#95;Franca">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Lingua&#95;Franca</Hyperlink>).</Pgraph>
      <Pgraph>Auch f&#252;r diese Hypothesen habe ich keine Untersuchungen gefunden. Ein Grund daf&#252;r ist m&#246;glicherweise, dass sich Mediziner mit qualitativer Forschung schwer tun und die Hilfe von Erziehungswissenschaftlern ben&#246;tigen w&#252;rden. Da aber auch andere Disziplinen (Soziologen, Informatiker, Molekularbiologen, &#214;konomen) &#228;hnliche Entwicklungen zeigen, hatte ich auf Ergebnisse von da her gehofft - Fehlanzeige. Dies ist besonders verwunderlich, weil auch Gruppen au&#223;erhalb des deutschsprachigen Raums mit anderen Muttersprachen und Englisch als Zweitsprache die oben beschriebenen Probleme haben.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Empfehlungen">
      <MainHeadline>Empfehlungen</MainHeadline>
      <Pgraph>Angesichts des Fehlens belastbarer Forschungsergebnisse &#252;ber den Effekt von Anglizismen und Denglisch auf die Medizinische Ausbildung f&#228;llt es schwer, allgemeine Empfehlungen zu geben. Die neuronale Bildgebung, erg&#228;nzt durch direkte Ableitungen aus dem Temporallappen <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink> zeigt, dass monolinguale und bilinguale Personen sich dadurch unterscheiden, dass Muttersprache und Zweitsprache im Hirn verschieden organisiert und verschieden repr&#228;sentiert sind. Auch aus der j&#252;ngsten neurolinguistischen Literatur lassen sich daraus keine belastbaren Empfehlungen entnehmen. Starke Argumente gibt es f&#252;r die Verwendung der Muttersprache als individuelle und nationale Wissenschaftssprache und der Englischen Sprache als internationale Wissenschaftssprache (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.psychosoziale-gesundheit.net&#47;wortschrift&#47;pdf&#47;faust4&#95;deutsch.pdf">http:&#47;&#47;www.psychosoziale-gesundheit.net&#47;wortschrift&#47;pdf&#47;faust4&#95;deutsch.pdf</Hyperlink>) <TextLink reference="10"></TextLink>, <TextLink reference="11"></TextLink>. Diese Argumente lassen sich zwanglos auf die wissenschaftliche medizinische Ausbildung und die medizinische Ausbildungsforschung &#252;bertragen. Insofern ist dem Nachwuchs die nachhaltige Pflege der Muttersprache und das Erlernen der englischen Sprache auf m&#246;glichst hohem Niveau zu empfehlen. Da es im Zeichen der Globalisierung zunehmend Menschen mit zwei Muttersprachen geben wird, sollte deren Leistungs- und Wettbewerbsf&#228;higkeit auch im Bereich der Wissenschaft der medizinischen Ausbildung beobachtet werden. </Pgraph>
      <Pgraph>&#220;berhaupt keine Argumente lassen sich f&#252;r die ungez&#252;gelte Vermischung von Muttersprache und Englisch finden. Der Effekt auf die Qualit&#228;t der medizinischen Ausbildung und der medizinischen Ausbildungsforschung kann in Hypothesen formuliert und &#252;berpr&#252;ft werden (s. o. Hypothesen 1-3), ist aber nicht bekannt. Die Plausibilit&#228;t der Argumente gegen die pl&#246;tzliche &#220;bernahme von Anglizismen wurde oben dargestellt. Diese Zeitschrift wird deshalb die Nutzung beider Sprachen nebeneinander, aber nicht als Denglisch f&#246;rdern, bis entsprechende Untersuchungen die &#220;berlegenheit der einen oder anderen Sprech-&#47;Schreibweise belegen. K&#246;nnte dies auf die Formel hinauslaufen: &#8222;Deutsch denken und Englisch publizieren&#8220; (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.psychosoziale-gesundheit.net&#47;wortschrift&#47;pdf&#47;faust4&#95;deutsch.pdf">http:&#47;&#47;www.psychosoziale-gesundheit.net&#47;wortschrift&#47;pdf&#47;faust4&#95;deutsch.pdf</Hyperlink>)&#63; Das Herausgebergremium der GMS Z Med Ausbild hat bisher gegen eine durchgehend englische Publikationsweise votiert. Die GMA-Mitglieder sind aufgefordert, zu diesem Thema ihre Gedanken, Argumente oder Forschungsergebnisse mitzuteilen. </Pgraph>
      <Pgraph>Der GMA-Ausschuss f&#252;r Methodik in der Ausbildungsforschung mit weiteren GMA-Aussch&#252;ssen k&#246;nnte zu diesem Thema Empfehlungen entwickeln oder Fortbildungsmaterial zur Verf&#252;gung stellen. Damit k&#246;nnte die deutschsprachige medizinische Ausbildung und Ausbildungsforschung im nationalen Niveau gesteigert werden und im globalen Wettbewerb bestehen. Gemessen werden k&#246;nnte dies durch Publikationen aus dem deutschsprachigen Raum und Zitationsraten auf diesem Gebiet.  </Pgraph>
    </TextBlock>
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        <RefJournal>J E LX</RefJournal>
        <RefPage>65-164</RefPage>
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        <RefLink>http:&#47;&#47;www1.ku-eichstaett.de&#47;SLF&#47;EngluVglSW&#47;ELiX&#47;grzega-054.pdf</RefLink>
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