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<GmsArticle>
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    <Identifier>zma000563</Identifier>
    <ArticleType>Nachruf&#47;obituary</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Nachruf Professor Dietrich Habeck, gest. 22.12.2007</Title>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Renschler</Lastname>
          <LastnameHeading>Renschler</LastnameHeading>
          <Firstname>Hans</Firstname>
          <Initials>H</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Schaaffhausenstra&#223;e 9, 53127 Bonn, Deutschland, Tel.: 0228&#47;282666</Address>
        <Email>profrenschler&#64;t-online.de</Email>
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      <Publisher>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20080110</DateReceived>
    <DateRevised>20080201</DateRevised>
    <DateAccepted>20080317</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20080515</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>79</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="Nachruf">
      <MainHeadline>Nachruf</MainHeadline>
      <Pgraph>Am 22. Dezember 2007 ist Professor Dietrich Habeck (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) gestorben. Er hat &#252;ber die Begr&#252;ndung und den Erfolg des Modellversuches in M&#252;nster hinaus die Wissenschaft und die Methodenlehre der &#228;rztlichen Ausbildung in Deutschland mitbegr&#252;ndet und gepr&#228;gt. Er war Mitbegr&#252;nder und der Erste Vorsitzende der Gesellschaft f&#252;r Medizinische Ausbildung (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.gesellschaft-medizinische-ausbildung.org">http:&#47;&#47;www.gesellschaft-medizinische-ausbildung.org</Hyperlink>), sie hat heute ca. 580 Mitglieder. Habeck hat die ersten 14 Jahrg&#228;nge der Zeitschrift &#8222;Medizinische Ausbildung&#8220; im Eigenverlag produziert. Er hat die wissenschaftliche Begr&#252;ndung der Ausbildungsforschung in Deutschland eingef&#252;hrt. Beginnend in 1984 hat er zu jedem Heft das Vorwort geschrieben, zuletzt mit 3 Herausgebern in der Ausgabe des Thieme-Verlages zu Band 15 im Jahre 1998 als &#8222;Editorial&#8220;. Die Zeitschrift erscheint jetzt in einer gedruckten Ausgabe und als elektronisches Journal bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (gms). Die Vereinigung und die Zeitschrift haben die Vorl&#228;ufer, den Arbeitskreis f&#252;r Hochschuldidaktik und die Zeitschrift &#8222;Didakta medica&#8220; lange hinter sich gelassen.</Pgraph>
      <Pgraph>Das sichert, zusammen mit dem Einf&#252;hren des M&#252;nsteraner Modells f&#252;r die klinische Ausbildung, Habecks Ruf &#252;ber seinen Tod hinaus. Er war der Einzige von uns, die wir uns nach dem Krieg aus Idealismus, aus Ideologie, aber auch mit politischem Hintergrund mit der Reform der medizinischen Ausbildung besch&#228;ftigt haben, der bleibenden Erfolg hatte. Er hat mit den in einer medizinischen Fakult&#228;t gegebenen M&#246;glichkeiten und unter &#220;berwindung der Widerst&#228;nde bleibende Neuerungen geschaffen. Das &#8222;Institut f&#252;r Ausbildung und Studentische Angelegenheiten der Medizinischen Fakult&#228;t M&#252;nster&#8220; ist als erstes zu einem festen Bestandteil einer medizinischen Fakult&#228;t geworden. </Pgraph>
      <Pgraph>Es liegen soviel Unterlagen &#252;ber sein Wirken vor, dass die Auswertung den Umfang eines Nachrufes &#252;berschreitet. Es ist an vielen Stellen notwendig, den Rahmen, in dem er gearbeitet hatte, zu beschreiben, um seine Leistungen voll bewerten zu k&#246;nnen. Die Auswahl kann nicht alle seine Leistungen w&#252;rdigen. Das Verzeichnis seines Schrifttums gibt einen Einblick in Habecks weite T&#228;tigkeiten. </Pgraph>
      <Pgraph>Die deutschen medizinischen Fakult&#228;ten sind mehr als die der englischsprachigen den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Die &#228;rztliche Ausbildung erfolgt unter dem Einfluss der Politik, vertreten durch die Ministerialb&#252;rokratie und der von ihr bezahlten Gutachtern. Wissenschaftliche Grundlagen spielen keine Rolle, wie die Kunst wird das Studium von Tradition, dem Zeitgeist und dem Gutd&#252;nken von wenigen interessierten Hochschullehrern und Vertretern des &#228;rztlichen Standes und der ver&#246;ffentlichten Meinung geleitet. Unter g&#252;nstigen Umst&#228;nden kann dieses Zusammenspiel zu hervorragenden Ergebnissen f&#252;hren. Der Aufstieg der deutschen Wissenschaft am Ende des 19. Jahrhunderts ist vor allem dem Wirken eines Mannes zu verdanken, Friedrich Althoff (19.2.1839 bis 20.10.1908), dem Leiter der Hochschulabteilung im Preu&#223;ischen Kultusministerium von 1882 &#8211; 1907. Bis 1910 war Deutschland weltweit die Spitze der Wissenschaft. Althoff hat nach einer eigenen, kompromisslosen Urteilsbegr&#252;ndung in die Hochschulen hinein regiert, was ihn dort oft verhasst machte und man von einem &#8222;System Althoff&#8220; gesprochen hat <TextLink reference="1"></TextLink>. Auch seine Gegner mussten anerkennen, dass er nur zum Wohle der Wissenschaft, nie aus pers&#246;nlichem Interesse gehandelt hat. Der Medizinhistoriker Ackerknecht kam zu dem Ergebnis, dass Althoff f&#252;r die Deutsche Wissenschaft bedeutender war, als der Mythos von Wilhelm von Humboldt <TextLink reference="2"></TextLink>. Althoff gab am Tage seines Todes dem Kaiser die Anregung zur Errichtung reiner Forschungseinrichtungen ohne Einbeziehung in die studentische Ausbildung, was dann zur Errichtung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gef&#252;hrt hatte. Diese wurden Vorbild von entsprechenden Institutionen in Amerika, wie das Institut for Advanced Studies in Princeton, das Abrahm Flexner 1930 mit der Hilfe von Kapitalgebern gegr&#252;ndet hatte und an das er Einstein berufen hatte. </Pgraph>
      <Pgraph>In den USA hat zuerst die &#196;rzteschaft Kritik an den Medizinischen Hochschulen ge&#252;bt. Um die Forderung f&#252;r eine Verbesserung der Medizinschulen zu formulieren, wurde 1847 die American Medical Association gegr&#252;ndet, Der Erfolg trat erst 1907 ein, als  Kandidaten von 32 Hochschulen der schlechtesten Kategorie &#8222;C&#8220; von 160 der damals existierenden Medizinschulen der USA, die unter dem bis dahin entwickelten Standard blieben, nicht mehr zum Examen zugelassen wurden <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Seit Dezember 1908 hatte sich eine Zusammenarbeit mit dem P&#228;dagogen Abraham Flexner herausgebildet, der als Sekret&#228;r der privaten Stiftung der Carnegie Foundation for the Advancement of Teaching in New York den Auftrag angenommen hatte, einen ersten Bericht &#252;ber die amerikanischen Medizinschulen zu erstellen, dem 1912 ein zweiter folgte. Seine Berichte &#252;ber die Verh&#228;ltnisse an den amerikanischen Medizinschulen im Vergleich zu Europa, vor allem mit den deutschen Medizinschulen von 1910 <TextLink reference="4"></TextLink> und von 1912 <TextLink reference="5"></TextLink> hatten gr&#246;ssten Einfluss auf den Aufschwung der medizinischen Wissenschaften der USA. Abraham Flexner wurde nach 1912 beim General Education Board t&#228;tig <TextLink reference="6"></TextLink>. Rockefeller gab dem Board etwa 50 Millionen Dollar f&#252;r die Verbesserung der medizinischen Ausbildung, zu denen weitere Stiftungen in der zehnfachen H&#246;he kamen, die zum gro&#223;en Teil durch die Aktivit&#228;ten von Abraham Flexner gewonnen wurden <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph>
      <Pgraph>Durch au&#223;eruniversit&#228;re Aktivit&#228;ten um 1910 kamen die amerikanischen Medizinschulen auf ein Niveau, das mit dem der deutschen Universit&#228;ten vergleichbar wurde. Eine Reformbewegung aus den Reihen der amerikanischen Universit&#228;ten setzte erst um 1981 mit dem Projekt &#8222;Physicians for the 20th Century&#8220; der Association of the American Medical Colleges ein, die 1984 mit Empfehlungen abgeschlossen wurde <TextLink reference="8"></TextLink>. Habeck hat schon seit 1980 aus der M&#252;nsteraner Fakult&#228;t heraus mit ministerieller Unterst&#252;tzung mit einer grundlegenden Reform der &#228;rztlichen Ausbildung unter der Mitarbeit von 29 nichtuniversit&#228;rer Krankenhausabteilungen begonnen, die zum bleibenden Teil des Medizinstudiums geworden ist <TextLink reference="9"></TextLink>. Diese &#220;bersicht zeigt, wie sehr Habeck dem internationalen Stand der Entwicklung der &#228;rztlichen Ausbildung folgen konnte. Empfehlungen oder Erlassen von nicht-universit&#228;ren Agenturen zur Verbesserung des Medizinstudiums sind zwar &#252;blich, erfordern aber Einsichten und F&#228;higkeiten, sie in kurzer Zeit erfolgreich umzusetzen, wie sie Herr Habeck als einer der wenigen Hochschullehrer der Welt hatte.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Unbeschwerte, aber auch belastete Jugend in Pommern</Mark1> </Pgraph>
      <Pgraph>Herr Habeck, geboren am 6. M&#228;rz 1925 in Stettin, ist in Pommern aufgewachsen. Sein Vater, promovierter Altphilologe, wurde nach dem 1. Weltkrieg Studienrat in Kolberg und Oberstudienrat in K&#246;slin. Hier verlebte Herr Habeck eine zun&#228;chst gl&#252;ckliche Kindheit in einer gutb&#252;rgerlichen Familie. </Pgraph>
      <Pgraph>Nach seiner Konfirmation im Fr&#252;hjahr 1940 wurde er von der Gestapo vernommen, die am 11. August 1941 Anklage wegen &#8222;staatsfeindlicher Umtriebe&#8220; erhob. Der Tatbestand war die Zugeh&#246;rigkeit zu einem Bibelkreis. Seine Strafe war vergleichsweise mild, sein Vater wurde dagegen zur Strafe in das entlegene Pasewalk versetzt. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Wehrdienst und Gefangenschaft</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Nach der Reifepr&#252;fung im Fr&#252;hjahr 1943 wurde Habeck zum Arbeitsdienst und am 28. Juli 1943 zur Wehrmacht eingezogen. Er war zur Ausbildung und zum Dienst in Frankreich eingesetzt. Schwere Kampfhandlungen hat er als Tornisterfunker nicht mitgemacht. Gegen Kriegsende wurde seine Einheit ins rechtsrheinische Reichsgebiet verlegt, wo sie sich im April 1945 aufl&#246;ste. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde nach einem Aufenthalt in den ber&#252;chtigten Lagern auf den Rheinwiesen an das franz&#246;sische Milit&#228;r &#252;bergeben. Dort wurde er zum R&#228;umen von Minenfeldern im Gebiet der Invasion in der Normandie bis zum Fr&#252;hjahr 1948 eingesetzt. Aus den Bewachern wurden nach Kriegsende Freunde, die ihm den Erwerb eines Landhauses an der K&#252;ste vermittelten, das als &#8222;house with the circular drive&#8220; Eingang in die Geschichte der Invasion gefunden hatte <TextLink reference="10"></TextLink>. Daraus entstand Habecks lebenslange positive Einstellung zur internationalen Vest&#228;ndigung und Zusammenarbeit. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Medizinstudium</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Nach der Entlassung aus der Gefangenschaft konnte sich die Familie im Westen wieder vereinigen. Herr Habeck konnte nach einem Einsatz beim Aufr&#228;umen der Kriegssch&#228;den das Medizinstudium in M&#252;nster aufnehmen, in D&#252;sseldorf fortsetzen und 1954 in Freiburg abschlie&#223;en. Der Kern der Ausbildung erfolgte durch die gro&#223;e Vorlesung, nach deutscher Art &#8222;Klinik&#8220;  genannt. In den Augen der f&#252;hrenden Kliniker nach dem Kriege war es nicht erforderlich, &#252;ber die &#196;nderung des Systems auch nur nachzudenken. Selbst Verbesserungsvorschl&#228;ge aus den eigenen Reihen, wie die der Professoren Jaspers von 1946 <TextLink reference="11"></TextLink> und Sch&#228;fer und Sch&#246;n im Jahre 1954 wurden nicht beachtet <TextLink reference="12"></TextLink>. Habeck hat, als er selbst Hochschullehrer geworden war, wesentlich zu der Verbesserung des deutschen Medizinstudiums beigetragen. </Pgraph>
      <Pgraph>Nach der Approbation begann er seine &#228;rztliche T&#228;tigkeit an der Nervenklinik in M&#252;nster, wo er 1956 promoviert wurde, 1967 habilitierte er sich f&#252;r Neurologie und Psychiatrie. Sein wichtigstes neurologisches Arbeitsgebiet war die Bedeutung der Eiwei&#223;k&#246;rper des Liquors. Von 1957 bis 1977 hat er dar&#252;ber 27 Arbeiten publiziert, Informationsverarbeitung war sein n&#228;chstes Arbeitsgebiet und seit 1979 &#252;berwiegen Arbeiten &#252;ber Ausbildungsfragen. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Eintritt in die Erforschung und Gestaltung der Lehre und des Studiums</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Im Juni 1971 erfolgte die Ernennung zum Wissenschaftlichen Rat und Professor, 1972 wurde Habeck mit der Leitung der Abteilung f&#252;r Epidemiologie und Information in der Psychiatrischen und Nervenklinik betraut. Die Wahl zum Vorsitzenden des Ausschusses f&#252;r Lehre und Studentische Angelegenheiten der Fakult&#228;t war der Beginn einer neuen Arbeitsrichtung, f&#252;r die er am bekanntesten wurde und die seinen letzten Lebensabschnitt pr&#228;gte.</Pgraph>
      <Pgraph>Die erste Aufgabe, die er meisterte, war die Ordnung des Stundenplanes. Als die politische Forderung einer Reduktion der Gruppengr&#246;&#223;e mit einer besseren Verbindung der vorklinischen mit der klinischen Ausbildung und einer gr&#246;&#223;eren Praxisorientierung gestellt wurde, hat Herr Habeck sich bereit erkl&#228;rt, diese Aufgabe f&#252;r die Fakult&#228;t zu &#252;bernehmen und wurde im Wintersemester 1977 zum Dekan der Gesamtfakult&#228;t gew&#228;hlt. Nun hatte er eine schwierige Aufhabe zu l&#246;sen, aber dazu eine gr&#246;&#223;ere Macht, wobei er von den Studenten unterst&#252;tzt wurde.</Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Das M&#252;nsteraner Modell</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Er hat nach 1980 einen &#8222;Modellversuch zur Intensivierung des Praxisbezuges der &#228;rztlichen Ausbildung&#8220;, der bis 1985 von der Bund-L&#228;nder-Kommission getragen wurde, entwickelt, der als &#8222;M&#252;nsteraner Modell&#8220; bekannt wurde. Wenn auch der Einbezug au&#223;eruniversit&#228;rer Krankenh&#228;user das auffallendste Merkmal ist, beruht der Erfolg auf einer Integration verschiedener Elemente. Die Mitarbeit von peripheren Krankenh&#228;usern gelang mit dem Einbezug von Studenten in die Stationsarbeit &#252;berraschend gut. 29 Krankenhausabteilungen mit 8000 benutzbaren Betten konnten gewonnen werden. Das wichtigste Prinzip war, dass nur ein Student pro Station in die Arbeit eingebunden wird und von einem verantwortlichen Arzt w&#228;hrend des zweiw&#246;chigen Praktikums in der Vorlesungszeit betreut wird.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Gelingen war an die Pers&#246;nlichkeit von Herrn Habeck gebunden: Gro&#223;e fachliche Kompetenz in Klinik und Wissenschaft, ausgeglichene Freundlichkeit bei Konstanz in der Verfolgung schwieriger Probleme und eine verbindliche, doch zielgerichtete Art. Er hat sich ohne Ber&#252;hrungs&#228;ngste sicher und unbelastet im politischen Feld bewegt. Nach dem Auslaufen der F&#246;rderung fehlten Mittel zur Aufrechterhaltung des M&#252;nsteraner Modells, es konnte dieses aber auch nach dem Ausscheiden von Herrn Habeck fortbestehen. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Weitere erfolgreiche Aktivit&#228;ten von Herrn Professor Habeck</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Wichtig f&#252;r ihn wurden die Auslandsbeziehungen. Durch die geschilderten Erlebnisse in der Kriegsgefangenschaft hatte sich eine Ann&#228;herung an Frankreich ergeben, die zu einem Austausch mit Lille, weiterhin Cardiff, Oulu und Padua im Rahmen des ERASMUS-Programmes f&#252;hrte, au&#223;erdem entstanden Beziehungen zu Warschau und Riga. Der Austausch diente nicht nur dem Kennenlernen anderer Ausbildungsbedingungen, sondern auch der Auss&#246;hnung zwischen Frankreich bzw. Polen und Deutschland. F&#252;r diese Leistungen wurde Herr Habeck am 17. Juli 1986 zum Ritter des Ordens der Akademischen Palmen von Frankreich (Chevalier dans l&#8217; Ordre des Palmes Acad&#233;miques) ernannt. Das Bundesverdienstkreuz am Bande wurde ihm bereits am 17. November 1985 verliehen. </Pgraph>
      <Pgraph>
        <Mark1>Murrhardter Kreis</Mark1>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Habeck hat als Vorsitzender der Gesellschaft f&#252;r Medizinische Ausbildung im Juni 1986 seine Mitarbeit beim &#8222;Murrhardter Kreis&#8220; begonnen und hat damit die Verbindung zwischen den beiden Organisationen hergestellt. Der Murrhardter Kreis hat eine gro&#223;e Wirkung entfaltet und hat die Besch&#228;ftigung mit Ausbildungsfragen in Deutschland befruchtet.</Pgraph>
      <Pgraph>Seiner Familie gilt unsere tief empfundene Anteilnahme, ihm unser ehrendes Gedenken.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Danksagung">
      <MainHeadline>Danksagung</MainHeadline>
      <Pgraph>Ich sage den Kollegen Dank, die mir in Diskussionen bereitwillig Einblick in das Wirken von Herrn Habeck in der Fakult&#228;t gegeben haben, besonders aber Frau Habeck, die mir ihren Schatz an Dokumenten zur Gestaltung des Nachrufes &#252;berlassen hat. Der Zentralbibliothek f&#252;r Medizin in K&#246;ln sei f&#252;r die Hilfe bei der Literatursuche gedankt. Das vollst&#228;ndige Schriftenverzeichnis von Prof. Dietrich Habeck finden Sie im Anhang <AttachmentLink attachmentNo="1"/>.</Pgraph>
    </TextBlock>
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        <RefPage>1-617</RefPage>
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        <RefTotal>Jaspers K. Die Idee der Universit&#228;t: (Schriften der Universit&#228;t Heidelberg, Heft 1). 1 ed. Berlin: Springer. 1946:1-132.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Sch&#228;fer H</RefAuthor>
        <RefTitle>Studienreform in der Deutschen Medizin 1953 - 1959</RefTitle>
        <RefYear>1998</RefYear>
        <RefJournal>Med Ausbild</RefJournal>
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