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    <Identifier>zma000553</Identifier>
    <ArticleType>Diskussionsbeitrag&#47;contribution to discussion</ArticleType>
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      <Title language="de">Der menschliche Alltag - ein unverzichtbarer Bestandteil eines wissenschaftlichen Menschenbildes<Superscript>1</Superscript> </Title>
      <TitleTranslated language="en">Everyday life - a vital component of every scientific model of man</TitleTranslated>
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          <Lastname>Schmid-Tannwald</Lastname>
          <LastnameHeading>Schmid-Tannwald</LastnameHeading>
          <Firstname>Ingolf</Firstname>
          <Initials>I</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address>Ludwig-Maximilian-Universit&#228;t M&#252;nchen, Klinikum Innenstadt, Frauenklinik, Arbeitsbereich Theoretische Medizin, Pettenkoferstra&#223;e 8 a, 80336 M&#252;nchen, Deutschland, Tel.: 089&#47;5160-7488<Affiliation>Ludwig-Maximilian-Universit&#228;t M&#252;nchen, Klinikum Innenstadt, Frauenklinik, Arbeitsbereich Theoretische Medizin, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>ingolf.schmid-tannwald&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">model of man</Keyword>
      <Keyword language="en">everyday life</Keyword>
      <Keyword language="en">system theory</Keyword>
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      <Keyword language="de">Menschenbild</Keyword>
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      <Keyword language="de">Menschenw&#252;rde</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20071207</DateReceived>
    <DateRevised>20071212</DateRevised>
    <DateAccepted>20071212</DateAccepted>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20080215</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
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    <ArticleNo>69</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Jeder Mensch ist das Ergebnis eines zwischenmenschlichen Handelns in der menschlichen Sozialwelt <Mark2>und</Mark2> der dort in Gang gesetzten biologischen Prozesse. Letztere sind f&#252;r den Menschen und andere S&#228;uge- und Wirbeltieren prinzipiell gleicher ma&#223;en g&#252;ltig und im g&#228;ngigen naturwissenschaftlichen Fortpflanzungsmodell beschrieben. </Pgraph><Pgraph>Aber das naturwissenschaftliche Modell kann dieses gewisserma&#223;en zweifache Werden des Menschen nicht angemessen repr&#228;sentieren. Dies w&#228;re nur dann der Fall, wenn die menschlichen Beziehungen in der Sozialwelt identisch oder zumindest sehr &#228;hnlich w&#228;ren, wie die Lebensumst&#228;nde der nichtmenschlichen S&#228;uge- und Wirbeltiere, in denen sie ihre Nachkommen hervorbringen. Dann w&#252;rde sich der Unterschied zwischen dem Werden des Menschen und jenem der anderen S&#228;uge- und Wirbeltiere auf die biologischen Fakten beschr&#228;nken und diese w&#228;ren mit dem Fortpflanzungsmodell hinreichend beschrieben. </Pgraph><Pgraph>Die Voraussetzung gleicher Lebenswelten bei Mensch und Tier trifft aber nicht zu. Deshalb stellt das Fortpflanzungsmodell eine Verfremdung des Ph&#228;nomens &#8222;Mensch&#8220; dar, noch dazu eine folgenschwere, vor allem am Lebensanfang, da Modelle als Bilder unser Handeln im Alltag leiten, vor allem, wenn sie naturwissenschaftlich &#34;gesichert&#34; erscheinen. </Pgraph><Pgraph>Erst seit man die Bedeutung der zwischenmenschlichen (sozialen) Wirklichkeit des Menschen erkannt und in einem wissenschaftlichen Modell der ph&#228;nomenologischen Soziologie beschrieben hat, ist es m&#246;glich, einen sehr wesentlichen, wenn nicht gar den entscheidenden Unterschied im Werden und Wesen von Menschen und Tieren zu beschreiben. Es ist im eigentlichen Wortsinn lebensnotwendig, diesen Unterschied in der Ausbildung von &#196;rzten zu vermitteln. Mit Hilfe der allgemeinen Systemtheorie und der Semiotik besteht sogar die M&#246;glichkeit, das natur- und das sozialwissenschaftliche Modell, die getrennt nebeneinander stehen,  in einem umfassenderen wissenschaftlichen Systemmodell des Menschen zu integrieren.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The inadequacy of the current model of reproduction in mammals and vertebrates and the &#34;need for a new model of man&#34; becomes evident as soon as the relations and interactions of heterosexual partners within their living conditions are concerned. In contrast to animals hu-mans constitute an everyday life by interpersonal (social) actions. Here at first the biological processes are triggered bringing humans as unique interpersonal and biological realites into existence at the moment of fertilisation. This twofold reality may be integrated into a more comprehensive scientific model of man by means of general system theory and semiotics rep-resenting human life as a flow of signs through various sign systems.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Diskussionsbeitrag" linked="yes">
      <MainHeadline>Diskussionsbeitrag</MainHeadline><Pgraph><Mark2>&#8222;Es war eine Unterlassungss&#252;nde, dass in den N&#252;rnberger &#196;rzteprozessen neben den &#196;rzten, die ihre Versuche, statt an M&#228;usen und Ratten, an Menschen durchgef&#252;hrt hatten, nicht auch die Medizin auf der Anklagebank sa&#223;, in der sie ausgebildet waren.</Mark2></Pgraph><Pgraph><Mark2>Die Theorien, die sie dort erlernt hatten, kennen keinen Unterschied zwischen Menschen und Tieren.&#8220; </Mark2></Pgraph><Pgraph><Mark2>Thure von Uexk&#252;ll</Mark2> <TextLink reference="1"></TextLink> </Pgraph><Pgraph>K&#246;nnen wir heute den Unterschied von Menschen und Tieren modellhaft beschreiben&#63; Bekanntlich ist ein Modell heutzutage ein wissenschaftliches &#8222;Gedankengebilde&#8220; und stets nur eine Ann&#228;herung an das im Alltag zu beobachtende Ph&#228;nomen. Da aber Modelle unseren Umgang mit den Ph&#228;nomenen im Alltag beeinflussen, wird ihre Bedeutung, aber auch unsere Verantwortung daf&#252;r deutlich. Das gilt besonders f&#252;r &#196;rzte und deren Menschenbild. </Pgraph><Pgraph>Das aktuelle Modell der menschlichen Fortpflanzung definiert modellhaft das Reproduktionsgeschehen und den Unterschied zwischen Menschen und Tieren, wie er von den Naturwissenschaften dargelegt wird. Da der Mensch <Mark2>(homo sapiens)</Mark2> zu den S&#228;uge- und Wirbeltieren geh&#246;rt, verm&#246;gen die unterschiedlichen biologischen Eigenschaften bei Tier und Mensch letztlich die Wirksamkeit dieses g&#228;ngigen Modells in der &#228;rztlichen Praxis (z.B. in der Reproduktionsmedizin) kaum zu beeintr&#228;chtigen und so scheint es, als lie&#223;en sich Mensch und Tier durch ein gemeinsames biologisches Modell beschreiben. </Pgraph><Pgraph>Allerdings ber&#252;cksichtigt dieses Modell nicht den gelebten Alltag, d.h. die lebendigen Beziehungen von Mann und Frau als Gesch&#246;pfe aus Fleisch und Blut in der Echtzeit (real time). Sobald man sich aber, etwa als Arzt, mit Fragen nach der Herkunft einzelner Menschen besch&#228;ftigen und bei der Anamneseerhebung in die Zeit vor der Befruchtung vordringen muss (z.B. im Rahmen der Familienplanung, der Beratung in Schwangerschaftskonflikten) wird die entscheidende Bedeutung des menschlichen Alltags <Mark2>(&#8222;conditio humana&#8220;)</Mark2> offensichtlich. Dort wird das biologische Fortpflanzungsgeschehen ja &#252;berhaupt erst ausgel&#246;st und ggf. planerisch beeinflusst&#33; Den biologischen Prozessen in der Echtzeit, wie sie im Modell der menschlichen Fortpflanzung beschrieben sind, geht daher ein Geschehen in der &#8222;obersten&#8220; Wirklichkeit des menschlichen Alltags voraus. Ein m&#246;glichst wirklichkeitsnahes Modell des Menschen, wie es auch mit der Frage nach der Herkunft und dem Wesen des Menschen &#252;berhaupt aufgeworfen ist <TextLink reference="2"></TextLink>, muss daher der zwischenmenschlichen<Mark2> und</Mark2> der biologischen Dimension oder Wirklichkeit angemessen sein, d.h. auch ihrem zeitlichen und urs&#228;chlichen Zusammenhang Rechnung tragen. Auch daraus wird die Unzul&#228;nglichkeit eines rein biologischen Modells f&#252;r den Menschen deutlich und zugleich die Notwendigkeit eines umfassenderen Modells des Menschen <TextLink reference="3"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Das schrittweise Werden des Menschen aus zwischenmenschlichen Beziehungen im Alltag l&#228;sst sich folglich nur mit Hilfe <Mark2>zweier</Mark2> Modelle beschreiben; in analoger Weise ben&#246;tigt man f&#252;r die Beschreibung des Ph&#228;nomens &#8222;Licht&#8220; ein Teilchen- und ein Wellenmodell. F&#252;r das Ph&#228;nomen &#8222;Mensch&#8220; ben&#246;tigt man ein Modell, welches die zwischenmenschliche (mikrosoziale) Wirklichkeit der Eltern im Alltag darstellt und ein zweites, das, wie unser gel&#228;ufiges Fortpflanzungsmodell, die Fortpflanzungsprozesse repr&#228;sentiert. Nur so lassen sich diese beiden nicht anders darstellbaren, aber sich erg&#228;nzenden, d.h. komplement&#228;re Wirklichkeiten von Sozialem und Biologischem darlegen.</Pgraph><SubHeadline2>Was ist diese menschliche Alltagswelt&#63; </SubHeadline2><Pgraph>Zwar hatte man gegen Ende des 19. Jahrhunderts (Realismus) den Alltag &#8222;entdeckt&#8220; und auch zum Gegenstand philosophischer Betrachtung gemacht. In der &#8222;Lebenswelt&#8220; sah der Philosoph E. Husserl, der auch diesen Begriff pr&#228;gte, eine &#8222;best&#228;ndige subjektive Restaurationsleistung zum Zwecke der Selbsterhaltung&#8220; und der Biologe Jakob von Uexk&#252;ll konnte aufgrund seiner physiologischen Untersuchungen zeigen, dass Tiere in Abh&#228;ngigkeit von ihrer sensorischen und motorischen Ausstattung artspezifische Welten aufbauen, in denen es nichts anderes gibt als sie betreffende Dinge <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Auch der<Mark2> homo sapiens</Mark2> baut sich eine &#228;u&#223;ere Welt auf, kann aber im Unterschied zu seinen tierischen Mitgesch&#246;pfen aufgrund der sich entwickelnden Objektkonstanz ab der Mitte des zweiten Lebensjahres eine innere Welt der Objekte in seiner Phantasie in Erscheinung treten lassen (d.h. sich mittels der Sprache unterschiedliche Objekte bzw. die ganze Welt verf&#252;gbar machen, ohne dass diese Dinge physisch anwesend sind) und sie als B&#252;hne f&#252;r ein, wenn schon nicht triebunabh&#228;ngiges, so doch vom Zwang der triebhaften Steuerung losl&#246;sbares Handeln nutzen <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>. Mit dem lebenslangen Aufbau einer individuellen Wirklichkeit, deren Erweiterung zur Zweierbeziehung <TextLink reference="9"></TextLink> und zu noch gr&#246;&#223;eren zwischenmenschlichen Wirklichkeiten <TextLink reference="10"></TextLink>, kann er als <Mark2>homo socius</Mark2> im symbolischen Austausch <TextLink reference="11"></TextLink> und im gemeinsamen, sinnhaften Handeln als Insider, d.h. einer der den Code kennt, zusammen mit seinen Mitmenschen eine allt&#228;gliche Lebenswelt (&#8222;oberste Wirklichkeit&#8220;) herstellen, die Planbarkeit und damit Konstanz gew&#228;hrleistet und so das &#220;berleben der Menschen im Alltag erleichtert <TextLink reference="12"></TextLink>. Daraus wird im Unterschied zum Tier der menschliche Alltag als ein zwischenmenschliches Erzeugnis bzw. eine menschliche Sozialwelt erkenn- und modellhaft beschreibbar. Damit l&#228;sst sich das Werden des Menschen im Alltag mittels zweier Modelle exemplarisch beschreiben (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />): </Pgraph><Pgraph>Das Modell der Fortpflanzung von S&#228;ugetieren (wie auch des <Mark2>homo sapiens</Mark2>) geh&#246;rt zum &#8222;Reich der Modelle&#8220; und ist durch einen Zaun von der Welt (Wirklichkeit) der real existierenden Lebewesen getrennt, in der die biologischen Prozesse &#252;berhaupt erst in Gang gesetzt werden. Wegen der unterschiedlichen Lebenswelten von Tieren und Menschen ben&#246;tigt man zwei unterschiedliche Modelle (in der Modellwelt gelegen). Nun l&#228;sst sich der Mensch &#8211; im Gegensatz zum Tier, das nur eine biologische Wirklichkeit ist &#8211; wissenschaftlich modellhaft als zwischenmenschliche (soziale) <Mark2>und</Mark2> biologische Wirklichkeit beschreiben.</Pgraph><Pgraph>Aus der vorbestehenden menschlichen Sozialwelt tritt der neue Mensch als Folge des zwischenmenschlichen Handelns hervor und aufgrund der ausgel&#246;sten biologischen Vorg&#228;nge nicht nur ins eigene Leben, sondern zugleich in eine zwar vorbestehende, aber sich st&#228;ndig ver&#228;ndernde menschliche Lebenswelt ein <TextLink reference="6"></TextLink>. Jeder Mensch ist insofern zugleich ein biologisches und soziales Erzeugnis und damit ein Zeugnis, das auf jene Handelnden in der vorausgehenden Sozialwelt verweist, als mit der Befruchtung nicht nur elterliche Chromosomen auf die Nachkommen &#252;bergehen, sondern auch nicht materielle Bestandteile der einzigartigen zwischenmenschlichen (sozialen) Welt (Wirklichkeit) seiner Eltern als historische Pers&#246;nlichkeiten, die mit anderen Menschen in Beziehung stehen. Schon die noch ungezeugten, aber m&#246;glichen Kinder eines heterosexuellen Paares sind aufgrund ihres Stammbaumes hinsichtlich ihrer zwischenmenschlichen Eigenschaften definiert und werden vollends bei der Befruchtung als nunmehr leibhaftige auch noch genetisch-k&#246;rperlich festgelegt (nicht nur als Sohn oder Tochter, sondern auch hinsichtlich aller sonstigen k&#246;rperlichen Anlagen). Mit der Befruchtung sind dann die zwischenmenschlich-immaterielle und die genetisch-biologisch-materielle Wirklichkeit in einem neuen leibhaftigen Menschen vereint, der in seiner zweifachen Identit&#228;t als historisches Subjekt in die menschliche Lebenswelt eingeordnet wird, an die es noch vor der Geburt mit dem beginnenden H&#246;rverm&#246;gen akustisch Anschluss gewinnt.</Pgraph><Pgraph>Vor diesem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gewinnt Immanuel Kants (geb.1724 gest.1804) Unterscheidung wieder Bedeutung, der Pflanzen und Tieren als nicht vernunftbegabte Lebewesen und lediglich biologische Produkte (&#8222;Gem&#228;chsel&#8220;) betrachtete, die nur einen &#8222;Preis&#8220; h&#228;tten, da sie nie Insider der menschlichen Lebenswelt werden k&#246;nnen, auch wenn sie, f&#252;gen wir an, physisch sehr wohl mit den Menschen zusammenleben. Demgegen&#252;ber bezeichnete Kant die vernunftbegabten Menschen als &#8222;Weltb&#252;rger&#8220;, die dem &#8222;Reich der Zwecke&#8220; (also der menschlichen Lebenswelt&#63;) angeh&#246;ren und denen daher ein &#8222;innerer Wert&#8220;, d.h. Menschenw&#252;rde zukommt <TextLink reference="13"></TextLink>.   </Pgraph><Pgraph>Wie dargelegt, ist die zweifache Wirklichkeit des Menschen in zwei komplement&#228;ren Modellen zu beschreiben. Da diese jedoch unterschiedliche Wirklichkeiten in wissenschaftlichen Fachsprachen repr&#228;sentieren, ergibt sich eine Fragmentierung und Verf&#228;lschung des Ph&#228;nomens, verglichen mit dessen Wahrnehmung im Alltag. Dies kann zu einem unangemessenen Umgang mit dem Menschen f&#252;hren.  </Pgraph><SubHeadline2>Integration beider Wirklichkeiten in ein umfassenderes wissenschaftliches Menschenbild</SubHeadline2><Pgraph>Vor allem deshalb ist die Integration beider Wirklichkeiten in einem umfassenderen Modell des Menschen wichtig. Indem man die in wissenschaftlichen Fachsprachen gefassten Modelle in die Alltagssprache (als gewisserma&#223;en gemeinsamen Nenner) &#252;bersetzt, wird das Ineinander- &#220;ber- und Auseinander- Hervor- Gehen von Sozialem und Biologischem zusammenh&#228;ngend und im Generationenverlauf beschreibbar (was dann trivial und unwissenschaftlich erscheint). F&#252;r ein umfassenderes wissenschaftliches Modell des Menschen <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="14"></TextLink> jedoch, das &#252;ber ein biologisches Fortpflanzungsmodell hinausgeht, bedarf es einer Integration beider Wissenschaftsbereiche in die Systemtheorie, d.h. eine interdisziplin&#228;re (Meta-) Wissenschaft, die eine f&#252;r die soziale und biologische Dimension des Menschen geltende formale Theorie bereitstellen kann <TextLink reference="15"></TextLink>. Au&#223;erdem sind diese beiden Dimensionen (Wirklichkeiten) mit Hilfe der allgemeinen Wissenschaft von den Zeichen, Zeichensystemen (Codes) und Zeichenprozessen als Metasprache in ihrem Zusammenwirken zu beschreiben <TextLink reference="16"></TextLink>, <TextLink reference="17"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>So gesehen l&#228;sst menschliches Leben sich modellhaft als theoretisch endloser Zeichenfluss durch unterschiedliche Zeichensysteme, d.h. biologische und soziale Wirklichkeiten beschreiben, wobei zeichenbedingt immer wieder neue Strukturen, Elemente, Systemmodelle und Suprasysteme entstehen <TextLink reference="18"></TextLink>, <TextLink reference="19"></TextLink>. Daraus gehen wieder neue Subsysteme hervor, die sich autonom zu einem Systemmodell aufbauen, das sich zeichenvermittelt mit einem anderen zu einem neuen Suprasystem erg&#228;nzt  u.s.w. Dabei oszilliert der Zeichenfluss zwischen den Polen leibhaftiges Individuum einerseits und heterosexuell- partnerschaftlicher Potentialit&#228;t andererseits. </Pgraph><Pgraph>Die jeweiligen biologischen und zwischenmenschlichen Strukturen, von denen keine der anderen gleicht, machen in ihrer Summe die bisherige Menschheit aus - und mit den von ihr ausgel&#246;sten Handlungen die gesamte Menschheitsgeschichte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Anmerkung" linked="yes">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><Pgraph><Superscript>1</Superscript>Herrn Prof. Dr. med. Martin Reincke, Studiendekan &#34;Klinik Humanmedizin&#34; und Herrn Prof. Dr. M. Meyer, Studiendekan &#34;Vorklinik-Humanmedizin&#34; der Medizinischen Fakult&#228;t der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen gewidmet.</Pgraph></TextBlock>
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