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    <ArticleType>Poster</ArticleType>
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      <Title language="de">Identifikation von T&#228;uschungsversuchen durch Abschreiben in einer papierbasierten MC-Pr&#252;fung</Title>
      <TitleTranslated language="en">Identification of Fraud in Paper-Based MC Exams</TitleTranslated>
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        <Address>LMU M&#252;nchen, Med. Klinik Innenstadt, Ziemssenstr. 1, 80336 M&#252;nchen, Deutschland<Affiliation>LMU M&#252;nchen, Med. Klinik Innenstadt, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Matthias.Holzer&#64;lrz.uni-muenchen.de</Email>
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        <Email>Daniel&#95;Bauer&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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        <Email>fischer.martin&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20071102</DateReceived>
    <DateRevised>20071106</DateRevised>
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      <DatePublished>20080215</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>44</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Problemstellung: </Mark1>In schriftlichen MC-Pr&#252;fungen kann durch das Abschreiben vom Nachbarn die Aussagekr&#228;ftigkeit der Ergebnisse negativ beeinflusst werden. Im Folgenden werden Methoden vorgestellt um diese Art von T&#228;uschungsversuchen bei der Auswertung der Ergebnisse zu erkennen. Daraus l&#228;sst sich ableiten, ob das Pr&#252;fungssetting (Abstand der Teilnehmer, Anzahl der Versionen, Modus der Platzwahl etc.) in Ordnung ist oder eventuell modifiziert werden muss.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>In Ercole <TextLink reference="1"></TextLink> wurde ein Ansatz vorgestellt, der auf die Erkennung von Abschreiben in Pr&#252;fungen mit drei Antworten je Frage (Aussage ist richtig&#47;falsch&#47;wei&#223; nicht) mit Hilfe des Satzes von Bayes spezialisiert ist. Dieser Ansatz ist nicht direkt auf Fragen mit heterogenen Antwortm&#246;glichkeiten und mehr als einer erwarteten Antwort je Frage zu &#252;bertragen. Daher wurde der Ansatz f&#252;r die vorliegende Studie erweitert. Der Likelihoodwert, der bei Ercole das korrekte Wissen des Pr&#252;flings und seine Risikoaversion (wei&#223;-nicht-Antworten) beschreibt, wurde eliminiert. Im Wesentlichen wird ein Wert f&#252;r die &#196;hnlichkeit von jeweils zwei B&#246;gen berechnet, wobei die Identit&#228;t von Antworten anhand von deren A-priori-Wahrscheinlichkeit gewichtet wird. In Mehrfachantworten wurde einmal jede Antwort wie eine Extra-Frage gez&#228;hlt (Algorithmus 1). Zum anderen wurde ein weiterer Algorithmus getestet, der nur die Gleichheit aller Antworten einer Mehrfachantwortfrage ber&#252;cksichtigt (Algorithmus 2).</Pgraph><Pgraph>Die Pr&#252;fungspopulation bestand aus dem Studentenjahrgang des Wintersemesters 2006&#47;2007 in der Pr&#252;fung der Inneren Medizin im 6. und 7. Semester an der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen. Insgesamt haben 203 Studierende in drei H&#246;rs&#228;len an der Pr&#252;fung teilgenommen. Die Pr&#252;fung bestand aus 30 MC-Fragen mit einer oder mehreren richtigen Antworten und es standen 45 Minuten zur Bearbeitung zur Verf&#252;gung. Um das Abschreiben zu erschweren, wurden die Pr&#252;fungshefte in zwei Versionen mit unterschiedlicher Fragenreihenfolge ausgegeben. Zwischen zwei Pr&#252;flingen lag jeweils ein leerer Platz bzw. eine leere Reihe. Zur Auswertung der Ergebnisse wurde die Position der Pr&#252;flinge im H&#246;rsaal aufgezeichnet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Die Verteilung der &#220;bereinstimmungswerte wies eine glatte, glockenf&#246;rmige Verteilung auf, im Fall von Algorithmus 1 ohne Auff&#228;lligkeiten am oberen Rand, im Fall von Algorithmus 2 mit einem Paar mit besonders hoher &#196;hnlichkeit. Es war nachzuvollziehen, dass hohe &#220;bereinstimmungen immer mit sehr guten Pr&#252;fungsleistungen korreliert und somit aller Wahrscheinlichkeit nach zuf&#228;llig zustande gekommen waren. Im Fall des laut Algorithmus 2 besonders &#228;hnlichen Paares hatten die Studierenden 28,5 und 29,5 von 30 Punkten erreicht und sa&#223;en in unterschiedlichen H&#246;rs&#228;len. Auch f&#252;r die n&#228;chsten 7 Paare mit der h&#246;chsten &#220;bereinstimmung zeigte sich, dass die jeweiligen Pr&#252;flinge aufgrund ihrer Position im H&#246;rsaal nicht voneinander abgeschrieben haben konnten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion: </Mark1>Das verwendete Verfahren arbeitet naturgem&#228;&#223; umso besser, je mehr Aufgaben vom Nachbarn kopiert wurden. Wenn ein Pr&#252;fling also nur wenige Fragen kopiert hat, wird dies also in der Regel nicht nachgewiesen werden k&#246;nnen. Auch andere T&#228;uschungsarten wie Spickzettel lassen sich so nicht nachweisen.</Pgraph><Pgraph>Dennoch l&#228;sst sich f&#252;r die untersuchte Pr&#252;fung sagen, dass ausreichende Ma&#223;nahmen gegen das Abschreiben in Form von genug leerem Platz zwischen den Pr&#252;fungsteilnehmern und der Versionierung der Testhefte getroffen wurden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ausblick: </Mark1>Zur Verifikation der Sensitivit&#228;t des Verfahrens soll zum Ende des Sommersemesters 2007 noch eine weitere Pr&#252;fung untersucht werden, in der aus logistischen Gr&#252;nden mit einem h&#246;heren Anteil von T&#228;uschungsversuchen gerechnet werden muss.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Ercole A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Whittlestone KD</RefAuthor>
        <RefAuthor>Melvin DG</RefAuthor>
        <RefAuthor>Rashbass J</RefAuthor>
        <RefTitle>Collusion detection in multiple choice examinations</RefTitle>
        <RefYear>2002</RefYear>
        <RefJournal>Med Educ</RefJournal>
        <RefPage>36(2);166-172</RefPage>
        <RefTotal>Ercole A, Whittlestone KD, Melvin DG, Rashbass J. Collusion detection in multiple choice examinations. Med Educ. 2002:36(2);166-172.</RefTotal>
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