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    <ArticleType>Vortrag&#47;Lecture</ArticleType>
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      <Title language="de">Lehre und Forschung &#8211; Gleichsetzung oder Differenzierung&#63; Kommentar zu den Bem&#252;hungen, den Stellenwert der Lehre zu beeinflussen</Title>
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        <Address>Medizinische Universit&#228;t Wien, BEMAW, Spitalgasse 23, A - 1090 Wien, &#214;sterreich<Affiliation>Medizinische Universit&#228;t Wien, BEMAW, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>martin.lischka&#64;meduniwien.ac.at</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20071102</DateReceived>
    <DateRevised>20071106</DateRevised>
    <DateAccepted>20071114</DateAccepted>
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      <DatePublished>20080215</DatePublished>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>02</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Im Diskurs zur &#8222;Hebung des Stellenwerts der Lehre&#8220; ist mittlerweile weitgehende &#220;bereinstimmung zu Ma&#223;nahmen festzustellen, die Lehrt&#228;tigkeit &#8211; insbesondere im Grundstudium - aufwerten k&#246;nnten. Viele dieser Ma&#223;nahmen scheinen dem Bereich entlehnt zu sein, aus dem Forschungsleistungen ihr Prestige beziehen (Finanzierung, Kompetitivit&#228;t, Karrierewege, institutionelle Anerkennung u.a.m.).</Pgraph><Pgraph>Die Carnegie Reports von Boyer (1990) und Glassik et al. (1996) haben das besonders im deutschen Sprachraum vertretene Konzept der Einheit von universit&#228;rer Forschung und Lehre differenziert und gemeinsame Merkmale der Exzellenz in den verschiedenen Feldern akademischer T&#228;tigkeit &#8222;Forschung&#8220;, &#8222;Integration&#8220;, &#8222;Anwendung&#8220; und &#8222;Lehre&#8220; beschrieben. Diese Differenzierung st&#252;tzt sich einerseits auf die Erweiterung akademischer Handlungsfelder, die nun nicht mehr auf &#8222;Lehre und Forschung&#8220; beschr&#228;nkt sind, und andererseits auf die Beschreibung &#252;bergeordneter, gemeinsamer Merkmale von &#8222;Scholarship&#8220; in diesen Bereichen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Pr&#228;misse: </Mark1>Im vorliegenden Kommentar wird versucht, eine weitere Differenzierung durch Beschreibung wesentlicher Unterschiede zwischen den beiden Bereichen Forschung und Lehre vorzu-nehmen. Wichtige Unterschiede d&#252;rften in folgenden Bereichen liegen: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Verh&#228;ltnis des Akteurs zu seinem T&#228;tigkeitsbereich (Forschung erzeugt und objektiviert Ergebnisse, Lehre f&#252;hrt &#252;ber den &#8222;Umweg&#8220; der Lernenden zu nur teilweise objektivierten Resultaten.)</ListItem><ListItem level="1">Art und &#8222;Prestige&#8220; der Aufgabenstellung (Forschungsfragen tendieren zur Spezialisierung und k&#246;nnen i.d.R. in der einen oder anderen Weise abgeschlossen werden; Lehre erfordert &#8211; insbesondere in der Grundausbildung &#8211; tendenziell einen weniger prestigetr&#228;chtigen, generalistischen Ansatz; Forschung kann immer wieder neue Fragen stellen, Lehre mu&#223; sich immer wieder (auch) mit alten, bereits gel&#246;sten Fragen besch&#228;ftigen, die nur f&#252;r Novizen Neuigkeitswert haben.)</ListItem><ListItem level="1">Bewertbarkeit und Bewertung der Ergebnisse (Anders als in der Forschung ist dieses Problem im Bereich der Lehre weitestgehend ungel&#246;st; Lehre soll Lernprozesse zur Folge haben, die zwar an bestimmten Punkten bilanziert - grunds&#228;tzlich aber nicht abgeschlossen werden k&#246;nnen.)</ListItem><ListItem level="1">Kompetitivit&#228;t (Forschung strebt nach Spitzenleistungen; Lehre mu&#223; zun&#228;chst ein Mindestma&#223; an Qualit&#228;t der Absolventen sicherstellen.)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph><Mark1>Hypothesen:</Mark1> Es wird angenommen, dass in der Auseinandersetzung mit den angef&#252;hrten Differenzen ein Potential zur Beeinflussung des Stellenwerts der Lehre liegt, das die bisher allgemein diskutierten Ma&#223;nahmen erg&#228;nzt. Die Beachtung der unterschiedlichen Funktionalit&#228;ten k&#246;nnte dazu f&#252;hren, dass der Eigenwert von Lehre st&#228;rker zum Tragen kommt.</Pgraph><Pgraph>Auf der Ebene der handelnden Person kann Lehre dadurch eine Aufwertung als essentieller Bestandteil der professionellen Kompetenzen von &#196;rzten erfahren. Lehrkompetenz ist grunds&#228;tzlich in allen &#228;rztlichen T&#228;tigkeitsbereichen erforderlich und k&#246;nnte im Sinn eines fr&#252;hen Kontakts mit einem wichtigen Aspekt der Praxis schon im Grundstudium Status gewinnen.</Pgraph><Pgraph>Auf der institutionellen Ebene ist nach dem Stellenwert von Kompetitivit&#228;t zu fragen. L&#246;sungsans&#228;tze k&#246;nnten in Analogien zu der in der Wirtschaft diskutierten, in letzter Zeit auch mit der Lehre in Zusammenhang gebrachten &#8222;Blue Ocean Strategy&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink> liegen, die Qualit&#228;t nicht aus traditioneller Konkurrenz bezieht.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Harden R</RefAuthor>
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        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefBookTitle>The Future of Medical Education in Europe</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Harden R. The Future of Medical Education in Europe. Keynote. Oslo: MEDINE Annual Conference; 2007.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Kim WC</RefAuthor>
        <RefAuthor>Mauborgne R</RefAuthor>
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        <RefYear>2005</RefYear>
        <RefBookTitle>Blue Ocean Strategy, How to Create Uncontested Market Space and make the Competition Irrelevant</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Kim WC, Mauborgne R. Blue Ocean Strategy, How to Create Uncontested Market Space and make the Competition Irrelevant. Boston: Harvard Business School Press; 2005.</RefTotal>
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