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    <Identifier>zma000449</Identifier>
    <ArticleType>Nachricht&#47;news</ArticleType>
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      <Title language="de">Sechs Jahre interdisziplin&#228;rer Austausch &#252;ber Medizin, Ethik und Recht an der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle</Title>
      <TitleAlternative>Masterstudiengang Medizin-Ethik-Recht an der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle</TitleAlternative>
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          <LastnameHeading>Rosenberg</LastnameHeading>
          <Firstname>Sebastian</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
          <AcademicTitle>Dipl.-jur.</AcademicTitle>
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        <Address>Schivelbeiner Stra&#223;e 7, 10439 Berlin, Tel.: 030&#47;756-32787, Fax: 030&#47;756-32787</Address>
        <Email>sebastian&#95;rosenberg&#64;web.de</Email>
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          <Lastname>Junghans</Lastname>
          <LastnameHeading>Junghans</LastnameHeading>
          <Firstname>Kerstin</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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          <Affiliation>Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg, Interdisziplin&#228;res Zentrum Medizin-Ethik-Recht (Juridicum), Halle, Deutschland</Affiliation>
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        <Email>mer&#64;jura.uni-halle.de</Email>
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          <Lastname>Blank</Lastname>
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          <Firstname>Sonja</Firstname>
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          <Affiliation>Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg, Interdisziplin&#228;res Zentrum Medizin-Ethik-Recht (Juridicum), Halle, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20070918</DateReceived>
    <DateRevised>20070918</DateRevised>
    <DateAccepted>20071021</DateAccepted>
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      <DatePublished>20071114</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>24</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>155</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Bericht</MainHeadline>
      <Pgraph>Medizinrecht&#63; Was ist das&#63; So etwas gibt es&#63; Noch nie geh&#246;rt. &#8211; So oder so &#228;hnlich sind Antworten von Jurastudenten oder Rechtsreferendaren vorstellbar, die den Begriff zum ersten Mal h&#246;ren. Dies liegt zum einen daran, dass medizinrechtliche Inhalte im Jurastudium kaum vermittelt werden. Zum anderen ist der Begriff Medizinrecht aber auch irref&#252;hrend, denn ein eigenes Gesetz zu diesem Bereich existiert nicht. Das Medizinrecht fasst daher lediglich alle zivil- und &#246;ffentlichrechtlichen sowie strafrechtlichen Fragen zusammen, die im Bereich der Medizin auftreten k&#246;nnen.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Medizinrecht hat in den letzten Jahren allerdings geradezu als eigenes Rechtsgebiet zunehmend an Bedeutung und Interesse gewonnen. Die Rechtsprechung zu diesem Bereich wird immer umfangreicher, seit 2004 ist der Fachanwalt f&#252;r Medizinrecht (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.fachanwaltslehrgang.de">http:&#47;&#47;www.fachanwaltslehrgang.de</Hyperlink>) anerkannt, es gibt zahlreiche Internet-Seiten und -foren (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ag-medizinrecht-dav.de">http:&#47;&#47;www.ag-medizinrecht-dav.de</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.medizinrecht.de">http:&#47;&#47;www.medizinrecht.de</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.medizinanwaelte.de">http:&#47;&#47;www.medizinanwaelte.de</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.docslaw.de">http:&#47;&#47;www.docslaw.de</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.medknowledge.de&#47;aerzte&#47;arztrecht&#95;medizinrecht.htm">http:&#47;&#47;www.medknowledge.de&#47;aerzte&#47;arztrecht&#95;medizinrecht.htm</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.medrecht.de">http:&#47;&#47;www.medrecht.de</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.medizin.uni-koeln.de&#47;dgmr">http:&#47;&#47;www.medizin.uni-koeln.de&#47;dgmr</Hyperlink>; <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.igmr.uni-bremen.de">http:&#47;&#47;www.igmr.uni-bremen.de</Hyperlink>) zum Medizinrecht und auch die Anwaltschaft kommt nicht umhin, diesem wachsenden Markt mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Neben der anwaltlichen T&#228;tigkeit bieten sich f&#252;r Medizinrechtler zahlreiche M&#246;glichkeiten, Ihre Qualifikation auf dem Markt anzubieten. Der viel beschworene, wachsende Wettbewerb zwischen den Krankenkassen, neue medizinische Einrichtungen wie z.B. die so genannten Medizinischen Versorgungszentren, die Gesundheitsreform und die Entwicklung in der medizinischen Wissenschaft f&#252;hren zu immer aktuellen Fragen, die vor allem nicht mehr nur rechtlich, sondern verst&#228;rkt interdisziplin&#228;r beantwortet werden m&#252;ssen. F&#252;r alle im medizinrechtlichen Bereich T&#228;tigen (&#196;rzte, Krankenh&#228;user, Krankenkassen, Kassen&#228;rztliche Vereinigungen, die &#196;rztekammern und auch au&#223;erstaatliche Stiftungen z.B.) sind rechtliche und ethische Grunds&#228;tze zu beachten, deren gr&#252;ndliche Durchdringung oftmals von Experten geleistet werden muss.</Pgraph>
      <Pgraph>Vor diesem Hintergrund stellt der neue Masterstudiengang Medizin-Ethik-Recht an der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg eine besondere und einzigartige M&#246;glichkeit f&#252;r Juristen, Mediziner und Absolventen anderer Fachrichtungen dar, die notwendige, medizinrechtliche und ethische Qualifikation zu erlangen. Diese M&#246;glichkeit besteht erstmals zum Sommersemester 2008, in dem der Masterstudiengang beginnt. Der Studiengang wird vom Interdisziplin&#228;ren Zentrum Medizin-Ethik-Recht organisiert.</Pgraph>
      <Pgraph>Der Gr&#252;ndung eines interdisziplin&#228;ren Zentrums lag die &#220;berlegung zugrunde, dass w&#228;hrend des Jurastudiums das Medizinrecht sowie weitere ethische Fragestellungen eher sporadisch gelehrt werden und sich dann meist auf Inhalte des Schwerpunktbereichs Sozialrecht oder die Haftungsgrundlagen beschr&#228;nken. Ebenfalls Mediziner oder Absolventen anderer Fachrichtungen werden die medizinrechtliche oder ethische Reflexion ihrer eigenen, zuk&#252;nftigen T&#228;tigkeit kaum in der Ausbildung gelernt haben. Das Direktorium und der wissenschaftliche Beirat des Interdisziplin&#228;ren Zentrums haben sich daher bei der Gr&#252;ndung des Zentrums im September 2001 zum Ziel gesetzt, den f&#228;cher&#252;bergreifenden Austausch auf den Grenzgebieten Medizin, Ethik und Recht zu f&#246;rdern. Die Zusammensetzung des Direktoriums und des Beirates aus national und international anerkannten Wissenschaftlern der Fachbereiche Theologie, Medizin, Philosophie und Recht garantiert f&#252;r die hohe Qualit&#228;t der Lehre und gibt den Teilnehmern des Studiengangs Gelegenheit, Kontakte und Erfahrungen &#252;ber das eigene Fachgebiet hinaus zu nutzen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Lehrinhalte des Masterstudiengangs</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Studieninhalte setzen sich zu gleichen Teilen aus den Bereichen Recht, Medizin und Ethik zusammen. Ankn&#252;pfend an seinen Hochschulabschluss m&#252;ssen die Studentinnen und Studenten Leistungen in den drei Disziplinen erbringen. Die medizinischen Lehrveranstaltungen vermitteln z.B. Grundlagenkenntnisse in Anatomie, klinische Psychologie oder Rechtsmedizin. Ethi-sche Veranstaltungen befassen sich mit allgemeinen Grundz&#252;gen der Ethik, Philosophie oder Theologie, ausgew&#228;hlten Fragestellungen der Medizinethik und Bioethik. Aktuelle Themen wie zum Beispiel das neue Gewebegesetz, die Problematik der Sterbehilfe, Anforderungen an eine wirksame Patientenverf&#252;gung oder aktuelle Diskussionen &#252;ber das Embryonenschutzgesetz sowie die Stammzellforschung sind Gegenstand des Studiums. Vorteilhaft dabei ist der interdisziplin&#228;re Ansatz des Lehrprogramms, weshalb die Themen aus verschiedenen Richtungen betrachtet werden und so ein besseres Gesamtbild der Thematik und letztendlich auch der Handhabung m&#246;glich ist.</Pgraph>
      <Pgraph>Hinzu kommt das umfangreiche Angebot an juristischen Vorlesungen und Seminaren. Alle f&#252;r das Medizinrecht entscheidenden Bereiche werden abgedeckt. Die Studenten erhalten Kenntnisse in den Bereichen des Arzthaftungs- und &#8211;vertragsrechts, Pflegeversicherungsrechts und Sozialrechts sowie von ausgew&#228;hlten, aktuellen Fragen des gesamten Medizinrechts einschlie&#223;lich der verfassungsrechtlichen Grundlagen. </Pgraph>
      <Pgraph>Bemerkenswert sind die Case Studies und das Kolloquium zur Vertiefung im Studiengang, die jedes Semester angeboten werden. Im Rahmen der Case Studies ist es den Studierenden m&#246;glich &#8222;Unterricht am Krankenbett&#8220; zu absolvieren. Dieser Unterricht wird bisher auf der interdisziplin&#228;ren Intensivstation und in der Hornhautbank des Universit&#228;tsklinikums durchgef&#252;hrt. Das Kolloquium bietet die M&#246;glichkeit, Erfahrungsberichte und Vortr&#228;ge von Pers&#246;nlichkeiten aus der medizinrechtlichen Praxis zu h&#246;ren und so den Blick f&#252;r die Gesamtzusammenh&#228;nge zu sch&#228;rfen.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Vorlesungen, Seminare und &#220;bungen sind zum Gro&#223;teil ausschlie&#223;lich f&#252;r die Studentinnen und Studenten des Studiengangs ausgelegt. Nur in Ausnahmef&#228;llen nehmen die Studierenden auch an den &#252;blichen Veranstaltungen der einzelnen Fachbereiche teil, was den interdisziplin&#228;ren Austausch vertieft. So besteht die M&#246;glichkeit an einer gerichtlich angeordneten Obduktion innerhalb der Vorlesung Rechtsmedizin teilzunehmen.</Pgraph>
      <Pgraph>Besonders interessant f&#252;r Teilnehmer mit juristischer Qualifikation ist, dass die rechtlichen Studieninhalte weitestgehend dem Anforderungskatalog f&#252;r den Fachanwaltslehrgang im Medizinrecht entsprechen und so eine willkommene Vorbereitung bieten k&#246;nnen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Zugangsvoraussetzungen</SubHeadline>
      <Pgraph>Voraussetzung f&#252;r die Zulassung ist ein abgeschlossenes Universit&#228;tsstudium in den F&#228;chern Jura, Medizin, Philosophie oder Theologie. Absolventen anderer Fachrichtungen k&#246;nnen unter Umst&#228;nden ebenfalls zugelassen werden. Derzeit sind unter den Studenten des Aufbaustudiengangs Absolventen der Fachrichtungen Jura, Medizin, Theologie, BWL und Bioinformatik vertreten. </Pgraph>
      <Pgraph>Regul&#228;rer Studienbeginn ist jeweils das Sommersemester, zu dem 20 Studenten zugelassen werden. Die Bewerbungsfrist endet jeweils am 31.Januar des Jahres.</Pgraph>
      <SubHeadline>Arbeitsumfang</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Regelstudienzeit des Masterstudiengangs Medizin-Ethik-Recht betr&#228;gt zwei Semester Vollzeitstudium. Bei berufsbegleitender Teilnahme ist ein Teilzeitstudium von vier Semestern m&#246;glich. Die Teilnahme von Jura- und Medizin- Absolventen bietet sich sowohl im Anschluss an das Erste wie auch an das Zweite Staatsexamen an. W&#228;hrend des Studiums m&#252;ssen von den Studierenden unter anderem mehrere Wahlpflichtmodule im Grundlagenbereich bzw. im Spezialisierungsbereich erbracht werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Anzahl der zu absolvierenden Module richtet sich nach der Eingangsqualifikation. Am Ende des zweiten Semesters ist eine Masterarbeit anzufertigen und nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird der &#8222;Master of Medicine, Ethics and Law&#8220; (M.mel.) verliehen.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Teilnahme an dem Studiengang ist auch f&#252;r Doktoranden oder bereits Berufst&#228;tige aufgrund einer relativ individuellen Einteilung der Arbeitsbelastung m&#246;glich. Gerade f&#252;r Interessierte an einer Doktorarbeit aus dem Bereich des Medizinrechts, der eine Vielzahl zu bearbeitender, aktueller Themen bereith&#228;lt, bietet der Studiengang hilfreiche Erg&#228;nzungen zu der eigenen Forschungsarbeit.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Kontakt">
      <MainHeadline>Kontakt</MainHeadline>
      <Pgraph>Interessenten f&#252;r den Masterstudiengangs &#8222;Medizin-Ethik-Recht&#8220; wenden sich bitte an Frau Dr. Junghans unter den folgenden Kontaktdaten oder besuchen die genannte Homepage:</Pgraph>
      <Pgraph>Interdisziplin&#228;res Zentrum Medizin-Ethik-Recht, Frau Dr. Kerstin Junghans, mer&#64;jura.uni-halle.de, Homepage: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.mer.uni-halle.de">http:&#47;&#47;www.mer.uni-halle.de</Hyperlink>, Tel: 0345&#47;55-23144&#47;-23142, Fax: 0345&#47;55-27070, Postanschrift: Martin-Luther-Universit&#228;t, 06099 Halle (Saale)</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Danksagung">
      <MainHeadline>Danksagung</MainHeadline>
      <Pgraph>Der Autor hat den  Studiengang in der juristischen Qualifikation erfolgreich abgeschlossen. Textbearbeitung und Ver&#246;ffentlichung von Sonja Blunk.</Pgraph>
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