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<GmsArticle>
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    <Identifier>zma000210</Identifier>
    <ArticleType>Projekt</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Großpraktika effizient gestalten</Title>
      <TitleAlternative>ein neuer Workshop für Lehrende in der Medizin</TitleAlternative>
      <TitleTranslated language="en">Arranging practicals for large classes efficiently </TitleTranslated>
      <TitleTranslatedAlternative>a new workshop for medical teachers</TitleTranslatedAlternative>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Öchsner</Lastname>
          <LastnameHeading>Öchsner</LastnameHeading>
          <Firstname>Wolfgang</Firstname>
          <Initials>W</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med., cand. MME (Bern), D.E.A.A.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Universitätsklinik Ulm, Abteilung Kardioanästhesiologie, Steinhövelstraße 9, 89075 Ulm, Deutschland, Tel.: 0731/500-21521, Fax: 0731/500-26757<Affiliation>Universitätsklinik Ulm, Abteilung Kardioanästhesiologie, Ulm, Deutschland</Affiliation>
</Address>
        <Email>wolfgang.oechsner@uni-ulm.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Fassnacht</Lastname>
          <LastnameHeading>Fassnacht</LastnameHeading>
          <Firstname>Ulrich</Firstname>
          <Initials>U</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med., cand. MME (Bern)</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universität Ulm, Abteilung Anatomie und Zellbiologie, Ulm, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>ulrich.fassnacht@uni-ulm.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science</Corporatename>
          <CorporateHeading/>
        </Corporation>
        <Address>Düsseldorf, Köln</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Medical education</Keyword>
      <Keyword language="en">didactics</Keyword>
      <Keyword language="en">teacher training</Keyword>
      <Keyword language="en">practicals</Keyword>
      <Keyword language="en">large classes</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinische Ausbildung</Keyword>
      <Keyword language="de">Didaktik</Keyword>
      <Keyword language="de">Dozententraining</Keyword>
      <Keyword language="de">Praktika</Keyword>
      <Keyword language="de">große Studierendenzahlen</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <Comment/>
    <DateReceived>20050825</DateReceived>
    <DatePublishedList>
<DatePublished>20051118</DatePublished>
</DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>22</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>210</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
<Pgraph>In der Medizinerausbildung stellen Praktika mit großen Studierendenzahlen (Großpraktika) eine gängige Veranstaltungsform dar. Diesen Großpraktika kommt eine wichtige Funktion beim Brückenschlag zwischen angeeignetem Wissen und praktischen Fertigkeiten zu. Ihre Gestaltung ist für die Lehrenden mit enormen organisatorischen, logistischen und didaktischen Herausforderungen verbunden, für die sich in der Literatur wenig Hilfe findet. Aufgrund entsprechender Nachfrage an der Medizinischen Fakultät Ulm haben wir deshalb einen neuen 1-tägigen Workshop zum Thema "Großpraktika effizient gestalten" entwickelt, der auf 5 Modulen beruht:  </Pgraph>
<Pgraph>1. Organisations- und Strukturmodelle  </Pgraph>
<Pgraph>2. Formulierung von Lernzielen  </Pgraph>
<Pgraph>3. Didaktik im Großpraktikum  </Pgraph>
<Pgraph>4. Lernstile  </Pgraph>
<Pgraph>5. Motivierung der Studierenden. </Pgraph>
<Pgraph>Der Workshop wurde im März 2005 mit 11 Teilnehmern erstmals durchgeführt und wird aufgrund der positiven Rückmeldungen künftig regelmäßig angeboten. </Pgraph>
</Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
<Pgraph>Practicals with a high number of participating students represent a current format in medical education. They play an important role as a bridge between acquired knowledge and practical skills. For medical teachers this means an enormous challenge in terms of organization, logistics and didactics, and there is little help to be found in literature. Because of a specific demand from our Medical Faculty we developed a new 1-day workshop entitled "Arranging practicals for large classes efficiently". It is based upon 5 modules: </Pgraph>
<Pgraph>1. Organizational and structural models  </Pgraph>
<Pgraph>2. Formulating goals and objectives  </Pgraph>
<Pgraph>3. Didactics of practicals for large classes  </Pgraph>
<Pgraph>4. Learning styles  </Pgraph>
<Pgraph>5. Motivating the students. </Pgraph>
<Pgraph>The workshop was performed with 11 participants for the first time in March 2005. Because of the positive feedback we will offer it regularly in the future.</Pgraph>
</Abstract>
    <TextBlock name="Einleitung" linked="yes">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline>
<Pgraph>Unser Ausgangspunkt war die Nachfrage aus der Medizinischen Fakultät Ulm nach einem Trainingsangebot für Lehrende, die in Praktika für große Studierendenzahlen (n &gt; 100) involviert sind.</Pgraph>
<Pgraph>Die Herausforderung für die Lehrenden bei der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung und bei der Durchführung dieser Großpraktika wurde als enorm erlebt. Insbesondere wurden folgende Punkte von der Zielgruppe als problematisch empfunden:</Pgraph>
<Pgraph>&#8226; Welche Lernziele strebe ich im Großpraktikum an? </Pgraph>
<Pgraph>&#8226; Welche räumlichen, didaktischen, kommunikativen Konzepte gibt es? Wie halte ich die Studierenden bei der Stange? </Pgraph>
<Pgraph>Eine solche Trainingsmöglichkeit stand der Fakultät bislang nicht zur Verfügung, und auch in der medizindidaktischen Literatur wird auf  Praktika mit großen Gruppen nur sporadisch eingegangen <TextLink reference="3"/>, <TextLink reference="4"/>, <TextLink reference="7"/>, <TextLink reference="13"/>, <TextLink reference="16"/>, <TextLink reference="21"/>.</Pgraph>
</TextBlock>
    <TextBlock name="Projektbeschreibung" linked="yes">
      <MainHeadline>Projektbeschreibung</MainHeadline>
<SubHeadline>1. Konzeptentwicklung</SubHeadline>
<Pgraph>Für den Workshop "Großpraktika effizient gestalten - Stärken der Veranstaltungsform nutzen, Schwächen kompensieren" erfolgte zunächst eine Abstimmung der Ziele und Inhalte zwischen den Moderatoren und Vertretern der Zielgruppe. Ergebnis war ein Konzept aus 5 "Modulen" (siehe Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). Alle 5 Module werden auch in der Literatur als wichtige Items gerankt <TextLink reference="17"/>. Die Gesamtstundenzahl wurde auf 9 UE konzipiert.</Pgraph>
<SubHeadline>2. Durchführung</SubHeadline>
<Pgraph>Der Workshop fand im März 2005 erstmalig mit 11 Teilnehmern aus 5 unterschiedlichen Fachbereichen statt. 5 Teilnehmer waren habilitiert. Moderatoren waren die beiden Autoren.</Pgraph>
<Pgraph>
<Mark1>2.1. Aktuelle Organisations- und Strukturmodelle</Mark1>
</Pgraph>
<Pgraph>Hier sollten organisatorische und strukturelle Fragen der jeweiligen Lehr- und Lernumgebung mit Hilfe mitgebrachter Eckdaten (siehe Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>) beantwortet werden.</Pgraph>
<Pgraph>Die Teilnehmer entwarfen und präsentierten Poster zur entsprechenden Darstellung ihres Großpraktikums. Insbesondere wurden Stärken und Schwächen bzw. Vorteile und Nachteile erläutert. So entstand ein Überblick über einige der üblichen Modelle für Großpraktika und der damit gemachten Erfahrungen. </Pgraph>
<Pgraph>
<Mark1>2.2. Professionelle Formulierung von Lernzielen für das Großpraktikum</Mark1>
</Pgraph>
<Pgraph>Aufgrund ihrer Prägnanz wählten wir die SMART-Kriterien (siehe Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>) als Matrix zur Lernzielformulierung <TextLink reference="18"/>. Vor allem das Kriterium "measurable" wurde trainiert, da hier noch deutliche Unsicherheiten bestanden. Die zentrale Bedeutung der Auswahl geeigneter Verben (z.B. "demonstrieren" statt "kennen", "darlegen" statt "wissen") wurde transparent gemacht <TextLink reference="11"/>. Auch im Peer-Review-Prozess erwies sich die SMART-Matrix als praktikable Arbeitsgrundlage.</Pgraph>
<Pgraph>In manchen Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass eine klare Formulierung und Kategorisierung der angestrebten Lernziele (knowledge - skills - attitudes; Reproduktion - Interpretation - Problemlösung) zur Infragestellung mancher praktischer Aufgaben führen kann.</Pgraph>
<Pgraph>
<Mark1>2.3. Didaktik im Großpraktikum als "best-of-both"-Modell </Mark1>
</Pgraph>
<Pgraph>Praktisch alle in Ulm gängigen Großpraktika verfügen über Plenaranteile und Anteile von Arbeit in Gruppen; in diesem Sinn haben wir Großpraktika als "Hybridformat" aus Vorlesung und Kleingruppenpraktikum definiert. Um tatsächlich beide Formate optimal zu nutzen, haben wir eine "best of both"-Strategie vermittelt (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). Wesentlich ist, dass jedes der verwendeten Veranstaltungsformate ganz bewusst so eingesetzt wird, dass es in optimaler Weise seine spezifischen Stärken ausspielen kann und so zum Lernerfolg beiträgt (<TextLink reference="1"/>, <TextLink reference="20"/>, <TextLink reference="23"/>). Die Rollen der Lehrenden können innerhalb der Lehrformate beträchtlich variieren <TextLink reference="8"/>.</Pgraph>
<Pgraph>Das Zusammenspiel von Plenum und Arbeit in der Gruppe kann zeitlich und räumlich kontinuierlich oder diskontinuierlich stattfinden. Auch für das quantitative Verhältnis von "Plenumsarbeit" zu "Arbeit in Gruppen" gibt es keine festen Regeln, wenngleich die Praxisanteile natürlich dominieren sollten.</Pgraph>
<Pgraph>Die Teilnehmer entwickelten Strategien, um das "best-of-both"-Modell für ihre konkreten Lernziele zu nutzen. Beispielhaft wurden einzelne Umsetzungsstrategien im Plenum präsentiert und diskutiert.</Pgraph>
<Pgraph>
<Mark1>2.4. Lernstile der Studierenden</Mark1>
</Pgraph>
<Pgraph>Exemplarisch wurde zunächst verdeutlicht, dass es differente Herangehensweisen an Lernsituationen gibt. Insbesondere das Lernstil-Modell nach Kolb (<TextLink reference="9"/>, <TextLink reference="12"/>, <TextLink reference="19"/>) wurde als nützliches Modell eingeführt. Für jeden Lernstil (Diverging - Assimilating - Converging - Accommodating) wählten die Teilnehmer  anhand konkreter Aufgaben passende Lehrmethoden, die für die Anwendung im Großpraktikum geeignet sind. </Pgraph>
<Pgraph>
<Mark1>2.5. Motivierung der Studierenden</Mark1>
</Pgraph>
<Pgraph>Im Rahmen einer Gruppenarbeit wurden 4 Motivierungsebenen in Form einer Motivierungspyramide (<TextLink reference="5"/>, <TextLink reference="15"/>, <TextLink reference="19"/>) vorgelegt. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, für jede Ebene (siehe Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) Situationen aus ihren Praktika auszuwählen, deren "Bewältigung" sich motivationssteigernd oder -hemmmend auswirken kann. Diese Strategien wurden  ansatzweise auch auf die Praktikumsbetreuer (Tutoren, wissenschaftliche Hilfskräfte) übertragen.</Pgraph>
</TextBlock>
    <TextBlock name="Evaluation des Workshops" linked="yes">
      <MainHeadline>Evaluation des Workshops</MainHeadline>
<Pgraph>Wir verwendeten den Standard-Evaluationsbogen der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik in Ulm. Der schriftliche Evaluationsbogen wurde von 8 Teilnehmern ausgefüllt. Die Bewertung erfolgte anhand von Schulnoten (1=sehr gut, 6=ungenügend) bzw. als Freitextangabe (siehe Tabellen 4, 5 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/> <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/>).</Pgraph>
</TextBlock>
    <TextBlock name="Diskussion und Ausblick" linked="yes">
      <MainHeadline>Diskussion und Ausblick</MainHeadline>
<Pgraph>Da Praktika mit großen Studierendenzahlen in der Medizin durchaus noch üblich sind, andererseits dazu wenig spezifische Weiterbildungsliteratur zur Verfügung steht, erscheint die Neukonzeption eines Workshops zum Thema "Großpraktika" lohnend - auch unter dem Blickwinkel des "faculty development"  (<TextLink reference="2"/>, <TextLink reference="6"/>, <TextLink reference="10"/>).</Pgraph>
<Pgraph>Die guten bis sehr guten Evaluationsergebnisse haben uns ermuntert, den Workshop in seiner grundsätzlichen Konzeption beizubehalten und regelmäßig anzubieten. Die kritische Selbstreflexion der Teilnehmer bezüglich eigener Praktikumsinhalte entspricht der aktuellen Diskussion in der Literatur (<TextLink reference="14"/>, <TextLink reference="16"/>). Dies wird von den Autoren als positiv gewertet. Wünschenswert aus Teilnehmersicht wäre die Aufnahme eines Moduls "Betreuerschulung" (Tutoren, Hilfskräfte) und aus Moderatorensicht die Hinzunahme eines Moduls "Prüfungen" (praxisorientierte Prüfungsverfahren). Im Zuge limitierter Zeitressourcen der potentiellen Zielgruppen muß allerdings zwischen Wünschenswertem und Praktikablem abgewogen werden.</Pgraph>
<Pgraph>Da möglicherweise ein interdisziplinärer Austausch innerhalb des Workshops neue Erfahrungshorizonte eröffnet, werden wir den Workshop auch für Naturwissenschaftler außerhalb der Medizin öffnen.</Pgraph>
</TextBlock>
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<Mark1>Tabelle 1: Workshop-Module (1 UE = 45 Minuten); TN = Teilnehmer</Mark1>
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<Mark1>Tabelle 2: Auswahl aus den Vorbereitungsaufgaben</Mark1>
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<Mark1>Tabelle 3: SMART-Kriterien</Mark1>
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<Mark1>Tabelle 5: Freitextangaben der Teilnehmer</Mark1>
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<Mark1>Tabelle 4: Evaluationsergebnisse (MW = Mittelwert, SD = Standardabweichung)</Mark1>
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<Mark1>Abbildung 1: Grundsätzliche Lehrformate und ihr Einsatz im Großpraktikum ("best-of-both"-Modell)</Mark1>
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<Mark1>Abbildung 2: 4 Ebenen der Motivierungspyramide</Mark1>
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