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    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000178</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001788</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Editorial</ArticleType>
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      <Title language="de">E-Medikation: Der lange Weg von der Theorie in die Praxis</Title>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Klinikum N&#252;rnberg Nord, Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1, 90419 N&#252;rnberg, Deutschland<Affiliation>Klinikum N&#252;rnberg, N&#252;rnberg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Manfred.Criegee-Rieck&#64;klinikum-nuernberg.de</Email>
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    <DatePublished>20171221</DatePublished></DatePublishedList>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>13</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>E-Medikation in der Schweiz, &#214;sterreich und Deutschland</IssueTitle>
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      <MainHeadline>Editorial</MainHeadline><Pgraph>Derzeit h&#246;rt man sie verst&#228;rkt wieder, die ungeduldigen Stimmen der Protagonisten des digitalen Fortschritts, denen die Transformation in unserem Gesundheitswesen zu langsam geht. Obgleich durch deren Software, so man sie nur erwerbe und einsetze, tausende von Menschenleben gerettet oder zumindest eine bessere Medizin verf&#252;gbar w&#228;re.</Pgraph><Pgraph>Dem w&#228;re zu entgegnen, dass Medizin egal ob &#42;anachronistisch&#42; oder mit digitaler Unterst&#252;tzung praktiziert, sich vorrangig am Wohle und der Sicherheit des Patienten orientiert. Bei einer Arzneimitteltherapie handelt es sich bekannterma&#223;en um einen Hochrisikoprozess in der Medizin. Was bedeutet, dass die Therapie eines Patienten an jeder Stelle eines Medikationsprozesses fehlerfrei und damit so sicher wie m&#246;glich zu gestalten ist. Digitale Produkte jeglicher Art, die ihre Markt- bzw. Betriebstauglichkeit zumeist im praktischen Einsatz beim Kunden erhalten, gelangen hier an ihre Grenzen. Ein t&#228;glicher Hochrisikoprozess im Wettstreit mit jahrelanger Kleinarbeit, um Kinderkrankheiten auszur&#228;umen, senkt nicht das Risiko f&#252;r den Patienten, sondern erh&#246;ht es inakzeptabel.</Pgraph><Pgraph>F&#252;hrte fr&#252;her die unleserliche Schrift des Therapeuten auf dem Rezept zu einem Medikationsfehler, sind es im digitalen Zeitalter Ungewissheiten bei der Bedeutung einer Therapieinformation, die den Therapeuten zu einer fehlerhaften Ma&#223;nahme verleitet. Oder es ist, aus aktueller Perspektive, ein Sicherheits-Patch f&#252;r das Betriebssystem eines Herstellers, der die f&#252;r einen Arzneimittel-Rezeptdruck notwendigen Nadeldrucker weitgehend lahmlegt.</Pgraph><Pgraph>Jeder fachkundige Therapeut wei&#223;, dass die Wirkung eines Fertigarzneimittels am Patienten nicht einzig aus den klinischen Eigenschaften der verwendeten chemischen Substanz abzuleiten ist. Insofern produziert die Informationstechnik mit ihrem Bed&#252;rfnis zur Informationsreduktion eine Ungewissheit f&#252;r den Konsumenten. Denn sobald wichtige Merkmale eines Fertigarzneimittels der Vereinheitlichung auf eine Wirkstoffinformation geopfert werden, trifft der Therapeut mangels dieser Angaben eine zumindest suboptimale Entscheidung.</Pgraph><Pgraph>Kleine und gro&#223;e Herausforderungen dieser Art werden von medizinischen Experten, Prozessverantwortlichen und Medizininformatikern in m&#252;hevoller Kleinarbeit &#252;ber Jahrzehnte hinweg ausgearbeitet und publiziert, um eine Arzneimitteltherapie auch k&#252;nftig mittels digitaler L&#246;sungen und Produkte sicher praktizieren zu k&#246;nnen. Ein dynamisches, dem Zeitgeist entsprechendes <Mark2>Just do it&#33;</Mark2> w&#228;re mit Sicherheit hierbei der falsche Ansatz&#33;   </Pgraph><Pgraph>Dieses Sonderheft &#8222;E-Medikation in der Schweiz, &#214;sterreich und Deutschland&#8220; veranschaulicht Ihnen in vier wissenschaftlichen Beitr&#228;gen wesentliche Teilbereiche der Digitalisierung des Medikationsmanagements. Jede der Arbeiten verdeutlicht dem geneigten Leser im Ansatz mit welchen Herausforderungen der Weg in die digitale Zukunft gepflastert ist und welche tragf&#228;higen L&#246;sungen gefunden und erarbeitet wurden. </Pgraph><Pgraph>Dabei wird ein internationaler Bogen gespannt, indem zun&#228;chst der Artikel von Kollmann und Kollegen die Entwicklung der e-Medikation als erste Anwendung der elektronischen Gesundheitsakte in &#214;sterreich (ELGA) aufzeigt <TextLink reference="1"></TextLink>. Die Anwendung steht seit 2016 neben dem e-Befund als ELGA-Anwendung zur Verf&#252;gung. </Pgraph><Pgraph>Anschlie&#223;end thematisiert der Artikel von Stroetmann die Herausforderungen und L&#246;sungsans&#228;tze bei der eineindeutigen Identifikation von Arzneimitteln in verschiedenen europ&#228;ischen L&#228;ndern <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse entstanden im Rahmen des Pilot-Projekts &#8218;Smart Open Services for European Patients&#8216; (epSOS). Dort wurde eine elektronische Infrastruktur getestet die den Zweck hatte, Dokumente mit Patienten-Notfalldaten sowie e-Rezepte zwischen ausgew&#228;hlten Mitgliedsstaaten der Europ&#228;ischen Union (EU) auszutauschen.</Pgraph><Pgraph>Zwei weitere Beitr&#228;ge schildern Projekte zum Bundeseinheitlichen Medikationsplan in Deutschland. Hoffmann und Kollegen veranschaulichen in ihrem Beitrag, welche organisatorischen und technischen Barrieren &#252;berwunden werden m&#252;ssen, um einen elektronischen Datenaustausch zu erm&#246;glichen. Dabei betrachten sie besonders das Ultrakurzformat (UKF) und HL7 FHIR <TextLink reference="3"></TextLink>. Demgegen&#252;ber entwerfen Thoma und Kollegen ein Erhebungsinstrument, mit dem Optimierungspotenzial bez&#252;glich Akzeptanz und Praktikabilit&#228;t des Bundeseinheitlichen Medikationsplans erhoben werden und in die Gestaltung zuk&#252;nftiger Versionen einflie&#223;en kann <TextLink reference="4"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Letzthin erkennen Sie in jedem der nachfolgenden Beitr&#228;ge, dass die Gew&#228;hrleistung der Arzneimitteltherapiesicherheit und damit der Schutz des Patienten, oberste Maxime der dort forschenden Autorinnen und Autoren war. In diesem Sinne mag auch das Zitat des bekannten Aphoristikers Gabriel Laub verstanden werden: &#8222;Der Computer arbeitet deshalb so schnell, weil er nicht denkt&#33;&#8220;</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTitle>Zur Interoperabilit&#228;t des bundeseinheitlichen Medikationsplanes &#8211; vom &#8222;Ultrakurzformat&#8220; zu HL7-Standards</RefTitle>
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        <RefTotal>Hoffmann C, Meyer K, Elze R. Zur Interoperabilit&#228;t des bundeseinheitlichen Medikationsplanes &#8211; vom &#8222;Ultrakurzformat&#8220; zu HL7-Standards. GMS Med Inform Biom Epidemiol. 2017;13(2):Doc08. DOI: 10.3205&#47;mibe000175</RefTotal>
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        <RefTotal>Kollmann A, Hameed AS, Sabutsch SW. Die Entwicklung der e-Medikation als ELGA-Anwendung in &#214;sterreich. GMS Med Inform Biom Epidemiol. 2017;13(2):Doc10. DOI: 10.3205&#47;mibe000177</RefTotal>
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