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    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000163</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001635</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
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      <Title language="de">Multinomiale, ordinale und stereotype logistische Regression &#8211; eine Einf&#252;hrung in die Regressionsanalyse kategorialer Zielvariablen</Title>
      <TitleTranslated language="en">Multinomial, ordinal and stereotype logistic regression &#8211; an introduction to the regression analysis of categorial outcome variables</TitleTranslated>
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          <Lastname>Kersten</Lastname>
          <LastnameHeading>Kersten</LastnameHeading>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Fachbereich Arbeit und Gesundheit, N&#246;ldnerstrasse 40&#8211;42, 10317 Berlin, Germany<Affiliation>Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin, Deutschland</Affiliation><WebPage>http:&#47;&#47;www.baua.de</WebPage></Address>
        <Email>kersten.norbert&#64;baua.bund.de</Email>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">multinomial</Keyword>
      <Keyword language="en">ordinal and stereotype regression</Keyword>
      <Keyword language="en">logistic regression model</Keyword>
      <Keyword language="en">categorial outcome variables</Keyword>
      <Keyword language="de">multinomiale</Keyword>
      <Keyword language="de">ordinale und stereotype Regression</Keyword>
      <Keyword language="de">logistisches Regressionsmodell</Keyword>
      <Keyword language="de">kategoriale Zielvariablen</Keyword>
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    <DatePublished>20160218</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>12</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>01</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Seit rund drei Jahrzehnten gibt es in der Literatur eine Reihe geeigneter Regressionsmodelle zur Analyse kategorialer Outcome-Variablen. Diese sind inzwischen in den gro&#223;en Statistik-Softwarepaketen implementiert. Diese &#220;bersicht soll einige f&#252;r Medizin und Gesundheitswissenschaften geeignete Modelle darstellen, wobei das Schwergewicht auf den weniger bekannten stereotypen Modellen liegt. Die ordinalen  und die multinomialen Modelle sind seit l&#228;ngerem in Gebrauch.</Pgraph><Pgraph>Der Artikel richtet sich an Anwender. Er beschreibt die Typen von kategorialen Daten, Modellen und deren Implementierungen, auf Sch&#228;tz- und Inferenztheorie wird verzichtet. Es wird gezeigt, wie in Abh&#228;ngigkeit von der Ordnungsstruktur der Zielvariablen Modelle ausgew&#228;hlt und wie die Modellparameter interpretiert werden k&#246;nnen. Dies wird durch je ein Beispiel zum multinomialen und zum stereotypen Modell illustriert, Erl&#228;uterungen zum Umgang mit der Software sind eingeschlossen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>For about three decades now a number of suitable regression models for categorical outcome variables have been described in the literature. These are also available as analysis tools in statistical software packages. This overview presents some of the models which are suitable for medicine and health sciences. The lesser-known stereotypical model in particular is emphasized since the ordinal and the multinomial models have been in use for some time.</Pgraph><Pgraph>The article is aimed at statistics users: It covers types of categorical data, models and their implementation in statistical software. Estimation and inference theory is omitted. It demonstrates, firstly, model selection depending on the order structure of the outcome variables and, secondly, appropriate interpretation of the model parameters. This is illustrated by one example each for the multinomial and the stereotypical model. Notes to use the software are included.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die Analyse kategorialer Daten ist fester Bestandteil medizinischer und gesundheitswissenschaftlicher Studien. Dies gilt f&#252;r diverse statistische Prozeduren wie z.B. die Analyse von Kontingenztafeln, aber nur eingeschr&#228;nkt f&#252;r Regressionsmodelle mit kategorialen Zielvariablen. Diese Modelle fordern einigen Aufwand bei der Modellwahl und der Interpretation der z.T. zahlreichen Modellparameter. Viele Autoren dichotomisieren aus diesen &#8211; oder anderen Gr&#252;nden &#8211; die Zielvariable ihrer Modelle und beschr&#228;nken sich auf die bin&#228;re logistische Regression, andere Autoren sprechen sich gegen ein solches Vorgehen aus, z.B. <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. Die Reduzierung beobachteter Kategorien auf Bin&#228;rdaten ist mit einigem Informationsverlust verbunden, denn f&#252;r die einzelnen Outcome-Kategorien eines Modells mit nichtreduzierter Zielvariable k&#246;nnen durchaus differenzierte und interessante Effekte der Regressoren sch&#228;tzbar sein. Seit mindestens drei Jahrzehnten gibt es hierf&#252;r eine Reihe geeigneter Modellans&#228;tze. Diese Arbeit soll eine &#220;bersicht &#252;ber die vorhandenen Modelle geben, soll zeigen, wie in Abh&#228;ngigkeit von der Ordnungsstruktur der Zielvariablen Modelle ausgew&#228;hlt und wie die Modellparameter interpretiert werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>In Beobachtungs-, Register- oder experimentellen Studien werden dort, wo keine metrischen Zielvariablen erfasst werden k&#246;nnen, Gegebenheiten in Form von Ereignissen, Zust&#228;nden, Eigenschaften usw. registriert. Solche Gegebenheiten werden als Mengen von Kategorien A<Subscript>j</Subscript> (j&#61;1,&#8230;,J; J&#62;2) beschrieben, diese Mengen k&#246;nnen vollst&#228;ndig geordnet oder auch v&#246;llig ungeordnet sein, dazwischen sind auch teilgeordnete Mengen m&#246;glich. Je nach Ausgangslage k&#246;nnen hier verschiedene Modelle notwendig sein, ihnen gemeinsam ist, dass die Zielvariable einer Multinomialverteilung folgt. Voraussetzung daf&#252;r ist, dass eine eindeutige Relation zwischen der Menge der Beobachtungseinheiten und der Menge der Kategorien besteht, d.h. jeder Beobachtungseinheit wird <Mark2>genau</Mark2> eine Kategorie zugeordnet.</Pgraph><Pgraph>In D&#246;ring&#47;Bortz <TextLink reference="3"></TextLink> wird gefordert, die Zuweisung der Beobachtungseinheiten zu Kategorien anhand von Merkmalen bzw. Merkmalskombinationen so vorzunehmen, dass dabei drei Kriterien erf&#252;llt sind:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Genauigkeit: Die Merkmalsauspr&#228;gungen sollen so definiert sein, dass f&#252;r jede Beobachtungseinheit feststellbar ist, welche Auspr&#228;gung vorliegt.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Exklusivit&#228;t: Die Merkmalsauspr&#228;gungen sollen sich gegenseitig ausschlie&#223;en, so dass jede Beobachtungseinheit h&#246;chsten einer Kategorie zugeordnet wird.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Exhaustivit&#228;t: Die Merkmalsauspr&#228;gungen sollen ein Merkmal bzw. eine Merkmalskombination ersch&#246;pfend beschreiben, so dass jede Beobachtungseinheit mindestens einer Kategorie zugeordnet werden kann.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Die Forderungen in <TextLink reference="3"></TextLink> sind in ihrer Gesamtheit &#228;quivalent mit der Forderung einer eindeutigen Relation zwischen der Menge der Beobachtungseinheiten und der Menge der Kategorien. F&#252;r den Praktiker wird es n&#252;tzlicher sein, das Erf&#252;lltsein dieser drei Kriterien zu pr&#252;fen als die Eindeutigkeit einer Relation nachzuweisen, insbesondere dann, wenn die erhobenen Beobachtungen ohne genaue Vorstellungen &#252;ber die sp&#228;tere Datenanalyse in Kategorien &#252;berf&#252;hrt werden sollen.</Pgraph><Pgraph>Im gesundheitswissenschaftlichen Kontext sind solche Kategorien z.B. eine Krankheit oder ein Krankheitsstadium mit einer bestimmten Diagnose, der Vitalstatus ohne oder mit einer bestimmten Todesursache.  So k&#246;nnen in Folge einer Einwirkung von Asbestfaserst&#228;uben sowohl fibrogene Wirkungen im Bereich des Lungenparenchyms (Asbestose), pleurale L&#228;sionen (Plaques und Verkalkungen) als auch Bronchialkarzinom und Mesotheliom auftreten <TextLink reference="4"></TextLink>. Diese Krankheiten k&#246;nnen einzeln oder gemeinsam vorkommen. Die Kategorienbildung muss folglich Uni- und Multimorbidit&#228;t bei den Probanden ber&#252;cksichtigen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Modelle f&#252;r kategoriale Zielvariablen">
      <MainHeadline>2 Modelle f&#252;r kategoriale Zielvariablen</MainHeadline><Pgraph>Bei N Wiederholungen einer Beobachtung oder eines Experiments werden die Kategorien A<Subscript>j</Subscript> im Zusammenhang mit weiteren Variablen (Pr&#228;diktoren) X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript> unter der Zielstellung beobachtet, einen funktionalen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Kategorie A<Subscript>j</Subscript> und den dabei beobachteten Werten der Variablen X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript> herzustellen. Bei den bislang eingesetzten verallgemeinerten linearen Modellen ist dabei von unabh&#228;ngigen Wiederholungen ausgegangen worden. Inzwischen gestatten die GEE-Modelle auch unterschiedliche Anzahlen von Wiederholungsbeobachtungen innerhalb von Probanden bzw. korrelierte Beobachtungen von Probanden in &#252;bergeordneten Einheiten (z.B. Interventionsgruppen) zu analysieren. Von den hier vorgestellten Modellen ist bisher nur das ordinale Modell als GEE-Modell implementiert (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>&#220;blicherweise werden dabei die Kategorien A<Subscript>j</Subscript> mit Zahlenwerten, z.B. 1,&#8230;,J, codiert. In einer einzelnen Beobachtung wird nun statt der Kategorien A<Subscript>j</Subscript> eine Zufallsgr&#246;&#223;e Y registriert, die Werte aus der Menge &#123;1,&#8230;,J&#125; annimmt, beobachtet wird also ein Vektor (Y, X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript>). Zwischen den bedingten Wahrscheinlichkeiten p<Subscript>j</Subscript>&#61;P(Y&#61;j&#124;X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript>) und den Pr&#228;diktorvariablen X<Subscript>i</Subscript> (i&#61;1,&#8230;,I) ist ein modellm&#228;&#223;iger Zusammenhang herzustellen, dieser Zusammenhang wird &#252;blicherweise in Form eines verallgemeinerten linearen Modells dargestellt. Mit Hilfe einer Verteilungsfunktion F als Linkfunktion und den Modellparametern &#946;<Subscript>ij</Subscript> lassen sich die Wahrscheinlichkeiten p<Subscript>j</Subscript> als Funktion einer Linearkombinationen der Variablen X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript> darstellen:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="1" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(1)</Mark1></Pgraph><Pgraph>H&#228;ufig verwendete Funktionen f&#252;r F sind die Verteilungsfunktion &#934; der Normalverteilung (Probitanalyse) und die Verteilungsfunktion F(t) &#61; 1&#47;(1&#43;exp(-t)) der logistischen Verteilung, wobei in Medizin und Gesundheitswissenschaften vor allem die logistischen Regressionsmodelle Anwendung finden.</Pgraph><Pgraph>Es gibt eine Reihe von Regressionsmodellen, die auf dem logistischen Modellansatz beruhen, aber verschiedene Formen der Parametrisierung aufweisen. Bei Anwendern bekannt sind das multinomiale und das ordinale logistische Modell, weniger bekannt ist das stereotype logistische Modell. Der Einsatz dieser drei Modelle erfolgt je nach gegebener Ordnungstruktur der beobachteten Kategorienmenge. Wesentliche Begriffe f&#252;r die Auswahl des geeigneten Regressionsmodells sind die <Mark2>Dimensionalit&#228;t</Mark2> und die <Mark2>Unterscheidbarkeit</Mark2> <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Dimensionalit&#228;t eines funktionalen Zusammenhanges zwischen einer kategorialen Variablen Y und den Pr&#228;diktoren X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript> ist durch die Anzahl an linearen Funktionen <ImgLink imgNo="2" imgType="inlineFigure"/> festgelegt, die ben&#246;tigt wird, um den funktionalen Zusammenhang zu beschreiben <TextLink reference="5"></TextLink>. Wenn nur eine lineare Funktion <ImgLink imgNo="2" imgType="inlineFigure"/> n&#246;tig ist, um zwischen allen Kategorien, auf denen Y basiert, zu unterscheiden, ist die Beziehung eindimensional. Kann die lineare Funktion nur zwischen einer Teilmenge der Kategorien von Y unterscheiden und eine andere lineare Funktion unterscheidet zwischen den Kategorien einer anderen, nicht notwendig zur ersten durchschnittsfreien Teilmenge, ist der funktionale Zusammenhang mindestens zweidimensional. Das ordinale Modell z.B. beschreibt eine 1-dimensionale, das multinomiale Modell eine (J-1)-dimensionale Beziehung.</Pgraph><Pgraph>Die Dimensionalit&#228;t eines funktionalen Zusammenhanges baut auf dem Begriff der Unterscheidbarkeit auf. Ein Paar von Kategorien hei&#223;t nichtunterscheidbar hinsichtlich der Variablen X<Subscript>i</Subscript>, wenn X<Subscript>i</Subscript> nicht pr&#228;diktiv f&#252;r diese beiden Kategorien ist. Ist z.B. X<Subscript>i</Subscript> nicht pr&#228;diktiv f&#252;r die Kategorien j<Subscript>1</Subscript> und j<Subscript>2</Subscript>, aber pr&#228;diktiv f&#252;r die beiden Kategorien &#123;j<Subscript>1</Subscript>, j<Subscript>2</Subscript>&#125; und j<Subscript>3</Subscript>, dann hei&#223;en die Kategorien j<Subscript>1</Subscript> und j<Subscript>2</Subscript> nicht unterscheidbar f&#252;r X<Subscript>i</Subscript> <TextLink reference="5"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Im Folgenden werden drei logistische Modelle f&#252;r kategoriale Zielvariablen dargestellt und es wird gezeigt, wie sich Wirkungszusammenh&#228;nge zwischen Outcome- und Pr&#228;diktorvariablen mit unterschiedlichen Dimensionen damit modellieren lassen.</Pgraph><SubHeadline>2.1 Das multinomiale logistische Regressionsmodell</SubHeadline><Pgraph>Die Grundform des multinomialen logistischen <TextGroup><PlainText>Regression</PlainText></TextGroup>smodells (MNLM) ist durch</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="3" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(2)</Mark1></Pgraph><Pgraph>gegeben <TextLink reference="7"></TextLink>. Der Term im Nenner von (2) dient der Normierung der Wahrscheinlichkeiten, so dass <ImgLink imgNo="4" imgType="inlineFigure"/> gilt. Die Parameter &#946; in diesem Modellansatz sind jedoch nicht eindeutig sch&#228;tzbar, aus diesem Grund m&#252;ssen Restriktionen an die Parameter gestellt werden. Eine h&#228;ufig verwendete Restriktion an die Parameter ist, eine der beobachteten Kategorien als Referenz auszuw&#228;hlen, z.B. das Nichtvorliegen einer  Krankheit, und deren Parameter auf Null zu setzen. Zweckm&#228;&#223;igerweise codiert man diese Kategorie mit dem Wert 1 oder J, so dass sich eine einfachere Interpretation der Parametersch&#228;tzungen ergibt. W&#228;hlt man als Referenz die mit J codierte Kategorie, so ist &#946;<Subscript>iJ</Subscript> &#61; 0 (i&#61;0,&#8230;,I) und (2) nimmt f&#252;r j&#61;1,&#8230;,J-1 die Form</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="5" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(3)</Mark1></Pgraph><Pgraph>an. Die Wahrscheinlichkeit f&#252;r die Kategorie A<Subscript>J</Subscript> l&#228;sst sich dann mittels <ImgLink imgNo="6" imgType="inlineFigure"/> aus den Wahrscheinlichkeiten der &#252;brigen Kategorien rekonstruieren. Eine andere Form der Restriktion w&#228;re es, die Summe der Parameter &#946;<Subscript>ij</Subscript> &#252;ber j auf Null zu setzen. &#196;hnlich wie in der Varianzanalyse, wo die Summe der Abweichungen der Zellenmittel vom Gesamtmittel auf Null gesetzt wird, werden dann die Parameter als Abweichungen von einem mittleren Responseniveau interpretiert <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Beim MLNM wird &#8211; mit Ausnahme der Referenzkategorie &#8211; f&#252;r jede Outcome-Kategorie ein Satz Parameter gesch&#228;tzt. Die Interpretation dieser Parameter kann aufwendig sein, da nicht nur die Effekte der Pr&#228;diktoren in Relation zur Referenzkategorie sondern auch die Effekte hinsichtlich aller anderen Kombinationen je zweier Outcome-Kategorien betrachtet werden sollten. F&#252;r die Odds zweier Outcome-Kategorien (j<Subscript>1</Subscript>&#8800;j<Subscript>2</Subscript>) gilt:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="7" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(4)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Die Relation der Wahrscheinlichkeiten f&#252;r das Auftreten der Kategorien <ImgLink imgNo="8" imgType="inlineFigure"/> oder <ImgLink imgNo="9" imgType="inlineFigure"/> unter der Bedingung (X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>J</Subscript>) h&#228;ngt daher von der Differenz der Parameter ab. Eine Outcome-Kategorie wird also h&#228;ufiger auftreten als eine andere, wenn entsprechende Unterschiede in den Effekten der Pr&#228;diktoren und&#47;oder den Achsenabschnittsparametern vorhanden sind.</Pgraph><Pgraph>&#196;ndert sich der Wert eines Pr&#228;diktors X<Subscript>i</Subscript> um einen Einheitsbetrag &#916;X<Subscript>i</Subscript> &#61;1 (Wechsel zu einer benachbarten Kategorie auf einer kategorialen Skala oder eine metrische Einheit auf einer Intervallskala) folgt:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="10" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(5)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Somit &#228;ndert sich das Odds-Verh&#228;ltnis der Outcome-<TextGroup><PlainText>Kategorie j</PlainText><Subscript>1</Subscript></TextGroup> gegen&#252;ber der Outcome-Kategorie j<Subscript>2</Subscript> bei &#196;nderung des Pr&#228;diktors X<Subscript>i</Subscript> um einen Einheitsbetrag &#916;X<Subscript>i</Subscript> um den Faktor <ImgLink imgNo="11" imgType="inlineFigure"/>. Ist j<Subscript>2</Subscript> der Index der Referenzkategorie, dann ist <ImgLink imgNo="12" imgType="inlineFigure"/> gleich 0 und (5) nimmt eine Form an, wie man sie vom bin&#228;ren logistischen Modell kennt. Mit Hilfe der Parameter &#946;<Subscript>ij</Subscript> lassen sich alle Relationen zwischen den Wahrscheinlichkeiten der Outcome-Kategorien und die Effekte der Pr&#228;diktoren auf diese Relationen in Form von Odds-Ratios beschreiben.</Pgraph><Pgraph>Das multinomiale Modell liefert die bestm&#246;gliche Anpassung an die Daten auf Kosten einer gro&#223;en Anzahl von Parametern, deren Interpretation schwierig sein kann <TextLink reference="8"></TextLink>, da Redundanzen unter den Pr&#228;diktoreffekten einiger Outcome-Kategorien auftreten k&#246;nnen.</Pgraph><SubHeadline>2.2. Das ordinale logistische Regressionsmodell</SubHeadline><Pgraph>Das ordinale logistische Regressionsmodell (OLM), auch als kumulatives logistisches Modell bekannt, ist eine von mehreren M&#246;glichkeiten <TextLink reference="9"></TextLink> zur Analyse ordinaler Outcomes. In seiner formalen Modellstruktur bietet es Vergleichsm&#246;glichkeiten mit den anderen hier vorgestellten Modellen. Im OLM reduziert sich die Zahl der Parameter, indem zwar f&#252;r jede Outcome-Kategorie ein spezifischer Achsenabschnittsparameter &#946;<Subscript>0j</Subscript>  in das Modell aufgenommen wird, die Effektparameter &#946;<Subscript>i</Subscript> der Pr&#228;diktoren aber als unabh&#228;ngig von den Outcome-Kategorien angesetzt werden. Praktisch ist es jedoch nicht mit den beiden anderen vorgestellten Modellen vergleichbar, weil die Modellierung nominaler Daten hiermit nicht m&#246;glich ist. Voraussetzung ist, dass die zugrunde liegenden Kategorien einer 1-dimensionalen Ordnungsrelation unterliegen und somit in auf- oder absteigender Reihenfolge kumuliert werden k&#246;nnen. Das Modell sagt dann die Wahrscheinlichkeit f&#252;r das Auftreten kumulierter Kategorien bis zu einem vorgegebenen Index j (j&#60;J) voraus:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="13" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(6)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Im Modellansatz (6) sind die Parameter ohne weitere Restriktionen identifizierbar. Das Verh&#228;ltnis der Wahrscheinlichkeiten f&#252;r das Auftreten kumulierter Kategorien &#123;A<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,A<Subscript>j1</Subscript>&#125; und &#123;A<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,A<Subscript>j2</Subscript>&#125; unter der Bedingung (X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript>) h&#228;ngt nun nicht mehr von den Pr&#228;diktoren ab und reduziert sich auf:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="14" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(7)</Mark1></Pgraph><Pgraph>D.h. die Odds f&#252;r die kumulierten Kategorien sind proportional &#252;ber alle Auspr&#228;gungen der Pr&#228;diktoren hinweg mit der exponierten Differenz der Achsenabschnittsparameter als Proportionalit&#228;tsfaktor. Dies bedeutet, dass dieses Modell nur anwendbar ist, wenn die Pr&#228;diktoren in allen Kumulationsstufen gleiche Effekte aufweisen (Proportional-Odds-Bedingung). Man kann dies n&#228;herungsweise pr&#252;fen, wenn man aus den kumulierten Kategorien &#123;A<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,A<Subscript>j</Subscript>&#125; und &#123;A<Subscript>j&#43;1</Subscript>,&#8230;,A<Subscript>J</Subscript>&#125; (j&#61;1,&#8230;,J-1) eine Folge bin&#228;rer Kategorien bildet und jeweils ein bin&#228;res logistisches Regressionsmodell sch&#228;tzt. Die Regressionskoeffizienten f&#252;r die Pr&#228;diktoren sollten in allen Modellen ann&#228;hernd gleich sein. Ein gemeinsamer Plot der Log-Odds aller Modelle &#252;ber einer Pr&#228;diktorenachse sollte dann nahezu parallele Graden ergeben.</Pgraph><Pgraph>Der Effekt eines Pr&#228;diktors X<Subscript>i</Subscript> bei &#196;nderung um einen Einheitsbetrag &#916;X<Subscript>i</Subscript>&#61;1 ergibt sich zu OR(&#916; X<Subscript>i</Subscript>)&#61;exp&#123;&#946;<Subscript>i</Subscript>&#125;. Die Wahrscheinlichkeiten f&#252;r das Auftreten einzelner Kategorien werden als Differenz der Wahrscheinlichkeiten zweier benachbarter kumulierter Kategorien mit dem Index j und j&#43;1 berechnet. F&#252;r den Index J gilt P(Y&#61;J&#124;X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript>) &#61; 1 &#8211; P(Y&#8804;(J-1)&#124;X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>I</Subscript>).</Pgraph><Pgraph>Das ordinale Regressionsmodell wurde ausf&#252;hrlich und mit Beispielen in <TextLink reference="10"></TextLink> dargestellt, ebenso ist dort eine anschauliche Erl&#228;uterung der Proportional-Odds-Bedingung zu finden. Einen breiten &#220;berblick zu logistischen Regressionsmodellen mit geordneten Zielvariablen findet man in <TextLink reference="11"></TextLink> und <TextLink reference="12"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>2.3 Das stereotype logistische Regressionsmodell</SubHeadline><Pgraph>Das stereotype logistische Regressionsmodell (SLM) wurde von Anderson 1984 unter dem Aspekt entwickelt, die enge proportional-odds-Voraussetzung des ordinalen Modells zu umgehen und andererseits ein sparsameres Modell als das multinomiale logistische Modell zur Verf&#252;gung zu haben <TextLink reference="5"></TextLink>. &#196;hnlich zu diesen beiden Modellen ist das stereotype logistische Modell f&#252;r den Einsatz mit kategorialen abh&#228;ngigen Variablen gedacht, wobei diese nominal oder ordinal skaliert sein k&#246;nnen. Die Outcome-Kategorien k&#246;nnen geordnet sein, dies ist aber keine Voraussetzung wie im ordinalen Modell. Insbesondere ist das SLM f&#252;r teilgeordnete Outcome-Kategorien geeignet, z.B. wenn man zwischen den Kategorien <Mark2>GESUND</Mark2> und <Mark2>VERSTORBEN</Mark2> verschiedene Krankheiten &#8211; oder ihre Stadien &#8211; in disjunkte Kategorien fasst, die sich nicht als Gesamtmenge rangskalieren lassen. Es l&#228;sst sich auch anstelle des multinomialen logistischen Modells verwenden, wenn einige der Outcome-Kategorien gleiche Effekte der Pr&#228;diktoren aufweisen.</Pgraph><Pgraph>Das stereotype logistische Regressionsmodell stellt einen Kompromiss zwischen dem ordinalen und dem multinomialen logistischen Regressionsmodell dar <TextLink reference="13"></TextLink>. Es ben&#246;tigt mehr Parameter als das ordinale Modell, im g&#252;nstigen Fall aber deutlich weniger als das multinomiale Modell. Wenn sich die Outcome-Kategorien in einer Dimension ordnen lassen, &#228;hnelt das stereotype Modell dem ordinalen Modell, wenn die Outcome-Kategorien keinerlei Ordnungsstruktur aufweisen, dann entspricht das stereotype Modell dem multinomialen Modell mit einer anderen Form der Parametrisierung. Konkret hat das (eindimensionale) stereotype logistische Regressionsmodell die Form:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="15" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(8)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Analog dem multinomialen logistischen Modell wird die Wahrscheinlichkeit f&#252;r das Auftreten einer Kategorie A<Subscript>j</Subscript> unter der Bedingung (X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>J</Subscript>) kategorienspezifisch bestimmt, der Effekt der Variablen X<Subscript>j</Subscript> ist jedoch wie im ordinalen Modell f&#252;r alle Kategorien gleich. Im Unterschied zum ordinalen Modell werden Parameter &#966;<Subscript>j</Subscript> eingef&#252;hrt, die den summativen Effekt der Variablen X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>J</Subscript> gewichten, so dass einerseits die adjustierten Effekte der Pr&#228;diktoren erhalten bleiben, andererseits aber der gewichtete Gesamteffekt der Pr&#228;diktoren zwischen den <TextGroup><PlainText>Outcome</PlainText></TextGroup>-Kategorien variieren kann. Diese Variation der Effekte &#8222;befreit&#8220; das Modell quasi von der proportional-odds-Bedingung. Da auch in diesem Modell die Parameter nicht eindeutig sch&#228;tzbar sind, werden Restriktionen eingef&#252;hrt. Im Modellansatz (8) reicht es aus, diese auf die &#966;-Koeffizienten zu beschr&#228;nken. Analog zum MNLM wird eine Outcome-Kategorie als Referenzkategorie festgelegt, deren Parameter auf Null gesetzt wird, z.B. &#966;<Subscript>1</Subscript>&#61;0. F&#252;r eine weitere Kategorie wird &#966;<Subscript>j</Subscript>&#61;1 festgelegt. Mit diesen beiden Festlegungen sind sowohl die &#966;- als auch die &#946;-Koeffizienten eindeutig sch&#228;tzbar.</Pgraph><Pgraph>Hinsichtlich der Interpretation der Parameter ist das stereotype logistische Modell &#228;hnlich aufwendig wie das multinomiale logistische Modell, da analog zu diesem die Effekte aller Kombinationen je zweier Outcome-Kategorien betrachtet werden sollten. F&#252;r die Odds zweier <TextGroup><PlainText>Outcome</PlainText></TextGroup>-Kategorien (j<Subscript>1</Subscript>&#8800;j<Subscript>2</Subscript>) gilt:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="16" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(9)</Mark1></Pgraph><Pgraph>D.h. die Relation der Wahrscheinlichkeiten f&#252;r das Auftreten der Kategorien <ImgLink imgNo="8" imgType="inlineFigure"/> oder <ImgLink imgNo="9" imgType="inlineFigure"/> unter gegebenen (X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;,X<Subscript>J</Subscript>) h&#228;ngt in dem Ma&#223;e von den Pr&#228;diktoren ab, wie sich die Parameter &#966;1 und &#966;2 voneinander unterscheiden. Sind beide Parameter gleich, dann ist <ImgLink imgNo="17" imgType="inlineFigure"/> das Verh&#228;ltnis der Basiswahrscheinlichkeiten der Kategorien <ImgLink imgNo="8" imgType="inlineFigure"/> und <ImgLink imgNo="9" imgType="inlineFigure"/> in der Referenzgruppe und die Pr&#228;diktoren haben keinen Effekt auf die Relation der Wahrscheinlichkeiten.</Pgraph><Pgraph>&#196;ndert sich der Wert eines Pr&#228;diktors X<Subscript>i</Subscript> um einen Einheitsbetrag &#916;X<Subscript>i</Subscript> (Wechsel zu einer benachbarten Kategorie auf einer kategorialen Skala oder eine metrische Einheit auf einer Intervallskala) folgt analog zu (5):</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="18" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(10)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Somit &#228;ndert sich das Odds-Verh&#228;ltnis der <TextGroup><PlainText>Outcome</PlainText></TextGroup>-<TextGroup><PlainText>Kategorie j</PlainText><Subscript>1</Subscript></TextGroup> gegen&#252;ber der Outcome-Kategorie j<Subscript>2</Subscript> um den Faktor <ImgLink imgNo="19" imgType="inlineFigure"/> bei &#196;nderung des Pr&#228;diktors X<Subscript>i</Subscript> um einen Einheitsbetrag &#916;X<Subscript>i</Subscript>. F&#252;r die Referenzkategorie ist &#966;<Subscript>j</Subscript>&#61;0 zu setzen.</Pgraph><Pgraph>Sind alle &#966;-Koeffizienten deutlich voneinander verschieden, so lassen sie sich in einer Rangfolge anordnen. Diese Rangfolge bestimmt dann eine Ordnungsrelation der Kategorien A<Subscript>j</Subscript>, d.h. die Ordinalit&#228;t der Zielvariablen muss nicht von vorn herein gegeben sein, sondern sie wird &#252;ber die Effektst&#228;rke der Pr&#228;diktoren auf die Zielvariable bestimmt. Eine Kategorie A<Subscript>j</Subscript>, deren Auftretenswahrscheinlichkeit stark durch die Pr&#228;diktoren beeinflusst ist, erh&#228;lt einen ad&#228;quat hohen Rang in der betrachteten Kategorienmenge.</Pgraph><Pgraph>Wenn die &#966;-Koeffizienten zweier Outcome-Kategorien nahezu gleich sind, ergibt sich aus Formel (10) ein Odds-Verh&#228;ltnis von nahezu 1. Das bedeutet, dass kein Pr&#228;diktor X<Subscript>i</Subscript> einen Beitrag zur &#196;nderung des Odds-Verh&#228;ltnisses der Kategorien j<Subscript>1</Subscript> und j<Subscript>2</Subscript> leistet, die Kategorien sind im Modell unter den gegebenen Pr&#228;diktoren nicht unterscheidbar. Wenn zwei Outcome-Kategorien nicht unterscheidbar sind, k&#246;nnten sie zusammengelegt werden. Die Entscheidung daf&#252;r kann mit Hilfe eines Likelihood-Quotienten-Testes getroffen werden, indem eine zus&#228;tzliche Restriktion an die Parameter &#966;<Subscript>i</Subscript> eingef&#252;hrt wird. Die Testgr&#246;&#223;e</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="20" imgType="inlineFigure"/></Pgraph><Pgraph>ist Chi-Quadrat verteilt mit einem Freiheitsgrad, wobei das Modell mit der Parameterrestriktion <ImgLink imgNo="21" imgType="inlineFigure"/> ein Submodell zum Modell ohne diese Restriktion darstellt.</Pgraph><Pgraph>Der Modellansatz f&#252;r das SLM kann in verschiedenen Dimensionen ausgef&#252;hrt werden. Liegen vollst&#228;ndig ranggeordnete Outcome-Kategorien vor, d.h. diese lassen sich auf einer eindimensionalen Achse abbilden, kann ein eindimensionales Modell angepasst werden, wie in (8) dargestellt. Lassen sich die Outcome-Kategorien nicht in einer eindimensionalen Ordnungsrelation abbilden, kann die Dimension des Modells erh&#246;ht werden. Ein zweidimensionales Modell hat die Form:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="22" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(11)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Die Dimension des Modells entspricht der Anzahl an Parameters&#228;tzen, die in das Modell aufgenommen werden. Das Modell bildet aus den Pr&#228;diktoren eine entsprechende Anzahl von Linearkombinationen, die dann mit Hilfe der &#966;-Koeffizienten als Gewichte zu einem Sch&#228;tzer f&#252;r die Wahrscheinlichkeiten verrechnet werden. Die maximale Dimension ist gleich dem Minimum aus der um 1 verringerten Anzahl der Outcome-Kategorien und der Anzahl an Pr&#228;diktoren: D<Subscript>max</Subscript> &#61; min(J-1,I) <TextLink reference="8"></TextLink>. Bei Modellen mit mehr als einer Dimension kann die Rangordnung der &#966;-Koeffizienten zwischen den Dimensionen variieren, ebenso k&#246;nnen die Pr&#228;diktorvariablen in den einzelnen Dimensionen unterschiedliche p-Werte aufweisen. Pr&#228;diktoren, die in einer Dimension signifikant sind, k&#246;nnen in einer anderen Dimension nichtsignifikant sein. Ob die Erh&#246;hung der Anzahl an Dimensionen zu einer besseren Modellanpassung f&#252;hrt, kann ebenfalls mittels Likelihood-Quotiententest gepr&#252;ft werden, da es sich hier um genestete Modelle handelt. Das Modell mit der niedrigeren Anzahl an Dimensionen stellt ein Submodell zum Modell mit der h&#246;heren Anzahl an Dimensionen dar.</Pgraph><Pgraph>Mit zunehmender Zahl der Dimensionen m&#252;ssen mehr Restriktionen an die &#966;-Parameter eingef&#252;hrt werden, um die Identifizierbarkeit der Parameter zu gew&#228;hrleisten. F&#252;r ein zweidimensionales Modell kann z.B. &#966;<Subscript>1</Subscript><Superscript>(1)</Superscript>&#61;0, &#966;<Subscript>2</Subscript><Superscript>(1)</Superscript>&#61;0, &#966;<Subscript>3</Subscript><Superscript>(1)</Superscript>&#61;1 und &#966;<Subscript>1</Subscript><Superscript>(2)</Superscript>&#61;0, &#966;<Subscript>2</Subscript><Superscript>(2)</Superscript>&#61;1, &#966;<Subscript>3</Subscript><Superscript>(2)</Superscript>&#61;0 gesetzt sein. Die &#252;brigen Parameter sind frei variierbar. Wenn das Modell die Dimension J-1 hat, sind alle &#966;-Parameter auf 0 oder 1 gesetzt. Das stereotype Modell ist dann mit dem multinomialen Modell identisch und stellt nur eine andere Form der Parametrisierung desselben dar.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Softwareimplementierungen">
      <MainHeadline>3 Softwareimplementierungen</MainHeadline><Pgraph>Alle gro&#223;en Statistik-Softwarepakte enthalten Verfahren zur Analyse von kategorialen Daten. Die Darstellung der Implementierungen von Regressionsmodellen f&#252;r kategoriale Outcome-Variablen ist hier auf die aktuellen Versionen der Programmpakete SPSS, STATA, SAS und SYSTAT eingegrenzt (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>), wobei nur einige Spezifika der Implementierungen hervorgehoben werden sollen. Detaillierte Anweisungen zur Nutzung der Programmmodule stehen in den jeweiligen Software-Handb&#252;chern zur Verf&#252;gung.</Pgraph><Pgraph>SYSTAT &#8211; ein Programmpaket, das vorrangig zur Analyse von Labordaten konzipiert ist &#8211; enth&#228;lt lediglich ein Modul f&#252;r die multinomiale logistische Regression. In den anderen drei Paketen gibt es z.T. mehrere Module f&#252;r die multinomiale und die ordinale logistische Regression. Implementierungen f&#252;r das stereotype logistische Modell beschr&#228;nken sich dagegen auf SAS und STATA und wurden erst vor einigen Jahren bereitgestellt. Kuss <TextLink reference="14"></TextLink> beschreibt ein SAS-Makro zur Sch&#228;tzung der Parameter eines stereotypen Regressionsmodells. Wenige Jahre sp&#228;ter bestand die M&#246;glichkeit mithilfe der SAS-Prozedur NLMIXED, einer Prozedur f&#252;r die Parametersch&#228;tzung in nichtlinearen Modellen mit zuf&#228;lligen Effekten, stereotype Logitanalysen auszuf&#252;hren <TextLink reference="15"></TextLink>. Allerdings war dies mit einigem Aufwand hinsichtlich der Vorbereitung der Datenstruktur verbunden. In einem Paper des SAS Global Forum 2013 wird neben verschiedenen Modellen f&#252;r ordinale Responsevariablen auch das stereotype logistische Modell dargestellt und die Parametersch&#228;tzung mit der Prozedur NLMIXED beschrieben. Die Berechnung von Odds Ratios wird mit Hilfe von Programmierbeispielen demonstriert und die Anpassungsg&#252;te der Modelle getestet <TextLink reference="16"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Im gleichen Zeitraum wurde das SLM in STATA eingef&#252;hrt. Lunt <TextLink reference="8"></TextLink> beschreibt das STATA-Modul SOREG zur Sch&#228;tzung der Modellparameter. Die heute verf&#252;gbare STATA-Prozedur SLOGIT wurde 2006 von Long und Freese beschrieben <TextLink reference="13"></TextLink>. SLOGIT ist sowohl in der Men&#252;- als auch in der Syntaxform eine komfortable Prozedur mit der stereotype logistische Modelle ohne Aufwand angepasst werden k&#246;nnen. Die Spezifikation der Modellvariablen erfolgt analog zu anderen Regressionsanalyseprozeduren. Spezifisch f&#252;r SLOGIT ist die M&#246;glichkeit, die Dimension eines stereotypen Modells vorzugeben und Modelle unterschiedlicher Dimensionen mittels Likelihood-Quotienten-Test im Postestimation-Paragraph zu testen. Daneben k&#246;nnen au&#223;er den durch das Modell vorgegebenen weitere Restriktionen an die &#966;-Parameter gestellt werden, z.B. <ImgLink imgNo="21" imgType="inlineFigure"/> um f&#252;r zwei Outcome-Kategorien die Hypothese paralleler Effekte zu pr&#252;fen. Solche Restriktionen k&#246;nnen sowohl in der Syntax als auch in der Men&#252;steuerung &#252;ber die constraint-Anweisung ausgef&#252;hrt werden. Der entsprechende Likelihood-Quotienten-Test wird ebenfalls &#252;ber den Postestimation-Paragraph realisiert.</Pgraph><Pgraph>Ein Beispiel zum Umgang mit der Prozedur SLOGIT gibt es in <TextLink reference="17"></TextLink>. Der Fokus liegt dort auf dem Einsatz des stereotypen logistischen Modells auf ordinale Responsevariablen bei Verletzung der Proportional-Odds-Bedingung. Es wird explizit auf die unterschiedliche Interpretation der Odds-Ratios verwiesen, die zwangsl&#228;ufig beim &#220;bergang von einem Modell mit kumulierten Kategorien zu einem mit Verwendung einer Referenzkategorie beachtet werden muss.</Pgraph><Pgraph>Den Implementierungen in den Programmpaketen liegen unterschiedliche Parametrisierungen zu Grunde. W&#252;nschenswert ist eine Interpretation der Parameter, wie man sie vom bin&#228;ren logistischen Modell gewohnt ist. Bei diesem wird die Wahrscheinlichkeit f&#252;r ein besonderes Ereignis (Krankheit, Unfall usw.) modelliert, Personen ohne ein solches Ereignis bilden die Referenzgruppe. Dieser Ansatz bewirkt, dass sich f&#252;r einen Pr&#228;diktor, der positiv mit der Ereignish&#228;ufigkeit assoziiert ist, ein positiver Regressionskoeffizient ergibt. Von den Regressionsmodellen f&#252;r kategoriale Outcome-Variablen erwartet man eine &#228;hnliche &#8222;nat&#252;rliche&#8220; Interpretation der Regressionskoeffizienten. Das multinomiale Regressionsmodell ist in den Softwarepaketen so implementiert, wie in Formel 4 dargestellt. Damit lassen sich alle Parameter ohne Umst&#228;nde analog zum bin&#228;ren Modell interpretieren.</Pgraph><Pgraph>Beim ordinalen logistischen Regressionsmodell in der Darstellung</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="23" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(12)</Mark1></Pgraph><Pgraph>wird die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Outcome-Kategorie mit dem Index j oder kleiner zur Wahrscheinlichkeit, dass eine Outcome-Kategorie mit einem Index gr&#246;&#223;er als j auftritt, in Relation gesetzt. Beinhaltet die Outcome-Variable z.B. die Schweregrade einer Krankheit in aufsteigender Reihenfolge mit den gesunden Personen als erste (Referenz-)Kategorie, so muss f&#252;r eine dem bin&#228;ren logistischen Modell entsprechende Interpretation der Koeffizienten die Relation in (12) umgekehrt werden:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="24" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(13)</Mark1></Pgraph><Pgraph>Es ergibt sich ein zu (12) analoges Modell mit negativen Vorzeichen bei allen Koeffizienten auf der rechten Seite der Gleichung. In SPSS und STATA ist das ordinale Modell jedoch in der Form</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="25" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(14)</Mark1></Pgraph><Pgraph>implementiert. Damit wird durch die Parameter &#946;<Subscript>i</Subscript> eine positive Assoziation zwischen den Pr&#228;diktoren und den Wahrscheinlichkeiten P(Y&#62;j&#124;X<Subscript>1</Subscript>,&#8230;X<Subscript>I</Subscript>) f&#252;r j&#61;2,&#8230;,J (sinkende Wahrscheinlichkeit der Outcome-Kategorien mit einem Index &#8804; j) beschrieben, jedoch m&#252;ssen die &#946;<Subscript>0j</Subscript> uminterpretiert werden. Diese dienen im Modellansatz (6) der Berechnung der Referenzwahrscheinlichkeiten (Ordinatenabschnitte) f&#252;r die kumulierten Kategorien A<Subscript>1</Subscript>, &#123;A<Subscript>1</Subscript>, A<Subscript>2</Subscript>&#125;, <TextGroup><PlainText>&#123;A</PlainText><Subscript>1</Subscript><PlainText>, A</PlainText><Subscript>2</Subscript><PlainText>, A</PlainText><Subscript>3</Subscript><PlainText>&#125;</PlainText></TextGroup>, &#8230; F&#252;r eine Interpretation analog zum bin&#228;ren logistischen Modell ben&#246;tigt man die &#946;<Subscript>0</Subscript>-Parameter f&#252;r die gegenl&#228;ufig kumulierten Kategorien A<Subscript>J</Subscript>, &#123;A<Subscript>J-1</Subscript>, A<Subscript>J</Subscript>&#125;, <TextGroup><PlainText>&#123; A</PlainText><Subscript>J-2</Subscript><PlainText>, A</PlainText><Subscript>J-1</Subscript><PlainText>, A</PlainText><Subscript>J</Subscript><PlainText>&#125;</PlainText></TextGroup>..., wobei der Zusammenhang &#946;<Subscript>0</Subscript>(Y&#62;j) &#61; &#8211; &#946;<Subscript>0</Subscript>(Y&#8804;j) gilt. D.h. bei Umkehrung der Vorzeichen der &#946;<Subscript>0j</Subscript> ist hier au&#223;erdem eine Neuzuordnung der Parameter zu den kumulierten Kategorien vorzunehmen.</Pgraph><Pgraph>Die SAS-Prozedur LOGISTIC verwendet nicht den Ansatz (14), sondern den Ansatz (12), so dass f&#252;r eine Modellinterpretation analog zum bin&#228;ren Modell die Vorzeichen aller Parameter gem&#228;&#223; (13) umzukehren sind.</Pgraph><Pgraph>Beim stereotypen logistischen Modell in STATA wird &#8211; &#228;hnlich wie beim ordinalen Modell in SPSS und STATA &#8211; ebenfalls eine Vorzeichenumkehr vorgenommen. Desweiteren wird eine Parametertransformation &#952;<Subscript>0j</Subscript> &#61; &#966;<Subscript>j</Subscript>&#xB7;&#946;<Subscript>0j</Subscript> eingef&#252;hrt <TextLink reference="13"></TextLink>, so dass (8) die Form</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="26" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(15)</Mark1></Pgraph><Pgraph>annimmt. Bei Interpretation der Koeffizienten sind die Vorzeichen der &#946;-Parameter umzukehren, damit z.B. Expositionseffekte sachgem&#228;&#223; dargestellt werden. Die &#952;<Subscript>0j</Subscript> dagegen sind, wie Parallelrechnungen mit dem multinomialen Modell zeigen, in der richtigen Gr&#246;&#223;enordnung und Vorzeichenorientierung und m&#252;ssen nicht zur&#252;ckgerechnet werden.</Pgraph><Pgraph>Wer sich bei der Interpretation der Modellparameter beim stereotypen Modell nicht sicher ist, sollte parallel dazu ein multinomiales Modell rechnen und die Odds-Ratios (bezogen auf die Referenzkategorie) aus den verschiedenen Modellen hinsichtlich ihrer Gr&#246;&#223;enordnung und Vorzeichenorientierung miteinander vergleichen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Beispiele">
      <MainHeadline>4 Beispiele</MainHeadline><SubHeadline>4.1 Beispiel f&#252;r ein multinomiales logistisches Modell</SubHeadline><Pgraph>F&#252;r dieses erste Beispiel wurden aus dem Datenbestand einer Studie zum Gesundheitszustand der Erwerbsbev&#246;lkerung <TextLink reference="18"></TextLink> 1.294 erwerbst&#228;tige Frauen selektiert und deren teils recht unvollst&#228;ndige Daten &#252;ber mehrere Ersetzungen von Fehlwerten gemittelt und gerundet. In dieser Studie sollte untersucht werden, ob neben den k&#246;rperlichen Arbeitsanforderungen auch psychosoziale Arbeitsbedingungen einen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden der Besch&#228;ftigten haben.</Pgraph><Pgraph>Als Zielvariable wurde der selbstberichtete Gesundheitszustand &#252;ber eine Frage aus dem SF36 <TextLink reference="19"></TextLink> in den Stufen &#8222;ausgezeichnet&#8220;, &#8222;sehr gut&#8220;, &#8222;gut&#8220;, &#8222;mittelm&#228;&#223;ig&#8220; und &#8222;schlecht&#8220; erfasst. Von der ordinalen Struktur dieser Variablen wird hier abgesehen, stattdessen ist von Interesse wie und mit welcher Effektst&#228;rke die Pr&#228;diktoren ausgehend von einem mittleren Gesundheitszustand zur Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes beitragen.</Pgraph><Pgraph>Von den zahlreichen Variablen zu den Arbeitsbedingungen, den Arbeitsinhalten und dem Arbeitsumfeld sollen hier nur zwei Variablen dienen. Bei den Frauen haben die Arbeitszufriedenheit und der work-family-conflict jeweils einen wesentlichen Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand. Die Arbeitszufriedenheit (COPSOQ) bezog sich auf die Arbeitssituation insgesamt und wurde als Zufriedenheitsscore durch Mittelung von sieben Items berechnet. Die Antwortkategorien waren &#8222;sehr zufrieden&#8220;, &#8222;zufrieden&#8220;, &#8222;unzufrieden&#8220; und &#8222;sehr unzufrieden&#8220;. Die Codierung der Kategorien erfolgte kongruent zur Codierung des Gesundheitszustandes, um einen positiven Zusammenhang zwischen steigender Arbeitszufriedenheit und gutem Gesundheitszustand zu erhalten. Ein hoher Scorewert beschreibt eine hohe Arbeitszufriedenheit.</Pgraph><Pgraph>Die Variable work-family-conflict erfasst als single-Item den Konflikt zwischen den Anforderungen aus dem Arbeitsverh&#228;ltnis und den Anforderungen aus dem Privat- und Familienleben. Die Antwortkategorien &#8222;stimme voll zu&#8220;, &#8222;stimme eher zu&#8220;, &#8222;stimme eher nicht zu&#8220; und &#8222;stimme gar nicht zu&#8220; bilden eine kategoriale Variable und wurden entsprechned im Modell verwendet.</Pgraph><Pgraph>Adjustiert wurde auf das Alter im Jahr 2011 (metrisch) und den h&#246;chsten Schulabschluss (kategorial) mit den Stufen &#8222;Hauptschule oder weniger&#8220;, &#8222;mittlerer Schulabschluss&#8220; und &#8222;Abitur&#8220;.</Pgraph><Pgraph>Das multinomiale Modell wurde mit SPSS 21 NOMREG berechnet, der Output ist in Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> wiedergegeben. Unter <Mark2>Deskriptive Statistik</Mark2> sind beschreibende Parameter zu den beiden metrischen Variablen Alter und Arbeitszufriedenheit aufgef&#252;hrt, weiter unten unter <Mark2>Verarbeitete F&#228;lle</Mark2> die H&#228;ufigkeiten f&#252;r die Kategorien der Variablen selbstberichteter Gesundheitszustand (self-rated-health), work-family-conflict und h&#246;chster Schulabschluss. Als Referenzkategorie f&#252;r die Zielvariable wurde entsprechend der oben formulierten Zielstellung die Kategorie &#8222;(3) gut&#8220; gew&#228;hlt, als Referenzkategorie f&#252;r den work-<TextGroup><PlainText>family</PlainText></TextGroup>-conflict die Kategorie &#8222;(4) es liegt kein Konflikt vor&#8220; und f&#252;r den h&#246;chsten Schulabschluss &#8222;(3) Abitur&#8220;.</Pgraph><Pgraph>In Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> sind unter <Mark2>Parametersch&#228;tzer</Mark2> in der Spalte B die gesch&#228;tzten Regressionsparameter f&#252;r das multinomiale logistische Modell zu finden. Mit deren Hilfe k&#246;nnen die Ver&#228;nderungen in den Vorhersagewahrscheinlichkeiten der Kategorien der Zielvariablen infolge einer &#196;nderung der Auspr&#228;gung der Pr&#228;diktorvariablen gem&#228;&#223; Formel (5) in Form von Odds-Ratios beschrieben werden. Da hier nur die Abweichungen vom guten Gesundheitszustand betrachtet werden sollen, kann <ImgLink imgNo="12" imgType="inlineFigure"/> f&#252;r j<Subscript>2</Subscript>&#61;3 <TextGroup><PlainText>gleich 0</PlainText></TextGroup> gesetzt und die in der Spalte &#8222;Exp(B)&#8220; dargestellten Zahlenwerte als Odds-Ratios relativ zur Referenzkategorie interpretiert werden.</Pgraph><Pgraph>Erwartungsgem&#228;&#223; nimmt mit zunehmenden Alter die Wahrscheinlichkeit f&#252;r einen ausgezeichneten bzw. sehr guten Gesundheitszustand signifikant ab (OR&#61;0.957 bzw. 0.972). Entsprechend nimmt sie f&#252;r einen mittelm&#228;&#223;igen bzw. schlechten Gesundheitszustand mit dem Alter signifikant zu (OR&#61;1.040 bzw. 1.071). Beim Schulabschluss, hier als Indikator f&#252;r einen sozialen Gradienten verwendet, sind &#228;hnlich erwartbare Effekte zu beobachten. Probandinnen mit Schulabschl&#252;ssen unterhalb des Abiturs weisen einerseits eine verringerte Wahrscheinlichkeit f&#252;r einen ausgezeichneten bzw. einen sehr guten Gesundheitszustand auf und andererseits eine erh&#246;hte Wahrscheinlichkeit f&#252;r einen mittelm&#228;&#223;igen bzw. schlechten Gesundheitszustand. Besonders beim schlechten Gesundheitszustand sind mit OR&#61;2.604 f&#252;r die Kategorie &#8222;Hauptschule oder weniger&#8220; und OR&#61;1.736 f&#252;r den &#8222;mittleren Schulabschluss&#8220; auff&#228;llige Effekte zu beobachten.</Pgraph><Pgraph>Die beiden vorrangig interessierenden Pr&#228;diktoren Arbeitszufriedenheit und work-family-conflict zeigen jeweils spezifische Effekte auf den Gesundheitszustand. Die Arbeitszufriedenheit weist in den Effekten einen starken Gradienten &#252;ber den Gesundheitskategorien auf. So ist ein Anstieg der Arbeitszufriedenheit um den Betrag 1 signifikant mit einer Erh&#246;hung der Wahrscheinlichkeit f&#252;r einen ausgezeichneten (OR&#61;3.381) bzw. einen sehr guten Gesundheitszustand (OR&#61;2.406) und einer signifikanten Absenkung der Wahrscheinlichkeit f&#252;r einen mittelm&#228;&#223;igen bzw. schlechten Gesundheitszustand (OR&#61;0.362 bzw. 0.213) verbunden. Der work-family-conflict zeigt in den Kategorien (1) bis (3) die Tendenz zur Verringerung der Wahrscheinlichkeiten f&#252;r einen ausgezeichneten und einen sehr guten Gesundheitszustand, in den Kategorien (1) bis (2) ist dagegen eine signifikante Anhebung der Wahrscheinlichkeiten f&#252;r einen mittelm&#228;&#223;igen (OR&#61;2.177 und 2.154) und einen schlechten Gesundheitszustand (OR&#61;3.936 und 3.661) zu beobachten. Eine h&#246;here Arbeitszufriedenheit (Anhebung des Scorewertes) ist demnach mit einer generell besseren Auspr&#228;gung des Gesundheitszustandes verbunden, w&#228;hrend der work-family-conflict in den ersten beiden Kategorien eine starke Assoziation mit einer schlechteren Auspr&#228;gung des Gesundheitszustandes aufweist.</Pgraph><Pgraph>SPSS NOMREG hat die Option zur Ausgabe einer Klassifikationsmatrix, in der jede Beobachtungseinheit (Stichprobenelement, Proband, etc.) a-posteriori einer Outcome-Kategorie zugeordnet wird. Die Zuordnung erfolgt nach Berechnung der Kategorienwahrscheinlichkeiten gem&#228;&#223; Formel (3) zu der Kategorie mit der maximalen Wahrscheinlichkeit. In Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/> sind in einer Kreuztabelle die H&#228;ufigkeiten nach beobachtetem und klassifiziertem Gesundheitszustand dargestellt. Es f&#228;llt zun&#228;chst auf, dass keine Zuordnung zu den Kategorien &#8222;ausgezeichnet&#8220; und &#8222;schlecht&#8220; erfolgt ist. Daf&#252;r sind nach der Zuordnung die Kategorien &#8222;sehr gut&#8220; und &#8222;mittelm&#228;&#223;ig&#8220; unterrepr&#228;sentiert (8,8&#37; klassifiziert zu 18,6&#37; beobachtet bzw. 17,7&#37; klassifiziert zu 26,4&#37; beobachtet) sowie die Kategorie &#8222;gut&#8220; stark &#252;berrepr&#228;sentiert (81,5&#37; klassifiziert zu 47,7&#37; beobachtet). Richtig klassifiziert wurden 52&#37; der Probandinnen.</Pgraph><Pgraph>Die MNLR neigt im Allgemeinen dazu, f&#252;r die am h&#228;ufigsten besetzte Kategorie die besten (genauesten) Vorhersagen zu liefern <TextLink reference="20"></TextLink>. Die Ursache f&#252;r die geringe Klassifikationsg&#252;te liegt in den differenten Skalenniveaus von Beobachtung und Modell-Outcome. Einerseits werden Kategorien beobachtet, andererseits werden Wahrscheinlichkeiten modelliert. Eine Vorhersage im Sinne einer Zuordnung zu einer Kategorie erfolgt demnach als sekund&#228;re Klassifikation der Beobachtungen auf der Basis gesch&#228;tzter Wahrscheinlichkeiten, d.h. es sind zwei Ebenen des Prozesses zu unterscheiden. Schendera <TextLink reference="21"></TextLink> betont dazu, dass Modellg&#252;te und Vorhersagegenauigkeit einander nicht immer entsprechen m&#252;ssen. &#8222;Der Grund ist darin zu sehen, dass die Ma&#223;e f&#252;r die Modellg&#252;te einer logistischen Regression auf den Log-Likelihoods (-2LL) basieren, darin aber nicht das modellspezifische Verh&#228;ltnis zwischen korrekt und inkorrekt klassifizierten F&#228;llen ber&#252;cksichtigen&#8220; <TextLink reference="21"></TextLink>. Im vorliegenden Beispiel konnte eine starke Assoziation von Arbeitszufriedenheit und work-family-conflict mit dem selbstberichteten Gesundheitszustand gezeigt werden. Eine aussagekr&#228;ftige Risikoanalyse muss also nicht mit einer zufriedenstellenden Klassifikation einhergehen. F&#252;r letztere k&#246;nnen sich weitere oder andere Pr&#228;diktoren als n&#252;tzlich erweisen. </Pgraph><SubHeadline>4.2 Beispiel f&#252;r ein stereotypes logistisches Modell</SubHeadline><Pgraph>F&#252;r ein Beispiel zum stereotypen logistischen Modell sollen hier die Daten von 3.752 berufst&#228;tigen M&#228;nnern der Danish Work Environment Cohort Study <TextLink reference="22"></TextLink>, <TextLink reference="23"></TextLink> des Erhebungsjahres 2005 dienen. DWECS ist eine L&#228;ngsschnittstudie, die per Fragebogen Arbeits- und Gesundheitsbedingungen in der d&#228;nischen Arbeitsbev&#246;lkerung untersucht. Jankowiak et al. analysierten das Auftreten von Kniegelenksbeschwerden in Abh&#228;ngigkeit von der Dauer kniender&#47;hockender T&#228;tigkeit <TextLink reference="24"></TextLink>, wovon hier nur die Schmerzdauer in Tagen pro Jahr herausgegriffen wird. Die Dauer der Schmerzen im Knie wurden mit der Frage &#8222;Hatten Sie in den letzten 12 Monaten Schmerzen oder Beschwerden in einem oder beiden Knien&#63;&#8220; erfasst. Die Antwortm&#246;glichkeiten waren mit den Kategorien <TextGroup><PlainText>&#8222;0 Tage&#8220;</PlainText></TextGroup>, &#8222;1&#8211;7 Tage&#8220;, &#8222;8&#8211;30 Tage&#8220;, &#8222;mehr als 30 Tage&#8220; und &#8222;jeden Tag&#8220; vorgegeben. Kniende oder hockende T&#228;tigkeit wurde mit der Frage &#8222;Erfordert es ihre T&#228;tigkeit, dass Sie knien oder hocken, wenn Sie arbeiten&#63;&#8220; als Zeitanteil eines Arbeitstages erfasst. Unter Nutzung der Zahl der Wochenarbeitsstunden (regul&#228;re Arbeitszeit plus &#220;berstunden und anderer Arbeiten) wurde die Stunden pro Woche mit kniender&#47;hockender T&#228;tigkeit berechnet. Die daraus resultierende Variable &#8222;Kniende&#47;hockende T&#228;tigkeit &#91;Stunden&#47;Woche&#93;&#8220; wurde in 5 Kategorien <TextGroup><PlainText>&#8222;&#62;12 Stunden&#8220;,</PlainText></TextGroup> &#8222;12 bis &#62;8 Stunden&#8220;, &#8222;8 bis &#62;4 Stunden&#8220;, &#8222;4 bis &#62;0 Stunden&#8220; und &#8222;nie&#8220; mit ann&#228;hernd homogener Verteilung der Wochenstunden gruppiert.</Pgraph><Pgraph>Als wesentliche Kovariaten wurden das Alter (18&#8211;29, 30&#8211;39, 40&#8211;49, 50&#8211;59 und &#8805;60 Jahre) und der Body-Mass-Index (Normalgewicht: BMI 18,5&#8211;&#60;25, &#220;bergewicht: BMI 25&#8211;&#60;30 und starkes &#220;bergewicht: BMI &#8805;30) einbezogen. 34 untergewichtige M&#228;nner mit einem BMI &#60;18,5 wurden zuvor wegen des geringen Gruppenumfanges aus dem Datensatz entfernt.</Pgraph><Pgraph>Die Outcome-Variable &#8222;Schmerzdauer in Tagen pro Jahr&#8220; ist an sich eine ordinale Variable, intuitiv ist aber zu erwarten, dass die unterschiedlichen Intervalll&#228;ngen, auf die sich die Kategorien st&#252;tzen, der proportional-odds-Annahme entgegenstehen. Und tats&#228;chlich wird in einem OLM die proportional-odds-Hypothese abgewiesen. Die strenge Rangordnung der Outcome-Kategorien l&#228;sst nun ein eindimensionales SLM als das geeignete Modell erscheinen, wobei sich eine Schmerzdauer von &#8222;0 Tage&#8220; als Referenzkategorie anbietet. Eine Modellsch&#228;tzung in STATA 13 SLOGIT zeigt jedoch, dass sich dieses Modell nicht signifikant vom Null-Modell unterscheidet:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="27" imgType="inlineFigure"/></Pgraph><Pgraph>Ein zweiter Modellansatz mit 2 Dimensionen unterscheidet sich im Likelihood-Quotienten-Test signifikant vom ersten Ansatz und ist deutlich signifikant vom Null-Modell verschieden:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="28" imgType="inlineFigure"/></Pgraph><Pgraph>Ein dritter Ansatz mit drei Dimensionen f&#252;hrte zu nichtkonvergentem Verhalten des Sch&#228;tzalgorithmus. Parallel zu den beiden stereotypen Modellen wurden auch ein OLM und ein MNLM gerechnet und aus den Log-<TextGroup><PlainText>Likelihood</PlainText></TextGroup>-Werten die Werte f&#252;r Akaike&#8217;s Informationskriterium (AIC) bestimmt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">SLM (dim&#61;2):  AIC &#61; 8898,42</ListItem><ListItem level="1">SLM (dim&#61;1):  AIC &#61; 8943,54</ListItem><ListItem level="1">OLM:               AIC &#61; 8954,44</ListItem><ListItem level="1">MNLM:            AIC &#61; 8959,34</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Auch hier zeigt sich, dass das zweidimensionale SLM ein deutlich besser angepasstes Modell (vgl. <TextLink reference="25"></TextLink>) liefert als das eindimensionale SLM. Das eindimensionale Modell an sich stellt zumindest ein geringf&#252;gig besseres Modell als das OLM und das MNLM dar.</Pgraph><Pgraph>Der STATA-Output zum 2-dimensionalen stereotypen logistischen Modell ist in Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/> dargestellt. Oben im Output sind die Restriktionen an die &#966;-Parameter aufgelistet, die f&#252;r das 2-dimensionale Modell gesetzt werden. Aus diesen Restriktionen ergibt sich, dass die Effekte der Pr&#228;diktoren auf die 2. Outcome-Kategorie nur durch die &#946;-Sch&#228;tzer der 1. Dimension bestimmt werden und analog die Effekte der Pr&#228;diktoren auf die 3. Outcome-Kategorie nur durch die &#946;-Sch&#228;tzer der 2. Dimension. Die Effekte der Pr&#228;diktoren auf die 4.und 5. Outcome-Kategorie beruhen auf den Parametersch&#228;tzern beider Dimensionen. In der Output-Tabelle sind die Modellparameter entsprechend dem implementierten Modellansatz (15) dargestellt, wobei die &#946;- und die &#966;-Parameter f&#252;r zwei Dimensionen vorhanden sind. F&#252;r eine sachgem&#228;&#223;e Modellinterpretation muss bei den &#946;<Subscript>i</Subscript>-Parametern das Vorzeichen umgekehrt werden.</Pgraph><Pgraph>Zur Interpretation der Modellparameter in Form von Odds-Ratios muss Formel (10) um eine Dimension zu</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="29" imgType="inlineFigure"/> <Mark1>(16)</Mark1></Pgraph><Pgraph>erweitert werden. Setzt man f&#252;r j<Subscript>1</Subscript> sukzessive alle Kategorien mit Schmerzdauerangaben ab mindestens einem Tag und f&#252;r j<Subscript>2</Subscript> konstant die Kategorie ohne Schmerzen <TextGroup><PlainText>(0 Tage)</PlainText></TextGroup> ein, ergeben sich die in Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/> aufgef&#252;hrten Odds-Ratios. Diese lassen sich wie vier simultane bin&#228;re logistische Modelle lesen, wobei jede Spalte in Relation zur Referenzkategorie zu sehen ist. Die Basis innerhalb der Pr&#228;diktoren (OR&#61;1 gesetzt) bilden die 18&#8211;29j&#228;hrigen, normalgewichtigen M&#228;nner ohne kniende&#47;hockende T&#228;tigkeit. In den Spalten von Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/> sind die Odds-Ratios also mit Blick auf die Basiskategorien der Pr&#228;diktoren zu lesen. Bei einer Schmerzdauer von 1&#8211;7 Tagen ist bereits ein deutlicher Einfluss der Dauer der knienden oder hockenden T&#228;tigkeit festzustellen, w&#228;hrend das Alter und der BMI praktisch keinen Einfluss haben. Ab einer Schmerzdauer von 8 Tagen wird der Einfluss der Arbeit in jeder weiteren Outcome-Kategorie st&#228;rker und auch das Alter und das &#220;bergewicht weisen einen zunehmenden Anstieg der Effekte auf. Eine Ausnahme bildet die Altersklasse mit 60 und mehr Jahren, hier ist ein R&#252;ckgang des Alterseffektes zu beobachten, der vermutlich auf Selektion beruht. D.h. &#228;ltere Arbeitnehmer mit h&#228;ufigen Schmerzen verringern die Dauer belastender Arbeitsaufgaben, suchen eine andere T&#228;tigkeit oder steigen aus dem Berufsleben aus.</Pgraph><Pgraph>In der untersten Zeile von Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/> sind die Basis-Odds dargestellt. Aus diesen lassen sich die Pr&#228;valenzen f&#252;r Knieschmerz bei Probanden der Basisgruppe innerhalb jeder Outcome-Kategorie berechnen. Die Pr&#228;valenz schmerzfreier Probanden erh&#228;lt man als Differenzbetrag der Summe dieser vier Pr&#228;valenzwerte zu 1.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Diskussion">
      <MainHeadline>5 Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Ordinale und multinomiale logistische Modelle sind etablierte Verfahren in der statistischen Praxis und in allen gro&#223;en Statistikprogrammpaketen enthalten. Dem stereotypen Modell dagegen wurde vor rund eineinhalb Jahrzehnten ein k&#252;mmerliches Dasein bescheinigt <TextLink reference="14"></TextLink>, daran scheint sich bis heute wenig ge&#228;ndert zu haben. Modernere Lehrb&#252;cher erw&#228;hnen das SLM nur kurz, z.B. <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="26"></TextLink>. Bender und Grouven waren der Auffassung, dass es aufgrund von Berechnungsschwierigkeiten noch eine l&#228;ngere Zeit dauern wird, bis das stereotype Modell in der medizinischen Forschung eingesetzt werden kann <TextLink reference="27"></TextLink>. Diese Schwierigkeiten waren aber wenige Jahre danach &#252;berwunden <TextLink reference="14"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Anderson bezeichnete das stereotype Modell als &#8222;important for assessed or judged ordered response variables&#8220; <TextLink reference="5"></TextLink>. Solche Variablen beruhen nicht auf einer Messung, deren Werte anschlie&#223;end kategorisiert wurden, sie beruhen auf Bewertungen anhand einer oder mehrerer Eigenschaften eines Untersuchungsgegenstandes und eines anschlie&#223;enden &#8222;Urteils&#8220; &#252;ber die Kategorienzugeh&#246;rigkeit. Ein solches Urteil kann durch einen Untersucher oder durch einen Probanden erstellt werden. In letzterem Fall ist in Betracht zu ziehen, dass die Zuordnung zu einer Kategorie auf der Basis individueller Bewertungsma&#223;st&#228;be erfolgen kann und nicht auf der Basis eines standardisierten und trainierten Verfahrens, wie es ein Studienmitarbeiter ausf&#252;hren w&#252;rde. Entsprechend k&#246;nnen f&#252;r unterschiedliche Probandengruppen Zusammenh&#228;nge zu jeweils anderen Pr&#228;diktorengruppen bestehen. Die Analyse einer solchen Zielvariablen in einem Regressionsmodell kann diese Zusammenh&#228;nge mehr oder weniger gut erfassen, je nachdem ob die Dimension des Problems entsprechend angesetzt wurde. Das stereotype Modell bietet im Gegensatz zum ordinalen und multinomialen Modell den Vorteil, dass man sich nicht a priori auf eine bestimmte Dimension des Zusammenhanges festlegen muss. Im Prozess der Datenanalyse kann die erforderliche Dimension des Models bei 1 beginnend  ermittelt werden. Das SLM ist somit ein geeignetes Modell f&#252;r die Analyse von Fragebogendaten.</Pgraph><Pgraph>Vermutlich erf&#252;llen nur wenige Datens&#228;tze aus der Medizin oder den Gesundheitswissenschaften die proportional-odds-Bedingung, andererseits wird auch kaum ein Datensatz den Einsatz eines Modells mit der Dimension J-1 erfordern. Das stereotype Modell sollte vielen Daten aus diesen Disziplinen gerecht werden und dem Untersucher ein Werkzeug in die Hand geben, mit dem er sich der tats&#228;chlichen Dimension seines Problems Schritt f&#252;r Schritt n&#228;hern kann. Mit der Implementierung in STATA ist das SLM seit einigen Jahren einem gro&#223;en Nutzerkreis zug&#228;nglich, einem vielf&#228;ltigen Einsatz zur Datenanalyse steht also nichts mehr entgegen. Die vorliegende Arbeit ist insbesondere ein Versuch, den Nutzen des SLM f&#252;r die medizinische und gesundheitswissenschaftliche Forschung herauszustellen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Der Autor dankt Frau Dipl.-Math. Anne Pohrt f&#252;r die kritische Durchsicht des Manuskriptes.</Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt,  dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Implementierungen von Regressionsmodellen f&#252;r kategoriale Outcome-Variablen in Statistik-Softwarepaketen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: SPSS-Output zum multinomialen logistischen Modell</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Klassifikationsh&#228;ufigkeiten der Probandinnen nach maximaler Outcome-Wahrscheinlichkeit</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: STATA-Output zum 2-dimensionalen stereotypen logistischen Modell</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 5: Aus den Modellparametern errechnete Odds-Ratios f&#252;r Knieschmerzen bezogen auf schmerzfreie Probanden </Mark1></Pgraph><Pgraph>(Basis: 18&#8211;29j&#228;hrige, normalgewichtige M&#228;nner ohne kniende&#47;hockende T&#228;tigkeit)</Pgraph></Caption>
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