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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0006376</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Work in progress &#8211; die Weiterentwicklung der subito-Services im Kontext der digitalen Transformation</Title>
      <TitleTranslated language="en">Work in progress &#8211; the development of subito services in the context of digital transformation</TitleTranslated>
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          <Lastname>Homann</Lastname>
          <LastnameHeading>Homann</LastnameHeading>
          <Firstname>Mark</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>subito. Dokumente aus Bibliotheken e.V., Berliner Stra&#223;e 53, 10713 Berlin, Deutschland, Tel.: 030&#47;417 497-11<Affiliation>subito. Dokumente aus Bibliotheken e.V., Gesch&#228;ftsstelle, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>homann&#64;subito-doc.de</Email>
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      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in Linz 2025</SectionHeading>
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      <DatePublished>20251219</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>25</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Linz 2025: Synergien schaffen: Informationswissenschaften und Medizin im Dialog</IssueTitle>
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    <ArticleNo>24</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Der gemeinn&#252;tzige Verein subito ist seit mehr als 20 Jahren eine zentrale Plattform der wissenschaftlichen Informationsversorgung. In diesem haben sich Bibliotheken aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz f&#252;r den Zweck zusammengeschlossen, Kopien aus wissenschaftlichen Zeitschriften und B&#252;chern rechtssicher, per E-Mail und zu garantierten Lieferzeiten zu liefern. Warum aber ist in Zeiten der digitalen Transformation ein System der Kopienlieferung &#252;berhaupt notwendig&#63; Dieser Frage wird nachgegangen, indem die Mehrwerte ausgeleuchtet werden, die subito sowohl f&#252;r seine Lieferbibliotheken als auch f&#252;r seine Nutzer erzeugt.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The non-profit association subito has been a central platform for scientific information for more than 20 years. Libraries from Germany, Austria, and Switzerland have joined forces for the purpose of delivering copies from scientific journals and books in a legally compliant manner, by email and at guaranteed delivery times. But why is a copy delivery system even necessary in times of digital transformation&#63; This question will be explored by highlighting the added value that subito generates both for its delivery libraries and for its users.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Einleitung" linked="yes">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Seit vielen Jahren befindet sich die Bibliothekswelt in einem steten Wandlungsprozess, der sich in einer zunehmenden Ausweitung der digitalen Informationsangebote spiegelt: Bibliotheksnutzer k&#246;nnen durch die ausgebauten Open-Access-Angebote mitsamt der DEAL-Ressourcen an ihrer Heimatbibliothek auf eine gro&#223;e Masse aktueller und nachgefragter Publikationen zugreifen <TextLink reference="1"></TextLink>. Ein Zugriff auf die Best&#228;nde einer anderen Bibliothek ist oft obsolet geworden. Falls die ben&#246;tigten Informationen doch nicht im physischen Bestand oder Netzwerk der Heimatbibliothek vorhanden sein sollten, stehen dank des <Mark2>Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes</Mark2> (UrhWissG) mittlerweile auch PDF-Lieferungen aus anderen Bibliotheken &#252;ber die Fernleihe bereit. Alles ist irgendwie digital zug&#228;nglich, die Barrieren, an Informationen aus Bibliotheken zu kommen, sind abgebaut &#8211; so scheint es zumindest auf den ersten Blick. </Pgraph><Pgraph>Betrachtet man den aktuellen Stand allerdings genauer, muss man konstatieren, dass wir trotz dieser Verbesserungen von einem uneingeschr&#228;nkten und unkomplizierten Zugang zu Bibliotheksressourcen noch einige Schritte weit entfernt sind: Nicht jede Bibliothek hat Zugriff auf die DEAL-Inhalte oder ist an das Fernleihsystem angeschlossen. Bibliotheken k&#246;nnen auch nicht immer &#252;ber die Fernleihe Kopien aus elektronischen Ressourcen anbieten, da ihre Abonnementvertr&#228;ge mit den Verlagen mitunter eine Lieferung f&#252;r bestimmte Nutzungen einschr&#228;nken oder sogar grunds&#228;tzlich untersagen. Vor diesem Hintergrund sind f&#252;r Bibliotheken weiterhin Pr&#252;fverfahren auf Titelebene erforderlich, damit sie m&#246;glichst rechtssicher agieren k&#246;nnen <TextLink reference="2"></TextLink>.<Superscript>1</Superscript>  Trotz urheberrechtlicher Spielr&#228;ume ist also schon die Informationsversorgung der typischen nicht-kommerziellen Nutzerkreise von Bibliotheken durchaus komplex. Weit gr&#246;&#223;ere H&#252;rden sind auszumachen im Hinblick auf Nutzerkreise, die nicht zu den typischen Adressaten bibliothekarischer Dienstleistungen geh&#246;ren: Unternehmen jeglicher Couleur, Selbstst&#228;ndige, privat betriebene Hochschulen und Bibliotheken &#8211; um hier nur eine Auswahl der Betroffenen zu nennen. Ihnen ist der Informationszugang &#252;ber die Fernleihe versperrt, da das UrhWissG keine Lieferungen an kommerzielle Nutzerkreise legitimiert. Ohne Lizenzierungsverfahren kann es demzufolge f&#252;r kommerzielle Nutzer keine Lieferung von PDF aus Bibliotheken auf digitalem Weg geben. &#196;hnliche Barrieren bestehen f&#252;r alle grenz&#252;berschreitenden internationalen Lieferungen, da urheberrechtliche Regelungen und damit auch das UrhWissG nur national gelten und es noch an L&#246;sungen der Verwertungsgesellschaften mangelt, diese L&#252;cken und Leerstellen zu f&#252;llen. Eine europ&#228;isch verwobene Wissenschafts-, Arbeits- und Bildungswelt mit niedrigschwelligen Informationszug&#228;ngen bleibt insofern nur eine Vision, als nach wie vor in vielen F&#228;llen zus&#228;tzliche Lizenzierungsverfahren notwendig sind. Und genau an dieser Stelle kommt subito ins Spiel. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Mehrwerte f&#252;r Bibliotheken duch zentrale Lizenzierungsverfahren" linked="yes">
      <MainHeadline>Mehrwerte f&#252;r Bibliotheken duch zentrale Lizenzierungsverfahren</MainHeadline><Pgraph>subito schafft f&#252;r seine Lieferbibliotheken den rechtlichen Rahmen, Informationsressourcen unabh&#228;ngig von einem Bibliothekskonto und den Barrieren des Urheberrechts zug&#228;nglich zu machen &#8211; und zwar international <TextLink reference="3"></TextLink>.<Superscript>2</Superscript>  Dies gelingt, indem subito sozusagen zweigleisig f&#228;hrt: Einerseits werden urheberrechtliche Schranken genutzt, um Kopienlieferungen durchzuf&#252;hren. Andererseits besitzt subito sogenannte Rahmenvertr&#228;ge, die mit Verlagen und Verwertungsgesellschaften geschlossen werden. &#220;ber diese Rahmenvertr&#228;ge werden f&#252;r die subito-Bibliotheken zus&#228;tzliche Rechte erschlossen, <Mark2>weltweit</Mark2> Kopienlieferungen durchf&#252;hren zu k&#246;nnen, wobei die Zuordnung der Preis- und Lieferbedingungen auf der Grundlage diverser Nutzergruppenzuordnungen und Territorien erfolgt. In Zeiten, in denen analoge Bibliotheksbest&#228;nde immer weiter zur&#252;ckgehen und digitale umso st&#228;rker anwachsen, ist von besonderem Wert, dass bei allen lizenzrechtlichen Legitimationen &#252;ber die Rahmenvertr&#228;ge digitale Ressourcen explizit miteingeschlossen sind. Das hat f&#252;r die subito-Bibliotheken den Effekt, auch Kopien aus digitalen Ressourcen verschicken zu k&#246;nnen, wenn die eigenen Vertr&#228;ge zwischen Bibliothek und Verlag eine Lieferung untersagen. </Pgraph><Pgraph>Durch das Konzept, urheberrechtliche Erlaubnisse und lizenzrechtliche M&#246;glichkeiten kombiniert auszusch&#246;pfen, k&#246;nnen &#252;ber das subito-Netzwerk derzeit Kopien aus ca. 30 Mio. B&#252;chern und &#252;ber eine Million Zeitschriftentiteln angeboten werden, wobei von diesen Zeitschriften &#252;ber 350.000 E-Journals ausmachen. Studenten, Sch&#252;lern, der universit&#228;ren und au&#223;eruniversit&#228;ren Forschung, &#246;ffentlichen Einrichtungen und auch Privatpersonen k&#246;nnen Kopien aus diesen Best&#228;nden im gesamten deutschsprachigen Raum sowohl bei nationalen als auch grenz&#252;berschreitenden Lieferungen weit unter regul&#228;ren Lizenzpreisen der Verlage angeboten werden.<Superscript>3</Superscript>  In das Gef&#252;ge der nicht-kommerziellen Lieferungen geh&#246;rt ebenso der sogenannte <Mark2>Library Service</Mark2>, mit dem subito ein eigenes System des nationalen und internationalen Dokumentenaustausches zwischen Bibliotheken betreibt &#8211; etwa 50&#37; der eingehenden Bestellauftr&#228;ge stammen von internationalen Bibliotheken. Grundprinzip ist hier, etablierte Standards der bibliothekarischen Welt anzuwenden und durch erg&#228;nzende Lizenzierungen einen Mehrwert zu generieren. Die Lieferung von Bibliothek zu Bibliothek erfolgt im <Mark2>Library Service</Mark2> auf elektronischem Weg; die nehmende Bibliothek muss dem Besteller getreu der IFLA-Prinzipien der Internationalen Fernleihe jedoch einen Papierausdruck &#252;bergeben <TextLink reference="4"></TextLink>. &#220;ber die etablierten IFLA-Standards hinaus kann aber auch hier aus elektronischen Ressourcen digital geliefert werden, wenn ein Lizenzvertrag vorhanden ist. Die Vorteile f&#252;r die Bibliotheken liegen damit auf der Hand: Sie m&#252;ssen keine weiteren Systeme von Fremdanbietern einkaufen und k&#246;nnen so die Anzahl von Systemen reduzieren, die in der Bibliothek betrieben werden; sie nehmen an einem System teil, das auch von Verlagen akzeptiert und somit rechtssicher ist und gleichzeitig g&#252;nstig die Lieferung aus elektronischen Ressourcen erm&#246;glicht. Und nicht zuletzt: Sie unterst&#252;tzen mit subito ein eigenes System von Bibliotheken deutschsprachiger L&#228;nder, das ohne Gewinnerzielungsabsichten offen und kollaborativ betrieben wird.<Superscript>4</Superscript></Pgraph><Pgraph>Neben diesen nicht-kommerziellen Lieferungen sind subito-Bibliotheken durch die Lizenzierungen ebenfalls dazu in der Lage, Nutzern, die nirgends anders auf ein verbund- und l&#228;nder&#252;bergreifendes Angebot aus Bibliotheken zugreifen k&#246;nnen, einen Informationszugang zu erm&#246;glichen: so f&#252;r die schon oben erw&#228;hnten kommerziellen Nutzer. Da ein blinder Fleck des UrhWissG war und bleibt, diese Nutzerkreise &#252;ber eine Schranke elektronisch mit einem PDF beliefern zu k&#246;nnen, werden hier grunds&#228;tzlich Lieferungen &#252;ber Lizenzierungsverfahren zu kommerziellen Preisen erm&#246;glicht. Obgleich subito an dieser Stelle augenscheinlich auch als Aggregator f&#252;r Verlagsprodukte fungiert, sind Lieferungen an kommerzielle Nutzer &#252;beraus wichtig. subito schlie&#223;t damit nicht nur eine klaffende L&#252;cke der Informationsversorgung, indem Anw&#228;lten, &#196;rzten, Lehrkr&#228;ften privater Hochschulen oder der Pharmaforschung ihre Arbeits-, Bildungs- oder Forschungst&#228;tigkeit &#252;berhaupt erst erm&#246;glicht wird, wenn sie auf Informationen angewiesen sind, die nur Bibliotheken bereithalten. Vielmehr steht die Belieferung kommerzieller Nutzer auch im Einklang mit subitos gemeinn&#252;tzigem Auftrag, Wissenschaft, Kultur und Bildung zu f&#246;rdern. Denn der Service f&#252;r kommerzielle Nutzer tr&#228;gt nicht unwesentlich dazu bei, das Gesamtsystem zu finanzieren und die nicht-kommerziellen Lieferungen m&#246;glich zu machen.</Pgraph><Pgraph>Trotz des komplexen Netzes diverser Nutzergruppen, Lieferm&#246;glichkeiten, des Ineinandergreifens unterschiedlicher Schranken und Lizenzierungsmodelle und der damit verbundenen internationalen Finanzfl&#252;sse, ist die Teilnahme an subito f&#252;r die Lieferbibliotheken denkbar einfach gestaltet: Der Betrieb des subito-Netzwerkes wird zentral von der subito-Gesch&#228;ftsstelle in Berlin organisiert, die als Schnittstelle zwischen Bibliotheken und Verlagen den lizenzrechtlichen Rahmen generiert, das Bestellportal mit der Nutzer- und Lizenzverwaltung betreibt und den Bibliotheken das Rechnungswesen abnimmt. Hierbei ist das subito-Portal f&#252;r Lieferbibliotheken wie Nutzer das alle Prozesse steuernde Schaltzentrum. Auch Rechercheverhalten und -kompetenzen ver&#228;ndern sich sukzessive in einer digitalisierten Welt. Mittlerweile werden, um diesen sich &#228;ndernden Bedingungen auf Nutzerseite entgegenzukommen, unterschiedliche Zug&#228;nge zu den subito-Ressourcen angeboten: mit dem <Mark2>subito Katalog &#43;</Mark2> ein Discoverysystem &#8211; in dem &#252;ber eine Aufsatzdatenbank mehr als 360 Mio. Aufsatztitel sowie die 30 Mio. B&#252;cher und eine Mio. Zeitschriften nachgewiesen werden &#8211; sowie ein Zeitschriftenkatalog, &#252;ber den &#252;ber DOI-, PubMed-ID oder manuelle Titeleingabe ein Bestellauftrag aufgegeben werden kann. F&#252;r Buchtitel wird auf dem subito-Portal eine Meta-Abfrage unterschiedlicher Verbund- und Lokalkataloge angeboten. Bestellt der Nutzer auf dem Portal eine Kopie, wird die Bestellung an die Bibliothek weitergeleitet. Anders als bei der Fernleihe sind beim subito-Workflow f&#252;r die Bibliotheken keine weiteren Pr&#252;fverfahren notwendig. Die Lieferbedingungen f&#252;r die einzelnen Nutzergruppen und Titel sind im subito-System implementiert &#8211; genau wie Titel- und Preislisten, die die Wissenschaftsverlage zuvor an subito geschickt haben. Alle Bestellauftr&#228;ge, die bei den Bibliotheken ankommen, sind also bereits gepr&#252;ft und m&#252;ssen nur noch bearbeitet und an die Gesch&#228;ftsstelle zur&#252;ckgeschickt werden.<Superscript>5</Superscript>  Damit ist der Workflow f&#252;r die Bibliotheken erledigt. Die Scans werden in der Gesch&#228;ftsstelle mit einem Wasserzeichen versehen, zum Teil mit einem DRM-Kopierschutz belegt und als PDF, neuerdings bei Verf&#252;gbarkeit auch mit Textanteilen, per E-Mail oder per Browser als Online-Fax f&#252;r den Einmalausdruck an die Besteller ausgeliefert. Im Nachgang erstellt und verschickt die Gesch&#228;ftsstelle die Rechnungen (gem&#228;&#223; EU-Vorgaben auf Wunsch auch E-Rechnungen auf xml-Basis), &#252;berwacht Zahlungseing&#228;nge und verteilt die eingegangenen Betr&#228;ge an Bibliotheken, Verlage und Verwertungsgesellschaften.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Dokumentlieferung als Baustein des digitalen Transformationsprozesses &#8211; ein Ausblick" linked="yes">
      <MainHeadline>Dokumentlieferung als Baustein des digitalen Transformationsprozesses &#8211; ein Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Es ist kein Geheimnis, dass aufgrund der digitalen Transformation Systeme der Kopienlieferung nicht mehr so eine zentrale Bedeutung f&#252;r Bibliotheken und ihre Nutzer haben wie noch vor einigen Jahren und sie es in Sachen Einfachheit und Schnelligkeit nicht mit einem Direktzugriff auf digitale Ressourcen in einer Bibliothek aufnehmen k&#246;nnen. Aber das ist auch nicht ihr Sinn. Sie erf&#252;llen heute die Aufgabe, einen zentralen, schnellen und digitalen Zugriff f&#252;r ebenjene F&#228;lle zu generieren, in denen Informati<TextGroup><PlainText>o</PlainText></TextGroup>nsressourcen nur analog vorgehalten werden oder Nutzer keinen Zugriff auf digitale  Informationsressourcen haben. Sie schaffen also Mehrwerte, indem sie f&#252;r Bibliotheken zus&#228;tzliche Liefergebiete, Nutzerkreise und erweiterte Nutzungsrechte f&#252;r ihre digitalen Ressourcen erschlie&#223;en. Somit sind sie zwar nicht die Treiber, aber ein Baustein des digitalen Transformationsprozesses. Es gilt darum, auch Systeme der Kopienlieferung weiter zu entwickeln, komfortabler zu gestalten und ihre Funktion weiter zu verbessern, um letztendlich auch die Distanz zu den Angeboten des Direktzugriffs, die an Bibliotheken vorzufinden sind, zu verringern. Hierzu geh&#246;ren auch die Verf&#252;gbarkeitsmachung von Kopien aus <TextGroup><PlainText>E-Books</PlainText></TextGroup>, die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit z.B. durch die Anwendung von OCR-Verfahren und nat&#252;rlich auch die Erschlie&#223;ung weiterer Lieferwege durch Lizenzen, deren H&#246;he nicht abschrecken, sondern von den Informationssuchenden akzeptiert werden &#8211; all dies sind Projekte, die auch bei subito in Zukunft eine Rolle spielen. Gleichwohl ist es evident, dass wissenschaftliche Dienste wie subito immer auch nur so gut wie das Informationsangebot sein k&#246;nnen, das sie zug&#228;nglich machen. Es reicht aus diesem Grund nicht aus, nur die Rahmenbedingungen zu schaffen, ein besseres Angebot aus wissenschaftlichen Publikationen per Kopienlieferung zu erm&#246;glichen. Es ist auch essenziell und unerl&#228;sslich, dass diese auch von m&#246;glichst vielen Bibliotheken genutzt werden, um die eigenen Best&#228;nde anzubieten, damit sich Synergieeffekte eines kollaborativ betriebenen Systems st&#228;rker entfalten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Anmerkungen" linked="yes">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><Pgraph><Superscript>1</Superscript> Dass immer noch Pr&#252;fverfahren vor einer Kopienlieferung aus E-Journals &#252;ber die Fernleihe notwendig sind, verdeutlicht die unl&#228;ngst erschienene Handreichung der Rechtskommission des DBV. Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V.: <Mark2>Welche Inhalte d&#252;rfen in der Fernleihe digital geliefert werden&#63;</Mark2> </Pgraph><Pgraph><Superscript>2</Superscript> Neben 30 gro&#223;en und kleineren deutschen Lieferbibliotheken geh&#246;ren mit der ETH Z&#252;rich eine Bibliothek aus der Schweiz und mit der UB der Medizinischen Universit&#228;t Wien und der &#214;sterreichischen Zentralbibliothek f&#252;r Physik Wien zwei Bibliotheken aus &#214;sterreich zum subito-Netzwerk. Sie alle liefern Kopien aus analogen und digitalen wissenschaftlichen Zeitschriften. Viele der Einrichtungen bieten Entleihungen ganzer B&#252;cher an. </Pgraph><Pgraph><Superscript>3</Superscript> Der Gesamtpreis f&#252;r eine subito-Bestellung setzt sich aus einer Bearbeitungspauschale der Bibliotheken und einer Tantieme oder Lizenz zusammen. Je nach Nutzergruppe und Vertragsvariante liegen diese erm&#228;&#223;igten Lizenzs&#228;tze in H&#246;he der VG Wort-Tantiemen von 1,50 EUR bis 3,50 EUR oder von 5 EUR bis 7,50 EUR. Es ist sichergestellt, dass f&#252;r innerdeutsche Lieferungen nie Lizenzs&#228;tze gelten, die h&#246;her als die VG Wort-S&#228;tze sind. Nicht-kommerzielle Nutzer finden somit immer mindestens gleichwertige Lieferbedingungen vor, wie sie durch die Schranken des UrhWissG vorgegeben sind. Neu ist, dass in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftsverlagen erste Schritte gegangen worden sind, die erm&#228;&#223;igten Preise f&#252;r nicht-kommerzielle Nutzungen in ganz Europa auszuweiten. </Pgraph><Pgraph><Superscript>4</Superscript> Der subito-Betrieb wird gew&#228;hrleistet, indem die Bibliotheken einen Mitgliedsbeitrag und eine Bestellpauschale aufwenden m&#252;ssen. Gleichzeitig werden die Bearbeitungspauschalen an die Bibliotheken ausgesch&#252;ttet. Dieses Finanzierungssystem hat den Zweck, das System m&#246;glichst kostenneutral betreiben zu k&#246;nnen. Oberstes Organ subitos ist die Mitgliederversammlung. In dieser k&#246;nnen die Lieferbibliotheken &#252;ber den Kurs des Vereins bestimmen, so etwa Geb&#252;hren festlegen, Projekte lancieren, &#252;ber die Ausgestaltung von Lieferwegen entscheiden.  </Pgraph><Pgraph><Superscript>5</Superscript> In der Regel wird dieser Prozess &#252;ber die browserbasierte <Mark2>DoD-Software</Mark2> durchgef&#252;hrt &#8211; eine Eigentlwicklung der Gesch&#228;ftsstelle, die den Lieferbibliotheken kostenlos bereitstellt wird. subito kann aber auch in kommerzielle Applikationen wie MyBib eDoc von ImageWare eingebunden werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock name="Interessenkonflikte" linked="yes">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Der Autor ist Leiter der Gesch&#228;ftsstelle von subito. Dokumente aus Bibliotheken e.V.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
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        <RefTotal>Geschichte des Open Access. Open Access Network; &#91;zuletzt bearbeitet am 12.05.2025, abgerufen am 04.12.2025&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;open-access.network&#47;informieren&#47;open-access-grundlagen&#47;geschichte-des-open-access</RefTotal>
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        <RefTotal>Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V., Hrsg. Welche Inhalte d&#252;rfen in der Fernleihe digital geliefert werden&#63; Handreichung. Stand: Juli 2024. dbv; 2024. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.bibliotheksverband.de&#47;sites&#47;default&#47;files&#47;2024-08&#47;2024-08-29&#95;Handreichung&#37;20Kopienversand&#95;final.pdf</RefTotal>
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