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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000547</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0005476</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
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      <Title language="de">Die (neue) Lernumgebung der Medizinbibliothek G&#246;ttingen: Optimierung des Raums in einer hybriden Universit&#228;t</Title>
      <TitleTranslated language="en">The (new) learning environment of the G&#246;ttingen Medical Library: Optimizing space in a hybrid university</TitleTranslated>
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      <Creator>
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          <Lastname>H&#228;rter</Lastname>
          <LastnameHeading>H&#228;rter</LastnameHeading>
          <Firstname>Dagmar</Firstname>
          <Initials>D</Initials>
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        <Address>SUB G&#246;ttingen, Bereichsbibliothek Medizin, Robert-Koch-Str. 40, 37075 G&#246;ttingen, Deutschland<Affiliation>SUB G&#246;ttingen, Bereichsbibliothek Medizin, G&#246;ttingen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>dhaerter&#64;sub.uni-goettingen.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">AGMB</Keyword>
      <Keyword language="en">learning space</Keyword>
      <Keyword language="en">learning space development</Keyword>
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      <Keyword language="en">medical library</Keyword>
      <Keyword language="de">AGMB, Lernraum</Keyword>
      <Keyword language="de">Lernraumentwicklung</Keyword>
      <Keyword language="de">Dritter Ort</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinbibliothek</Keyword>
      <SectionHeading language="de">AGMB Jahrestagung in W&#252;rzburg 2022</SectionHeading>
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    <DatePublished>20221220</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>22</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB Jahrestagung in W&#252;rzburg 2022: Gemeinsam Chancen nutzen</IssueTitle>
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    <ArticleNo>29</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Wie in fast allen Bereichen des &#246;ffentlichen Lebens hat uns auch in der SUB G&#246;ttingen die Coronazeit sehr schnell deutlich gemacht, dass wir wohl nicht wieder zum Zustand &#8222;davor&#8220; zur&#252;ckkehren werden. Nach der ersten Schockstarre, zwei Lockdowns und Wochen der eingeschr&#228;nkten Benutzbarkeit &#8211; dabei aber gleichzeitig einem signifikant gestiegenen Bedarf an Lern- und Arbeitspl&#228;tzen seitens der Studierenden &#8211; wurde klar, dass der Lernraum ein weiteres Mal den ge&#228;nderten Bedingungen und Bedarfen angepasst werden muss. Der Beitrag zeigt, wie das Team der Medizinbibliothek G&#246;ttingen in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Humanmedizin ein neues Konzept entwickeln und dieses in geradezu rasanter Geschwindigkeit umsetzen konnte.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>As in almost all areas of public life, the corona period quickly made it clear to us at the SUB G&#246;ttingen that we would probably not return to the state &#8220;before&#8221;. After the initial shock, two lockdowns and weeks of limited usability &#8211; but at the same time a significantly increased demand for learning spaces and workstations on the part of the students &#8211; it became clear that the learning space had to be adapted once again to the changed conditions and needs. The article shows how the G&#246;ttingen Medical Library team was able to develop a new concept in cooperation with the medical student council and how it could be implemented in a very fast pace.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Anpassung des Raums &#8222;Bibliothek&#8220; w&#228;hrend und nach der Coronazeit">
      <MainHeadline>Anpassung des Raums &#8222;Bibliothek&#8220; w&#228;hrend und nach der Coronazeit</MainHeadline><Pgraph>Wir alle kennen es: Man will und m&#246;chte ganz viel erledigen, umsetzen und machen, aber im Alltagsstress des Tagesgesch&#228;fts rutscht vieles nach hinten und andere Dinge haben sehr oft h&#246;here Priorit&#228;t. So ging es auch uns, dem Bibliotheksteam der Medizinbibliothek G&#246;ttingen, bestehend aus der Teamleitung sowie zwei Kollegen mit Fachausbildung, die zusammen das Stammpersonal bilden.</Pgraph><Pgraph>&#220;berlegungen und Planungen, den Lernraum zu ver&#228;ndern und anzupassen, existierten schon lange vor der Coronazeit, es wurde aber immer wieder auf das ber&#252;hmte &#8222;bei Gelegenheit&#8220; verschoben. Chronische personelle Unterbesetzung, wenig Automatisierung (Selbstverbuchungsger&#228;te, Selbstbedienungskassen) und meistens auch Geldmangel tun ein &#220;briges, um Gro&#223;projekte immer wieder zu vertagen. Die folgenden Projekte sollen zeigen, wie es m&#246;glich war, eine neue Lernumgebung zu schaffen, die den Nutzenden in <Mark1>einem</Mark1> Raum verschiedenste Arbeits- und Lernm&#246;glichkeiten bietet &#8211; analog, hybrid und digital &#8211; und so zu den Ver&#228;nderungen in der Medizinischen Fakult&#228;t und der Universit&#228;t G&#246;ttingen passt, die sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren auch anders aufstellen mussten. Die Lehre wurde quasi &#252;ber Nacht digital, andere Angebote wie Seminare oder Kleingruppenveranstaltungen sollten gleichzeitig in Pr&#228;senz und online f&#252;r Teilnehmende offenstehen. Parallel wurde von den Studierenden aber auch immer wieder der physische Lernraum und die M&#246;glichkeit zum Arbeiten vor Ort eingefordert. Diese drei Dinge zusammenzubringen war letztlich der Motor f&#252;r die Lernraumumgestaltung, die sonst wohl nicht so schnell und konsequent m&#246;glich gewesen w&#228;re.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Projekt 1: Ausbau der Online-Angebote">
      <MainHeadline>Projekt 1: Ausbau der Online-Angebote</MainHeadline><Pgraph>Wie viele andere Bibliotheken auch nutzten wir die Zeit der monatelangen Lockdowns mit eingeschr&#228;nkter Benutzbarkeit, um alle unsere Angebote, die sonst als Pr&#228;senztermine oder -kurse stattfanden, umzuarbeiten und online zu stellen. Die als Pr&#228;senzkurse konzipierten Schulungen zu den Literaturverwaltungsprogrammen Endnote und Zotero wurden als Tutorials aufgezeichnet. Wir entwickelten Selbstlerndokumente zu unseren Kursen zur Literaturrecherche und lie&#223;en sie ins E-Learning-System der Universit&#228;t einbinden. Es sind niedrigschwellige Kurse im PDF-Format mit medizinischen Fragestellungen und Beispielen zum Nachklicken, angereichert mit kleinen Quizzes zur unkomplizierten Selbstpr&#252;fung. Diese Dokumente stehen dar&#252;ber hinaus auch zum Download &#252;ber die SUB-Website zur Verf&#252;gung: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.sub.uni-goettingen.de&#47;lernen-lehren&#47;selbstlernangebote&#47;">https:&#47;&#47;www.sub.uni-goettingen.de&#47;lernen-lehren&#47;selbstlernangebote&#47;</Hyperlink>. Irgendwelche Credits o.&#228;. bekommt man daf&#252;r nicht und es ist und bleibt ein Angebot zur freiwilligen Nutzung. Au&#223;erdem produzierten wir Erkl&#228;rvideos zur Literaturrecherche in PubMed (und anderen Datenbanken). Alle Tutorials, aufgezeichneten Vortr&#228;ge und Erkl&#228;rvideos stehen nun auf dem SUB-eigenen Youtube-Kanal zur Verf&#252;gung und werden regelm&#228;&#223;ig aktualisiert: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.youtube.com&#47;playlist&#63;list&#61;PLgoiCMgV-zrfLp3DkVorGGU&#95;MGXR5lsfY">https:&#47;&#47;www.youtube.com&#47;playlist&#63;list&#61;PLgoiCMgV-zrfLp3DkVorGGU&#95;MGXR5lsfY</Hyperlink></Pgraph><Pgraph>Speziell f&#252;r unsere Kund:innen der Medizinischen Fakult&#228;t kumulierten wir unsere Angebote auf einem digitalen &#8222;Infopad&#8220; zur internen Kommunikation. So ist es Angeh&#246;rigen der Fakult&#228;t m&#246;glich, die gesamten Bibliotheksser<TextGroup><PlainText>v</PlainText></TextGroup>ices auf einen Blick aufzurufen, statt sich &#252;ber die SUB-Website alles zusammensuchen zu m&#252;ssen. Das zeit- und ortsunabh&#228;ngige Lernen hat nat&#252;rlich immense Vorteile und wird fantastisch angenommen, vor allem die Videos, was durch regelm&#228;&#223;iges Ablesen der Klick- und Downloadzahlen immer wieder best&#228;tigt wird.</Pgraph><Pgraph>Dieses Projekt hat tats&#228;chlich durch die Lockdowns und den dadurch erzeugten &#8222;Druck&#8220;, weiterhin f&#252;r Nutzende sichtbar zu bleiben und von &#252;berall erreichbare Angebote zu entwickeln, einen entscheidenden Schub bekommen. F&#252;r die Initialarbeiten mussten die Arbeitspriorit&#228;ten eine ganze Weile erheblich verlagert werden, weil die Umstellung der Angebote auf Online-Erreichbarkeit schlicht und einfach wichtiger war als alles andere.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Projekt 2: Bewegungsf&#246;rdernde Ger&#228;te">
      <MainHeadline>Projekt 2: Bewegungsf&#246;rdernde Ger&#228;te</MainHeadline><Pgraph>Eigentlich wollten wir sog. &#8222;bewegungsf&#246;rdernde Ger&#228;te&#8220; schon lange vor der Coronazeit f&#252;r die Nutzenden anbieten. Erst scheiterte es an den finanziellen Mitteln, dann an personellen Ressourcen, dies anzugehen. Die Initialidee hierzu gab das Buch &#8222;Smart Libraries&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink> und speziell der Beitrag von Janet Wagner <TextLink reference="2"></TextLink>. So etwas musste bei uns unbedingt auch her&#33; Schlie&#223;lich haben wir es dann mitten im Winter-Lockdown 2021 einfach gemacht: trotz Maskenpflicht und vielen Beschr&#228;nkungen &#8211; wir bekamen f&#252;r mehrere Wochen ein Laufband zum Testen zu uns in die Bibliothek. Die Resonanz war derartig positiv, wie wir es uns &#252;berhaupt nicht vorgestellt hatten, das Ger&#228;t war und ist quasi von morgens bis abends im Einsatz. Besonders gut: Wir bestellten gleich einen h&#246;henverstellbaren Arbeitstisch mit Buchst&#228;nder dazu, so dass &#8222;Profis&#8220; zugleich gehen und arbeiten k&#246;nnen. Viele Nutzende schauen sich beim Gehen Vorlesungen oder Videos an, einige haben sogar Routinen entwickelt, um beim Gehen gleichzeitig Schreiben oder Lesen zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Die Auswahl des Testger&#228;ts (Abbildung 1A <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) erfolgte nach einer Kontaktaufnahme mit Janet Wagner und Erkundigungen &#252;ber das in ihrer Bibliothek im Einsatz befindliche Schreibtischfahrrad. Au&#223;erdem recherchierten wir selbst im Internet nach Anbietern und Ger&#228;ten, kontaktierten drei Firmen mit der Frage nach Testger&#228;ten, von denen ein Anbieter (NEVIO, <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.mein-gesundes-buero.de&#47;">https:&#47;&#47;www.mein-gesundes-buero.de&#47;</Hyperlink>) nach unkomplizierter Kommunikation und zu einem vertretbaren Preis (finanziert wurde der Testlauf mit Bibliotheksmitteln) einen vierw&#246;chigen Test mit einem Laufband erm&#246;glichte.</Pgraph><Pgraph>Zuvor holten wir noch das OK des Sicherheitsbeauftragten ein, aber da die Ger&#228;te extra f&#252;r Gro&#223;raumb&#252;ros konzipiert und entsprechend zertifiziert sind, war dies kein Problem.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend des Testlaufs sammelten wir (schriftliches) Feedback der Nutzenden und konnten auf dieser Basis Mitte 2022 ein weiteres Laufband beschaffen. Das Testger&#228;t finanzierten wir nach Ablauf der Testphase komplett aus bibliothekseigenen Mitteln, als Komplettpa<TextGroup><PlainText>k</PlainText></TextGroup>et (Laufband und h&#246;henverstellbarer Schreibtisch) kostete es bei NEVIO rund 2.500 Euro. Das zweite Laufband wurde &#252;ber die Fakult&#228;t beantragt und mit Studienqualit&#228;tsmitteln finanziert. Die Laufb&#228;nder sind sehr ger&#228;uscharm, dennoch h&#246;rt man nat&#252;rlich etwas, wenn sie in Benutzung sind. Bei uns stehen sie im offenen Gruppenplatzbereich, wo sowieso geredet werden kann und haben noch eine Einhausung mit mobilen Raumteilelementen bekommen (Abbildung 1B <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Die Ger&#228;te stehen w&#228;hrend der gesamten &#214;ffnungszeiten der Bibliothek zur freien Verf&#252;gung, ein Buchungssystem gibt es daf&#252;r nicht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Projekt 3: Beschaffung agiler M&#246;bel">
      <MainHeadline>Projekt 3: Beschaffung agiler M&#246;bel</MainHeadline><Pgraph>Der Bedarf an Arbeitspl&#228;tzen ist enorm und w&#228;chst eher, als dass er zur&#252;ckgeht, daran hat auch die Coronazeit nichts ge&#228;ndert. Lediglich die Vorgaben haben sich gewandelt, unter denen wir nun die Raumausstattung vornehmen. Statt wie bisher sehr unbewegliches, schweres und unflexibles Mobiliar zu nutzen (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>), sind die neuen M&#246;bel nun alle eher leicht und durch Rollen gut zu bewegen, au&#223;erdem mit weiterem Equipment wie Stromversorgung, Beleuchtung, teilweise USB-Anschl&#252;ssen und einer hydraulischen H&#246;henregulierung ausgestattet. Das Motto lautet jetzt &#8222;alles darf und soll, nichts muss&#8220;, d.h. dass die Nutzenden sich in Zukunft &#8222;ihre&#8220; M&#246;bel selbst individuell zusammenstellen k&#246;nnen, je nachdem wie es in der aktuellen Lern- und Arbeitssituation gebraucht wird (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> und Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>). Wir m&#252;ssen uns dabei nur an die Beschr&#228;nkungen halten, die uns unsere R&#228;umlichkeiten vorgeben (Fluchtwege d&#252;rfen z.B. nicht verstellt werden). Begonnen wurde dieses Projekt im Oktober 2021, die Finanzierung erfolgte aus Sondermitteln der Fakult&#228;t, die f&#252;r Lernraumausstattung verausgabt werden konnten.</Pgraph><Pgraph>Aber wohin, wenn man in der Bibliothek lernt und zwischendurch mal ein Videomeeting machen muss, eine Vorlesung nachh&#246;ren will, sich einfach ein Tutorial anschauen m&#246;chte oder spontan zu einer Besprechung eingeladen wird&#63; Und gleichzeitig auf stabiles WLAN angewiesen ist&#63; Und sich beim Sprechen auch noch konzentrieren muss&#63; &#220;ber mittlerweile zwei Ausschreibungen konnten wir insgesamt 11 schallisolierte Arbeitskabinen f&#252;r die Bibliothek erwerben, wobei die erste Ausschreibung &#252;ber 6 Kabinen auch als Testlauf gedient hat, ob und wenn ja wie gut die Kabinen von den Nutzenden angenommen werden w&#252;rden. Das Fazit dazu bereits nach wenigen Wochen: Sie sind unser ganz besonderes Highlight und werden auch gern mal gleich morgens um 8 Uhr mit dem Hineinstellen eines Bibliothekskorbs belegt. Auf Basis dieser Erfahrungen konnte Anfang 2022 die zweite Ausschreibung get&#228;tigt werden, &#252;ber die wir dann noch einmal 5 Arbeitskabinen erwerben und aufste<TextGroup><PlainText>l</PlainText></TextGroup>len konnten. Nun f&#252;gen sich die Kabinen (zwei f&#252;r jeweils eine Person, neun f&#252;r maximal vier Personen) harmonisch in den offenen Lesesaal im Erdgeschoss ein (<TextGroup><PlainText>Abbildung 5 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Mit der Beschaffung dieser Art von Arbeitskabinen war die Medizinbibliothek der erste Standort der SUB G&#246;tt<TextGroup><PlainText>in</PlainText></TextGroup>gen, wo solche Kabinen zum Einsatz kommen (<TextGroup><PlainText>Abbildung 6 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>). Inzwischen stellt auch die Bereichsb<TextGroup><PlainText>iblio</PlainText></TextGroup>thek Forstwissenschaften eine Kabine gleichen Typs f&#252;r maximal 4 Personen f&#252;r ihre Nutzenden zur Verf&#252;gung, weitere sind geplant. Die Kabinen verf&#252;gen alle &#252;ber Stromanschluss, Licht und L&#252;ftung (Abbildung 7A <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>), in <TextGroup><PlainText>einigen</PlainText></TextGroup> haben wir noch einen gro&#223;en Monitor angebracht, als optionales Angebot (Abbildung 7B <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>). Alle Modelle f&#252;gen sich so perfekt in den Raum ein, dass man sie kaum sieht.</Pgraph><Pgraph>Bei der Auswahl aller M&#246;bel und der Kabinen wurde sehr eng mit dem Studiendekanat und den Studierenden der Fachschaft Humanmedizin zusammengearbeitet. &#220;ber das Studiendekanat erfolgte im Herbst 2021 die &#8222;Aussch&#252;ttung&#8220; von Sondermitteln mit dem Auftrag, diese f&#252;r den Lernraum Bibliothek zu verausgaben. In mehreren Sitzungen und direktem Dialog tauschten wir uns dazu mit den Studierenden und der Leiterin des Studiendekanats aus, welche M&#246;bel ben&#246;tigt, gew&#252;nscht und passend sind, holten Angebote ein, verfassten den Ausschreibungstext und w&#228;hlten gemeinsam die Anzahl der verschiedenen M&#246;belmodelle aus. So konnten wir immer sicher sein, dass nichts an den Bedarfen der Nutzenden vorbei geplant und gekauft wird (Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Parallel dazu Projekt 4: Das neue Raumkonzept">
      <MainHeadline>Parallel dazu Projekt 4: Das neue Raumkonzept</MainHeadline><Pgraph>Ver&#228;ndertes Arbeitsverhalten, andere Bedarfe an Equipment, Technik und Umgebung machten es erforderlich, den Raum &#8211; erneut &#8211; neu zu denken und anzupassen. Dass es Ver&#228;nderungen braucht, bekamen wir regelm&#228;&#223;ig &#8222;hautnah&#8220; von unseren Nutzenden und der Fachschaft im pers&#246;nlichen Austausch mitgeteilt. Sei es, dass vehement die &#214;ffnung des Lernraums w&#228;hrend der Lockdowns gefordert wurde, explizit der Bedarf nach videokonferenztauglichen Arbeits- und besonders Gruppenpl&#228;tzen artikuliert wurde oder einfach &#8222;nur&#8220; der Ruf nach mehr Sitzm&#246;glichkeiten laut wurde, die man sowohl allein als auch zu mehreren nutzen kann &#8211; wir mussten handeln&#33; </Pgraph><Pgraph>Dies war ein guter Anlass, endlich ein lange im Hinterkopf bewegtes Projekt anzugehen: Zeitschriftenbestandsverlagerung.</Pgraph><Pgraph>Gedruckte Zeitschriftenb&#228;nde in unserem Erdgeschossbereich wurden aus- und verlagert, um neuen Raum f&#252;r Gruppenpl&#228;tze, Arbeitskabinen und individuelle Lernum<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>ebungen zu schaffen.</Pgraph><Pgraph>Gleichzeitig erfolgte ein Ausbau der Stromversorgung und eine massive Aufstockung der WLAN Access Points. Nat&#252;rlich machen sich auch bei diesen Vorhaben die gro&#223;en Lieferengp&#228;sse bemerkbar, so dass wir davon ausgehen, dies erst Mitte 2023 abschlie&#223;en zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>In der Planung ist zur Zeit die Beschaffung weiterer gem&#252;tlicher Sitzm&#246;bel in modularen Systemen, um den neugestalteten Lesesaalbereich weiter aufzuwerten und eine noch ansprechendere Atmosph&#228;re zu schaffen. Au&#223;erdem planen wir die Innenraumbegr&#252;nung unseres Lesesaals, um zum Thema Nachhaltigkeit, Luftverbesserung und einer im wahrsten Sinn des Wortes gr&#252;neren und ges&#252;nderen Arbeitsatmosph&#228;re unseren Teil beitragen zu k&#246;nnen. Dieses Projekt befindet sich aktuell in der Konzepterstellung.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Auch wir denken um">
      <MainHeadline>Auch wir denken um</MainHeadline><Pgraph>Nach der monatelangen eingeschr&#228;nkten Benutzbarkeit sind einige Regeln bez&#252;glich des Verhaltens in der Bibliothek aufgeweicht worden und wir sahen keinen Anlass, dies wieder zur&#252;ckzunehmen. So stellen wir die Garderobenschlie&#223;f&#228;cher noch zur freiwilligen Nutzung zur Verf&#252;gung, niemand wird aber mehr dazu &#8222;gezwungen&#8220;, seine Tasche, Mantel o.&#228;. einzuschlie&#223;en und alles Weitere in einen Bibliothekskorb zu packen. Wer das machen m&#246;chte, kann das tun, ansonsten k&#246;nnen alle Habseligkeiten mit in die Bibliothek hineingenommen werden (Abbildung 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="figure"/>). Getr&#228;nke und Obst sind ebenfalls m&#246;glich, so dass nun auch der ber&#252;chtigte Kaffeebecher (ohne Deckel&#33;) mit an den Arbeitsplatz genommen werden kann. Das Essen aus der Mensa bleibt allerdings weiterhin Tabu. Auf diese Art und Weise konnten wir ein paar unzeitgem&#228;&#223;e Reglementierungen aus dem Praxisbetrieb streichen, was im Alltag zu einer weiteren Vereinfachung gef&#252;hrt hat.</Pgraph><Pgraph>Wir freuen uns auf weitere spannende Projekte und sind zuversichtlich, diese in enger Zusammenarbeit mit der Fakult&#228;t und den Studierenden umsetzen zu k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Freyberg LN</RefAuthor>
        <RefAuthor>Wolf S</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2019</RefYear>
        <RefBookTitle>Smart Libraries. Konzepte, Methoden und Strategien</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Freyberg LN, Wolf S, editors. Smart Libraries. Konzepte, Methoden und Strategien. Wiesbaden: b.i.t.verlag; 2019.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Wagner J</RefAuthor>
        <RefTitle>&#8222;Bewegung f&#246;rdert Lernen&#8220; &#8211; Smarte Angebote bewegungsf&#246;rdernder Ger&#228;te am Lernort Bibliothek</RefTitle>
        <RefYear>2019</RefYear>
        <RefBookTitle>Smart Libraries. Konzepte, Methoden und Strategien</RefBookTitle>
        <RefPage>29-36</RefPage>
        <RefTotal>Wagner J. &#8222;Bewegung f&#246;rdert Lernen&#8220; &#8211; &#91;Smarte&#93; Angebote bewegungsf&#246;rdernder Ger&#228;te am Lernort Bibliothek. In: Freyberg LN, Wolf S, editors. Smart Libraries. Konzepte, Methoden und Strategien. Wiesbaden: b.i.t.verlag; 2019. p. 29-36.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
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      <Figures>
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          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Laufb&#228;nder mit h&#246;henverstellbarem Schreibtisch und mobilen Raumteilern</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Als Steharbeitspl&#228;tze umgewidmete ehemalige OPAC-Tische mit Steckdosens&#228;ule und moderner Stehhilfe</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <MediaNo>3</MediaNo>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Akustische Sitzh&#246;hlen &#8211; verschiedene Modelle &#8211; und h&#246;henverstellbare Schreibtische</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Weiteres Sitzh&#246;hlenmodell, integriert in den neugestalteten Arbeitsbereich im EG-Lesesaal </Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Die kleinen Kabinen f&#252;gen sich in unseren Lounge-Bereich ein.</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Neugestalteter Lesesaalbereich, hier standen vorher Regale mit Zeitschriftenb&#228;nden</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Lesesaalbereich nach Zeitschriftenbestandsverlagerung und Renovierung</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Raumperspektiven mit kleiner und gro&#223;er Arbeitskabine</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 9: Erdgeschoss &#8211; Lesesaalbereich Medizinbibliothek</Mark1></Pgraph></Caption>
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