<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>mbi000527</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000527</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0005277</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Medizinische Ausbildung: Wandel der Lehre und Lehrmittelversorgung</Title>
      <TitleTranslated language="en">Medical education: Changes in teaching and the supply of teaching materials</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Fangmeier</Lastname>
          <LastnameHeading>Fangmeier</LastnameHeading>
          <Firstname>Benedikt</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Johannes Gutenberg-Universit&#228;t Mainz, Deutschland<Affiliation>Johannes Gutenberg-Universit&#228;t Mainz, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>b.fangmeier&#64;students.uni-mainz.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">teaching during the pandemic</Keyword>
      <Keyword language="en">digital teaching</Keyword>
      <Keyword language="en">innovative teaching</Keyword>
      <Keyword language="en">supply of teaching materials</Keyword>
      <Keyword language="en">learning behaviour of medical students</Keyword>
      <Keyword language="en">teaching in the future</Keyword>
      <Keyword language="de">Lehre w&#228;hrend der Pandemie</Keyword>
      <Keyword language="de">digitale Lehre</Keyword>
      <Keyword language="de">innovative Lehre</Keyword>
      <Keyword language="de">Lehrmittelversorgung</Keyword>
      <Keyword language="de">Lernverhalten von Medizinstudenten</Keyword>
      <Keyword language="de">Lehre in der Zukunft</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20220916</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>22</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Medizinische Literaturversorgung im Umbruch</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>09</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Der vorliegende Artikel gibt einen Einblick in die Lehre und Lehrmittelversorgung im Medizinstudium und ihren Wandel aus Sicht eines Studierenden. Dabei wird die Lehre vor und w&#228;hrend der Pandemie beschrieben um die Ver&#228;nderungen zu verdeutlichen. Anschlie&#223;end wird die Frage nach der &#8222;Lehre von Morgen&#8220; aufgeworfen und anhand von zwei Instituten der Universit&#228;tsmedizin Mainz wird innovative zuk&#252;nftige Lehre beispielhaft dargelegt. Die Basis des Artikels bilden dabei pers&#246;nliche Eindr&#252;cke aus dem Medizinstudium an der Universit&#228;t Mainz sowie Erfahrungen aus der Arbeit in der Fachschaft und anderen Gremien wie zum Beispiel dem Ausschuss f&#252;r Lehre.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>This article provides a sight into teaching and the provision of teaching materials in medical studies and their change. Teaching before and during the pandemic is described to illustrate the changes. Subsequently, the question of the &#8220;teaching of tomorrow&#8221; is raised and innovative future teaching is shown by the example of two institutes at Mainz University Medical School. The basis of the article is formed by personal impressions from studying medicine at Mainz University as well as experiences from the work in the student council and other committees, such as the committee for teaching.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Lehre und Literaturversorgung vor der Pandemie">
      <MainHeadline>Lehre und Literaturversorgung vor der Pandemie</MainHeadline><Pgraph>Kennzeichnend f&#252;r die Lehre vor der Coronapandemie war ein nahezu vollst&#228;ndig analoges Angebot. Auch wenn es m&#246;glich war, einige Vorlesungen als Livestream zu h&#246;ren, falls man nicht vor Ort sein konnte, stellten die Institute die Skripte f&#252;r Vorlesungen, Praktika, etc. ausschlie&#223;lich im Druckformat zur Verf&#252;gung.</Pgraph><Pgraph>Einer der klaren Vorteile dieser analogen Lehre ist der pers&#246;nliche Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden, der zum Austausch &#252;ber die Studienthemen anregt. Der wesentliche Nachteil ist jedoch der Faktor Zeit. Die Vorlesungen sind in ihrer Dauer begrenzt und die anschlie&#223;enden Kurse erlauben meistens kein &#220;berziehen der Vorlesungen. Komplexe Themen werden somit in mehrere Teilst&#252;cke unterbrochen, die zu Missverst&#228;ndnissen oder offenen Fragen f&#252;hren k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Die Tatsache, dass jeder Studierende seine individuelle Art zum Lernen besitzt und m&#246;glicherweise mit der Lehre eines Lehrenden nicht so gut zurechtkommt wie mit der Lehre eines anderen, macht die Zug&#228;nglichkeit von Nachschlagewerken im Studium so wichtig. Aus einer Vielzahl von Werken, die alle ihre Vor- und Nachteile haben, kann jeder Studierende sich die Literatur heraussuchen, die er selbst als am besten zum Nacharbeiten eines Studienthemas empfindet.</Pgraph><Pgraph>Fraglos sind gebundene Standardwerke der Humanmedizin f&#252;r den Alltag zu gro&#223; und unhandlich, als dass diese t&#228;glich den Weg von zu Hause bis in die Uni und zur&#252;ck f&#228;nden. E-Books und digitale Plattformen sind hierbei aufgrund ihrer leichten Verf&#252;gbarkeit auf digitalen Endge<TextGroup><PlainText>r</PlainText></TextGroup>&#228;ten die beliebte L&#246;sung f&#252;r Studierende. Zus&#228;tzlich eignen sich digitale Angebote f&#252;r das schnelle Erstellen von Notizen, da Grafiken oder Definitionen schnell kopiert und mit Notizen versehen werden k&#246;nnen. Diesen Trend haben die Bibliotheken und Dekanate bereits fr&#252;h erkannt und &#252;ber Lizenzvertr&#228;ge mit den Verlagen ein breites, kostenloses und vor allem hybrides Angebot f&#252;r die Studierenden geschaffen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Lehre und Literaturversorgung in der Pandemie">
      <MainHeadline>Lehre und Literaturversorgung in der Pandemie</MainHeadline><Pgraph>Durch die Pandemie musste in k&#252;rzester Zeit eine zuvor fast vollst&#228;ndig analoge Lehre zu einer digitalen Lehre umgewandelt werden. Dabei stand jedes Institut vor der Herausforderung, die Lehre auf einem vergleichbaren Qualit&#228;tslevel fortzusetzen und alle Studierenden mitzunehmen. Hierbei hat jeder Lehrende seine eigenen Pr&#228;ferenzen gefunden. W&#228;hrend die einen ihre Vorlesungen &#252;ber Videokonferenzplattformen halten, um weiterhin den direkten Kontakt und Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden zu sichern, nehmen andere ihre Vorlesungen auf und stellen diese asynchron &#252;ber eine universit&#228;re Plattform zur Verf&#252;gung. Die Lehrmaterialien, wie Skripte und Folien der Vorlesung, werden im PDF-Format zur Verf&#252;gung gestellt, um das Erstellen von Anmerkungen und Notizen zu erm&#246;glichen.  </Pgraph><Pgraph>Die Gemeinsamkeit der so verschiedenen Lehrkonzepte ist, dass Studierende aktiv zur Gestaltung beitragen k&#246;nnen. Zu jedem Zeitpunkt war der Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden zun&#228;chst per Mail und sp&#228;ter, mit der hybriden Lehre, auch wieder pers&#246;nlich m&#246;glich. So konnten Zusatzvorlesungen zu Themen erstellt werden, bei denen es noch Unklarheiten gab.</Pgraph><Pgraph>Aufgrund des vielf&#228;ltigen Feedbacks von Studierenden wurde die Lehre w&#228;hrend des ersten Coronasemesters kontinuierlich verbessert. Auch wenn das erste Coronase<TextGroup><PlainText>m</PlainText></TextGroup>ester noch mit vielen technischen Problemen und Herausforderungen zu k&#228;mpfen hatte, war dieses Try-and-Error-Prinzip der Grundstein zu einer enormen Verbesserung der digitalen Infrastruktur und damit des gesamten Lehrangebots. </Pgraph><Pgraph>Klarer Vorteil der asynchronen, digitalen Lehre ist die individuelle Gestaltung des Alltags von Studierenden. So konnte jeder f&#252;r sich seine Balance zwischen Job, Uni, Freizeit und Familie finden.</Pgraph><Pgraph>Nachteil war allerdings die mangelnde Umsetzbarkeit von Praktikumsinhalten in der digitalen Lehre. Digitale Medien k&#246;nnen komplexe medizinische Abl&#228;ufe wesentlich schwerer nachvollziehbar machen als Praktikumsinhalte in einer Pr&#228;senzlehre. Trotz vielz&#228;hliger Verweise in Vorlesungen auf Lehrb&#252;cher im E-Book-Format k&#246;nnen diese die praktische Durchf&#252;hrung nicht ersetzen &#8211; ein Nachteil, den E-Plattformen wie Amboss teilweise durch kurze Lehrvideos zu kompensieren versuchen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Zukunft der Lehre und der Literaturversorgung">
      <MainHeadline>Zukunft der Lehre und der Literaturversorgung</MainHeadline><Pgraph>Und jetzt&#63; Zur&#252;ck zur vollst&#228;ndig analogen Lehre, weiter hybride Lehre oder sogar komplett digitale Lehre&#63;</Pgraph><Pgraph>Auf die Frage &#8222;Wie sieht die Lehre und Literaturve<TextGroup><PlainText>rsor</PlainText></TextGroup>gung der Zukunft aus&#63;&#8220; hat jeder seine eigene Antwort, seine pers&#246;nlichen Ideen und Vorstellungen. Die Schnittmenge aller dieser Meinungen ist die Kernaussage, dass es eine innovative Lehre ben&#246;tigt. Die Gestaltung der Zukunft der Lehre funktioniert nur &#252;ber das bereits oben erw&#228;hnte Try-and-Error-Prinzip unter Einbezug des Feedbacks der Studierenden. Die letzten vier Semester haben hier ma&#223;gebliche Erfahrungen f&#252;r die Gestaltung zuk&#252;nftiger Lehrkonzepte geliefert.</Pgraph><Pgraph>Eine Vielzahl an Instituten hat das bereits erkannt und versucht, die neuen digitalen Errungenschaften und Infrastrukturen f&#252;r ihre Lehre optimal zu nutzen und dadurch die wichtigen Pr&#228;senzpraktika zu erg&#228;nzen. </Pgraph><Pgraph>Schon vor der Pandemie haben digitale Plattformen, die Lernsoftware und Nachschlagewerk vereinen, wie beispielsweise die Amboss-Plattform oder die E-Book-Plattform Thieme eRef, gro&#223;en Anklang in der Studierendenschaft gefunden.</Pgraph><Pgraph>Diese Plattformen beweisen bereits seit langem, dass durch digitale Erg&#228;nzungen der Lehre diese zus&#228;tzlich unterst&#252;tzt und konsekutiv Qualit&#228;tsgewinne f&#252;r die Studierenden erzielt werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Bezugnehmend auf diese Erfahrungen haben die Lehrenden neue innovative Lehrkonzepte erarbeitet, die analoge und digitale Lehre verkn&#252;pfen. Einige Institute haben die M&#246;glichkeiten dieser hybriden Lehre schon vor der Pandemie erkannt und konnten so auf bereits bestehenden Lehrkonzepten aufbauen. </Pgraph><Pgraph>An der Universit&#228;tsmedizin Mainz stehen f&#252;r die Entwicklung der Lehrkonzepte die drei Kernpunkte Theorie, Praxis und Kommunikation an oberster Stelle und sind grundle<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>end f&#252;r eine erfolgreiche Lehre. Diese Kernpunkte sind weiterhin pr&#228;gend in der inhaltlichen Weiterentwicklung der Lehre.</Pgraph><Pgraph>Beispielhaft f&#252;r innovative Lehrkonzepte im vorklinischen Bereich auf Grundlage dieser Kernpunkte kann hier das Institut f&#252;r Anatomie genannt werden. Zuk&#252;nftige Lehrkonzepte sind hierbei aufgebaut aus Selbstlernphasen, darauf folgenden Vorlesungen der Professor:innen und anschlie&#223;ender M&#246;glichkeit der Selbst&#252;berpr&#252;fung im Themengebiet mittels Online-Lernplattformen <TextLink reference="1"></TextLink>. Um hierbei m&#246;glichst genau auf die Bed&#252;rfnisse der Studierenden einzugehen, gibt es zum einen ein semesterbegleitendes Feedback und zum anderen ein Live-Feedback in den Pr&#228;senzvorlesungen via Pingo, einem webbasierten Live-Feedback-System, entwickelt von der Universit&#228;t Paderborn <TextLink reference="2"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Dieses Konzept findet bereits seit l&#228;ngerem in dieser Art institutsintern Anwendung und soll in Zukunft vollst&#228;ndig etabliert werden. Hierbei werden universit&#228;tsmedizinei<TextGroup><PlainText>ge</PlainText></TextGroup>ne, aber erg&#228;nzend auch externe Lernplattformen verwendet <TextLink reference="3"></TextLink>. Das Feedback der Studierenden zu diesem Konzept ist seit vielen Jahren absolut positiv. Die Lehre wird als sehr angenehm und studierendenfreundlich wahrgenommen. In Kombination mit den Pr&#228;senzkursen der makroskopischen sowie mikroskopischen Anatomie und den Seminaren ist hier &#252;ber viele Jahre ein beachtliches Lehrkonzept unter Einbezug von Theorie, Praxis und Kommunikation entstanden, dessen Wertsch&#228;tzung sich unter anderem in den Lehrpreisen der Dozent:innen wiederspiegelt <TextLink reference="4"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Ein weiteres Beispiel f&#252;r innovative Lehre ist die Klinik f&#252;r Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie (AVTC) der Universit&#228;tsmedizin Mainz <TextLink reference="5"></TextLink>. Die Verkn&#252;pfung von analoger und digitaler Lehre ist wesentlich in der Patientenversorgung und Lehre sichtbar. Von klassischen interaktiven Seminaren f&#252;r Studierende, &#252;ber Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und 3D-Drucken, die Anwendung in der Lehre und OP-Planung finden, bis hin zu Operationskursen in robotischer Chirurgie bietet die Klinik eine Vielzahl von digitalen Werkzeugen sowohl f&#252;r die klinische Planung als auch in der Aus- und Weiterbildung von Chirurgen an. Dieses Lehrkonzept wird fortlaufend angepasst und erweitert, um den Qualit&#228;tsan<TextGroup><PlainText>spr&#252;</PlainText></TextGroup>chen der Klinik selbst gerecht zu werden und den Studierenden die bestm&#246;gliche Lehre zu erm&#246;glichen. Geplante Erweiterungen sind bereits in Arbeit, wie zum Beispiel das VR-Schockraumtraining, aber auch das zus&#228;tzliche Vertiefen von OP-Abl&#228;ufen f&#252;r Studierende durch AR und VR. Die zus&#228;tzliche Idee der Einrichtung einer Online-Fallsammlung als eine Art virtuelles Krankenhaus sichert auch zuk&#252;nftig die Verkn&#252;pfung der theoretischen Lehre mit vielz&#228;hligen praktischen Beispielen und der M&#246;glichkeit eines Diskurses &#252;ber abstrakte F&#228;lle mit niedriger Pr&#228;valenz, aber hohem didaktischem Wert.</Pgraph><Pgraph>Eine innovativere Lehre, die mehr digitale Inhalte miteinbezieht, wird von Studierenden gerne gesehen, aber ebenfalls der Anspruch erhoben, dass die &#220;bersichtlichkeit nicht verloren gehen darf. Gerade hier sind die Bibliotheken und Dekanate in Zukunft gefragt, die Menge an verschiedenen digitalen Inhalten der einzelnen Institute auf einer Plattform &#252;bersichtlich zur Verf&#252;gung zu stellen. Hybride Lehrformate, bei denen jedes Institut seine eigene Plattform zur Verf&#252;gung stellt, verursachen eine unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Belastung f&#252;r Studierende und Lehrende durch zu heterogene Informationskan&#228;le.</Pgraph><Pgraph>Eine einheitliche Plattform f&#252;r die Lehre an einem Standort, verbunden mit digital zug&#228;nglichen Fallsammlungen f&#252;r Angeh&#246;rige der Universit&#228;tsmedizin, k&#246;nnte zudem weitreichende interdisziplin&#228;re Synergieeffekte schaffen. Ein m&#246;glicher L&#246;sungsansatz k&#246;nnten geschlossene digitale Systeme sein, auf denen die Lehrenden ihre Lehrinhalte zur Verf&#252;gung stellen. Die Plattform k&#246;nnte dar&#252;ber hinaus nicht nur zur Bereitstellung von Lehrinhalten genutzt werden, sondern selbst als Anschauungsma<TextGroup><PlainText>te</PlainText></TextGroup>rial f&#252;r neue F&#228;cher und Teildisziplinen im Studiengang, wie beispielsweise Digitale Medizin, genutzt werden. Die Verwaltung der Plattform k&#246;nnte hier exemplarisch durch die Bibliothek als Hauptansprechpartner der Lehrmittelversorgung im Studium organisiert werden.</Pgraph><Pgraph>Je fr&#252;her hierbei die Idee einer geschlossenen digitalen Plattform an einem Standort evaluiert wird, desto eher k&#246;nnen Erfahrungen im Prozess gesammelt werden und die Vorteile bei erfolgreicher Umsetzung in der Lehre ankommen.</Pgraph><Pgraph>Trotz des zu Beginn absehbar hohen Arbeitsaufwandes f&#252;r die Bereitstellung solch einer Plattform an einem Standort wird die Arbeitslast in Zukunft reduziert, da sich geschlossene digitale Systeme vergleichsweise einfach an sich &#228;ndernde Bed&#252;rfnisse von Lehrenden und Studierenden anpassen lassen. Dadurch stellen sie eine langfristige Investition in eine qualitative Lehre dar. </Pgraph><Pgraph>Im Fazit ist der Trend zu einer hybriden Lehre bereits vor der Pandemie erkennbar gewesen und wurde durch die Pandemie nochmals beschleunigt. Dieser Trend sollte bei der Entscheidungsfindung &#252;ber die Ausrichtung der Literaturversorgung in der Zukunft beachtet werden. So k&#246;nnte das Angebot an E-Plattformen erweitert und Fachb&#252;cher vermehrt zus&#228;tzlich im E-Book-Format zur Verf&#252;gung gestellt werden.</Pgraph><Pgraph>Zur Erstellung bestm&#246;glicher Lehrkonzepte sollten die Institute diese stets auf die drei Kernpunkte Theorie, Praxis und Kommunikation kritisch untersuchen und den Diskurs mit Studierenden m&#246;glichst fr&#252;h suchen, um diese optimal anzupassen. Dabei eignet sich der direkte Kontakt in Praktika oder aber auch die Anwendung von Feedback-Systemen besonders gut um ein differenziertes Meinungsbild zu erhalten.</Pgraph><Pgraph>Eine Abstimmung mit fachbereichszugeh&#246;rigen Instituten anderer Standorte, aber auch der Austausch mit anderen Instituten am gleichen Standort kann weitere Impulse zur zuk&#252;nftigen Gestaltung der Lehre geben. Hierbei gilt, dass das Try-and-Error Prinzip der effektivste Weg ist, um die Lehre an die Bed&#252;rfnisse der Studierenden anzupa<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>sen und ein breites Feedback zu verschiedenen Lehrkonzeptans&#228;tzen zu erhalten. Anhand dieses Feedbacks k&#246;nnen konsekutiv vielversprechende Ans&#228;tze verfolgt werden</Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend muss klar gesagt werden, dass das Lernverhalten und die damit einhergehenden Anforderungen an Bibliotheken immer von der Lehre und somit den Instituten und den einzelnen Dozent:innen abh&#228;ngen. Der Autor erhofft sich, mit diesem Beitrag den Wandel in der Lehre zu verdeutlichen und zum Diskurs &#252;ber die zuk&#252;nftige Gestaltung der Lehre anzuregen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><Pgraph>Benedikt Fangmeier ist Medizinstudierender an der Johannes Gutenberg-Universit&#228;t Mainz. Er engagiert sich in der Fachschaft und ist Mitglied im Ausschuss f&#252;r Lehre.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Interessenkonflikte">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Institut f&#252;r Anatomie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>ModeLL-M (Mainzer Modelle f&#252;r digital erweitertes Lehren und Lernen)</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Institut f&#252;r Anatomie. ModeLL-M (Mainzer Modelle f&#252;r digital erweitertes Lehren und Lernen). Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;institut-fuer-anatomie&#47;modell-m.html</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;institut-fuer-anatomie&#47;modell-m.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Universit&#228;t Paderborn</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>PINGO</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Universit&#228;t Paderborn. PINGO. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.uni-paderborn.de&#47;lehre&#47;lehrinnovationen&#47;lehrprojekte&#47;pingo</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.uni-paderborn.de&#47;lehre&#47;lehrinnovationen&#47;lehrprojekte&#47;pingo</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Institut f&#252;r Anatomie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Lernprogramme</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Institut f&#252;r Anatomie. Lernprogramme. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;institut-fuer-anatomie&#47;lehre&#47;lernprogramme.html</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;institut-fuer-anatomie&#47;lehre&#47;lernprogramme.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Institut f&#252;r Anatomie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Lehrpreise</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Institut f&#252;r Anatomie. Lehrpreise. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;institut-fuer-anatomie&#47;lehre&#47;lehrpreise.html</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;institut-fuer-anatomie&#47;lehre&#47;lehrpreise.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="5">
        <RefAuthor>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Klinik f&#252;r Allgemein-</RefAuthor>
        <RefAuthor>Viszeral- und Transplantationschirurgie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Studierende</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Universit&#228;tsmedizin Mainz &#8211; Klinik f&#252;r Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Studierende. Verf&#252;gbar unter: 
https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;avtc&#47;studierende&#47;uebersicht.html</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.unimedizin-mainz.de&#47;avtc&#47;studierende&#47;uebersicht.html</RefLink>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>