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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0004993</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
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      <Title language="de">Same procedure as every year: Eine digitale Krankenhausbibliothek in der Corona-Krise</Title>
      <TitleTranslated language="en">Same procedure as every year: A digital hospital library during the corona crisis </TitleTranslated>
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        <Address>Helios Kliniken GmbH, Friedrichstr. 136, 10117 Berlin, Deutschland<Affiliation>Helios Kliniken GmbH, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>diana.thiele&#64;helios-gesundheit.de</Email>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">corona</Keyword>
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      <Keyword language="de">Corona</Keyword>
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      <SectionHeading language="de">Ein Jahr COVID-19</SectionHeading>
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    <DatePublished>20210916</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>21</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Ein Jahr COVID-19 - Herausforderungen f&#252;r Medizinbibliotheken und Informationseinrichtungen</IssueTitle>
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    <ArticleNo>10</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Helios Zentralbibliothek zieht Fazit nach einem Jahr Corona. Was hat sich ge&#228;ndert, was ist gleichgeblieben&#63;  Am Konzept und Bestand der Bibliothek, welche bereits vor 20 Jahren zur reinen Online-Bibliothek wurde, hat sich in diesem herausfordernden Jahr wenig ge&#228;ndert. Im Gegensatz dazu ver&#228;nderte sich die Zusammenarbeit des Teams stark. Im Beitrag wird erl&#228;utert, auf welche Ver&#228;nderungen sich das Team der Bibliothek einstellen musste, welche neuen Formate entwickelt wurden und wo es noch Verbesserungspotential gibt. Dabei werden Punkte wie Infrastruktur und Kommunikationswege aufgezeigt. Ebenfalls wird die Ebene der Bibliothek-Nutzenden-Beziehung beleuchtet und kontextualisiert. Corona hat dazu beigetragen, dass nach 20 Jahren die Transformation zur Online-Bibliothek auf eine neue Ebene gehoben wurde und die Digitalisierung vom ganzen Team gelebt wird.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The Helios Library takes a look at one year of corona. What has changed, what has stayed the same&#63; The concept and portfolio of the library, which became an online library 20 years ago, has changed little in this challenging year. In contrast, the way the team works has changed a lot. The article explains which changes the library team had to adapt to, which new formats were developed and where there is still room for improvement. Points such as infrastructure and communication channels are shown. The level of the library-user-relationship is also highlighted and contextualized. Corona has contributed to the fact that after 20 years the transformation to an online library has been raised to a new level and digitization is lived by the whole team now.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die Mitarbeiter:innen der medizinischen Fachbibliothek im Krankenhaus Berlin-Buch erkannten schon im Jahr 2001, dass die einzige M&#246;glichkeit zum Fortbestehen der Bibliothek war, ein Angebot zu schaffen, welches der gesamte Helios Konzern nutzen kann. Damals umfasste der Konzern 22 Standorte mit 13.000 Mitarbeiter:innen und es wurden circa 250.000 Patient:innen im Jahr behandelt. So starteten wir die Helios Zentralbibliothek. Unser Bestand umfasste circa 100 Online-Zeitschriften und der Zugriff erfolgte &#252;ber einige Links im Helios-Intranet. Im Mai 2002 ging das erste Bibliotheksportal online, was den Nutzer:innen helfen sollte, sich im Dschungel der medizinischen Literatur zurecht zu finden. Neben den Zug&#228;ngen zu unseren Lizenzen war das Bibliotheksportal ein Kommunikationsmittel zwischen Nutzer:innen und den sieben Mitarbeiter:innen der Bibliothek <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>20 Jahre sp&#228;ter hat sich einiges ge&#228;ndert. Mittlerweile geh&#246;ren 89 Kliniken und 130 Medizinische Versorgungszentren zu Helios, die von den sieben Mitarbeiter:innen der Helios Zentralbibliothek versorgt werden. Die Anzahl der Besch&#228;ftigten stieg auf 73.000 und die der Patient:innen auf 5,2 Millionen pro Jahr. Auch die Angebote der Bibliothek entwickelten sich weiter. Der Bestand wuchs auf circa 30.000 E-Books und 1.300 E-Journals. Die technische Infrastruktur wandelte sich ebenfalls, so dass im Laufe dieser 20 Jahre der Zugriff von zu Hause oder von &#252;berall sonst auf der Welt m&#246;glich wurde.</Pgraph><Pgraph>Vieles ist aber auch gleichgeblieben. Das Bibliotheksportal im Helios Netz ist weiterhin der Anlaufpunkt Nummer 1, um auf unsere Lizenzen zuzugreifen. Dar&#252;ber hinaus stellen wir auf unserer Webseite strukturierten Zugriff auf Informationen aus den unterschiedlichen Fachgebieten bereit. Und auch die Nutzer:innen-Kommunikation kommt nicht zu kurz.</Pgraph><Pgraph>Die Gr&#252;nde f&#252;r unsere Online-Bibliothek galten vor <TextGroup><PlainText>20 J</PlainText></TextGroup>ahren und haben noch heute G&#252;ltigkeit: Wir sind auf ausschlie&#223;lich digitale Medien angewiesen, um allen Helios-Mitarbeiter:innen in Deutschland Zugriff auf unsere Angebote zu erm&#246;glichen. Zus&#228;tzlich ist es g&#252;nstiger, eine Lizenz f&#252;r alle Helios-Kliniken zu kaufen, als wenn jede Klinik ihre eigene Lizenz erwerben w&#252;rde. Der Remote-Zugang war uns schon vor Corona wichtig, damit die Mitarbeiter:innen auch au&#223;erhalb der Kliniken lesen, recherchieren und sich fortbilden k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="&#196;nderungen durch Corona auf Bibliotheksebene">
      <MainHeadline>&#196;nderungen durch Corona auf Bibliotheksebene</MainHeadline><Pgraph>Weder am Bestand und den Angeboten der Bibliothek noch an der Infrastruktur &#228;nderte sich seit M&#228;rz 2020 etwas. Wir konnten im letzten Fr&#252;hjahr das Produkt <TextGroup><PlainText>Clinical</PlainText></TextGroup> Key Student Pflege einf&#252;hren <TextLink reference="2"></TextLink>, was die Umstellung des Unterrichts in unseren Bildungszentren unterst&#252;tzte. Die Pandemie war jedoch nicht der Ausl&#246;ser f&#252;r diese Erwerbung.</Pgraph><Pgraph>Es gab keine erh&#246;hten Anfragen f&#252;r Erwerbungen seitens der Mitarbeiter:innen. Es ist aber positiv aufgefallen, dass bei Erwerbungsvorschl&#228;gen die Fragen nach digitalen Medien selbstverst&#228;ndlicher wurden. Fr&#252;her musste die Bibliothek explizit auf die M&#246;glichkeit der Onlinemedien hinweisen, mittlerweile wird von den meisten unserer Nutzer:innen &#8211; abh&#228;ngig von der Zielgruppe &#8211; ganz automatisch darum gebeten.</Pgraph><Pgraph>Auch bei der Unterst&#252;tzung der Nutzer:innen, egal ob es sich um inhaltliche Anfragen oder technischen Support handelt, gab es keinen erh&#246;hten Aufwand. Dies ist sicherlich darin begr&#252;ndet, dass viele Nutzer:innen schon vor der Coronazeit von zu Hause auf die Bibliothek zugegriffen haben und dadurch wussten, wie alles funktioniert.</Pgraph><Pgraph>Da wir keine Pr&#228;senzbibliothek sind, mussten wir uns um die Erreichbarkeit, &#214;ffnungszeiten, Hygiene, Corona-Re<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>eln und &#228;hnliches keine Gedanken machen.</Pgraph><Pgraph>Unsere Aufgaben &#228;nderten sich ebenfalls wenig. Zu Beginn der Pandemie haben wir bei der Anfertigung einer tagesaktuellen &#220;bersicht zu Studien und Wissenschaft zu COVID-19 unterst&#252;tzt. Es wurden von verschiedenen medizinischen Abteilungen relevante Aufs&#228;tze zusammengetragen und diese von den Mitarbeiter:innen der Bibliothek strukturiert und &#252;bersichtlich in unser Intranet eingepflegt. Nachdem die erste Welle vorbei und Grundlagen der Krankheit weitestgehend bekannt waren, war diese kurzzeitige Zusatzaufgabe nicht mehr n&#246;tig.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="&#196;nderungen durch Corona auf Teamebene">
      <MainHeadline>&#196;nderungen durch Corona auf Teamebene</MainHeadline><Pgraph>Technisch sind die Verwaltungsmitarbeiter:innen von Helios schon seit l&#228;ngerer Zeit gut ausstattet. Nahezu jedes Teammitglied arbeitet an einem Laptop. Homeoffice war auch vor 2020 bereits m&#246;glich und teilweise erw&#252;nscht, um die Vereinbarung von Familie und Beruf zu gew&#228;hrleisten. Der positive Nebeneffekt ist eine Entlastung der Lautst&#228;rke in unserer Unternehmenszentrale. Nahezu jede:r, der:die vorher schon einmal Homeoffice in Anspruch genommen hat, verf&#252;gte bereits &#252;ber ein Diensthandy, einen VPN-Zugang und eine Lizenz f&#252;r einen internetbasierten Instant-Messaging-Dienst. Als im M&#228;rz 2020 fast alle ins Homeoffice geschickt wurden, mussten die VPN-Zug&#228;nge und Lizenzen lediglich auf mehr Menschen erweitert werden. Dadurch, dass die Infrastruktur bereits vorhanden war, ging das sehr schnell und unkompliziert. Doch auch in einer Online-Bibliothek gibt es Aufgaben, die vor Ort erledigt werden m&#252;ssen. Ein:e Bibliotheksmitarbeiter:in war weiterhin t&#228;glich im B&#252;ro. Da ist einerseits der Zugriff auf unser Magazin, falls es Anfragen f&#252;r Aufs&#228;tze gibt, die nicht digital vorliegen. Andererseits musste die Post regelm&#228;&#223;ig gepr&#252;ft und angefragte Aufs&#228;tze und B&#252;cher an Nutzer:innen versendet werden. Der gro&#223;e Vorteil f&#252;r uns im Homeoffice war, dass unser:e Kolleg:in dringend ben&#246;tigte Unterlagen einscannen konnte, sofern sie bis dahin noch nicht digital vorlagen. Aber auch Weihnachtspost hat uns auf diesem Weg zu Hause erreicht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Arbeitsabl&#228;ufe und Werkzeuge">
      <MainHeadline>Arbeitsabl&#228;ufe und Werkzeuge</MainHeadline><Pgraph>Bei unseren Arbeitsweisen waren geringe Anpassungen notwendig, um uns auf die ver&#228;nderte Situation einzustellen. Beispielsweise waren schon vorher alle Vertr&#228;ge in einer digitalen Version auf unseren Servern abgelegt. Nun kam nach langer Pr&#252;fung im Unternehmen die Einf&#252;hrung von digitalen Unterschriften hinzu, um keine zeitliche Verz&#246;gerung zu haben. </Pgraph><Pgraph>Im Jahr 2019 wurde bei Helios ein digitaler Arbeitsbereich eingef&#252;hrt, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten oder Protokolle zur Verf&#252;gung zu stellen. Das kam uns w&#228;hrend der Coronazeit sehr zu Gute, da die Nutzung doch meist erheblich einfacher ist als die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten auf unseren Servern.</Pgraph><Pgraph>Mittlerweile haben alle Mitarbeiter:innen in der Bibliothek einen Instant-Messaging-Dienst auf ihren Arbeitsrechnern. Das hat zahlreiche Vor-, aber durchaus auch Nachteile. Die Kolleg:innen sind schnell erreichbar &#8211; per Chat, Telefon oder sogar Video. Es k&#246;nnen Termine mit mehreren Teilnehmer:innen angesetzt werden. Der Bildschirm kann geteilt werden, was ein gro&#223;er Vorteil ist, falls man nicht am gleichen Standort sitzt oder Nutzer:innen helfen muss. Allerdings ist Ablenkung vorprogrammiert. Etwa wenn in einem Termin pl&#246;tzlich das Zeichen des Messaging-Dienstes anf&#228;ngt zu blinken und dann nebenbei gechattet wird. Andererseits kann jede:r f&#252;r sich entscheiden, eine Nachricht nicht sofort zu lesen, oder seinen:ihren Status auf &#8222;Nicht St&#246;ren&#8220; zu setzen, um ablenkungsfrei arbeiten zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Da kein regelm&#228;&#223;iger Austausch zu technischen Problemen unserer Nutzer:innen stattfand und die Teamleitung keinen &#220;berblick mehr &#252;ber die anfallenden Supportaufw&#228;nde hatte, wurde ein Ticketsystem eingef&#252;hrt, welches unsere IT-Abteilung schon lange nutzt. Es wurde eine neue Support-E-Mail-Adresse eingerichtet, die unsere Nutzer:innen anschreiben k&#246;nnen. Hier sehen wir auf einen Blick, welche Anfragen noch offen sind, welche Anfrage von welchem:r Mitarbeiter:in bearbeitet wird und falls jemand wegen Krankheit oder Urlaub ausf&#228;llt, hat der Rest des Teams den aktuellen Stand zu allen offenen Problemen. Zus&#228;tzlich kann eine Statistik erhoben werden, die zeigt, wie viele Anfragen es gab, wie oft Fehler bei Dienstleistern beanstandet wurden und &#228;hnliches.</Pgraph><Pgraph>Um am St&#252;ck konzentriert arbeiten zu k&#246;nnen, diskutieren wir in der Helios Zentralbibliothek derzeit die Einf&#252;hrung des Konzepts &#8222;Deep Working&#8220;. Jede:r Mitarbeiter:in kann entscheiden, ob er oder sie an maximal zwei Tagen in der Woche jeweils vier Stunden nicht erreichbar ist. In dieser Zeit werden das E-Mail-Programm und Messaging-Dienst geschlossen, keine Termine angenommen und alle anderen Ablenkungen abgestellt. Dadurch kann hintereinander an einem oder mehreren Themen gearbeitet werden &#8211; ohne, dass etwas dazwischenkommt. Andere Teams in der Helios Zentrale setzen dieses Konzept bereits erfolgreich ein.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Termine">
      <MainHeadline>Termine</MainHeadline><Pgraph>Was sich stark ver&#228;ndert hat, ist die Terminkultur. Termine, die vorher in Pr&#228;senz stattgefunden haben, wurden in den digitalen Raum verlegt. Dabei ist aufgefallen, dass sich nicht jeder Termin 1:1 von analog auf digital umstellen l&#228;sst. Hier mussten wir uns fragen, ist ein Termin weiterhin sinnvoll&#63; Was kann ge&#228;ndert werden, damit er wieder die Ergebnisse bringt, die wir erwarten&#63; Es sind situationsbedingt auch neue Formate entstanden, wodurch die Kalender der Mitarbeiter:innen voller sind als noch im Jahr zuvor.</Pgraph><Pgraph>Beispielsweise gibt es mittlerweile jeden Morgen eine kurze Videokonferenz &#8211; ein so genanntes Daily &#8211;, in die sich alle Mitarbeiter:innen der Bibliothek einw&#228;hlen. Dort erz&#228;hlen wir, was am vorangegangenen Tag bearbeitet wurde und was f&#252;r den aktuellen Tag ansteht. So gehen Kleinigkeiten nicht unter. Es ist wichtig, dass alle gleicherma&#223;en informiert sind. Dinge, die sonst auf dem Flur, in der Kaffeek&#252;che oder &#252;ber die Schreibtische hinweg kommuniziert wurden, wurden pl&#246;tzlich nicht mehr besprochen. Ein Gro&#223;teil der Spontanit&#228;t fiel weg. F&#252;r jede Kleinigkeit wird nun ein Termin angesetzt. Das hat teilweise auch zur Folge, dass Sachen bis zu Terminen liegen bleiben oder ganz vergessen werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Privates">
      <MainHeadline>Privates</MainHeadline><Pgraph>Bei sieben Menschen in einem Team werden nat&#252;rlich auch private Dinge besprochen. Wie war das Wochenende, welches Buch wurde zuletzt gelesen oder welcher Urlaub wird derzeit geplant&#63; Was fr&#252;her in gemeinsamen Mittagspausen erz&#228;hlt wurde, fiel ebenfalls weg. Wir haben versucht, einmal in der Woche ein gemeinsames, digitales Mittagessen zu etablieren. Jede:r vor seinem:ihrem Rechner, aber das hat sich nicht durchgesetzt. Der Grund war vermutlich, dass man die Mittagspause nicht vor dem PC verbringen m&#246;chte, auch wenn dabei nicht &#252;ber die Arbeit gesprochen wird. Wir nutzen derzeit unser Daily, um auch mal hier oder da private Dinge zu erz&#228;hlen. Das hat bei weitem nicht den gleichen Umfang wie fr&#252;her. Hier suchen wir noch nach einer richtigen M&#246;glichkeit zum Austauschen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Nutzung des Bibliotheksportals">
      <MainHeadline>Nutzung des Bibliotheksportals</MainHeadline><Pgraph>Eine pauschale Aussage dar&#252;ber, wie sich die Corona-Pandemie auf die Nutzung des Bestands der Helios Zentralbibliothek ausgewirkt hat, l&#228;sst sich nicht treffen. Wie so oft spielen beim Thema Nutzungsstatistiken viele Faktoren, auch technischer Art, eine Rolle.</Pgraph><Pgraph>Insgesamt war die Nutzung des Bestandes der Helios Zentralbibliothek im Jahr 2020 h&#246;her als im Jahr 2019. Tats&#228;chlich stieg von 2019 auf 2020 die Nutzung um circa 25 Prozent bei den E-Journals und E-Books. Wie viel davon dem Homeoffice, dem erh&#246;hten Bedarf an digitalen Angeboten oder an Informationen rund um das neue Virus geschuldet war, l&#228;sst sich nicht nachvollziehen. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Monate April und Mai 2020 die beste Nutzung verzeichneten. Die zweite Jahresh&#228;lfte ist gekennzeichnet durch zur&#252;ckgehende Nutzungszahlen, was mit dem &#252;blichen Sommerloch und dem erneuten Aufflammen der Epidemie im Herbst 2020 begr&#252;ndet werden kann. Eine Vermutung ist, dass das Krankenhauspersonal im zweiten Halbjahr, nachdem der Informationsdurst erst einmal gestillt war, nicht besonders viel Zeit hatte, sich mit Fachliteratur zu besch&#228;ftigen. </Pgraph><Pgraph>Mitber&#252;cksichtigt werden muss au&#223;erdem, dass viele Verlage in 2020 ihre Inhalte kostenlos zur Verf&#252;gung gestellt haben, so dass diese Nutzung zum Teil nicht nachvollzogen werden kann. Dar&#252;ber hinaus musste die Bibliothek im Sommer 2020 f&#252;r den Bestandsnachweis in PubMed auf einen Linkresolver umsteigen, was sich ebenfalls auf die Nutzungszahlen ausgewirkte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Same procedure as every year, oder doch nicht&#63; Als digitale Krankenhausbibliothek waren wir nicht gezwungen, uns neu zu erfinden. Ausstattung, Bestand und Aufgaben mussten nicht an diese besondere Situation angepasst werden. Dennoch hat Corona uns geholfen, bekannte Wege zu verlassen und bew&#228;hrte Arbeitsweisen zu hinterfragen. Als Mitarbeiter:innen der Helios Zentralbibliothek haben wir die Gelegenheit genutzt, uns weiterzuentwickeln &#8211; auf digitaler und auf Teamebene. Besonderes Augenmerk haben wir auf neue Kommunikationsformen gelegt, um den Wissenstransfer zu gew&#228;hrleisten. Uns wird Corona nicht fehlen, aber die steigende Akzeptanz von digitalen Medien bei den Mitarbeiter:innen empfinden wir als gewinnbringend. Die ersten Schritte sind getan. Weitere Ideen werden folgen, um die Kommunikation mit der gro&#223;en Vielfalt unserer Nutzer:innen noch h&#252;rdenloser zu gestalten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorinnen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Johannsmeyer B</RefAuthor>
        <RefTitle>Bibliothekssterben &#8211; bei Helios (k)ein Thema&#63;&#33; Von der Zentralbibliothek des Klinikums Buch zur virtuellen Bibliothek der Helios Kliniken Gruppe</RefTitle>
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        <RefBookTitle>29. Arbeits- und Fortbildungstagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken; 2003 Apr 08-11; Stuttgart, Deutschland</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Johannsmeyer B. Bibliothekssterben &#8211; bei Helios (k)ein Thema&#63;&#33; Von der Zentralbibliothek des Klinikums Buch zur virtuellen Bibliothek der Helios Kliniken Gruppe. In: 29. Arbeits- und Fortbildungstagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken; 2003 Apr 08-11; Stuttgart, Deutschland.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Hock R</RefAuthor>
        <RefAuthor>Popoff L</RefAuthor>
        <RefTitle>Digitalisierung an Bildungszentren: Wie die Bibliothek unterst&#252;tzen kann</RefTitle>
        <RefYear>2021</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
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        <RefTotal>Hock R, Popoff L. Digitalisierung an Bildungszentren: Wie die Bibliothek unterst&#252;tzen kann. GMS Med Bibl Inf. 2021;21(1-2):Doc07. DOI: 10.3205&#47;mbi000496</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.3205&#47;mbi000496</RefLink>
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