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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000494</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0004942</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Lessons learned from the pandemic &#8211; ein Praxisbericht aus der Bibliothek des Robert Koch-Instituts</Title>
      <TitleTranslated language="en">Lessons learned from the pandemic &#8211; a field report from the library of the Robert Koch Institute</TitleTranslated>
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        <Address>Robert Koch-Institut, Informations- und Forschungsdatenmanagement (MF 4), Bibliothek, Nordufer 20, 13353 Berlin, Deutschland<Affiliation>Robert Koch-Institut, Informations- und Forschungsdatenmanagement (MF 4), Bibliothek, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
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        <Address>Robert Koch-Institut, Informations- und Forschungsdatenmanagement (MF 4), Bibliothek, Berlin, Deutschland<Affiliation>Robert Koch-Institut, Informations- und Forschungsdatenmanagement (MF 4), Bibliothek, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
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      <SectionHeading language="de">Ein Jahr COVID-19</SectionHeading>
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    <DatePublished>20210916</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>21</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Ein Jahr COVID-19 - Herausforderungen f&#252;r Medizinbibliotheken und Informationseinrichtungen</IssueTitle>
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    <ArticleNo>05</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Coronavirus-Pandemie stellt die Welt vor eine nie dagewesene Herausforderung. In Deutschland ist insbesondere das Robert Koch-Institut als das nationale Public-Health-Institut in die Pandemiebew&#228;ltigung involviert. Um die pandemiebedingte Arbeit der Wissenschaftler:innen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu unterst&#252;tzen, erstellt die Bibliothek des Instituts eine zentrale fortlaufende Literatur&#252;bersicht und bietet weitere Services an. Im Artikel wird dargestellt, inwieweit die Bibliothek des RKI in die Lagebew&#228;ltigung involviert ist.</Pgraph><Pgraph>Keywords: Pandemie, Bibliothek, Public Health, Deutschland, Robert Koch-Institut, Praxisbericht, Literaturrecherche, Literaturverwaltung, forschungsnahe Dienste</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The coronavirus pandemic challenges the world in a previously unimaginable way. In Germany, the Robert Koch-Institute (RKI) as Germany&#8217;s national public health institute is in particular involved in the pandemic response. To support the pandemic related work of the scientists at the RKI, the library is providing a central ongoing literature collection and other services. The article describes the extent to which the RKI library is involved in managing the situation.</Pgraph><Pgraph>keywords: pandemic, library, public health, Germany, Robert Koch Institute, field report, literature search, literature management, research related services</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Seit Dezember 2019 steht die Welt mit der Bek&#228;mpfung der Coronavirus-Pandemie vor einer gro&#223;en Herausforderung. In Deutschland nimmt das Robert Koch-Institut (RKI) als das nationale Public-Health-Institut eine zentrale Rolle in der Pandemiebek&#228;mpfung ein. Im RKI ist das Management von Krisensituationen durch einen internen Krisenplan festgelegt, um eine effektive Zusammenarbeit sowohl intern als auch mit externen Akteuren gew&#228;hrleisten zu k&#246;nnen. In diesem Rahmen wurden bereits am 28. Januar 2020 der RKI-Krisenstab und das Lagezen<TextGroup><PlainText>tr</PlainText></TextGroup>um aktiviert, das die strategische Arbeit des Krisenstabs operativ unterst&#252;tzt <TextLink reference="1"></TextLink>. Die f&#252;r die Lagebew&#228;ltigung identifizierten Aufgaben werden vom Lagezentrum an die entsprechenden Stellen verteilt. </Pgraph><Pgraph>Schon wenige Tage sp&#228;ter, am 4. Februar 2020, erhielt die Bibliothek des RKI durch das Lagezentrum den Auftrag, eine Literaturrecherche zum neuartigen Coronavirus in der Datenbank PubMed durchzuf&#252;hren, die Ergebnisse intern zentral zur Verf&#252;gung zu stellen und fortlaufend zu aktualisieren. Seit Beginn des Ausbruchsgeschehens werden bei der Erforschung von SARS-CoV-2 und COVID-19 kontinuierlich neue Erkenntnisse gewonnen und fortlaufend publiziert. Somit ist diese Aufgabe auch eineinhalb Jahre nach dem initialen Auftrag aktiv und wird kontinuierlich bearbeitet. Die Umsetzung dieses Auftrages und die zus&#228;tzlichen Aufgaben, die im Laufe der Pandemie von der Bibliothek &#252;bernommen wurden, sowie die damit einhergehenden Herausforderungen werden in diesem Artikel dargestellt.</Pgraph><Pgraph>Die Bibliothek des RKI ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek und ist mit 4,3 Vollzeit&#228;quivalenten besetzt. Sie geh&#246;rt zu der Abteilung &#8222;Methodenentwicklung und Forschungsinfrastruktur&#8220; (MF). Innerhalb dieser Abteilung ist die Bibliothek dem Fachgebiet &#8222;Informations- und Forschungsdatenmanagement&#8220; (MF 4) zugeordnet. Das Fachgebiet ist zust&#228;ndig f&#252;r den Aufbau einer umfassenden Informationsinfrastruktur und entwickelt Konzepte zum Management und der Ver&#246;ffentlichung von im RKI erzeugten Forschungsdaten und weiteren Forschungspro<TextGroup><PlainText>d</PlainText></TextGroup>ukten. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Literaturrecherche zum neuartigen Coronavirus">
      <MainHeadline>Literaturrecherche zum neuartigen Coronavirus</MainHeadline><Pgraph>Der Arbeitsauftrag des Lagezentrums, eine zentrale Literatursammlung bereitzustellen, erforderte ein systematisches Vorgehen in der Recherchemethode, angelehnt an den Recherche-Prozess eines Living Systematic Reviews. Mit Hinblick auf die Dringlichkeit priorisierte die Bibliothek diesen Auftrag vor anderen Aufgaben, die im Rahmen des Tagesgesch&#228;ftes anfielen. Das Bibliotheksteam hat sich dazu entschieden, zus&#228;tzlich zur Datenbank PubMed auch die Datenbank Embase auszuwerten, um eine m&#246;glichst vollst&#228;ndige Datenbasis zu erhalten. Dar&#252;ber hinaus wurden zu Beginn die medizinischen Zeitschriften identifiziert, bei denen viele Publikationen zu COVID-19 erschienen sind, um diese t&#228;glich direkt auf neue Ver&#246;ffentlichungen zu pr&#252;fen. Somit wurde der Zeitverzug bei der Indexierung der Publikationen in PubMed und Embase umgangen. Ein Gro&#223;teil der Verlage richtete zeitnah eigene Sammlungen mit Publikationen zu COVID-19 ein, sodass nicht mehr einzelne Zeitschriften, sondern das gesamte Verlagsportfolio auf neue relevante Ver&#246;ffentlichungen gepr&#252;ft werden konnte. Schnell wurde jedoch festgestellt, dass die Datenbank-Indexierung von pandemierelevanten Publikationen, insbesondere innerhalb der PubMed-Datenbank, im Fr&#252;hsommer 2020 nur noch wenige Tage dauerte. So wurde die Sammlung der Literatur bald nur noch &#252;ber die Datenbanken durchgef&#252;hrt. Lediglich einige wenige Zeitschriften werden aktuell noch manuell auf neue COVID-19-Publikationen gepr&#252;ft, weil diese aufgrund der fehlenden Datenbank-Indexierung nicht automatisiert auffindbar sind. </Pgraph><Pgraph>Die vielen offenen Fragen rund um das Virus und COVID-19 verlangten einen noch schnelleren und offeneren Umgang mit neuen Forschungserkenntnissen. Wissenschaftler:innen reagieren darauf, indem sie ihre Manuskripte, neben der Einreichung bei einem Verlag, auch auf Preprint-Servern &#246;ffentlich bereitstellen <TextLink reference="2"></TextLink>. Daher wurden seit M&#228;rz 2020 verschiedene Preprint-Server im Hinblick auf neue Publikationen zu COVID-19 mit erheblichem Zeitaufwand manuell ausgewertet. Mit der Bereitstellung von preVIEW (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;preview.zbmed.de&#47;">https:&#47;&#47;preview.zbmed.de&#47;</Hyperlink>)  , einer von ZB MED entwickelten Metasuchmaschine f&#252;r Preprint-Ver&#246;ffentlichungen, wurde diese Arbeit ab Juni 2020 deutlich erleichtert. Von nun an konnten bibliographische Angaben zu Preprints exportiert werden. Zun&#228;chst wurden durch preVIEW nur die Preprint-Server medRxiv und bioRxiv ausgewertet. Auf Anregung u.a. des RKI wurden zeitnah weitere Preprint-Server f&#252;r die Indexierung ausgew&#228;hlt <TextLink reference="3"></TextLink>. Zus&#228;tzlich wird im RKI f&#252;r das Auffinden von Vorabver&#246;ffentlichungen die Datenbank EuropePMC herangezogen, da dort weitere Preprint-Server indexiert sind <TextLink reference="4"></TextLink>. Aufgrund der unterschiedlichen Datenbasis und der fehlenden Abstracts beim Export von EuropePMC werden fortw&#228;hrend beide Quellen ausgewertet.</Pgraph><Pgraph>Mit Beginn der Bearbeitung des Auftrages war klar, dass die fortlaufende Zusammenstellung der Literatur einen erheblichen Zeitaufwand bedeuten w&#252;rde. Daher wurde gepr&#252;ft, ob bereits Literatursammlungen zu COVID-19 existierten und inwieweit diese nachnutzbar w&#228;ren. Zu einem fr&#252;hen Zeitpunkt in der Pandemie gab es diese Zusammenstellungen von zwei Anbietern (LitCovid (<TextGroup><Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.ncbi.nlm.nih.gov&#47;research&#47;coronavirus&#47;">https:&#47;&#47;www.ncbi.nlm.nih.gov&#47;research&#47;coronavirus&#47;</Hyperlink></TextGroup>) und WHO-Datenbank (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;search.bvsalud.org&#47;global-literature-on-novel-coronavirus-2019-ncov&#47;">https:&#47;&#47;search.bvsalud.org&#47;global-literature-on-novel-coronavirus-2019-ncov&#47;</Hyperlink>)), jedoch waren diese f&#252;r die Bed&#252;rfnisse des RKI nicht ausreichend. Die Gr&#252;nde waren u.a. der alleinige Fokus auf PubMed-Daten und die fehlende Ber&#252;cksichtigung anderer Datenbanken, keine Preprint-Indexierung, Fokus auf alle Coronaviren &#8211; nicht explizit SARS-COV-2, mangelnde Dublettenkontrolle oder fehlende bzw. schlechte Exportm&#246;glichkeiten.</Pgraph><SubHeadline>Suchstrategie </SubHeadline><Pgraph>Die Deckung des Informationsbedarfs der RKI-Wissenschaftler:innen und die Recherche nach dem neuen Erreger gestaltete sich zu Beginn des Ausbruchsgeschehens als sehr schwierig. Die inkonsistente Bezeichnung vor der Einf&#252;hrung des Erregernamens SARS-CoV-2 erforderte eine Identifizierung aller im wissenschaftlichen Kontext verwandten Bezeichnungen anhand von Handrecherche. Die reine Suche nach Coronaviren generierte auch mit der zeitlichen Eingrenzung auf die Jahre 2019&#47;2020 in der Datenbank PubMed sehr viele Treffer, die sich auf bereits beschriebene Coronaviren wie SARS oder MERS bezogen. Die am h&#228;ufigsten verwandten Beschreibungen f&#252;r den neuen Erreger waren zu Beginn des Ausbruchsge<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>chehens lediglich Beschreibungen (z.B. ncov 2019, novel Coronavirus, Coronavirus Disease 2019 Virus) oder Bezeichnungen, die eine regionale Korrelation zu der Stadt Wuhan, dem &#246;rtlichen Tiermarkt, der Region Hubei oder China im Allgemeinen enthielten (z.B. Wuhan Seafood Market Pneumonia Virus, Wuhan Coronavirus). Die offizielle Einf&#252;hrung einer Terminologie f&#252;r den Erreger SARS-CoV-2 <TextLink reference="5"></TextLink> und f&#252;r das Krankheitsbild COVID-19 <TextLink reference="6"></TextLink> am 11. Februar 2020 vereinfachte die Suche enorm. Der Zeitverzug im Publikationsprozess bildete die neuen Terminologien aber erst deutlich sp&#228;ter ab, weswegen weiterhin mit den zuvor identifizierten Suchbegriffen recherchiert werden musste.  </Pgraph><Pgraph>Die ersten Datenbankrecherchen (bis Ende Februar 2020) enthielten daher eine Korrelation zum Ort des Ausbruchsgeschehen. Die Entwicklung von einer lokal begrenzten Epidemie zur weltweiten Pandemie erforderte eine &#220;berarbeitung und &#220;berpr&#252;fung des Suchstrings. F&#252;r die r&#228;umliche Ausbreitung der Pandemie wurde ein Suchstring mit Korrelation zum Ursprungsort erstellt. F&#252;r die m&#246;glichst systematische Recherche wurde ein zweiter Suchstring ohne Ortsbezug eingef&#252;hrt. F&#252;r beide Suchstrings wurden neue Alerts in PubMed und Embase eingerichtet. Eine ausf&#252;hrliche Beschreibung der Suchstrategie und der verwandten Suchstrings wurden intern auf einer neu eingerichteten Intranetseite dokumentiert und f&#252;r die Mitarbeiter:innen des Instituts zur Weiterverwendung zur Verf&#252;gung gestellt. Leider war aufgrund der hohen Arbeitslast eine vollst&#228;ndige Dokumentation aller Ver&#228;nderungen nicht immer sofort m&#246;glich. Oft wurden neu identifizierte Supplementary Concepts oder Entry Terms nur in die Alerts integriert.</Pgraph><Pgraph>Hier exemplarisch dargestellt anhand beider PubMed-Suchstrings vor Einf&#252;hrung der MeSH Terms (Version ca. Oktober&#47;November 2020):</Pgraph><Pgraph><Mark1>Suchstring  PubMed 1:</Mark1></Pgraph><Pgraph>(&#34;Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;COVID-19&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 diagnostic testing&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 drug treatment&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 serotherapy&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 vaccine&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2&#34;&#91;tiab&#93; OR ncov&#42;&#91;tiab&#93; OR covid&#42;&#91;tiab&#93; OR sars-cov-2&#91;tiab&#93; OR &#34;sars cov 2&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;SARS Coronavirus 2&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;Severe Acute Respiratory Syndrome CoV 2&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;Wuhan coronavirus&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;Wuhan seafood market pneumonia virus&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;SARS2&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;2019-nCoV&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;hcov-19&#34;&#91;tiab&#93; OR &#8222;novel 2019 c<TextGroup><PlainText>oronavirus</PlainText></TextGroup>&#8220;&#91;tiab&#93; OR &#34;2019 novel coronavirus&#42;&#34;&#91;tiab&#93; OR &#8222;novel coronavirus 2019&#42;&#8220;&#91;tiab&#93; OR &#34;2019 novel <TextGroup><PlainText>human</PlainText></TextGroup> coronavirus&#42;&#34;&#91;tiab&#93; OR &#8222;human coronavirus 2019&#8220;&#91;tiab&#93; OR &#34;coronavirus disease-19&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;corona virus disease-19&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;coronavirus disease 2019&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;corona virus disease 2019&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;2019 coronavirus disease&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;2019 corona virus disease&#34;&#91;tiab&#93; OR &#8222;novel coronavirus disease 2019&#8220;&#91;tiab&#93; OR &#8222;novel coronavirus infection 2019&#8220;&#91;tiab&#93; OR &#34;new <TextGroup><PlainText>coronavirus</PlainText></TextGroup>&#42;&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;coronavirus outbreak&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;coronavirus epidemic&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;coronavirus pandemic&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;pandemic of coronavirus&#34;&#91;tiab&#93;) AND (&#34;2019&#47;12&#47;01&#34;&#91;PDAT&#93; : &#34;2099&#47;12&#47;31&#34;&#91;PDAT&#93;)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Suchstring PubMed 2:</Mark1></Pgraph><Pgraph>(&#34;wuhan&#34;&#91;tiab&#93; or china&#91;tiab&#93; or hubei&#91;tiab&#93;) AND (&#34;<TextGroup><PlainText>Severe Acute</PlainText></TextGroup> Respiratory Syndrome Coronavirus 2&#34; &#91;<TextGroup><PlainText>Supplementary</PlainText></TextGroup> Concept&#93; OR &#34;COVID-19&#34; &#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 diagnostic testing&#34;&#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 drug treatment&#34;&#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 serotherapy&#34;&#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;covid 19 vaccine&#34;&#91;Supplementary Concept&#93; OR &#34;coronavirus&#42;&#34;&#91;tiab&#93; OR &#34;corona virus&#42;&#34;&#91;tiab&#93; OR ncov&#91;tiab&#93; OR covid&#42;&#91;tiab&#93; OR sars&#42;&#91;tiab&#93;)</Pgraph><Pgraph>Mit der vor&#252;bergehenden Einf&#252;hrung von SARS-CoV-2 und COVID-19 als Supplementary Concepts, also einer suchbaren und thematisch grob zusammengef&#252;hrten <TextGroup><PlainText>Indexierung</PlainText></TextGroup>, in der PubMed-Datenbank, wurde die Suche erleichtert. F&#252;r SARS-CoV-2 wurde das Supplementary Concept &#8222;Severe Acute Respiratory Syndrome <TextGroup><PlainText>Coronavirus 2</PlainText></TextGroup>&#8220; und f&#252;r COVID-19 das Supplementary Concept &#8222;covid 19&#8220; eingef&#252;hrt. Diese wurden sp&#228;ter unter den neuen MeSH terms &#8222;SARS-CoV-2&#8220; (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.ncbi.nlm.nih.gov&#47;mesh&#47;2052180">https:&#47;&#47;www.ncbi.nlm.nih.gov&#47;mesh&#47;2052180</Hyperlink>) und &#8222;COVID-19&#8220; (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.ncbi.nlm.nih.gov&#47;mesh&#47;2052179">https:&#47;&#47;www.ncbi.nlm.nih.gov&#47;mesh&#47;2052179</Hyperlink>) via Automatic Term Mapping als jeweilige Entry Terms indexiert. Im weiteren Pandemieverlauf wurde der PubMed-Suchstring mehrfach um die wichtigsten neu identifizierten Supplementary Concepts erg&#228;nzt (z.B. &#8222;post-acute COVID-19 syndrome&#8220;, &#8222;sars cov 2 variants&#8220;) und die Wissenschaftler:innen &#252;ber die Einf&#252;hrung informiert. Seit Einf&#252;hrung der Automatic Term Mapping-Funktion in der neuen PubMed-Oberfl&#228;che, werden neu eingef&#252;hrte Supplementary Concepts automatisch mit durchsucht und m&#252;ssen nicht zwingend im Suchstring enthalten sein. Die Zusammenstellung der Entry Terms und der Supplementary Concepts wurde w&#228;hrend des Pandemieverlaufs mit den laufenden PubMed-Suchstrings abgeglichen, stichprobenartig auf Funktionalit&#228;t &#252;berpr&#252;ft und ggf. in die Suchstrings integriert. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="COVID-19 Datenbank">
      <MainHeadline>COVID-19 Datenbank</MainHeadline><Pgraph>Nachdem die Bibliothek den Auftrag erhalten hatte, Literatur zu COVID-19 zu sammeln, musste entschieden werden, wie die Daten aus diversen Quellen zusammengef&#252;hrt und f&#252;r die Wissenschaftler:innen bereitgestellt werden sollten. Als einzige kurzfristige und praktikable L&#246;sung stellte sich die Nutzung des vom RKI lizenzierten Literaturverwaltungsprogramms EndNote in der Version X7 heraus. Im RKI ist die Nutzung von EndNoteWeb seitens des Datenschutzbeauftragten untersagt. Aus diesem Grund kann im Institut nur mit der Desktop-Version gearbeitet werden, bei der eine Datenbank nicht von mehreren Personen gleichzeitig ge&#246;ffnet werden kann. Die Datenbank wird daher im schreibgesch&#252;tzten Modus zur Verf&#252;gung gestellt, um einen gleichzeitigen Zugriff durch mehrere Nutzer:innen zu erm&#246;glichen. Damit das Bibliotheksteam trotzdem neue Referenzen hinzuf&#252;gen kann, wird die EndNote-Datenbank zweifach gespeichert. Die erste Version existiert in einem gesch&#252;tzten Bereich, zu dem nur die Bibliotheksmitarbeiter:innen Zugang haben, sodass die Datenbank nicht von anderen bearbeitet oder gesperrt werden kann. In dieser Datenbank werden die regelm&#228;&#223;igen Updates vorbereitet und zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt in die zweite Datenbank, die in einem Gruppenlaufwerk allen RKI-Mitarbeiter:innen zur Verf&#252;gung steht, importiert. Diese kann ausschlie&#223;lich gelesen bzw. Inhalte daraus kopiert werden. In den ersten drei Monaten wurde die Datenbank an jedem Wochentag aktualisiert. Dieses Vorgehen konnte aufgrund knapper personeller Ressourcen nicht dauerhaft beibehalten werden. So wurden die Updates ab Mai nur noch an drei Tagen in der Woche eingespielt. Aktuell wird die EndNote-Datenbank w&#246;chentlich aktualisiert. Diese Frequenz hat sich sowohl f&#252;r die Nutzer:innen der Datenbank als auch f&#252;r das Bibliotheksteam als sinnvoll erwiesen. Nichtnutzer:innen von <TextGroup><PlainText>EndNote</PlainText></TextGroup> w&#252;nschten sich zudem ein alternatives Format. Daher wird bei jedem Update zus&#228;tzlich ein PDF-Dokument mit den bibliographischen Angaben, inklusive Digital Object Identifier (DOI) als Hyperlink, zu allen neuen Publikationen erstellt.</Pgraph><Pgraph>Um die Arbeit der Wissenschaftler:innen m&#246;glichst effektiv zu unterst&#252;tzen, wurden die Referenzen anf&#228;nglich mit den jeweiligen Volltexten angereichert. Die daraus resultierende Dateigr&#246;&#223;e der bereitgestellten Datenbank f&#252;hrte jedoch zu erheblichen Wartezeiten bei der Bearbeitung. Daher mussten immer wieder neue Datenbanken angelegt werden, um die Hardware nicht zu stark zu belasten, sodass bereits bis zum 30. Juni 2020 vier <TextGroup><PlainText>EndNote</PlainText></TextGroup>-Datenbanken existierten. Da mit der wachsenden Anzahl der Datenbanken keine Dublettenpr&#252;fung m&#246;glich war, wurde eine Gesamtdatenbank ohne PDF-Dateien erstellt, die auch heute noch in dieser Form fortgef&#252;hrt wird.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r die zuvor dargestellten Suchstrings wurden bei den jeweiligen Datenbanken Alerts eingerichtet, um t&#228;glich Informationen &#252;ber neue Publikationen zu erhalten. Diese Alerts wurden in die interne EndNote-Datenbank importiert und dabei die Dubletten anhand der EndNote-Felder &#8222;Author&#8220;, &#8222;Year&#8220;, &#8222;Title&#8220; und &#8222;Secondary Title&#8220; herausgefiltert. Anschlie&#223;end musste eine weitere Dublettenpr&#252;fung nur mit dem Titel vorgenommen werden, da die Datenbanken beim Datenexport f&#252;r die Publikationen Metadaten in unterschiedler Form mitliefern. Exemplarisch seien hier die Zeitschriftentitel genannt. W&#228;hrend diese bei PubMed abgek&#252;rzt werden, werden sie bei Embase ausgeschrieben, wodurch derselbe Artikel nicht mehr als Dublette erkannt wird. Idealerweise wird zur Identifizierung von Dubletten ein eindeutiger Identifier herangezogen. F&#252;r Schriftwerke eignet sich hier der DOI, der jedoch in den Grundeinstellungen von EndNote X7 nicht als Feld f&#252;r die Dublettenpr&#252;fung genutzt werden kann. Dies funktioniert nur mit einem Workaround, der im RKI seit Mai 2020 benutzt wird. Dazu wurde ein Feld in EndNote identifiziert, dass f&#252;r die Dublettenpr&#252;fung herangezogen werden kann, aber beim Datenimport aus externen Quellen nicht mit Metadaten bef&#252;llt wird. Hier kam das Feld &#8222;Label&#8220; in Frage. Allen Referenzen, die einen DOI im daf&#252;r vorgesehenen Feld haben, wird zun&#228;chst mit Hilfe des EndNote-Werkzeugs &#8222;Change Fields&#8220; die Syntax &#8222;https:&#47;&#47;doi.org&#47;&#8220; vorangestellt, sofern der DOI nicht bereits in dieser Form dargestellt wird. Anschlie&#223;end werden die Inhalte aus dem Feld &#8222;DOI&#8220; mit dem Werkzeug &#8222;Move&#47;Copy Fields&#8220; in das Feld &#8222;Label&#8220; kopiert und die Grundeinstellungen von EndNote dahingehend angepasst, dass die Dublettenpr&#252;fung anhand dieses Feldes erfolgt. Publikationen, die keinen DOI haben, oder im Falle von mehrfach vergebenen DOIs m&#252;ssen weiterhin durch die regul&#228;re Duplikatsuche gefiltert werden. Dies betrifft jedoch nur einen Bruchteil der Ver&#246;ffentlichungen. </Pgraph><Pgraph>Die Aufbereitung der Referenzen muss in einer zus&#228;tzlichen Datenbank erfolgen. In diese werden die Alerts aus den Datenbanken PubMed, Embase, preVIEW und EuropePMC eingespielt und wie beschrieben bearbeitet. Anschlie&#223;end werden zwei XML-Exporte generiert und in die Gesamtdatenbank eingespielt. Bei einem XML-Export, der alle Referenzen mit DOIs enth&#228;lt, wird das Label-Feld f&#252;r die Dublettenpr&#252;fung herangezogen. Die zweite XML-Datei enth&#228;lt die Referenzen ohne DOI und wird beim Import anhand der Felder &#8222;Author&#8220;, &#8222;Year&#8220;, &#8222;Title&#8220; und &#8222;Secondary Title&#8220; gepr&#252;ft.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Retraction Watch">
      <MainHeadline>Retraction Watch</MainHeadline><Pgraph>Die sehr schnelle Ver&#246;ffentlichung von Forschungsergebnissen f&#252;hrte im Verlauf der Pandemie bereits zu unz&#228;hligen zur&#252;ckgezogenen oder inhaltlich ver&#228;nderten Publikationen. Bei vielen dieser Publikationen aus seri&#246;sen Journals steht der R&#252;ckzug der Artikel in direktem Zusammenhang mit einem nicht korrekt eingehaltenen Peer-Review-Prozess oder anderen Verst&#246;&#223;en gegen die Ethik des wissenschaftlichen Publizierens <TextLink reference="7"></TextLink>. Durch Monitoring von Retraction Watch (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;retractionwatch.com&#47;retracted-coronavirus-covid-19-papers&#47;">https:&#47;&#47;retractionwatch.com&#47;retracted-coronavirus-covid-19-papers&#47;</Hyperlink>) und dem Auswerten eines zus&#228;tzlich installierten PubMed- und Embase-Alerts informiert das Bibliotheksteam intern zeitnah &#252;ber diese zur&#252;ckgezogenen Publikationen oder Expressions of Concern, f&#252;r den Fall, dass sich Wissenschaftler:innen des Instituts mit diesen Publikationen besch&#228;ftigen und die Ergebnisse f&#252;r die eigene Forschung heranziehen.</Pgraph><Pgraph>Insbesondere der Surgisphere-Skandal <TextLink reference="8"></TextLink> im Juni 2020 und die daraus resultierenden Retractions in den Zeitschriften &#8222;Lancet&#8220; und &#8222;New England Journal of Medicine&#8220; erschwerten Literaturrecherchen f&#252;r Evidenzsynthesen im Pandemieverlauf. Publikationen, die diese beiden zur&#252;ckgezogenen Publikationen zitiert hatten, mussten teilweise zus&#228;tzlich auf inhaltliche Fehler gepr&#252;ft werden, da in der Originalpublikation ein gef&#228;lschter Datensatz verwandt wurde. </Pgraph><Pgraph>Mit steigender Anzahl auff&#228;lliger Publikationen stieg auch der Unterst&#252;tzungsbedarf des wissenschaftlichen Personals. Zunehmend erreichten das Bibliotheksteam Anfragen zur Hilfe im Umgang mit zur&#252;ckgezogenen Publikationen in Form von Backward Citation Matching. Dies gestaltete sich ebenfalls schwierig, da es sich &#252;berwiegend um nicht indexierte Publikationen von Preprint-Servern handelte, die inhaltlich ver&#228;ndert oder ohne Bekanntgabe zur&#252;ckgezogen wurden. In diesen F&#228;llen konnte durch die urspr&#252;ngliche Sammlung der Volltexte teilweise Abhilfe geschaffen werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Monitoring von RKI-Publikationen">
      <MainHeadline>Monitoring von RKI-Publikationen</MainHeadline><Pgraph>Mit Beginn der Pandemie stieg die Anzahl der Ver&#246;ffentlichungen zu COVID-19&#47;SARS-COV-2 mit Beteiligung von Autor:innen des RKI kontinuierlich an. Die Bibliothek erhielt bald den zus&#228;tzlichen Auftrag, ein Monitoring aller Publikationen zu COVID-19 aus dem RKI durchzuf&#252;hren. Zumeist werden diese Publikationen &#252;ber PubMed und Scopus identifiziert. Bei beiden Datenbanken wurden entsprechende Alerts eingerichtet. Dar&#252;ber hinaus dienen als Informationsquelle Meldungen der Wissenschaftler:innen im Rahmen des RKI-internen Ver&#246;ffentlichungsworkflows und die Nachverfolgung aktiver Twitter-User aus dem RKI, die &#252;ber diese Kommunikationsplattform auf neue Publikationen hinweisen. Neben Publikationen in Fachzeitschriften werden auch ver&#246;ffentlichte Preprints in der Auflistung (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.rki.de&#47;DE&#47;Content&#47;InfAZ&#47;N&#47;Neuartiges&#95;Coronavirus&#47;Publikationen.html">https:&#47;&#47;www.rki.de&#47;DE&#47;Content&#47;InfAZ&#47;N&#47;Neuartiges&#95;Coronavirus&#47;Publikationen.html</Hyperlink>) dargestellt. Zudem werden die Volltexte der Publikationen auf dem Repositorium des RKI bereitgestellt, sofern die entsprechenden Nutzungsrechte vorhanden sind.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Repositorium und DOI-Vergabe">
      <MainHeadline>Repositorium und DOI-Vergabe</MainHeadline><Pgraph>Das RKI verfolgt das Ziel, seine Publikationen langfristig zur Verf&#252;gung zu stellen. Das gilt insbesondere f&#252;r Informationen, die im Rahmen der Pandemie ver&#246;ffentlicht werden. Um die Langzeitverf&#252;gbarkeit sicherzustellen, werden vom RKI herausgegebene Publikationen auf dem Repositorium des Instituts im Platin Open Access bereitgestellt. Jede Ver&#246;ffentlichung erh&#228;lt einen DOI, um Zitierbarkeit und langfristige Auffindbarkeit sicherstellen zu k&#246;nnen. Durch die DOI-Vergabe kann zudem eine transparente Versionshistorie realisiert werden. Diese Transparenz im Umgang mit den eigenen Ver&#246;ffentlichungen ist insbesondere w&#228;hrend einer Pandemie wichtig. Seit Beginn der Pandemie wurden neben den Publikationen, bei den das RKI ohnehin als Herausgeber t&#228;tig ist, etwa 100 zus&#228;tzliche Publikationen (Poster, Infografiken, Berichte usw.) auf dem Repositorium bereitgestellt und mit einem DOI versehen. Dar&#252;ber hinaus sind inzwischen nahezu 1.000 Berichte und Datens&#228;tze aus der Arbeit des DIVI-Intensivregisters (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;edoc.rki.de&#47;handle&#47;176904&#47;7011">https:&#47;&#47;edoc.rki.de&#47;handle&#47;176904&#47;7011</Hyperlink>) &#252;ber das Repositorium frei verf&#252;gbar und mit DOIs und weiteren Metadaten angereichert. Die Ablieferung dieser Inhalte erfolgt t&#228;glich automatisiert &#252;ber eine Schnittstelle. Des Weiteren wurden RKI-Mitarbeiter:innen au&#223;erhalb der Bibliothek im Umgang mit dem Repositorium geschult, um diese zu bef&#228;higen, eigenst&#228;ndig Publikationen einreichen und publizieren zu k&#246;nnen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Online-Schulungen">
      <MainHeadline>Online-Schulungen</MainHeadline><Pgraph>Die zuvor beschriebenen Dienstleistungen der Bibliothek f&#252;hrten zu einem erh&#246;hten Bedarf der Wissenschaftler:innen hinsichtlich der hausinternen Fortbildungen zur Informationskompetenz. In diesem Rahmen wurden von der Bibliothek vor der Pandemie regelm&#228;&#223;ig Schulungen zur Literaturrecherche und Literaturverwaltung angeboten. Wegen der im M&#228;rz 2020 intern verordneten Absage aller Vor-Ort-Veranstaltungen konnten diese Fortbildungen zun&#228;chst nicht mehr durchgef&#252;hrt werden. Um dem Bedarf der Wissenschaftler:innen gerecht zu werden, wurden die vorhandenen Fortbildungsangebote kurzfristig als digitale Veranstaltungen konzipiert und durchgef&#252;hrt. <TextGroup><PlainText>Dar&#252;ber</PlainText></TextGroup> hinaus wurden Beratungsangebote in Form von Videokonferenzen realisiert. Zus&#228;tzlich hat das Bibliotheksteam auch vermehrt Online-Schulungen von externen Anbietern beworben (z.B. von HEBIS) oder externe Referenten eingeladen. Der Fachinformationsdienst Pharmazi<TextGroup><PlainText>e der</PlainText></TextGroup> UB Braunschweig demonstrierte beispielsweise das neu entwickelte Drug-Disease-Network (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;fid-forum.ifis.cs.tu-bs.de:8080&#47;drugstats&#47;fid-graph&#47;graphscript&#47;ai-access&#95;2021&#95;ee&#95;5.html&#35;">http:&#47;&#47;fid-forum.ifis.cs.tu-bs.de:8080&#47;drugstats&#47;fid-graph&#47;graphscript&#47;ai-access&#95;2021&#95;ee&#95;5.html&#35;</Hyperlink>) in einer Online-Schulung direkt f&#252;r die RKI-Mitarbeiter:innen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Lessons learned">
      <MainHeadline>Lessons learned</MainHeadline><Pgraph>Die Coronavirus-Pandemie bedeutet f&#252;r viele Menschen weltweit eine gro&#223;e Belastung mit diversen Einschr&#228;nkungen. Sie erfordert einen flexiblen Umgang mit verschiedenen Herausforderungen. Die prim&#228;re Herausforderung f&#252;r die Mitarbeiter:innen der Bibliothek des Robert Koch-Instituts war die Bew&#228;ltigung der dargestellten neuen Aufgaben unter der Ber&#252;cksichtigung, dass das &#252;bliche Tagesgesch&#228;ft weitergef&#252;hrt und die jeweiligen privaten Umst&#228;nde der Mitarbeiter:innen ber&#252;cksichtigt werden mussten. Auf eine weltweite Pandemie konnte man sich nicht vorbereiten und es konnte auf keinen Leitfaden f&#252;r eine derartige Situation zur&#252;ckgegriffen werden. Die Ausma&#223;e und Dauer der Pandemie hat sich niemand vorstellen und viele der Probleme und Herausforderungen hat man im Vorfeld nicht prognostizieren k&#246;nnen. Insbesondere in den ersten Monaten f&#252;hrte dies zu einer hohen Belastung des Bibliotheksteams. Der (Zeit-)Druck, unter dem gearbeitet werden musste, war au&#223;ergew&#246;hnlich hoch. Neben Fachkenntnissen waren vor allem eine gute Organisation, Flexibilit&#228;t und Resilienz wichtige Faktoren, um diese Herausforderungen zu bew&#228;ltigen. Zudem ist eine gut ausgebaute, stabile IT-Infrastruktur w&#228;hrend einer Pandemie zwingend erforderlich. Insbesondere um neu eingestelltes Personal zu informieren oder dem schnell wachsenden Schulungsbedarf kurzfristig zu begegnen, war die Ausstattung des gesamten Bibliothekspersonals mit entsprechender Technik notwendig, u.a. zur Durchf&#252;hrung der T&#228;tigkeiten aus dem Homeoffice.</Pgraph><Pgraph>Eine Entlastung war auch die bibliothekarische Fachcommunity, die an mehreren Stellen unterst&#252;tzen konnte. Ohnehin, aber insbesondere w&#228;hrend der dynamischen Entwicklungen einer Pandemie, ist eine externe Vernetzung elementar. So wurde z.B. die f&#252;r die Literatursammlung initial entwickelte Suchstrategie durch die Arbeitsgemeinschaft Evidenzbasierte Medizin der AGMB auf Logik gepr&#252;ft. Durch die Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim wurden Recherchen in zus&#228;tzlichen, nicht vom RKI lizenzierten Datenbanken durchgef&#252;hrt. Der &#8222;Praxisleitfaden Systematische Literaturrecherche der Universit&#228;tsmedizin Mainz&#8220; (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;kurzelinks.de&#47;Praxisleitfaden">https:&#47;&#47;kurzelinks.de&#47;Praxisleitfaden</Hyperlink>) und die COVID-19 Ressourcensammlung der UB Mainz (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;de&#47;evidenzbasierte-informationen-zum-coronavirus">https:&#47;&#47;www.ub.uni-mainz.de&#47;de&#47;evidenzbasierte-informationen-zum-coronavirus</Hyperlink>) wurden im Intranet des RKI dauerhaft verlinkt und zur Nachnutzung empfohlen. Der von ZB MED bereitgestellte Dienst preVIEW und die schnelle Umsetzung von &#196;nderungsvorschl&#228;gen sorgte bei der Sammlung von Preprints f&#252;r eine erhebliche Zeitersparnis. Auch die Bereitstellung von zahlreichen Fachartikeln zu COVID-19 durch andere Bibliotheken soll an dieser Stelle nicht unerw&#228;hnt bleiben.</Pgraph><Pgraph>Ein weiterer wichtiger Schritt war eine im Mai 2020 durchgef&#252;hrte Befragung unter den Nutzer:innen der Datenbank. Ziel war es herauszufinden, welche Informationen besonders relevant sind, in welcher Frequenz sie Updates ben&#246;tigen und f&#252;r welche Zwecke die Daten genutzt werden. Die Auswertung ergab, dass die EndNote-Datenbank den Informationsbedarf der Wissenschaftler:innen sehr gut bedient. Die Bibliothek erspart durch das Anlegen der EndNote-Datenbank den Wissenschaftler:innen viel Arbeit. Sie m&#252;ssen keine eigenen Datenbank- und Handrecherchen durchf&#252;hren oder Suchstrings erstellen und k&#246;nnen direkt in der bereitgestellten Datenbank nach ihren jeweiligen Fragestellungen recherchieren. Auch wenn die Befragung zun&#228;chst einen zus&#228;tzlichen Zeitaufwand bedeutete, f&#252;hrte sie dazu, dass das Bibliotheksteam langfristig entlastet und die Datensammlung noch n&#228;her an die Bed&#252;rfnisse der Nutzer:innen angepasst werden konnte. So wurde durch die R&#252;ckmeldungen z.B. deutlich, dass eine Bereitstellung der Volltexte in EndNote f&#252;r die Nutzer:innen nicht zwingend erforderlich war. Zudem wirkte sich die mit den R&#252;ckmeldungen einhergehende Dankbarkeit der Nutzer:innen f&#252;r den bereitgestellten Service positiv auf die Motivation der Bibliotheksmitarbeiter:innen aus.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend des Pandemieverlaufs wurde mehrfach festgestellt, dass es nicht m&#246;glich ist, im Fall von SARS-CoV-2 und COVID-19 eine vollst&#228;ndige Datenbasis zu generieren. Das gesamte Publikationsgeschehen systematisch anhand der Literatursammlung abzubilden ist nur teilwei<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>e m&#246;glich. Menschliche Fehler beim Einspielen der Alerts, der Identifizierung von Duplikaten oder die Limitierungen einzelner Datenbanken k&#246;nnen immer zu nicht erfassten Referenzen f&#252;hren. Die kontinuierliche Aktualisierung der Suchstrings und das Monitoring von neuen Recherche-Ressourcen nehmen viel Zeit in Anspruch, die nur teilweise vorhanden ist. Mittlerweile zeigen sich viele Vorteile der eigenen Sammlung: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Zeitersparnis</Mark1><LineBreak></LineBreak>Die direkte Nachnutzbarkeit der Datenbank bedeutet eine gro&#223;e Zeitersparnis f&#252;r die Endnutzer:innen, da sie nicht selber in den jeweiligen Datenbanken recherchieren m&#252;ssen und die Pr&#252;fung auf Duplikate f&#252;r sie entf&#228;llt. </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Bessere Nachvollziehbarkeit von Preprint-Server-Ver</Mark1><TextGroup><Mark1>&#246;</Mark1></TextGroup><Mark1>ffentlichungen</Mark1><LineBreak></LineBreak>Verschwundene Preprint-Server-Referenzen konnten teilweise anhand der Volltextsammlung bis Juni 2020 trotzdem zur Verf&#252;gung gestellt werden. Teilweise konnten so auch Korrekturen nachvollzogen oder andere Auff&#228;lligkeiten leichter identifiziert werden. </ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Nachnutzbarkeit</Mark1><LineBreak></LineBreak>Suchstrings, die mit Hilfe der bereitgestellten Suchstrategie erstellt wurden, enthielten weniger Fehler und ben&#246;tigten deutlich weniger Korrekturen. Die H&#228;ufigkeit der Unterst&#252;tzungsgesuche zum dargestellten Rechercheprozess an die Bibliothek hat abgenommen.</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Bedarfsgerechte Abbildung des Publikationsge</Mark1><TextGroup><Mark1>scheh</Mark1></TextGroup><Mark1>ens</Mark1><LineBreak></LineBreak>Die EndNote-Datenbank des RKI beinhaltet mit Stand 30.07.2021 236.737 Referenzen. Die Suchstrategie enth&#228;lt keine Einschr&#228;nkung auf rein medizinische Literatur, sodass durch die Sammlung auch Referenzen aus anderen Wissenschaftsdisziplinen bereitgestellt werden.</ListItem><ListItem level="1"><Mark1>Langfristiger Nutzen</Mark1><LineBreak></LineBreak>Da die Sammlung nicht auf einer eingeschr&#228;nkten Suchstrategie im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung zu COVID-19 basiert, kann sie auch l&#228;ngerfristig zur Unterst&#252;tzung von Evidenzsynthesen genutzt werden. Die Erstellung von Living Systematic Reviews wurde anhand der EndNote-Datenbank teilweise erleichtert. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Mit der stetig anwachsenden Sammlung der Publikationen wurde deutlich, dass die Software EndNote X7 nicht perfekt f&#252;r den Zweck geeignet ist. Je mehr Referenzen eine Datenbank enth&#228;lt, desto schlechter wird die Performance des Programms. Der w&#246;chentliche Import von neuen Daten dauert inzwischen bis zu 48 Stunden an. Auch f&#252;r die Nutzer:innen der Datenbank wird die Arbeit erschwert, weil die Performance unter der Dateigr&#246;&#223;e leidet. Eine L&#246;sung f&#252;r diese Probleme wurde bisher nicht gefunden. Unabh&#228;ngig von der Gr&#246;&#223;e der Datei gibt es durch die propriet&#228;re Software Einschr&#228;nkungen beim Teilen der Daten mit Nutzer:innen, die EndNote nicht zur Verf&#252;gung haben. </Pgraph><Pgraph>Im Verlauf des Ausbruchgeschehens wurden auch einige Vor- und Nachteile der PubMed- und der Embase-Datenbank deutlich. In der Embase-Datenbank ist im Vergleich zu PubMed keine zeitlich unbegrenzte Alert-Funktion voreingestellt. Als die ersten Alerts in den Datenbanken eingerichtet wurden, war nicht absehbar, dass der Suchauftrag so lange bestehen bleiben wird. Nach dem Jahreswechsel 2020&#47;2021 fiel aufgrund der hohen Arbeitslast leider erst nach einiger Zeit eine erhebliche Diskrepanz zwischen den generierten Referenzen in den PubMed- und den Embase-Alerts auf. Der Embase-Suchstring wurde daher vom Suchzeitraum von 2020 auf 2020&#47;2021 umgestellt und auch gleich f&#252;r die Folgejahre mit eingerichtet. Beim nachtr&#228;glichen Einspielen der neuen Embase-Referenzen zeigte sich sehr deutlich, welche Zeitschriften von Embase zus&#228;tzlich zur Medline-Datenbasis ausgewertet werden. Viele Treffer stammten &#252;berwiegend aus dem europ&#228;ischen Raum. F&#252;r ein m&#246;glichst systematisches Vorgehen ist daher immer eine Auswertung beider Datenbanken n&#246;tig. Mehrfach wurde vor der Pandemie innerhalb des RKIs mit Blick auf die Lizenzgeb&#252;hren &#252;ber die Notwendigkeit der Embase-Da<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>enbank diskutiert. W&#228;hrend der Pandemie hat sich gezeigt, dass der Zugang zu den zus&#228;tzlich ausgewerteten Zeitschriften zur Informationsinfrastuktur des RKI geh&#246;ren muss.</Pgraph><Pgraph>Ein gro&#223;er Unterschied zwischen den beiden Datenban<TextGroup><PlainText>k</PlainText></TextGroup>en ist auch in der zeitlichen Dauer der Indexierung von Literatur zu COVID-19 und SARS-CoV-2 feststellbar. W&#228;hrend das Pandemiegeschehen bei der PubMed-Da<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>enbank sehr zeitnah und mittlerweile auch sehr differenziert indexiert wird, inzwischen gibt es ca. 70 unterschiedliche untergeordnete Supplementary Concepts oder MeSH-Begriffe, wird in Embase nach wie vor die gesamte Literatur unter dem Embase-Thesaurus (Emtree) &#8222;coronavirus disease 2019&#8220; und lediglich f&#252;nf Unterbegriffen indexiert. Dies erm&#246;glicht aktuell nur eine sehr eingeschr&#228;nkte inhaltliche Suche innerhalb des Embase-The<TextGroup><PlainText>s</PlainText></TextGroup>aurus.</Pgraph><Pgraph>Die neu eingef&#252;hrte Automatic Term Mapping-Funktion der neuen PubMed-Oberfl&#228;che bietet in der PubMed-Da<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>enbank eine deutlich benutzerfreundlichere und auch inhaltlich strukturiertere Suche. Die im Hintergrund voreingestellte Suche innerhalb des Tagfields &#91;allfields&#93; generiert automatisch alle &#252;bergeordneten MeSH-Terms. </Pgraph><Pgraph>Insgesamt l&#228;sst sich festhalten, dass das Bibliotheksteam erstmalig Praxiserfahrung in der Arbeit mit einer eigenen, derart umfangreichen Literaturrecherche sowie Literaturdatenbank sammeln konnte und somit die Herausforderungen des wissenschaftlichen Personals bei T&#228;tigkeiten dieser Art in Zukunft noch besser unterst&#252;tzen k&#246;nnen wird. In diesem Zusammenhang hat sich auch gezeigt, dass sich durch die Fortbildungen und Unterst&#252;tzungsan<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>ebote zu diesen Themen in Form von Webinaren und digitalen Besprechungen Lernziele ebenfalls gut erreichen lassen, sodass die RKI-Bibliothek diese Formate auch nach dem Ende der Pandemie anbieten wird. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Die Bibliothek des RKI hat innerhalb des Instituts einen wichtigen Beitrag zur bisherigen Lagebew&#228;ltigung geleistet. Alle Aufgaben im Rahmen der Pandemie wurden zus&#228;tzlich zum bibliothekarischen Tagesgesch&#228;ft bearbeitet. Typische bibliothekarische Dienstleistungen k&#246;nnen im RKI teilweise seit einigen Monaten gar nicht oder nur mit erheblicher Verz&#246;gerung erledigt werden. Da bisher noch kein Ende der Pandemie absehbar ist, wird dies mutma&#223;lich noch einige Zeit andauern. Die Wissenschaftler:innen werden seit vielen Monaten kontinuierlich mit Updates zu neuen Ver&#246;ffentlichungen zu COVID-19 versorgt und nehmen weitere Services in Anspruch. Oft traten die Wissenschaftler:innen gerade dann in Kontakt zur Bibliothek, wenn die Komplexit&#228;t der zu bearbeitenden Fragestellung erweiterte Informationsexpertise erforderte. Die in der Bibliothek vorhandenen Kompetenzen, die Bereitschaft die Wissenschaftler:innen zu unterst&#252;tzen und auch die Qualit&#228;t der Arbeitsergebnisse haben sicherlich f&#252;r eine weitere Verbesserung des Standings der Bibliothek innerhalb des Instituts gesorgt. Nicht zuletzt sorgten auch das proaktive Bereitstellen und die Bewerbung von Diensten &#252;ber verschiedene interne Kan&#228;le daf&#252;r. Falsch w&#228;re der Gedanke gewesen, dass man als Bibliothek im Hinblick auf die Pandemie keinen Beitrag h&#228;tte leisten k&#246;nnen. Wichtig ist, die eigenen F&#228;higkeiten zu kennen und diese bei der Aufgabenbew&#228;ltigung strategisch und gewinnbringend f&#252;r die eigene Einrichtung einzusetzen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Danksagungen </SubHeadline><Pgraph>Die Bibliothek des Robert Koch-Instituts bedankt sich f&#252;r die Unterst&#252;tzung und Hilfestellung bei der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen e.V. (AGMB) und den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Evidenzb<TextGroup><PlainText>a</PlainText></TextGroup>sierte Medizin der AGMB, die so zahlreiche Hilfestellungen, Antworten und Hinweise zu unseren Fragen und Unterst&#252;tzungsgesuchen gegeben haben. </Pgraph><Pgraph>Besonderer Dank gilt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Lorena Cascant Ortolano und Dr. Stefanus Schweizer, stellvertretend f&#252;r das Team der Universit&#228;tsbibliothek der medizinischen Hochschule Mainz</ListItem><ListItem level="1">Maurizio Grilli und Volker Braun von der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg</ListItem><ListItem level="1">Dr. Christina Draheim und Dr. Stefan Wulle, stellvertre<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>end f&#252;r das Team des Fachinformationsdienstes Pharmazie der Universit&#228;tsbibliothek und des Instituts f&#252;r Informationssysteme der TU Braunschweig</ListItem><ListItem level="1">Lisa Langnickel, stellvertretend f&#252;r ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autor:innen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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