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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000461</IdentifierDoi>
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    <ArticleType>Tagungsbericht</ArticleType>
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      <Title language="de">&#8222;Zukunft Wissenschaftlicher Bibliotheken&#63;&#33;&#8220; &#8211; Bericht &#252;ber eine Online-Konferenz von ZB MED und OPEN PASSWORD</Title>
      <TitleTranslated language="en">&#8220;Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken&#63;&#33;&#8221; &#91;The Future of Research Libraries&#63;&#33;&#93; &#8211; report on an online conference organized by ZB MED and OPEN PASSWORD</TitleTranslated>
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          <Lastname>Schmitz</Lastname>
          <LastnameHeading>Schmitz</LastnameHeading>
          <Firstname>Jasmin</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften, Gleueler Stra&#223;e 60, 50931 K&#246;ln, Deutschland<Affiliation>ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften, K&#246;ln, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>schmitz&#64;zbmed.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <Keyword language="de">Konferenz</Keyword>
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      <Keyword language="de">Digitalisierung</Keyword>
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    <DatePublished>20200901</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>20</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Evidenzbasierte Medizin und Systematic Review</IssueTitle>
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    <ArticleNo>04</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Der Beitrag umfasst einen Bericht zur virtuellen Fachtagung &#8222;Zukunft Wissenschaftlicher Bibliotheken&#63;&#33;&#8220;, die am 18.05.2020 stattfand und fasst die Aussagen der Vortr&#228;ge und der abschlie&#223;enden Statement-Runde zusammen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The article covers a report on the virtual conference &#8220;Zukunft Wissenschaftlicher Bibliotheken&#63;&#33;&#8221; &#91;The future of Research Libraries&#63;&#33;&#93; which took place on 18<Superscript>th</Superscript> May 2020 and summarizes the conclusions of the presentations and final statement discussion.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Von der geplanten Vor-Ort-Tagung hin zur Online-Konferenz">
      <MainHeadline>Von der geplanten Vor-Ort-Tagung hin zur Online-Konferenz</MainHeadline><Pgraph>Die Veranstaltung war zun&#228;chst vom Pech verfolgt: Urspr&#252;nglich geplant f&#252;r einen Termin im Januar 2020, musste sie kurzfristig wegen eines Bombenfunds in der N&#228;he des ZB MED-Standorts in K&#246;ln und einer damit verbundenen Evakuierung abgesagt werden. Schnell war ein neuer Termin gefunden, allerdings war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhersehbar, dass im Mai die Covid-19-Pandemie Deutschland fest im Griff haben w&#252;rde, einschlie&#223;lich Verbot von Veranstaltungen dieser Art und erheblicher Reiseeinschr&#228;nkungen f&#252;r Mitarbeitende in wissenschaftlichen Bibliotheken. So wurde die Fachta<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>ung schlie&#223;lich mit leichten Modifikationen am Programm virtuell abgehalten: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.zbmed.de&#47;ueber-uns&#47;presse&#47;neuigkeiten-aus-zb-med&#47;artikel&#47;einladung-zur-virtuellen-fachtagung-zukunft-wissenschaftlicher-bibliotheken&#47;">https:&#47;&#47;www.zbmed.de&#47;ueber-uns&#47;presse&#47;neuigkeiten-aus-zb-med&#47;artikel&#47;einladung-zur-virtuellen-fachtagung-zukunft-wissenschaftlicher-bibliotheken&#47;</Hyperlink> </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Fachtagung als Spin-Off zur Debatte &#252;ber die Zukunft der Informationswissenschaft">
      <MainHeadline>Die Fachtagung als Spin-Off zur Debatte &#252;ber die Zukunft der Informationswissenschaft</MainHeadline><Pgraph>In einer Videobotschaft erl&#228;uterte Willi Bredemeier, Herausgeber des Nachrichtendienstes f&#252;r die Informationsbranche &#8222;OPEN PASSWORD&#8220; und Mitorganisator, die Idee zur Fachtagung: Das 2019 erschienene Buch &#8222;Zukunft der Informationswissenschaft &#8211; Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft&#63;&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink> greift neben der Zukunft der Informationswissenschaft auch die Perspektiven wissenschaftlicher Bibliotheken auf. Eine erste Veranstaltung am 5. September 2019 an der TU Berlin nahm zun&#228;chst die Zukunft der Informationswissenschaft in den Blick, auf dieser Veranstaltung standen die Wissenschaftlichen Bibliotheken im Fokus. Willi Bredemeier sieht als wesentliche Herausforderungen f&#252;r Wissenschaftliche Bibliotheken unter anderem die Themen Open Access, Forschungsdatenmanagement, Informations- und Datenkompetenz, Langzeitarchivierung, K&#252;nstliche Intelligenz, Citizen Science, Personalgewinnung als neuer Engpass und die Anpassung der bibliothekswissenschaftlichen Lehre an neue Anforderungen. Die virtuelle Fachtagung soll einen Beitrag zur Debatte liefern, wie sich Wissenschaftliche Bibliotheken k&#252;nftig aufstellen k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Keynote zu &#8222;Herausforderungen, L&#246;sungen, Perspektiven wissenschaftlicher Bibliotheken&#8220;">
      <MainHeadline>Keynote zu &#8222;Herausforderungen, L&#246;sungen, Perspektiven wissenschaftlicher Bibliotheken&#8220;</MainHeadline><Pgraph>Die Keynote wurde gehalten von Dietrich Nelle vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung (BMBF), ehemaliger Interimsdirektor von ZB MED. Er stellte die Herausforderungen und Aufgaben heraus, denen sich wissenschaftliche Bibliotheken stellen m&#252;ssen. F&#252;r den Bereich &#8222;Open Access&#8220; unterstrich Dietrich Nelle zun&#228;chst insbesondere die Durchbr&#252;che, die erzielt werden konnten: Zu nennen ist hier der Wiley-DEAL-Vertrag, der dazu gef&#252;hrt hat, dass die Zugriffe auf Publikationen des Verlages um die H&#228;lfte zugenommen haben. Die im Rahmen des Vertrages publizierten Open-Access-Artikel haben ein Volumen in der Gr&#246;&#223;enordnung von mehr als 10 Millionen Euro gemessen an den Publikationsgeb&#252;hren. Dietrich Nelle nutzte die Gelegenheit, berechtigte Einrichtungen zu ermuntern, sich auch am SpringerNature-DEAL zu beteiligen. </Pgraph><Pgraph>Auch das BMBF ist im Bereich Open Access mit folgenden Ma&#223;nahmen aktiv:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Derzeit werde an einer Neuauflage des Ideenwettbewerbs gearbeitet.</ListItem><ListItem level="1">F&#252;r die im letzten Jahr ausgeschriebene Kompetenz- und Vernetzungsstelle f&#252;r Open Access wurde mittlerweile der Zuschlag erteilt; mit der Einrichtung einer solchen Stelle soll die Open-Access-Community effektiv unterst&#252;tzt werden.</ListItem><ListItem level="1">Publikationsgeb&#252;hren f&#252;r Open-Access-Publikationen sind im Rahmen der BMBF Projektf&#246;rderung f&#246;rderf&#228;<TextGroup><PlainText>h</PlainText></TextGroup>ig.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Mit der Zunahme von Open Access &#228;ndert sich auch der Sammelauftrag von Bibliotheken, es m&#252;ssen beispielsweise Erwerbungsmittel in Publikationsfonds umgeschichtet werden. Zudem ergibt sich ein Bedarf an Publikationsinfrastruktur, neuen Publikationsformaten und digitaler Langzeitarchivierung.</Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus &#228;ndern sich im Zeitalter der Digitalisierung sowohl die Wissensproduktion als auch der Wissenskonsum. Der Umstand, dass Wissenschaft immer datengetriebener wird, macht neue Formen der Forschung &#252;berhaupt erst m&#246;glich. Gleichzeitig besteht die Herausforderung, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuf&#252;hren, um neue Erkenntnisse generieren zu k&#246;nnen. Daraus ergeben sich allerdings auch gro&#223;e Chancen, beispielsweise in den Bereichen personalisierte Medizin und Agrarwissenschaften. </Pgraph><Pgraph>Durch die zunehmende Nutzung von Preprint-Servern und Forschungsdatenrepositorien in vielen wissenschaftlichen Communities k&#246;nnen Publikationen und Originaldaten sehr schnell publiziert werden. Hieraus ergeben sich auch neue Bezugspunkte f&#252;r Bibliotheken, die l&#228;ngst nicht mehr nur f&#252;r die klassischen Publikationen wie B&#252;cher und Journalartikel zust&#228;ndig sind. Zudem sei es nicht ausreichend, bestehende Formate einfach nur digital anzubieten, sondern auch wirklich neue Wege zu gehen, so Dietrich Nelle. Als neue Aufgaben sind hier zu nennen:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">&#8222;Forschungsdatenmanagement&#8220; mit der geordneten Sammlung von Daten und deren Erfassung mittels Metadaten sowie ihrer inhaltlichen Erschlie&#223;ung beispielsweise mittels Thesauri sowie Zug&#228;nglichmachung &#252;ber intelligente Suche (also klassische bibliothekarische Aufgaben angewendet auf andere &#8222;Produkte&#8220; wissenschaftlicher Arbeit), aber auch Begleitung und Unterst&#252;tzung von Forschenden sowie </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">&#8222;Digitale Langzeitarchivierung&#8220; allerdings nicht nur von Texten, sondern auch von Daten und der dazugeh&#246;rigen Software. Auch hier werden klassische bibliothekarische Kompetenzen ben&#246;tigt, weil eine qualit&#228;tsgesicherte Auswahl dahingehend, welche Inhalte archivierungsw&#252;rdig sind, getroffen werden muss. Daran schlie&#223;en sich auch Fragen nach der Ausgestaltung von Repositorien und zum Datenschutz an.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Neben einer Lehr- und Forschungsunterst&#252;tzung sei es aber auch wichtig, dass Bibliotheken selbst Forschung betreiben und eine aktive, gestalterische Rolle im Rahmen der Digitalisierung einnehmen. Dietrich Nelle pl&#228;diert hier f&#252;r eine Kooperation von Bibliotheken, Rechenzentren und ggf. auch Digitalfirmen. </Pgraph><Pgraph>Zudem k&#246;nnen Bibliotheken die Lehre unterst&#252;tzen, z.B. durch die Auswahl, Bereitstellung und langfristige Erhaltung von Open Educational Resources. Weiterhin die Lernenden zu erreichen, sei f&#252;r Bibliotheken ebenfalls enorm wichtig, um diese langfristig zu binden. Ein Vorschlag w&#228;re die Anreicherung des Vorlesungsverzeichnisses mit Quellen, die zum Lehrangebot gut passen. </Pgraph><Pgraph>&#220;ber die Digitalisierung &#228;ndert sich auch die Interaktion mit dem Nutzenden: L&#228;ngst ist der Bibliotheksbesuch nicht mehr zwingend notwendig, es sei vielmehr wichtig, dass die Bibliothek zu den Nutzenden kommt.</Pgraph><Pgraph>Bibliotheken sind nicht mehr nur darauf beschr&#228;nkt, am Universit&#228;ts- und Hochschulstandort zu wirken, sondern auch dar&#252;ber hinaus in die Gesellschaft hinein. Bibliotheken k&#246;nnten als &#8222;Dritter Ort&#8220; hierbei Zugang zu Wissen bereitstellen und zum wissensbasierten Handeln anleiten. So bleibt die physische Bibliothek weiterhin attraktiv.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Impulsvortr&#228;ge">
      <MainHeadline>Impulsvortr&#228;ge</MainHeadline><Pgraph>Im n&#228;chsten Programmteil folgten vier Impulsvortr&#228;ge.</Pgraph><SubHeadline>Digitale Dienste im Zentrum und mehr Wow-Effekte in Wissenschaftlichen Bibliotheken</SubHeadline><Pgraph>Den Anfang machte Anne Christensen mit f&#252;nf Thesen f&#252;r erfolgreiche Strategien bei der Umsetzung von digitalen Diensten in Bibliotheken:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Digitale Dienste geh&#246;ren in das Zentrum einer Bibliotheksstrategie, weil das Digitale mittlerweile der Dreh- und Angelpunkt f&#252;r alles ist. Allerdings seien digitale Dienste in Bibliotheken noch sehr orientiert an analogen Werkzeugen, wie am Beispiel &#8222;Bibliothekssysteme&#8220; deutlich wird, die der Systematik von Zettelk&#228;sten folgen.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Mehr Wow-Effekte auch f&#252;r die digitalen Dienste, nicht nur f&#252;r die r&#228;umliche Umgestaltung. Hier gelte es, neue Tools zu entwickeln, die diese Effekte erzeugen.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Digitale Dienste brauchen neue Formen der Zusammenarbeit. Solche Dienste waren urspr&#252;nglich &#252;ber Projektgelder finanziert und hatten daher Projektstatus. Ziel muss aber sein, Produkte zu entwickeln. Im Bibliotheksbereich sei man noch sehr auf kommerzielle Anbieter angewiesen, es gelte aber, Systeme als Open Source zu entwickeln, damit sich darum eine offene Anwendungs- und Entwicklungscommunity sammeln kann, die das Produkt weiterentwickelt. Durch dezentrales Arbeiten w&#252;rden diese Communities sich dann auch wieder &#252;ber digitale Werkzeuge abstimmen und zusammenarbeiten. </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Selbstreflexion und Empathie werden gefordert: Der Hang zum Perfektionismus von Bibliotheken sollte selbstkritisch hinterfragt werden. In bestimmten Bereichen wie z.B. der Metadatenerstellung stellt er eine Tugend dar, in anderen Bereichen k&#246;nnte er aber hinderlich wirken. Zudem m&#252;ssen neue Formen des Zuh&#246;rens entwickelt werden, um sich auf den Bedarf der Nutzenden einstellen zu k&#246;nnen.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Digitale Dienste treiben Ver&#228;nderungen in Bibliotheken an. Durch die Fokussierung auf Produkte muss auch Personalentwicklung und Personalrekrutierung st&#228;rker in den Fokus r&#252;cken. Aktuell versammelt sich die IT-Kompetenz in IT-Abteilungen, sinnvoller w&#228;re es aber, dass IT-Wissen st&#228;rker in die Breite auch auf Abteilungsebene zu streuen.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Insgesamt bedeute dies, dass man ver&#228;nderte Bedingungen in Bibliotheken hat: Ein neues Informationsverhalten der Zielgruppen, neue Formen der Zusammenarbeit und andere &#8222;Mindsets&#8220; von Mitarbeitenden (die teilweise aus andere Berufsgruppen kommen), pr&#228;gen nun die bibliothekarische Arbeit. Dies fordere aber auch eine generelle Offenheit und Bereitschaft zur Diversit&#228;t einschlie&#223;lich neue Herausforderungen an das F&#252;hrungspersonal, so Anne Christensen.</Pgraph><SubHeadline>Services f&#252;r den kompletten Forschungskreislauf</SubHeadline><Pgraph>Mit seinem Impulsvortrag stellte Dietrich Rebholz-Schuhmann, wissenschaftlicher Direktor von ZB MED &#8211; Informationszentrum Lebenswissenschaften, vor, wie sich ZB MED als forschendes Datenzentrum und zentrale Fachbibliothek f&#252;r die Zukunft aufstellt. Ein Vergleich mit dem Positionspapier des Deutschen Bibliotheksverbands &#8222;Wissenschaftliche Bibliotheken 2025&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink> zeigt, dass mit Blick auf die dort angef&#252;hrten Handlungsfelder, <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> schon recht gut aufgestellt ist und dazu entweder bereits entsprechende Services anbietet oder aktuell entwickelt. Dar&#252;berhinaus orientiert man sich auch an der Strategie der National Library of Medicine und bereitet hier gerade vergleichbare Services vor, wie z.B. zur Data Literacy. Zudem werden f&#252;r unterschiedliche Zielgruppen Services angeboten, im Fokus stehen aber insbesondere die Forschenden. Zu nennen sind hier, z.B. Zugang zur Literatur &#252;ber das Discovery-System LIVIVO und Publikationsm&#246;glichkeiten f&#252;r Texte und Forschungsdaten &#252;ber das Portal PUBLISSO. Insgesamt sollen f&#252;r jedes Stadium im Forschungskreislauf entsprechende Dienste angeboten werden. Zudem wurde auf die Kooperation zwischen <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> und dem Institut f&#252;r Bioinformatik-Infrastruktur in Bielefeld (BIBI) eingegangen. Hierbei werden die Inhalte von ZB MED mit der Cloud-Infrastruktur von BIBI geb&#252;ndelt und so ein Mehrwert generiert, indem Literatur und Daten gemeinsam analysiert werden und Ergebnisse in spezifische Datenbanken der Communities zur&#252;ckgef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Insgesamt soll bei ZB MED auch die Datenanalyse weiterausgebaut werden, um aus bestehenden Daten neue Erkenntnisse abzuleiten. Die Bereitstellung von Wissen insbesondere &#252;ber digitale Zug&#228;nge sowie die F&#246;rderung von Open Access und Open Science, Lizenzierung und Konsortienbildung sowie Training spielen aber k&#252;nftig weiterhin eine gro&#223;e Rolle bei ZB MED.</Pgraph><SubHeadline>Mit Wissensgraphen zu neuen Erkenntnissen</SubHeadline><Pgraph>S&#246;ren Auer von der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover zeigte sehr eindrucksvoll, dass die Digitalisierung und Vernetzung von Daten zwar unseren Alltag ver&#228;ndert hat, bislang in der wissenschaftlichen Praxis aber eher noch eine ausbauf&#228;hige Rolle spielt. Dies zeigt sich insbesondere an dem hohen Stellenwert von PDFs bei der Verarbeitung von Wissen, die eigentlich nur eine elektronische Repr&#228;sentation von gedruckten Texten sind und die die M&#246;glichkeiten der Digitalisierung nicht voll aussch&#246;pfen. Hauptprobleme hier: Unstrukturierte Daten liegen in Form von Texten vor, die in einem PDF nicht maschinenlesbar sind und so nicht automatisiert zusammengef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Zudem kommen noch zu selten persistente Identifikatoren zum Einsatz. S&#246;ren Auer schl&#228;gt hier die Anreicherung von PDFs durch Wissensgraphen vor, &#252;ber die Informationen aus den bibliographischen Angaben, aber auch solche inhaltlicher Art beispielsweise zur angewendeten Methodik, Art des Organismus und externe Quellen wie zugrundeliegende Forschungsdaten miteinander verkn&#252;pft werden. Diese Wissensgraphen k&#246;nnen dann &#252;ber Queries so abgefragt werden, dass Forschungsfragen anders beantwortet werden k&#246;nnen. Zudem erm&#246;glichen sie es, schneller einen &#220;berblick zu einem bestimmten Forschungsgebiet zu erhalten. Der von der TIB entwickelte Open Research Knowledge Graph (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.orkg.org&#47;orkg&#47;">https:&#47;&#47;www.orkg.org&#47;orkg&#47;</Hyperlink>)  wurde an einem Beispiel zur COVID-19-Forschung demonstriert. Hierzu wurden bestimmte Daten (wie unter anderem der R<Subscript>0</Subscript>-Wert, geographische Angaben) aus unterschiedlichen Studien semi-automatisch extrahiert und in einer Zusammenschau dargestellt. Es besteht auch die Option, Werte manuell nachzuarbeiten, weil automatische Verfahren nur bedingt zuverl&#228;ssig sind. Denkbar ist der Einsatz solcher Graphen f&#252;r ganz unterschiedliche Disziplinen, hierbei ist aber ein enger Austausch auch mit den Fachwissenschaftlern notwendig.</Pgraph><SubHeadline>Zertifikatskurs Data Librarian &#8211; Vermittlung von Kenntnissen f&#252;r die Digitalisierung von Bibliotheken</SubHeadline><Pgraph>Im letzten Impulsvortrag stellten Marvin Lanczek vom Zentrum f&#252;r Bibliotheks- und Informationswissenschaftli<TextGroup><PlainText>c</PlainText></TextGroup>he Weiterbildung (ZBIW) und Konrad F&#246;rstner von <TextGroup><PlainText>ZB MED</PlainText></TextGroup> &#47; Technische Hochschule K&#246;ln den Zertifikatskurs &#8222;Data Librarian&#8220; vor. Ziel ist es, Grundkenntnisse in den Bereichen Big Data, Open Science und Forschungsdaten zu vermitteln, da diese aufgrund der Digitalisierung neue Themenfelder in wissenschaftlichen Bibliotheken sind. Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende aus wissenschaftlichen Bibliotheken, die &#252;ber mindestens ein Jahr Berufserfahrung verf&#252;gen. Es werden keine Vorkenntnisse ben&#246;tigt, die Bewerbung erfolgt &#252;ber ein Motivationsschreiben. Ziel ist es, den Teilnehmenden Grundkenntnisse und Konzepte zu vermitteln, die aber danach selbstst&#228;ndig vertieft werden m&#252;ssen. Es geht also in erster Linie darum, Hemmschwellen abzubauen, sich mit diesen Themen zu besch&#228;ftigen. Insgesamt werden im Blended-Learning-Format zu den Themen Programmieren, Behandlung von Datenbanksystemen, automatisches Erschlie&#223;en, Retrievalsysteme, Statistik, K&#252;nstliche Intelligenz, Datenvisualisierung, Forschungsdatenprozesse, wissenschaftliches Publizieren, Bibliometrie, Lizenzen, ethische Aspekte und Langzeitarchivierung Inhalte vermittelt, verteilt auf sechs Module. Am Ende folgt eine Projekt-Abschlussarbeit. Der erste Kursdurchgang fand von November 2019 bis Juni 2020 mit 14 Teilnehmenden statt &#8211; beworben hatten sich urspr&#252;nglich 40 Personen, was f&#252;r den Bedarf an einem solchen Kurs spricht. Der Zeitaufwand betr&#228;gt ca. 210 Stunden, einschlie&#223;lich Pr&#228;senzta<TextGroup><PlainText>g</PlainText></TextGroup>en und E-Learning-Phasen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Statement-Runde">
      <MainHeadline>Statement-Runde</MainHeadline><Pgraph>Aufgrund der fehlenden M&#246;glichkeit, die urspr&#252;nglich angedachte Podiumsdiskussion stattfinden zu lassen, wurden die Diskutanten gebeten, sich zu einer Reihe von Statements zu &#228;u&#223;ern:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Statement &#35;1: Wissenschaftliche Bibliotheken zwischen Formalerschlie&#223;ung und Forschungsdatenma</Mark1><TextGroup><Mark1>na</Mark1></TextGroup><Mark1>gement: Was ist Kunst und was kann weg&#63;</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Generell ist keine pauschale Beantwortung der Frage m&#246;glich. Vielmehr geht es darum: Was wird von den Nutzenden nachgefragt und was ist von l&#228;ngerfristigem (Mehr-)Wert&#63; Es sollte nicht an Dingen festgehalten werden, die man ohnehin nur macht, weil sie gerade en vogue sind oder man sie immer schon gemacht hat. Auch sollte gepr&#252;ft werden, inwieweit man bestimmte Aufgaben von Bibliotheken nicht automatisieren kann. Hierbei muss aber auch klar sein, dass tiefgreifende Ver&#228;nderungen oder Ablegen von bestimmten Aufgaben bei den Mitarbeitenden auch &#196;ngste oder Trauer ausl&#246;sen, f&#252;r die es Raum geben muss.</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Statement &#35;2: Data Librarian, Systembibliothekar und Co.: Welche Qualifikationen brauchen wir und wie lassen sich diese rekrutieren&#63;</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Ein Statement hob die Bedeutung von Managementkompetenzen hervor, ohne die sich fachliche Kompetenzen nicht entfalten k&#246;nnten. Ebenso wichtig sind Kommunikationsf&#228;higkeit, lebenslanges Lernen und eine damit verbundene Selbstlernf&#228;higkeit. Idealfall w&#228;re eine Profilbildung mit Einarbeitung in ein Hauptthemengebiet, zu dem man sich anschlie&#223;end st&#228;ndig weiterbildet. Dar&#252;berhinaus ist eine Kombination aus Informationswissenschaften, IT-Kompetenz und Kenntnissen in den Fachwissenschaften ideal. Insgesamt m&#252;ssten Bibliotheken agiler sowie ausprobier- und experimentierfreudiger werden. F&#252;r Berufsgruppen, die im bibliothekarischen Bereich nach wie vor gebraucht werden, ist ein gutes Fortbildungsangebot wichtig.</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Statement &#35;3: Citizen Science: Die breite &#214;ffentlichkeit als wichtige Zielgruppe f&#252;r Wissenschaftliche </Mark1><TextGroup><Mark1>Bib</Mark1></TextGroup><Mark1>liotheken&#63;</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Citizen Science wird nicht als Kernaufgabe von Bibliotheken gesehen. Sie k&#246;nnte allerdings st&#228;rker eine Br&#252;cke zwischen B&#252;rger&#42;innen und Fachwissenschaftler&#42;innen schlagen, um zu vermitteln, wie Wissenschaft tats&#228;chlich arbeitet und was qualit&#228;tsgesicherte wissenschaftliche Informationen sind. Wenden sich Bibliotheken solchen Projekten zu, dann sollten sie darauf achten, dass die B&#252;rger&#42;innen st&#228;rker in den Erkenntnisgewinn einbezogen werden und nicht nur Daten sammeln.</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>Statement &#35;4: Wissenschaftliche Bibliotheken und Privatwirtschaft: Notwendig, sinnvoll oder verwerflich&#63;</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Eine Zusammenarbeit wird als sinnvoll erachtet und daher nicht als verwerflich betrachtet. Grunds&#228;tzlich werden die Entwicklerkapazit&#228;ten der Privatwirtschaft gebraucht und k&#246;nnen einen Schub bei der Entwicklung im Bibliotheksbereich geben (Beispiel Folio). Die Rahmenbedingungen m&#252;ssen allerdings stimmen und Bibliotheken und Privatwirtschaft sollten auf Augenh&#246;he zusammenarbeiten k&#246;nnen; Abh&#228;ngigkeiten oder gar Lock-Ins sind in jedem Fall zu vermeiden. Pl&#228;diert wird daher f&#252;r Konstellationen mit offenen Systemen und Schnittstellen, bei denen sich ein freier Markt etablieren kann. Firmen sollten in erster Linie Dienstleistungsaufgaben &#252;bernehmen, bei Bedarf sollte ein schneller Anbieterwechsel vollzogen werden k&#246;nnen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Online statt Pr&#228;senz&#63;&#33;">
      <MainHeadline>Online statt Pr&#228;senz&#63;&#33;</MainHeadline><Pgraph>Zu Spitzenzeiten haben mehr als 260 Personen an der Konferenz teilgenommen. Klar ist, dass die hohe Zahl der Teilnehmenden bei einer Pr&#228;senzveranstaltung allein aus r&#228;umlichen Kapazit&#228;tsgr&#252;nden nicht ansatzweise erreicht worden w&#228;re. Einige Teilnehmende machten auch deutlich, dass nur aufgrund der &#8222;Verlegung&#8220; ins Virtuelle eine Teilnahme &#8211; auch unabh&#228;ngig von der <TextGroup><PlainText>Covid</PlainText></TextGroup>-19-Pandemie &#8211; &#252;berhaupt m&#246;glich gewesen sei, weil eine Reise nach K&#246;ln entweder zeitlich nicht zu realisieren gewesen w&#228;re oder gerade in kleineren Einrichtungen hierf&#252;r kein Reisebudget vorgesehen sei. Die fehlenden M&#246;glichkeiten zum realen Austausch und Networking wurden durch engagierte Diskussionen im Chat und auf Twitter unter &#35;ZukunftWB kompensiert, wo einzelne Thesen aus den Vortr&#228;gen ebenfalls weiter kommentiert und diskutiert wurden. Einen gro&#223;en Anteil am Gelingen der Veranstaltungen haben (neben den Vortragenden) somit insbesondere jene Teilnehmenden, die durch R&#252;ckfragen, Kommentierungen und engagierte Beteiligung an den Diskussionen Lebendigkeit in das Format gebracht haben. Kleinere technische Probleme und Aussetzer sind im Rahmen einer solchen Veranstaltung kaum vermeidbar und waren im Rahmen dieser Konferenz in erster Linie darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren, dass sich aufgrund der Beschr&#228;nkungen ein Gro&#223;teil der Beteiligten im Home Office befunden hat und aufgrund der Distanz &#220;berg&#228;nge und Abstimmungen nicht immer reibungslos m&#246;glich waren. Zudem machte sich hin und wieder die in Deutschland unterschiedlich gut ausgebaute Internetin<TextGroup><PlainText>fra</PlainText></TextGroup>struktur bemerkbar. Dennoch war man seitens der Veranstalter am Ende positiv &#252;berrascht, wie gut die Verlegung ins Virtuelle dann tats&#228;chlich doch funktioniert hat.</Pgraph><Pgraph>Die Vortr&#228;ge wurden aufgezeichnet und sind &#252;ber den YouTube-Kanal (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.youtube.com&#47;user&#47;ZBMED">https:&#47;&#47;www.youtube.com&#47;user&#47;ZBMED</Hyperlink>) von ZB MED verf&#252;gbar. Die Pr&#228;sentationen sind zus&#228;tzlic<TextGroup><PlainText>h auf</PlainText></TextGroup> der Website von ZB MED abrufbar: <Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.zbmed.de&#47;ueber-uns&#47;presse&#47;neuigkeiten-aus-zb-med&#47;artikel&#47;tagung-im-neuen-normal-zukunft-wissenschaftlicher-bibliotheken-als-virtuelles-event-starke-vo&#47;">https:&#47;&#47;www.zbmed.de&#47;ueber-uns&#47;presse&#47;neuigkeiten-aus-zb-med&#47;artikel&#47;tagung-im-neuen-normal-zukunft-wissenschaftlicher-bibliotheken-als-virtuelles-event-starke-vo&#47;</Hyperlink></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Willi Bredemeier</RefAuthor>
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        <RefYear>2019</RefYear>
        <RefBookTitle>Zukunft der Informationswissenschaft. Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft&#63;</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Willi Bredemeier, Hrsg. Zukunft der Informationswissenschaft. Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft&#63; Berlin: Simon Verlag; 2019.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Deutscher Bibliotheksverband (dbv)</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2018</RefYear>
        <RefBookTitle>Wissenschaftliche Bibliotheken 2025 &#8211; beschlossen von der Sektion 4 &#8222;Wissenschaftliche Universalbibliotheken&#8220; im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) im Januar 2018</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Deutscher Bibliotheksverband (dbv). Wissenschaftliche Bibliotheken 2025 &#8211; beschlossen von der Sektion 4 &#8222;Wissenschaftliche Universalbibliotheken&#8220; im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) im Januar 2018. 2018. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.bibliotheksverband.de&#47;fileadmin&#47;user&#95;upload&#47;Sektionen&#47;sektion4&#47;Publikationen&#47;WB2025&#95;Endfassung&#95;endg.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.bibliotheksverband.de&#47;fileadmin&#47;user&#95;upload&#47;Sektionen&#47;sektion4&#47;Publikationen&#47;WB2025&#95;Endfassung&#95;endg.pdf</RefLink>
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