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    <ArticleType>Case Report</ArticleType>
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      <Title language="de">Open Access aus der Perspektive der Medizin an der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg</Title>
      <TitleTranslated language="en">Open Access from the point of view of medicine at the University Library of W&#252;rzburg</TitleTranslated>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg, Am Hubland, 97074 W&#252;rzburg, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>diana.klein&#64;bibliothek.uni-wuerzburg.de</Email>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <Keyword language="en">University of W&#252;rzburg</Keyword>
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      <Keyword language="de">Universit&#228;t W&#252;rzburg</Keyword>
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      <SectionHeading language="de">Open Access</SectionHeading>
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    <DatePublished>20190910</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>19</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Open Access an medizinischen Hochschulen</IssueTitle>
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    <ArticleNo>19</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Universit&#228;t W&#252;rzburg unterst&#252;tzt und f&#246;rdert ihre WissenschaftlerInnen seit vielen Jahren beim Open-Access-Publizieren. Die Universit&#228;tsbibliothek informiert und ber&#228;t die AutorInnen rund um den Publikationsprozess. Der Artikel beschreibt die verschiedenen Angebote und geht dabei besonders auf die Situation im Fach Medizin ein.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The University of W&#252;rzburg supports and funds its scientists for many years in open access publishing. The University Library provides information and advice around the publishing process. The article describes the different options and goes into detail for the situation in the medical discipline.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Open Access aus der Perspektive der Medizin an der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg">
      <MainHeadline>Open Access aus der Perspektive der Medizin an der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg</MainHeadline><SubHeadline>Rahmenbedingungen an der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg</SubHeadline><Pgraph>Die Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg besteht aus der Zentralbibliothek und mehreren Teil-, Instituts- und Klinikbibliotheken. Der Bereich Open Access ist als Stabsstelle an der Universit&#228;tsbibliothek angesiedelt. Eine zentrale Medizinbibliothek existiert nicht. Die Fachreferentin f&#252;r Medizin und Leiterin der medizinischen Bibliotheken ist gleichzeitig Leiterin der Zeitschriftenstelle (inkl. E-Journal-Management) und Teil des Open-Access-Teams. Somit sind diese Bereiche in Personalunion verbunden, was bei der Unterst&#252;tzung der MedizinerInnen im Bereich Open-Access-Publizieren viele Vorteile mit sich bringt. In der Folge l&#228;sst sich dadurch jedoch nicht immer klar abgrenzen, welche Aktivit&#228;ten unter dem Dach des Fachreferats Medizin oder dem Dach des Open-Access-Teams erfolgen.</Pgraph><SubHeadline>Open-Access-Publizieren an der Universit&#228;t W&#252;rzburg</SubHeadline><Pgraph>Der Open-Access-Gedanke spielt an der Universit&#228;t W&#252;rzburg schon lange eine wichtige Rolle. Bereits 2003 nahm die Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg eine Mitgliedschaft bei BioMed Central auf. Durch die inhaltliche Ausrichtung von BioMed Central konnte somit auch das Fach Medizin von Beginn an von der Open-Access-F&#246;r<TextGroup><PlainText>deru</PlainText></TextGroup>ng profitieren. In den Jahren 2003&#8211;2010 erfolgte die Finanzierung von Open-Access-Artikeln (zeitweise komplett, zeitweise anteilig) aus Mitteln der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg. Das finanzielle Volumen war jedoch noch sehr gering im Vergleich zu den Mitteln, die dem heutigen Publikationsfonds zur Verf&#252;gung stehen. </Pgraph><Pgraph>2011 unterzeichnete die Universit&#228;t die Berliner Erkl&#228;<TextGroup><PlainText>rung und</PlainText></TextGroup> erlie&#223; eine Open-Access-Policy (<Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.uni-wuerzburg.de&#47;forschung&#47;openaccess1&#47;">https:&#47;&#47;www.uni-wuerzburg.de&#47;forschung&#47;openaccess1&#47;</Hyperlink>). Die Universit&#228;t unterst&#252;tzt damit den Aufbau von Open-A<TextGroup><PlainText>cce</PlainText></TextGroup>ss-Strukturen und empfiehlt ihren WissenschaftlerInnen die Ver&#246;ffentlichung in Open-Access-Publikationen.</Pgraph><SubHeadline>Publikationsfonds</SubHeadline><Pgraph>Durch das DFG-Programm &#8222;Open-Access-Publizieren&#8220; konnte das Publizieren in Open-Access-Zeitschriften deutlich umfangreicher gef&#246;rdert werden als zuvor. Seit dem Jahr 2011 erh&#228;lt die Universit&#228;t W&#252;rzburg Mittel der DFG aus dem DFG-F&#246;rderprogramm (au&#223;er 2016) und stellt entsprechende Eigenmittel bereit. Mit Ende 2019 ist die F&#246;rderh&#246;chstdauer im DFG-Programm erreicht, so dass der Publikationsfonds ab 2020 vollst&#228;ndig von der Universit&#228;t W&#252;rzburg finanziert wird.</Pgraph><Pgraph>Das F&#246;rderverfahren f&#252;r die AutorInnen wird bewusst so einfach wie m&#246;glich gehalten. Die WissenschaftlerInnen k&#246;nnen die Universit&#228;tsbibliothek &#252;ber die Planung, Einreichung oder Annahme einer Ver&#246;ffentlichung informieren. Diese Voranmeldung ist jedoch nicht verpflichtend. Die Voranmeldung erfolgt meist per Mail oder per Telefon. Der Vorteil der Voranmeldung f&#252;r die AutorInnen besteht darin, dass die Universit&#228;tsbibliothek direkt best&#228;tigen kann, ob die F&#246;rderbedingungen &#8211; die den DFG-Vorgaben entsprechen &#8211; erf&#252;llt sind. </Pgraph><Pgraph>Die Rechnung schicken die AutorInnen an die Universit&#228;tsbibliothek, die die Rechnung dann bezahlt. Seit mehreren Jahren beteiligen sich die AutorInnen mit einem Eigenanteil, da das Volumen des Publikationsfonds nicht mehr ausreicht, um alle Publikationen in vollem Umfang zu f&#246;rdern. Nach Bezahlung der Verlagsrechnung stellt die Universit&#228;tsbibliothek den AutorInnen deshalb ihren Eigenanteil in Rechnung.</Pgraph><Pgraph>Wie auch an anderen Forschungseinrichtungen gibt es auch an der Universit&#228;t W&#252;rzburg unter den WissenschaftlerInnen unterschiedliche Ansichten in Bezug auf Open Access. Hauptkritikpunkte innerhalb der Medizin zielen auf Qualit&#228;tsfragen ab, da vermutet wird, dass Open-A<TextGroup><PlainText>cce</PlainText></TextGroup>ss-Zeitschriften qualitativ weniger hochrangig sind. Insgesamt jedoch sind die MedizinerInnen an der Universit&#228;t W&#252;rzburg gegen&#252;ber Open Access im Vergleich zu vielen anderen F&#228;chern sehr aufgeschlossen. Dies &#228;u&#223;ert sich auch darin, dass der Anteil der Publikationen in Open-Access-Zeitschriften aus der Medizin im Vergleich zu anderen Disziplinen sehr hoch ist. W&#228;hrend die F&#228;cher Biologie und Physik ebenfalls einen hohen Anteil zu den Open-Access-Publikationen beitragen, ist die Bedeutung von Open Access in den anderen Disziplinen deutlich geringer. Hier macht es sich bemerkbar, dass die verschiedenen F&#228;cher der Universit&#228;t nach wie vor sehr unterschiedliche Publikationskulturen pflegen und Open-A<TextGroup><PlainText>cce</PlainText></TextGroup>ss-Publizieren in diversen Disziplinen bisher keine nennenswerte Rolle spielt.</Pgraph><SubHeadline>Weitere Open-Access-Publikationsm&#246;glichkeiten</SubHeadline><Pgraph>Den AutorInnen an der Universit&#228;t stehen zus&#228;tzlich zum Publikationsfonds noch weitere Open-Access-Publikationsm&#246;glichkeiten zur Verf&#252;gung. Auch die Open-Access-Option in hybriden Zeitschriften wird von MedizinerInnen erstaunlich h&#228;ufig genutzt, trotz der teils hohen Kosten. Von Seiten der Universit&#228;tsbibliothek gab es bisher keine Finanzierungsm&#246;glichkeiten f&#252;r die Nutzung der Open-Access-Option. Dies wird nur im Rahmen von entsprechenden Vertr&#228;gen &#8211; wie seit kurzem beim DEAL-Vertrag mit dem Verlag Wiley &#8211; unterst&#252;tzt.</Pgraph><Pgraph>Weiterhin unterst&#252;tzt die Universit&#228;tsbibliothek die AutorInnen bei Fragen zur Erf&#252;llung der Open-Access-Policies von Drittmittelgebern. Insbesondere zu den ERC-F&#246;rderungen im Rahmen von FP7 und Horizon 2020 ber&#228;t das Open-Access-Team, welche finanziellen Mittel beantragt werden sollten bzw. wie die Vorgaben erf&#252;llt werden k&#246;nnen. Dabei arbeitet die Universit&#228;tsbibliothek mit dem Referat f&#252;r Forschung und Technologietransfer zusammen, das die WissenschaftlerInnen bei der Antragstellung begleitet.</Pgraph><Pgraph>Eine weitere Open-Access-Publikationsm&#246;glichkeit bietet der Verlag der Universit&#228;t, W&#252;rzburg University Press. Dort k&#246;nnen WissenschaftlerInnen der Universit&#228;t auch ihre Monografien als Open-Access-Publikationen publizieren, zus&#228;tzlich besteht ein Print-on-Demand-Verfahren f&#252;r die Druckversion.</Pgraph><SubHeadline>Repositorium der Universit&#228;t W&#252;rzburg</SubHeadline><Pgraph>Das Repositorium der Universit&#228;t W&#252;rzburg, OPUS W&#252;rzburg, besteht seit 2002. Inzwischen hat OPUS W&#252;rzburg das DINI-Zertifikat erhalten. Zun&#228;chst wurde das Repositorium vor allem f&#252;r elektronische Dissertationen, insbesondere auch in der Medizin, genutzt. </Pgraph><Pgraph>In den letzten Jahren hat die Publikation von Zeitschriftenartikeln im Repositorium zugenommen. Zum einen werden im Repositorium alle Artikel abgelegt, die &#252;ber den Publikationsfonds gef&#246;rdert wurden. Zum anderen werden auch weitere Open-Access-Artikel von Angeh&#246;rigen der Universit&#228;t W&#252;rzburg mit entsprechender Lizenz durch die Universit&#228;tsbibliothek dort archiviert. </Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich wird das Repositorium f&#252;r die Zweitver&#246;ffentlichung auf dem gr&#252;nen Weg f&#252;r Artikel genutzt, die zuerst in Subskriptionszeitschriften publiziert wurden. </Pgraph><Pgraph>OPUS W&#252;rzburg ist OpenAIRE compliant. Der erforderlich<TextGroup><PlainText>e N</PlainText></TextGroup>achweis der Publikationen auf der EU-Plattform OpenAIRE im Rahmen von Horizon 2020 erfolgt deshalb automatisch, auch dadurch werden die WissenschaftlerInnen also bei der Erf&#252;llung der F&#246;rdervorgaben unterst&#252;tzt. </Pgraph><SubHeadline>&#214;ffentlichkeitsarbeit</SubHeadline><Pgraph>Schon ab 2003 f&#252;hrte die Universit&#228;tsbibliothek Veranstaltungen zum Open-Access-Publizieren f&#252;r WissenschaftlerInnen durch, die insbesondere f&#252;r NaturwissenschaftlerInnen und MedizinerInnen konzipiert wurden. </Pgraph><Pgraph>Mit den erweiterten Open-Access-F&#246;rderm&#246;glichkeiten im Rahmen des DFG-Programms wurde die &#214;ffentlichkeitsarbeit weiter ausgebaut. Wie in den anderen F&#228;chern wurden auch die MedizinerInnen per Mail &#252;ber die F&#246;rderm&#246;glichkeiten informiert. Zudem erwies sich der Open-Access-Flyer als hilfreiches Werbemittel, der u.a. auf dem Campus Medizin in alle Postf&#228;cher verteilt wurde. &#220;ber &#246;ffentliche Vortr&#228;ge im Rahmen der Open-Access-Woche und &#252;ber das Jahr verteilte Pr&#228;sentationen in einzelnen Arbeitsgruppen, Instituten und Kliniken wurden WissenschaftlerInnen gezielt aufgekl&#228;rt. Im Rahmen der Open-Access-Woche wurde in mehreren Jahren in der Mensa und im gr&#246;&#223;ten Klinikgeb&#228;ude zum Thema Open Access informiert. Auch wenn nur ein kleiner Teil der Medizin<TextGroup><PlainText>er</PlainText></TextGroup>Innen am Stand stehenblieb, erm&#246;glichte dieser Infostand dennoch sehr interessante Gespr&#228;che &#252;ber die offenen Fragen in Bezug auf Open-Access-Publizieren. </Pgraph><Pgraph>Inzwischen ist einem Gro&#223;teil der WissenschaftlerInnen das Open-Access-Angebot prinzipiell bekannt, so dass aktuell vor allem anlassbezogen informiert wird, wie z.B. k&#252;rzlich in Zusammenhang mit dem DEAL-Vertrag mit dem Verlag Wiley.</Pgraph><SubHeadline>Pers&#246;nliche Beratung</SubHeadline><Pgraph>Parallel dazu gibt es ein gut genutztes pers&#246;nliches Beratungsangebot. An dieser Stelle erweist es sich als besonders hilfreich, dass die MedizinerInnen von ihrer Fachreferentin auch direkt alle relevanten Informationen zu Open Access erhalten, selbst wenn sich der Kontakt aus einem anderen Kontext heraus ergibt. So kann ein Gespr&#228;ch mit Fragen zum Impact Factor, zur Suche nach bestimmten Artikeln oder zur Literaturverwaltung durchaus zum Thema Open Access weiterf&#252;hren. Die Beratung umfasst Informationen zur Suche von geeigneten Zeitschriften, zu den F&#246;rderbedingungen, dem Ablauf bei der F&#246;rderung und den weiteren Open-Access-M&#246;glichkeiten. Auch die neu berufenen ProfessorInnen in der Medizin erhalten &#252;ber die Fachreferentin gleich zu Beginn die wichtigsten Informationen zum Open-Access-Publizieren an der Universit&#228;t, je nach Wunsch per Mail, per Telefon oder im pers&#246;nlichen Gespr&#228;ch.</Pgraph><SubHeadline>Predatory Journals</SubHeadline><Pgraph>So wie es bereits im Print-Bereich Zeitschriften mit h&#246;heren und niedrigeren Qualit&#228;tsanspr&#252;chen gibt, finden sich auch bei Open-Access-Zeitschriften Unterschiede in der Qualit&#228;t. In jedem Fall sollten selbstverst&#228;ndlich gewisse Mindestanforderungen an die Qualit&#228;t einer wissenschaftlichen Zeitschrift erf&#252;llt sein. </Pgraph><Pgraph>Das Open-Access-Team der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg hat die Diskussionen der letzten Jahre um Predatory Journals zum Anlass genommen, um die Qualit&#228;tskriterien f&#252;r eine F&#246;rderung zu konkretisieren. Eine umfassende Pr&#252;fung aller Zeitschriften vor Ort ist aufgrund des gro&#223;en Zeitaufwands f&#252;r eine Pr&#252;fung nicht m&#246;glich. Deshalb muss das Open-Access-Team auf die Qualit&#228;tspr&#252;fung durch andere Quellen &#8211;  wie das DOAJ &#8211; vertrauen. Die eigene Pr&#252;fung beschr&#228;nkt sich auf die Zeitschriften, die nicht im DOAJ aufgef&#252;hrt sind. Es besteht allerdings nur bei einem sehr geringen Teil der Anfragen nach Open-Access-F&#246;rderung der Verdacht, dass es sich um eine betr&#252;gerische Zeitschrift handeln k&#246;nnte.</Pgraph><Pgraph>Die Universit&#228;tsbibliothek lehnt die F&#246;rderung von Artikeln in solchen Zeitschriften ab, bei denen diese Qualit&#228;tskriterien nicht erf&#252;llt sind, und empfiehlt den WissenschaftlerInnen, eine Publikation in dieser Zeitschrift zu &#252;berdenken. In diesen F&#228;llen sind die WissenschaftlerInnen im Allgemeinen dankbar f&#252;r diesen Hinweis, da ihnen bis zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht bewusst ist, dass es sich um eine nicht vertrauensw&#252;rdige Zeitschrift handelt.</Pgraph><SubHeadline>Nichtgef&#246;rderte Open-Access-Publikationen</SubHeadline><Pgraph>Durch die Teilnahme am DFG-F&#246;rderprogramm hat das Open-Access-Team die Abl&#228;ufe rund um das Open-Access-Publizieren &#252;ber die Jahre hinweg standardisiert. Dennoch gibt es einzelne Fragestellungen, deren Beantwortung jedes Jahr einen gr&#246;&#223;eren Aufwand mit sich bringt. Es l&#228;sst sich zwar m&#252;helos feststellen, welche Open-Access-Publikationen aus dem Publikationsfonds finanziert wurden und welche Kosten daf&#252;r angefallen sind. Deutlich schwieriger ist die Frage, welche weiteren Open-Access-Publikationen von den Angeh&#246;rigen der Universit&#228;t W&#252;rzburg ver&#246;ffentlicht wurden und welche Kosten daf&#252;r angefallen sind. Da die Datenbank &#8222;Web of Science&#8220; die Kennzeichnung von Open-Access-Artikeln in den letzten Jahren erweitert und verfeinert hat, l&#228;sst sich die Frage nach den Open-Access-Publikationen inzwischen leichter beantworten. Die Kosten f&#252;r diese Artikel k&#246;nnen aufgrund der verwaltungsinternen Abl&#228;ufe aber bisher nicht eindeutig zugeordnet werden. Innerhalb der Medizinischen Fakult&#228;t unterscheiden sich die Buchungsabl&#228;ufe aufgrund der Zugeh&#246;rigkeit zu Universit&#228;t bzw. Klinikum noch mehr als in anderen Fakult&#228;ten, so dass f&#252;r diese Kosten bisher keine exakten Angaben m&#246;glich sind.</Pgraph><SubHeadline>Zugeh&#246;rigkeit zur eigenen Einrichtung</SubHeadline><Pgraph>F&#252;r die Frage der Zuordnung eines Artikels und insbesondere der entsprechenden Kosten muss zun&#228;chst gekl&#228;rt werden, zu welcher Institution bzw. zu welcher untergeordneten Organisationseinheit der &#8222;corresponding author&#8220; geh&#246;rt.</Pgraph><Pgraph>Die meisten medizinischen Zeitschriften geben eindeutig an, welche Person als &#8222;corresponding author&#8220; fungiert. In anderen F&#228;chern tritt h&#228;ufiger als in der Medizin der Fall auf, dass alle AutorInnen gleichwertig als &#8222;corresponding author&#8220; bezeichnet werden, was die Zuordnung erschwert, wenn diese AutorInnen von unterschiedlichen Einrichtungen kommen. </Pgraph><Pgraph>Aber auch bei der Angabe von nur einer Person als &#8222;corresponding author&#8220; sind immer wieder Nachfragen erforderlich, wenn diese Person mehrere Affiliations angegeben hat. Selbst die Zuordnung zu einer Organisationseinheit ist aufgrund der vielen interdisziplin&#228;r arbeitenden Bereiche innerhalb der Medizin f&#252;r Au&#223;enstehende oft schwierig. Bei diesen Fragestellungen sind Kenntnisse um die Organisationsstruktur der Medizinischen Fakult&#228;t sehr hilfreich. An der Universit&#228;t W&#252;rzburg wird die Zuordnung zur Organisationseinheit jedoch nur intern erfasst, aber nicht f&#252;r die Verteilung von Kosten herangezogen.  </Pgraph><SubHeadline>Neue Workflows durch den DEAL-Vertrag Wiley</SubHeadline><Pgraph>Seit kurzem kommt nun die Administration der Publikationen im Rahmen des von DEAL abgeschlossenen Wiley-Vertrags hinzu. W&#228;hrend die Verwaltung der Online-Z<TextGroup><PlainText>ug&#228;</PlainText></TextGroup>nge zu den Wiley-Zeitschriften bisher beim E-Journals-Team der Zeitschriftenstelle angesiedelt war, umfassen die T&#228;tigkeiten bei der Verwaltung der Publikationen im Rahmen des DEAL-Vertrags, also die &#220;berpr&#252;fung der institutionellen Zugeh&#246;rigkeit, Arbeiten, die bisher im Open-Access-Team angesiedelt waren. Aktuell ist der tats&#228;chliche Umfang dieser T&#228;tigkeiten noch nicht absch&#228;tzbar. Es zeichnet sich jedoch ab, dass hier Aufgaben aus dem Bereich Open Access und Zeitschriftenmanagement zuk&#252;nftig zusammenwachsen. </Pgraph><SubHeadline>Komplexere M&#246;glichkeiten</SubHeadline><Pgraph>Das Open-Access-Team der Universit&#228;tsbibliothek W&#252;rzburg hat zum Ziel, den WissenschaftlerInnen eine schnelle Orientierung &#252;ber die M&#246;glichkeiten des Open-Access-Publizierens zu bieten und h&#228;lt das Prozedere f&#252;r die F&#246;rderung aus dem Publikationsfonds m&#246;glichst einfach. Beim Relaunch des Webauftritts der Universit&#228;t W&#252;rzburg im Jahr 2017 wurden deshalb auch die Informationen zu Open Access neugestaltet und weiter vereinfacht. </Pgraph><Pgraph>Dennoch wird es in den letzten Jahren immer schwieriger, die MedizinerInnen &#252;ber die diversen M&#246;glichkeiten des Open-Access-Publizierens und der Open-Access-F&#246;rderung auf einfache Weise auf dem Laufenden zu halten. Auch wenn die vielen Optionen zu begr&#252;&#223;en sind, wird es f&#252;r die WissenschaftlerInnen immer m&#252;hevoller, die Details in den F&#246;rderm&#246;glichkeiten nachzuvollziehen (z.B. Open-Access-Zeitschrift vs. Open-Access-Option, Open-Access-Option mit&#47;ohne DEAL-Vertrag, Sonderkonditionen bei einzelnen Verlagen, Rechnung direkt an Autor vs. zentrale Rechnung). Insbesondere KlinikerInnen steht im Klinikall<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ag daf&#252;r nicht ausreichend Zeit zur Verf&#252;gung.</Pgraph><Pgraph>Aus diesem Grund ermutigt das Open-Access-Team die WissenschaftlerInnen ausdr&#252;cklich, das Beratungsangebot der Universit&#228;tsbibliothek per Telefon, Mail oder vor Ort zu nutzen. Dieses Angebot wird rege nachgefragt und die R&#252;ckmeldungen vor allem auch der MedizinerInnen zeigen, dass auf diesem Weg die f&#252;r diese Person in der jeweiligen Situation passenden Informationen schnell dargestellt werden k&#246;nnen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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