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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000422</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0004229</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">APC-Verwaltung im institutionellen Repositorium</Title>
      <TitleTranslated language="en">APC management in institutional repositories</TitleTranslated>
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        <Address>Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Bibliothek, 22603 Hamburg, Deutschland<Affiliation>Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Bibliothek und Dokumentation, Hamburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>alexander.wagner&#64;desy.de</Email>
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      <Keyword language="en">APC management</Keyword>
      <Keyword language="en">institutional repository</Keyword>
      <Keyword language="de">APC-Verwaltung</Keyword>
      <Keyword language="de">institutionelles Repositorium</Keyword>
      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in Oldenburg 2018</SectionHeading>
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    <DatePublished>20181221</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>18</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB Jahrestagung in Oldenburg 2018: Medizinbibliotheken: offen und innovativ aus Tradition</IssueTitle>
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    <ArticleNo>21</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Verwaltung von Publikationsgeb&#252;hren stellt viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor gro&#223;e Herausforderungen. Durch die deutliche Zunahme von Publikationen, die im Bereich Gold Open Access &#252;ber Article Processing Charges finanziert werden, besteht die Notwendigkeit eines Systems, um diese zu organisieren. Neben der reinen Verwaltung der Geb&#252;hren sollte ein weiteres Ziel in der Erh&#246;hung der Sichtbarkeit sowohl der Publikationen als auch der Forschung an den eigenen Einrichtungen bestehen. Es ist daher naheliegend, dass insbesondere die Publikationen, f&#252;r die gr&#246;&#223;tenteils nicht unbetr&#228;chtliche Mittel aufgewendet werden, auch an der Institution selbst nachgewiesen und zug&#228;nglich gemacht werden. Letzteres geschieht in der Regel &#252;ber das institutionelle Repositorium. In einigen F&#228;llen (wie z.B. bei den JOIN&#178;-Projektpartnern) stellen diese Repositorien gleichzeitig die f&#252;r das Berichtswesen ma&#223;gebliche Publikationsdatenbank oder Hochschulbibliografie dar. Da diese Systeme bereits bibliografische Daten auf Artikelebene pr&#228;zise abbilden, liegt es nahe, auch die Geb&#252;hrenzahlungen direkt dort aufzunehmen. Dies erspart Doppelerfassungen, verhindert Inkonsistenzen und verbessert die Vollst&#228;ndigkeit. Gleichzeitig erm&#246;glicht der Einsatz von Repositoriumssoftware die Nachnutzung der Daten &#252;ber standardisierte Schnittstellen. So k&#246;nnen via OAI-PMH Publikationsgeb&#252;hren offen bereitgestellt und beispielsweise von OpenAPC automatisiert und stets aktuell geharvestet werden, was zu einer Verbesserung der Markttransparenz beitr&#228;gt. Zu diesen Schl&#252;ssen kamen etwa zeitgleich die Universit&#228;tsbibliothek Regensburg und das JOIN&#178;-Projekt. Wir stellen die jeweiligen L&#246;sungen basierend auf EPrints in Regensburg und INVENIO f&#252;r JOIN&#178; vor und beschreiben die automatisierte Datenlieferung an OpenAPC.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Management of publication charges is one of the big challenges at scientific institutions. Due to the significant increase of publications that are funded via article processing charges in the gold open access area, a neccessity arises to establish systems for handling these. Beyond simple management of the charges, a general goal should be to increase the visibility of the publications as well as of the research output of the affiliate institutions. Thus it seems logical that especially publications that were published at substantial costs should be accessible via the originating institutions themselves. Usually, this involves institutional open access repositories. In some cases, e.g. among the JOIN&#178; partners, these repositories are at the same time the relevant source for scientific reporting and the institutional bibliography. As these systems already process high-quality article-level bibliographic data, it seems reasonable to use these systems to manage and monitor article processing charges as well. This also reduces redundancies and inconsistencies while increasing completeness. Furthermore, the usage of well-known repository software allows for an easy data exchange and re-use via standardized, established interfaces. For example, OAI-PMH can be used to make publication charges available for aggregation in an automatized manner, e.g. by OpenAPC, which helps promote market transparency. At approximately the same time, these conclusions were drawn independently at the university library Regensburg and at JOIN&#178;. We introduce the respective solutions based on EPrints in Regensburg and INVENIO at JOIN&#178; and show procedures for automatized data delivery to OpenAPC.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="APC-Verwaltung im institutionellen Repositorium">
      <MainHeadline>APC-Verwaltung im institutionellen Repositorium</MainHeadline><Pgraph>Bei der Diskussion um Publikationskosten wird in subkriptionsbasierten Modellen in der Regel davon ausgegangen, dass alle anfallenden Geb&#252;hren &#252;ber die Subskription gedeckt sind, mithin f&#252;r Autor&#42;innen keine weiteren Kosten anfallen. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch schnell fest, dass dies zu kurz greift. So war es in der Vergangenheit &#252;blich, f&#252;r zus&#228;tzliche Reprints der Artikel zu bezahlen. Auf Grund der Digitalisierung entfallen diese Kosten zwar heute weitestgehend, andere Kostenarten sind jedoch direkt von der Druck- in die digitale Welt &#252;bertragen worden und fallen auch heute noch h&#228;ufig an. Hierzu z&#228;hlen z.B. Kosten f&#252;r die Einreichung (submission fees), die Verwendung der eigenen Abbildung als Zeitschriftencover (cover fees), &#220;berl&#228;nge (page charges) oder Farbabbildungen (colour charges). Bereits in der Vergangenheit haben daher vor allem forschungsintensive Einrichtungen Mittel vorgehalten bzw. Etats geschaffen um diese zu decken, und h&#228;ufig werden diese zentral bewirtschaftet, z.B. durch die jeweiligen Bibliotheken.</Pgraph><Pgraph>Da im Open Access verf&#252;gbare Artikel nicht &#252;ber Subskriptionsgeb&#252;hren bezahlt werden, haben kommerzielle Verlage neue Geb&#252;hrenmodelle eingef&#252;hrt, sog.<Mark2> Article Processing Charges</Mark2>. In diesen Modellen zahlen nicht die Leser&#42;innen, sondern nur noch die Autor&#42;innen f&#252;r die Publikation. Zu unterscheiden ist hierbei sog. hybrides Open Access (Open Access f&#252;r einzelne Artikel in Closed Access Zeitschriften) von echten <Mark2>Article Processing Charges</Mark2> (APC), wie sie bei einigen origin&#228;ren Open Access-Zeitschriften anfallen. Der noch junge Markt f&#252;hrt hier ferner zu einer komplexen Gemengelage und Vielfalt von Modellen wie sie hier nicht weiter diskutiert werden sollen. Eine ausf&#252;hrliche Diskussion findet sich z.B. in <TextLink reference="1"></TextLink> und den dortigen Referenzen oder in <TextLink reference="2"></TextLink>. Zur Problematik des <Mark2>double dipping</Mark2> bei hybriden Zeitschriften finden sich z.B. in <TextLink reference="3"></TextLink> Umfragedaten.</Pgraph><Pgraph>Das Projekt OpenAPC hat in diesem Kontext bereits vor einigen Jahren begonnen, Daten zur Anzahl der Artikel und den damit verbundenen Kosten zu erheben. Bei der Betrachtung wird schnell die enorme Steigerungsrate sowohl in der Anzahl der zu finanzierenden Artikel als auch in den daf&#252;r n&#246;tigen Mitteln deutlich. Zusammen mit der im Kontext einer globalen Transformation des Publikationsmarktes vom Subskriptionsmodell zu Open Accessmodellen zu erwartenden weiteren Steigerung erzwingt dies ein genaues Monitoring. (Bei den Zahlen aus Deutschland ist hier jedoch zu beachten, dass vor allem von Universit&#228;ten auf Grund ihrer internen Verfasstheit in der Regel nur f&#252;r DFG-gef&#246;rderte Publikationsfonds Daten vorliegen, mithin werden die realen Kosten und auch die Zahl der anfallenden Artikel hier auf Grund des Deckelungsbetrags z.T. deutlich untersch&#228;tzt. Eine global validere Auswertung ergeben derzeit z.B. die Daten aus Gro&#223;britannien.)</Pgraph><Pgraph>Gleichzeitig stellt dieser Umbau jenseits des reinen Kostenaspekts sowohl Bibliotheken als auch Autor&#42;innen vor neue Herausforderungen. So l&#228;sst sich ein steigender Beratungsbedarf auf Seiten der Wissenschaftler&#42;innen feststellen. Hier spielten einerseits wieder monet&#228;re Aspekte eine Rolle, werden doch zunehmend Publikationskosten auf Projektebene eingeworben, welche dann auch den zu erwartenden Output decken m&#252;ssen. Dies erfordert Wissen um Anzahl der Publikationen und die mit der Publikation verbundenen Kosten. Gleichzeitig ist ein steigender Beratungsbedarf im Bereich Lizenzen, Embargoperioden oder F&#246;rderbedingungen zu beobachten. Bibliotheken, die Jahrzehnte lang Erfahrung mit Verlagen und den relevanten Prozessen im Lizenzierungsbereich gesammelt haben, bieten sich hier als Dienstleister geradezu an.</Pgraph><Pgraph>Abseits der reinen Kostendimension schafft Open Access jedoch auch zahlreiche neue M&#246;glichkeiten f&#252;r Bibliotheken. Seit Beginn der Open-Access-Bewegung sind Bibliotheken aktiv und betreiben institutionelle oder fachliche Repositorien, deren prim&#228;rer Zweck es ist, die Forschungsergebnisse m&#246;glichst einfach der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der interessierten &#214;ffentlichkeit frei zug&#228;nglich zu machen. Gerade die Erh&#246;hung der Sichtbarkeit und die Vereinfachung des Zugangs zu Forschungsergebnissen sind das prim&#228;re Ziel des Open Access. Schon immer spielt hierbei der Versuch der Optimierung der Indexierung in allgemeinen wie fachlichen Suchmaschinen durch Bereitstellung bibliografischer Daten hoher Qualit&#228;t eine zentrale Rolle. Diese Steigerung der Visibilit&#228;t der eigenen Einrichtung und ihrer Ergebnisse ist hier ein willkommener Nebeneffekt.</Pgraph><Pgraph>Eine Integration von Beratung, Abwicklung, Find- und Verf&#252;gbarmachung der Publikationen in einem m&#246;glichst einfachen Prozess soll dazu dienen, Wissenschaftler&#42;innen von l&#228;stigen und zeitaufw&#228;ndigen Routinearbeiten (zeitnahes Reporting, Profilpflege) und Verwaltungst&#228;tigkeiten zu entlasten. Gesucht ist hierzu ein Werkzeug, das bibliografische Daten hoher Qualit&#228;t mit Finanz- und Rechnungsdaten verkn&#252;pfen und die &#8222;erworbenen&#8220; (freien) Volltexte &#252;ber die eigene Einrichtung mit maximaler Sichtbarkeit und Reichweite verbreiten kann (dies idealerweise ohne zus&#228;tzlichen Arbeitsaufwand) und das gleichzeitig zu einer Verbesserung der Markttransparenz im Publikationsbereich beitragen kann.</Pgraph><Pgraph>Nat&#252;rliche Systeme, die mit (gegebenenfalls geringf&#252;gigen Erg&#228;nzungen) dieser Rolle gerecht werden, sind die an zahlreichen Einrichtungen bereits vorhandenen und etablierten Repositoriensysteme. Vor diesem Hintergrund hat die Universit&#228;tsbibliothek Regensburg eine entsprechende Erweiterung f&#252;r ePrints realisiert. Gleichzeitig wurden im Rahmen von JOIN&#178; entsprechende Funktionen f&#252;r INVENIO implementiert. Gemeinsam ist beiden die direkte Eingabe der anfallenden Kosten auf Ebene der Publikation im Repositorium und die maximale Nutzung aller Funktionalit&#228;ten der Repositorien um die eben skizzierten Ziele zu erreichen.</Pgraph><Pgraph>Im Prozess wird zun&#228;chst gepr&#252;ft, inwieweit ein zentraler Fonds deckungsf&#228;hig ist. An der Universit&#228;t Regensburg wird dieser Fonds zum Teil aus Eigenmitteln, zum Teil aus DFG-Mitteln gebildet (&#8222;DFG Fonds&#8220;). In den JOIN<Superscript>2</Superscript>-Einrichtungen, dabei handelt es sich &#252;berwiegend um au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, werden Mittel aus den Bibliotheksetats und den eingangs erw&#228;hnten Etats zur Deckung von Reprintkosten entsprechend umgeschichtet.</Pgraph><Pgraph>Zur Pr&#252;fung der Deckung &#252;ber einen zentralen Fonds ist ein allgemein akzeptiertes Kriterium die Liste der <Mark2>Corresponding Authors</Mark2>. Stammen diese von der eigenen Einrichtung, hat diese also mithin f&#252;hrend an der Publikation mitgewirkt, kommt der zentrale Fonds in Frage. Der zweite Schritt der Pr&#252;fung betrifft das Publikationsorgan. Eine, den Fonds gemeinsame, Policy schlie&#223;t z.B. die &#220;bernahme von Kosten f&#252;r hybrides Open Access aus. Ggf. wird auch noch ein Deckelungsbetrag f&#252;r den zentralen Fonds angewandt. Diese Pr&#252;fung durch das Fachpersonal der Bibliothek kann auch hilfreich sein, um die Publikation in einem sog.<Mark2> Predatory Journal</Mark2> zu vermeiden.</Pgraph><Pgraph>Ist der zentrale Fonds nicht deckungsf&#228;hig, werden die Wissenschaftler&#42;innen jedoch nicht, weil &#8222;nicht zust&#228;ndig&#8220;, allein gelassen. Alle Einrichtungen bieten als Dienstleistung f&#252;r ihre Wissenschaftler&#42;innen an, die gesamte Verwaltungsarbeit zu erledigen. Praktisch wird dann schlicht auf die Kostenstellen der jeweiligen Institute statt auf die Kostenstelle des Fonds gebucht. Der interne Prozess ist daher weitgehend identisch zu bereits etablierten Prozessen f&#252;r andere Transaktionen, die ebenfalls &#252;ber die Bibliotheken abzuwickeln sind. Betont werden soll hier die Beratungsm&#246;glichkeit, die durch die Bibliothek wahrgenommen wird. Eine Anfrage resultiert hier nicht nur in der Aussage, dass nicht zentral bezahlt wird, sondern auch in einer Begr&#252;ndung warum und ggf. auch dem deutlichen Hinweis auf M&#246;glichkeiten zur kostenfreien Open Access-Publikation auf dem Gr&#252;nen Weg, ggf. unter Einbeziehung der M&#246;glichkeiten, die sich aus F&#246;rderauflagen (maximale Embargofristen etc.) ergeben. Auch bei der f&#252;r viele Wissenschaftler&#42;innen nach wie vor komplexen Thematik geeigneter Lizenzen kann hier eine entsprechende Beratung erfolgen. Betont werden muss, dass es letztlich immer eine Entscheidung der Wissenschaftler&#42;innen ist und bleibt, wie und wo publiziert wird. Erfahrungen zeigen jedoch, dass diese Entscheidungen vermehrt informiert getroffen werden.</Pgraph><Pgraph>Da JOIN<Superscript>2</Superscript>-Repositorien intern auf einem MARC21-Datenmodell aufgebaut sind, kann man sich die Datenhaltung hier bis auf Unterfeldebene analog zum Bucherwerb vorstellen: die notwendigen Daten werden in den entsprechenden MARC-Holdingbl&#246;cken abgelegt. Lediglich die Betr&#228;ge pro Einheit sind deutlich h&#246;her. Die L&#246;sung der UB Regensburg ist analog, jedoch m&#252;ssen in ePrints entsprechende Felder im Datenmodell definiert werden. Dies geschah in einer nachnutzbaren Erweiterung. Die Datenerfassung selbst erfolgt &#252;ber ein Webformular direkt im Repositorium.</Pgraph><Pgraph>An der gleichen Stelle haben auch die Wissenschaftler&#42;innen Zugriff auf die entsprechenden Daten. Hier wird die Ausgabetabelle lediglich von Verwaltungsinformationen entschlackt. JOIN<Superscript>2</Superscript> stellt hier z.B. nur die Kostenart, den Preis, den prozentualen Anteil des Kostenpunkts an der Summe sowie den Status der Bestellung dar. Da Verlage h&#228;ufig erst publizieren, wenn die Rechnungen bezahlt bzw. zumindest angewiesen sind, ist hier insbesondere die Unterscheidung zwischen <Mark2>bestellt</Mark2> und <Mark2>angewiesen</Mark2> f&#252;r die Autor&#42;innen von hoher Bedeutung. Die Erfassung und auch der Ausweis aller Kostenpunkte dient hier ebenfalls dazu, den Autor&#42;innen f&#252;r k&#252;nftige Publikationen Entscheidungskriterien an die Hand zu geben, so dass sie k&#252;nftig das <Mark2>preiswerteste</Mark2> Angebot (also bei zwei<Mark2> gleichwertigen</Mark2> Publikationsorganen das g&#252;nstigere, das nicht zwangsweise immer das billigste ist) w&#228;hlen k&#246;nnen. Der Ausweis der Kosten wird ferner auch im Reporting ben&#246;tigt. So m&#252;ssen z.B. im Rahmen des <Mark2>Continuous Reporting</Mark2> bei europ&#228;ischen Projekten diese Kosten &#252;ber das <Mark2>Participant Portal</Mark2> gemeldet werden und bei lokal eingeworbenen Publikationsmitteln kann so eine &#220;bersicht &#252;ber die Ausgaben geschaffen werden.</Pgraph><Pgraph>Gleichzeitig dient das Repositorium an vielen Einrichtungen auch als Publikationsdatenbank bzw. Hochschulbibliographie. Es ist somit Teil des Wissenschaftsreportings und liefert die Publikationslisten f&#252;r den Internetauftritt der Einrichtung auf den verschiedensten Ebenen (Institute, Projekte, Personen etc.). Dar&#252;ber hinaus ist es institutionelles Repositorium, mithin zentrales Instrument f&#252;r die Open-Access-Aktivit&#228;ten der Einrichtungen. Auf diesem Weg dient ein Eintrag f&#252;r verschiedenste Anforderungen und eine aufw&#228;ndige Mehrfacherfassung &#8211; z.B. in einem FIS, dem Repositorium und f&#252;r die Webseiten, ggf. noch einmal f&#252;r den Bestandsnachweis im Katalog &#8211; entf&#228;llt. Da der Eintrag auf Grund der Verkn&#252;pfung mit der Bezahlung <Mark2>zeitnah</Mark2> zur Publikation erfolgt und das Repositorium als zertifizierte Quelle z.B. von OpenAIRE <TextLink reference="4"></TextLink> abgefragt wird, wird auch hier zeitnah entsprechenden F&#246;rderbedingungen wie in Horizon 2020 <TextLink reference="5"></TextLink> entsprochen. Eine Weitergabe so gemeldeter Publikationen an das schon angesprochene <Mark2>Participant Portal</Mark2> erfolgt automatisch und reduziert den Erfassungsaufwand im Projektb&#252;ro. Allerdings sind hier auf Seiten der EU noch Verbesserungen m&#246;glich, so werden Betr&#228;ge und Embargos bisher noch nicht von OpenAIRE <TextLink reference="4"></TextLink> weitergereicht.</Pgraph><Pgraph>Schlussendlich haben die Universit&#228;tsbibliothek Regensburg, JOIN<Superscript>2</Superscript> und die Universit&#228;tsbibliothek Bielefeld ein gemeinsames Austauschformat f&#252;r die Zahlungsinformationen vorgeschlagen, das es erm&#246;glicht, die Meldung der Daten an OpenAPC zu automatisieren. Dieses Format befindet sich derzeit in der finalen Abstimmung, da hier weitergehende Daten als im bisherigen OpenAPC-Tabellenformat definiert m&#246;glich sein sollen. Dieses Format w&#228;re auch geeignet, z.B. auf EU-Seite die n&#246;tigen Informationen an OpenAIRE <TextLink reference="4"></TextLink> und von dort an das schon erw&#228;hnte <Mark2>Participant Portal</Mark2> weiterzureichen. Der aktuelle Vorschlag f&#252;r dieses XML-basierte Austauschformat enth&#228;lt bereits Felder, um verschiedene Kostenarten jenseits von reinen APCs abzubilden, und kann so als wichtiger Schritt zur Transparenz der <Mark2>Total Costs of Publishing</Mark2> dienen. Zus&#228;tzliche Kosten jenseits der reinen APC treten z.B. auf, wenn Kosten f&#252;r den Umfang anfallen. JOIN<Superscript>2</Superscript> spaltet APC-Kosten auch auf, wenn ein Teil f&#252;r eine bestimmte Lizenz berechnet wird, sich also die Kosten je nach Lizenz unterscheiden.</Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Behandlung von Publikationskosten in einem Repositorium zahlreiche Vorteile bietet, die in anderen Systemen nur schwer erzielt werden k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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