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    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Nutzung und N&#252;tzlichkeit von Informationsressourcen im Praktischen Jahr: Eine Studie an der Medizinischen Fakult&#228;t der Universit&#228;t M&#252;nster</Title>
      <TitleTranslated language="en">Usage and usefulness of information resources during the sub-internship: a study at the medical faculty of the University M&#252;nster</TitleTranslated>
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        <Address>Zweigbibliothek Medizin M&#252;nster, Universit&#228;ts- und Landesbibliothek M&#252;nster, Universit&#228;t M&#252;nster, Albert-Schweitzer-Campus 1, 49149 M&#252;nster, Deutschland<Affiliation>Zweigbibliothek Medizin M&#252;nster, Universit&#228;ts- und Landesbibliothek M&#252;nster, Universit&#228;t M&#252;nster, M&#252;nster, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>obsto&#64;uni-muenster.de</Email>
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          <LastnameHeading>Linsenmaier</LastnameHeading>
          <Firstname>Matthias Klaus</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen, Medizinische Universit&#228;tsklinik, Department f&#252;r Innere Medizin, T&#252;bingen, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical education</Keyword>
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      <Keyword language="de">medizinische Ausbildung</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizinstudent</Keyword>
      <Keyword language="de">Praktisches Jahr</Keyword>
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    <DatePublished>20181221</DatePublished><DateRepublished>20200305</DateRepublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>18</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB Jahrestagung in Oldenburg 2018: Medizinbibliotheken: offen und innovativ aus Tradition</IssueTitle>
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    <ArticleNo>13</ArticleNo>
    <Correction><DateLastCorrection>20200305</DateLastCorrection>Ein VG-WORT-Z&#228;hlpixel wurde hinzugef&#252;gt.</Correction>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>In dieser Studie untersuchte die Zweigbibliothek Medizin der Universit&#228;t M&#252;nster die Nutzung und N&#252;tzlichkeit von acht kostenpflichtigen und sieben kostenfreien Informationsressourcen f&#252;r Studierende im Praktischen Jahr. In der Studie sollte herausgefunden werden, welche dieser 15 Tools die Entscheidungsfindung bei Diagnose und Therapie im Praktischen Jahr (PJ) unterst&#252;tzen. Die Studie lief von Mai 2017 bis April 2018. Sie wurde &#252;ber eine geschlossene Facebook-Gruppe administriert. Die Herausforderung des PJ f&#252;r die Studierenden besteht darin, dass sie zum ersten Mal als &#228;rztliche Mitarbeiter in die Krankenversorgung eingebunden sind. Die Herausforderung des PJ f&#252;r die <TextGroup><PlainText>Bibliothek</PlainText></TextGroup> besteht darin, den Studierenden im PJ als Nutzer und Kunden wahrzunehmen und zu versorgen. Zwei kostenpflichtige Ressourcen erwiesen sich als wirklich n&#252;tzlich im PJ: Amboss, das Lern- und Pr&#252;fungsportal, sowie UpToDate, das Clinical Decision System. Das Eng<TextGroup><PlainText>a</PlainText></TextGroup>gement der Bibliothek f&#252;r PJ-Studierende wurde als n&#252;tzlich und wichtig angesehen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In the study, the Branch Library of Medicine examined use and usefulness of eight fee-based and seven free information resources for students in the last year of their study, the sub-internship or final year medical education (&#8220;Praktisches Jahr&#8221;). The aim of the study was to find out which of these 15 tools support decision making in diagnosis and therapy. The study ran from May 2017 to April 2018 and was administered via a closed Facebook group. The &#8220;Praktisches Jahr&#8221; (PJ) represents a turning point because as a member of the medical team the student is deeply involved in health care for the first time. The challenge for the library is how to supply the PJ students with handy resources. Ttwo fee-based resources were especially useful for the PJ students: the learning and examination portal Amboss and UpToDate, the widely used clinical decision system. The library&#8217;s commitment to sub-interns was seen as useful and important.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><SubHeadline>Bibliotheken </SubHeadline><Pgraph>Medizinbibliotheken kennen die Studierenden, die sie sehen. Die Studierenden, die in die Bibliothek kommen, werden versorgt: Die Erstsemester, die alle Lehrb&#252;cher ausleihen. Die Physikumslerner, die Millionen Fragen in Amboss oder examen online ankreuzen. Die Doktoranden, die vor PubMed und Zitierweisen verzweifeln. Nach dem 2. Staatsexamen wird es ruhig. Die Studierenden r&#228;umen ihr Schlie&#223;fach und gehen f&#252;r das Praktische Jahr (PJ) in die Klinik. Die Bibliothek sieht sie nicht mehr. Die Studierenden, die man nicht sieht, werden nicht versorgt. Diese Klientel gilt es wieder in den Blick zu r&#252;cken. Auch deshalb wurde diese Studie durchgef&#252;hrt. K&#246;nnen Bibliotheks-vermittelte Informationsressourcen f&#252;r Medizinstudierende im PJ n&#252;tzlich sein&#63; </Pgraph><SubHeadline>Praktisches Jahr (PJ)</SubHeadline><Pgraph>Das PJ ist ein 12-monatiger Abschnitt nach dem <TextGroup><PlainText>2. S</PlainText></TextGroup>taatsexamen, der aus drei Fachtertialen besteht <TextGroup><PlainText>(Innere</PlainText></TextGroup>, Chirurgie, Wahlfach). Er stellt eine Z&#228;sur in der medizinischen Ausbildung dar, da der Studierende hier zum ersten Mal als &#228;rztlicher, wenn auch nicht approbierter Mitarbeiter in die Krankenversorgung eingebunden ist (siehe auch: Anmerkung). Die Ein&#252;bung praktischer F&#228;higkeiten kann im Pflegepraktikum, in der Famulatur oder in anderen Settings (Studienhospital) simuliert werden, im PJ wird aber aus Simulation Ernst. Ob man jetzt nur als &#8222;Aufnahmeknecht&#8220; oder als vollwertiger Hilfsarzt eingesetzt wird <TextLink reference="1"></TextLink>, viele Studierende f&#252;hlen sich durch diese &#8222;letzte Wasserscheide zwischen einem oftmals im &#220;berma&#223; theoretisierten Medizinstudium und der Arbeit als Assistenzarzt&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink> &#252;berfordert <TextLink reference="3"></TextLink>. Sie sind durch das Studium nicht richtig auf das PJ vorbereitet und haben gro&#223;e Wissensl&#252;cken <TextLink reference="4"></TextLink>. Die Kluft zwischen F&#228;higkeiten und Aufgaben f&#252;hrt bei ihnen zu zahlreichen Fragen, die aber nicht alle beantwortet werden <TextLink reference="5"></TextLink>. Diese Situation birgt die Gefahr einer schlechteren medizinischen Versorgung der Patienten in den Anfangsmonaten des PJ. Eine solche Verschlechterung ist in US-amerikanischen Krankenh&#228;usern bekannt. Sie wird nach dem Anfangsmonat des Internship als Juli-Effekt bezeichnet <TextLink reference="6"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methode">
      <MainHeadline>Methode</MainHeadline><SubHeadline>Setting</SubHeadline><Pgraph>In der Studie stellte die Zweigbibliothek 12 Medizinstudierenden im Praktischen Jahr (PJler) acht kostenpflichtige Ressourcen f&#252;r das PJ zur Verf&#252;gung. Des Weiteren wurde die Nutzung von sieben allgemein zug&#228;nglichen, kostenfreien Ressourcen untersucht, die &#252;blicherweise bei der medizinischen Entscheidungsfindung ebenfalls benutzt werden. In der Studie sollte herausgefunden werden, welche Programme die Entscheidungsfindung bei Diagnose und Therapie im PJ besonders gut unterst&#252;tzen. Das PJ &#8211; und die Studie &#8211; startete nach dem <TextGroup><PlainText>2. Staats</PlainText></TextGroup>examen, am <TextGroup><PlainText>15. Mai 2017</PlainText></TextGroup>, und endete am <TextGroup><PlainText>13. April 2018</PlainText></TextGroup>, vor dem <TextGroup><PlainText>3. Staats</PlainText></TextGroup>examen. </Pgraph><SubHeadline>Informationsressourcen</SubHeadline><Pgraph>Von den acht kostenpflichtigen Ressourcen waren vier extra f&#252;r die Studie von der Bibliothek lizenziert worden (AnamneseGuide, Diagnosaurus DDx, Isabel DDx, Medizinwelten). Die restlichen vier Tools waren ebenfalls nicht frei zug&#228;nglich, geh&#246;rten aber zum Standardportfolio der Bibliothek (Amboss, medStandards, UpToDate, VisualDx). Eine genaue Beschreibung dieser Ressourcen finden Sie im Anhang 1 <AttachmentLink attachmentNo="1"/>. Die Thieme eRef geh&#246;rte nicht zum Testangebot, da zum damaligen Zeitpunkt nur allgemeine Studienliteratur sowie die Fachgebiete An&#228;sthesie und Zahnmedizin lizenziert waren. Die parallel untersuchten, kostenfreien Ressourcen waren standardisierte Anleitungen der Klinik, Arzneimittelverzeichnisse, Google, Kollegen, Leitlinien, PubMed und Wikipedia.</Pgraph><SubHeadline>Teilnehmer</SubHeadline><Pgraph>Die 12 Studienteilnehmer rekrutierten sich aus dem Pasteur-Semester der Medizinischen Fakult&#228;t der WWU M&#252;nster. F&#252;nf Teilnehmer waren weiblich, sieben m&#228;nnlich. Drei besa&#223;en ein Android-Smartphone, acht ein iPhone. Zehn hatten zudem einen Tablet-Computer, davon einer ein Windows- und zwei ein Android-Tablet, sechs iPads und einmal ohne Angaben. Die Wahlpflichtf&#228;cher der Teilnehmer waren Allgemeinmedizin, An&#228;sthesiologie, Augenheilkunde, Dermatologie, Neurologie (2x), Orthop&#228;die, P&#228;diatrie (4x) und Neurochirurgie. Die PJler suchten sich haupts&#228;chlich Krankenh&#228;user in der Umgebung oder welche, die sie bereits kannten, wie das Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster oder andere Kliniken aus M&#252;nster wie das Clemenshospital, die Raphaelsklinik oder eine allgemeinmedizinische Praxis. Oft wurden auch heimatnahe Kliniken der St&#228;dte Bielefeld, Coesfeld, D&#252;lmen, Essen, G&#252;tersloh, Hagen, K&#246;ln, Konstanz, Leverkusen, Lingen, Steinfurt, Unna und Warendorf ausgew&#228;hlt (<TextGroup><PlainText>Abbildung 1 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). Vier PJler nutzten die Gelegenheit, um ins Ausland zu gehen (das ist in Absprache mit einer Heimatklinik in jedem Tertial f&#252;r 8 Wochen m&#246;glich), hier waren die Orte der Wahl: Barcelona, La Reunion, Neufundland (2x) und Z&#252;rich.</Pgraph><Pgraph>Die Studie wurde &#252;ber eine geschlossene Facebook-Gruppe administriert und mit zwei Online-Umfragen zu Beginn (Anhang 2 <AttachmentLink attachmentNo="2"/>) und Ende (Anhang 3 <AttachmentLink attachmentNo="3"/>) sowie standardisierten Interviews (Anhang 4 <AttachmentLink attachmentNo="4"/>) w&#228;hrend des Projekts evaluiert.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse f&#252;r kostenpflichtige Ressourcen">
      <MainHeadline>Ergebnisse f&#252;r kostenpflichtige Ressourcen</MainHeadline><SubHeadline>Nutzung</SubHeadline><Pgraph>Vor und nach dem PJ wurden die Teilnehmer der Studie danach gefragt, wie stark sie die acht kostenpflichtigen Ressourcen genutzt haben. Die Nutzung konnte auf einer Viererskala angegeben werden: &#246;fters benutzt &#8211; seltener benutzt &#8211; nicht benutzt &#8211; nicht bekannt. In Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/> wurde die &#8222;&#246;fters&#8220;-Nutzung dargestellt. Amboss wurde vor dem PJ von 92&#37; aller Teilnehmer &#246;fters benutzt, nachher sogar von 100&#37;. UpToDate konnte seine Nutzungsrate im Verlaufe der Studie von 17&#37; auf 67&#37; steigern. Alle anderen Ressourcen wurden von keinem Teilnehmer vor dem PJ &#246;fters benutzt, hinterher nur von jeweils einem (sieben bis neun Teilnehmer benutzten allerdings die &#252;brigen Ressourcen hin und wieder, mit Ausnahme von Diagnosaurus DDx). </Pgraph><SubHeadline>Zufriedenheit </SubHeadline><Pgraph>Die Teilnehmer konnten auf einer f&#252;nfteiligen Skala (sehr zufrieden, zufrieden, teils&#47;teils, unzufrieden, sehr unzufrieden) angeben, wie zufrieden sie mit den Ressourcen gewesen waren. Als Ma&#223; der Zufriedenheit wurden dann die Werte f&#252;r sehr zufrieden und zufrieden zusammengez&#228;hlt. Zu 100&#37; zufrieden bzw. sehr zufrieden nach dem PJ waren die Teilnehmer nur mit Amboss und UpToDate. VisualDx, Medizinwelten und medStandards folgten mit 63&#37; resp. 56&#37; auf den weiteren Pl&#228;tzen. Die &#252;brigen Bibliotheks-Ressourcen Isabel DDx, Diagnosaurus DDx und AnamneseGuide landeten mit einer Zufriedenheit von 25&#37; bis 33&#37; deutlich abgeschlagen auf den hinteren Pl&#228;tzen (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Die Entwicklung der Zufriedenheit mit den Ressourcen AnamneseGuide, Diagnosaurus DDx, Isabel DDx, Medizinwelten und VisualDx ist allerdings mit Vorsicht zu interpretieren, da sie vor dem PJ kaum bekannt gewesen waren. Die Zufriedenheitsquoten nach dem PJ waren mit 25&#37; bis 63&#37; also durchweg ein Erfolg, sowohl f&#252;r die Studie als auch f&#252;r die Programme. Die gro&#223;e Ausnahme war medStandards, das vor der Studie von zwei Teilnehmern benutzt und mit zufrieden bewertet wurde (&#61;100&#37; Zufriedenheit), nach dem PJ allerdings fast eine Halbierung der Zufriedenheitsquote (auf 56&#37;) erleben musste. Schaut man sich die Daten allerdings genauer an, hatten nach dem PJ neun Studierende das Programm genutzt, also ausprobieren k&#246;nnen, von denen wiederum vier sehr zufrieden waren (vorher: 0) und einer zufrieden (vorher: 2). Weitere vier waren weder zufrieden noch unzufrieden.</Pgraph><SubHeadline>Nutzung versus Zufriedenheit </SubHeadline><Pgraph>Tr&#228;gt man die Nutzung der einzelnen Ressourcen gegen deren Zufriedenheit auf, erh&#228;lt man ein so genanntes &#8222;Aktions-Portfolio&#8220;, das es erm&#246;glicht, die Ressourcen in vier Gruppen zu unterscheiden und diesen bestimmte Aktionen zuzuordnen (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>): Diejenigen Ressourcen, die eine hohe Nutzung aber eine niedrige Zufriedenheit verzeichnen (Rechteck rechts unten), sind kritisch zu hinterfragen. Diejenigen mit niedriger Nutzung und niedriger Zufriedenheit (Rechteck links unten) sind sofort abzubestellen, w&#228;hrend die Ressourcen mit hoher Nutzung und hoher Zufriedenheit (Rechteck rechts oben) nicht nur langfristig weiter zu lizenzieren sind, sondern noch weiter beworben werden sollten. Ressourcen mit niedriger Nutzung aber hoher Zufriedenheit (Rechteck links oben) sind ebenfalls st&#228;rker zu bewerben.</Pgraph><Pgraph>Mit Amboss und UpToDate geh&#246;rten zwei Ressourcen unzweifelhaft zu den so genannten &#8222;Cash Cows&#8220; im Quadranten rechts oben. Sie wiesen 100&#37; Zufriedenheit auf bei 100&#37; resp. 67&#37; Nutzung und werden auf jeden Fall weiter lizenziert und beworben. Medizinwelten, medStandards und VisualDx zeichneten sich dagegen durch eine niedrige Nutzung bei hoher Zufriedenheit aus &#8211; sie geh&#246;rten also zu den Ressourcen mit Potential und sollten weiter beworben werden.</Pgraph><Pgraph>Die Ressourcen AnamneseGuide, Diagnosaurus DDx und Isabel DDx fielen mit geringer Nutzung und Zufriedenheit in den Quadranten links unten, waren also ohne Potential und sofort abzubestellen. Diese drei Programme sind Diagnosefinder, d.h. nach Eingabe von Symptomen werden m&#246;gliche Diagnosen genannt. Dies funktionierte &#8211; wie in den Interviews berichtet wurde &#8211; nicht zuverl&#228;ssig und wurde als nicht hilfreich erlebt. Im Fall von Diagnosaurus DDx und Isabel DDx f&#252;hrte u.a. die Notwendigkeit, Symptome englisch einzugeben, zu schlechteren Diagnosetreffern. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse f&#252;r kostenfreie Ressourcen">
      <MainHeadline>Ergebnisse f&#252;r kostenfreie Ressourcen</MainHeadline><SubHeadline>Nutzung </SubHeadline><Pgraph>Die Teilnehmer wurden nach ihrer Nutzung von sieben allgemein zug&#228;nglichen, kostenfreien Ressourcen gefragt. Nutzung und Bekanntheitsgrad der Ressourcen konnten auf einer Viererskala angegeben werden (&#246;fters &#8211; sel<TextGroup><PlainText>tener &#8211;</PlainText></TextGroup> nicht benutzt &#8211; nicht bekannt). In <TextGroup><PlainText>Abbildung 5 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/> wird die &#8222;&#246;fters&#8220;-Nutzung dargestellt. Die h&#246;chste absolute Nutzung nach dem PJ hatten Google und Kollegen (je 92&#37;), gefolgt von Leitlinien, die von drei Viertel der Teilnehmer &#246;fters benutzt worden waren (75&#37;). PubMed, Anleitungen der Klinik und Arzneimittelverzeichnisse wurden nur von etwa der H&#228;lfte (58&#37; bzw. 50&#37;) &#246;fters benutzt. Auf den ersten Blick erstaunt es, dass die klinikinternen und evidenz-basierten Quellen weniger oft genutzt wurden als Google. Eine naheliegende Erkl&#228;rung lautet, dass es nicht f&#252;r jede Fragestellung Leitlinien oder klinikinterne Anleitungen gab, und so dann trotzdem wieder gegoogelt werden musste. Dies muss laut Kim aber nicht automatisch zu schlechteren Antworten f&#252;hren <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die Nutzung aller Ressourcen &#8211; mit Ausnahme von Wikipedia &#8211; war im PJ h&#246;her als vorher. Am meisten legten Leitlinien (&#43;42 Prozentpunkte), PubMed (&#43;33 Prozentpunkte) und Anleitungen der Klinik (&#43;33 Prozentpunkte) zu, gefolgt von den Kollegen (&#43;25 Prozentpunkte), Google und Arzneimittelverzeichnissen (je &#43;17 Prozentpunkte).</Pgraph><Pgraph>In der Synopsis mit den kostenpflichtigen Ressourcen belegte Amboss den 1. Platz bei der Nutzung, gefolgt von Google, Kollegen und Leitlinien. Danach kam mit UpToDate die zweite kostenpflichtige Ressource auf den 5. Platz. Auf die Pl&#228;tze 6 bis 9 kamen mit PubMed, Klinikanleitungen, Arzneimittelverzeichnissen und Wikipedia vier kostenfreie Ressourcen. Die letzten sechs Pl&#228;tze belegten die &#252;brigen kostenpflichtigen Ressourcen.</Pgraph><SubHeadline>Zufriedenheit </SubHeadline><Pgraph>Die Teilnehmer konnten auf einer f&#252;nfteiligen Skala (sehr zufrieden, zufrieden, teils&#47;teils, unzufrieden, sehr unzufrieden) angeben, wie zufrieden sie mit den kostenfreien Ressourcen gewesen waren. Als Ma&#223; der Zufriedenheit wurden dann die Werte f&#252;r sehr zufrieden und zufrieden zusammengez&#228;hlt (Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>). Nach dem PJ waren die Teilnehmer am zufriedensten mit Kollegen und Leitlini<TextGroup><PlainText>en &#8211;</PlainText></TextGroup> nur jeweils ein Antwortender war nicht zufrieden mit einer dieser beiden Ressourcen. Mit PubMed, Klinikanleitungen und Arzneimittelverzeichnissen waren die PJler nur unwesentlich unzufriedener &#8211; 80&#37; bis 83&#37; lautete hier die Zustimmungsquote. Google fiel gegen&#252;ber diesen Ressourcen mit 58&#37; deutlich ab, Wikipedia erlebte mit nur 33&#37; Zufriedenheit gar ein kleines Debakel.</Pgraph><Pgraph>Bei allen Ressourcen stieg die Zufriedenheit im Verlauf des PJ eher an, als dass sie sank, nur bei den Arzneimit<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>elverzeichnissen blieb sie auf demselben Wert. Am deutlichsten stieg die Zufriedenheit w&#228;hrend des PJ mit PubMed (&#43;38 Prozentpunkte), Klinikanleitungen <TextGroup><PlainText>(&#43;20 Pro</PlainText></TextGroup>zentpunkte) und Google (&#43;16 Prozentpunkte). Selbst das selten genutzte Wikipedia legte zu, wenn auch nur um 8 Prozentpunkte.</Pgraph><Pgraph>In der Synopsis mit den kostenpflichtigen Ressourcen belegen Amboss und UpToDate den 1. Platz bei der Zufriedenheit, gefolgt von Kollegen, Leitlinien, PubMed, Klinikanleitungen und Arzneimittelverzeichnissen. Mit VisualDx und Medizinwelten folgten zwei kostenpflichtige Ressourcen auf den Pl&#228;tzen 8 und 9. Google kam knapp vor den medStandards ins Ziel. Wikipedia und Isabel DDx folgten mit je 33&#37; vor Diagnosaurus DDx und AnamneseGuide.</Pgraph><SubHeadline>Nutzung versus Zufriedenheit </SubHeadline><Pgraph>Tr&#228;gt man die Nutzung der einzelnen kostenfreien Ressourcen gegen deren Zufriedenheit auf, erh&#228;lt man wieder ein Aktions-Portfolio. Mit Kollegen, Leitlinien (und mit Einschr&#228;nkungen auch) PubMed, Anleitungen der Klinik und Google geh&#246;rte die gro&#223;e Mehrzahl der kostenfreien Ressourcen zu den so genannten &#8222;Cash Cows&#8220; im Quadranten rechts oben (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>). Alle f&#252;nf Ressourcen wiesen eine hohe Nutzung bei gleichzeitig hoher Zufriedenheit auf und werden auf jeden Fall weiter von der Bibliothek beworben werden. Arzneimittelverzeichnisse geh&#246;rten eigentlich auch zu dieser &#8222;Gruppe der Hilfreichen&#8220;, m&#252;ssten aber noch besser vermarktet werden. Die einzige Ressource, die im PJ nicht wirklich hilfreich erschien, war Wikipedia.</Pgraph><SubHeadline>Weitere Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Auf die offene Frage &#8222;Welche der Ressourcen w&#252;rden Sie weiterempfehlen&#63;&#8220; empfahlen 11 der 12 Teilnehmer uneingeschr&#228;nkt Amboss. Drei empfahlen UpToDate, einer mit der Einschr&#228;nkung, dass der Umfang einen manchmal erschlagen w&#252;rde. Diagnosaurus, medStandards, Leitlinien und Kollegen wurden je zweimal empfohlen sowie einmal der ifap-Arzneimittelindex.</Pgraph><SubHeadline>Gr&#252;nde f&#252;r die Amboss-Nutzung</SubHeadline><Pgraph>10 der 12 PJler gaben an Amboss zu nutzen, weil es &#252;bersichtlich und unkompliziert zu nutzen sei. Durch die Vorbereitung auf das 2. Staatsexamen, die fast jeder mit Amboss durchgef&#252;hrt hatte, war das Programm noch frisch im Ged&#228;chtnis. Nicht weniger als sieben Teilnehmer gaben explizit an, wie hilfreich es war, dass sie das Programm schon gut kannten. Wird das PJ im Ausland absolviert, kann die englische Version von Amboss benutzt werden.</Pgraph><SubHeadline>Gr&#252;nde f&#252;r die UpToDate-Nutzung</SubHeadline><Pgraph>8 der 12 PJler nutzten UpToDate, weil es umfangreich, gut recherchiert und aktuell ist. Die Verbindung zu aktuellster Fachliteratur aus PubMed und Leitlinien wurden hervorgehoben. Des Weiteren wurden die ausf&#252;hrlichen Differentialdiagnosen und konkreten Handlungsanweisungen genannt.</Pgraph><SubHeadline>Erfolgserlebnisse </SubHeadline><Pgraph><Mark2>&#8222;&#8230; besonders erfreulich war, wenn es mithilfe der zur Verf&#252;gung gestellten Ressourcen gelang, auch schwierige Diagnosen, wie etwa eine kutane Leishmaniose zu stellen.&#8220;</Mark2></Pgraph><Pgraph><Mark2>&#8222;&#8230; eine Freundin kontaktierte mich aus Brasilien, da sie unter okul&#228;rer Toxoplasmose litt. Dank UpToDate konnte ich ihr unmittelbar konkrete Ratschl&#228;ge erteilen, obwohl ich im Studium nur marginal mit dieser Erkrankung in Ber&#252;hrung kam.&#8220; </Mark2></Pgraph><Pgraph><Mark2>&#8222;&#8230; es ist h&#228;ufiger vorgekommen, dass ich noch kurz vor einer OP oder Visite Fakten mit den Apps flott nachlesen konnte und dann Ober&#228;rzte und Chefs mit meinem Wissen beeindruckt habe.&#8220;</Mark2></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Erst durch die Studie hatten die Teilnehmer die M&#246;glichkeit, zahlreiche der angebotenen Ressourcen &#252;berhaupt kennen zu lernen und auszuprobieren, was sich auch in der Nutzung niederschlug. W&#228;hrend vor dem PJ nur Amboss und UpToDate von mehr als jedem Sechsten benutzt wurden, kamen auch zuvor unbekannte Ressourcen wie Isabel DDx oder Diagnosaurus DDx nach dem PJ auf die doppelte oder h&#246;here Nutzung. Dabei wurden ausnahmslos alle kostenpflichtigen Ressourcen w&#228;hrend des PJ von mehr Teilnehmern benutzt als vor dem PJ. Das PJ &#228;nderte die Einstellung der Studierenden zu den Informationsressourcen in erheblichem Masse: So erlebte z.B. PubMed einen Beliebtheitszuwachs um 84&#37;, was von einem Teilnehmer wie folgt begr&#252;ndet wurde: &#8222;Mit PubMed muss man eben etwas arbeiten, daf&#252;r kann man aber eine sehr gro&#223;e Bandbreite an verschiedenen Informationen zum selben Thema bekommen. Zum Vergleichen gut, und wenn man z.B. zu einem Thema den aktuellen Wissensstand haben m&#246;chte.&#8220;</Pgraph><Pgraph>B&#252;cher wie Klinikleitf&#228;den (via Medizinwelten) oder Expertensysteme f&#252;r die Differentialdiagnose wie Diagnosaurus DDx oder das viel gelobte Isabel DDx wurden als nicht hilfreich erlebt und dementsprechend selten benutzt. Chong <TextLink reference="8"></TextLink> stellte bei australischen Interns ebenfalls eine schlechte Nutzung traditioneller Ressourcen fest, dage<TextGroup><PlainText>gen &#8211;</PlainText></TextGroup> im Einklang mit den vorliegenden Ergebnis<TextGroup><PlainText>sen &#8211;</PlainText></TextGroup> eine mittlere bis gute Nutzung von PubMed und Wikipedia sowie eine hohe Nutzung von UpToDate. </Pgraph><Pgraph>Regelm&#228;&#223;ig benutzt wurden in dieser Studie lediglich Amboss, das Lern- und Pr&#252;fungsportal Amboss des <TextGroup><PlainText>Start</PlainText></TextGroup>up Miamed, und UpToDate, das marktbeherrschende Clinical Decision System von Wolters Kluwer. Lediglich von diesen beiden kann man sagen, dass sie bei den PJlern Aufnahme fanden in ihren Workflow, in die Liste der Informationssysteme, die sie regelm&#228;&#223;ig nutzten. Dies best&#228;tigte sich auch in den weiteren Fragen und in den Interviews. </Pgraph><Pgraph>Die Hintergrundinformationen aus den Interviews zeigten auf, dass im PJ-Alltag oft die Schnelligkeit einer Informationsquelle ausschlaggebend ist, wie dies auch von Haus&#228;rzten und Residents bekannt ist <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink>. Nach Sackett und Strauss <TextLink reference="11"></TextLink> m&#252;ssen &#8211; z.B. auf Visiten &#8211; Informationen innerhalb von 30 Sekunden verf&#252;gbar sein, um n&#252;tzlich zu sein. Amboss erf&#252;llt diese Bedingungen. Es ist &#252;bersichtlich aufgebaut, die Information gut geb&#252;ndelt und strukturiert, so dass die ben&#246;tigten Informationen sehr schnell, d.h. in deutlich unter einer halben Minute, gefunden werden k&#246;nnen. Die gro&#223;e Erfahrung im Umgang mit Amboss macht die Suche zudem leicht, intuitiv, einfach. Ein von den Teilnehmern mehrfach genanntes Anwendungsszenario: In der Notaufnahme wird die Amboss-App aufgerufen und das Smartphone neben dem Stationsrechner platziert. W&#228;hrend des Ausf&#252;llens der Patientenakte kann so unauff&#228;llig in Amboss recherchiert werden, was bei m&#246;glichen Diagnosen zu beachten ist und welche weiteren Labortests und Untersuchungen in der Folge angezeigt sind. </Pgraph><Pgraph>UpToDate stellte die zweitbeste kostenpflichtige Ressource dar. Es wurde gerne bei spezielleren Fragestellungen zu Rate gezogen, oft auch am Feierabend. Im Vergleich zu Amboss lieferte es konkretere und detaillierte Handlungsanweisungen f&#252;r die klinische T&#228;tigkeit, und wurde als bestens recherchierte, evidenz-basierte Zusammenstellung medizinischen Wissens gesch&#228;tzt, Verweise zur Prim&#228;rliteratur inklusive.</Pgraph><Pgraph>Hierzu ein Zitat aus einem Interview: <Mark2>&#8222;Meine Top-Apps: Amboss als Basis, UpToDate als Vertiefung und Arzneimittel aktuell f&#252;r Medikamente. Insgesamt eine super Sache. Es geht mit der Zeit, fast jeder Assistenzarzt und auch Oberarzt nutzt sein Smartphone. Man sollte bereits im Studium versuchen sich &#8218;seine&#8216; 2&#8211;3 Apps anzueignen, dass kann den Klinikalltag enorm erleichtern.&#8220;</Mark2></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Res&#252;mee">
      <MainHeadline>Res&#252;mee</MainHeadline><Pgraph>In dieser Studie wurde gezeigt, dass Bibliotheks-vermittelte Informationsressourcen f&#252;r Medizinstudierende im PJ &#252;beraus n&#252;tzlich sein k&#246;nnen. Mit der Zurverf&#252;gungstellung (insbesondere von zwei) dieser Programme wirkt die Bibliothek &#252;beraus positiv in das PJ hinein &#8211; auch wenn ihr das nicht immer bewusst ist. Diese Klientel kann mit einfachen Mitteln &#8211; z.B. der st&#228;rkeren Bewerbung der lizenzierten Tools &#8211; noch besser versorgt werden. Als Konsequenz wird die Bibliothek allen zuk&#252;nftigen PJlern Amboss und UpToDate zur Verf&#252;gung stellen und eine Zusammenstellung bew&#228;hrter PJ-Ressourcen inklusive Arzneimittelverzeichnis erarbeiten. </Pgraph><Pgraph>Beim PJ geht es aber nicht alleine um Fachwissen. Aus den Umfragen und Interviews wird deutlich, dass das PJ sehr stark durch den &#220;bergang vom reinen Lernen und Aufnehmen zum Anwenden und zum N&#252;tzlich sein gekennzeichnet ist. Damit ist ein &#220;bergang von Ressourcen zur reinen Wissensaneignung (Lehrbuch) zu Ressourcen der Wissensverwaltung (Portal mit Lehrbuchwissen plus X) verbunden, die einen schnellen und &#252;bersichtlichen Zugriff auf nie Gelerntes oder schon Vergessenes erm&#246;glichen. Neben diesem rein kognitiven Wissen ist es im PJ mindestens genauso wichtig, sich dem Workflow der Station oder der Ambulanz anzupassen, seinen Platz im medizinischen Team zu finden und die &#252;bertragenen Aufgaben effizient zu erledigen &#8211; mit anderen Worten: <Mark2>n&#252;tzlich zu sein</Mark2>. Dazu werden neben dem reinen Wissen zum einen &#8222;Soft Skills&#8220; ben&#246;tigt, wie Kommunikation, Selbstorganisation und Zeitplanung sowie &#8222;Hard Skills&#8220;, wie Blutabnahme, Infusionen legen, Anamnese erheben, Diagnosen stellen und Visiten bereichern. Genau deshalb sind die anleitenden Assistenz- und Ober&#228;rzte f&#252;r jeden PJler mindestens genauso wichtig wie Amboss oder UpToDate, weil sie diese Kombination aus Wissen, Soft und Hard Skills im Idealfall idealtypisch verk&#246;rpern. In den Interviews wurde immer wieder betont, dass ein hilfsbereiter Arztkollege Gold wert war und den Unterschied zwischen einem lehrreichen und einem unbefriedigenden PJ ausmachte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><Pgraph>Im angloamerikanischen Raum gibt es kein PJ. Dort gibt es sub-internship, internship und residency. PJler k&#246;nnen am ehesten mit sub-interns verglichen werden, da interns und residents bereits die Approbation besitzen. Die zitierte, englischsprachige Literatur bezieht sich haupts&#228;chlich auf Studien &#252;ber interns und residents.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Interessenkonflikte">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Karte der Orte, in denen das PJ abgeleistet wurde</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: &#214;fters benutzte Bibliotheks-Ressourcen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Zufriedenheit mit Bibliotheks-Ressourcen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Portfolio Nutzung vs. Zufriedenheit &#8211; kostenpflichtige Ressourcen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: &#214;fters benutzte kostenfreie Ressourcen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Zufriedenheit mit kostenfreien Ressourcen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Portfolio Nutzung vs. Zufriedenheit &#8211; kostenfreie Ressourcen</Mark1></Pgraph></Caption>
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