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    <ArticleType>Tagungsbericht</ArticleType>
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      <Title language="de">&#8222;Medizinbibliotheken:  inter:disziplin&#228;r &#8211; inter:national &#8211; inter:aktiv&#8220;. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) e.V. vom 25. bis 27. September 2017 in Wien</Title>
      <TitleTranslated language="en">&#8220;Medical Libraries: inter:disciplinary &#8211; inter:national &#8211; inter:active&#8221;. Annual Meeting of the German Medical Library Association (AGMB), September 25 to 27, 2017 in Vienna</TitleTranslated>
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        <Address>Bibliotheks- und Informationssystem der Carl von Ossietzky Universit&#228;t Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, 26015 Oldenburg, Deutschland, Tel.: &#43;49(0)441 798-4610, Fax: &#43;49(0)441 798-4040<Affiliation>Bibliotheks- und Informationssystem der Carl von Ossietzky Universit&#228;t Oldenburg, Deutschland</Affiliation><WebPage>http:&#47;&#47;www.bis.uni-oldenburg.de</WebPage></Address>
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      <Keyword language="en">German Medical Library Association</Keyword>
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      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in Wien 2017</SectionHeading>
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    <DatePublished>20171220</DatePublished></DatePublishedList>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>17</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB Jahrestagung in Wien 2017: Medizinbibliotheken: inter:disziplin&#228;r - inter:national - inter:aktiv</IssueTitle>
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    <ArticleNo>22</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die j&#228;hrliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) fand in der Zeit vom 25. bis 27. September 2017 in Wien statt, ausgerichtet von der Bibliothek der Veterin&#228;rmedizinischen Universit&#228;t Wien. Die Tagung stand unter dem Motto &#8222;Medizinbibliotheken: inter:disziplin&#228;r &#8211; inter:national &#8211; inter:aktiv&#8220;. Der Tagungsbericht gibt einen &#220;berblick &#252;ber die drei Veranstaltungstage. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The annual meeting of the German Medical Library Association (AGMB) took place in Vienna, Austria, from September 25 to 27, 2017. The library of the University of Veterinary Medicine, Vienna organized and co-hosted the event under the motto &#8220;Medical libraries: inter:disciplinary &#8211; inter:national &#8211; inter:active&#8221;. This article provides a summary of the three-day conference program.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Montag, 25.9.2017">
      <MainHeadline>Montag, 25.9.2017</MainHeadline><SubHeadline>Er&#246;ffnung der Tagung</SubHeadline><Pgraph>Am Montag er&#246;ffnete Dr. Iris Reimann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB), die diesj&#228;hrige Tagung im Festsaal der Veterin&#228;rmedizinischen Universit&#228;t Wien. </Pgraph><Pgraph>Prof. Dr. Petra Winter, Rektorin der Veterin&#228;rmedizinischen Universit&#228;t Wien, begr&#252;&#223;te die Anwesenden und zeigte sich sehr erfreut &#252;ber die Ausrichtung der Tagung. In ihrem Gru&#223;wort bot sie einen &#220;berblick &#252;ber den Aufbau des Studiums und die Forschungsschwerpunkte der Universit&#228;t.   </Pgraph><Pgraph>Ministerialrat Dr. Peter Seitz vom Bundesministerium f&#252;r Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in &#214;sterreich betonte die zentrale Bedeutung tragf&#228;higer Netzwerke im universit&#228;ren Kontext. Mit Blick auf das &#246;sterreichische Bibliothekswesen &#228;u&#223;erte er sich sehr wohlwollend &#252;ber das bislang Erreichte, so z.B. den ALMA-Verbund oder das Open Access Network (OANA) und machte auf die zuk&#252;nftige Herausforderung der Schaffung der European Open Science Cloud aufmerksam. </Pgraph><Pgraph>Im lokalen Beitrag &#8222;Die Universit&#228;tsbibliothek der Veterin&#228;rmedizinischen Universit&#228;t Wien: Mensch und Tier verpflichtet&#33;&#8220; berichteten David Frank, stellvertretender Leiter der Bibliothek, und Claudia Hausberger, Leiterin der Bibliothek, &#252;ber die Besonderheiten ihrer Einrichtung, &#252;ber Kooperationen und Serviceleistungen f&#252;r Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. </Pgraph><Pgraph>Von besonderem Interesse am ersten Tagungstag war der Festvortrag von Prof. Dr. Herwig Grimm, der dem Thema &#8222;Ethik in Versuchslabor, Stall und Wohnung: Eine Diagnose moralischer Widerspr&#252;chlichkeiten&#63;&#8220; gewidmet war. </Pgraph><Pgraph>Ausgangspunkt seiner Darlegungen waren die Fragen &#8222;Woher r&#252;hrt es, dass die Einstellungen gegen&#252;ber den Tieren unterschiedlich sind&#63;&#8220; und &#8222;Was d&#252;rfen wir gegen&#252;ber dem Tier&#63;&#8220; Um Antworten auf diese Fragen zu finden, deckte Grimm die moralethischen Voraussetzungen f&#252;r das widerspr&#252;chliche Verh&#228;ltnis auf. Widerspr&#252;chlich deshalb, weil die Einstellungen zu den sogenannten Nutztieren und Versuchstieren auf der einen und die zu den Haustieren auf der anderen Seite so unterschiedlich sind. Er kritisierte den versteckten Anthropozentrismus, der dem Verh&#228;ltnis zwischen Tier und Mensch zugrunde liegt und forderte vielmehr eine tierethische Verantwortung aller Akteure im Umgang mit Tieren in Form eines b&#252;rgerschaftlichen Engagements. </Pgraph><Pgraph>Nach dieser kurzweiligen und interessanten Er&#246;ffnung schlossen sich am Nachmittag die Sitzungen der Arbeitskreise f&#252;r die Mitglieder an. </Pgraph><SubHeadline>Arbeitskreis der Krankenhausbibliotheken</SubHeadline><Pgraph>Dr. Christian Vogel, Vorsitzender des Arbeitskreises der Krankenhausbibliotheken, wurde f&#252;r weitere zwei Jahre im Amt best&#228;tigt. </Pgraph><Pgraph>Im Arbeitskreis wurde &#252;ber neue Formen der Wissensaufbereitung in den Krankenh&#228;usern und &#252;ber neue Dienste diskutiert. Grunds&#228;tzlich wird die finanzielle Ausstattung der Krankenhausbibliotheken als schwierig eingesch&#228;tzt.</Pgraph><SubHeadline>Arbeitskreis der Medizinbibliotheken an Hochschulen (AK MBH)</SubHeadline><Pgraph>Oliver Weiner, Vorsitzender des Arbeitskreises der Medizinbibliotheken an Hochschulen, wurde f&#252;r zwei weitere Jahre im Amt best&#228;tigt. </Pgraph><Pgraph>Er stellte die Ergebnisse einer Befragung der Medizinbibliotheken vor, in der zahlreiche Aspekte ermittelt wurden, z.B. die finanzielle und personelle Ausstattung, Angaben zum Bestand in gedruckter und elektronischer Form, zur technischen und r&#228;umlichen Ausstattung (Bibliothek als Lernort), zur Einbindung der Bibliothek in die Strukturen ihrer Tr&#228;gerorganisation und zu den Dienstleistungen, die die Bibliotheken ihren Nutzerinnen und Nutzern bieten und in Zukunft bieten wollen. </Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus stellte er die Jahresergebnisse des Internen Leihverkehrs vor.</Pgraph><Pgraph>Im Rahmen der Arbeitskreissitzung berichtete Wolfgang Meyer, verantwortlich f&#252;r das E-Ressourcen Management der Universit&#228;tsbibliothek Wien, &#252;ber ein Projekt der &#246;sterreichischen Universit&#228;tsbibliotheken zur kooperativen Zeitschriftenarchivierung. Print-Ausgaben elektronischer Zeitschriften sollen nur einmal in &#214;sterreich archiviert werden. Er beschrieb den Arbeits- und Abstimmungsprozess, um diese verteilte Archivierung zu realisieren. </Pgraph><Pgraph>Katrin Wibker (Fachbibliothek Medizin der Universit&#228;tsb<TextGroup><PlainText>ib</PlainText></TextGroup>liothek Duisburg-Essen) informierte &#252;ber einen sehr interessanten Workshop in systematischer Literaturr<TextGroup><PlainText>ec</PlainText></TextGroup>herche in London.</Pgraph><SubHeadline>Mitgliederversammlung der AGMB</SubHeadline><Pgraph>Die von Frau Reimann moderierte Versammlung wurde mit der Annahme der Tagesordnung, der Verabschiedung des Protokolls der letzten Versammlung und der Feststellung der Beschlussf&#228;higkeit er&#246;ffnet. </Pgraph><Pgraph>Unter dem TOP T&#228;tigkeitsbericht dankte sie dem Webma<TextGroup><PlainText>st</PlainText></TextGroup>er der AGMB, Peter Kastanak, dem Chefredakteur von GMS Medizin &#8211; Bibliothek &#8211; Information, Bruno Bauer, und den Verantwortlichen von MEDINFO sowie den Leitern der Arbeitskreise f&#252;r ihre engagierte Mitarbeit in der AGMB.  </Pgraph><Pgraph>Die Anzahl der Mitglieder der AGMB betrug mit Stand August 2017 423 aktive Mitglieder. Seit 2016 sind <TextGroup><PlainText>weitere</PlainText></TextGroup> 18 hinzugekommen. In der AGMB sind aktuell <TextGroup><PlainText>116 K</PlainText></TextGroup>rankenhausbibliotheken, 204 Medizinbibliotheken an Hochschulen, 45 Pharmabibliotheken und 58 private und sonstige Bibliotheken vertreten. Hinzu kommt der Arbeitskreis der &#246;sterreichischen Medizinbibliotheken mit <TextGroup><PlainText>24 M</PlainText></TextGroup>itgliedern. </Pgraph><Pgraph>Es folgte der Bericht der Schatzmeisterin, die Darstellung des Wirtschaftsplans und die Entlastung der Rechnungspr&#252;fer und des Vorstandes. </Pgraph><Pgraph>Auf der Tagesordnung stand weiterhin die Neuwahl des Vorstandes. Mitglieder des Vorstandes 2017-2019 sind Dr. Iris Reimann (Vorsitzende), Monika Halser (Schatzmeisterin), Dagmar H&#228;rter (1. stellv. Vorsitzende), <TextGroup><PlainText>Dr. M</PlainText></TextGroup>artina Semmler-Schmetz (2. stellv. Vorsitzende) und Katrin Wibker (Schriftf&#252;hrerin). </Pgraph><Pgraph>Als Rechnungspr&#252;fer wurde Alexander Messerschmidt best&#228;tigt und als seine Stellvertretung Dr. Diana Klein gew&#228;hlt.</Pgraph><Pgraph>Ein kurzer Sachstandsbericht zu GMS Medizin &#8211; Bibliothek &#8211; Information wurde von Bruno Bauer geliefert und Oliver Weiner berichtete &#252;ber MEDINFO.  </Pgraph><Pgraph>Unter Verschiedenes informierte Iris Reimann u.a. &#252;ber die Poster Session, den Wettbewerb &#8222;Leuchtturmprojekte an Medizinbibliotheken&#8220; und Fortbildungen, die zwischen den Tagungen 2017&#47;2018 geplant sind. </Pgraph><Pgraph>Der erste Konferenztag schloss mit dem geselligen Beisammensein in der veterin&#228;rmedizinischen Bibliothek ab. Franz Michlmayr f&#252;hrte interessierte Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer durch die Bibliothek. Besondere Highlights waren die phantastische Aussicht von der &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Dachterrasse und die gut gek&#252;hlte RARA-Sammlung im Keller des Hauses.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Dienstag, 26.9.2017">
      <MainHeadline>Dienstag, 26.9.2017</MainHeadline><Pgraph>Der 2. Konferenztag begann mit einem sehr spannenden Beitrag von Katharina Heldt und Jessica Riedel aus der Bibliothek des Robert-Koch-Instituts Berlin und Wernigerode. Anl&#228;sslich des 125-j&#228;hrigen Jubil&#228;ums des Instituts wurden zahlreiche Ma&#223;nahmen der &#214;ffentlichkeitsarbeit realisiert. Hierzu z&#228;hlten die Digitalisierung der Briefe von Robert Koch und der Zeitschrift &#8222;Arbeiten aus dem kaiserlichen Gesundheitsamt&#8220;, die Herausgabe einer Bibliographie als Jubil&#228;umsband sowie die Pr&#228;sentation der Historischen Bibliothek am Nordufer. Besonderen Anklang fand ein neues Veranstaltungsformat: der &#8222;Salon zur Institutsgeschichte &#8211; ,Das besondere St&#252;ck&#8216;&#8220;. Hierf&#252;r wurde die Geschichte des Instituts in zw&#246;lf Dekaden eingeteilt, pro Jahrzehnt ein wichtiges Thema identifiziert und ein Gespr&#228;chspartner f&#252;r den Salon eingeladen. Besonders hervorzuheben war der Abend mit Frau Prof. Dr. Rita S&#252;ssmuth, in deren damalige Amtszeit als Gesundheitsministerin der Ausbruch der AIDS-Epidemie fiel. In dem Gespr&#228;ch mit ihr schilderte sie sehr eindringlich die besonderen Herausforderungen dieser Situation. Das &#8222;besondere St&#252;ck&#8220; an diesem Abend war der Brief einer Klinik an das Aids-Zentrum. Dieses besondere Veranstaltungsformat wurde auch als ein Leuchtturmprojekt ausgezeichnet.</Pgraph><Pgraph>Der zweite Beitrag aus der medizinischen Bereichsbibliothek der SUB G&#246;ttingen war dem Thema &#8222;Arbeit 4.0 &#8211; neue Wege in der Benutzungsabteilung einer gro&#223;en Universit&#228;tsbibliothek&#8220; gewidmet. Dagmar H&#228;rter beschrieb zahlreiche technologische Ma&#223;nahmen, die an der SUB G&#246;ttingen realisiert wurden, so z.B. die Einf&#252;hrung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit Hilfe elektronischer Kassen und die M&#246;glichkeit des Aufladens einer virtuellen Geldb&#246;rse auf dem Studierendenausweis. </Pgraph><Pgraph>Die in einer Online-Befragung ermittelten Nutzerw&#252;nsche wurden in einen Strategieprozess eingebunden. U.a. wurde auf der Grundlage dieser Ergebnisse der Umbau der Bereichsbibliothek Medizin als Lernort realisiert. H&#228;rter stellte die These auf, dass sich durch die voranschreitende Automatisierung der bibliothekarischen T&#228;tigkeit auch das Berufsprofil ver&#228;ndert in Richtung einer Allround-Fachkraft.</Pgraph><Pgraph>Auf gro&#223;es Interesse stie&#223; der Vortrag des Informationswissenschaftlers Prof. em. Dr. Rainer Kuhlen, der &#252;ber das am 1.9.2017 verabschiedete Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz) berichtete. Mit dem neuen Gesetz sei die im Koalitionsvertrag versprochene Bildungs- und Wissenschaftsschranke nicht realisiert worden, konstatierte Kuhlen. Der freie Zugang zu wissenschaftlicher Information sollte der Normalfall, die kommerzielle Verwertung wiederum die Ausnahme sein. Open Access, Open Science, Open Data sind die Zukunft, so Kuhlen; in der Rechtsprechung werde dem jedoch zu wenig Rechnung getragen. </Pgraph><Pgraph>Die Neuregelung sieht vor, dass die Nutzung von Presseerzeugnissen in Unterricht, Lehre und wissenschaftlicher Forschung grunds&#228;tzlich untersagt ist. Zuk&#252;nftig ist es erlaubt, bis zu 15&#37; von Werken passwortgesch&#252;tzt den Teilnehmern einer Lehrveranstaltung oder eines Forschungsprojekts zur Verf&#252;gung zu stellen (bisher: 12&#37; f&#252;r Unterricht &#47; 25&#37; f&#252;r Forschung). Vergriffene Werke d&#252;rfen ganz genutzt werden. Ganze Aufs&#228;tze aus Fachzeitschriften, einzelne Abbildungen oder &#228;hnliche kleine Werke sind weiterhin erlaubt. Der bisher geltende Vorrang von Verlagsangeboten wird k&#252;nftig nicht mehr bestehen. Eine wesentliche Einschr&#228;nkung gegen&#252;ber der jetzigen Rechtslage ist, dass Artikel aus Zeitungen oder Kioskzeitschriften k&#252;nftig nicht mehr in Semesterapparaten genutzt werden d&#252;rfen. Eine Regelung des Umgangs mit Sammelb&#228;nden&#47;Proceedings ist nicht erfolgt. Die Versorgung kommerzieller Nutzer mit digitalisierten Kopien wissenschaftlicher Aufs&#228;tze ist zuk&#252;nftig untersagt. Dar&#252;ber hinaus gibt es keine Regelung f&#252;r das eLending elektronischer B&#252;cher.</Pgraph><Pgraph>Positiv hervorzuheben ist, dass Privatgelehrte nach der Neuregelung zu den berechtigten Nutzergruppen z&#228;hlen, die Nutzung von Materialien in losen Forschungsverb&#252;nden erfolgen kann und nicht l&#228;nger an eine Einrichtung gebunden sind. Dar&#252;ber hinaus ist Text- und Datamining f&#252;r nicht-kommerzielle Zwecke erlaubt. </Pgraph><Pgraph>Der Nachmittag war ausgef&#252;llt mit Kurzvortr&#228;gen und den Treffpunkten.</Pgraph><Pgraph>Dr. Oliver Obst (Medizinbibliothek Universit&#228;t M&#252;nster) stellte in seinem Projekt &#8222;Diagnose Apps im PJ&#8220; ein Starterkit mit zehn Apps vor. Diese sollen &#196;rzte und &#196;rztinnen w&#228;hrend ihres Praktischen Jahres in der Diagnostik und Therapie unterst&#252;tzen. </Pgraph><Pgraph>Im Vortrag von Simone Petermeise (Medizinische Bibliothek der RWTH Aachen) stand die Verbesserung der Schulung im Mittelpunkt des Interesses. Ihre Schulungen werden durch eine Open Source Software angereichert (KAHOOT), in der die Wissensvermittlung auf spielerische Art erfolgt. </Pgraph><Pgraph>Der Vortrag von Katrin Wibker (FB Medizin der Universit&#228;tsbibliothek Duisburg-Essen) besch&#228;ftigte sich mit alternativen Beschaffungsmethoden f&#252;r wissenschaftliche Literatur, die vor dem Hintergrund der &#8222;Bezahlschranken&#8220; kommerzieller Anbieter f&#252;r die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunehmend an Bedeutung gewinnen.</Pgraph><Pgraph>Dr. Diana Klein (UB W&#252;rzburg) warb in ihrem Vortrag f&#252;r den Einsatz der ResearcherID ORCID, die der wissenschaftlichen Community plattformunabh&#228;ngig und kostenlos zur Verf&#252;gung gestellt wird. ORCID ist bei WoS, Scopus und PubMed bereits hinterlegt. </Pgraph><Pgraph>Dr. Christian Vogel (Vinzenz Gruppe Linz) er&#246;ffnete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ganz und gar nicht ernst gemeinte Weise neue Gesch&#228;ftsideen f&#252;r den Berufsstand. Ein sehr lustiger und humorvoller Beitrag. </Pgraph><Pgraph>In den sich anschlie&#223;enden Treffpunkten stand der fachliche Austausch im Vordergrund. </Pgraph><Pgraph>Der Treffpunkt mit Oliver Obst widmete sich der Plagiatsproblematik bei Doktoranden und er&#246;rterte die Frage, mit welchen Mitteln Medizinerinnen und Mediziner zur Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis unterst&#252;tzt werden k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>&#8222;Coffee Lectures&#8220; &#8211; so lautete der Treffpunkt mit Dagmar H&#228;rter, der sich insbesondere den zahlreichen organisatorischen Aspekten der Durchf&#252;hrung einer solchen Veranstaltung widmete. </Pgraph><Pgraph>Der Treffpunkt mit Anett Grest (Bibliothek der Ruppiner Kliniken GmbH) war insbesondere f&#252;r die Krankenhausbibliotheken von Interesse. &#8222;Bibliotherapie&#8220; lautet das Angebot, welches sich an Patientengruppen in der Klinik wendet.  </Pgraph><Pgraph>Der Treffpunkt mit Frau Dr. Martina Semmler-Schmetz begann mit einer Kurzpr&#228;sentation der heterogenen Zielgruppen- und Service-Landschaft als Einstieg in Fragen nach den Strategien f&#252;r die Entwicklung optimaler Schulungs- und Beratungskonzepte. Um zukunftsweisende Angebote f&#252;r alle Zielgruppen zu entwickeln, so das Fazit, sollten Bibliotheken nicht l&#228;nger isoliert agieren, sondern sich in ihrer Organisation gut vernetzen, z.B. mit Abteilungen wie Hochschuldidaktik, IT, E-Learning oder der Medizinischen Statistik. </Pgraph><Pgraph>Dr. Stefanus Schweizer (UB Mainz), informierte in seinem Treffpunkt &#252;ber den Markt medizinischer Information f&#252;r Nichtmediziner. Da dieser von zahlreichen Interessengruppen beeinflusst wird, sind die allgemeinverst&#228;ndlichen Informationsquellen besonders bedeutsam und sollten zur Nutzung empfohlen werden. </Pgraph><Pgraph>In dem Treffpunkt mit Sandra R&#252;mmele (&#196;rztliche Zentralbibliothek Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf) standen der Austausch &#252;ber und die Bewertung unterschiedlicher Formate der Informationsvermittlung im Vordergrund. </Pgraph><Pgraph>Die Analyse und Bewertung von Online-Portalen f&#252;r Krankenhausbibliotheken war das Thema des Treffpunkts mit Dr. Christian Vogel. Zahlreiche Unternehmen bieten mittlerweile Online-Plattformen an, die Krankenhausbibliotheken als zentrale Schnittstelle zu ihren Nutzern verwenden k&#246;nnen, z.B. KWM-P von Frohberg, OVID Discovery von WoltersKluwer, bfd Online von Buchholz. Keines der Systeme bietet alle gew&#252;nschten Features, jedoch wird eine rasche weitere Entwicklung der Produkte erwartet. Ebenso wichtig wie der konkrete Produktvergleich war die Diskussion um die Frage, inwieweit die Produkte eine Bedrohung f&#252;r Krankenhausbibliotheken darstellen, da sie z.T. so vermarktet werden, dass sie im Krankenhaus kostensparender eingesetzt werden k&#246;nnen. Im Ergebnis wird eine Kombination aus Online-Portal und Fachpersonal empfohlen, da nur so die lizenzierten Ressourcen auch optimal in dem System repr&#228;sentiert werden k&#246;nnen und auch ein verlags&#252;bergreifendes Angebot sicher gestellt werden kann &#8211; andernfalls ist eine reine Fokussierung auf die Verlagsinhalte des Plattformanbieters zu bef&#252;rchten.</Pgraph><Pgraph>Mit den Treffpunkten wurde der Konferenztag abgeschlossen und die Teilnehmerinnen, Teilnehmer, Ausstellerinnen und Aussteller trafen sich zum Gesellschaftsabend im Palais Auersperg, einem Barock Palais im Gemeindebezirk Josefstadt. Die vielf&#228;ltige &#246;sterreichische K&#252;che und die gepflegten Getr&#228;nke lie&#223;en keine W&#252;nsche offen und der Tag konnte in stimmungsvoller und entspannter Atmosph&#228;re ausklingen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mittwoch, 27.9.2017">
      <MainHeadline>Mittwoch, 27.9.2017</MainHeadline><Pgraph>Der letzte Konferenztag begann mit einem Vortrag von Dagmar Sitek (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg). Sie stellte das Kooperationsprojekt JOIN<Superscript>2</Superscript> vor, bei der zahlreiche Forschungseinrichtungen die vom CERN entwickelte Software Invenio f&#252;r ihr Publikations- und Forschungsdatenmanagement einsetzen. Sie zeigte und erl&#228;uterte die zus&#228;tzlichen Features, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Kommunikationsprozess unterst&#252;tzen, z.B. durch die Integration eines Tools zur Administration des Open Access-Publikationsprozesses und der Verlinkung der Forschungsdaten mit den jeweiligen Publikationen. </Pgraph><Pgraph>Barbara Petritsch (Bibliothek des Institute of Science and Technology Austria) berichtete &#252;ber Erfahrungen in der Einf&#252;hrung und Weiterentwicklung der Software eprints f&#252;r das Forschungsdatenmanagement in einer jungen au&#223;eruniversit&#228;ren Forschungsinstitution mit Schwerpunkt auf den Lebenswissenschaften. </Pgraph><Pgraph>Der Beitrag von Bruno Bauer besch&#228;ftigte sich mit der Umsetzung einer nationalen Open Access Strategie in den &#246;sterreichischen Hochschulen. Seit der Gr&#252;ndung des Open Access Network Austria (OANA) im Jahr 2012 hat der Transformationsprozess zu Open Access in den 21 &#246;ffentlichen Universit&#228;ten zunehmend an Dynamik gewonnen. Eine Schl&#252;sselrolle in diesem Prozess stellt das vom Bundesministerium f&#252;r Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft initiierte Hochschulraumstrukturmittelprojekt (HRSM) dar, mit dem ca. 100 Mio. Euro als Anschubfinanzierung universit&#228;rer Kooperationsvorhaben auf dem Gebiet der Open Science, Open Data und des Open Access investiert werden sollen. Bruno Bauer beleuchtete in seinem Vortrag die Auswirkungen dieses nationalen Transformationsprozesses auf das Fachgebiet Medizin und stellte Teilprojekte vor. </Pgraph><Pgraph>Volker Braun (Bibliothek der medizinischen Fakult&#228;t Mannheim-Heidelberg) berichtete &#252;ber seinen Besuch des EAHIL-Kongresses in Dublin, in dessen Zentrum Verfahren und Instrumente f&#252;r die systematische Literaturrecherche standen. Im Ergebnis stellte Braun fest, dass ein uneinheitliches Vorgehen bei den Recherchen zu beobachten ist und sich die internationalen Kolleginnen und Kollegen auf ihre bisherigen Erfahrungen in der Recherche verlassen. Weiterhin machte er darauf aufmerksam, dass in den Niederlanden die Entwicklung einer Datenbank f&#252;r geeignete Nachweisinstrumente und Richtlinien f&#252;r Suchfilter geplant ist.</Pgraph><Pgraph>Einen weiteren sehr interessanten &#220;berblick bot Beata G&#243;rczynska (Hauptbibliothek der Warschauer Naturwissenschaftlichen Universit&#228;t), die die Geschichte und die Entwicklung der medizinischen und veterin&#228;rmedizinischen Hochschullandschaft in Polen und ihrer Bibliotheken ins Zentrum stellte.</Pgraph><SubHeadline>Leuchtturmwettbewerb</SubHeadline><Pgraph>Von den f&#252;nf eingereichten Projekten wurden zwei pr&#228;miiert. Die &#196;rztliche Zentralbibliothek erhielt f&#252;r ihr Projekt &#8222;Toolbox&#8220; den Preis, weil &#8211; so die Jury &#8211; mit diesem Projekt die Kompetenzen der Nutzer ausgeweitet werden und in der Konzeption die Interessen der Teilnehmenden an den Schulungen unmittelbar Ber&#252;cksichtigung finden. </Pgraph><Pgraph>Einen weiteren Preis erhielt die Bibliothek des Robert-Koch-Instituts f&#252;r ihr Veranstaltungsformat &#8222;Salon zur Institutsgeschichte &#8211; ,Das besondere St&#252;ck&#8216;&#8220;. Hier wurde der Imagegewinn und die interessante Idee zur Aufbereitung der Institutsgeschichte besonders gew&#252;rdigt.</Pgraph><SubHeadline>Posterwettbewerb</SubHeadline><Pgraph>Beim diesj&#228;hrigen Posterwettbewerb teilten sich zwei Einrichtungen den zweiten Preis. Die Medizinbibliothek der Universit&#228;t M&#252;nster erhielt f&#252;r Ihr Poster &#8222;Ersti-Caf&#233;&#8220; einen Preis. Bei Kaffee und Kuchen erhalten Erstsemesterstudierende eine erste &#220;bersicht &#252;ber die Dienstleistungen der Bibliothek. Die ZB MED erhielt einen Preis f&#252;r ihr Poster zum Thema &#8222;One Health &#8211; Transdisziplinarit&#228;t bei ZB MED&#8220;, auf dem die Unterst&#252;tzung inter- und transdisziplin&#228;rer Fragestellungen durch Werkzeuge der ZB MED thematisiert wurde. </Pgraph><Pgraph>Den ersten Preis erhielt die Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim-Heidelberg mit ihrem Poster zur Informationsvermittlung. &#220;berzeugend f&#252;r die Jury waren die vielf&#228;ltigen Formate der Informationsvermittlung, die die Bibliothek den verschiedenen Zielgruppen anbietet, z.B. die Coffee Lectures, die systematische Literaturrecherche oder das Angebot, einen Auskunftsspezialisten zu &#8222;buchen&#8220;. </Pgraph><SubHeadline>Verabschiedung</SubHeadline><Pgraph>Mit Ende der Tagung verabschiedete Frau Reimann das langj&#228;hrige Vorstandsmitglied Dr. Stefanus Schweitzer (UB Mainz) aus dem Vorstand. Als Nachfolgerin wird <TextGroup><PlainText>Dr. M</PlainText></TextGroup>artina Semmler-Schmetz die Aufgabe der 2. stellv. Vorsitzenden des Vorstandes &#252;bernehmen. </Pgraph><SubHeadline>Tagungsorganisation und Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Besonderer Dank galt dem Ortskomitee f&#252;r die Vorbereitung und die professionelle Ausrichtung der Tagung und die Organisation des Rahmenprogramms, das f&#252;r die am Sonntag angereisten G&#228;ste eine Tramfahrt durch das historische Zentrum Wiens und einen Heurigenbesuch vorsah. W&#228;hrend der drei Tage gab es zahlreiche F&#252;hrungen &#252;ber den Campus, durch die Bibliothek und durch die Wiener Innenstadt und nat&#252;rlich die Ausrichtung des geselligen Abends und des Gesellschaftsabends. </Pgraph><Pgraph>Frau Reimann dankte den Ausstellern f&#252;r ihre Unterst&#252;tzung der AGMB-Tagung und ihre Beitr&#228;ge im Product Review und den Referentinnen und Referenten f&#252;r die vielf&#228;ltigen informativen und kurzweiligen Beitr&#228;ge. </Pgraph><Pgraph>Auch dem Vorstand der AGMB wurde f&#252;r sein Engagement gedankt. Insbesondere Frau Reimann erhielt einen langen Applaus f&#252;r die gelungene Moderation der Tagung.</Pgraph><Pgraph>Die n&#228;chste Tagung der AGMB findet 2018 an der Carl von Ossietzky Universit&#228;t in Oldenburg statt. </Pgraph></TextBlock>
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      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat. </Pgraph></TextBlock>
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