<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>mbi000333</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000333</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0003334</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Der &#246;sterreichische Weg zur wissenschaftlichen Integrit&#228;t</Title>
      <TitleTranslated language="en">The Austrian way to research integrity</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>F&#246;ger</Lastname>
          <LastnameHeading>F&#246;ger</LastnameHeading>
          <Firstname>Nicole</Firstname>
          <Initials>N</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>&#214;sterreichische Agentur f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t, Haus der Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien, &#214;sterreich<Affiliation>&#214;sterreichische Agentur f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>nicole.foeger&#64;oeawi.at</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Austrian Agency for Research Integrity</Keyword>
      <Keyword language="en">academic misconduct</Keyword>
      <Keyword language="en">plagiarism</Keyword>
      <Keyword language="en">prevention</Keyword>
      <Keyword language="en">good scientific practice</Keyword>
      <Keyword language="de">&#214;sterreichische Agentur f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t (OeAWI)</Keyword>
      <Keyword language="de">akademisches Fehlverhalten</Keyword>
      <Keyword language="de">Plagiat</Keyword>
      <Keyword language="de">Plagiatsvermeidung</Keyword>
      <Keyword language="de">gute wissenschaftliche Praxis</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Plagiate und Plagiatsvermeidung</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20150812</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>15</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Plagiate und Plagiatsvermeidung</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>06</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die &#214;sterreichische Agentur f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t wurde als Verein gegr&#252;ndet und z&#228;hlt mittlerweile 37 Wissenschaftsorganisationen als Mitglieder. Sie hat zwei gro&#223;e Aufgabenbereiche: Der eine umfasst die Untersuchung von F&#228;llen wissenschaftlichen Fehlverhaltens, der andere die Bewusstseinsbildung, was gute wissenschaftliche Praxis ist und was sie f&#252;r den Forschungsalltag bedeutet. Plagiate sind nur eine Kategorie des wissenschaftlichen Fehlverhaltens, sie werden in der internationalen Wissenschaftsgesellschaft oft milder bewertet als andere Kategorien wie etwa Datenf&#228;lschungen oder Datenerfindungen. Die Argumentation ist, dass letztere gr&#246;&#223;ere Sch&#228;den anrichten k&#246;nnen. Plagiaten auf die Schliche zu kommen, ist durch kommerzielle Software, die Text&#252;bereinstimmungen erkennt, zum Teil einfacher geworden. Andererseits sind sie durch entsprechende Lehrveranstaltungen &#252;ber richtiges Zitieren auch relativ einfach zu vermeiden: Richtiges Zitieren kann wie ein Handwerk erlernt werden. Dar&#252;ber hinaus muss auch das Bewusstsein vermittelt werden, wozu man kennzeichnen soll, woher bestimmte Informationen kommen. Hier ist es sicher sinnvoll, schon in Schulen mit Pr&#228;vention zu beginnen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The Austrian Agency for Research Integrity counts 37 research institutions as member organizations. It was established as an association in accordance with the Austrian Associations Act. The agency has two major tasks. One is the investigation of cases of alleged scientific misconduct. The other is to raise awareness for good scientific practice and its significance for the daily work of a researcher. Plagiarism is just one category of academic misconduct. The scientific community often evaluates plagiarism as being a lesser form of scientific misconduct compared with others, e.g. data fabrication or data falsification, because fabricated data could have a more misleading influence on research, e.g. on the development of medical drugs or therapies. Nowadays detection of plagiarism is much easier with the help of appropriate software products. Furthermore plagiarism can easily be avoided by taking part in courses for correct referencing and citation. Certainly it would be very helpful to start with the prevention of academic misconduct already at secondary school level.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Ein Verein f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t">
      <MainHeadline>Ein Verein f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t</MainHeadline><Pgraph>Die &#214;sterreichische Agentur f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t (OeAWI) wurde Ende 2008 als Verein nach &#246;sterreichischem Recht gegr&#252;ndet. Die damaligen Gr&#252;ndungsmitglieder waren 12 &#246;ffentliche Universit&#228;ten, die Akademie der Wissenschaften (&#214;AW), der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF), das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) und der Wissenschaftsfonds FWF. Mit Stand von April 2015 sind 37 &#246;sterreichische Wissenschaftseinrichtungen Mitglieder im Verein. Die Agentur finanziert sich ausschlie&#223;lich &#252;ber deren Mitgliedsbeitr&#228;ge und ist eine unabh&#228;ngige Institution.</Pgraph><Pgraph>Aufgabe der Agentur ist es, in &#214;sterreich ein unabh&#228;ngiges Untersuchungsverfahren in F&#228;llen von wissenschaftlichem Fehlverhalten zu gew&#228;hrleisten. Zu diesem Zweck wurde eine Kommission von sechs renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den verschiedenen Disziplinen (Medizin, Lebenswissenschaften, Natur und Technikwissenschaften, Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften und Rechtswissenschaften) eingerichtet. Um eine m&#246;glichst gro&#223;e Unabh&#228;ngigkeit vom &#246;sterreichischen Wissenschaftssystem sicherzustellen, hat man entschieden, die Kommission ausschlie&#223;lich mit nicht-&#246;sterreichischen Mitgliedern zu besetzen.</Pgraph><Pgraph>Die Kommission f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t beendet ihre Verfahren mit einer Stellungnahme an die Betroffenen und an die entsprechende Institution, die im Fall von best&#228;tigtem wissenschaftlichem Fehlverhalten f&#252;r etwaige Sanktionierungen zust&#228;ndig ist. Die F&#228;lle, die von der Kommission abgeschlossen wurden, werden anonymisiert im jeweiligen Jahresbericht auf der Website der Agentur (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.oeawi.at&#47;">http:&#47;&#47;www.oeawi.at&#47;</Hyperlink>) kurz dargestellt. Dies soll ebenfalls zu st&#228;rkerem Bewusstsein f&#252;hren: Jeder im Wissenschaftssystem kann nachlesen, welche Probleme auftreten k&#246;nnen, wie man sie h&#228;tte vermeiden k&#246;nnen und wie man mit derartigen Konflikten umgeht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Gute wissenschaftliche Praxis">
      <MainHeadline>Gute wissenschaftliche Praxis</MainHeadline><Pgraph>Internationale Studien <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink> geben Hinweis darauf, dass nur ein sehr geringer Anteil (ein bis zwei Prozent) von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern tats&#228;chlich Daten f&#228;lscht oder erfindet, dass aber ein viel gr&#246;&#223;erer Anteil, zumindest von Zeit zu Zeit, sogenannte &#8222;sloppy science&#8220; im Forschungsalltag betreibt. </Pgraph><Pgraph>Eine weitere Aufgabe der Agentur ist daher die Pr&#228;vention und Bewusstseinsbildung f&#252;r die Umsetzung guter wissenschaftlicher Praxis. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass dieser Aufgabenbereich nicht nur wichtig, sondern vor allem auch sehr gefragt ist. Die Nachfrage der Mitgliedsorganisationen der OeAWI bei der Gesch&#228;ftsstelle nach Vortr&#228;gen, Seminaren oder Workshops zum Thema wissenschaftliche Integrit&#228;t steigt von Jahr zu Jahr. Es gibt auch zunehmend Bewusstsein, dass man das gesamte System einbeziehen muss und sich nicht nur auf eine Gruppe wie etwa die Studierenden fokussiert. Veranstaltungen zur guten wissenschaftlichen Praxis, inhaltlich speziell ausgerichtet f&#252;r erfahrene Wissenschaftler (&#8222;senior scientists&#8220;), Lehrende, Ombudspersonen, Management, Administration, Firmenpartner und andere, sind ebenso erw&#252;nscht.</Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus liegt die Verantwortung f&#252;r ein funktionierendes Wissenschaftssystem ohnehin nicht nur beim Einzelnen, sondern auch bei anderen Beteiligten wie etwa den Wissenschaftsinstitutionen, Journalen und Editoren, Forschungsf&#246;rderern und vielen anderen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Das Plagiat &#8211; nur ein Teil der Geschichte">
      <MainHeadline>Das Plagiat &#8211; nur ein Teil der Geschichte</MainHeadline><Pgraph>In den USA ist wissenschaftliches Fehlverhalten in drei Kategorien eingeteilt: Fabrication, Falsification and Plagiarism (kurz: FFP). In Europa ist der Begriff etwas breiter gefasst, allerdings von Land zu Land und teilweise sogar von Institution zu Institution unterschiedlich. Ein Beispiel w&#228;re hier die sogenannte Ehrenautorschaft auf Publikationen, f&#252;r die eigentlich kein wissenschaftlicher Beitrag geleistet wurde und die daher auch keine Mitautorschaft rechtfertigt.</Pgraph><Pgraph>In der internationalen Diskussion wird h&#228;ufig argumentiert, dass Plagiate nur Einzelnen schaden, w&#228;hrend andere Formen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens wie z.B. Datenf&#228;lschungen oder Datenerfindungen nicht nur die wissenschaftliche Welt ersch&#252;ttern k&#246;nnen, sondern auch die Gesellschaft an sich tangieren. Man denke zum Beispiel an den m&#246;glichen Einfluss gef&#228;lschter Daten auf die Entwicklung von Medikamenten oder Therapien. Trotzdem liest man in europ&#228;ischen Tageszeitungen h&#228;ufiger &#252;ber plagiierte Abschlussarbeiten (oft von prominenten Politikern), seltener von Datenf&#228;lschungen. Textplagiate sind sicher einfacher zu erkennen als Datenf&#228;lschungen, f&#252;r deren Untersuchung man etwa die entsprechenden Originaldaten braucht oder auch Fachexperten zu Rate ziehen muss. Mit Ausnahme von sehr dreisten Plagiaten ist bei den meisten Vorw&#252;rfen aber nicht so einfach zu kl&#228;ren, ob es sich tats&#228;chlich schon um ein Plagiat handelt. Oft wird schlampiges Zitieren mit einem Plagiat gleichgesetzt, etwa wenn die Quelle richtig genannt wird, jedoch die Fu&#223;note &#8211; und zwar ohne T&#228;uschungsabsicht &#8211; nicht exakt gesetzt wurde. Es gibt auch keinen allgemein g&#252;ltigen unteren Schwellenwert, ab dem man von einem Plagiat sprechen kann.</Pgraph><Pgraph>2011 f&#252;hrten die Presseberichte rund um die plagiierte Doktorarbeit des damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu einem starken Anstieg an Anfragen an die Agentur: Offensichtlich haben diese Medienberichte viele Menschen &#8211; auch au&#223;erhalb des Wissenschaftssystems &#8211; dazu animiert, andere des Plagiats zu bezichtigen. Beim Gro&#223;teil dieser Hinweise hat sich der Verdacht allerdings als nicht richtig erwiesen. Dar&#252;ber hinaus haben damals auch einige Privatpersonen die Agentur kontaktiert, um solchen Vorw&#252;rfen zuvorzukommen: Sie wollten sich von der Agentur ein Zertifikat ausstellen lassen, dass es sich bei ihrer Abschlussarbeit um kein Plagiat handelt. Solchen Anfragen kann und will die Agentur aus verschiedenen Gr&#252;nden nicht nachkommen: Die &#220;berpr&#252;fung mittels kommerziell erh&#228;ltlicher Softw<TextGroup><PlainText>ar</PlainText></TextGroup>e, die nach Text&#252;bereinstimmungen mit digitalen Quellen sucht, ist zum Beispiel immer nur eine Momentaufnahme. Ein heute positives (hei&#223;t: die gefundenen Text&#252;bereinstimmungen sind korrekt zitiert) Ergebnis muss nicht bedeuten, dass man nicht eventuell in f&#252;nf Jahren mit demselben Programm ein anderes Ergebnis erhalten k&#246;nnte: M&#246;glicherweise hat man dann Zugriff auf weitere digitale Quellen und w&#252;rde mehr Textgleichheiten finden, da immer mehr an &#228;lteren Literaturbest&#228;nden digitalisiert wird. Man kann also mit der Software nur &#252;berpr&#252;fen, was heute digital vorhanden ist und worauf die entsprechende Software auch Zugriff hat. Alternativ hat man einen Experten an der Hand, der die gesamte Literatur seines Fachs kennt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Was tut sich an &#214;sterreichs Hochschulen">
      <MainHeadline>Was tut sich an &#214;sterreichs Hochschulen</MainHeadline><Pgraph>Die meisten &#246;sterreichischen Hochschulen &#252;berpr&#252;fen bereits routinem&#228;&#223;ig Abschlussarbeiten mittels entsprechender Software auf Text&#252;bereinstimmungen. Die Kritik, dass sich der Verdacht nur gegen Studierende richtet, ist nicht immer richtig: Denn an einigen Einrichtungen werden etwa auch Habilitationsschriften auf diese Art untersucht. Die Kommission f&#252;r wissenschaftliche Integrit&#228;t hat sich 2014 zum Beispiel mit einigen Plagiatsf&#228;llen in Projektantr&#228;gen besch&#228;ftigt, die von Forschungsf&#246;rderinstitutionen an sie herangetragen wurden.</Pgraph><Pgraph>Einige Universit&#228;ten und auch andere Organisationen im Wissenschaftssystem haben in den letzten Jahren eigene Schreibzentren etabliert, die sowohl Studierenden als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verf&#252;gung stehen, wenn es um Schreibberatung und Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben geht. Auch diese Zentren sind Ansprechstelle, wenn es um die Form der Arbeit geht &#8211; richtiges Zitieren inkludiert.</Pgraph><Pgraph>2011 wurde eine nationale Arbeitsgruppe (AG) zum Thema &#8222;Plagiatsbek&#228;mpfung und Pr&#228;vention&#8220; gegr&#252;ndet. Mehr als 20 Forschungseinrichtungen nehmen an diesem Diskussionsforum regelm&#228;&#223;ig teil, die Treffen werden von der Gesch&#228;ftsstelle der OeAWI koordiniert. Die AG ist ihrem Ziel, an den &#246;sterreichischen Forschungsinstitutionen eine einheitliche Definition des Plagiatbegriffes und eine einheitliche Vorgehensweise bei Plagiatsf&#228;llen zu etablieren, ein gro&#223;es St&#252;ck n&#228;her gekommen: Eines der AG-Mitglieder, der Jurist DDr. Karl-Gerhard Stra&#223;l (Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien), hat einen Vorschlag zu einer Plagiatsdefinition erarbeitet, der im J&#228;nner 2015 unter geringf&#252;gigen Ab&#228;nderungen ins Universit&#228;tsgesetz (BGBl. I Nr 21&#47;2015) aufgenommen wurde. Zuvor wurde in einem Beitrag <TextLink reference="3"></TextLink> von Prof. Anna Gamper (Universit&#228;t Innsbruck) ausf&#252;hrlich beschrieben, dass die verschiedenen Hochschulen sehr unterschiedliche Plagiatsdefinitionen verwenden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Bewusstseinsbildung schon in der Schule">
      <MainHeadline>Bewusstseinsbildung schon in der Schule</MainHeadline><Pgraph>Die Bewusstseinsbildung sollte vor allem in Anbetracht der vorwissenschaftlichen Arbeiten, die seit kurzem im Rahmen der Zentralmatura in &#214;sterreich geschrieben werden, schon VOR dem Studium beginnen. Das Bundesministerium verlangt, dass sich eine vorwissenschaftliche Arbeit an den Regeln einer guten wissenschaftliche Praxis orientieren soll. Vorrangig muss sein, den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern zu erkl&#228;ren, warum es &#252;berhaupt wichtig ist, fremdes Gedankengut als solches zu kennzeichnen und dass nicht alles, was im Internet zu finden ist, frei verwendbar ist (z.B. auch Rechte am Bild). Beim Zitieren geht es auch um die Nachvollziehbarkeit, woher die entsprechende Information stammt, und speziell in der Wissenschaft vor allem um die Anerkennung der Leistung anderer. Die Agentur wurde in den letzten Jahren immer wieder von P&#228;dagogischen Hochschulen eingeladen, Seminare und Workshops f&#252;r Lehrende der AHS und BMHS &#252;ber richtiges Zitieren bzw. Plagiatsvermeidung zu geben.</Pgraph><Pgraph>Auch sp&#228;ter im Studium reicht es nicht, ein Seminar im ersten Semester &#252;ber gute wissenschaftliche Praxis und wissenschaftliches Arbeiten anzubieten. Vortragende und Lehrende m&#252;ssen selbst Vorbild sein, wenn sie z.B. fremde Texte oder Abbildungen in ihren Pr&#228;sentationen und Vorlesungen verwenden und sollten angeben, woher diese stammen. Gute wissenschaftliche Praxis muss Studierende und Wissenschaftler stets begleiten und soll nicht wie eine Zusatzqualifikation gehandelt werden, die als Wahlfach angeboten wird.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Fanelli D</RefAuthor>
        <RefTitle>How many scientists fabricate and falsify research&#63; A systematic review and meta-analysis of survey data</RefTitle>
        <RefYear>2009</RefYear>
        <RefJournal>PLoS One</RefJournal>
        <RefPage>e5738</RefPage>
        <RefTotal>Fanelli D. How many scientists fabricate and falsify research&#63; A systematic review and meta-analysis of survey data. PLoS One. 2009 May 29;4(5):e5738. DOI: 10.1371&#47;journal.pone.0005738</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1371&#47;journal.pone.0005738</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Steneck NH</RefAuthor>
        <RefTitle>Fostering integrity in research: definitions, current knowledge, and future directions</RefTitle>
        <RefYear>2006</RefYear>
        <RefJournal>Sci Eng Ethics</RefJournal>
        <RefPage>53-74</RefPage>
        <RefTotal>Steneck NH. Fostering integrity in research: Definitions, current knowledge, and future directions. Sci Eng Ethics. 2006 Jan;12(1):53-74. DOI: 10.1007&#47;PL00022268</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1007&#47;PL00022268</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Gamper A</RefAuthor>
        <RefTitle>Das Plagiatsverbot aus universit&#228;tsrechtlicher Sicht</RefTitle>
        <RefYear>2013</RefYear>
        <RefBookTitle>Plagiat, F&#228;lschung, Urheberrecht im interdisziplin&#228;ren Blickfeld</RefBookTitle>
        <RefPage>41ff</RefPage>
        <RefTotal>Gamper A. Das Plagiatsverbot aus universit&#228;tsrechtlicher Sicht. In: Goltschnigg D, Grollegg-Edler C, Gruber P, editors. Plagiat, F&#228;lschung, Urheberrecht im interdisziplin&#228;ren Blickfeld. Berlin: Erich Schmidt Verlag; 2013. p. 41ff.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>