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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000320</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0003200</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Library goes Anatomy. Anatomische Lehrmedien an der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg</Title>
      <TitleTranslated language="en">Library goes Anatomy. Anatomical teaching media at Heidelberg University Library</TitleTranslated>
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          <Lastname>Gehrlein</Lastname>
          <LastnameHeading>Gehrlein</LastnameHeading>
          <Firstname>Sabine</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 368, 69120 Heidelberg, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg, Heidelberg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Gehrlein&#64;ub.uni-heidelberg.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <Keyword language="en">Heidelberg University Library</Keyword>
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      <Keyword language="de">virtueller Seziertisch</Keyword>
      <Keyword language="de">Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg</Keyword>
      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in Mannheim 2014</SectionHeading>
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    <DatePublished>20141219</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>14</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Mannheim 2014: "Medizinbibliotheken: Information˛"</IssueTitle>
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    <ArticleNo>23</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg begeht  neue Wege, um das bibliothekarische Angebot f&#252;r die Medizin zu optimieren. In enger Kooperation mit dem Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg baut sie das anatomische Lehrangebot stark aus: Der virtuelle Seziertisch Anatomage erm&#246;glicht die Arbeit an lebensgro&#223;en, anatomischen Modellen in 3D, so dass die Seminare der Anatomie vor- und nachbereitet werden k&#246;nnen. Die umfangreiche Sammlung an anatomischen Modellen und Plastinaten wurde detailliert bibliothekarisch erfasst und unterst&#252;tzt nun die Studierenden insbesondere in der Vorbereitung auf die Pr&#252;fungen des Physikums. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Heidelberg University Library is following new paths to optimize the librarian services for medical studies. In close cooperation with the Institute for Anatomy and Cell Biology at Heidelberg University the library is profoundly expanding the anatomical teaching equipment: the virtual dissecting table Anatomage enables medical students to work on life-size, anatomical models in 3D, providing the possibility to prepare for and practice their anatomy lessons. The comprehensive collection of anatomical models and plastinates supports students, in particular, in their preparation for the preliminary medical examination.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die Zweigstelle der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-heidelberg.de&#47;zweigstelle&#47;Welcome.html">http:&#47;&#47;www.ub.uni-heidelberg.de&#47;zweigstelle&#47;Welcome.html</Hyperlink>) ist die zentrale Ausleih- und Pr&#228;senzbibliothek im sogenannten Neuenheimer Feld. Der Campus vereint die Fakult&#228;ten der Natur- und Lebenswissenschaften der Universit&#228;t Heidelberg mit rund 16.000 Studierenden und Wissenschaftlern. Einen wesentlichen Faktor in der Literatur- und Informationsversorgung stellt die Medizinische Fakult&#228;t Heidelberg mit rund 130 Professuren, 2.500 Wissenschaftlern und 5.000 Studierenden dar. Auch das Universit&#228;tsklinikum mit rund 1.700 Wissenschaftlern und &#196;rzten und 27 Einrichtungen und Klinikbibliotheken wird bibliothekarisch &#252;ber das Team der UB-Zweigstelle betreut. </Pgraph><Pgraph>Eine Zielsetzung der Bibliothek ist die konstante Optimierung des Angebots f&#252;r die Medizin in unmittelbarer Anbindung an die Institute und Kliniken. Hier gilt es, den kommunikativen Austausch mit den Wissenschaftlern und Studierenden zu pflegen, um aktuelle Entwicklungen in Forschung und Lehre im Blick zu behalten. </Pgraph><Pgraph>Eine enge Kooperation besteht zwischen der Universit&#228;tsbibliothek und dem Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ana.uni-heidelberg.de&#47;">http:&#47;&#47;www.ana.uni-heidelberg.de&#47;</Hyperlink>; f&#252;r die gute Kooperation sei Dr. Sara Doll und Prof. Dr. Joachim Kirsch gedankt). Gemeinsam gelingt es, das anatomische Lehrangebot der Zweigstelle forciert auszubauen. Am virtuellen Seziertisch Anatomage k&#246;nnen die Benutzer Sektionen an virtuellen Leichnamen selbstst&#228;ndig durchf&#252;hren.  Zudem steht eine umfangreiche Sammlung an anatomischen Modellen und Plastinaten zur Ausleihe bereit, an denen sich die Studierenden eingehend auf die Pr&#252;fungen im Physikum vorbereiten k&#246;nnen. Von den Erfahrungen im Umgang mit den beiden neuen Angeboten &#8211; sowohl digital als auch konventionell &#8211; soll in diesem Beitrag berichtet werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Virtueller Seziertisch">
      <MainHeadline>Virtueller Seziertisch</MainHeadline><Pgraph>Der virtuelle Seziertisch der US-amerikanischen Herstellerfirma Anatomage (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.anatomage.com&#47;">http:&#47;&#47;www.anatomage.com&#47;</Hyperlink>) erm&#246;glicht die Arbeit an lebensgro&#223;en, virtuellen anatomischen Modellen in 3D. Vergleichbar zur Situation im Pr&#228;pariersaal oder am OP-Tisch liegt der virtuelle Leichnam bzw. der virtuelle Patient  vor den Studierenden, kann gedreht, bewegt und pr&#228;pariert werden. &#220;ber verschiedene Stufen und in beliebigen Schnitten ist es m&#246;glich, Knochen, Gewebe, Muskeln, Organe etc. zu visualisieren, zu benennen, etc. (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Der Tisch ist standardm&#228;&#223;ig mit zwei lebensgro&#223;en virtuellen Modellen ausgestattet, die aus CT-Daten generiert und mit anatomischen Oberfl&#228;chenstrukturen p&#228;dagogisch aufbereitet sind. Diese Modelle weisen keine Pathologien auf. Sie dienen zum Erlernen der anatomischen Grundkenntnisse. Dar&#252;ber hinaus erm&#246;glichen eine Beispielsammlung von Pathologien sowie ein &#8222;Curriculum&#8220; mit &#220;bungsaufgaben die weitere Vertiefung.</Pgraph><Pgraph>Das besondere an dem virtuellen Seziertisch ist, dass dieser &#252;ber die voreingestellten, standardisierten Inhalte hinaus, um jedes aus Computer-Tomographie, Magnet-Resonanz-Tomographie oder Ultraschall generierte Datenmaterial erweitert werden kann. D.h. es k&#246;nnen konkrete, nat&#252;rlich komplett anonymisierte Datens&#228;tze eingespielt und bearbeitet werden. Die Studierenden arbeiten somit an Datens&#228;tze zu den Leichnamen, die in den &#220;bungen im Pr&#228;pariersaal oder im Anatomie-Seminar vor ihnen liegen. </Pgraph><SubHeadline>Komplement&#228;res Unterrichtsmodell </SubHeadline><Pgraph>In der Benutzung des Anatomage-Tisches arbeiten die Universit&#228;tsbibliothek und das Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg eng zusammen. Das gemeinsam entwickelte, komplement&#228;re Unterrichtsmodell sieht vor, dass am Institut f&#252;r Anatomie generierte und anonymisierte Datens&#228;tze auf dem Tisch in der UB-Zweigstelle zum Einsatz kommen. Auf diese Weise k&#246;nnen die Studierenden die Fallbeispiele vor- und nachbereiten, die sie im Rahmen des Pr&#228;parationskurses und im Seminar der &#8222;Virtuellen Anatomie&#8220; erarbeiten <TextLink reference="1"></TextLink> (<TextGroup><PlainText>Abbildung 2 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>, Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Das von Sara Doll und Frederik Giesel entwickelte Seminar der &#8222;Virtuellen Anatomie&#8220; basiert auf einer Kooperation des Instituts f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg und der Abteilung Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ. Es verbindet die Lerninhalte der makroskopischen Anatomie mit der radiologischen Bildgebung. Die Studierenden vergleichen anatomische Schnittbildaufnahmen mit R&#246;ntgenbildern, CT- und MRT-Datens&#228;tzen und lernen die verschiedenen bildgebenden Verfahren bis hin zu der 3D-Rekonstruktion kennen <TextLink reference="2"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Im Pr&#228;parationskurs des Anatomischen Instituts, der am Beginn des medizinischen Studiums steht, erlernen die Studierenden die menschliche Anatomie an mehreren Verstorbenen. Jedem Leichnam ist eine Gruppe von Studierenden zugeordnet, die in der Regel von zwei Tutoren und einem Dozenten betreut wird <TextLink reference="3"></TextLink>. Im Vorfeld des Kurses werden die Leichname der Spender &#252;ber Computer-Tomographie komplett erfasst. Diese anonymisierten Datens&#228;tze stehen dann &#252;ber den Anatomage-Tisch f&#252;r die Studierenden zur Verf&#252;gung. Sie k&#246;nnen also die CT-Datens&#228;tze  zu den ihnen jeweils zugeordneten Leichnamen &#252;ber den Seziertisch einsehen und bearbeiten. </Pgraph><Pgraph>Begleitend zum Pr&#228;parierkurs findet die von Sara Doll initiierte Vortragsreihe &#8222;The Doctor is in&#8220; statt, in der &#196;rzte aus dem Klinikum zu unterschiedlichen Krankheitsbildern sprechen. Die Themenauswahl orientiert sich an den Lerninhalten des Pr&#228;parierkurses: zun&#228;chst Osteologie, Orthop&#228;die, Thorax, dann Abdomen, Hals-Kopf und zuletzt Gehirn. Auch diese Vortragsreihe findet am virtuellen Seziertisch Anatomage statt.</Pgraph><SubHeadline>Benutzungskonzept </SubHeadline><Pgraph>Das Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg hat seit dem Wintersemester 2012&#47;13 zwei virtuelle Seziertische im Einsatz. Die damit gemachten Erfahrungen sind &#228;u&#223;erst positiv; die Arbeit an den Tischen ist inzwischen fest im Repertoire des Lehrkonzepts verankert. Die beiden Tische sind in den Pr&#228;pariers&#228;len des Instituts aufgestellt und lediglich im Rahmen des universit&#228;ren Unterrichts zug&#228;nglich. Aus diesem Grund stellt die Zweigstelle der Universit&#228;tsbibliothek seit  Mitte 2014 einen dritten virtuellen Seziertisch zur Verf&#252;gung. Dieser steht parallel zu den &#214;ffnungszeiten der Bibliothek t&#228;glich, auch am Wochenende, bis 22 Uhr abends zur Benutzung bereit. Der Tisch kann von allen Studierenden benutzt werden, die im Vorfeld eine Einf&#252;hrung in den Umgang mit der Software des Tisches erhalten haben. Die Reservierung erfolgt &#252;ber ein Online-Reservierungssystem (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-heidelberg.de&#47;zweigstelle&#47;seziertisch.html">http:&#47;&#47;www.ub.uni-heidelberg.de&#47;zweigstelle&#47;seziertisch.html</Hyperlink>). </Pgraph><Pgraph>Zun&#228;chst waren es die Dozenten aus Institut und Klinikum mit ihren Vortragsveranstaltungen sowie die Tutoren mit den Gruppen des Pr&#228;parationskurses, die am virtuellen Seziertisch der Zweigstelle arbeiteten. Im Anschluss sind es nun auch die Studierenden, insbesondere aus diesen Seminaren und Tutoraten, die zumeist in Kleingruppen an dem Anatomage-Tisch der Bibliothek lernen. Dar&#252;ber hinaus ist der Seziertisch f&#252;r die weitere &#228;rztliche Ausbildung, z.B. im praktischen Jahr, oder f&#252;r berufliche Fortbildungen im Pflegebereiche von Bedeutung; so nehmen auch Gruppen der Gesundheitsakademie das Angebot in Anspruch. Die Zweigstelle profitiert besonders von den Lehrt&#228;tigkeiten der Dozenten des Instituts oder des Klinikums, da sich hieraus weitere M&#246;glichkeiten des Austausches und der Kooperation ergeben.</Pgraph><Pgraph></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Sammlung anatomischer Lehrmedien">
      <MainHeadline>Sammlung anatomischer Lehrmedien</MainHeadline><Pgraph>Parallel zur digitalen Ausstattung hat die Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg auch das konventionelle Lehrangebot der Medizin verbessert. Sie stellt eine umfangreiche Sammlung an anatomischen Lehrmedien bereit, die rund 300 anatomische Modelle des Herstellers SOMSO sowie Plastinate, Scheibenplastinate und R&#246;ntgenbilder in insgesamt rund 600 Exemplaren umfasst (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.ub.uni-heidelberg.de&#47;zweigstelle&#47;lehrmedien.html">http:&#47;&#47;www.ub.uni-heidelberg.de&#47;zweigstelle&#47;lehrmedien.html</Hyperlink>) (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>).  </Pgraph><Pgraph>Die Sammlung, die im Besitz des Instituts f&#252;r Anatomie und Zellbiologie ist, war bislang direkt im Institut untergebracht. Aufgrund der dortigen Gegebenheiten war die Nutzung der Lehrmedien jedoch nicht optimal m&#246;glich. Das Zeitfenster f&#252;r die Ausgabe und R&#252;cknahme war ebenso wie der zur Verf&#252;gung stehende Raum, in dem die Studierenden an den Lehrmedien arbeiten konnten, begrenzt. Im Rahmen des Heidelberger Medizinstudiums kommt den anatomischen Lehrmedien jedoch eine gro&#223;e Bedeutung zu. Sie sind integraler Bestandteil der Ausbildung im Vorklinikum ebenso wie in den m&#252;ndlichen Pr&#252;fungen des Physikums. Aus diesem Grund fanden Institut und Bibliothek eine gemeinsame L&#246;sung: Die Sammlung geht als Dauerleihgabe des Instituts an die Bibliothek. Auf diese Weise sind die Modelle und Plastinate t&#228;glich bis 22 Uhr abends f&#252;r alle Benutzer zug&#228;nglich.</Pgraph><SubHeadline>Aufbewahrung und bibliothekarische Erschlie&#223;ung</SubHeadline><Pgraph>Im Vorfeld der &#220;bernahme der Sammlung stellte sich die Frage der optimalen Aufbewahrung der Objekte. Die Modelle sind teilweise sehr teuer, fragil, mehrteilig oder auch sperrig. Dar&#252;ber hinaus sind Bezeichnungen wie z.B. &#8222;Ventrikelsystem des Gehirns&#8220; oder &#8222;Retrositus der Bauchh&#246;hle&#8220; f&#252;r nicht anatomisch-medizinisch geschulte Personen nicht immer problemlos zuzuordnen. Die L&#246;sung ist ein Vitrinenschrank mit abschlie&#223;baren Glast&#252;ren, der sich &#252;ber rund 10 Meter L&#228;nge erstreckt. Auf diese Weise sind die anatomischen Lehrmedien sicher gesch&#252;tzt und zugleich gut einsehbar. So kann die die Ausleihe am besten &#252;ber das Zeigen unmittelbar auf das gew&#252;nschte Objekt erfolgen.</Pgraph><Pgraph>Unmittelbar im Anschluss an den physischen Umzug der Sammlung an den neuen Aufbewahrungsort wurde ihre bibliothekarische Erschlie&#223;ung in mehreren Schritten unternommen. Die Lehrmedien wurden zun&#228;chst  im lokalen Ausleih- und Erwerbungsclient erfasst. Auf diese Weise ist eine Verbuchung der Ausleihe im System m&#246;glich. Dar&#252;ber hinaus wurde eine detaillierte Erschlie&#223;ung vorgenommen. Alle Modelle und Plastinate wurden fotografiert und in der zentralen Heidelberger Bilddatenbank HeidIcon katalogisiert. Damit ist die gesamte Sammlung nun weltweit frei online einseh- und recherchierbar (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;heidicon.ub.uni-heidelberg.de&#47;pool&#47;ubanalehr">http:&#47;&#47;heidicon.ub.uni-heidelberg.de&#47;pool&#47;ubanalehr</Hyperlink>) (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>, Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>).</Pgraph><SubHeadline>Benutzung</SubHeadline><Pgraph>Die anatomischen Lehrmedien k&#246;nnen von den Studierenden als Tagesausleihe in den R&#228;umen der Bibliothek, d.h. im Informationszentrum, im Lesesaal und in den Gruppenarbeitsr&#228;umen, benutzt werden. Die Vitrinenschr&#228;nke mit der Sammlung befinden sich im Informationszentrum in unmittelbarer N&#228;he zur Infotheke. Die Verbuchung wird von den Kolleginnen an der Theke durchgef&#252;hrt. Die Studierenden zeigen in der Regel auf die Modelle, die sie ben&#246;tigen, diese werden entnommen und auf das Benutzerkonto verbucht. Die R&#252;ckgabe erfolgt am selben Tag bzw. abends.</Pgraph><Pgraph>Die ersten Erfahrungen mit den Modellen waren beeindruckend. In der Zeit unmittelbar vor den m&#252;ndlichen Pr&#252;fungen des Physikums, d.h. Ende August und Anfang September, wurde die Zweigstelle der Universit&#228;tsbibliothek von den Medizin-Studierenden regelrecht &#252;berrannt. In dieser Zeit hat sich die Besucheranzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Hintergrund ist, dass die m&#252;ndlichen Pr&#252;fungen an den gleichen Modellen durchgef&#252;hrt werden, wie sie jeweils in mehreren Exemplaren in der Bibliothek zur Verf&#252;gung stehen. Entsprechend begeistert waren die Studierenden von dem neuen Angebot. Sie arbeiteten zumeist in kleinen Gruppen mit mehreren Modellen gleichzeitig und bereiteten sich so intensiv auf die Pr&#252;fungen vor. </Pgraph><Pgraph>Auch im laufenden Semester ist eine konstante Nutzung der anatomischen Lehrmedien zu verzeichnen &#8211; die Ausleihen der Modelle und Plastinate erfolgen immer parallel zu den im Pr&#228;parierkurs behandelten Themenbereichen. Der n&#228;chste Ansturm ist dann wieder vor den kommenden Pr&#252;fungen zu erwarten &#8211; jeweils im Fr&#252;hjahr und im Sp&#228;tsommer.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit: Wirkungsvolle Kombination">
      <MainHeadline>Fazit: Wirkungsvolle Kombination</MainHeadline><Pgraph>Die Erfahrungen im Umgang mit den beiden neuen anatomischen Lehrformen an der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg sind durchweg positiv. </Pgraph><Pgraph>Der virtuelle Seziertisch Anatomage war aufwendig in der Anschaffung und bleibt dies weiterhin in der Pflege und Betreuung der Software. Dennoch lohnt sich der Aufwand, denn der Tisch erh&#246;ht die positive Wahrnehmung der Bibliothek insbesondere bei den Dozenten und &#196;rzten der Medizinischen Fakult&#228;t und des Klinikums. Sie besuchen mit ihren Seminaren die Zweigstelle oder verweisen ihre Studierenden auf die M&#246;glichkeit des Selbststudiums vor Ort.</Pgraph><Pgraph>Die Sammlung anatomischer Lehrmedien war von Anfang an ein gro&#223;er Gewinn insbesondere f&#252;r die Studierenden der Medizin. In Zeiten der Pr&#252;fungsvorbereitung arbeiten sie intensiv mit den Modellen, w&#228;hrend des Semesters ist die Nutzung konstant. Die detaillierte und fotografische Erschlie&#223;ung &#252;ber die Bilddatenbank HeidIcon erm&#246;glicht dar&#252;ber hinaus einen weltweiten Zugang.</Pgraph><Pgraph>Beide Medienformen stellen Alleinstellungsmerkmale f&#252;r die Zweigstelle der Universit&#228;tsbibliothek dar. Sie erg&#228;nzen sich gegenseitig wirkungsvoll und tragen &#8211; jeweils auf ihre Weise &#8211; zu einer erheblichen Verbesserung der Sichtbarkeit der Bibliothek sowohl bei den Dozenten als auch bei den Studierenden der Medizin bei. Ganz nach dem Motto: Library goes Anatomy. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Kirsch J</RefAuthor>
        <RefTitle>Hic gaudet mors sucurrere vitae. Hier freut sich der Tod, dem Leben zu helfen. Anatomie zwischen Tradition und Innovation</RefTitle>
        <RefYear>2013</RefYear>
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        <RefTotal>Kirsch J. Hic gaudet mors sucurrere vitae. Hier freut sich der Tod, dem Leben zu helfen. Anatomie zwischen Tradition und Innovation. In: Effinger M, Kirsch J, editors. Hier freut sich der Tod, dem Leben zu helfen. Anatomie in Heidelberg gestern und heute. Eine Ausstellung der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg und des Instituts f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg. Heidelberg: 2013. p. 13-25.</RefTotal>
      </Reference>
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        <RefAuthor>Paech D</RefAuthor>
        <RefTitle>Kat. I.6. Das Seminar &#8222;Virtuelle Anatomie&#8220; &#8211; &#8222;Die R&#246;hre f&#252;r den Pr&#228;parierkurs</RefTitle>
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        <RefTotal>Paech D. Kat. I.6. Das Seminar &#8222;Virtuelle Anatomie&#8220; &#8211; &#8222;Die R&#246;hre f&#252;r den Pr&#228;parierkurs. In: Effinger M, Kirsch J, editors. Hier freut sich der Tod, dem Leben zu helfen. Anatomie in Heidelberg gestern und heute. Eine Ausstellung der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg und des Instituts f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg. Heidelberg: 2013. p. 41-3.</RefTotal>
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        <RefAuthor>G&#246;tz E</RefAuthor>
        <RefTitle>Kat. I.5. Der Pr&#228;parationskurs &#8211; makroskopische Anatomie</RefTitle>
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        <RefPage>39-41</RefPage>
        <RefTotal>G&#246;tz E. Kat. I.5. Der Pr&#228;parationskurs &#8211; makroskopische Anatomie. In: Effinger M, Kirsch J, editors. Hier freut sich der Tod, dem Leben zu helfen. Anatomie in Heidelberg gestern und heute. Eine Ausstellung der Universit&#228;tsbibliothek Heidelberg und des Instituts f&#252;r Anatomie und Zellbiologie der Universit&#228;t Heidelberg. Heidelberg: 2013. p. 39-41.</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Virtueller Seziertisch Anatomage </Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Anatomage</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Heidelberger Medizin-Studierende arbeiten am virtuellen Seziertisch (1)</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Universit&#228;t Heidelberg, Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Heidelberger Medizin-Studierende arbeiten am virtuellen Seziertisch (2)</Mark1><LineBreak></LineBreak>Foto: Universit&#228;t Heidelberg, Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie</Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Sammlung anatomischer Lehrmedien, Vitrinenschrank</Mark1></Pgraph></Caption>
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