<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<GmsArticle>
  <MetaData>
    <Identifier>mbi000305</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000305</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0003050</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die Vermittlung von Informationskompetenz in der &#196;rztlichen Zentralbibliothek des Universit&#228;tsklinikums Hamburg-Eppendorf</Title>
      <TitleTranslated language="en">Information literacy classes at the Medical Library of the University Medical Center Hamburg-Eppendorf</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Kintzel</Lastname>
          <LastnameHeading>Kintzel</LastnameHeading>
          <Firstname>Melanie</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, &#196;rztliche Zentralbibliothek, Martinistra&#223;e 52, 20246 Hamburg<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, &#196;rztliche Zentralbibliothek, Hamburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>kintzel&#64;aezb.uke.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Sunderbrink</Lastname>
          <LastnameHeading>Sunderbrink</LastnameHeading>
          <Firstname>Norbert</Firstname>
          <Initials>N</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, &#196;rztliche Zentralbibliothek, Hamburg, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>sunderbrink&#64;aezb.uke.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Information Literacy</Keyword>
      <Keyword language="en">Academic Research</Keyword>
      <Keyword language="en">University Medical Center Hamburg-Eppendorf</Keyword>
      <Keyword language="en">Medical Library</Keyword>
      <Keyword language="de">Informationskompetenz</Keyword>
      <Keyword language="de">Wissenschaftliches Arbeiten</Keyword>
      <Keyword language="de">Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf</Keyword>
      <Keyword language="de">&#196;rztliche Zentralbibliothek</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20140828</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>14</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Teaching Library</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>08</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Der folgende Beitrag stellt das Angebot zur Vermittlung von Informationskompetenz der &#196;rztlichen Zentralbibliothek am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf dar. Im Fokus steht die aktuelle  Weiterentwicklung des Schulungsangebots und hier insbesondere der curricular verankerte Recherchekurs des Wahlpflicht-Moduls &#8222;Wissenschaftliches Arbeiten&#8220; des neuen integrierten Modellstudiengangs &#8222;iMED Hamburg&#8220;.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>This article introduces the range of information literacy classes at the Medical Library of the University Medical Center Hamburg-Eppendorf. It focuses on current advancement of the training courses, especially on the curricular information literacy class which is part of the elective module &#8220;academic research&#8221; in the new degree programme &#8220;iMED Hamburg&#8221;.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die &#196;rztliche Zentralbibliothek (&#196;ZB) des Universit&#228;tsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist der zentrale Lernort f&#252;r die Studierenden der Medizinischen Fakult&#228;t <TextLink reference="1"></TextLink>. Standen zum Zeitpunkt der Zentralisierung der Bibliotheken im Jahr 2000 unter dem Dach der neuen attraktiven Zentralbibliothek bereits 217 Nutzerarbeitspl&#228;tze zur Verf&#252;gung <TextLink reference="2"></TextLink>, so konnte in den letzten Jahren durch Umbauma&#223;nahmen die Anzahl auf 241 Arbeitspl&#228;tze erh&#246;ht werden. Ebenso fand eine sukzessive Erweiterung der &#214;ffnungszeiten statt, so dass die &#196;ZB inzwischen an sieben Tagen der Woche von 8 bis 22 Uhr f&#252;r die Studierenden und andere Besucher zug&#228;nglich ist. F&#252;r die Medizinstudierenden wurde 2009 der Selbstlernbereich um das MediTreFF erweitert: Im <Mark1>Medi</Mark1>zinischen <Mark1>Tr</Mark1>ainingszentrum <Mark1>e</Mark1>igener <Mark1>F</Mark1>&#228;higkeiten und <Mark1>F</Mark1>ertigkeiten k&#246;nnen mit Hilfe von anatomischen Modellen Untersuchungstechniken und grundlegende diagnostische Verfahren erlernt und ge&#252;bt werden <TextLink reference="3"></TextLink>. Mit einzelnen Lehrveranstaltungen und den OSCE-Pr&#252;fungen (Objective Structured Clinical Examination) in diesem sogenannten Skills-Lab hielten auch erstmals Veranstaltungen des Curriculums Einzug in die Bibliothek. Dadurch hat die &#196;ZB mit ihrer Lerninfrastruktur in der medizinischen Ausbildung bereits an Bedeutung gewonnen, ohne mit eigenen curricularen Lehrveranstaltungen direkt beteiligt gewesen zu sein.</Pgraph><Pgraph>Im UKE werden derzeit rund 3600 Studierende der F&#228;cher Humanmedizin und Zahnmedizin ausgebildet. Neben der Versorgung der Studierenden mit der f&#252;r das Studium ben&#246;tigten Fachliteratur (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) sieht die Bibliothek es als ihre wichtige Aufgabe, ihre Nutzer, insbesondere die Studierenden, im Umgang mit Informationsressourcen zu schulen. Hierf&#252;r bietet sie eine Reihe von Schulungen und Kursen an, angefangen bei allgemeinen Einf&#252;hrungen in die Bibliotheksbenutzung bis hin zu Kursen zur Nutzung von Literaturverwaltungsprogrammen. Im Folgenden wird das gesamte Angebot zur Vermittlung von Informationskompetenz vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf dem neuen curricular eingebundenen Recherchekurs im ersten Semester des neuen Modellstudiengangs liegt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Informationskompetenz in der &#196;ZB">
      <MainHeadline>2 Informationskompetenz in der &#196;ZB</MainHeadline><Pgraph>Die Nachfrage nach Schulungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Im Jahr 2013 hat die &#196;ZB insgesamt 118 Kurse zur Vermittlung von Informationskompetenz durchgef&#252;hrt, an denen 1.592 Personen teilgenommen haben (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). S&#228;mtliche Schulungen werden von Bibliothekaren durchgef&#252;hrt und aktualisiert</Pgraph><SubHeadline>2.1 Allgemeine Bibliothekseinf&#252;hrungen</SubHeadline><Pgraph>F&#252;r alle Interessierten, ob Studierende, Auszubildende in den Pflegeberufen oder andere Nutzergruppen, bietet die &#196;ZB regelm&#228;&#223;ig Bibliothekseinf&#252;hrungen an. Die Standard-Einf&#252;hrung beinhaltet folgende Informationen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Systematische Aufstellung der B&#252;cher</ListItem><ListItem level="1">Nutzung des Online-Katalogs (inkl. Benutzerkonto)</ListItem><ListItem level="1">Zugang zu und Nutzung der E-Medien</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen durch die F&#252;hrung und die Aufgabenstellungen die Bibliothek und die Literaturrecherche kennen. Eine Einf&#252;hrung kann &#252;ber die Website gebucht werden. Dabei k&#246;nnen spezifische, auf gew&#252;nschte Themen zugeschnittene Bibliothekseinf&#252;hrungen vereinbart werden. Das Angebot wird vor allem von den Ausbildungsst&#228;tten der verschiedenen Gesundheitsfachberufe wahrgenommen.</Pgraph><SubHeadline>2.2 Bibliothekseinf&#252;hrungen f&#252;r Studienanf&#228;nger im UKE</SubHeadline><Pgraph>Alle Studienanf&#228;nger der Humanmedizin und der Zahnmedizin erhalten gleich zu Beginn ihres ersten Semesters im Rahmen der Orientierungseinheit (OE) eine 30 Minuten umfassende Kurzeinf&#252;hrung. Der Vorteil der Einbindung in die OE ist, dass so nahezu jeder Studierende erreicht wird und die Bibliothek von Beginn an als unterst&#252;tzender Ort f&#252;r das Studium kennengelernt wird.</Pgraph><Pgraph>Die 23 Kurzeinf&#252;hrungen w&#228;hrend der OE finden an zwei Wochentagen statt, an denen die Gruppen mit jeweils ca. 20 Teilnehmern eng getaktet durch die Bibliothek gef&#252;hrt werden und grundlegende Informationen zur Nutzung ihrer Ressourcen erhalten. W&#228;hrend der F&#252;hrung hat sich das Verteilen von 3 bis 5 Fragekarten auf jeder Etage sehr positiv auf die Informationsvermittlung ausgewirkt. Durch den pers&#246;nlichen Austausch innerhalb der Gruppen wird eine h&#246;here Aufmerksamkeit bei den Studierenden erreicht. Im Anschluss an die F&#252;hrung erh&#228;lt jede Gruppe im Schulungsraum Einstiegsinformationen zum Online-Katalog und bearbeitet drei Rechercheaufgaben. Die Studierenden sollen u. a. von der Buchsignatur auf den Standort innerhalb der Bibliothek schlie&#223;en und E-Books nutzen k&#246;nnen. Des Weiteren wird erkl&#228;rt, wie die Studierenden mit ihren Zugangsdaten die Angebote auf der E-Learning-Plattform erreichen <TextLink reference="4"></TextLink>. Neben den Kursangeboten der medizinischen F&#228;cher k&#246;nnen die Studierenden dort auch auf Informationsangebote der &#196;ZB wie etwa Online-Ressourcen, Erl&#228;uterungen zur W-LAN-Nutzung, Remote-Access, Tutorials etc. zugreifen. Danach werden die Studierenden &#252;ber den offiziellen Fluchtweg der Bibliothek zur&#252;ck in die Leihstelle gef&#252;hrt. Dort werden die Bibliotheksausweise ausgestellt, sie erhalten die Zugangsdaten f&#252;r ihren studentischen UKE-E-Mail-Account und eine &#220;bersicht &#252;ber die verschiedenen Informationssysteme und deren Nutzung.</Pgraph><SubHeadline>2.3 Weitere Schulungsangebote</SubHeadline><Pgraph>Weitere Veranstaltungen wie eine Einf&#252;hrung in die Datenbankrecherche und eine Einf&#252;hrung in die Literaturverwaltung sind bei der &#196;ZB buchbar.</Pgraph><Pgraph>Die Einf&#252;hrung in die Datenbankrecherche beinhaltet:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">&#220;bersicht &#252;ber medizinische, naturwissenschaftliche und psychologische Datenbanken und Internetressourcen </ListItem><ListItem level="1">Grundtechniken der Datenbanksuche </ListItem><ListItem level="1">Thematische Suche in Medline&#47;PubMed </ListItem><ListItem level="1">Suche nach Dissertationen </ListItem><ListItem level="1">E-Medienzug&#228;nge</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Einf&#252;hrung in die Literaturverwaltung beinhaltet:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Arbeiten mit Datenbanken </ListItem><ListItem level="1">Referenzen verwalten, systematisieren, importieren </ListItem><ListItem level="1">Duplikate ermitteln </ListItem><ListItem level="1">Online-Ressourcen&#47;Volltexte ermitteln </ListItem><ListItem level="1">Mit Endnote recherchieren </ListItem><ListItem level="1">Literaturlisten erstellen </ListItem><ListItem level="1">Cite while you write (Word) &#8211; Zitierstile </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Beide Kurse werden regelm&#228;&#223;ig in den Computerr&#228;umen der Bibliothek im MediTreFF angeboten, in der Regel je ein- bis zweimal im Monat. Die Teilnahme daran ist freiwillig, die Kurse werden gut nachgefragt. Dar&#252;ber hinaus besteht die M&#246;glichkeit f&#252;r Lehrende der Fakult&#228;t, einen Bibliothekar f&#252;r eine Lehrveranstaltung zu buchen, der dann fachbezogen in die Datenbankrecherche (in der Regel in PubMed) einf&#252;hrt.</Pgraph><SubHeadline>2.4 Recherchekurs im neuen integrierten Modellstudiengang Medizin iMED</SubHeadline><Pgraph>Ende der 2000er Jahre begann im UKE ein mehrj&#228;hriger Reformprozess zur Entwicklung eines neuen Modellstudiengangs der Humanmedizin, der die strenge Trennung von vorklinischem und klinischem Studienabschnitt aufhebt. Zentrales Leitprinzip des Modellstudiengangs ist die wissenschaftliche Orientierung, d. h. im Wesentlichen sollen gef&#246;rdert werden eine fragende kritische Haltung,     Problem- und Methodenbewusstsein, Strukturierungsf&#228;higkeit und Selbstst&#228;ndigkeit sowie die     Orientierung an evidenzbasierter Wissenschaft <TextLink reference="5"></TextLink>. Um den Reformprozess zu gestalten, lud die Medizinische Fakult&#228;t regelm&#228;&#223;ig ihre Lehrenden (Fachvertreter) zu Klausurtagungen ein. An den Klausurtagungen nahm auch die Leiterin der &#196;ZB teil, um den Beitrag, den die Bibliothek zur Unterst&#252;tzung der Lehre zu leisten vermag, bekannt zu machen und zu bewerben. Methoden wissenschaftlichen Arbeitens sollten k&#252;nftig von Anfang an st&#228;rker als bisher in das Studium integriert werden. Zum Wintersemester 2012&#47;2013 startete der neue Modellstudiengang. Die Vermittlung von Informationskompetenz ist seither als Bestandteil des Moduls &#8222;Wissenschaftliches Arbeiten&#8220; in das Curriculum integriert und die &#196;ZB mit einem Kurs an der Lehre beteiligt.</Pgraph><SubHeadline2>Modul &#8222;Wissenschaftliches Arbeiten&#8220;</SubHeadline2><Pgraph>Bereits wenige Wochen nach Beginn ihres 1. Semesters erhalten die etwa 380 Studierenden eine umfassende Einf&#252;hrung in das wissenschaftliche Arbeiten. Ziel des <TextGroup><PlainText>2-w</PlainText></TextGroup>&#246;chigen Moduls ist es, den Studierenden das notwendige wissenschaftliche &#8222;Handwerkszeug&#8220; f&#252;r einen Einstieg in die Forschung zu vermitteln. Den Abschluss bildet eine Vorstellung der F&#228;cher des sogenannten Second Tracks, bei der die Fachvertreter ihre Forschungsarbeit vorstellen. Die Studierenden sollen fr&#252;h an die Forschungsschwerpunkte der Hamburger Medizinischen Fakult&#228;t herangef&#252;hrt werden. Aus den Second-Track-F&#228;chern w&#228;hlen die Studierenden sp&#228;ter ihre Schwerpunkte und das Thema ihrer Abschlussarbeit.</Pgraph><Pgraph>Von Beginn an wurde die Bibliothek in die Planung des Moduls einbezogen. Seit Mai 2011 fanden regelm&#228;&#223;ige Besprechungen zur inhaltlichen Gestaltung mit den Fachvertretern und den Organisatoren des Moduls statt. An diesen Treffen nahm der Leiter des Bereichs Kundenservice teil, um den inhaltlichen Beitrag der &#196;ZB in Erg&#228;nzung zu den Vorlesungen und Seminaren der Dozenten festzulegen.</Pgraph><Pgraph>In dem Modul finden insgesamt Vorlesungen und Seminare mit folgenden Inhalten statt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Einf&#252;hrung in die Wissenschaftstheorie</ListItem><ListItem level="1">Grundlagen der Evidenzbasierten Medizin</ListItem><ListItem level="1">Ethik der Medizin</ListItem><ListItem level="1">Studientypen und Studiendesigns</ListItem><ListItem level="1">Lesen wissenschaftlicher Arbeiten</ListItem><ListItem level="1">Pr&#228;sentationstechniken</ListItem><ListItem level="1">Recherche wissenschaftlicher Fachinformation</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Seminare zur Recherche sind wiederum unterteilt in das theoretisch ausgerichtete Seminar <TextGroup><PlainText>&#8222;Recherchieren I&#8220;</PlainText></TextGroup>, das ebenfalls von Dozenten des UKE gehalten wird, und den praxisorientierten Recherchekurs <TextGroup><PlainText>&#8222;Recherchieren II&#8220;</PlainText></TextGroup>, dessen Durchf&#252;hrung die &#196;ZB &#252;bernimmt.</Pgraph><SubHeadline2>Recherchieren I</SubHeadline2><Pgraph>Im Seminar Recherchieren I wird den Studierenden vermittelt, wie wissenschaftliche Informationen generiert werden und welche Quellen es gibt. Sie lernen den Aufbau wissenschaftlicher Publikationen kennen und erhalten einen &#220;berblick &#252;ber Zitierregeln und Zitierstile.</Pgraph><Pgraph>Die Lernziele von Recherchieren I sind:</Pgraph><Pgraph>Der&#47;die Studierende&#8230;</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">... kann verschiedene Medien, in denen wissenschaftlich publiziert wird, nennen.</ListItem><ListItem level="1">... kann die Bedeutung der Informationsbeschaffung f&#252;r das wissenschaftliche Arbeiten erl&#228;utern.</ListItem><ListItem level="1">... kann die Bedeutung wissenschaftlicher Quellen beschreiben.</ListItem><ListItem level="1">... kann die Regeln des Zitierens nennen.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline2>Recherchieren II</SubHeadline2><Pgraph>Der Recherchekurs baut auf den Inhalten der Einf&#252;hrungsveranstaltung w&#228;hrend der Orientierungseinheit auf (s.o.). &#220;bergeordnetes Lernziel ist die Aneignung praktischer Fertigkeiten und Kenntnisse f&#252;r die Recherche nach medizinischer Fachinformation. Im Einzelnen wird den Studierenden die professionelle Suche im Online-Katalog, der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) und PubMed vermittelt (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>Dabei erhalten die Studierenden &#220;bungsaufgaben, die zu zweit gel&#246;st und anschlie&#223;end in der Gruppe demonstriert und besprochen werden. Im Rahmen des Recherchekurses absolvieren die Teilnehmer einen kurzen Test zur &#220;berpr&#252;fung des Lernverst&#228;ndnisses (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>). Dieser Multiple-Choice-Test dient auch zur Vorbereitung auf die abschlie&#223;ende Klausur.</Pgraph><Pgraph>Die Lernziele von Recherchieren II:</Pgraph><Pgraph>Lernziele Teil A (2x45 Minuten): Informationskompetenz bezogen auf die Kenntnis und Nutzung prim&#228;rer Lernmedien</Pgraph><Pgraph>Der&#47;die Studierende &#8230;</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">&#8230; kennt die relevanten Einstiegsportale (&#196;ZB-Website, E-Learning-Kursbereich).</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kennt Zugangswege zu lizenzierten E-Medien (VPN, HAN).</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kann Literatur im Campus-Katalog recherchieren und beschaffen.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kann Suchvokabular in pr&#228;zise Abfragen &#252;bersetzen.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kennt verschiedene Recherchetechniken zum Erweitern und Einschr&#228;nken von Ergebnismengen (Filter, Operatoren).</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kann Literaturlisten interpretieren&#47;verstehen.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Lernziele Teil B (2x45 Minuten): Informationskompetenz bezogen auf die Kenntnis und Nutzung relevanter Informationsquellen zur Anfertigung der Abschlussarbeit</Pgraph><Pgraph>Der&#47;die Studierende &#8230;</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">&#8230; kennt spezielle Recherchetechniken f&#252;r PubMed.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kann zwischen Bestandskatalogen und Fachdatenbanken&#47;Suchmaschinen-Indices unterscheiden.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; wei&#223;, welche Quellen den aktuellen Informationsbedarf am besten erf&#252;llen.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; wei&#223; sich &#252;ber den aktuellen Forschungsstand zu einem Thema zu informieren.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; wei&#223; die Relevanz und Vollst&#228;ndigkeit von Rechercheergebnissen einzusch&#228;tzen.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kennt Personalisierungsfunktionen, um sich &#252;ber Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.</ListItem><ListItem level="1">&#8230; kennt weitere Schulungsangebote der &#196;ZB zur Datenbanknutzung und Literaturverwaltung.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline2>Schulung der Mitarbeiter, Durchf&#252;hrung der Recherchekurse &#8222;Recherchieren II&#8220;</SubHeadline2><Pgraph>Eine organisatorische Herausforderung stellte die erstmalige Durchf&#252;hrung der Recherchekurse dar, da das gesamte erste Semester in Gruppen von 20 Personen geschult werden sollte. Ein Kurs umfasst 180 Minuten. Die <TextGroup><PlainText>19 K</PlainText></TextGroup>urse mussten innerhalb einer Woche stattfinden. Daf&#252;r stehen vier Computer-Schulungsr&#228;ume zur Verf&#252;gung, die parallel genutzt werden mussten. Konkret waren also vier Mitarbeiter f&#252;r die Kurse zu schulen und in der Woche der Durchf&#252;hrung einzuplanen. Bedingt durch den Ablauf des Studiums fanden die Kurse in der 51. Kalenderwoche statt &#8211; eine lebhafte Woche, in der in allen Abteilungen der Bibliothek Hochsaison herrscht. F&#252;r die &#196;ZB war es aufgrund kurz zuvor vakant gewordener Stellen nicht m&#246;glich, die Kurse ohne externe Unterst&#252;tzung durchzuf&#252;hren. Aus diesem Grund wurde am Department Information der Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften nach personeller Verst&#228;rkung gesucht. F&#252;r diese Aufgabe konnten frisch gebackene Absolventen des Studiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement gewonnen werden, die sich w&#228;hrend ihres Studiums besonders im Bereich &#8222;Vermittlung von Informationskompetenz&#8220; engagiert hatten. F&#252;r die Kurse wurden Lehrauftr&#228;ge vergeben. Zur Vorbereitung der angehenden Dozentinnen und Dozenten wurden in der &#196;ZB &#8222;Train-the-Trainer&#8220;-Tutorien veranstaltet, in denen die Dozenten mit den zu vermittelnden Kursinhalten vertraut gemacht wurden. Bei diesen Tutorien wurde auf die medizinischen Besonderheiten fokussiert (bspw. die Recherche nach Systematic Reviews).</Pgraph><Pgraph>Inzwischen hat die Bibliothek im WS 2013&#47;2014 zum zweiten Mal die Recherchekurse durchgef&#252;hrt. Diesmal mussten nur noch zwei externe Dozentinnen gewonnen werden, die bereits &#252;ber Erfahrungen verf&#252;gten, weil sie schon im ersten Jahr Kurse &#252;bernommen hatten. Im kommenden Wintersemester sollen zum ersten Mal s&#228;mtliche Kurse von bibliothekseigenem Personal durchgef&#252;hrt werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Ausblick">
      <MainHeadline>3 Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Mittlerweile studiert bereits der zweite Jahrgang im Hamburger Modellstudiengang. Bei laufendem Studienbetrieb werden die letzten Semester des neuen Modellstudiengangs noch abschlie&#223;end gestaltet. F&#252;r das wissenschaftliche Arbeiten, dessen Methoden bisher nur im ersten Semester kompakt vermittelt werden, zu einem Zeitpunkt, an dem die Studierenden noch ganz am Anfang ihres Studiums stehen und sich mit ihrer Doktorarbeit gedanklich noch wenig befassen, bedeutet das, dass die sich durch das Studium ziehende Lernspirale in irgendeiner Form zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt das Thema der Vermittlung von Informationskompetenz wieder aufgreifen muss, um den Studierenden das notwendige methodische R&#252;stzeug f&#252;r ihr weiteres Studium und ihre medizinische Karriere im Sinne eines lebenslangen Lernens zu geben. Wie dies gestaltet werden kann, ist zur Zeit noch offen. Denkbar sind aber verschiedene Szenarien: entweder k&#246;nnten in bestimmten Second Tracks entsprechende Inhalte von den Fachdozenten eingebettet werden oder diese k&#246;nnten f&#252;r ihre Lehrveranstaltungen einen Bibliothekar aus der &#196;ZB buchen, der dann fach- oder problembezogen Informationskompetenz vermittelt. Die &#196;ZB wird im Rahmen der Weiterentwicklung des Modellstudiengangs diese Thematik weiter verfolgen. Bis zu einer eventuellen curricularen L&#246;sung haben alle Studierenden die M&#246;glichkeit, sich in der &#196;ZB durch freiwilligen Besuch eines Kurses oder individuelle Beratung bei der Recherche Unterst&#252;tzung zu suchen.</Pgraph><Pgraph>Die &#196;rztliche Zentralbibliothek sieht sich auf einem guten Weg in die Zukunft, um ihren Nutzern im Umgang mit medizinischer Fachinformation die f&#252;r ein erfolgreiches Studium und Berufsleben erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln. Mit der Aufnahme des Recherchekurses in das neue Curriculum wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Bedarf an neuen Kursangeboten k&#246;nnte entstehen bei der Reformierung des Studiengangs Zahnmedizin. Aber auch die Entwicklung von speziellen Angeboten f&#252;r Wissenschaftler ist denkbar. Ganz konkret arbeitet die &#196;ZB gerade an der Erstellung von Online-Tutorials zur Erg&#228;nzung der Pr&#228;senzveranstaltungen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Kintzel M</RefAuthor>
        <RefAuthor>Petterson S</RefAuthor>
        <RefTitle>Die &#196;rztliche Zentralbibliothek des Universit&#228;tsklinikums Hamburg-Eppendorf</RefTitle>
        <RefYear>2009</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
        <RefPage>Doc32</RefPage>
        <RefTotal>Kintzel M, Petterson S. Die &#196;rztliche Zentralbibliothek des Universit&#228;tsklinikums Hamburg-Eppendorf. GMS Med Bibl Inf. 2009;9(2-3):Doc32. DOI: 10.3205&#47;mbi000160</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.3205&#47;mbi000160</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Stahl H</RefAuthor>
        <RefTitle>Es wird wieder gerne in der Bibliothek gelernt oder Ist eine medizinische Bibliothek nur f&#252;r die Mediziner und eine Rechtsbibliothek nur f&#252;r die Juristen&#63;</RefTitle>
        <RefYear>2005</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
        <RefPage>Doc07</RefPage>
        <RefTotal>Stahl H. Es wird wieder gerne in der Bibliothek gelernt oder Ist eine medizinische Bibliothek nur f&#252;r die Mediziner und eine Rechtsbibliothek nur f&#252;r die Juristen&#63; GMS Med Bibl Inf. 2005;5(2):Doc07. Available from: http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2005-5&#47;mbi000007.shtml</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2005-5&#47;mbi000007.shtml</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Soulos A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Sunderbrink N</RefAuthor>
        <RefTitle>Integrierte Lernumgebung am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf &#8211; Medizinische Skills-Labs in der &#196;rztlichen Zentralbibliothek</RefTitle>
        <RefYear>2010</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
        <RefPage>Doc08</RefPage>
        <RefTotal>Soulos A, Sunderbrink N. Integrierte Lernumgebung am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf &#8211; Medizinische Skills-Labs in der &#196;rztlichen Zentralbibliothek. GMS Med Bibl Inf. 2010;10(1):Doc08. DOI: 10.3205&#47;mbi000191</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.3205&#47;mbi000191</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Rohde E</RefAuthor>
        <RefAuthor>Sunderbrink N</RefAuthor>
        <RefTitle>&#196;rztliche Zentralbibliothek &#8211; Mitgestalterin einer elektronischen Lernumgebung am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf</RefTitle>
        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
        <RefPage>Doc41</RefPage>
        <RefTotal>Rohde E, Sunderbrink N. &#196;rztliche Zentralbibliothek &#8211; Mitgestalterin einer elektronischen Lernumgebung am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf. GMS Med Bibl Inf. 2007;7(3):Doc41. Available from: http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2007-7&#47;mbi000093.shtml</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.egms.de&#47;de&#47;journals&#47;mbi&#47;2007-7&#47;mbi000093.shtml</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="5">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2012</RefYear>
        <RefBookTitle>Second Track: der Wahlpflichtbereich im iMED &#91;Internet&#93;</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Second Track: der Wahlpflichtbereich im iMED &#91;Internet&#93;. Hamburg: UKE; 2012 &#91;updated 2013 Apr 4; cited 2014 Jul 8&#93;. Available from: https:&#47;&#47;www.uke.de&#47;studierende&#47;index&#95;86625.php</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.uke.de&#47;studierende&#47;index&#95;86625.php</RefLink>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <Table format="png">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Von der &#196;ZB durchgef&#252;hrte Schulungen 2013</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <NoOfTables>1</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <Figure format="png" height="459" width="691">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Lehrbuchsammlung &#8211; Immer noch ein wichtiger Startpunkt ins Studium</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="405" width="648">
          <MediaNo>2</MediaNo>
          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Praktische &#220;bungen im Recherchekurs</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="157" width="757">
          <MediaNo>3</MediaNo>
          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Beispielfrage des Multiple-Choice-Tests</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <NoOfPictures>3</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>