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    <Identifier>mbi000301</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000301</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0003011</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Integration von E-Learning in die Vermittlung von Informationskompetenz an der &#8222;Claudiana&#8220;</Title>
      <TitleTranslated language="en">Integration of e-learning in the lecture &#8220;Information Literacy&#8221; at the Provincial College for Health-Care Professions &#8220;Claudiana&#8221;</TitleTranslated>
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      <Creator>
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          <Lastname>Waldboth</Lastname>
          <LastnameHeading>Waldboth</LastnameHeading>
          <Firstname>Simone</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
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        <Address>Landesfachhochschule f&#252;r Gesundheitsberufe &#8222;Claudiana&#8220;, Scuola Provinciale Superiore di Sanit&#224;, Bibliothek &#8211; Biblioteca, Bozen, Italien, Tel. &#43;39-0471-067214, Fax. &#43;39-0471-067211<Affiliation>Landesfachhochschule f&#252;r Gesundheitsberufe &#8222;Claudiana&#8220;, Bibliothek, Bozen, Italien</Affiliation></Address>
        <Email>simone.waldboth&#64;claudiana.bz.it</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Provincial College for Health-Care Professions &#34;Claudiana&#34;</Keyword>
      <Keyword language="en">information literacy</Keyword>
      <Keyword language="en">e-learning</Keyword>
      <Keyword language="en">blended learning</Keyword>
      <Keyword language="de">Landesfachhochschule f&#252;r Gesundheitsberufe &#8222;Claudiana&#8220;</Keyword>
      <Keyword language="de">Informationskompetenz</Keyword>
      <Keyword language="de">E-Learning</Keyword>
      <Keyword language="de">Blended Learning</Keyword>
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    <DatePublished>20140828</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>14</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Teaching Library</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>04</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Von den MitarbeiterInnen der Bibliothek der Landesfachhochschule f&#252;r Gesundheitsberufe &#8222;Claudiana&#8220; in Bozen werden bereits seit Jahren Lehrveranstaltungen zur Vermittlung von Informationskompetenz durchgef&#252;hrt. Nun steht den Lehrenden seit geraumer Zeit auch eine E-Learning Plattform zur Verf&#252;gung, weshalb auch die Bibliothek vor der Aufgabe steht E-Learning- Szenarien in ihre Angebote und Dienstleistungen zu integrieren. Daher wurde f&#252;r die Integration von E-Learning in die Vermittlung von Informationskompetenz ein neues Konzept ausgearbeitet. Als Grundlage daf&#252;r dienten eine Befragung der Studierenden und Interviews mit den StudiengangsleiterInnen. Die Ergebnisse aus Befragung und Interviews, sowie das neu erstellte Konzept werden in diesem Beitrag kurz vorgestellt.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The library staff of the Provincial College for Health-Care Professions &#8220;Claudiana&#8221; has been giving lectures on the mediation of information literacy for years. As all professors have been given the possibility to work with an e-learning platform for some time, now also the library sees itself confronted with the need to integrate e-learning scenarios in its offers and services. Therefore a concept to integrate e-learning with the mediation of information literacy was developed. The bases for this concept were interviews with both the students and the study programme coordinators. The results of these interviews will shortly be presented in the following article.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Bibliothek der Landesfachhochschule &#8222;Claudiana&#8220;">
      <MainHeadline>Die Bibliothek der Landesfachhochschule &#8222;Claudiana&#8220;</MainHeadline><Pgraph>Die Landesfachhochschule f&#252;r Gesundheitsberufe &#8222;Claudiana&#8220; in Bozen wurde 1996 mit der Aufgabe Fachkr&#228;fte im Gesundheitswesen auszubilden gegr&#252;ndet.</Pgraph><Pgraph>Mit der Gr&#252;ndung der &#8222;Claudiana&#8220; wurde auch eine Hochschulbibliothek errichtet. Der Bestand der Bibliothek setzt sich aus deutschen, italienischen und englischen Medien zusammen. Die Aufstellung erfolgt nach der Systematik der<Mark2> National Library of Medicine</Mark2>. </Pgraph><Pgraph>Von Beginn an lag der Schwerpunkt der Bibliothek auf der Literaturversorgung des nicht&#228;rztlichen Personals, der Vermittlung von Informationskompetenz, der Schulung der Studierenden und deren Unterst&#252;tzung in der Literaturrecherche <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Informationskompetenz an der &#8222;Claudiana&#8220;</SubHeadline><Pgraph>2005 wurde an der &#8222;Claudiana&#8220; eine Arbeitsgruppe f&#252;r Informationskompetenz gegr&#252;ndet. Die Bibliothek hatte in den vorangegangenen Jahren die Voraussetzungen f&#252;r eine ad&#228;quate Literaturversorgung der Studierenden geschaffen. Der Bestand an Fachzeitschriften und Fachb&#252;chern wurde ausgebaut, Datenbanken lizenziert und &#252;ber eine Internetseite angeboten. Nun ging es darum den Studierenden Kompetenzen f&#252;r die Benutzung dieser Ressourcen zu vermitteln, schlie&#223;lich ist Informationskompetenz f&#252;r medizinisches Fachpersonal eine wichtige Schl&#252;sselkompetenz. </Pgraph><Pgraph>Die Arbeitsgruppe erstellte ein erstes Konzept zur Vermittlung von Informationskompetenz an der &#8222;Claudiana&#8220;. Im Laufe der Zeit wurde das erste Konzept in Anlehnung an die italienische &#220;bersetzung der Standards der <Mark2>Association of College and Research Libraries </Mark2>durch die <Mark2>Associazione Italiana Biblioteche</Mark2> weiter ausgearbeitet <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Durch Beschluss des Fachhochschulrats der Landesfachhochschule &#8222;Claudiana&#8220; wurde die Lehrveranstaltung &#8222;Informationskompetenz&#8220; f&#252;r alle Studieng&#228;nge eingef&#252;hrt. In Vereinbarung mit den italienischen Universit&#228;ten wird die Lehrveranstaltung am Ausbildungssitz der &#8222;Claudiana&#8220; als verpflichtendes Seminar durchgef&#252;hrt. F&#252;r die Lehrveranstaltung gibt es keine Pr&#252;fung. Am Ende des ersten und zweiten Studienjahres erhalten die Studierenden ein Feedback zu den von ihnen durchgef&#252;hrten Aufgaben.</Pgraph><SubHeadline>Integration von E-Learning</SubHeadline><Pgraph>An der &#8222;Claudiana&#8220; steht den Lehrenden f&#252;r ihren Unterricht seit einiger Zeit eine E-Learning-Plattform zur Verf&#252;gung. &#220;ber das Online-Service-Portal Copernicus (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.copernicus.bz.it&#47;">http:&#47;&#47;www.copernicus.bz.it&#47;</Hyperlink>) der Autonomen Provinz Bozen erh&#228;lt man Zugriff auf die Lernplattform ILIAS. </Pgraph><Pgraph>Somit steht auch die Bibliothek, deren prim&#228;re Aufgaben die Informationsversorgung f&#252;r Studium und Lehre der Hochschulangeh&#246;rigen und die Vermittlung von Informationskompetenz sind, vor der Aufgabe E-Learning-Szenarien in ihre Dienstleistungen und Angebote zu integrieren. Um diese sinnvoll in den Unterricht zur Vermittlung von Informationskompetenz einzubinden, musste ein entsprechendes Konzept entwickelt werden. Dieses sollte vor allem die Bed&#252;rfnisse der Studierenden ber&#252;cksichtigen, weshalb eine Befragung dieser stattfand. Die Befragung sollte eine Evaluation des bisherigen Unterrichts sein und den Kenntniserwerb der Studierenden aufzeigen. Befragt wurden die Studierenden der Studieng&#228;nge Dentalhygiene, Physiotherapie, Krankenpflege, Logop&#228;die und Medizinisch-technische Radiologieassistenz. Diese Studieng&#228;nge befanden sich am Ende der Ausbildung und die Studierenden hatten alle Lehrveranstaltungen zur Informationskompetenz bereits absolviert. Neben der Umfrage wurden auch die StudiengangsleiterInnen dieser Studieng&#228;nge interviewt, um auch ihre Meinung zu den bisherigen Lehrveranstaltungen in das neu zu erstellende Konzept miteinflie&#223;en lassen zu k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Befragung der Studierenden">
      <MainHeadline>Befragung der Studierenden</MainHeadline><Pgraph>Im Herbst 2013 fand die Befragung statt. Die R&#252;cklaufquote des Fragebogens lag bei 87&#37;, von 149 Studierenden haben 130 den Fragebogen ausgef&#252;llt.</Pgraph><Pgraph>Die erste Frage gliederte sich in drei Teile und  besch&#228;ftigte sich mit Unterrichtsmethoden und E-Learning. Es ging darum herauszufinden, ob die Studierenden eine der angegebenen Unterrichtsmethoden klar bevorzugen und ob sie bereits Erfahrungen mit E-Learning bzw. Blended Learning gemacht haben. Au&#223;erdem wurden die StudentInnen gebeten, anzugeben, wie sie eine Einf&#252;hrung von E-Learning bzw. Blended Learning an der &#8222;Claudiana&#8220; finden w&#252;rden.</Pgraph><Pgraph>Bei der Frage nach der Pr&#228;ferenz einer Unterrichtsmethode hat sich herausgestellt, dass keine der angegeben Methoden klar von den Studierenden bevorzugt wurde. Die angegebenen Unterrichtsmethoden Workshop, Seminar, Frontalunterricht erhielten in den beiden als positiv zu bewertenden Antwortm&#246;glichkeiten &#8222;Gef&#228;llt mir sehr&#8220; und &#8222;Gef&#228;llt mir ziemlich&#8220; &#252;ber 60&#37;. </Pgraph><Pgraph>Da keine der Unterrichtsmethoden klar bevorzugt wurde, scheint ein Mix aus allen Methoden in der Lehrveranstaltung die optimalste L&#246;sung zu sein.</Pgraph><Pgraph>Auch wenn noch wenige Studierende bisher Erfahrungen mit E-Learning bzw. Blended Learning sammeln konnten, lediglich 31,8 &#37; haben Erfahrung mit E-Learning und nur 5,8&#37; mit Blended Learning, sind sie nicht gegen eine Einf&#252;hrung dieser Unterrichtsmethoden an der &#8222;Claudiana&#8220;. Im Gegenteil ein Gro&#223;teil der Studierenden ist f&#252;r die Einf&#252;hrung von E-Learning wie in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> ersichtlich ist.</Pgraph><Pgraph>Bei den n&#228;chsten Fragen handelte es sich um Wissensfragen. Die Wissensfragen besch&#228;ftigten sich mit folgenden Themen. Es ging darum herauszufinden, welche Schl&#252;sselw&#246;rter die Studierenden f&#252;r eine Recherche verwenden, ob sie die Booleschen Operatoren kennen und richtig einsetzen, wie sie bei der Recherche nach Zeitschriftenartikeln vorgehen und ob sie relevante Datenbanken im medizinischen Bereich von nicht relevanten unterscheiden k&#246;nnen. Ferner wurden sie gebeten weitere ihnen bekannte Datenbanken aus dem medizinischen Bereich anzugeben. </Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse dieser Fragen legen dar, dass die Studierenden zum Gro&#223;teil wissen, welche Schl&#252;sselw&#246;rter sie f&#252;r eine Recherche verwenden m&#252;ssen, aber auch,  dass die korrekte Verwendung von Operatoren f&#252;r fast die H&#228;lfte der Befragten noch ein Problem darstellt. Bei der Frage wie Synonyme in einer Recherche verkn&#252;pft werden, haben 44,2&#37; der Befragten den Operator AND <TextGroup><PlainText>gew&#228;hlt</PlainText></TextGroup> und &#8222;nur&#8220; 48,1&#37; die korrekte Antwort OR (<TextGroup><PlainText>Abbildung 2 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>). Die Tatsache, dass ein so hoher Prozentsatz die nicht korrekte Antwort AND gew&#228;hlt haben, zeigt ganz klar, dass hier Nachholbedarf herrscht. Die Studierenden m&#252;ssen vermehrt in der Recherchestrategie geschult werden.</Pgraph><Pgraph>Bei der Recherche nach Zeitschriftenartikel zu einem bestimmten Thema w&#228;hlten 72,9&#37; die Suche in Datenbanken, was verdeutlicht, dass die Studierenden zum Gro&#223;teil den richtigen Weg einschlagen. Die Studierenden k&#246;nnen die relevanten Datenbanken f&#252;r den medizinischen Bereich von den nicht relevanten Datenbanken unterscheiden. Zur Auswahl standen die Datenbanken Embase, Cochrane Library, Trip Database, DAPHNE, JSTOR und die OECD iLibrary. Die beiden Datenbanken Embase und Cochrane Library wurden von 90,6&#37; bzw. 84,3&#37; der Befragten als relevant f&#252;r den Gesundheitsbereich erkannt, lediglich Trip Database wurde nur von 30,7&#37; als relevant ausgew&#228;hlt. Postitv ist jedoch, dass die Datenbanken DAPHNE, JSTOR und die OECD iLibrary von 98,4&#37; korrekt als nicht relevant f&#252;r den Gesundheitsbereich ausgew&#228;hlt wurden. Au&#223;erdem kennen die Studierenden noch weitere wichtige medizinische Datenbanken, an erster Stelle PubMed.</Pgraph><Pgraph>Eine weitere Frage besch&#228;ftigte sich mit den von den Studierenden verwendeten Informationsmitteln. Nachdem in der heutigen Zeit das Angebot an digitalen Medien immer gr&#246;&#223;er wird, ist es sowohl f&#252;r die Bibliothek als auch f&#252;r die Lehrveranstaltungen zur Informationskompetenz wichtig zu wissen, welche Informationsmittel f&#252;r das Studium verwendet werden. So kann die Bibliothek ihren Bestand in diese Richtung weiter aufbauen und in der Lehrveranstaltung k&#246;nnen diese Informationsmittel ber&#252;cksichtigt werden.</Pgraph><Pgraph>Die Studierenden wurden gebeten die Informationsmittel Lehrb&#252;cher, Zeitschriften, Datenbanken, Metasuchmaschinen und W&#246;rterb&#252;cher mit einer Skala von 1 (am h&#228;ufigsten verwendet) bis 5 (am wenigsten verwendet) zu bewerten. Diese Bewertung ergab, dass f&#252;r die Studierenden an der &#8222;Claudiana&#8220; Lehrb&#252;cher w&#228;hrend ihres Studiums das wichtigste Informationsmittel darstellen. Weitere Informationsmittel wie Zeitschriften, Datenbanken, Metasuchmaschinen und W&#246;rterb&#252;cher verwenden sie im fast gleichen Ausma&#223;. F&#252;r die Lehrveranstaltung zur Informationskompetenz bedeutet dies, dass weiterhin der Bibliothekskatalog und die gedruckten Medien der Bibliothek im Unterricht behandelt werden m&#252;ssen. Die Studierenden brauchen diese Medien f&#252;r ihr Studium und m&#252;ssen deshalb wissen, wie sie im Bibliothekskatalog recherchieren k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Die Befragten wurden auch gebeten eine Einsch&#228;tzung ihrer eigenen F&#228;higkeiten bzw. Kompetenzen in den Bereichen Recherche im Bibliothekskatalog, Recherche im Internet, Suchstrategie und Auswahl von Datenbanken abzugeben. Die Ergebnisse (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>) zeigen, dass sich die Befragten bei der Recherche im Bibliothekskatalog sehr schlecht einsch&#228;tzen. Dies bedeutet, dass in der Lehrveranstaltung die Recherche im Bibliothekskatalog intensiviert werden muss, nachdem Lehrb&#252;cher das am h&#228;ufigsten verwendete Informationsmittel sind. In den Bereichen Internet, Suchstrategie und Auswahl von Datenbanken sch&#228;tzen sie sich weitaus besser ein. Zu Bedenken gilt aber, dass ein Gro&#223;teil der Studierenden Schwierigkeiten bei der Verwendung der Booleschen Operatoren hat, deshalb trifft die eigene Einsch&#228;tzung nicht immer zu. Die Suchstrategie und die Verwendung der Operatoren m&#252;ssen im Unterricht intensiver behandelt werden.</Pgraph><Pgraph>Die Studierenden wurden auch hinsichtlich der Bedeutung von Informationskompetenz f&#252;r ihr Studium und ihren zuk&#252;nftigen Beruf befragt. Die Lehrveranstaltungen zur Informationskompetenz werden als wichtig f&#252;r das Studium angesehen. Das ist positiv f&#252;r den Unterricht, da man davon ausgehen kann, dass die Studierenden so auch eine gewisse Motivation in den Unterricht mitbringen. Weniger wichtig sehen sie Informationskompetenz f&#252;r ihren zuk&#252;nftigen Beruf. Doch auch im medizinischen Bereich ist kontinuierliche Weiterbildung wesentlich, die Studierenden sollten dahingehend sensibilisiert werden.</Pgraph><Pgraph>Durch die Befragung konnte ferner festgestellt werden, dass die Studierenden insgesamt mit den Lehrveranstaltungen zufrieden sind, wenn es um die Vollst&#228;ndigkeit des Inhalts, die Angepasstheit an den Studiengang und die Angemessenheit der Stundenanzahl f&#252;r jedes einzelne Studienjahr geht. Allerdings w&#252;nschen sich doch einige der Studierende mehr Praxis im Unterricht, was auch aus Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> klar hervorgeht.</Pgraph><Pgraph>Vor allem im ersten Studienjahr herrscht im Unterricht laut den Studierenden zu viel Theorie vor. Das Verh&#228;ltnis von Theorie und Praxis im Unterricht gleicht sich zwar mit den Jahren immer mehr aus, doch dieses Ergebnis zeigt ganz klar, dass der Praxisanteil erh&#246;ht werden muss.</Pgraph><Pgraph>Auch die &#220;bungen, die in den Lehrveranstaltungen stattfinden, werden von den Studierenden gut angenommen. Die Recherchen und Suchbeispiele k&#246;nnten inhaltlich noch mehr an den Studiengang angepasst werden und die Anzahl erh&#246;ht werden. So erhalten die Studierenden mehr Routine in der Recherche.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Interviews mit den StudiengangsleiterInnen">
      <MainHeadline>Interviews mit den StudiengangsleiterInnen</MainHeadline><Pgraph>Neben der Befragung der Studierenden wurden die StudiengangsleiterInnen der Studieng&#228;nge Krankenpflege, Physiotherapie, Dentalhygiene, Logop&#228;die und Medizinisch-technische Radiologieassistenz interviewt. </Pgraph><Pgraph>Informationskompetenz wird von allen StudiengangsleiterInnen als wesentlich f&#252;r das Studium und auch f&#252;r den Beruf genannt, sie wird aber auch als eine pers&#246;nliche Bereicherung angesehen. </Pgraph><Pgraph>Informationskompetenz stellt eine Voraussetzung f&#252;r das Studium dar, im Studium selbst sollte eine Vertiefung dieser Kompetenzen stattfinden. Die StudentInnen m&#252;ssen lernen wo und wie sie die ben&#246;tigten Informationen finden k&#246;nnen. In den meisten Gesundheitsberufen ist es wichtig sich immer auf dem Laufenden zu halten. Deshalb ist es wesentlich, dass die Studierenden nicht nur lernen Suchmaschinen wie Google zu verwenden, sondern auch gezielt in relevanten Datenbanken zu recherchieren. Sie m&#252;ssen einerseits auf die Grenzen des Internets hingewiesen werden und andererseits lernen die Ergebnisse aus dem Internet kritisch zu beurteilen.</Pgraph><Pgraph>Alle befragten StudiengangsleiterInnen sind mit dem jeweiligen Konzept und dem Aufbau der jetzigen Lehrveranstaltung zufrieden. Die Lehrveranstaltung verteilt sich gut &#252;ber die verschiedenen Studienjahre, die Stunden sind ausreichend. Das Lehrprogramm der Studieng&#228;nge ist teils sehr straff organisiert und w&#252;rde auch keine Aufstockung der Stunden f&#252;r die Lehrveranstaltung erlauben.</Pgraph><Pgraph>Die Studierenden an der &#8222;Claudiana&#8220; werden laut den StudiengangsleiterInnen durch die Bibliothek gut mit Lehrb&#252;chern versorgt und erhalten Zugriff auf relevante Datenbanken. Nachdem die Studieng&#228;nge sehr spezialisiert sind, findet sich bei den StudentInnen bereits von Beginn an gro&#223;es Interesse f&#252;r das Fach. Deshalb sollte die Recherche in biomedizinischen Datenbanken ehest m&#246;glich in die Lehrveranstaltung der Informationskompetenz miteinbezogen werden. Es wurde auch angemerkt, dass die StudentInnen oftmals bereits einige Zeit nach der Lehrveranstaltung nicht mehr wissen wie sie eine Recherche durchf&#252;hren m&#252;ssen; es fehlt die Routine. Die fehlende Routine in der Recherche f&#252;hrt dazu, dass die Studierenden am Ende Suchmaschinen wie Google verwenden, um ihren Informationsbedarf zu decken. Zum Teil wurde aber seit der Einf&#252;hrung der Lehrveranstaltung eine Verbesserung der Informationskompetenz der StudentInnen festgestellt vor allem wenn es um das Erarbeiten der Diplomarbeit geht.</Pgraph><Pgraph>E-Learning wird von allen als sehr positiv angesehen. Als Vorteile von E-Learning wurden von den StudiengangsleiterInnen die Ortsunabh&#228;ngigkeit, die Freiheit bei der Erledigung der Aufgaben und die gro&#223;e Autonomie genannt. Bei E-Learning m&#252;ssen die StudentInnen aber mehr Selbstdisziplin in der Erledigung der Aufgaben beweisen. E-Learning wird nicht als Ersatz des Pr&#228;senzunterrichts angesehen, da die Anwesenheit der Studierenden auch an der Hochschule wichtig ist. Au&#223;erdem wird die Begleitung, Unterst&#252;tzung und &#220;berwachung der StudentInnen durch die Lehrenden bei E-Learning-Modulen als &#228;u&#223;erst wichtig angesehen. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Studenten wird die Integration einer E-Learning Plattform als positiv bewertet. Nachteile werden lediglich bei den Lehrenden festgemacht, da diese ihre Vorlesungen neu aufbereiten m&#252;ssten, was mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Konzept und Aufbau der Module">
      <MainHeadline>Konzept und Aufbau der Module</MainHeadline><Pgraph>Das Konzept, bei dem E-Learning-Szenarien in die jetzige Lehrveranstaltung zur Vermittlung von Informationskompetenz an der &#8222;Claudiana&#8220; eingebaut werden, sollte auf dem bereits bestehenden Konzept aufbauen. Die Ergebnisse aus der Umfrage zeigen n&#228;mlich, dass die Studierenden zum gro&#223;en Teil mit der jetzigen Lehrveranstaltung zufrieden sind.</Pgraph><Pgraph>Der Unterricht sollte sich nicht nur online abspielen, die Pr&#228;senz der Studierenden an der Landesfachhochschule ist sehr wichtig, weshalb die Lehrveranstaltungen im Blended-Learning-Szenario geplant werden. Das hei&#223;t, dass sich Phasen des Online-Lernens mit Phasen des Unterrichts an der Schule abwechseln. Ein gro&#223;er Vorteil des Blended Learnings ist n&#228;mlich, dass der direkte Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden aufrecht bleibt, eine direkte Interaktion im Pr&#228;senzunterricht ist m&#246;glich.</Pgraph><Pgraph>Eine wichtige Frage stellte sich bei der Erarbeitung der Module vor allem in Bezug auf die verschiedenen Studieng&#228;nge. Das Konzept wurde aufgrund der wenigen Stunden, die f&#252;r die Informationskompetenz zur Verf&#252;gung stehen, f&#252;r alle Studieng&#228;nge gleich erstellt. Eine Erh&#246;hung der Stunden ist aufgrund der bereits straffen Studienpl&#228;ne nicht m&#246;glich. Der Fokus im Unterricht soll vor allem auf praktische Beispiele, also Rechercheaufgaben und &#220;bungen, gelegt werden. Hier sollen jeweils eigene Fragestellungen f&#252;r jeden einzelnen Studiengang entwickelt werden, um einen Bezug zum jeweiligen Fach herstellen zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Im folgenden Teil wird das Konzept vorgestellt und die Phasen aus Pr&#228;senz- und Onlineunterricht werden genauer beschrieben. In jedem Studienjahr stehen der Lehrveranstaltung f&#252;nf Unterrichtstunden zu je 45 Minuten zur Verf&#252;gung. </Pgraph><SubHeadline>Erstes Studienjahr </SubHeadline><Pgraph>(Siehe Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>.)</Pgraph><Pgraph>Lernziele: Die Studierenden k&#246;nnen am Ende der Lehrveranstaltung die verschiedenen Informationsmittel unterscheiden. Sie sind in der Lage eine Recherche im Bibliothekskatalog durchzuf&#252;hren und die gefundenen Medien in der Bibliothek zu lokalisieren. Sie sind in der Lage einen Artikel in einer gedruckten aber auch elektronischen Zeitschrift zu finden und k&#246;nnen sich auf der Webseite der &#8222;Virtuellen Medizinischen Bibliothek&#8220; (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.bmv.bz.it">http:&#47;&#47;www.bmv.bz.it</Hyperlink>) orientieren. Des Weiteren sind sie mit der Recherche in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek vertraut.</Pgraph><Pgraph>Einige Tage vor Beginn der Lehrveranstaltung erhalten die Studierenden per E-Mail eine Anleitung zum Anmelden f&#252;r die E-Learning-Plattform. Am Beginn der ersten Pr&#228;senzphase der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden &#252;ber den Aufbau des Blended-Learning-Moduls informiert werden. Die Studierenden sollen sich auf der Plattform anmelden, um sich kurz mit ihr vertraut machen zu k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r jedes Studienjahr wird, wie in Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> zu sehen ist, eine Grundstruktur mit Objektebl&#246;cken in der E-Learning-Plattform ILIAS aufgebaut. Der erste Block &#8222;A &#8211; Treffpunkt&#47;Aktuelles&#8220; wird zum Informationsaustausch mit den Studierenden eingerichtet. Dort wird zu diesem Zweck ein Forum er&#246;ffnet. Das Forum (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>) ist der Ort f&#252;r Diskussionen, aber auch ein Ort an dem Mitteilungen oder Fragen unterschiedlicher Art erstellt werden k&#246;nnen. Alle Mitglieder des Kurses erhalten automatisch eine Mitteilung per E-Mail sobald ein neues Argument ins Forum gestellt wird. Das Forum kann aber auch dazu dienen die Studierenden &#252;ber &#196;nderungen von Terminen oder Kursr&#228;umen zu informieren.</Pgraph><Pgraph>Der zweite Objekteblock &#8222;B &#8211; Termine&#47;Organisation&#8220; hat Dokumente mit Terminen, Ablauf und Organisation zum Inhalt. Der Objekteblock &#8222;C &#8211; Lernmodule&#8220; beinhaltet die verschiedenen Lernmodule und Objekteblock &#8222;D Technische Hinweise&#8220; enth&#228;lt Hinweise zur Benutzung der Plattform.</Pgraph><Pgraph>In der ersten Pr&#228;senzphase liegt der Fokus auf den verschiedenen Informationsmitteln. Hier erfolgt zuerst eine allgemeine Einf&#252;hrung in die verschiedenen Informationsmittel der Bibliothek wie B&#252;cher, Diplomarbeiten, Zeitungen, Zeitschriften und digitale Informationsressourcen wie Online-Kataloge, Datenbanken und elektronische Zeitschriften. Daraufhin werden die Informationsmittel f&#252;r jeden einzelnen Studiengang genauer besprochen. Ferner werden den Studierenden die Dienstleistungen der Bibliothek vorgestellt und sie erhalten eine Einf&#252;hrung in den Bibliothekskatalog. Die Studierenden lernen wie sie eine Recherche im OPAC der Bibliothek &#8222;Claudiana&#8220; durchf&#252;hren k&#246;nnen. Die Fragestellungen der Recherche im Bibliothekskatalog orientieren sich inhaltlich am Studiengang. </Pgraph><Pgraph>Das Online-Modul (Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/>) besteht aus einem Weblink zum OPAC der Bibliothek, der &#220;bung mit den Rechercheaufgaben und einem Test. Die &#220;bung umfasst eine Arbeitsanweisung, ein Dokument mit den Rechercheaufgaben im Bibliothekskatalog und einen Zeitplan. Die Studierenden m&#252;ssen f&#252;r ihre L&#246;sung einen bestimmten Abgabetermin einhalten. F&#252;r die &#220;bung erhalten sie ein Feedback.</Pgraph><Pgraph>In dieser Pr&#228;senzphase erfolgt die Besprechung der Rechercheergebnisse. Im Plenum haben die Studierenden hier nochmals die M&#246;glichkeit Schwierigkeiten und Probleme bei der Recherche zu &#228;u&#223;ern. Daraufhin folgt eine F&#252;hrung durch die Bibliothek zum physischen Kennenlernen. Die Studierenden sollen in Kleingruppen von drei bis vier Personen verschiedene Aufgaben erf&#252;llen. Zusammen suchen sie im Online-Katalog nach ausgew&#228;hlten Medien und bringen diese an die Ausleihe. Die Studierenden lernen so die Systematik der Bibliothek kennen und k&#246;nnen sich in der Bibliothek auch orientieren. Am Ende der &#220;bung sollten sie jene Bereiche kennen, die f&#252;r ihr Studium am interessantesten sind.</Pgraph><Pgraph>Nach dieser Pr&#228;senzphase folgt noch der Test des Online-Moduls. Der Test dient vor allem zur Wissensstand&#252;berpr&#252;fung f&#252;r die Studierenden selbst, da er nicht bewertet wird. Der Test soll einige Fragen zur Recherche im Bibliothekskatalog enthalten. So k&#246;nnen die Studierenden herausfinden, wo sie noch Unsicherheiten aufweisen. </Pgraph><Pgraph>Der n&#228;chste Abschnitt im Pr&#228;senzunterricht widmet sich der Suche nach Artikeln in gedruckten und elektronischen Zeitschriften. Die Studierenden bekommen einen &#220;berblick &#252;ber den Aufbau einer gedruckten und elektronischen Zeitschrift. Ferner erhalten sie eine Einf&#252;hrung in die &#8222;Virtuelle Medizinische Bibliothek&#8220;. Die &#8222;Virtuelle Medizinische Bibliothek&#8220; ist ein Projekt der Autonomen Provinz Bozen und wurde 2005 online gestellt. Die Landesfachhochschule &#8222;Claudiana&#8220; war von Beginn an am Projekt beteiligt und so haben die Studierenden Zugriff auf die wichtigsten Datenbanken und eine Vielzahl von elektronischen Zeitschriften im medizinischen Bereich.</Pgraph><Pgraph>Das folgende Online-Modul besteht wiederum aus drei Elementen. Hier beginnen die Studierenden damit einen Film zur Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) anzusehen und bekommen eine Aufgabe, die Recherchen in der EZB beinhaltet.</Pgraph><Pgraph>Daraufhin folgt die letzte Pr&#228;senzphase im ersten Studienjahr. Die Ergebnisse aus der &#220;bung werden diskutiert und eventuell aufgetretene Probleme gel&#246;st. Weitere Recherchen in der EZB in Gruppen von zwei bis drei Personen sollen alle Unklarheiten beseitigen und das Gelernte festigen.</Pgraph><Pgraph>Au&#223;erdem sollen die Studierenden den Aufbau (Abstract, Einf&#252;hrung, Methode usw.) eines wissenschaftlichen Artikels kennen lernen und anhand von zwei Artikeln versuchen eine kurze Zusammenfassung zu schreiben.</Pgraph><Pgraph>Den Abschluss bildet wieder ein Online-Test zur &#220;berpr&#252;fung des Gelernten.</Pgraph><SubHeadline>Zweites Studienjahr </SubHeadline><Pgraph>(Siehe Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>.)</Pgraph><Pgraph>Lernziele: Die Studierenden kennen den Unterschied zwischen bibliografischen und Volltext-Datenbanken. Sie sind in der Lage selbstst&#228;ndig das PICO-Modell f&#252;r ihre Fragestellung anzuwenden, sie k&#246;nnen die Booleschen Operatoren richtig anwenden und kennen die Stichwort- als auch die Schlagwortsuche in PubMed und Embase. Sie sind ebenso in der Lage sich einen &#220;berblick &#252;ber einen Forschungsgegenstand zu verschaffen.</Pgraph><Pgraph>Die erste Pr&#228;senzphase startet mit der Einf&#252;hrung in die Recherche in biomedizinischen Datenbanken. Die Studierenden lernen die Struktur einer Datenbank kennen und auch den Unterschied zwischen bibliografischen und Volltext-Datenbanken. Au&#223;erdem bekommen sie eine Einf&#252;hrung zu Anwendungen in Suchmaschinen wie Boolesche Operatoren, Trunkierung usw. Des Weiteren sollen sie den Unterschied zwischen Stichw&#246;rtern und Schlagw&#246;rtern kennenlernen und einige Recherchen in den Datenbanken mit Anwendung der Operatoren und der Trunkierung durchf&#252;hren.</Pgraph><Pgraph>Im Online-Modul erhalten sie eine Einf&#252;hrung in das PICO-Modell. Das PICO-Modell <TextLink reference="3"></TextLink> wird verwendet, um ein Thema in vier Schl&#252;sselbereiche aufzugliedern und so eine klar formulierte Fragestellung zu erhalten. Das Modul (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>) enth&#228;lt auch eine kurze Einf&#252;hrung in die Datenbank PubMed. </Pgraph><Pgraph>Im n&#228;chsten Pr&#228;senzunterricht erfolgt die Ausarbeitung von Fragestellungen anhand des PICO-Modells mit anschlie&#223;ender Recherche in der Datenbank PubMed. </Pgraph><Pgraph>Im Online-Modul erfolgt wiederum ein Test zur &#220;berpr&#252;fung des Gelernten und eine Einf&#252;hrung in den Thesaurus MeSH der Datenbank PubMed.</Pgraph><Pgraph>Die Pr&#228;senzphase konzentriert sich sodann auf die Recherche in PubMed mit den MeSH. Nach einer Wiederholung der MeSH und der Beseitigung von Unklarheiten erhalten die Studierenden verschiedene Fragestellungen und m&#252;ssen diese in Einzelarbeit l&#246;sen. Sie m&#252;ssen die Fragestellungen nach dem PICO-Modell aufschl&#252;sseln und die Suche nach den MeSH beginnen. Wenn sie die richtigen Schlagw&#246;rter gefunden haben, f&#252;hren sie die Recherchen durch, wobei auch die Operatoren richtig anzuwenden sind. Auch die Filterm&#246;glichkeiten von PubMed werden in dieser Phase erl&#228;utert.</Pgraph><Pgraph>In der Online-Phase f&#252;hren die Studierenden eine &#220;bung durch, bei der sie bestimmte Fragestellungen nach dem PICO-Modell bearbeiten und eine Recherche in PubMed durchf&#252;hren m&#252;ssen. Au&#223;erdem erhalten sie eine kollaborative Aufgabe. Nachdem sie die &#220;bung durchgef&#252;hrt haben, sollen die Studierenden in Gruppen von jeweils zwei bis drei Studierende ihre Ergebnisse &#252;ber die <TextGroup><PlainText>E-L</PlainText></TextGroup>earning-Plattform besprechen und die Ergebnisse in ihr Dokument, das sie als L&#246;sung einreichen, einarbeiten. F&#252;r diese Aufgabe wird in ILIAS eine Arbeitsgruppe (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>) angelegt, in welcher die Mitglieder Ordner erstellen und dort Dateien ablegen k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Der letzte Pr&#228;senzunterricht widmet sich der Literaturanalyse. Im Hinblick auf das Erarbeiten der Diplomarbeit im dritten Studienjahr lernen die Studierenden, wie man sich einen &#220;berblick &#252;ber den aktuellen Wissenstand bzw. Forschungsstand verschafft, damit sie sich mit der Suche nach einem Thema f&#252;r die Diplomarbeit auseinandersetzen k&#246;nnen. Auch eine Einf&#252;hrung in die Datenbank Embase (Excerpta Medica Database) steht noch auf dem Programm. </Pgraph><SubHeadline>Drittes Studienjahr </SubHeadline><Pgraph>Im dritten Studienjahr (Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>) wird der Anteil des E-Learnings von bisher 45 Minuten auf 90 Minuten erh&#246;ht.</Pgraph><Pgraph>Lernziele: Die Studierenden sind in der Lage selbstst&#228;ndig eine Recherche in verschiedenen Datenbanken durchzuf&#252;hren und kennen die wichtigsten fachspezifischen Datenbanken.</Pgraph><Pgraph>Der Unterricht beginnt mit einem Online-Modul. Darin erhalten die Studierenden eine Einf&#252;hrung in die Datenbank Cinahl. </Pgraph><Pgraph>Im Pr&#228;senzunterricht folgt die Recherche in der Datenbank. Nach Ausarbeitung der Fragestellungen mit dem PICO-Modell f&#252;hren die Studierenden in Kleingruppen die Recherchen durch. Dabei werden ihnen auch die Filterm&#246;glichkeiten in Cinahl erkl&#228;rt. Ein Fokus soll auch auf der korrekten Verwendung der Operatoren liegen. Auch die Datenbanken Cochrane Library und Trip Database werden vorgestellt.</Pgraph><Pgraph>Im Online-Modul sollen die Studierenden Recherchen in den vorgestellten Datenbanken durchf&#252;hren.</Pgraph><Pgraph>Auch hier erhalten sie eine kollaborative Aufgabe. Jeweils zwei bis drei Studierende besprechen ihre Ergebnisse aus den Recherchen im Forum, das sie selbst in der daf&#252;r vom Lehrenden erstellten Gruppe einrichten. Sie erarbeiten zusammen eine L&#246;sung, die sie einreichen.</Pgraph><Pgraph>Im Pr&#228;senzunterricht werden verschiedene fachspezifische Datenbanken vorgestellt.</Pgraph><Pgraph>Im Online-Modul f&#252;hren die Studierenden wieder Recherchen in den vorgestellten Datenbanken durch. Auf diese Weise sollen sie mehr Routine in der Recherche bekommen. Ein Test soll nochmals &#252;berpr&#252;fen, ob noch Unklarheiten bestehen, um diese in der letzten Pr&#228;senzphase ansprechen zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Im letzten Pr&#228;senzunterricht bekommen die Studierenden die M&#246;glichkeit mit Unterst&#252;tzung der DozentInnen f&#252;r ihre eigene Diplomarbeit zu recherchieren.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Wie aus der Umfrage hervorging, scheint ein Mix aus verschiedenen Unterrichtsmethoden am besten zu sein. Die E-Learning-Plattform bietet hier eine Reihe von M&#246;glichkeiten und auch in den Pr&#228;senzphasen wurde versucht durch Vortr&#228;ge, Einzel- und Gruppenarbeiten eine Abwechslung im Unterricht zu schaffen.</Pgraph><Pgraph>Als Kommunikationstool werden im Blended-Learning-Kurs Foren eingesetzt. Um den Unterricht noch abwechslungsreicher zu gestalten, werden Filme eingebaut und kollaborative Aufgaben gestellt. Ein Test am Ende eines jeden E-Learning-Moduls soll den Wissensstand der Lernenden &#252;berpr&#252;fen. </Pgraph><Pgraph>Nach der Implementierung des Blended-Learning-Kurses sollten die Studierenden im Rhythmus von 2 Jahren wieder einer Umfrage unterzogen werden. So kann &#252;berpr&#252;ft werden, ob das ausgearbeitete Konzept den Bed&#252;rfnissen der Studierenden entgegen kommt und in welchen Bereichen Verbesserungen oder &#196;nderungen vorgenommen werden m&#252;ssen. Ferner kann so ermittelt werden, ob es Fortschritte in der Informationskompetenz der Studierenden gibt z.B. hinsichtlich der Suchstrategie und der Verwendung von Booleschen Operatoren. Auch die StudiengangsleiterInnen sollen in diesen Prozess miteinbezogen werden. Schlie&#223;lich kann die Lehrveranstaltung nur durch eine kontinuierliche Evaluierung verbessert und den Bed&#252;rfnissen der Studierenden angepasst werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><Pgraph>Der vorliegende Fachbeitrag stellt einen Teil der Ergebni<TextGroup><PlainText>ss</PlainText></TextGroup>e der Masterarbeit mit dem Titel <Mark2>Integration von </Mark2><TextGroup><Mark2>E-Learning</Mark2></TextGroup><Mark2> in die Vermittlung von Informationskompetenz an der Landesfachhochschule f&#252;r Gesundheitsberufe &#8222;Claudiana&#8220;</Mark2> dar, die 2014 an der Universit&#228;t Wien eingereicht wurde.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Interessenkonflikte">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <Table format="png">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Einsch&#228;tzung der eigenen Kompetenzen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Erstes Studienjahr</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <MediaNo>3</MediaNo>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Zweites Studienjahr</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: Drittes Studienjahr</Mark1></Pgraph></Caption>
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        <NoOfTables>4</NoOfTables>
      </Tables>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Einf&#252;hrung von E-Learning</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Auswahl von Operatoren</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Verh&#228;ltnis von Theorie und Praxis in den Lehrveranstaltungen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Screenshot Informationskompetenz: 1. Studienjahr in ILIAS</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Screenshot Forum ILIAS</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Screenshot Modul 1 des ersten Studienjahres</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Screenshot Modul 2 des zweiten Studienjahres</Mark1></Pgraph></Caption>
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