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    <Identifier>mbi000296</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000296</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002969</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Poster</ArticleType>
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      <Title language="de">Ein Vergleich des Sachstands der Vermittlung von Informationskompetenz (IK) in verschiedenen Disziplinen der Lebenswissenschaften. Ergebnisse einer Online-Befragung von Bibliothekaren universit&#228;rer und au&#223;eruniversit&#228;rer Einrichtungen in Deutschland</Title>
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          <Lastname>Kullmer</Lastname>
          <LastnameHeading>Kullmer</LastnameHeading>
          <Firstname>Bettina</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
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        <Address>Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin, Abteilung Informationskompetenz, Gleueler Str. 60, 50931 K&#246;ln, Deutschland<Affiliation>Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin, Abteilung Informationskompetenz, K&#246;ln, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>kullmer&#64;zbmed.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">AGMB-Jahrestagung in Berlin 2013</SectionHeading>
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    <DatePublished>20140110</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>13</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Berlin 2013: "Medizinbibliotheken beta - Konstant im Wandel"</IssueTitle>
        <VolumeDescriptor>2013</VolumeDescriptor>
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    <ArticleNo>32</ArticleNo>
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    <TextBlock linked="yes" name="Ausgangslage und Aufgabenstellung">
      <MainHeadline>Ausgangslage und Aufgabenstellung</MainHeadline><Pgraph>Das 2011 von einer Expertenkommission ver&#246;ffentlichte &#8222;Gesamtkonzept f&#252;r die Informationsinfrastruktur in Deutschland&#8220;, sieht in der &#8222;Informationskompetenz&#8220; eine zentrale Schl&#252;sselkompetenz in der Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern. Innerhalb der dort genannten acht informationsbezogenen Handlungsfelder (1. Lizenzierung, 2. Hosting&#47;Langzeitarchivierung, 3. nichttextuelle Materialien, 4. Retrodigitalisierung&#47;kulturelles Erbe, <TextGroup><PlainText>5. v</PlainText></TextGroup>irtuelle Forschungsumgebungen, 6. Open Access, <TextGroup><PlainText>7. F</PlainText></TextGroup>orschungsdaten, 8. Informationskompetenz&#47;Ausbildung) &#8211; relevant f&#252;r s&#228;mtliche wissenschaftlichen Disziplinen &#8211; nimmt die IK jedoch eine Querschnittsaufgabe ein, indem sie die Entwicklungen aller anderen Handlungsfelder widerspiegelt. Die <Mark2>fach</Mark2>spezifische Informationskompetenz ergibt sich aus der Integration von Anforderungen und Besonderheiten des Arbeitens in der jeweiligen wissenschaftlichen Community. Die zentralen Fachbibliotheken b&#246;ten die besten Voraussetzungen die fachspezifische Informationskompetenz an die &#8222;Informationsvermittler f&#252;r Endnutzer&#8220; &#8211; die Multiplikatoren, &#252;berwiegend Bibliothekare &#8211; zu vermitteln. Auch der 2012 erschienene Evaluierungsbericht der ZB MED empfahl ihr unter anderem eine Neuausrichtung und Schwerpunktsetzung von Dienstleistungen und Produkten im Rahmen dieser Handlungsfelder. Die systematische, fachspezifische und zentrale IK-Vermittlung wurde als potentielles Aufgabenfeld der ZB MED erkannt. Mit der bundesweiten, im Fr&#252;hjahr 2013 durchgef&#252;hrten Befragung galt es zu ermitteln, inwieweit IK-vermittelnde Bibliothekare Optimierungspotentiale f&#252;r ihre IK-T&#228;tigkeit sehen und welche Unterst&#252;tzung sie sich dabei von der ZB MED w&#252;nschen (Anhang 1 <AttachmentLink attachmentNo="1"/>). </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Vorgehensweise">
      <MainHeadline>Vorgehensweise</MainHeadline><Pgraph>An einer geschlossenen Online-Befragung unter Informationskompetenz-Vermittelnden (IK) in den Lebenswissenschaften nahmen insgesamt 121 Personen teil. Die Teilnehmenden waren drei Gruppen zugeordnet: IK-Vermittelnde im Bereich &#8222;Medizin und Gesundheit&#8220;, IK-Vermittelnde im Bereich &#8222;Ern&#228;hrung, Umwelt und Agrarwissenschaften&#8220; &#8211; beide Gruppen im Hochschulbereich &#8211; sowie eine dritte Gruppe, die beide F&#228;chergruppen im <Mark2>au&#223;er</Mark2><Mark2></Mark2><TextGroup><Mark2>uni</Mark2></TextGroup><Mark2></Mark2><Mark2>versit&#228;ren</Mark2> Bereich (Kliniken, Beh&#246;rden, Pharma- und Gesundheitsindustrie, Forschungseinrichtungen) umfasste. Teilnehmende, die nicht in Bibliotheken mit lebenswissenschaftlicher Ausrichtung t&#228;tig waren, wurden ausgeschlossen. Daher konnten nur 70 Fragebogen ausgewertet werden (31 &#8222;Medizin und Gesundheit (MG)&#8220;, 10 &#8222;Ern&#228;hrung, Umwelt und Agrarwissenschaften (EUA)&#8220;, <TextGroup><PlainText>28 a</PlainText></TextGroup>u&#223;eruniversit&#228;re Einrichtungen (AU)). </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Befunde">
      <MainHeadline>Befunde</MainHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse zeigen, dass klassische Pr&#228;senzschulungen bei der fachspezifischen Vermittlung von Informationskompetenz an Hochschulen fl&#228;chendeckend dominieren. E-Learning (Online-Tutorials) wird allenfalls als Erg&#228;nzung verwendet, nicht jedoch als eigenst&#228;ndiges Format (das Pr&#228;senzschulungen ersetzen k&#246;nnte). Entsprechend werden Lernplattformen oder Softwareprodukte zur IK-Vermittlung nicht oder nur z&#246;gerlich benutzt. Einige Befragte gaben an, dass die an den Hochschulen bereits eingesetzten Plattformen f&#252;r die IK-Vermittlung ungeeignet seien. </Pgraph><Pgraph>Auch werden mit den IK-Angeboten nicht alle potentiellen Zielgruppen erreicht. Die Gr&#252;nde hierf&#252;r sind vielf&#228;ltig: knappe zeitliche und personelle Ressourcen, mangelndes Interesse bei den Adressaten, unzureichende Unterst&#252;tzung durch Leitungsgremien, ungen&#252;gende Kooperation mit Einrichtungen, die verwandte Schl&#252;sselkompetenzen (z.B. Computerkompetenz, Internetkompetenz, E-Learning-Kompetenz, E-Publishing etc.) vermitteln. </Pgraph><Pgraph>Die Vermittlung von Informationskompetenz beschr&#228;nkt sich &#252;berwiegend auf den Bereich &#8222;Recherche und Nachweis bzw. Beschaffung&#8220; von Informationen. Kenntnisse &#252;ber andere Schritte im Prozess des Informationsmanagements und der Wissensgenerierung &#8211; wie z.B. die Bestimmung des Informationsbedarfs, die Evaluierung von ermittelten Informationen und die rechts- und ethikkonforme Nutzung von Informationen &#8211; werden nicht standardm&#228;&#223;ig an den Hochschulbibliotheken vermittelt. </Pgraph><Pgraph>Die au&#223;eruniversit&#228;re Gruppe zeigte sich im Vergleich zu den beiden Hochschulgruppen weniger auskunftsfreudig; insbesondere zu den Kernfragen zur Rollenzufriedenheit und den eigenen Optimierungsvorstellungen im IK-Bereich durch die Zusammenarbeit mit einer zentralen Informationseinrichtung (ZB MED) wurden wenig dezidierte Aussagen gemacht. Bei dieser Gruppe wurde auch die Bedeutung der IK durchschnittlich am niedrigsten eingestuft. Mit dem geringsten Anteil aller drei Gruppen, aber dennoch von mehr als der H&#228;lfte der Befragten, wurde eine Unterst&#252;tzung bei der IK-Rolle gew&#252;nscht. </Pgraph><Pgraph>Die Mehrheit der Befragten aller drei Gruppen (MG: 87&#37;; EUA: 60&#37;; AU: 55&#37;) bef&#252;rwortet eine Unterst&#252;tzung ihrer IK-Vermittlungst&#228;tigkeiten durch eine zentrale Einrichtung wie die ZB MED. </Pgraph><Pgraph>Insbesondere wurden favorisiert: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">die Bereitstellung einer fachspezifischen Sharing-Plattform f&#252;r Online-Tutorials f&#252;r alle lebenswissenschaftlichen F&#228;cher </ListItem><ListItem level="1">die Hilfe beim Erstellen fachspezifischer Online-Tutorials und </ListItem><ListItem level="1">die Unterst&#252;tzung beim Vermitteln technischer Kompetenz </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>durch die ZB MED. </Pgraph><Pgraph>Von der ZB MED erwartet wird insgesamt eine starke Leuchtturmfunktion als </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Scout neuer Trends &#38; Technologien (&#8222;Emerging Technologies&#8220;),</ListItem><ListItem level="1">Fortbilder- und Berater (&#8222;Train-the-Trainer&#8220;) und als </ListItem><ListItem level="1">Mentor und Wegbereiter (&#8222;Schaffung von Standards und Konzepten&#8220;). </ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausblick">
      <MainHeadline>Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Die ZB MED befindet sich in einem strategischen Neuausrichtungsprozess. Grundlage hierf&#252;r ist eine breitangelegte Markt- und Zielgruppenanalyse, durchgef&#252;hrt von einer externen Firma. Die Erkenntnisse &#8211; einschlie&#223;lich dieser Befragung &#8211; definieren eine neue Strategie, die sowohl bestehende als auch neue Produkte und Dienstleistungen der ZB MED sowie deren Weiterentwicklung integriert.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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