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    <Identifier>mbi000284</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000284</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002847</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Mitteilung</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Wettbewerb &#8222;Leuchtturmprojekte an Medizinbibliotheken&#8220; 2013: W&#252;rdigung der Preistr&#228;ger</Title>
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          <Lastname>Hentschel</Lastname>
          <LastnameHeading>Hentschel</LastnameHeading>
          <Firstname>Eike</Firstname>
          <Initials>E</Initials>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Leibnizstra&#223;e 9, 24118 Kiel, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Kiel, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>hentschel&#64;ub.uni-kiel.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="de">Leuchtturmprojekte</SectionHeading>
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    <DatePublished>20131220</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>13</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Berlin 2013: "Medizinbibliotheken beta - Konstant im Wandel"</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>20</ArticleNo>
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    <TextBlock linked="yes" name="Wettbewerb &#8222;Leuchtturmprojekte an Medizinbibliotheken&#8220; 2013: W&#252;rdigung der Preistr&#228;ger">
      <MainHeadline>Wettbewerb &#8222;Leuchtturmprojekte an Medizinbibliotheken&#8220; 2013: W&#252;rdigung der Preistr&#228;ger</MainHeadline><Pgraph>Von Dezember 2012 bis M&#228;rz 2013 waren Medizinbibliotheken aus allen L&#228;ndern der AGMB-Mitglieder aufgerufen, sich selber mit einem Projekt zu bewerben oder eine andere Medizinbibliothek f&#252;r die Auszeichnung vorzuschlagen. Es sollten sich dabei ausdr&#252;cklich Medizinbibliotheken aller Sparten (z.B. Krankenhaus-, Pharma- und Hochschulbibliotheken sowie Bibliotheken an Forschungs- und Pflegeeinrichtungen) und aller Gr&#246;&#223;en (von gro&#223;en Universit&#228;tsbibliotheken bis hin zu OPL-Bibliotheken) angesprochen f&#252;hlen. Auch sollten bei der Preisw&#252;rdigkeit eines Projekts nicht dessen Gr&#246;&#223;e und Umfang oder der geleistete finanzielle und personelle Aufwand, sondern explizit die innovative Idee und Umsetzung unter den lokalen Bedingungen z&#228;hlen.</Pgraph><Pgraph>Bis zum Bewerbungsschluss am 31.03.13 wurden <TextGroup><PlainText>5 W</PlainText></TextGroup>ettbewerbsbeitr&#228;ge eingereicht.</Pgraph><Pgraph>Daf&#252;r an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankesch&#246;n an alle Beitr&#228;gerinnen und Beitr&#228;ger. Sie alle haben mit Ihrer Teilnahme dazu beigetragen, dass in der AGMB ein lebendiger Austausch unter den Mitgliedern und im Kollegenkreis stattfindet.</Pgraph><Pgraph>Eine Jury, bestehend aus den Leitern der 4 Arbeitskreise der in der AGMB vertretenen Bibliothekssparten, 2 Vorstandsmitgliedern, dem Stifter des Preises und zwei weiteren gew&#228;hlten Mitgliedern hat sich in den darauf folgenden Monaten ausf&#252;hrlich mit allen Beitr&#228;gen besch&#228;ftigt. In sehr spannenden und interessanten Diskussionen und Abstimmungsrunden konnte die Jury am Ende 3 Preistr&#228;ger bestimmen, das ausgelobte Preisgeld von 1000 EUR wurde in der Reihenfolge 500 EUR f&#252;r den <TextGroup><PlainText>1. Platz</PlainText></TextGroup>, 300 EUR f&#252;r den 2. Platz und 200 EUR f&#252;r den <TextGroup><PlainText>3. Platz</PlainText></TextGroup> aufgeteilt. Die Reihung der einzelnen Projekte ist intensiv diskutiert worden und die Entscheidung am Ende wirklich &#228;u&#223;erst knapp ausgefallen.</Pgraph><Pgraph> </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>1. Platz:</Mark1><LineBreak></LineBreak><Mark1>Optimierung des Lehrbuchbestandes durch detaillierte Nutzungsstatistiken</Mark1><LineBreak></LineBreak><Mark1>Dr. Helge Kn&#252;ttel, Universit&#228;tsbibliothek Regensburg</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Eine uralte Fragestellung f&#252;r diejenigen, die f&#252;r den Aufbau eines Medienbestandes verantwortlich sind, lautet: Stellen wir auch tats&#228;chlich das &#8222;richtige&#8220; Angebot zur Verf&#252;gung&#63; Gerade in Medizinbibliotheken besitzt die Lehrbuchsammlung f&#252;r das lernintensive Fach Medizin eine hohe Bedeutung und stellt einen absoluten Frequenzbringer dar.</Pgraph><Pgraph>Der optimale Einsatz des vorhandenen Bibliotheksetats stellt die Bibliothek somit auch an dieser Stelle immer wieder vor gro&#223;e Herausforderungen.</Pgraph><Pgraph>In unserem Gewinner-Projekt wird dieses Problem am Beispiel der optimal vorzuhaltenden Exemplarzahlen des Lehrbuchbestandes angegangen. Es wurde der Ansatz gew&#228;hlt, vor Ort bisher fehlende Ausleihstatistiken mittels einer MySQL-basierten Statistikdatenbank automatisiert, detailliert und differenziert zu erheben. </Pgraph><Pgraph>Daf&#252;r wurde eine feine technische, nicht zu arbeitsintensive L&#246;sung vorgestellt, die mit relativ geringem Aufwand in Eigenregie umgesetzt werden konnte und im Frontend einfach zu bedienen ist. Auch wenn manche Bibliothekssysteme wie z.B. Sisis diese Funktionalit&#228;ten so oder in &#228;hnlicher Form bereits bieten m&#246;gen und Bibliotheken diese an anderer Stelle schon seit l&#228;ngerem nutzen, stellt die L&#246;sung unter den lokalen Bedingungen einen erheblichen Fortschritt dar.</Pgraph><Pgraph>Mit den Nutzungsanalysen stehen qualifizierte Daten f&#252;r zuk&#252;nftige Kaufentscheidungen zur Verf&#252;gung, mit denen eine Verbesserung des Bibliotheksangebotes erreicht werden kann.</Pgraph><Pgraph>Sie erm&#246;glichen eine Anschaffungspolitik, die vom Nutzer direkt wahrgenommen und deren Erfolg sich direkt durch gesteigerte Ausleihzahlen messen l&#228;sst. Beide Seiten &#8211; Bibliothek und Nutzer &#8211; profitieren von dieser Neuerung.</Pgraph><Pgraph>Es besteht durchaus ein Modell- und Vorbildcharakter. Sofort ergibt sich die Fragestellung (und der Wunsch&#63;), ob eine Anwendung auch in anderen Bibliothekssystemen realisiert werden kann. Wenn ja, werden sich m&#246;glicherweise auch &#252;ber die Grenzen der UB Regensburg hinweg dankbare Anwender finden. </Pgraph><Pgraph>Und warum die Nutzungsanalysen dann nicht gleich auf alle Titel ausdehnen, die man gekauft hat&#63;</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>2. Platz:</Mark1><LineBreak></LineBreak><Mark1>Systematische Literaturrecherche an der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg</Mark1><LineBreak></LineBreak><Mark1>Maria-Inti Metzendorf&#47;Dr. Martina Semmler-Schmetz, Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Das Projekt beschreibt mit der systematischen Literaturrecherche als ein Baustein des Publikations- und Wissenstransferprozesses ein interessantes neues Bet&#228;tigungsfeld f&#252;r Bibliotheken, auf dem wir Medizinbibliotheken als Kompetenzpartner und Dienstleister in Erscheinung treten k&#246;nnen. Der Bedarf nach dieser Dienstleistung scheint sich aktuell an etlichen Standorten aller Bibliothekssparten dynamisch zu entwickeln. Dabei wird uns Bibliothekaren diese Aufgabe offenbar zugetraut, und wir selbst als Informationsspezialisten sehen es auch als unsere Aufgabe an.</Pgraph><Pgraph>Wir werden uns vermutlich zunehmend mit diesem Thema befassen m&#252;ssen. Dabei entstehen nat&#252;rlich viele Fragen und Probleme. Das vorgestellte Projekt ist insofern neuartig und innovativ in Deutschland, leistet Vorarbeit f&#252;r viele andere Standorte, hat Modellcharakter und damit eine Strahlkraft auch &#252;ber den Projekt-Standort Mannheim hinaus, weil</Pgraph><Pgraph>a. systematisch die Voraussetzungen untersucht und dokumentiert werden, die eine Bibliothek als Erbringer dieser Dienstleistung erf&#252;llen muss (z.B. bez&#252;glich Fortbildung, Personalbedarf, Organisation, Kooperationen, Finanzen usw.).</Pgraph><Pgraph>b. ein Konzept f&#252;r diese Dienstleistung im Produktionsbetrieb erstellt und realisiert wird, das in vielen Elementen als Vorbild zur Nachnutzung f&#252;r andere Standorte dienen k&#246;nnte.</Pgraph><Pgraph>In Zeiten, in denen Bibliotheken&#47;Informationseinrichtungen einem zunehmendem Rechtfertigungsdruck um ihre &#8222;Daseinsberechtigung&#8220; ausgesetzt sind, brauchen wir Ideen f&#252;r die Weiterentwicklung unserer Aufgaben und Dienstleistungskonzepte in der Zukunft. Dieses Projekt beschreibt ein solches Konzept und k&#246;nnte zu einer besseren Anbindung der Bibliothek in den Wissenschaftsbetrieb f&#252;hren, ganz im Sinne des &#8222;embedded librarian&#8220;-Konzepts.</Pgraph><Pgraph>Da das Projekt zur Zeit noch eine Zukunftswerkstatt darstellt und sich der tats&#228;chliche Bedarf erst wird best&#228;tigen m&#252;ssen, hat sich die Jury zu diesem fr&#252;hen Zeitpunkt trotz der wirklich innovativen Strahlkraft f&#252;r den 2. Platz entschieden.</Pgraph><Pgraph></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark1>3. Platz:</Mark1><LineBreak></LineBreak><Mark1>Konsequente Erschlie&#223;ung und Bewerbung von </Mark1><TextGroup><Mark1>E-Books</Mark1></TextGroup><LineBreak></LineBreak><Mark1>Bereichsbibliothek Universit&#228;tsmedizin, UB Mainz</Mark1></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Dieses Projekt greift ein sehr pr&#228;sentes uns allen bekanntes Problem aus der t&#228;glichen Benutzungspraxis auf, n&#228;mlich die mangelnde Sichtbarkeit von lizenzierten <TextGroup><PlainText>E-Books</PlainText></TextGroup> f&#252;r den Benutzer, und bietet pragmatische L&#246;sungen daf&#252;r an.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r eine effektivere Pr&#228;sentation des E-Book-Angebots werden vorhandene Instrumente und Funktionalit&#228;ten eingesetzt und ganz neu pr&#228;sentiert. Die strukturierte Darstellung auf einer eigenen Webseite bietet unterschiedlich aufbereitete Sucheinstiege, die zu dem passenden E-Book-Angebot f&#252;hren und eine verbesserte, vielleicht vermehrte Nutzung der E-Books erm&#246;glichen.</Pgraph><Pgraph>Bei diesem Projekt hat die Jury insbesondere die einfache, aber zielf&#252;hrende Idee und die pragmatische Herangehensweise f&#252;r preisw&#252;rdig gehalten und im &#252;brigen auch f&#252;r nachahmenswert. So ist eine Nachnutzung unkompliziert auch f&#252;r OPLs m&#246;glich.</Pgraph><Pgraph>Auch die beiden nicht pr&#228;mierten Projekte sollen an dieser Stelle ausdr&#252;cklich erw&#228;hnt werden. Es handelt sich um &#8222;Das Discovery-System CaRLO der Zentralbibliothek des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg&#8220; von Dagmar Sitek und Sascha Szott sowie &#8222;Vorstellung der drei Patientenbibliotheken im Klinikum Stuttgart im hauseigenen Fernsehprogramm&#8220; von Christa Giese. Beide Projekte hat die Jury mit gro&#223;em Interesse zur Kenntnis genommen und waren lange im Rennen um eine Pr&#228;mierung.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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