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    <Identifier>mbi000271</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000271</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002718</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Mitteilung</ArticleType>
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      <Title language="de">Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland</Title>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Leibnizstra&#223;e 9, 24118 Kiel, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Kiel, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>hentschel&#64;ub.uni-kiel.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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    <DatePublished>20130913</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>13</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Strategische Entwicklung von Medizinbibliotheken</IssueTitle>
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    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <TextBlock linked="yes" name="&#220;ber die Archivierungsregelung">
      <MainHeadline>&#220;ber die Archivierungsregelung</MainHeadline><Pgraph>Medizinbibliotheken an vielen Standorten stehen unter einem zunehmenden Druck, gedruckte Best&#228;nde aussondern zu m&#252;ssen. Die Gr&#252;nde k&#246;nnen sehr vielf&#228;ltig sein: Aussch&#246;pfung von Magazinkapazit&#228;ten, Verlust von Magazinfl&#228;chen durch Umwidmung von Geb&#228;uden, Umwandlung von Buchstellfl&#228;chen zugunsten von mehr Benutzerarbeitspl&#228;tzen oder anderen Raumnutzungen usw. An einigen Standorten haben in der Vergangenheit bereits Aussonderungen nach sicherlich fundiert und gewissenhaft abgewogenen, jedoch ausschlie&#223;lich lokal abgestimmten Kriterien stattgefunden.</Pgraph><Pgraph>In vielen Fachdiskussionen zu verschiedenen Anl&#228;ssen wurde immer wieder die Bef&#252;rchtung ge&#228;u&#223;ert, dass eine ausreichende dauerhafte Archivierung von insbesondere gedruckten Zeitschriftenbest&#228;nden nicht gew&#228;hrleistet ist. Sich auf eine Archivierung nur bei der Deutschen Zentralbibliothek f&#252;r Medizin in K&#246;ln in Verbindung mit den elektronischen Archiven der Nationallizenzen, die zudem nicht alle Verlage abdecken, zu verlassen, wurde vielfach nicht als ausreichend angesehen. Die Best&#228;nde der Deutschen Nationalbibliothek sind &#252;ber Lieferdienste nicht verf&#252;gbar und decken ausl&#228;ndische Verlage vielfach nicht ab. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren der Wunsch nach &#252;berregional koordinierten und gleichzeitig unkomplizierten Archivierungs- und Aussonderungsregelungen immer lauter.</Pgraph><Pgraph>Nach inhaltlicher Vorbereitung durch Ulf Paepcke (Medizinische Bibliothek der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin) und Ulrich Korwitz (Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin in K&#246;ln) sowie zwei Diskussionsrunden im Arbeitskreis Hochschulbibliotheken der AGMB (Arbeitsgemeinschaft f&#252;r medizinisches Bibliothekswesen e. V.) wurden auf der Jahrestagung der AGMB in Aachen 2012 die Grundz&#252;ge f&#252;r eine <Mark1>Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland</Mark1> beschlossen. Herrn Korwitz ist es dar&#252;ber hinaus gelungen, die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) in M&#252;nchen als zweite Bibliothek neben der Deutschen Zentralbibliothek f&#252;r Medizin in K&#246;ln zu gewinnen, die im Rahmen dieser Regelung Abgaben aus anderen Bibliotheken annimmt. Mit der Umsetzung und laufenden Betreuung dieses Projekts wurde die AGMB beauftragt, die diese Aufgabe sehr gerne &#252;bernommen hat. Nach einer umfangreichen redaktionellen &#220;berarbeitung und Pr&#228;zisierung des Grundz&#252;getextes konnte die Regelung am 29.01.13 auf der Web-Pr&#228;senz der AGMB publiziert werden (siehe unter <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;papoopro&#47;index.php&#63;menuid&#61;107&#38;reporeid&#61;164">http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;papoopro&#47;index.php&#63;menuid&#61;107&#38;reporeid&#61;164</Hyperlink> und nachfolgender Text). Zu demselben Termin wurden &#252;ber verschiedene Informationskan&#228;le und zum Teil auch gezielt alle wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland mit medizinischen Zeitschriftenbest&#228;nden und gebender Teilnahme an Lieferdiensten eingeladen, dieser Regelung beizutreten. Etliche R&#252;ckfragen von interessierten Bibliotheken wurden seitdem von der AGMB beantwortet. Bis Anfang September 2013 haben 24 Bibliotheken ihren Beitritt erkl&#228;rt und wurden auf der oben genannten Webseite ver&#246;ffentlicht. Weitere Bibliotheken sind herzlich eingeladen, der Archivierungsregelung beizutreten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland">
      <MainHeadline>Archivierungsregelung f&#252;r gedruckte Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen des Fachgebiets Medizin in der Bundesrepublik Deutschland</MainHeadline><Pgraph>Januar 2013</Pgraph><SubHeadline>Pr&#228;ambel</SubHeadline><Pgraph>Zur Sicherstellung einer dauerhaften Verf&#252;gbarkeit f&#252;r gedruckte Best&#228;nde wird es f&#252;r n&#246;tig gehalten, mindestens zwei Exemplare von medizinischen Zeitschriften und zeitschriftenartigen Reihen in Deutschland dauerhaft zu archivieren. Das gilt unabh&#228;ngig von der M&#246;glichkeit des Online-Zugriffs.</Pgraph><Pgraph>Die Best&#228;nde der der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) sollen wegen der Nicht-Verf&#252;gbarkeit &#252;ber Lieferdienste (Fernleihe, subito) au&#223;erhalb dieser Regelung bleiben.</Pgraph><Pgraph>Umfangreiche Best&#228;nde deutscher medizinischer Zeitschriften sind in der Sondersammelgebiets(SSG)-Bibliothek Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin (ZB MED) in K&#246;ln und in der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) in M&#252;nchen vorhanden und &#252;ber Lieferdienste verf&#252;gbar.</Pgraph><Pgraph>Bei au&#223;erhalb Deutschlands erschienenen Zeitschriften gibt es ebenfalls umfangreiche Best&#228;nde in der ZB MED und in der Bayerischen Staatsbibliothek.</Pgraph><Pgraph>Die ZB MED sammelt und archiviert umf&#228;nglich medizinische Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen in allen Sprachen und aus allen Herkunftsl&#228;ndern.</Pgraph><SubHeadline>Regelungen</SubHeadline><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Teilnehmende Bibliotheken, die Zeitschriftenbest&#228;nde aussondern wollen, verpflichten sich, anhand der ZDB zu pr&#252;fen, ob diese Best&#228;nde mindestens in der ZB MED und Bayerischen Staatsbibliothek vorhanden sind. Ist das der Fall, so kann ausgesondert werden.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Sollte die ZB MED die auszusondernden Titel bzw. Jahrg&#228;nge nicht in ihrem Bestand haben, so sind sie der ZB MED zur &#220;bernahme anzubieten. Dazu sind bibliographisch vollst&#228;ndige und korrekte Listen an die ZB MED zu &#252;bersenden. Die ZB MED fordert die Best&#228;nde, die sie &#252;bernimmt, an, sofern sie in das Sammelprofil der ZB MED passen. Notwendige Transportkosten tr&#228;gt die ZB MED.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Die Bayerische Staatsbibliothek ist insbesondere an der Schlie&#223;ung von Bestandsl&#252;cken bereits vorhandener Zeitschriften interessiert. Die entsprechenden Best&#228;nde sind der Bayerischen Staatsbibliothek vor Aussonderung anzubieten. Die notwendigen Transportkosten tr&#228;gt die abgebende Bibliothek.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">W&#252;rde durch die Aussonderung von Zeitschriftenbest&#228;nden kein oder nur ein auch &#252;ber Lieferdienste verf&#252;gbares Exemplar in Deutschland verbleiben, so sollten alle Bibliotheken, die sich dieser Regelung anschlie&#223;en, auf die Aussonderung verzichten, so dass der Mindestbestand in Deutschland nicht unterschritten wird.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Auch wenn die auszusondernden Best&#228;nde an der ZB MED und Bayerischen Staatsbibliothek vorhanden sind, sollte ein Angebot an andere Bibliotheken anhand von Dublettenlisten erfolgen.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Abgebende&#47;aussondernde und empfangende Bibliotheken &#228;ndern ihre Titelaufnahmen in der ZDB unverz&#252;glich, damit ein korrekter Nachweis stets gegeben ist.</ListItem></OrderedList></Pgraph></TextBlock>
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