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    <Identifier>mbi000258</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000258</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002581</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Mit MEDPILOT auf dem Weg ins Semantic Web</Title>
      <TitleTranslated language="en">On the way to semantic web &#8211; with MEDPILOT</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Poley</LastnameHeading>
          <Firstname>Christoph</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
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        <Address>Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin (ZB MED), Gleueler Str. 60, 50931 K&#246;ln, Deutschland<Affiliation>Deutsche Zentralbibliothek f&#252;r Medizin (ZB MED), K&#246;ln, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>christoph.poley&#64;zbmed.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">MEDPILOT</Keyword>
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      <Keyword language="en">OPAC integration</Keyword>
      <Keyword language="en">Morphosaurus</Keyword>
      <Keyword language="en">ZB MED</Keyword>
      <Keyword language="en">portal</Keyword>
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      <Keyword language="en">health</Keyword>
      <Keyword language="de">MEDPILOT</Keyword>
      <Keyword language="de">semantische Suche</Keyword>
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      <Keyword language="de">Morphosaurus</Keyword>
      <Keyword language="de">ZB MED</Keyword>
      <Keyword language="de">Portal</Keyword>
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      <Keyword language="de">Gesundheit</Keyword>
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    <DatePublished>20121220</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>12</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Aachen 2012: "Medizinbibliotheken 20XX. Zuverl&#228;ssig, Zukunftsweisend, Unverzichtbar"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>22</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Seit 2001 hat sich MEDPILOT von einer klassischen virtuellen Fachbibliothek hin zu einem leistungsf&#228;higen Fachportal f&#252;r die F&#228;cher Medizin und Gesundheit weiter entwickelt. Heute werden die lokalen Kataloge der ZB MED mit externen Datenbanken zu einem Discovery-Service verkn&#252;pft und als einheitliche Rechercheplattform dem Benutzer angeboten. &#220;ber den Aufbau und die Funktionsweise von MEDPILOT wird ein &#220;berblick gegeben. </Pgraph><Pgraph>Neben dem Anbieten einer semantisch-linguistischen Suche findet die Integration von OPAC-Funktionalit&#228;ten in MEDPILOT eine starke Nutzung. Dieses Thema wie auch die Integration semantischer Techniken auf strukturierte und nicht strukturierte Daten bilden die wesentlichen Inhaltspunkte des Beitrags.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Since 2001 MEDPILOT has developed from a usual virtual library to a powerful portal for medicine and health sciences. Today the local catalogues of the ZB MED are integrated with external databases to a unified discovery interface. This article gives an overview of the structure and features of MEDPILOT.</Pgraph><Pgraph>Besides a semantic-linguistic search functionality the integrated OPAC services are going down well with the users. This topic as well as the usage of semantic techniques on structured and unstructured data are the main content parts of the article.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1. Der Baukasten MEDPILOT">
      <MainHeadline>1. Der Baukasten MEDPILOT</MainHeadline><SubHeadline>Aufbau MEDPILOT</SubHeadline><Pgraph>Der Baukasten MEDPILOT (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) basiert in wesentlichen Teilen auf einem modularen Konzept, welches aus erprobten Komponenten und standardisierten Schnittstellen besteht. Die wesentlichen S&#228;ulen in der Software-Entwicklung von MEDPILOT sind an der ZB MED programmierte Software (vorrangig Perl),  das Nutzen von Modulen und Komponenten (z.B. Suchmaschinen, CPAN) sowie klar definierte Schnittstellen (nach M&#246;glichkeit standardisierte Datenformate) zwischen ihnen. </Pgraph><Pgraph>Dem Nutzer wird ein multifunktionales Frontend angeboten, welches als Hauptmerkmal die Recherche im Suchraum Medizin, Gesundheit als Discovery Service beinhaltet. Im Zentrum der Entwicklung von MEDPILOT steht die Gebrauchstauglichkeit (Usability) des Portals.  Daf&#252;r werden in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden Usability-Studien durchgef&#252;hrt, die den Fokus auf verschiedene Nutzergruppen legen: Wissenschaftler, &#196;rzte, Studierende, etc. </Pgraph><Pgraph>Im Rechercheportal wird durch den Nutzer eine indexbasierte Suche angesto&#223;en. Die Anfragen werden nach einer Normalisierung &#252;ber eine Schnittstelle an die Suchmaschine weiter gegeben. Die Suchmaschine tr&#228;gt den Namen &#8222;Morphosaurus&#8220; und wird von der Firma &#8222;Averbis&#8220; in Freiburg entwickelt <TextLink reference="1"></TextLink> (siehe auch &#8222;Semantische Suche in MEDPILOT&#8220;). Das Ergebnis wird durch einen an der ZB MED entwickelten Konverter aufbereitet, interpretiert und an das Portal zur&#252;ck geliefert. Dort werden dann neben der &#252;bersichtlichen Darstellung der Suchergebnisse (Standardsortierung: Relevanz) die komplette Navigation erzeugt und weitere Dienste wie zum Beispiel Verf&#252;gbarkeiten zu Online-Dokumenten, die Dokumentlieferung und ganz aktuell auch die komplette Funktionalit&#228;t des K&#246;lner OPACs der ZB MED eingebunden. Die Suche findet komplett auf internen Servern der ZB MED statt. Der Datenindex ist durch ein schnelles Netzwerk mit dem Portal verbunden.</Pgraph><Pgraph>Eine wesentliche Aufgabe der ZB MED besteht darin, die Metadaten aus Datenquellen f&#252;r den Index zu normalisieren und &#252;ber Konverter f&#252;r die Suchmaschine aufzubereiten. Darin inbegriffen sind Automatismen f&#252;r das st&#228;ndige Aktualisieren des Datenindexes und das Bilden von Updates (neue Datens&#228;tze, &#196;nderungen, L&#246;schdatens&#228;tze). Als Datenquellen dienen gleicherma&#223;en Produkte, die durch die ZB MED erzeugt werden (Kataloge K&#246;ln und Bonn, Current Contents, German Medical Science) sowie eine Reihe von Datenbanken, die von extern bezogen werden. Hier sind vor allem Medline (PubMed), der Katalog der NLM, Dissertationen &#252;ber Dissonline und Kataloge von Partnereinrichtungen zu nennen. Es werden st&#228;ndig neue Datenquellen in den Index &#252;berf&#252;hrt. Als n&#228;chstes Ziel sollen weitere Verlagsdatenbanken aus den Bereichen Medizin und Gesundheitswesen eingebunden werden (z.B. Thieme, Karger).</Pgraph><Pgraph>Neben der indexbasierten Suche existiert parallel auch noch die klassische Metasuche, wie sie bereits seit dem Launch von MEDPILOT 2001 existiert <TextLink reference="2"></TextLink>. Hier werden Suchanfragen &#8222;on the fly&#8220; an den jeweiligen Datenbankanbieter gesendet und deren Ergebnisse wieder in das Portal &#252;berf&#252;hrt. Dieser Teil der Suche wird im Portal mit &#8222;Externe Datenquellen&#8220; bezeichnet und sukzessiv durch die &#220;berf&#252;hrung der Metadaten in den Datenindex abgel&#246;st. Nur so k&#246;nnen die Antwortzeiten der Suchanfragen m&#246;glichst gering gehalten werden. Au&#223;erdem k&#246;nnen die Ergebnisse aus der Metasuche nicht integriert dargestellt werden, da es nicht m&#246;glich ist, zu wissen, ob ein Datensatz X aus Datenbank A eine h&#246;here Relevanz besitzt als Datensatz Y aus Datenbank B oder wom&#246;glich Datensatz Z aus Datenbank C. Ein weiterer wichtiger Grund gegen den Einsatz der Metasuche ist die fehlende semantisch-linguistische Suche, die mit der verwendeten Suchmaschine Morphosaurus realisiert ist. Dennoch ist ein Ende der Metasuche nicht abzusehen, da aus rechtlichen oder finanziellen Gr&#252;nden nicht alle Daten(-quellen) f&#252;r den Index bereit gestellt werden k&#246;nnen. </Pgraph><SubHeadline>&#8222;Ich will Volltexte&#33;&#8220; &#8211; Dienste des Portals</SubHeadline><Pgraph>Ein zentrales Anliegen jeden Nutzers ist es, m&#246;glichst schnell und einfach an die gew&#252;nschten Informationen, sowohl lizenzierte als auch kostenfreie Dokumente, zu gelangen. Oder ganz einfach umgangssprachlich formuliert: &#8222;Ich will Volltexte&#33;&#8220; </Pgraph><Pgraph>Um zum Volltext zu gelangen,  bietet MEDPILOT eine Reihe von Dienstleistungen an. Historisch gesehen zuerst ist die traditionelle Dokumentlieferung der ZB MED zu nennen. Je nach Nutzeranforderung werden Artikel oder Ausschnitte aus Zeitschriften oder B&#252;chern eingescannt und gegen Geb&#252;hr verschickt. Bedingt durch das World Wide Web und den Anspruch, Informationen im g&#252;nstigsten Falle mit einem Klick zu erhalten sowie durch die Novelle des Urheberrechtes 2008 hat die Anzahl der bestellten Dokumente in den vergangenen Jahren abgenommen. </Pgraph><Pgraph>Dennoch werden in MEDPILOT jedes Jahr mehr als eine Million Suchanfragen gestellt, Tendenz steigend. Die Lieferung von Dokumenten wird zunehmend durch elektronische Angebote ersetzt bzw. erg&#228;nzt. Neben der Einbindung von URLs freier Angebote (Dissertationen, freie Zeitschriften, B&#252;cher, Artikel) werden Aufs&#228;tze und Zeitschriften standortunabh&#228;ngig durch den Linkingdienst der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) verkn&#252;pft. Hier erf&#228;hrt der Benutzer bereits in der Listenansicht der Trefferanzeige, ob eine entsprechende Lizenz vorliegt. Gleichzeitig werden Informationen zur Qualit&#228;t der Links (Volltext, Inhaltsverzeichnis, Homepage der Zeitschrift) angezeigt. Zus&#228;tzlich bietet MEDPILOT f&#252;r Bibliotheken die M&#246;glichkeit, die Suchergebnisse mit einem lokalen Linkresolver zu verkn&#252;pfen. Mit der &#8222;Google Books Preview&#8220; kann bei B&#252;chern in vielen F&#228;llen auch eine weitere Alternative im Zugang zu Covern und Volltexten angeboten werden. </Pgraph><Pgraph>Weiterhin sind in MEDPILOT eine Reihe von Mechanismen integriert, die es dem Benutzer erleichtern, zu den gew&#252;nschten Daten und Informationen zu gelangen: Verkn&#252;pfungen von Datens&#228;tzen untereinander, Links in die Orginaldatenbanken, durchsuchbare Inhaltsverzeichnisse sowie ein Datenexport z.B. f&#252;r den Einsatz von Literaturverwaltungsprogrammen. Ein Literaturagent informiert zudem &#252;ber neue Suchergebnisse nach einer gespeicherten Suche.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2. OPAC-Integration">
      <MainHeadline>2. OPAC-Integration</MainHeadline><Pgraph>MEDPILOT hat zum Ziel, dem Nutzer EINEN zentralen Rechercheeinstieg zu allen Angeboten der ZB MED zu bieten. Um diesem Ziel einen Schritt n&#228;her zu kommen, wurde entschieden, die OPAC-Funktionalit&#228;ten des SISIS-Sunrise-Bibliotheksmanagementsystems (BMS) vollst&#228;ndig in MEDPILOT zu integrieren <TextLink reference="3"></TextLink>. Zwar wurden bislang bereits die Titeldaten der Kataloge in MEDPILOT angezeigt, aber f&#252;r Vormerkungen oder weitere Kontofunktionen wurde eine Verlinkung in den ZB MED OPAC angeboten. Historisch bedingt, werden die Medien an der ZB MED in zwei getrennten BMS gehalten (K&#246;ln: Medizin. Gesundheit., Bonn: Ern&#228;hrung. Umwelt. Agrar.), deshalb wurde dem F&#228;cherspektrum von MEDPILOT Rechnung tragend zuerst die Vereinigung mit dem K&#246;lner OPAC in Angriff genommen. </Pgraph><SubHeadline>Ideen und Anwenderf&#228;lle</SubHeadline><Pgraph>Zun&#228;chst wurde f&#252;r die Realisierung der OPAC-Integration ein Aufgabenkatalog erarbeitet, als Produkt einer intensiven Anforderungsanalyse. Daran waren an der ZB MED mehrere Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen und der Informationstechnologie beteiligt. Insgesamt wurden vier verschiedene Hauptanwenderf&#228;lle modelliert: </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Anzeige der lokalen Verf&#252;gbarkeit des K&#246;lner Bestandes</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Realisierung von Interaktionen zwischen Benutzer und Lokalsystem: Vormerkung, Verl&#228;ngerung, Bestellung (aus dem Magazin der ZB MED)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Authentifizierung der Benutzer an die SISIS-Kundendatenbank durch MEDPILOT</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Verwaltung von SISIS-Kundendaten durch MEDPILOT</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>In weiteren Schritten wurden die Anwenderf&#228;lle weiter verfeinert. Die Interaktionen mit dem SISIS-OPAC dienten als Grundlage f&#252;r die Feingliederung der Anwenderf&#228;lle.</Pgraph><SubHeadline>Suche</SubHeadline><Pgraph>Ohne ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, wurde ein erster Teil der OPAC-Integration durch die Einbindung von Titeldaten bereits mit der Einf&#252;hrung von MEDPILOT realisiert. Die Anforderungsanalyse zeigte, dass wertvolle Erg&#228;nzungen f&#252;r die Recherche in MEDPILOT gew&#252;nscht waren, wie neue Felder und das Beachten von Besonderheiten bei der Verarbeitung von Anfragen an die Suchmaschine. Der Datenindex von MEDPILOT wird t&#228;glich aktualisiert, das erweist sich f&#252;r die Recherche in Datenfeldern als komplett ausreichend. </Pgraph><SubHeadline>Verf&#252;gbarkeiten</SubHeadline><Pgraph>Im Gegensatz zur Suche in den Titeldaten, m&#252;ssen lokale Verf&#252;gbarkeiten (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) immer in Echtzeit angefragt werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Szenario:</Mark1> Benutzer A sucht nach Buch X und sieht, dass es lokal unter Signatur Z &#8222;ausleihbar&#8220; ist. Er leiht es aus. Wenig sp&#228;ter recherchiert ein weiterer Benutzer B nach Buch X und w&#252;rde, wenn die Verf&#252;gbarkeitsdaten nur t&#228;glich aktualisiert werden w&#252;rden, das Buch immer noch als &#8222;ausleihbar&#8220; vorfinden, was aber nicht mehr den Tatsachen entspricht.</Pgraph><Pgraph>Dem Rechnung tragend, nutzt MEDPILOT einen Webservice, um diese Informationen live aus dem SISIS-System abfragen zu k&#246;nnen. Dabei werden die einzelnen Datens&#228;tze mit weiteren Informationen angereichert, die nicht mit in den Index aufgenommen werden, beispielsweise mit Lokaldaten zu erschienenen Zeitschriftenheften (bei Zeitschriftenaufnahmen) oder Informationen &#252;ber den Standort f&#252;r die Ausleihe oder Bestellung. Im ersten Schritt wurden die lesenden Zugriffe auf das Lokalsystem realisiert, getestet und anschlie&#223;end ab Ende 2011 in den Produktivbetrieb von MEDPILOT &#252;bernommen.</Pgraph><SubHeadline>Konto- und Bestellfunktionen</SubHeadline><Pgraph>Um Konto- und Bestellfunktionen des OPACs in MEDPILOT realisieren zu k&#246;nnen, ist es notwendig, einen schreibenden Zugriff auf das BMS zu erm&#246;glichen. Dieser wurde &#252;ber einen Webservice realisiert. Einher geht damit die Verbindung der Kundendaten von MEDPILOT (f&#252;r die Dokumentlieferung) mit den Nutzerdaten des BMS, um die schreibenden Aktionen aus MEDPILOT heraus auf das BMS zuzuordnen. Die Realisierung erfolgt mit der Hinterlegung wichtiger SISIS-Kundendaten auf das jeweils passende MEDPILOT-Konto, falls bereits vorhanden, und einem asynchronem Abgleich bei der Anmeldung bei MEDPILOT (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>). </Pgraph><Pgraph>Damit einher geht auch die Verwaltung der Kundendaten durch MEDPILOT, da daf&#252;r in naher Zukunft der SISIS-OPAC als Oberfl&#228;che nicht mehr angeboten wird.</Pgraph><SubHeadline>Tests und Start</SubHeadline><Pgraph>Im Anschluss der Realisierung erfolgten ausgiebige Tests, zuerst im Hause der ZB MED. Gleichzeitig fanden umfangreiche Schulungen der Mitarbeiter statt. Dieser st&#228;ndige Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen half, bis dahin unerkannte Fehler zu beheben und fehlende Anforderungen zu realisieren.</Pgraph><Pgraph>Vor der Einf&#252;hrung der Neuerungen wurde eine Usability-Studie mit Nutzern der ZB MED durchgef&#252;hrt: &#196;rzte, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie Studierende. Als geeignete Form zeigten sich qualitative Interviews, gekoppelt mit der Anwendung der Softwaresuite &#8222;Morae&#8220;. Damit wurden 17 herausgearbeitete Aufgabestellungen, wie &#8222;Sie sind an einem Dokument interessiert, das bereits entliehen ist. Wie gehen Sie vor&#63;&#8220; mit Aufzeichnungen von Ton,  Bild und Interaktion der jeweiligen Probanden in Verbindung gebracht, was R&#252;ckschl&#252;sse auf das Verhalten im Umgang mit den integrierten OPAC-Funktionalit&#228;ten in MEDPILOT lieferte. Die Ergebnisse dieser internen Studie flie&#223;en in die laufenden Arbeiten an MEDPILOT ein.</Pgraph><Pgraph>Der Umstieg vom SISIS-OPAC auf MEDPILOT erfolgt in mehreren Schritten. Bereits Mitte 2012 wurden die neuen Funktionalit&#228;ten in MEDPILOT zur Nutzung freigegeben. Seit dem ist eine kontinuierlich zunehmende Nutzung der OPAC-Funktionalit&#228;ten in MEDPILOT zu verzeichnen, was auf eine gute Akzeptanz durch die Nutzer schlie&#223;t. Mit Einf&#252;hrung der neuen SISIS-Version 4.1 Anfang 2013 erfolgt der abschlie&#223;ende Umstieg auf MEDPILOT und damit verbunden die Abschaltung des klassischen SISIS-OPACs.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3. Semantische Suche in MEDPILOT">
      <MainHeadline>3. Semantische Suche in MEDPILOT</MainHeadline><SubHeadline>Semantische Suche</SubHeadline><Pgraph>Die Semantik (Bedeutung) und damit verbunden das Semantische Web finden sich in der Literatur als Buzzwords oder Modew&#246;rter wieder. Auch als Web 3.0 bezeichnet, werden damit im Allgemeinen Internetangebote in Verbindung gebracht, die aufgrund von Wissen aus struktierten und unstruktierten Inhalten zus&#228;tzliche Informationen maschinell anreichern und Beziehungen zwischen ihnen zug&#228;nglich machen. </Pgraph><SubHeadline>Begriffserl&#228;uterung</SubHeadline><Pgraph><Mark1>Semantik</Mark1> (Wikipedia, 25.10.2012, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Semantik">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Semantik</Hyperlink>): <Mark2>Semantik</Mark2> (von Altgriechisch &#963;&#951;&#956;&#945;&#943;&#957;&#949;&#953;&#957; <Mark2>s&#275;ma&#237;nein</Mark2> &#8222;bezeichnen&#8220;), auch <Mark2>Bedeutungslehre</Mark2>, nennt man die Theorie oder Wissenschaft von der <Mark2>Bedeutung der Zeichen</Mark2>. Zeichen k&#246;nnen in diesem Fall W&#246;rter, Phrasen oder Symbole sein. Die Semantik besch&#228;ftigt sich typischerweise mit den Beziehungen zwischen Zeichen und Bedeutungen dieser Zeichen.</Pgraph><SubHeadline>Semantik aus unstrukturierten Texten</SubHeadline><Pgraph>Seit der Version 3.0 von MEDPILOT bietet die Suchmaschine die semantisch-linguistische Suche (Produkt &#8222;Morphosaurus&#8220;) der Firma Averbis (Freiburg) an. Im Gegensatz zu semantischen Beziehungen in Wissensdatenbanken und zwischen ihnen basiert diese Technologie auf dem Extrahieren von relevanten Informationen aus unstrukturierten Texten. Das Ziel dieser Verfahren ist ein Liefern vollst&#228;ndiger Rechercheergebnisse. Werden bei herk&#246;mmlichen Verfahren die Suchanfragen nahezu unbearbeitet mit den Daten aus den Suchmaschinen abgeglichen, so geht deren Aufbereitung beim Einsatz des Morphosaurus weiter.</Pgraph><Pgraph>So k&#246;nnen neben exakten Treffern auch Ergebnisse aus anderen Sprachen, Experten-&#47;Laiensprache, Komposita, Derivaten, etc. gefunden werden. Dieses Ziel wird durch eine linguistische Zerlegung der W&#246;rter in den Suchanfragen in ihre Wortbestandteile (Morpheme) erreicht, die dem MeSH &#8211; <Mark1>Me</Mark1>dical <Mark1>S</Mark1>ubject <Mark1>H</Mark1>eadings &#8211; entnommen sind. Durch einen Thesaurus kann diese &#252;berschaubare Anzahl der Morpheme auf sprachunabh&#228;ngige Konzepte abgebildet werden. Diese linguistisch generierten Informationen werden zus&#228;tzlich in den Datenindex aufgenommen. Der gleiche Mechanismus greift auch bei der Aufbereitung der Suchanfragen, so dass nun ein Matching auf die sprachunabh&#228;ngigen Konzepte erfolgen kann und damit Ergebnisse geliefert werden, die zwar nicht den exakt gesuchten Begriff enthalten, aber z.B. dessen &#220;bersetzung.</Pgraph><SubHeadline3>Beispiel: Herzmuskelentz&#252;ndung </SubHeadline3><Pgraph>Das in Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> dargestellte Wort &#8222;Herzmuskelentz&#252;ndung&#8220; wird in die Morpheme &#8222;Herz&#8220;, &#8222;Muskel&#8220; und &#8222;Entz&#252;ndung&#8220; zerlegt und auf die Wortst&#228;mme &#8222;HEART&#8220;, &#8222;MUSCLE&#8220; und &#8222;INFLAMMATION&#8220; abgebildet. So wird neben &#220;bersetzungen wie &#8222;inflammation of the heart muscle&#8220; auch der Fachterminus &#8222;Myokarditis&#8220; gefunden.</Pgraph><SubHeadline>Semantik aus strukturierten Texten</SubHeadline><Pgraph>Im Sinne der semantischen Anreicherung von Daten k&#246;nnen vereinfacht an drei Stellen im &#8222;Baukasten MEDPILOT&#8220; zus&#228;tzliche Informationen eingebracht werden.</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Konvertierung der Quelldaten in das Format f&#252;r die Suchmaschine zur Indexierung: Bereits hier k&#246;nnen durch Meshups und einfacher Textanalyse zus&#228;tzliche Identifikatoren in die Datens&#228;tze aufgenommen werden. Der Aufbau der Wissensbasis daf&#252;r kann unabh&#228;ngig asynchron zur Konvertierung der Daten erfolgen und zum Beispiel in Schattendatenbanken m&#252;nden, die f&#252;r die Weiterverarbeitung der Daten herangezogen werden.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Indexierung durch den Morphosaurus. Hauptaugenmerk wird derzeit hier auf die Analyse von Texten gelegt.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Anreicherungen durch das Portal: Nicht alle semantischen Informationen m&#252;ssen in den Index mit einbezogen werden, da sie auch erg&#228;nzende Inhalte bieten (z.B. URLs), die f&#252;r die Suche nicht relevant sind.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/> zeigt einen Ausschnitt aus der Welt des Semantic Webs, die LOD-Cloud. Es wird deutlich, dass einzelne Wissensdatenbanken (als Kreise dargestellt) nicht f&#252;r sich alleine dastehen, sondern dass es zwischen ihnen  Beziehungen aufgrund von Bedeutungen gibt.</Pgraph><SubHeadline>Semantik &#8211; ein gerichteter Graph</SubHeadline><Pgraph>Zusammenh&#228;nge innerhalb von einer Wissensdatenbank k&#246;nnen als gerichteter Graph aufgefasst werden. Damit einher geht, dass es zwischen ihnen als Knoten gerichtete Kanten gibt. Sie stehen sinnbildlich f&#252;r die Beziehungen zwischen den Knoten.</Pgraph><Pgraph>Solcherlei kleinste semantische Zusammenh&#228;nge lassen sich auch als Tripel darstellen: Subjekt, Objekt, Pr&#228;dikat. Als Subjekt wird der Knoten gesehen, von dem aus eine Beziehung zu einem Objekt &#8211; auch ein Knoten &#8211; ausgeht. Die Verbindung &#8211; eine gerichtete Kante &#8211; und deren Bedeutung werden als Pr&#228;dikat bezeichnet. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Beispiel:</Mark1> In Abbildung 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="figure"/> ist ein einfacher Sachverhalt aus einer fiktiven Wissensdatenbank dargestellt, wo drei Objekte in Beziehung gebracht werden. Solcherlei Beziehungen k&#246;nnen auch maschinell lesbar dargestellt werden. Als weit verbreitete Sprache dient hier das Ressource Description Framework (RDF). Oben genannter Sachverhalt k&#246;nnte damit wie folgt aussehen (in RDF &#8211; Turtle-Schreibweise) und auf einem Server in einem Triple Store zur Verf&#252;gung gestellt werden:</Pgraph><Pgraph>&#64;prefix foaf: &#60;http:&#47;&#47;xmlns.com&#47;foaf&#47;0.1&#47;&#62;.</Pgraph><Pgraph>&#60;http:&#47;&#47;localhost:5000&#47;Alfred&#62; a foaf: Person;</Pgraph><Pgraph><Indentation>foaf:name &#34;Alfred&#34; ;</Indentation></Pgraph><Pgraph><Indentation>foaf:knows &#60;http:&#47;&#47;localhost:5000&#47;Elke&#62;;</Indentation></Pgraph><Pgraph><Indentation>foaf:knows &#8230; .</Indentation></Pgraph><Pgraph>&#60;http:&#47;&#47;localhost:5000&#47;Elke&#62; a foaf: Person;</Pgraph><Pgraph><Indentation>foaf:name &#34;Elke&#34; ;</Indentation></Pgraph><Pgraph><Indentation><TextGroup><PlainText>foaf:current Project &#60;http:&#47;&#47;localhost:5000&#47;Koeln&#62; .</PlainText></TextGroup></Indentation></Pgraph><Pgraph>&#60;http:&#47;&#47;localhost:5000&#47;Koeln&#62; a foaf: Document;</Pgraph><Pgraph><Indentation>foaf:name &#34;Domstadt K&#246;ln&#34; .</Indentation></Pgraph><Pgraph>Als Abfragesprache hat sich SPARQL (<Mark1>S</Mark1>PARQL <Mark1>P</Mark1>rotocol <Mark1>A</Mark1>nd <Mark1>R</Mark1>DF <Mark1>Q</Mark1>uery <Mark1>L</Mark1>anguage) etabliert. </Pgraph><SubHeadline>Aktivit&#228;ten ZB MED</SubHeadline><Pgraph>Seit 2010 werden von der ZB MED die Katalogdaten bereits unter <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.lobid.org&#47;about">http:&#47;&#47;www.lobid.org&#47;about</Hyperlink> zur weiteren Verarbeitung angeboten. Die Daten liegen in RDF vor, ein Browsing ist auch m&#246;glich; Beispiel: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;lobid.org&#47;resource&#47;ZDB200772-1">http:&#47;&#47;lobid.org&#47;resource&#47;ZDB200772-1</Hyperlink>.</Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich werden die Current-Content-Dienste der ZB MED CC MED (f&#252;r Medizin, Gesundheit) und CC GREEN (f&#252;r Ern&#228;hrung, Umwelt, Agrar) als SISIS-Dump &#252;ber das Portal CKAN angeboten (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;thedatahub.org&#47;dataset">http:&#47;&#47;thedatahub.org&#47;dataset</Hyperlink>).</Pgraph><SubHeadline>Weiterentwicklungen in MEDPILOT &#8211; Beispiel Drugbank</SubHeadline><Pgraph>Semantische Verkn&#252;pfungen zwischen Objekten sollen auch in Zukunft in die Entwicklung von MEDPILOT einflie&#223;en. Einige Verfahren, wie das Anreichern von Medline-Datens&#228;tzen, werden in der ZB MED schon seit Jahren praktiziert, diese sollen durch weitere sinnvolle und n&#252;tzliche Informationen erg&#228;nzt werden. </Pgraph><Pgraph>Als Beispiel f&#252;r den Einstieg in semantische Verkn&#252;pfungen soll die bio2rdf-Wissensdatenbank dienen. Dort k&#246;nnten etwa s&#228;mtliche Knoten von Substanzen (DBxxxxxx) extrahiert und weiter verarbeitet werden. So existiert vom Knoten <Hyperlink href="http:&#47;&#47;bio2rdf.org&#47;drugbank:DB01050">http:&#47;&#47;bio2rdf.org&#47;drugbank:DB01050</Hyperlink> eine Verbindung (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;bio2rdf.org&#47;drugbank&#95;vocabulary:xref">http:&#47;&#47;bio2rdf.org&#47;drugbank&#95;vocabulary:xref</Hyperlink>) zu einer CAS (Chemical Abstracts Service)-Nummer (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;bio2rdf.org&#47;page&#47;cas:15687-27-1">http:&#47;&#47;bio2rdf.org&#47;page&#47;cas:15687-27-1</Hyperlink>). Weiterhin ist eine Verbindung in die verwandte Drugbank (Abbildung 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="figure"/>) existent, von wo aus weitere in Relation zum Ausgangsknoten stehende Inhalte gefunden werden k&#246;nnen. Besonders relevant ist hier die Information, dass es sich bei der gesuchten Substanz um Ibuprofen handelt. Auch werden unter anderen Verkn&#252;pfungen in die englischsprachige Wikipedia und zu einer grafischen Aufbereitung der Substanz (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.drugbank.ca&#47;drugs&#47;DB01050">http:&#47;&#47;www.drugbank.ca&#47;drugs&#47;DB01050</Hyperlink>) angeboten.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r den praktischen Einsatz in MEDPILOT k&#246;nnen jetzt diese Informationen bei der Indexierung von Datenquellen, z.B. Medline, herangezogen werden. Tritt beispielsweise im Titel oder im Abstact der Begriff &#8222;Ibuprofen&#8220; oder bei den chemischen Substanzen eine CAS-Nummer auf, dann k&#246;nnen die eben gewonnen Informationen f&#252;r die Anreicherung der Datens&#228;tze herangezogen und als Identifikatoren in den Index eingef&#252;gt werden. Die so angereicherten Suchergebnisse lassen sich z.B. im Portal in Templates weiter aufbereiten. </Pgraph><SubHeadline>GND, Beacon, VIAF</SubHeadline><Pgraph>Neben dem klassischen Nutzen von Wissensdatenbanken existiert eine Reihe von Mechanismen, wie Datens&#228;tze weiter semantisch angereichert und verkn&#252;pft werden k&#246;nnen. Dabei ist die Nutzung von Dateien im Beacon-Format (Abbildung 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="figure"/>) hervorzuheben. Sie helfen bei der Beantwortung der Frage, welches Rechercheangebot (Kataloge, Wikipedia, etc.) zu einem gegebenen Autor wie viele Dokumente besitzt.</Pgraph><Pgraph>Dementsprechend einfach sind die Beacon-Dateien f&#252;r diesen Fall auch aufgebaut. Im Wesentlichen bestehen sie aus einer Base-URL (&#35;TARGET) des Anbieters und den GND (Gemeinsame Normdatei)-IDs, f&#252;r die es Treffer gibt. Somit lassen sich Datens&#228;tze, die eine GND-ID beinhalten, leicht verkn&#252;pfen. Dem Benutzer k&#246;nnen so weitere Recherchem&#246;glichkeiten angeboten werden. Die bereits existierenden Beacon-Angebote sind frei verf&#252;gbar und werden in der Wikipedia unter <Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Wikipedia:PND&#47;BEACON">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Wikipedia:PND&#47;BEACON</Hyperlink> angeboten.</Pgraph><Pgraph>Eine weitere sehr interessante Thematik ist die eindeutige Identifikation von Autoren. So existiert der Anwenderfall, dass zu einem Datensatz aus einem gegebenen Suchergebnis s&#228;mtliche in MEDPILOT bekannten Datens&#228;tze des Autors  gefunden werden sollen. Da die intuitive Suche &#252;ber den Autorennamen nicht ausreicht (z.B. Suche nach Hans M&#252;ller), existieren verschiedene Identifikatoren f&#252;r Autoren, z.B. GND, die in der Wissensdatenbank VIAF (Virtual International Authority File) zusammengefasst sind. Wenn nun ein Gro&#223;teil der Datens&#228;tze aus MEDPILOT &#252;ber die VIAF eindeutige Autoren-Identifikatoren erhalten, wird es m&#246;glich sein, Facetten nach Autoren aus der Ergebnisliste f&#252;r ein Filtern der Suchergebnisse anbieten zu k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4. Fazit">
      <MainHeadline>4. Fazit</MainHeadline><Pgraph>Nicht nur in der Informationstechnologie werden in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden Buzzwords hervorgebracht, die in aller Munde sind, aber bei n&#228;herer Betrachtung eine Vielzahl von unterschiedlichen Auffassungen dar&#252;ber vereinen. Genauso verh&#228;lt es sich bei dem Thema Web 3.0 oder &#8222;Semantisches Web&#8220;. Dennoch lohnt es, sich mit dieser Thematik n&#228;her auseinander zu setzen, denn es existieren hier vor allem reale Anwenderf&#228;lle, die durch Ausnutzung der dahinter stehenden Technologien in die Praxis umgesetzt werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Das Produkt MEDPILOT der ZB MED bedient sich seit geraumer Zeit verschiedener Techniken zu dem Thema, um den Benutzern einen Mehrwert an Funktionen und Inhalten zu vermitteln. Deshalb wurden die OPAC-Funktionalit&#228;ten konsequent in MEDPILOT integriert. Sie erlauben den Benutzern das Ausf&#252;hren weitreichender Funktionen bei Datens&#228;tzen aus dem Katalog der ZB MED. Dar&#252;ber hinaus werden diese Datens&#228;tze gleichwertig neben allen weiteren (Medline, Dissonline, CCMED, &#8230;) dem Benutzer angeboten.</Pgraph><Pgraph>In Zukunft werden semantische Verfahren eine wichtige und verst&#228;rkte Rolle bei der Weiterentwicklung von MEDPILOT spielen, um m&#246;glichst unabh&#228;ngig von Herkunft eines jeden Datensatzes die vorhandenen Informationen mit neuen Datenquellen zu verkn&#252;pfen und damit anzureichern. F&#252;r den weiteren erfolgreichen Fortbestand einer virtuellen Fachbibliothek reicht es nicht aus, Informationen aus verschiedenen Datenquellen anzubieten. Sie m&#252;ssen in diesem Fall, wenn sinnvoll, intelligent durch die Ausnutzung von Semantiken in Verbindung gebracht werden. Die Nutzer werden es uns danken.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Schneider S</RefAuthor>
        <RefTitle>Das Motto lautet &#8211; Recherche und Literaturbestellung leicht gemacht&#33;</RefTitle>
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        <RefTotal>Schneider S. Das Motto lautet &#8211; Recherche und Literaturbestellung leicht gemacht&#33; medizin &#8211; bibliothek &#8211; information. 2004;4(1):33-5. Verf&#252;gbar unter: http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;mbi&#47;2004&#95;1&#47;schneider33-35.pdf</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.agmb.de&#47;mbi&#47;2004&#95;1&#47;schneider33-35.pdf</RefLink>
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      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Baukasten MEDPILOT</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Verf&#252;gbarkeiten in MEDPILOT</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Vormerkungen im Nutzerkonto in MEDPILOT</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Beispiel Herzmuskelentz&#252;ndung</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <MediaNo>5</MediaNo>
          <MediaID>5</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Ausschnitt aus Linked-Open-Data-Cloud  (LOD-Cloud) nach http:&#47;&#47;richard.cyganiak.de&#47;2007&#47;10&#47;lod&#47;imagemap.html (25.10.2012)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 6: Semantik, nat&#252;rliche Sprache</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 7: Beispiel Drugbank</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 8: Beacon</Mark1></Pgraph></Caption>
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