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<GmsArticle>
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    <Identifier>mbi000243</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000243</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002435</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Von Augusta zu Klingsor, von Luise zu Benjamin &#8211; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bibliothek des Instituts f&#252;r Geschichte der Medizin in Berlin</Title>
      <TitleTranslated language="en">From Augusta to Klingsor, from Luise to Benjamin &#8211; past, present and future of the library of the Institute for the History of Medicine (Berlin)</TitleTranslated>
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          <Lastname>Scholz</Lastname>
          <LastnameHeading>Scholz</LastnameHeading>
          <Firstname>Melanie</Firstname>
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        <Address>Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Institut f&#252;r Geschichte der Medizin, Bibliothek, Luisenstr. 65, 10117 Berlin, Tel.: &#43;49(0)30&#47;450529254, Fax: &#43;49(0)30&#47;450529944, Deutschland<Affiliation>Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Institut f&#252;r Geschichte der Medizin, Bibliothek, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>melanie.scholz&#64;charite.de</Email>
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          <Lastname>Seehausen</Lastname>
          <LastnameHeading>Seehausen</LastnameHeading>
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          <Affiliation>Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Institut f&#252;r Geschichte der Medizin, Archiv und Literaturdatenbanken&#47;Zeitgeschichte, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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        <Email>vera.seehausen&#64;charite.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Charit&#233;, Berlin</Keyword>
      <Keyword language="en">library of the Institute for the History of Medicine</Keyword>
      <Keyword language="en">medical history</Keyword>
      <Keyword language="de">Charit&#233;, Berlin</Keyword>
      <Keyword language="de">Bibliothek des Instituts f&#252;r Geschichte der Medizin</Keyword>
      <Keyword language="de">Medizingeschichte</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20120906</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>12</Volume>
        <Issue>1-2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Medizinhistorische Literatur</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Nach einer kurzen Erl&#228;uterung der Geschichte des Standortes von Institut, Bibliothek und Archiv, dessen Besonderheit in der geschichtlichen Entwicklung der geteilten Stadt Berlin liegt, folgt eine Beschreibung des Bestandes, der Forschungsgebiete sowie der Aufgaben, die die Bibliothek wahrnimmt. Zuletzt geht der Artikel noch auf die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ein.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>After a brief illustration of the history of the institute, library and archive whose characteristic is in the history of the divided city of Berlin follows the description of the inventory and of the fields of research as well as the tasks the library is performing. Finally the article mentions the cooperation with other institutes.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Standortgeschichte">
      <MainHeadline>Standortgeschichte</MainHeadline><Pgraph>Die Bibliothek entstand 1963 mit der Gr&#252;ndung des Instituts f&#252;r Geschichte der Medizin der Freien Universit&#228;t in West-Berlin. Sie war 25 Jahre lang beheimatet in eher provisorischen R&#228;umen einer Villa in Berlin-Lichterfelde (Augustastra&#223;e, Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) und konnte erst 1987 mit dem ersten Umzug des Instituts in den bibliotheksgerechten Anbau einer weiteren Villa (Klingsorstra&#223;e, <TextGroup><PlainText>Abbildung 2 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) wechseln. Die &#8222;West-Bibliothek&#8220; bildete das Gegenst&#252;ck zur Bibliothek des Instituts f&#252;r Geschichte der Medizin der Humboldt-Universit&#228;t (Charit&#233;) in Ost-Berlin, welches seit 1930 bestand. Nach dem Mauerfall und im Zuge der Fusion der medizinischen Fakult&#228;ten der Freien Universit&#228;t (FU) und der Humboldt-Universit&#228;t (HU) wurden auch die Institute zusammengef&#252;hrt, wenngleich die zwei Standorte erhalten blieben. </Pgraph><Pgraph>Die Bibliothek des Ostberliner Instituts war zwar r&#228;umlich im Institutsgeb&#228;ude (Ziegelstra&#223;e, Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>) gelegen, geh&#246;rte aber immer schon als Teilbibliothek der Wissenschaftsgeschichte zur Universit&#228;tsbibliothek der HU. Sie ging komplett an diese &#252;ber und befindet sich heute gr&#246;&#223;tenteils im neu errichteten Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum. Das Archiv dagegen und seine Archivalien, insbesondere das Bildmaterial, blieben dem jetzigen Institut erhalten und sind dort dokumentiert. Bibliothek und Archiv bilden heute eine Funktionseinheit, deren Bestand &#252;ber die Jahre kontinuierlich gewachsen ist und weiter w&#228;chst. Als Teil des Instituts geh&#246;ren sie heute zum Charit&#233;Centrum 1 f&#252;r Human- und Gesundheitswissenschaften.</Pgraph><Pgraph>Vor zwei Jahren erfolgte der Umzug der Bibliothek von der Gr&#252;nderzeitvilla im S&#252;den Berlins, die verkauft werden sollte, in das sogenannte Bettenhochhaus der Charit&#233; in Mitte (Luisenstra&#223;e), das in den 1970er-Jahren geplant und 1982 als Vorzeigebau er&#246;ffnet wurde. R&#228;umlich und aus Sicht der Bestandsentwicklung ist die Unterbringung keine optimale L&#246;sung, zumal noch nicht erfasste Best&#228;nde (500 B&#252;cherkartons) hier keinen Platz fanden. F&#252;r das Jahr 2013 ist nun die Sanierung unseres jetzigen Standorts anvisiert inklusive einer Entkernung des gesamten Geb&#228;udes, das daf&#252;r vollst&#228;ndig freigezogen werden muss. Derzeit sieht die Planung vor, dass Institut und Bibliothek wieder in den S&#252;den Berlins in das Benjamin-Franklin-Klinikum der Charit&#233; und dort zusammen mit der Bibliothek f&#252;r Soziale Medizin ziehen soll. Daf&#252;r w&#228;ren allerdings gr&#246;&#223;ere Umbauma&#223;nahmen notwendig.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Organisation">
      <MainHeadline>Organisation</MainHeadline><Pgraph>Die Bibliothek verf&#252;gt &#252;ber zwei volle Stellen und eine studentische Hilfskraft mit 40 Stunden pro Monat, das Archiv wird von 1,5 MitarbeiterInnen betreut. Nach gegenw&#228;rtiger Planung ist davon auszugehen, dass frei werdende Stellen (eine Stelle in 2013) nicht wiederbesetzt werden. Angesichts der Gr&#246;&#223;e des Bestandes von ca. 90.000 Medieneinheiten und der anstehenden Aufgaben (Stichwort Retrokatalogisierung) ist ein solcher Stellenschl&#252;ssel zwar nicht ausreichend, dennoch steht das Berliner Institut besser da als manch andere medizingeschichtliche Institute in Deutschland.  </Pgraph><Pgraph>Im Bettenhochhaus (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>) ist die Bibliothek mit dem Freihandbestand und den Mitarbeiterr&#228;umen in der 9. Etage untergebracht, zwei Drittel des Bestandes dagegen sind im 2. Stock magaziniert. Den &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Bereich in der 9. Etage &#8211; ehemals die Kinderstation, d.h. Unterbringung der B&#252;cher, der MitarbeiterInnen und der NutzerInnen in ehemaligen Patientenzimmern &#8211; teilen wir uns mit der Medizinischen Bibliothek, die hier ihre Lehrbuchsammlung f&#252;r die Studierenden bereith&#228;lt. Hauptnutzer der Bibliothek und des Archivs sind WissenschaftlerInnen und Studierende der Charit&#233;, aber auch ForscherInnen anderer Institutionen, historisch interessierte Laien und Vertreter der Medien. Grunds&#228;tzlich steht die Bibliothek jedem Interessierten zur Nutzung offen.</Pgraph><Pgraph>Die Bibliothek ist eine Pr&#228;senzbibliothek mit Option der Wochenend-Ausleihe und ist dem Fernleihsystem nur als nehmende Bibliothek angeschlossen, auch wenn uns immer wieder Fernleihanfragen nach unikaten Best&#228;nden erreichen. Mit der Universit&#228;tsbibliothek der Freien Universit&#228;t Berlin als Heimatbibliothek sind wir Mitglied im Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV). Als Katalogisierungssoftware dient ALEPH, wobei die Buchbest&#228;nde erst zu einem Drittel elektronisch erfasst sind. Mit voranschreitender Retrokatalogisierung sollen aber auch die Zettelkataloge (alphabetischer Katalog, Schlagwort- und Standortkatalog) verringert bzw. abgeschafft werden. Die Zeitschriftenbest&#228;nde dagegen sind vollst&#228;ndig (1.828 Titel) in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen und auch &#252;ber den OPAC der Charit&#233; und der FU &#8211; und damit im KOBV und im Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) &#8211; recherchierbar. Die Bibliothek h&#228;lt 30 laufende Zeitschriftentitel. Der Bestand ist nach einer eigens entwickelten und &#252;ber die Jahre differenzierten Systematik aufgestellt und auch die Verschlagwortung folgt einem eigenen System.</Pgraph><Pgraph>Neuerwerbungsw&#252;nsche werden meist von den WissenschaftlerInnen des Instituts ge&#228;u&#223;ert und im Rahmen des verf&#252;gbaren Etats beschafft. Ansonsten ist die Bibliothek bem&#252;ht, zur Abdeckung der einzelnen Systematikgruppen bzw. medizinischen Fachgruppen die aktuelle und relevante Forschungsliteratur in deutscher, englischer oder franz&#246;sischer Sprache zu beschaffen. E-Books (Lehrb&#252;cher) und Datenbanken (z.B. Web of Science) k&#246;nnen &#252;ber den Zugang der Medizinischen Bibliothek genutzt werden. Seit 2010 hat die Bibliothek keinen festen Etat mehr. Standen ihr bis 2009 noch 15.000 &#8364; im Jahr zur Verf&#252;gung &#8211; anteilig vom Gesamtetat f&#252;r die drei Bibliotheken des Charit&#233;Centrums 1 f&#252;r Geschichte der Medizin, Sozialmedizin und Arbeitsmedizin &#8211;, werden seit 2010 Buchank&#228;ufe und Buch- und Zeitschriftenbindungen aus den Institutsmitteln finanziert. Im letzten Jahr waren dies beispielsweise 11.000 &#8364;, wobei der Bestand um 1.884 Titel wuchs. Der Zuwachs resultierte zu einem Drittel aus Ankauf und zu zwei Dritteln aus Schenkungen und &#220;bernahmen von aufgel&#246;sten Institutsbibliotheken (Anthropologie, Anatomie, Pharmakologie) bzw. &#220;bernahmen aus der Medizinischen Bibliothek der Charit&#233;, die keine Archivfunktion wahrnimmt (vgl. <TextLink reference="1"></TextLink>). Eine Etatausnahme bilden die laufenden Zeitschriften (Online und Print). Sie werden &#252;ber die Medizinische Bibliothek meist in Form von Konsortialvertr&#228;gen (Friedrich Althoff-Konsortium) erworben.</Pgraph><Pgraph>Der Etatmangel hat zur Folge, dass wesentliche Aufgaben der Bestandserhaltung wie Restauration und Ents&#228;uerung kaum mehr geleistet werden k&#246;nnen, auch die Buchbindung muss gr&#246;&#223;tenteils zur&#252;ckgestellt werden. Zugleich w&#228;chst durch die &#220;bernahmen der Bestand in einem Ma&#223;e, dass der Platz bei weitem nicht reicht und noch zu bearbeitende Best&#228;nde ausgelagert werden m&#252;ssen.</Pgraph><Pgraph>Neben der Katalogisierung, Retrokatalogisierung, Recherche, Bestellung und Benutzereinf&#252;hrung nehmen Anfragen von WissenschaftlerInnen, Laien, JournalistInnen und TV-RedakteurInnen &#8211; vom SPIEGEL bis zur Redaktion von &#8222;Wer wird Million&#228;r&#63;&#8220; &#8211; einen zunehmenden Teil der Zeit in Anspruch. Auch aus dem Ausland werden Anfragen gestellt, z.B. nach Daten und Bildern zu &#196;rztInnen, zu einzelnen medizinischen Instrumenten, zum Krankenhauswesen, zu therapeutischen Verfahren u.v.m.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Archiv">
      <MainHeadline>Archiv</MainHeadline><Pgraph>Diese Anfragen erreichen auch das Archiv, das sich in verschiedene Bereiche gliedert: das Bildarchiv mit ca. 20.000 digitalisierten Objekten, das Archiv des Forschungsschwerpunktes Zeitgeschichte mit den Datenbanken MedZeitgeschichte und MedBeruf sowie das Krankenblattarchiv zur Psychiatriegeschichte (Patientenakten der Psychiatrischen und Nervenklinik der Charit&#233;). Dar&#252;ber hinaus besitzt das Institut eine Sammlung von medizinischen Objekten (Medaillen, Karten, Instrumente, Ger&#228;te) und Dokumenten (Autographen, Teilnachl&#228;sse). </Pgraph><Pgraph>Das Bildarchiv enth&#228;lt eine gro&#223;e (Foto-)Sammlung mit historischen Mediziner-Portr&#228;ts und Abbildungen zur Medizingeschichte Berlins, speziell zur Charit&#233;-Geschichte, aber auch zur Objektgeschichte. F&#252;r die Erschlie&#223;ung des Bestandes wurde eine eigene Systematik entwickelt und mit dem Datenbank-Programm Filemaker realisiert. Neben Bildtitel, Bildbeschreibung, Provenienz und formalen Kriterien werden die Objekte nach regionaler, epochaler und institutioneller Zugeh&#246;rigkeit erschlossen. </Pgraph><Pgraph>Das Archiv der Zeitgeschichte hat seinen Schwerpunkt in den Sondersammelgebieten zu <Mark2>Medizin und Gesellschaft im 20. Jahrhundert</Mark2> (MedZeitgeschichte) sowie zu <Mark2>Medizinischer Ausbildung und &#228;rztlichem Berufsfeld</Mark2> (MedBeruf, 1970 bis 2003), die u.a. die Literatur zu Gesundheitswesen&#47;-politik, Sozialmedizin und Public Health, Hochschulpolitik und Wissenschaftsgeschichte sowie Leitlinien der Medizin&#47;Ethik, Ausbildungsforschung und Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen beinhalten. Das Archivgut umfasst ca. 25.000 Medieneinheiten, darunter Sonderdrucke, Skripte, Briefwechsel, Gesetzestexte, Brosch&#252;ren und Themenmappen sowie einen Buchbestand, der derzeit sukzessive in den Institutsbestand integriert wird. Die beiden online zug&#228;nglichen, <TextGroup><PlainText>LIDO</PlainText></TextGroup>S-basierten Datenbanken (mit ca. 10.900 bzw. 12.500 Medieneinheiten, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.charite.de&#47;medizingeschichte&#47;archive.htm">http:&#47;&#47;www.charite.de&#47;medizingeschichte&#47;archive.htm</Hyperlink>) weisen nicht allein den vorhandenen Bestand nach, sondern auch relevante Fachliteratur und deren Rezensionen sowie E-Publikationen zu den Themenschwerpunkten. Dar&#252;ber hinaus sammelt der Forschungsschwerpunkt speziell zum Gesundheitswesen nach 1945 (BRD und DDR) umfangreiche graue Literatur sowie Vor- und Nachl&#228;sse (z.B. Erwin Jahn, Bodo Mros, G&#252;nther Ehmann, Kurt Scheidler, Ludwig Mecklinger), die als Konvolute erfasst oder &#252;ber eigene Findb&#252;cher erschlossen werden. Hier ist auch durch aktive Sammelt&#228;tigkeit ein umfangreicher Bestand an nicht eigenst&#228;ndig erschienenen Publikationen von DDR-Institutionen aufgebaut worden, die nur selten Eingang in bibliothekarische Best&#228;nde gefunden haben.</Pgraph><Pgraph>Der Bestand und die Datenbank des Psychiatriearchivs mit Krankenakten von 1880 bis 1976 werden von einer Gruppe von WissenschaftlerInnen des Instituts betreut. Auch aus anderen Forschungsschwerpunkten sind Datenbanken erwachsen, die teils online zug&#228;nglich sind wie die Dokumentation <Mark2>&#196;rztinnen im Kaiserreich</Mark2> (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;web.fu-berlin.de&#47;aeik&#47;">http:&#47;&#47;web.fu-berlin.de&#47;aeik&#47;</Hyperlink>), eine biografische Datenbank zu den ersten &#196;rztinnen in Deutschland mit &#252;ber 3.500 Datens&#228;tzen (1.092 online), die von einer der Bibliothekarinnen Ende der 1980er-Jahre ins Leben gerufen, im Rahmen eines DFG-Projektes in der 1990ern erstellt und danach erweitert wurde (&#196;rztinnen in der Weimarer Republik). Diese Pionierleistung wurde 1995 mit dem ersten Margherita von Brentano-Preis der Freien Universit&#228;t ausgezeichnet. Weitere Datenbanken, bei denen der &#220;bergang zwischen Archiv und Bibliothek flie&#223;end ist, sind die Sonderdrucksammlung mit Schwerpunkt <Mark2>Charit&#233;-Bibliografie</Mark2> (24.500 Titel), die aber erst teilweise elektronisch erfasst ist und im Moment nur intern genutzt werden kann, und das Filmarchiv (201 Titel), welches nur institutsintern f&#252;r Forschungszwecke zu Verf&#252;gung steht. F&#252;r diese beiden Sammlungen dient ebenfalls die Software Filemaker zur Erfassung.</Pgraph><Pgraph>Das Archiv steht ebenso wie die Bibliothek der interessierten &#214;ffentlichkeit zur Verf&#252;gung und kann, soweit datenschutzrechtlich erlaubt, genutzt werden. W&#228;hrend beispielweise das Archiv f&#252;r Zeitgeschichte vorrangig im wissenschaftlichen Kontext nachgefragt wird und der vertiefenden Forschung dient, bietet insbesondere das Bildarchiv auch einen reichhaltigen Fundus f&#252;r Anfragen aus dem medialen Umfeld. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Buchbestand">
      <MainHeadline>Buchbestand</MainHeadline><Pgraph>Die Anf&#228;nge der Bibliothek wurden aufgebaut aus den (Teil-)Nachl&#228;ssen des Anatomen Kurt Fahrenholz, des Chirurgen Erwin Gohrbandt, des Internisten Wilhelm Zinn, des Dermatologen Georg Rost, des Immunbiologen Otto Westphal und sp&#228;ter erweitert um eine geschlossen gekaufte Sammlung von etwa 1.200 medizinischen Schriften des 17. und 18. Jahrhunderts. Die fr&#252;heren Sammelschwerpunkte zur Medizin des Altertums und des Mittelalters, zur Geschichte der Berliner Medizin, der Zahnheilkunde und des Biologismus haben sich verlagert zur Psychiatriegeschichte, Pharmakologie, Sozialmedizin, Patientengeschichte im 19.&#47;20. Jahrhundert, Medizin im Nationalsozialismus, Medizin und Gender. Ein wichtiger Sammelschwerpunkt ist selbstverst&#228;ndlich die Literatur zur Geschichte der Charit&#233;, die vor allem im Rahmen des 300-j&#228;hrigen Jubil&#228;ums der Charit&#233; stark frequentiert wurde, wie z.B. die Publikation <Mark2>Charit&#233; &#8211; Geschichte(n) eines Krankenhauses</Mark2>, herausgeben von Johanna Bleker und Volker Hess (2010) <TextLink reference="2"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Besondere Best&#228;nde, die in den letzten Jahren in die Bibliothek integriert wurden, sind die Bibliothek der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik Berlin (10.000 B&#228;nde), mit einen gro&#223;en Bestand an Originalausgaben neurologischer und psychiatrischer Literatur aus dem 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, mit Anstaltsberichten und Festschriften. Er deckt einen gro&#223;en Bereich der aktuellen Forschung am Institut ab (z.B. DFG-Forschungsprojekt <Mark2>Kulturen </Mark2><TextGroup><Mark2>des Wa</Mark2></TextGroup><Mark2>hnsinns</Mark2>, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.kulturen-des-wahnsinns.de&#47;">http:&#47;&#47;www.kulturen-des-wahnsinns.de&#47;</Hyperlink>). Ein weiterer besonderer Bestand ist die Privatsammlung des Archivars der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Urologie Fritz Schultze-Seemann (2.523 B&#252;cher, 44 Zeitschriftentitel).</Pgraph><Pgraph>Der historische Bestand (vor 1900) an medizinischen Werken und Lehrb&#252;chern umfasst ungef&#228;hr 10.000 Titel, welche &#252;berwiegend in lateinischer und deutscher Sprache verfasst sind. Er gliedert sich in ca. 80 Titel des <TextGroup><PlainText>16. Jah</PlainText></TextGroup>rhunderts, ca. 150 Titel des 17. Jahrhunderts (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>), ca. 1.050 Titel des 18. Jahrhunderts und ca. 8.720 Titel aus dem 19. Jahrhundert. Obwohl keine Mittel f&#252;r eine Digitalisierung zur Verf&#252;gung stehen, sind im Moment schon 522 Titel (vor allem aus dem 16.&#8211;19. Jahrhundert, Stand: 23.06.2012) aus dem bisher im OPAC erfassten Bestand im Volltext verf&#252;gbar. Hier profitiert die Bibliothek haupts&#228;chlich von den Digitalisierungsprojekten der Bayrischen Staatsbibliothek, deren Digitalisate durch die strategische Allianz des KOBV mit dem BVB (Bibliotheksverbund Bayern) durch sogenannte Hybrids&#228;tze bei Besitz in den Charit&#233;-OPAC &#252;bernommen werden k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Der Bestand an ca. 150 Mikrofiches umfasst neben medizinhistorischen Dissertationen der Institute (FU und HU) noch einige weitere deutschsprachige Dissertationen sowie Zeitschriften und Bibliographien.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Kooperationen">
      <MainHeadline>Kooperationen</MainHeadline><Pgraph>Institutionell und sammlungsbezogen ist die N&#228;he zur Berliner Gesellschaft f&#252;r Geschichte der Medizin e.V. <TextGroup><PlainText>und zum</PlainText></TextGroup> Medizinhistorischen Museum der Charit&#233; gegeben. Auch hier sind Bibliothek und Archiv in Form von Zusammenarbeit und Leihgaben eingebunden (z.B. aktuelle Sonderausstellung: Ilana Halperin &#8211; Steine, <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.charite.dhttp:&#47;&#47;www.bmm-charite.de&#47;ausstellungen&#47;sonderausstellung&#47;ilana-halperin-steine.htmle&#47;charite&#47;presse&#47;pressemitteilungen&#47;artikel&#47;detail&#47;sonderausstellung&#95;ilana&#95;halperin&#95;steine&#47;">http:&#47;&#47;www.bmm-charite.de&#47;ausstellungen&#47;sonderausstellung&#47;ilana-halperin-steine.html</Hyperlink>). Neben F&#252;hrungen durch die Bibliothek sind die Bibliotheks- und Archivmitarbeiterinnen auch an historischen F&#252;hrungen zum Standort Charit&#233; beteiligt &#8211; z.B. zum ehemaligen Universit&#228;tsklinikum Ziegelstra&#223;e oder der Frauenklinik in der Monbijoustra&#223;e &#8211;, die im Rahmen der Senioren-Weiterbildungswege der Humboldt-Universit&#228;t erfolgen.</Pgraph><Pgraph>Eine Zusammenarbeit zwischen den deutschsprachigen Instituten f&#252;r Geschichte der Medizin und angrenzenden Bereichen wird vertieft. Auf Initiative des Instituts f&#252;r Geschichte, Theorie und Ethik in Mainz findet seit 2009 ein j&#228;hrliches Treffen der InstitutsbibliothekarInnen an wechselnden Standorten statt. Ziel ist der Austausch und die Zusammenarbeit sowie fachsspezifische Weiterbildung (z.B. Urheberrecht). So konnte bereits als Ergebnis eine &#220;bersicht &#252;ber alle Spezialsammlungen an den einzelnen Instituten auf der Homepage des Fachverbandes Medizingeschichte e.V. (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.fachverband-medizingeschichte.de&#47;">http:&#47;&#47;www.fachverband-medizingeschichte.de&#47;</Hyperlink>) pr&#228;sentiert werden. Au&#223;erdem werden dort im halbj&#228;hrlichen Rhythmus die Neuerwerbungslisten der medizinhistorischen Bibliotheken ver&#246;ffentlicht. </Pgraph><Pgraph>Ein besonderes Augenmerk wird im Zuge des Umzuges 2013 der Fusion der Bibliotheken der Sozialmedizin und der Geschichte der Medizin gelten. Da beide Bibliotheken bereits andere Best&#228;nde (z.B. Arbeitsmedizin) &#252;bernommen haben, wird sich hier ein einzigartiger Bestand der nicht rein klinischen F&#228;cher darstellen. Einhergehend mit der r&#228;umlichen Ver&#228;nderung und der Erweiterung des Bestandes auf 120.000 Medieneinheiten und der Erweiterung des Servicebereiches &#8211; angestrebt sind u.a. Erweiterung der &#214;ffnungszeiten, der Ausleihe und eine gr&#246;&#223;ere Zahl von Benutzerarbeitspl&#228;tzen &#8211; wird versucht, dem Anspruch an die zuk&#252;nftigen Bibliothek <Mark2>Medical Humanities</Mark2> gerecht zu werden. Der Begriff selbst (vgl. <TextLink reference="3"></TextLink>) l&#228;sst sich nicht eindeutig ins Deutsche &#252;bertragen. Das Konzept von Medical Humanities basiert auf einer langen traditionellen Verbindung zwischen Medizin und Humanwissenschaften, d.h. verfolgt einen geistes- und sozialwissenschaftlichen Zugang zur Medizin und setzt demzufolge ein erweitertes Verst&#228;ndnis von Krankheit und Gesundheit voraus unter Einbeziehung von gesellschaftlichen, sozio&#246;konomischen und sozialpsychologischen Einfl&#252;ssen. Damit verbunden ist eine Kritik an entmenschlichter Medizin, an rein medizinisch-wissenschaftlichen und technologischen Ans&#228;tzen. In der Ausbildung im Gesundheitswesen und in der interdisziplin&#228;ren Forschung soll dem entgegengewirkt werden, um menschliche Werte ins Zentrum der &#228;rztlichen Praxis zu stellen. Dieser Idee f&#252;hlt sich auch die Bibliothek verbunden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorinnen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Paepcke U</RefAuthor>
        <RefTitle>Die Medizinische Bibliothek der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin &#8211; eine Bibliothek im Wandel</RefTitle>
        <RefYear>2009</RefYear>
        <RefJournal>GMS Med Bibl Inf</RefJournal>
        <RefPage>Doc20</RefPage>
        <RefTotal>Paepcke U. Die Medizinische Bibliothek der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin &#8211; eine Bibliothek im Wandel. GMS Med Bibl Inf. 2009;9(2-3):Doc20. DOI: 10.3205&#47;mbi000148</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.3205&#47;mbi000148</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Bleker J</RefAuthor>
        <RefAuthor>Hess V</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2010</RefYear>
        <RefBookTitle>Die Charit&#233; &#8211; Geschichte(n) eines Krankenhauses</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
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        <RefAuthor>Spinsanti S</RefAuthor>
        <RefTitle>Medical Humanities</RefTitle>
        <RefYear>2005</RefYear>
        <RefBookTitle>Literatur und Medizin &#8211; ein Lexikon</RefBookTitle>
        <RefPage>516-520</RefPage>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Das erste Domizil des Instituts in der Augustastra&#223;e</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Das Institut in der Klingsorstra&#223;e</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Der Eingang zum Institut in der Ziegelstra&#223;e</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Das Bettenhochhaus der Charit&#233; in der Luisenstra&#223;e</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 5: Johannes Schenk von Grafenberg: Observationes medicae rariores von 1644 (eine Abhandlung &#252;ber seltene medizinische Beobachtungen)</Mark1></Pgraph></Caption>
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