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    <Identifier>mbi000233</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000233</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002335</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Innovationsmanagement an der ETH-Bibliothek</Title>
      <TitleTranslated language="en">Innovation Management at ETH-Bibliothek</TitleTranslated>
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          <Lastname>Mumenthaler</Lastname>
          <LastnameHeading>Mumenthaler</LastnameHeading>
          <Firstname>Rudolf</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
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        <Address>ETH-Bibliothek, Innovation und Marketing, R&#228;mistrasse 101, CH-8092 Z&#252;rich, Schweiz<Affiliation>ETH-Bibliothek, Innovation und Marketing, Z&#252;rich, Schweiz</Affiliation></Address>
        <Email>rudolf.mumenthaler&#64;library.ethz.ch</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <Keyword language="en">innovation management</Keyword>
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      <Keyword language="en">innovation process</Keyword>
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      <Keyword language="de">Innovationsmanagement</Keyword>
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      <Keyword language="de">Innovationsprozess</Keyword>
      <Keyword language="de">Ideenmanagement</Keyword>
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    <DatePublished>20111229</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>11</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in K&#246;ln 2011: "Innovativ denken, strategisch planen, praktisch umsetzen"</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>18</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Im Beitrag wird &#252;ber die Einf&#252;hrung eines Innovationsmanagements an der ETH-Bibliothek Z&#252;rich berichtet. Es werden die Innovationsstrategie und der Innovationsprozess vorgestellt. Zur Sprache kommen Fragen, wie Mitarbeitende mit einbezogen werden k&#246;nnen, welche Methoden und Tools f&#252;r das Ideenmanagement eingesetzt werden. Dabei kann mittlerweile auf &#252;ber zwei Jahre Erfahrung zur&#252;ckgeblickt werden. Weiter wird die Frage der systematischen Ideensuche thematisiert und gezeigt, wie das Innovationsmanagement mit dem Produktm<TextGroup><PlainText>anage</PlainText></TextGroup>ment verkn&#252;pft werden kann.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>This article reports on the introduction of an innovation management program at ETH-Bibliothek, the main library of ETH Zurich, including background information from over two years of experience. The innovation strategy and the innovation process are presented. The article deals with these questions: How can employees be integrated into the process&#63; Which tools and methods can be adapted for innovation management&#63; Furthermore, the subject of systematic idea finding is discussed and how innovation management can be integrated into product management.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausgangslage">
      <MainHeadline>Ausgangslage</MainHeadline><Pgraph>Die Notwendigkeit von Innovation ist mittlerweile auch in Dienstleistungsunternehmen wie einer Bibliothek kaum bestritten. Dies kann man durchaus als Anzeichen einer wahrgenommenen Krise interpretieren. Denn die technischen Entwicklungen im Umfeld von Bibliotheken verlaufen immer schneller, und die einzelnen Einrichtungen f&#252;hlen sich tendenziell vom Tempo &#252;berfordert. Insbesondere ver&#228;ndern sich die Erwartungen der Nutzenden, die neue Technologien und Funktionalit&#228;ten im Bereich Informationsversorgung kennen und einsetzen m&#246;chten. Und oft erwartet auch die Tr&#228;gerschaft &#8211; sei es die Hochschule oder eine andere K&#246;rperschaft &#8211;, dass die Bibliothek moderne Dienstleistungen bietet. Aus dieser Einsch&#228;tzung heraus w&#228;chst das Bed&#252;rfnis der Bibliotheken, innovativ zu sein und Innovationen zu managen. Die ETH-Bibliothek hat sich dieses Ziel bereits 2009 gesetzt, als sie die neue Stelle Innovation und Marketing ins Leben rief.</Pgraph><SubHeadline>Innovationsstrategie</SubHeadline><Pgraph>Grundlage f&#252;r das Innovationsmanagement bietet die Strategie der ETH-Bibliothek, die gewisse Grunds&#228;tze festlegt: </Pgraph><Pgraph>&#8222;&#91;Die ETH-Bibliothek&#93; setzt den Fokus auf nutzerfreundliche, innovative Dienstleistungen im Kontext der elektronischen Bibliothek. Dies bedingt zum einen die Kenntnis der Nutzerbed&#252;rfnisse, die regelm&#228;ssig erhoben werden. &#91;&#8230;&#93; Zum anderen verfolgt die ETH-Bibliothek systematisch die Entwicklung des Bibliothekswesens und der Inform<TextGroup><PlainText>ationst</PlainText></TextGroup>echnologie und pr&#252;ft einschl&#228;gige Produkte, Dienstleistungen und Strategien im Hinblick auf eine Umsetzung an der ETH Z&#252;rich&#8220;. <TextLink reference="8"></TextLink></Pgraph><Pgraph>Darauf aufbauend wurde ein Innovationskonzept entwickelt, in dem die Organisation, der Prozess und die Verantwortlichkeiten geregelt werden. In diesem Konzept wird auch definiert, was die ETH-Bibliothek unter Innovation versteht. Die ETH-Bibliothek versteht sich dabei nicht als Erfinder, sondern als &#8222;early adopter&#8220;: Innovativ ist ein Produkt oder eine Dienstleistung, wenn sie in dieser Form in der Schweiz oder im Bibliothekswesen allgemein noch nicht eingesetzt wird <TextLink reference="6"></TextLink>. Dabei dienen oft andere Branchen als Vorbild &#8211; wie zum Beispiel das Innovationsmanagement selbst, das in der Industrie seit Jahren zum Standard des Managements geh&#246;rt, in der Bibliothekswelt aber relativ neu ist.</Pgraph><SubHeadline>Organisation des Innovationsmanagements</SubHeadline><Pgraph>Zun&#228;chst stellt sich die Frage, wie das Innovationsmanagement organisatorisch in die Bibliothek eingegliedert werden soll. Es gibt zwei Grundvarianten: entweder das Innovationsmanagement wird als Stabsstelle der Direktion unterstellt oder es wird als Linienfunktion organisiert. Die ETH-Bibliothek w&#228;hlte den zweiten Weg und richtete einen eigenen Bereich Innovation und Marketing ein. Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass der Innovationsverantwortliche auf Augenh&#246;he mit den &#252;brigen Bereichsleitern sprechen kann und entsprechend hohes Gewicht in der Hierarchie hat. F&#252;r die Einf&#252;hrung des neuen Prinzips mit vielen Querschnittfunktionen ist dies ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gerade wenn ein Turnaround geschaffen werden will, wenn es darum geht, einen Kulturwandel einzuf&#252;hren, h&#228;tte eine Stabsstelle in einer gr&#246;sseren Organisation einen schweren Stand. Kurz nach der Schaffung der neuen Struktur unterzog sich die ETH-B<TextGroup><PlainText>iblio</PlainText></TextGroup>thek einer grundlegenden Reorganisation. Dabei wurde der eigenst&#228;ndige Bereich Innovation und Marketing als einer von drei Bereichen best&#228;tigt <TextLink reference="4"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Innovationsprozess">
      <MainHeadline>Innovationsprozess</MainHeadline><Pgraph>Eine der ersten Aufgaben des Innovationsmanagements bestand darin, den Innovationsprozess zu gestalten. An der ETH-Bibliothek war vor einiger Zeit das Projektmanagement mit klar strukturierten Abl&#228;ufen und Verantwortlichkeiten erfolgreich eingef&#252;hrt worden. Der Innovationsprozess lehnte sich sehr stark an diese etablierte Struktur und Methodik an. Es wurde ein Vorgehen festgelegt, das regelm&#228;ssige Entscheidungspunkte durch die Gesch&#228;ftsleitung vorsah. So entscheidet die Gesch&#228;ftsleitung (SBL, Sitzung der Bibliotheksleitung) &#252;ber die Umsetzung eingegangener Ideen, &#252;ber die Abnahme von Machbarkeitsstudien und die Genehmigung eines Projekts zur Umsetzung sowie &#252;ber die Abnahme von Projekten und deren &#220;bergabe in den Betrieb. </Pgraph><Pgraph>Dieser Ablauf folgt einer sogenannten Trichterstruktur: auf jeder Stufe erfolgt eine Selektion und eine Verdichtung, so dass letztlich nur aussichtsreiche Projekte wirklich zur Ausf&#252;hrung gelangen. Da die Entscheide durch die Gesch&#228;ftsleitung gef&#228;llt werden, sind auch die Stellen und Personen direkt involviert, die letztlich die personellen und finanziellen Ressourcen genehmigen m&#252;ssen. Die Einspeisung aller Ideen und Vorhaben in diesen Prozess hat den Vorteil, dass damit die Koordination mit anderen Vorhaben sichergestellt und f&#252;r die n&#246;tige Transparenz gesorgt wird. (Die Methodik orientiert sich weitgehend an dem vom Betriebswissenschaftlichen Institut (BWI) der ETH Z&#252;rich propagierten Modell. Vgl. dazu auch Birkenmeier B, Brodbeck H <TextLink reference="2"></TextLink>.)</Pgraph><SubHeadline>Ideenmanagement</SubHeadline><Pgraph>Am Anfang einer Innovation steht eine Idee &#8211; doch wie kommt man zu guten Ideen&#63; Und wer liefert sie&#63; Nach der Einrichtung der Stelle eines Innovationsmanagers gab es auch (scherzhafte) Kommentare, wonach jetzt ja klar sei, wer f&#252;r die Ideen zust&#228;ndig sei und dass nun die Mitarbeitenden davon entlastet seien. Das war nat&#252;rlich keineswegs der Fall, denn die Aufgabe des Innovationsmanagers bestand in erster Linie darin, die Ideen und Innovationen zu koordinieren <TextLink reference="5"></TextLink>. Sie mussten oder durften weiterhin von Mitarbeitenden eingebracht werden. So war der Einbezug der Mitarbeitenden in den Innovat<TextGroup><PlainText>ionsp</PlainText></TextGroup>rozess eines der Hauptziele des Innovationskonzepts.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Einreichung von Ideen wurde auf der bereits verf&#252;gbaren Plattform SharePoint ein internes Blog geschaffen, der sog. Ideenpool. Hier k&#246;nnen alle Mitarbeitenden ihre Ideen eintragen. In einem n&#228;chsten Schritt werden die eingereichten Ideen vom Innovationsverantwortlichen aufbereitet, anhand von vordefinierten Kriterien beurteilt und dann der Gesch&#228;ftsleitung zur Genehmigung oder Ablehnung vorgelegt. Nach dem Entscheid erhalten die Mitarbeitenden eine R&#252;ckmeldung und eine Begr&#252;ndung. Als zus&#228;tzlicher Anreiz wurde ein Ideenwettbewerb lanciert, bei dem die Idee des Jahres aus allen eingegangenen Vorschl&#228;gen durch ein Voting der Mitarbeitenden bestimmt wird. Die Pr&#228;mierung findet im Rahmen das traditionellen Weihnachtsap&#233;ros der ETH-Bibliothek statt. Der winkende Preis, eine St&#228;dtereise oder ein iPad f&#252;r den Gewinner, ist durchaus attraktiv.</Pgraph><Pgraph>Die auf diesem Weg eingereichten Ideen sind naturgem<TextGroup><PlainText>&#228;s</PlainText></TextGroup>s etwas beliebig und keineswegs systematisch. Zum Teil k&#246;nnen sie sehr leicht umgesetzt werden, wie zum Beispiel die Facebook-Seite, ein Twitterfeed oder die Einf&#252;hrung von QR-Codes f&#252;r Plakate. Andere Ideen ziehen gr&#246;ssere Projekte zur Umsetzung nach sich, wie zum Beispiel die geobasierte Informationssuche, die nun als Projekt umgesetzt wird. Nach zwei Jahren Erfahrung mit dem Ideenmanagement kann ein erstes Fazit gezogen werden: Die Involvierung der Mitarbeitenden und der damit verbundene Kulturwandel kommt grunds&#228;tzlich gut an. Es k&#246;nnten aus Sicht der Bibliotheksleitung aber durchaus noch mehr Ideen eingebracht werden. Ein gewisses Hindernis besteht darin, dass viele Mitarbeitende ihre Idee f&#252;r zu unbedeutend halten und sich nicht richtig getrauen, sie &#246;ffentlich kund zu tun. Andere m&#246;chten sich mit einer genehmigten Idee nicht noch mehr Arbeit verschaffen, als sie ohnehin schon haben. Und angesichts einer laufenden Reorganisation mit ungewissen Zukunftsaussichten f&#252;r den einzelnen Mitarbeiter und dem Grossprojekt Wissensportal, das viele Innovationen bindet, war in den letzten beiden Jahren das Bed&#252;rfnis nach weiteren Neuerungen nicht gerade gross.</Pgraph><Pgraph>Von den eingereichten Ideen wird rund ein Viertel in der ersten Runde abgelehnt. Gut ein Drittel wird angenommen und mehr als ein Drittel zur weiteren Verfolgung empfohlen. Der gr&#246;sste Teil der Ideen ist nach zwei Jahren noch &#8222;in Bearbeitung&#8220;. Dahinter verbergen sich Ideen, die in einem konkreten Projekt umgesetzt werden, aber auch solche, die man &#8222;im Hinterkopf beh&#228;lt&#8220; &#8211; also mit einem ungewissen Status (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). Hier besteht durchaus noch Optimierungsbedarf. Angedacht ist ein verbessertes Controlling, das die Tools nutzt, die bereits im Projektmanagement im Einsatz sind.</Pgraph><Pgraph>Die von den Mitarbeitenden eingereichten Ideen, aber auch Vorschl&#228;ge von Kunden decken in der Regel eher zuf&#228;llig gewisse Themengebiete ab. Wie kann diese Ideensuche systematischer gestaltet werden&#63; Ein wichtiger Aspekt besteht nat&#252;rlich darin, dass die Mitarbeitenden die Strategie der Bibliothek kennen. Denkbar sind auch Workshops, in denen die strategischen Ziele vermittelt und die aktuellen Trends diskutiert werden. Das Thema der allgemeinen Trends verfolgt die ETH-Bibliothek im Rahmen eines Kooperationsprojekts: im Projekt Technologieradar verfolgt sie zusammen mit der FH Potsdam und dem Verein Zukunftswerkstatt das Ziel, die aktuellen technologischen Trends im Hinblick auf ihre Bedeutung f&#252;r den Bereich Kulturvermittlung zu untersuchen. (Vergleiche dazu <Hyperlink href="http:&#47;&#47;zukunftswerkstatt.wordpress.com&#47;zwtechnologieradar&#47;">http:&#47;&#47;zukunftswerkstatt.wordpress.com&#47;zwtechnologieradar&#47;</Hyperlink> &#8211; besucht am 31.10.2011.) Eine einzelne Institution d&#252;rfte mit der Breite und F&#252;lle der Themen &#252;berfordert sein. Deshalb wird versucht, diese Fragen auf der Grundlage eines Netzwerks zu verfolgen und f&#252;r die einzelnen Institutionen aufzubereiten. Letztlich bleibt es aber die Aufgabe der einzelnen Bibliotheken zu definieren, was diese allgemeinen Trends nun f&#252;r sie selber und f&#252;r ihre Produkte bedeuten. </Pgraph><SubHeadline>Produktmanagement</SubHeadline><Pgraph>Im Rahmen der Arbeiten zur Reorganisation der ETH-B<TextGroup><PlainText>iblio</PlainText></TextGroup>thek wurde klar, dass dem Produktmanagement eine &#252;bergeordnete Rolle zukommt <TextLink reference="7"></TextLink>. Ein erster wichtiger Schritt in der Analysephase bestand darin, zu untersuchen, welche Dienstleistungen (oder eben Produkte) die ETH-Bibliothek ihren Kunden anbietet. Anschliessend sollte diese Palette an Dienstleistungen bewertet werden. Es sollte also, mit anderen Worten, ein Produktportfolio erarbeitet werden. Im Endergebnis der Reorganisation wurde das Innovationsmanagement in das Produktmanagement integriert. Es geht dabei n&#228;mlich nicht nur um die einmalige Generierung von Ideen und deren Umsetzung, sondern auch um die regelm&#228;ssige &#220;berpr&#252;fung des Produktportfolios. Der Produkt-Lebenszyklus bzw. der Jahreszyklus im Produktmanagement sieht demnach folgenderma&#223;en aus: Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>.</Pgraph><Pgraph>Im Konzept zum Produktmanagement werden in erster Linie die Rollen und ihre Aufgaben definiert <TextLink reference="1"></TextLink>. Dabei <TextGroup><PlainText>ist vor</PlainText></TextGroup>gesehen, dass es &#8211; analog zum Prozessmanagement &#8211; f&#252;r jedes Produkt eine verantwortliche Person gibt und bei gr&#246;sseren Produkten auch einen Produktbetrieb. Weiter ist vorgesehen, dass die einzelnen Produkte und das gesamte Portfolio regelm&#228;ssig &#252;berpr&#252;ft werden sollen. J&#228;hrlich werden die Nutzungszahlen durch die einzelnen Produktverantwortlichen erhoben und dann vom Produktmanager analysiert und der Gesch&#228;ftsleitung vorgelegt. Diese entscheidet dann, wo Handlungsbedarf besteht. Bei Produkten mit sinkenden oder unbefriedigenden Nutzungszahlen wird &#252;berlegt, ob die Dienstleistung eingestellt werden soll oder ob eine Weiterentwicklung n&#246;tig ist. Auch zus&#228;tzliche Marketingaktivit&#228;ten k&#246;nnen eine Option sein. Grundlage ist also vor allem der Vergleich zu den Zahlen des Vorjahres <TextLink reference="3"></TextLink> (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>).</Pgraph><Pgraph>In der Gesch&#228;ftsleitung werden im j&#228;hrlichen Review die m&#246;glichen Ursachen und der Handlungsbedarf besprochen. Ein wichtiges Bindeglied zwischen der Analyse und der Umsetzung in den Fachbereichen bildet ein  Workshop mit den Produktverantwortlichen. Dieser wurde mit dem Bereich Kundenservices im Herbst 2011 erstmalig durchgef&#252;hrt. Dabei wurden zun&#228;chst die Analysen und Ergebnisse der Sitzung der Bibliotheksleitung vorgestellt. Anschliessend wurden die aktuellen Trends im Umfeld von Bibliotheken er&#246;rtert. Und im eigentlichen Workshop wurde der Bezug dieser Trends zu den einzelnen Produkten hergestellt. So wurde zum Beispiel diskutiert, was der Trend zur mobilen Nutzung f&#252;r die einzelnen Produkte bedeutet. Und als Resultat fliessen die Ergebnisse idealerweise in die Planung f&#252;r das kommende Jahr ein. Der Workshop hat sich grunds&#228;tzlich bew&#228;hrt. Allerdings wurde klar, dass er fr&#252;her im Jahr stattfinden muss, damit gen&#252;gend Zeit zum Konkretisieren der Pl&#228;ne f&#252;r das folgende Jahr bleibt. </Pgraph><SubHeadline>Weitere Schritte</SubHeadline><Pgraph>Auch nach zweieinhalb Jahren bleibt noch einiges zu tun. Das Innovations- und das Produktmanagement m&#252;ssen weiter optimiert werden. Im Bereich Innovation fehlt noch ein informelles Forum, in dem sich Mitarbeitende &#252;ber neuere Entwicklungen informieren und austauschen k&#246;nnen. Ein solcher Innovationszirkel soll eingef&#252;hrt werden. Optimierungsbedarf besteht auch beim Controlling der Ideen und der Produktpipeline. Hier ist eine st&#228;rkere Integration ins Projektmanagement und in die daf&#252;r verwendete Plattform SharePoint vorgesehen. Das Ziel besteht darin, ein durchg&#228;ngiges System von der Lancierung einer Idee &#252;ber die Umsetzung eines Projekts bis zum Controlling des Produkts zu erhalten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Aumayr KJ</RefAuthor>
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        <RefTotal>Aumayr KJ. Eine kurze Einf&#252;hrung in das Produktmanagement. In: Erfolgreiches Produktmanagement. Bd. I. Wiesbaden: Gabler; 2006. S. 12-13. DOI: 10.1007&#47;978-3-8349-9081-5&#95;1</RefTotal>
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        <RefTotal>Birkenmeier B, Brodbeck H. Wunderwaffe Innovation: was Unternehmen unschlagbar macht &#8211; ein Ratgeber f&#252;r Praktiker. Z&#252;rich: Orell Fuessli; 2010.</RefTotal>
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        <RefBookTitle>Produktmanagement. Grundlagen &#8211; Methoden &#8211; Beispiele</RefBookTitle>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Verh&#228;ltnis der genehmigten, abgelehnten und zur weiteren Pr&#252;fung vorgesehenen Ideen (n&#61;64)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Produktlebenszyklus der ETH-Bibliothek</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Produktportfoliomatrix mit Ver&#228;nderungen gegen&#252;ber Vorjahr (Ausschnitt)</Mark1></Pgraph><Pgraph>blau: Produkte mit gesteigerter Nutzung und zunehmendem Trend: 3.1 Wissensportal, 3.3 digitalisierte Zeitschriften, 3.4 Archivdatenbank</Pgraph><Pgraph>orange: Produkt mit gesteigerter Nutzung und sinkendem Trend: 2.4 F&#252;hrungen</Pgraph><Pgraph>rot: Produkte mit sinkender Nachfrage und sinkendem Trend: 2.1 Online-Publikationen (virtuelle Ausstellungen etc.), 2.2 Fachinformation</Pgraph></Caption>
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