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    <Identifier>mbi000232</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000232</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002327</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Marketing in OPL-Bibliotheken</Title>
      <TitleTranslated language="en">Marketing in One Person Libraries</TitleTranslated>
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    <CreatorList>
      <Creator>
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          <Lastname>K&#246;hrer-Weisser</Lastname>
          <LastnameHeading>K&#246;hrer-Weisser</LastnameHeading>
          <Firstname>Sabine</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
          <AcademicTitle>Dipl.-Bibl.</AcademicTitle>
          <AcademicTitleSuffix>M.A.</AcademicTitleSuffix>
        </PersonNames>
        <Address>Medi&#64;thek des Religionsp&#228;dagogischen Instituts der Evangelischen Landeskirche in Baden, Blumenstr. 1-7, 76133 Karlsruhe, Deutschland, Tel. 0721&#47;9175-480<Affiliation>Medi&#64;thek des Religionsp&#228;dagogischen Instituts der Evangelischen Landeskirche in Baden, Karlsruhe, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>sabine.koehrer-weisser&#64;ekiba.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">marketing</Keyword>
      <Keyword language="en">market analysis</Keyword>
      <Keyword language="en">analysis of strengths and weaknesses</Keyword>
      <Keyword language="en">strategic marketing planning</Keyword>
      <Keyword language="en">Hospital Library</Keyword>
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      <Keyword language="en">One Person Library</Keyword>
      <Keyword language="de">Marketing</Keyword>
      <Keyword language="de">Marktanalyse</Keyword>
      <Keyword language="de">St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse</Keyword>
      <Keyword language="de">strategische Marketingplanung</Keyword>
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      <Keyword language="de">OPL</Keyword>
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    <DatePublished>20111229</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>11</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in K&#246;ln 2011: "Innovativ denken, strategisch planen, praktisch umsetzen"</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>17</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>In Zeiten knapper Etats und geringer Personalkapazit&#228;ten ist es wichtig, die vorhandenen Ressourcen marktorientiert, d. h. an den Bed&#252;rfnissen der Kunden orientiert, und auf die eigenen Unternehmensziele hin einzusetzen. Auch f&#252;r One Person Libraries ist ein Marketingkonzept unerl&#228;sslich, um die Arbeit der Bibliothek zu optimieren. Der Artikel stellt die Stationen des Marketing-Managementprozesses vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse und der strategischen Marketingplanung.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In times of budget restraints and limited capacities it is important to use the available resources strictly market-oriented &#8211; in other words focused on the client&#39;s needs &#8211; and with a view to the company&#39;s targets. Even for a One Person Library, a marketing concept is essential in order to optimize the work of the library. This article introduces the different stages of the marketing management process. Hereby, the analysis of strengths and weaknesses and strategic marketing planning build the core area.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Marketing-Managementprozess">
      <MainHeadline>Marketing-Managementprozess</MainHeadline><Pgraph>Ein Hauptanliegen des Marketing ist, die W&#252;nsche und Bed&#252;rfnisse der Kunden zu erkunden. Bibliotheken, insbesondere One Person Libraries (OPL), k&#246;nnen nicht alles und f&#252;r jeden etwas anbieten. Mit Hilfe eines Marketingkonzepts legt die OPL fest, welche Zielgruppen sie ansprechen m&#246;chte und welche Produkte angeboten werden (<TextLink reference="2"></TextLink>, S. 30). Die systematische Analyse und Planung mit Hilfe des in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> dargestellten Marketing-Managementprozesses sind Voraussetzung f&#252;r eine Marketingkonzeption.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Mission Statement">
      <MainHeadline>Mission Statement</MainHeadline><Pgraph>Das Mission Statement ist eine &#8222;knappe Zusammenfassung von Zweck und Existenzgrund einer Institution mit Angabe des Aufgabenbereichs und der zu versorgenden Klientel, ggf. auch der zugrunde liegenden Werte und Ziele&#8220; (<TextLink reference="7"></TextLink>, S. 94). Das Mission Statement ist k&#252;rzer als ein Leitbild. Im deutschsprachigen Raum finden sich oftmals andere Begriffe wie &#8222;Bibliotheksprofil&#8220; oder &#8222;Wir &#252;ber uns&#8220;. Es sollte allgemein formuliert sein, dass es nicht st&#228;ndig revidiert werden muss, aber auf der anderen Seite auch so speziell, um die Ziele und das Programm der Organisation zu verdeutlichen. Es soll allgemeinverst&#228;ndlich und kurz sein und aus maximal 3 S&#228;tzen bestehen. Es beschreibt, was die Organisation tut, wem sie dient und welches ihr Programm ist.</Pgraph><SubHeadline>Beispiele</SubHeadline><Pgraph>Die Medizinische Fachbibliothek steht allen MitarbeiterInnen des Hauses sowie den Studenten im Praktischen Jahr zur Verf&#252;gung. Sie versorgt die im Haus vorhandenen Kliniken und Fachbereiche mit Literatur und erm&#246;glicht Zugang zu wissenschaftlichen Informationen (Medizinische Fachbibliothek der BG Kliniken Bergmannstrost: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.bergmannstrost.de&#47;index.asp&#63;MenuID&#61;96">http:&#47;&#47;www.bergmannstrost.de&#47;index.asp&#63;MenuID&#61;96</Hyperlink>).</Pgraph><Pgraph>Als zentrale Infrastruktureinrichtung f&#252;r Wissenschaft, Forschung und Praxis sammelt und erschlie&#223;t die ZB MED wissenschaftliche Information sowie Literatur in s&#228;mtlichen Publikationsformen. Diese stellt sie ihren Kundinnen und Kunden &#8211; zu denen vornehmlich Studenten und Studentinnen, &#196;rzte und &#196;rztinnen, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie die Industrie geh&#246;ren &#8211;  an ihren Standorten K&#246;ln und Bonn, im Internet, per E-Mail, per Fax oder Post zur Verf&#252;gung (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.zbmed.de&#47;ueber-uns.html">http:&#47;&#47;www.zbmed.de&#47;ueber-uns.html</Hyperlink> Best&#228;nde der ZBMED).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Marktanalyse">
      <MainHeadline>Marktanalyse</MainHeadline><Pgraph>Instrumente der Marktanalyse sind die Konkurrenzanalyse, die St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse und die Nachfrageanalyse. Wenn sich eine Krankenhausbibliothek Gedanken &#252;ber m&#246;gliche Konkurrenten macht, darf sie nicht nur an andere Bibliotheken denken. Konkurrenz besteht vor allem durch eigene Zeitschriftenabonnements der &#196;rzte, Buchkauf, Fortbildungen, das Internet oder Regale mit Fachliteratur in den Abteilungen.</Pgraph><Pgraph>Die Nachfrageanalyse besch&#228;ftigt sich mit den Nutzern der Bibliothek und versucht herauszufinden, was sie wollen. Wer sind die Nutzer und was wollen sie&#63; Gibt es Nicht-mehr-Nutzer und warum&#63; Welches sind die Gr&#252;nde der Nicht-Nutzer oder Noch-nicht-Nutzer&#63; Hilfsmittel sind statistische Analysen z. B. der Ausleihhits, Zugriffszahlen, die Bibliotheksnutzerstatistik und Zielgruppenbefragungen.</Pgraph><Pgraph>Zur Konkurrenz- und Nachfrageanalyse gibt es Musterfrageb&#246;gen in der OPL-Checkliste 17 <TextLink reference="5"></TextLink>, die f&#252;r den eigenen Bedarf angepasst werden k&#246;nnen. An dieser Stelle soll deshalb darauf nicht weiter eingegangen werden. Ein f&#252;r die Praxis wichtiger Tipp ist, bei allen Befragungen an das Pareto-Prinzip zu denken (auch 80&#47;20-Regel genannt): es reicht, die wichtigen Kunden zu befragen&#33; Das Pareto-Prinzip besagt, dass 20&#37; der Kunden 80&#37; des Umsatzes bringen. Es lohnt sich also, wichtigen Kunden besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das bedeutet nicht, dass die Verteilung immer 80&#37; auf der einen Seite und 20&#37; auf der anderen Seite betragen muss. Auf jeden Fall besteht eine unausgewogene Verteilung und die Einstellung dieser wenigen Kunden zum Unternehmen und zur Konkurrenz ist sehr wichtig; sie entscheidet &#252;ber Erfolg oder Misserfolg.</Pgraph><SubHeadline>St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse</SubHeadline><Pgraph>Ein wichtiges Instrument, das Potential der eigenen Einrichtung zu analysieren, ist die St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse. Um eine solche durchzuf&#252;hren, werden zun&#228;chst Beurteilungskriterien festgelegt und ein Beurteilungsbogen entwickelt. Der Bogen (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) wird von den Bibliotheksmitarbeitenden und wichtigen Kunden der Bibliothek ausgef&#252;llt. Auch hier gilt wieder das Pareto-Prinzip. Es m&#252;ssen nicht alle Mitarbeitenden im Krankenhaus befragt werden, sondern wichtige Personen, z. B. die Chef&#228;rzte als opinion leader, die ihre Mitarbeitenden auf die Bibliothek aufmerksam machen. Anonym f&#252;llen sie den Bogen aus. Die Beurteilung der Leistungsmerkmale erfolgt mit einer verbalen 5er-Skala, von &#8222;sehr zufrieden&#8220;, &#252;ber &#8222;zufrieden&#8220; (beides wird als St&#228;rke interpretiert), &#8222;teils teils&#8220;, &#8222;weniger zufrieden&#8220; bis hin zu &#8222;unzufrieden&#8220;. Bewerten die Befragten die Bibliothek und ihre Dienstleistungen mit &#8222;weniger zufrieden&#8220; oder &#8222;unzufrieden&#8220;, so handelt es sich um Schw&#228;chen.</Pgraph><Pgraph>Zur Auswertung werden die verbalen Beurteilungskriterien in Schulnoten umgewandelt. &#8222;Sehr zufrieden&#8220; entspricht der Note 1, &#8222;unzufrieden&#8220; der Note 5. Alle Noten eines Leistungsmerkmals werden addiert und anschlie&#223;end durch die Zahl der ausgef&#252;llten Frageb&#246;gen dividiert. Der so errechnete Mittelwert wird in den Beurteilungsbogen eingetragen, wobei Mittelwerte zwischen 1,0 und 1,4 unter &#8222;sehr zufrieden&#8220;, Werte zwischen 1,5 und 2,4 als &#8222;zufrieden&#8220; usw. eingetragen werden. Um die Kriterien aussagekr&#228;ftiger zu machen, wird im Fragebogen auch nach der Wichtigkeit jedes Leistungsmerkmals gefragt. Dies ist f&#252;r die anschlie&#223;ende Umsetzung der St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse wichtig. Ein Kriterium, das als unwichtig eingestuft wird, ben&#246;tigt nicht dieselbe Aufmerksamkeit wie eines, das als sehr wichtig eingestuft wird. Bei der Wichtigkeit wird ebenfalls der Mittelwert aus allen abgegebenen Frageb&#246;gen errechnet und entsprechend eingetragen. Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> zeigt das Ergebnis einer ausgewerteten St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse, welche die Autorin in ihrer eigenen Bibliothek vor mehreren Jahren durchgef&#252;hrt hat.</Pgraph><Pgraph></Pgraph><Pgraph>Diese ergab als schlechtestes Ergebnis bei den als sehr wichtig erachteten Leistungsmerkmalen von den Bibliothekskunden, den Studienleitern im Religionsp&#228;dagogischen Institut, eine 3,4. Dieses Votum betraf die inhaltliche Erschlie&#223;ung der Medien. Die Bibliothek muss also versuchen, hier ihren Job besser zu machen. Handlungsbedarf besteht vor allem bei den Leistungsmerkmalen, die von den Kunden als wichtig eingestuft werden und mit denen die Kunden weniger zufrieden oder unzufrieden sind. Falls Ihre Bibliothek keine weniger zufriedenen oder unzufriedenen Beurteilungen erh&#228;lt, k&#252;mmern Sie sich um die mit &#8222;teils teils&#8220; beurteilten Merkmale.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Marketingziele, strategische Marketingplanung">
      <MainHeadline>Marketingziele, strategische Marketingplanung</MainHeadline><Pgraph>Auch OPLs brauchen im Hinblick auf die Erreichung ihrer Marketingziele eine Strategie. Auf Grundlage der Marktanalyse (Ist-Zustand) werden Marketingziele festgelegt. Diese m&#252;ssen kompatibel zum Mission Statement sein. Auf den Marketingzielen basiert die Steuerung der Bibliothek. &#214;konomische Marketingziele sind Umsatz (z. B. Ausleihen pro Jahr&#47;Medienbestand oder Downloads) und Marktanteil. Zu den psychologischen Marketingzielen geh&#246;ren Bekanntheitsgrad, Image, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. F&#252;r die Operationalisierung m&#252;ssen die Marketingziele konkretisiert werden: Was soll erreicht werden (Zielinhalt)&#63; In welchem Umfang (Zielausma&#223;)&#63; In welchem Marktsegment (Zielsegment)&#63; In welchem Gebiet&#47;Region (Zielgebiet)&#63; Bis wann soll das Ziel erreicht werden (Zielperiode)&#63; Fehlt eine dieser Dimensionen, k&#246;nnen die Ziele nur unzureichend kontrolliert werden (<TextLink reference="1"></TextLink>, S. 28). Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> zeigt jeweils ein &#246;konomisches und ein psychologisches Marketingziel.</Pgraph><SubHeadline>Strategische Marketingplanung &#8211; Marktsegmentierung</SubHeadline><Pgraph>Benutzer einer Bibliothek haben sehr unterschiedliche Bed&#252;rfnisse. Mit Hilfe der Marktsegmentierung wird versucht, &#228;hnliche Interessen zusammenzufassen. Dazu wird der Markt mittels Marktsegmentierungskriterien in Teilm&#228;rkte bzw. homogene Segmente gespalten. die unterschiedlich bearbeitet werden. Sinnvoll ist ein Marktsegment dann gebildet, wenn es messbar, substanziell wichtig, erreichbar und von anderen unterscheidbar ist, sowie eine gewisse zeitliche Stabilit&#228;t hat. Au&#223;erdem muss die Organisation auch handlungsf&#228;hig sein, d. h. in der Lage sein, dieses Segment zu bedienen (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 260f.). F&#252;r Krankenhausbibliotheken stellt sich beispielsweise die Frage, ob &#196;rzte eine Zielgruppe sind, oder muss nach Chef-, Ober- und Assistenz&#228;rzten unterschieden werden&#63; Weitere m&#246;gliche Benutzergruppen sind Famulanten, <TextGroup><PlainText>PJ-ler</PlainText></TextGroup>, examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegesch&#252;ler, Logop&#228;den, Physiotherapeuten, Verwaltung &#8230;</Pgraph><SubHeadline>Strategische Marketingplanung &#8211; Zielmarktfestlegung</SubHeadline><Pgraph>Passt die anvisierte Zielgruppe zum Mission Statement&#63; Sind die n&#246;tigen finanziellen und personellen Ressourcen vorhanden&#63; Die Gr&#246;&#223;e und die Wachstumsrate spielt bei der Beurteilung der Attraktivit&#228;t einer Zielgruppe f&#252;r eine wissenschaftliche Spezialbibliothek eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist ihre Bedeutung f&#252;r die gesamte Einrichtung (z. B. Chef&#228;rzte als Opinion Leader).</Pgraph><SubHeadline>Strategische Marketingplanung &#8211; Positionierung</SubHeadline><Pgraph>&#8222;Positionierung ist das Bestreben des Unternehmens, sein Angebot so zu gestalten, dass es im Bewusstsein des Zielkunden einen besonderen, gesch&#228;tzten und von Wettbewerbern abgesetzten Platz einnimmt.&#8220; (<TextLink reference="6"></TextLink>, S. 495). Die Positionierungsstrategie sollte langfristig ausgelegt sein und es sollen Unterschiede zu Mitkonkurrenten herausgestellt und kommuniziert werden. Was ist der Mehrwert der Bibliothek im Vergleich zu den Konkurrenten&#63;</Pgraph><SubHeadline>Positionierungsm&#246;glichkeiten von Krankenhausbibliotheken</SubHeadline><Pgraph><Mark1>&#196;rzte:</Mark1> Informations- und Dienstleistungszentrum (aktuelle und schnelle Literaturbeschaffung gedruckt&#47;elektronisch, Datenbank-Recherchen, aktives Informationsmanagement)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Studierende&#47;PJ-ler:</Mark1> medizinische Fachbibliothek (fachwissenschaftliche Grundlagenliteratur, Beratung, Fachzeitschriften, e-journals, Datenbank-Schulungen)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Pflegekr&#228;fte, sonstiges medizinisches Personal:</Mark1> medizinische Fachbibliothek (neue Fachliteratur, Recherchen, Beratung)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Gesundheits- und Krankenpflegesch&#252;ler:</Mark1> medizinische Fachbibliothek (Grundlagenliteratur, Rechercheschulungen)</Pgraph><Pgraph><Mark1>Patienten:</Mark1> medizinisches Informationszentrum (virtuell) und Patientenbibliothek vor Ort</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Operative Marketingplanung">
      <MainHeadline>Operative Marketingplanung</MainHeadline><Pgraph>Die operative Marketingplanung baut auf den Ergebnissen der Marktanalyse und den Entscheidungen auf der Ziel- und Strategieebene auf. Hier kommen die Marketingi<TextGroup><PlainText>nstrum</PlainText></TextGroup>ente Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik zum Einsatz. Folgende Fragen sind zu beantworten: Welche Leistungen werden angeboten (Produkt- oder Angebotspolitik), zu welchen Bedingungen (Preispolitik), wie erreichen sie die Interessenten (Distributionspolitik) und wie k&#246;nnen Einstellungen und Nachfrage beeinflusst werden (Kommunikationspolitik)&#63; Es soll eine an den Zielgruppen mit ihren W&#252;nschen und Bed&#252;rfnissen orientierte Konzeption aus einem Guss entstehen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Marketingcontrolling">
      <MainHeadline>Marketingcontrolling</MainHeadline><Pgraph>Controlling wird oft mit Kontrolle &#252;bersetzt, doch bedeutet Controlling neben dem Soll-Ist-Vergleich vor allem auch Koordination von Aktivit&#228;ten, Fr&#252;herkennung von Chancen und Risiken, Steuerung der strategischen und operativen Marketingaktivit&#228;ten, Hilfestellung f&#252;r Planungen und Entscheidungen. To control wird besser mit &#8222;lenken, steuern, regeln&#8220; &#252;bersetzt. &#8222;Controlling ist &#91;&#8230;&#93; in erster Linie zukunfts- nicht vergangenheitsorientierte Informationsgewinnung&#33;&#8220; (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 505). Die in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> formulierten Marketingziele werden mit Hilfe von Controllinginstrumenten untersucht (Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>) und gegebenenfalls Gegenma&#223;nahmen eingeleitet. Dies k&#246;nnte z. B. verst&#228;rkte Werbung bei der Zielgruppe sein oder ein Umschichten des Etats, um mehr Grundlagenliteratur f&#252;r die PJ-ler kaufen zu k&#246;nnen. Zeichnet sich ab, dass die Ziele zu hoch gegriffen sind, ist auch eine Korrektur der Zielvorgaben zu erw&#228;gen. In jedem Fall ist eine Marketingkonzeption ein Kreislauf, der immer wieder von vorne beginnt, und keine Einbahnstra&#223;e. Die Bibliothek muss immer wieder ihren Markt analysieren, die ge&#228;nderten Bed&#252;rfnisse ihrer Kunden erkennen und sich dann neue Ziele setzen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fazit">
      <MainHeadline>Fazit</MainHeadline><Pgraph>Lohnt sich der Aufwand, in einer One-Person Library eine Marktanalyse durchzuf&#252;hren und darauf aufbauend ein Marketingkonzept zu entwickeln &#8211; wird sich mancher fragen. Meiner Erfahrung nach ja&#33; Vier Jahre nachdem die Marktanalyse in der RPI-Bibliothek durchgef&#252;hrt und im Anschluss kleinere und gr&#246;&#223;ere &#196;nderungen eingef&#252;hrt wurden, zeigen sich deutliche Fr&#252;chte, beispielsweise eine um 88&#37; (&#33;&#33;&#33;) gestiegene Ausleihquote (nach 2 Jahren waren es &#43;35&#37;) oder das Erreichen einer neuen Zielgruppe. Auch die Benutzerzahlen insgesamt haben sich kontinuierlich nach oben entwickelt, in 4 Jahren 57&#37; mehr aktive Nutzer. Gr&#252;nde f&#252;r den Erfolg waren zum einen die Erweiterung und Anpassung der &#214;ffnungszeiten an die Bed&#252;rfnisse der Benutzer. Zum anderen wurde das Medienangebot verbessert. Ein ganz praktischer Nutzen der Marketingkonzeption: f&#252;r die t&#228;gliche Arbeit hilft es ungemein, die bei der strategischen Planung festgelegten Ziele und Zielgruppen im Auge zu haben. Damit f&#228;llt die Unterscheidung zwischen &#8222;wichtig&#8220; und &#8222;dringend&#8220; leichter, und die Arbeit l&#228;sst sich entsprechend planen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Bruhn M</RefAuthor>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Marketing-Managementprozess &#8211; in Anlehnung an &#91;3&#93;, S. 7, und &#91;4&#93;, S. 95, entwickelt</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Fragebogen zur St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Ausgewertete St&#228;rken-Schw&#228;chen-Analyse</Mark1></Pgraph></Caption>
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