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<GmsArticle>
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    <Identifier>mbi000215</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000215</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0002150</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Service vor Ort &#8211; Die Bibliothek geht zum Nutzer</Title>
      <TitleTranslated language="en">On-site service &#8211; The library goes to the user</TitleTranslated>
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      <Creator>
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          <Lastname>Schulz</Lastname>
          <LastnameHeading>Schulz</LastnameHeading>
          <Firstname>Manuela</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Bibliothek, Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, &#43;49 (0) 621&#47;383 3711, Deutschland<Affiliation>Bibliothek, Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg, Mannheim, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>manuela.schulz&#64;medma.uni-heidelberg.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">service</Keyword>
      <Keyword language="en">communication strategy</Keyword>
      <Keyword language="de">Service</Keyword>
      <Keyword language="de">Kommunikationsstrategie</Keyword>
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    <DatePublished>20101221</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>10</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Mainz 2010: "alles - einfach - sofort: Service in Medizinbibliotheken"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>32</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Zum Kern jeder Bibliotheksarbeit geh&#246;rt die Ausrichtung ihrer Services auf die zumeist heterogenen Nutzergruppen. Dies schlie&#223;t die Reflexion &#252;ber die Dienste und eine st&#228;ndige Weiterentwicklung mit ein. In einer medizinischen Hochschulbibliothek lassen sich als Zielgruppen mit spezifischen Bed&#252;rfnissen in der Regel Studierende, &#196;rzte, wissenschaftliche Mitarbeiter, Klinikumspersonal aus Pflege und Labor sowie Mitarbeiter der Verwaltung identifizieren. Studierende nutzen die Angebote der Bibliothek regelm&#228;&#223;ig und &#252;berwiegend vor Ort, w&#228;hrend wissenschaftliche Mitarbeiter und &#196;rzte vor allem auf die elektronischen Ressourcen von ihrem Arbeitsplatz aus zugreifen (m&#246;chten). Der Beitrag umfasst eine Problematisierung, Bedarfsanalyse und schlie&#223;lich die Konzeption einer Dienstleistung, mit der alle potentiellen Nutzergruppen der Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg erreicht werden (k&#246;nnen).</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Among the core activities of libraries are user orientated services which nowadays imply the reflection about the services and their permanent enhancement. In a medical university library different user groups with special needs can be identified: students, physicians, researchers, nursing and laboratory staff, as well as administration staff. While students continuously make use of the library services on-site, researchers and physicians use or would like to use the electronic resources predominantly from their workplace.</Pgraph><Pgraph>The article deals with the problematization, needs assessment and conceptual design of a service model for reaching all potential user groups that can be found in the Library for the Medical Faculty of M<TextGroup><PlainText>annhei</PlainText></TextGroup>m.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Dimensionen einer Dienstleistung">
      <MainHeadline>Dimensionen einer Dienstleistung</MainHeadline><Pgraph>Ausgangspunkt der Entwicklung einer neuen Dienstleistung ist das Erkennen von Problemen, L&#252;cken oder offenen Fragen im Informationsprozess bzw. die Kenntnis ver&#228;nderter Nutzerbed&#252;rfnisse. Dabei spielen stets die Dimensionen Qualit&#228;t der Dienstleistung, die Nutzero<TextGroup><PlainText>rientie</PlainText></TextGroup>rung sowie die Kommunikation der Dienstleistung eine entscheidende Rolle. Von den Bed&#252;rfnissen zum Produkt ist es kein so weiter Weg, wenn diese Dimensionen bei der Konzeption und Umsetzung beachtet werden.</Pgraph><Pgraph>Besch&#228;ftigt man sich mit Dienstleistungen im Bibliotheksumfeld, so handelt es sich &#252;berwiegend konkret um Informationsdienstleistungen: was wird wie vermittelt und f&#252;r wen ist es relevant&#63; </Pgraph><Pgraph>Bei der <Mark1>Dimension Qualit&#228;t</Mark1> kommt es nicht nur auf das Produkt an sich an, sondern vielmehr auf den Prozess der Informationsvermittlung und den Verwendungszusammenhang des jeweiligen Nutzers. Die Qualit&#228;t einer Informationsdienstleitung ist generell schwer objektivierbar, wichtig ist die Vertrauensbasis zwischen Anbieter und Nutzer, sodass man Information an sich als ein &#8222;Vertrauensgut&#8220; betrachten kann. Qualit&#228;t hat also vor allem mit ihrer Wahrnehmung zu tun und pr&#228;gt dadurch auch das Image einer Bibliothek (<TextLink reference="1"></TextLink>, Bd. 1, 3.5.3:1).</Pgraph><Pgraph>Die <Mark1>Dimension Nutzerorientierung</Mark1> geh&#246;rt zum Kern jeder Bibliotheksarbeit, was die st&#228;ndige Reflexion &#252;ber die Dienste und ihre best&#228;ndige Weiterentwicklung oder Neuentwicklungen mit einschlie&#223;t. Mittlerweile gibt es zahlreiche Handb&#252;cher und Checklisten f&#252;r Strategien der Nutzerorientierung bzw. -bindung, in denen der Fokus auf der Art der Kommunikation sowie der Produktivit&#228;t und Effektivit&#228;t der Dienstleistungen liegt (<TextLink reference="1"></TextLink>, Bd. 1, 3.5.10:1ff.). Um die Nutzung der Dienstleistung durch die jeweilige Zielgruppe genau verstehen zu k&#246;nnen, bedarf es genauer Kenntnisse &#252;ber die Informationsbed&#252;rfnisse. Dazu geh&#246;rt auch die Beobachtung als Datensammlung zum Informationsbedarf (<TextLink reference="1"></TextLink>, Bd. 3, 8.2.1:7). Au&#223;erdem kann jeder (Informations-)Prozess dazu genutzt werden, durch R&#252;ckkopplung noch besser die W&#252;nsche und Bed&#252;rfnisse der Nutzer kennenzulernen. Hilfreich ist dabei stets, die Prinzipien der st&#228;ndigen Verbesserung und Nutzerorientierung im Blick zu behalten.</Pgraph><Pgraph>Die <Mark1>Kommunikation</Mark1> w&#252;rde ich als weitere Dimension f&#252;r Dienstleistungen festmachen. Hierbei sind vor allem die Strategie der &#214;ffentlichkeitsarbeit und die Effektivit&#228;t der Information relevant: mit welchen Mitteln erreiche ich den entsprechenden Nutzer, damit er meine Botschaft versteht&#63; Zur Strategie geh&#246;ren zahlreiche Faktoren, wie bspw. Auswahl des Zeitpunkts und Kommunikationskanals.</Pgraph><Pgraph>Die Erhebung der Dimensionen Qualit&#228;t, Nutzerorientierung und Kommunikation sind also notwendig, um &#252;ber die jeweiligen Umweltbedingungen reflektieren und relevante Dienstleistungen anbieten zu k&#246;nnen. Nur wenn der &#8222;Nutzer&#8220; einen &#8222;Nutzen&#8220; einer Informationsdienstleistung &#8211; und sei es nur eine Auskunft &#8211; hat und dabei mit einem positiven Gef&#252;hl geht, ist er ein zufriedener Nutzer, der sich vertrauensvoll wieder an die Institution wenden und die Zufriedenheit auch an andere weitergeben wird. In der Literatur wird h&#228;ufig der Ansto&#223; gegeben, eine Dienstleistung weniger als Informationsbereitstellung, sondern als Wissenstransfer, also als einen Prozess, zu verstehen und auszu&#252;ben. Dabei wird vermehrt auf den Wert von weichen Faktoren, wie H&#246;flichkeit, Entgegenkommen, &#8222;Aufgeschlossenheit, Kommunikationsf&#228;higkeit, Serviceorientierung und Ansprechbarkeit&#8220; f&#252;r Informationsdienstleistungen hingewiesen (<TextLink reference="1"></TextLink>, Bd. 3, 8.2.1.3:11). Der Nutzer soll mit der f&#252;r ihn relevanten Information und einem positiven Gef&#252;hl, das er mit der Bibliothek verbindet, versorgt werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Erkennen von Defiziten bei der Dienstleistung">
      <MainHeadline>Erkennen von Defiziten bei der Dienstleistung</MainHeadline><Pgraph>In einer medizinischen Hochschulbibliothek lassen sich als Zielgruppen mit spezifischen Bed&#252;rfnissen in der Regel Studierende, &#196;rzte, wissenschaftliche Mitarbeiter, Klinikumspersonal aus Pflege und Labor sowie Mitarbeiter der Verwaltung identifizieren. Die Praxis zeigt, dass die &#252;berwiegende Zahl der Studierenden die Angebote der Bibliothek regelm&#228;&#223;ig und vor allem vor Ort nutzt, w&#228;hrend wissenschaftliche Mitarbeiter und &#196;rzte &#252;berwiegend auf die elektronischen Ressourcen von ihrem Arbeitsplatz aus zugreifen und andere Mitarbeiter im Bedarfsfall, kaum oder gar nicht die Dienstleistungen der Bibliothek nutzen. Generell stellen wir immer wieder fest, dass offenbar die verschiedenen Zielgruppen nur eingeschr&#228;nkt &#252;ber die Dienstleistungsangebote der Bibliothek informiert sind. Um den Aufgaben der Bibliothek gerecht werden zu k&#246;nnen, ergibt sich hieraus die Notwendigkeit festzustellen, warum dies so ist und was wir anders machen m&#252;ssen (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). </Pgraph><Pgraph>&#220;ber dem Erkennen von Defiziten steht als Ziel, eine optimale Versorgung mit relevanten Informationen der Mitarbeiter der Universit&#228;tsmedizin Mannheim, zu der die Bibliothek der Medizinischen Fakult&#228;t Mannheim geh&#246;rt, zu schaffen. Nebenziele sind einerseits die Erh&#246;hung der Vertrauensbasis und damit Verbesserung der Nutzerbindung und andererseits ein positiver Einfluss auf das Image der Bibliothek. </Pgraph><Pgraph>H&#228;lt man sich den Charakter einer modernen wissenschaftlichen Bibliothek vor Augen, n&#228;mlich &#8222;Schnittstelle zur Information, fachliches Kompetenzzentrum und sozialer Raum&#8220; gleichzeitig zu sein (wie es j&#252;ngst Michaela Rossini und Nikolaus Berger in ihrem Artikel im BIX schrieben) und dabei zeitgem&#228;&#223;e Informationstechnologien und eine zeit- und ortsunabh&#228;ngige Benutzern&#228;he anzuvisieren, kristallisiert sich als Hauptt&#228;tigkeitsfeld die Erwerbung und Vermittlung relevanter Informationsressourcen f&#252;r den Benutzerkreis heraus <TextLink reference="2"></TextLink>. Beeinflusst wird dies vor allem durch erh&#246;hte Mobilit&#228;t, Flexibilit&#228;t und Vernetzung im Arbeitsalltag des Klinikumspersonals; dieselben Einfl&#252;sse finden wir auch in der Kommunikation. Die knappe Ressource, in die diese drei Merkmale eingepasst werden m&#252;ssen, ist die Zeit: Der Weg in die R&#228;ume der Bibliothek und die Recherche vor Ort ist mit einem Aufwand verbunden, der oft gescheut wird bzw. im klinischen Arbeitsalltag nicht machbar ist. Unter Umst&#228;nden f&#252;hrt dies, sofern keine Alternativangebote der Informationsversorgung bestehen, zu einer Informationsl&#252;cke <TextLink reference="2"></TextLink>. Daher sind Medizinbibliothekare stets mit der Herausforderung konfrontiert, dauerhafte und nachhaltige Servicestrategien zu entwickeln, die zugleich den Aufwand f&#252;r die Nutzer reduzieren und m&#246;gliche Informationsl&#252;cken minimieren. Die daraus resultierenden Dienstleistungen sind den Nutzern verst&#228;ndlich zu vermitteln. </Pgraph><Pgraph>An dieser Stelle greift unser Ansatz. F&#252;r uns galt bzw. gilt es in Zukunft, die Informationsstrategie der Bibliothek auszubauen und den Zielgruppen der Universit&#228;tsmedizin eine auf ihre Bed&#252;rfnisse zugeschnittene und nutzbare Informationsversorgung anzubieten. Die bisherigen Strategien, per Website und Druckmaterialien zu informieren, reichten nicht aus. Wir entschieden uns daher, einen Service anzubieten, bei dem wir zum Nutzer gehen und starteten im M&#228;rz dieses Jahres das Projekt &#8222;Hausbesuche&#8220;, das von zwei Mitarbeiterinnen in R&#252;cksprache mit der Leitung konzipiert wurde. Als Projektplan sahen wir die Ist-Analyse und die Bedarfsanalyse sowie die darauf aufbauende Entwicklung eines neuen Services vor. Zun&#228;chst skizzierten wir die Ist-Situation in Mannheim: Ein Klinikum in st&#228;dtischer Hand, mit Status Universit&#228;tsklinikum, an das die Medizinische Fakult&#228;t Mannheim der Universit&#228;t Heidelberg angegliedert ist. Wir finden &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; zwei sich stark unterscheidende Nutzerkreise vor, n&#228;mlich Studierende und Nicht-Studierende, innerhalb derer zus&#228;tzlich zu differenzieren ist.</Pgraph><Pgraph>Zun&#228;chst erfolgte die Auflistung der Services der Bibliothek, wobei keine detaillierte Bewertung wie etwa in Form eines Produktportfolios vorgenommen wurde, was in Zukunft jedoch geplant ist. Das Serviceprofil unserer Einrichtung kann mit der Versorgung der Mitarbeiter mit wissenschaftlicher und praxisrelevanter Information auf den Punkt gebracht werden, die ebenso gedruckte wie elektronische Medien umfasst. Die sich daraus ableitenden Serviceleistungen wie die Dokumentlieferung, das Kursangebot oder der Einsatz eines Linkresolvers wurden nach Nutzung und den jeweiligen Servicebedingungen analysiert. Die Services werden, soweit sie den Nutzern bekannt sind, positiv bewertet und gerne genutzt. Die Dienstleistungen an sich waren also nicht unzureichend, sondern  vielmehr die Kenntnis der Services. Dies bedeutet f&#252;r uns, die Dimension Kommunikation muss st&#228;rker ausgebaut werden.</Pgraph><Pgraph>Im n&#228;chsten Schritt wurde die von uns als Best Practice-Beispiel f&#252;r Vor-Ort-Services identifizierte Zweigbibliothek Medizin in M&#252;nster, die bereits seit zwei Jahren erfolgreich eine solche Dienstleistung f&#252;r ihre Nutzer anbietet, zu Erfahrungen, Strategien, Vor- und Nachteilen befragt.</Pgraph><Pgraph>Zudem entschieden wir uns f&#252;r eine qualitative Bedarfsanalyse, um unsere Fragen und Vermutungen beantworten bzw. auch best&#228;tigt zu finden und f&#252;hrten daher im Sommer dieses Jahres stichprobenartig mit Vertretern der verschiedenen Berufsgruppen der Universit&#228;tsmedizin Mannheim (UMM) Leitfaden-gest&#252;tzte Interviews. Die verschiedenen Berufsgruppen der UMM unterteilen wir in &#196;rzte mit Lehrbeteiligung, &#196;rzte ohne Lehrbeteiligung, Wissenschaftler&#47;Doktoranden, Pfleger, Laboranten, Apot<TextGroup><PlainText>hek</PlainText></TextGroup>er und Sekret&#228;rinnen. Die Fragen wurden in verschiedene Fragenkomplexe, wie Informationsstrategien, technische Voraussetzungen am Arbeitsplatz, Supportleistungen, Services der Bibliothek und Weiterbildung, eingeteilt und im Einverst&#228;ndnis mit den Befragten auf Tonband aufgenommen, um nach dem Gespr&#228;ch die Antworten f&#252;r Auswertungszwecke zu dokumentieren. Die aus den jeweils etwa 60 Minuten dauernden Gespr&#228;chen gewonnenen wichtigsten Erkenntnisse werden im Folgenden zusammengefasst: <LineBreak></LineBreak><LineBreak></LineBreak>In Bezug auf das Nutzungsverhalten:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Nicht alle Personen kontaktieren bei Zugriffsproblemen die Bibliothek, sondern es bleiben relevante Quellen u.a. aus Zeitmangel ungenutzt;</ListItem><ListItem level="1">mobile Endger&#228;te werden nur auf privater Basis und nicht fl&#228;chendeckend verwendet;</ListItem><ListItem level="1">oft wird zus&#228;tzlich von zu Hause wissenschaftlich gearbeitet, weil im Klinikalltag keine Zeit und Ruhe vorhanden bzw. technische Voraussetzungen zu umst&#228;ndlich sind.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>In Bezug auf die Informationskompetenz:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Es bestehen (weiterhin) gro&#223;e Unterschiede in der Kompetenz im Umgang mit Computern und Internet;</ListItem><ListItem level="1">haupts&#228;chlich erfolgt die Recherche (mit der Methode &#8222;quick and dirty&#8220;) im Internet und in PubMed, weitere elektronische Ressourcen sind oft nicht bekannt oder werden nicht genutzt. </ListItem><ListItem level="1">der pers&#246;nliche Informationsbedarf wird unterschiedlich eingesch&#228;tzt;</ListItem><ListItem level="1">Suchstrategien sind fast immer selbst angeeignet;</ListItem><ListItem level="1">grunds&#228;tzlich besteht Interesse an Fortbildung und Vertiefung hinsichtlich der Informationskompetenz. Oftmals besteht jedoch Zeitmangel.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>In Bezug auf die Bibliothek:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Die Angebote der Bibliothek sind nur vage bekannt, die Bibliothek wird vor allem mit der Dienstleistung Dokumentlieferung und der Nutzergruppe Studierende assoziiert;</ListItem><ListItem level="1">der pers&#246;nliche Kontakt wird bei Fragen und Problemen als wichtig empfunden.</ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Aufhebung von Defiziten durch eine neue Dienstleistung">
      <MainHeadline>Aufhebung von Defiziten durch eine neue Dienstleistung</MainHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse der Ist-Analyse, des Erfahrungsaustausches mit M&#252;nsteraner Kollegen und der direkten Bedarfsanalyse bei den Vertretern verschiedener Berufsgruppen an der UMM haben uns in der Konzeption der &#8222;schon Jahrzehnte lang bekannten Idee&#8220;, die Bibliothek geht zu ihren Nutzern, best&#228;rkt. Dass sich diese Dienstleistung in anderen Bibliotheken bew&#228;hrt, wurde beim Treffpunkt &#8222;Public Relations&#8220; w&#228;hrend der AGMB-Tagung 2010 mehrfach best&#228;tigt. Mit den Ergebnissen der Analysen kann die neue Dienstleistung optimal auf die verschiedenen Berufgruppen abgestimmt werden. </Pgraph><SubHeadline>Ziel</SubHeadline><Pgraph>Ziel war die Schaffung eines individuellen und proaktiven Beratungsservices f&#252;r Mitarbeiter der Fakult&#228;t und des Klinikums in Bezug auf die Informationsdienstleistungen der Bibliothek, um relevante Informationen f&#252;r den Nutzer bereitzustellen und das Serviceangebot der Bibliothek verst&#228;ndlich zu kommunizieren. Damit m&#246;chten wir nicht nur unser Netzwerk ausbauen, sondern auch eine st&#228;rkere Nutzerbindung durch Zufriedenheit und eine st&#228;rkere Identit&#228;tsbildung der Nutzer mit unserer Institution erreichen. Zudem erhoffen wir uns als Nebeneffekt, die Hausbesuche als Plattform f&#252;r Servicew&#252;nsche zu etablieren, um so flexibel auf Nutzerbed&#252;rfnisse reagieren zu k&#246;nnen. Wir gehen davon aus, dass sich dadurch einerseits die Servicequalit&#228;t erh&#246;ht und andererseits auch darauf aufbauend neue Services entwickelt werden k&#246;nnen. Der Vor-Ort-Service hat sich bei der Konzeption im Prinzip als eine Kombination aus den bereits existierenden T&#228;tigkeitsbereichen Auskunft, Schulungen und &#214;ffentlichkeitsarbeit herausgebildet: Je nach Bedarf des Instituts&#47;der Klinik hat der jeweilige Hausbesuch einen individuellen Charakter. Unsere Angebote reichen von einem allgemeinen &#220;berblick &#252;ber die Vorstellung von Datenbanken bis hin zu individuellen Trainings bei der Recherche. Geplant ist, die Hausbesuche regelm&#228;&#223;ig in 1&#8211;2 Jahresabst&#228;nden in den einzelnen Kliniken und Instituten sowie nach Bedarf durchzuf&#252;hren. F&#252;r die Sekretariate soll eine eigenst&#228;ndige Veranstaltung angeboten werden, da diese am Klinikum eine Gruppe mit besonderen Eigenschaften bilden. </Pgraph><SubHeadline>Durchf&#252;hrung</SubHeadline><Pgraph>Nach erster Information zum neuen Service durch pers&#246;<TextGroup><PlainText>nlic</PlainText></TextGroup>he Anschreiben an Direktoren, Ober&#228;rzte und leit<TextGroup><PlainText>ende</PlainText></TextGroup> Mitarbeiter soll als weitere Kontaktstelle die (t<TextGroup><PlainText>elefonisc</PlainText></TextGroup>he) Auskunft und die Webseite <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.umm.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;hausbesuche&#47;">http:&#47;&#47;www.umm.uni-heidelberg.de&#47;bibl&#47;hausbesuche&#47;</Hyperlink> mit Formular dienen. F&#252;r den Service sind zwei Mitarbeiterinnen der Bibliothek verantwortlich, die beide im Auskunfts- und Schulungsteam sowie an der &#214;ffentlichkeitsarbeit beteiligt sind.</Pgraph><Pgraph>Der jeweilige Hausbesuch wird von den Verantwortlichen konzipiert, die Kontakt mit dem Ansprechpartner aus der Klinik&#47;dem Institut aufnehmen, Inhalte, technische und weitere Bedingungen abkl&#228;ren und somit eine individuelle &#8222;Informationsveranstaltung&#8220; nach Bedarf der Gruppe erstellen. Diese Informationen werden im bibliotheksinternen Wiki dokumentiert. Wichtig ist dabei, dass sich die Durchf&#252;hrenden mit dem Anforderungsprofil des zu besuchenden Instituts eingehend besch&#228;ftigen, um selbst aktiv Themen ansprechen zu k&#246;nnen, die als relevant eingesch&#228;tzt werden, von den Mitarbeitern aber noch nicht als solche erkannt wurden.</Pgraph><Pgraph>Zwei dezidierte Personen, voraussichtlich die Verantwortlichen selbst, f&#252;hren die Hausbesuche durch. Sollte sich ein Themengebiet ergeben, mit dem die verantwortlichen Mitarbeiter nicht vertraut sind, wird die entsprechend sich mit dem Thema besch&#228;ftigende Person eine der zwei verantwortlichen &#8222;Hausbesucherinnen&#8220; ersetzen. Die Hausbesuche sollen nach der Durchf&#252;hrung durch direkte R&#252;ckkopplung mit den Teilnehmern und einer entsprechenden Nachbereitung abgeschlossen und evaluiert werden.</Pgraph><Pgraph>Die Inhalte, die wir in den Hausbesuchen vermitteln wollen, decken das Spektrum unserer bisherigen Dienstleistungen ab: Elektronische Zeitschriften und E-Books (EZB, Online-Katalog, Verlagsplattformen, Weg zum Volltext, Check Full Text Service), Alertingdienste und RSS, (Alertingdienste: Google Scholar, PubMed, Datenbanken, Nachrichtenfeeds und RSS-Reader, pers&#246;nliche Startseiten), Dokumentlieferung, EBM mit der Cochrane Library), &#220;bersicht wichtiger medizinischer Datenbanken (PubMed, MedPilot, Google Scholar, Internet, Cochrane Library, WoS, DBIS), Journal Citation Reports und Impact Factor (JCR, Impact Factor, WoS, Publikationslisten, Zitationsraten, H-Index), Wikis und Weblogs (Funktion und Verwendungsm&#246;glichkeiten), &#220;berblick &#252;ber Services der Bibliothek (Benutzung, Beratung, Dokumentlieferung, Erwerbungsanfragen, Kurse, Drucken, Bestand, Literaturverwaltung, externer Zugriff, Check Full Text Service, Website, Institutsbetreuung), Zugriff auf Volltexte (Fokus auf Zugriffsm&#246;glichkeiten, Nutzung des Linkresolvers), Recherchetraining in ausgew&#228;hlten Datenbanken (Boolesche Operatoren, erw. Suche in PubMed, Cochrane, Internet, MedPilot, WoS), Literaturverwaltung (vor allem EndNote).</Pgraph><Pgraph>Die Laufzeit des Projektes ist f&#252;r ein Jahr angesetzt, wovon wir uns mittlerweise in der zweiten Phase befinden (Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>). Zur ersten Phase geh&#246;rte neben der Analyse und Konzeption auch die R&#252;ckkopplung mit der Bibliotheksleitung und Kollegen in regelm&#228;&#223;igen Gespr&#228;chen. Au&#223;erdem ergab sich aus den &#220;berlegungen eine weitere Ma&#223;nahme f&#252;r die gezielte Information potentieller Nutzer: Aush&#228;ndigung relevanter Informationen f&#252;r neue Mitarbeiter bei Neueinstellung durch die Personalabteilung.</Pgraph><Pgraph>Der Arbeitsaufwand f&#252;r die beiden verantwortlichen Mitarbeiterinnen ist bisher kaum abzusch&#228;tzen. Fest steht, dass die Arbeitszeiten der beiden Mitarbeiterinnen flexibler werden m&#252;ssen, um auf die zeitlichen Vorgaben der zu besuchenden Gruppen eingehen zu k&#246;nnen (dies variiert bei den Zielgruppen stark).</Pgraph><Pgraph>Wir versprechen uns von dem neuen Service &#8222;Hausbesuche&#8220; eine bessere Wahrnehmung unserer Dienstleistungen und dadurch eine st&#228;rkere Verankerung der Bibliothek als Informationszentrum innerhalb der Universit&#228;tsmedizin Mannheim, dem Vertrauen entgegengebracht wird. In Bezug auf die Dienstleistungsdimensionen erhoffen wir, dass die Qualit&#228;t der einzelnen Services durch die Hausbesuche, in denen eine aktive R&#252;ckkopplung stattfindet, evaluiert und auf diese Weise auch erh&#246;ht werden kann. Bei der Dimension Nutzerorientierung wird es durch die Hausbesuche eine zus&#228;tzliche Option geben, die Bed&#252;rfnisse zu evaluieren und zu verstehen. In Bezug auf die dritte Dimension Kommunikation ist der Hausbesuch eine von mehreren Ma&#223;nahmen, die wir f&#252;r die Bekanntmachung unserer Services nutzen. Nach wie vor sind Website, Newsblog, Newsletter, Facebook, Ver&#246;ffentlichungen im Klinikumsmagazin, Information bei Mitarbeitereinf&#252;hrungen, das Gespr&#228;ch am Telefon und der Kontakt per E-Mail wichtig.</Pgraph><Pgraph>Die Einfl&#252;sse auf die Bibliothek, die oben in Bezug auf den Charakter einer Bibliothek genannt wurden, werden somit hoffentlich auf den Service &#252;bertragen: er ist mobil, flexibel und vernetzt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph><SubHeadline>Verwendung von generischen Maskulina</SubHeadline><Pgraph>Bei den im Text verwendeten maskulinen Formen f&#252;r Personenbezeichnungen handelt es sich um generische Maskulina, die die weibliche Form mit einbeziehen. </Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Hobohm HC</RefAuthor>
        <RefAuthor>Umlauf K</RefAuthor>
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        <RefYear>2002ff</RefYear>
        <RefBookTitle>Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen: Fachratgeber f&#252;r die Bibliotheksleitung und Bibliothekare</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Hobohm HC, Umlauf K, Hrsg. Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen: Fachratgeber f&#252;r die Bibliotheksleitung und Bibliothekare. Hamburg: Dash&#246;fer; 2002ff</RefTotal>
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        <RefAuthor>Rossini M</RefAuthor>
        <RefAuthor>Berger N</RefAuthor>
        <RefTitle>Ein Neubau ist eine Chance f&#252;r den Neubau des Serviceportfolios: BIX Der Bibliotheksindex</RefTitle>
        <RefYear>2010</RefYear>
        <RefTotal>Rossini M, Berger N. Ein Neubau ist eine Chance f&#252;r den Neubau des Serviceportfolios: BIX Der Bibliotheksindex. 2010(Juni):10-12.</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Eigene Darstellung der Kernfragen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Projektphasen des Projekts &#8222;Hausbesuche&#8220;</Mark1></Pgraph></Caption>
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