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    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000199</IdentifierDoi>
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    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Digital im Alltag &#8211; Innovation als Prozess</Title>
      <TitleTranslated language="en">Digital everyday &#8211; innovation as process</TitleTranslated>
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        <Address>Universit&#228;tsbibliothek, Technische Universit&#228;t Berlin, Fasanenstr. 88, 10623 Berlin, Deutschland, Tel.: &#43;49 30 314 76127<Affiliation>Universit&#228;tsbibliothek, Technische Universit&#228;t Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
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    <DatePublished>20100924</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>10</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Innovationen an Bibliotheken</IssueTitle>
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    <ArticleNo>16</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Suche nach einem Schlagwort f&#252;r das, was f&#252;r Innovationen im bibliothekarischen Alltag verantwortlich sein k&#246;nnte, f&#252;hrt zum Begriff &#8222;digital&#8220;. Am Beispiel der Abteilung Digitale Angebote der Universit&#228;tsbibliothek der TU Berlin wird gezeigt, dass es daf&#252;r gute Gr&#252;nde gibt. Die 5 wichtigsten Arbeitsbereiche haben durch den &#220;bergang auf &#8222;digital&#8220; gravierende und &#8211; wie wir meinen &#8211; innovative &#196;nderungen erfahren.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>When searching for a keyword that describes what triggers innovation in everyday library work the term &#8220;digital&#8221; will inevitably come to mind. The example of the Digital Services Department at the University Library of TU Berlin shows several good reasons for that. By the transition to &#8220;digital&#8221; the department&#8217;s five main areas of work have experienced serious and &#8211; as we think &#8211; innovative changes.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Intro">
      <MainHeadline>Intro</MainHeadline><Pgraph>Mit welchem Ma&#223;stab kann man Fortschritt, Innovation, Kreativit&#228;t im Alltag einer Universit&#228;tsbibliothek messen&#63; Das w&#228;re doch sch&#246;n, wenn man daf&#252;r eine griffige Formel h&#228;tte, einen alles erschlagenden Begriff, im wahrsten Sinne ein Schlagwort.</Pgraph><Pgraph>Sicherlich ist es verwegen, dies &#252;berhaupt nur mit einem Parameter probieren zu wollen. Wenn man sich vor Augen h&#228;lt, mit wieviel Aufwand und Differenzierung Systeme wie BIX (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.bix-bibliotheksindex.de&#47;">http:&#47;&#47;www.bix-bibliotheksindex.de&#47;</Hyperlink>) oder Bala<TextGroup><PlainText>nce</PlainText></TextGroup>d Score Cards (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.bibliotheksportal.de&#47;hauptmenue&#47;themen&#47;management-organisation&#47;strategische-steuerung&#47;">http:&#47;&#47;www.bibliotheksportal.de&#47;hauptmenue&#47;themen&#47;management-organisation&#47;strategische-steuerung&#47;</Hyperlink>) versuchen, das Bibliotheksgeschehen zu quantifizieren, um daraus z.B. ein nachvollziehbares Ranking ableiten zu k&#246;nnen, erscheint der Versuch aussichtslos.</Pgraph><Pgraph>Wenn man aber von der Quantifizierung weg geht und versucht, die zu Grunde liegenden Momente f&#252;r Modernisierungsprozesse zu erfassen, wenn man begreifen will, was der Ausl&#246;ser f&#252;r Innovationen im Arbeitsalltag sein k&#246;nnte, wenn man nach den Katalysatoren f&#252;r das Ansto&#223;en von Neuerungen fahndet, k&#246;nnte man tats&#228;chlich sich auf einen Nenner verst&#228;ndigen: digital.</Pgraph><Pgraph>Dieser Begriff als Synonym f&#252;r Innovatives zieht sich durch viele Diskussionen, Vortr&#228;ge, Publikationen der j&#252;ngeren Vergangenheit. Auch auf der letzten Inetbib-Tagung im April 2010 an der ETH Z&#252;rich kam das verschiedentlich zum Ausdruck, es wurde sogar personaliert: digital born oder digital natives vs. digital immigrants (lustigerweise &#252;bersetzt als &#8222;M&#252;nzfernsprechergeneration&#8220;, wie getwittert wurde).</Pgraph><Pgraph>Ob man sich diesen Schuh wirklich anziehen sollte oder &#8211; besser gesagt &#8211; dieses Schubladen-Denken weiter verfolgen sollte, ist nat&#252;rlich sehr fraglich. Tatsache bleibt aber, dass in die &#252;ber Jahrzehnte eher traditionell und beharrend gepr&#228;gte Bibliothekswelt ein bunter Strau&#223; an Neuerungen und Ver&#228;nderungen hereingebrochen ist und weiter bricht, seitdem das Internet allgegenw&#228;rtig ist und die Vielfalt digitaler Angebote zum Handeln zwingt. </Pgraph><Pgraph>Diese nette &#8211; weil griffige &#8211; These, &#8222;digital&#8220; als urs&#228;chlich f&#252;r nennenswerte Neuerungen zu identifizieren, bedarf der Untermauerung. Der vorliegende Beitrag versucht dies gewisserma&#223;en aus der Froschperspektive, n&#228;mlich am konkreten Alltag einer Abteilung einer Bibliothek zu tun, und zwar der Abteilung Digitale Angebote der Universit&#228;tsbibliothek der Technischen Universit&#228;t Berlin.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Aufgabenmix einer Abteilung f&#252;r elektronische Dienstleistungen">
      <MainHeadline>Aufgabenmix einer Abteilung f&#252;r elektronische Dienstleistungen</MainHeadline><Pgraph>Diese Abteilung erscheint deswegen f&#252;r das Thema gut geeignet, weil in ihr eine breitgef&#228;cherte Palette von Dienstleistungen und Aktivit&#228;ten vereint sind, die man fr&#252;her eher nicht zu den bibliothekarischen Kernaufgaben rechnete, die aber heute elementar dazu geh&#246;ren.</Pgraph><Pgraph>An der TU Berlin wurde 1967 neben Medienbearbeitung und Benutzungsdienste eine Hauptabteilung (HAbt.) Dokumentation gegr&#252;ndet. Sie war seinerzeit Ausdruck einer ersten Umgestaltungswelle der Bibliotheks- und Informationswelt: Es gen&#252;gte nicht mehr, nur die Monographien oder Zeitschriften nachzuweisen, es war f&#252;r Forschung und Lehre dringend erforderlich, die Inhalte der Literatur retrievalf&#228;hig zu erfassen, also die Artikel oder einzelne Buchkapitel zu dokumentieren und in Datenbanken abzuspeichern. Als Basis gen&#252;gte nicht mehr der eigene Bibliotheksbestand, es ging vielmehr um nationale oder besser weltweite Abdeckung der Fachpublikationen. Die TU hatte damals 7 Fachdokumentationsstellen mit nationaler&#47;internationaler Bedeutung, die in dieser HAbt. zusammengef&#252;hrt wurden; das IuD-Programm der Bundesregierung von 1974 bekr&#228;ftigte diese Entwicklung und gab einen zus&#228;tzlichen Schub. Die HAbt. entwickelte zus&#228;tzlich ein Angebot f&#252;r Experten-Recherchen in externen Datenbanken, sie f&#246;rderte das Publikationswesen der Universit&#228;t durch die Gr&#252;ndung eines Hochschulverlags und k&#252;mmerte sich um die Modernisierung der Dissertationsabgaben, der Hochschulbibliographie, der Pflichtabgaben und Schriftentauschs.</Pgraph><Pgraph>Die deutsche Wissenschaftsf&#246;rderung hat ein Grundsatzproblem: Es ist relativ einfach, f&#252;r ein neues Modell, f&#252;r eine gute Idee von F&#246;rderinstitutionen wie DFG, Bundesministerien, Stiftungen Gelder zu bekommen. Es ist aber deutlich schwerer, daraus langfristige Kontinuit&#228;t zu entwickeln (h&#228;ngt sicherlich mit der f&#246;deralen Wissenschaftsstruktur in Deutschland zusammen, aber nicht nur). Dies wurde dann den inhaltlich vorz&#252;glich arbeitenden Dokumentationsstellen &#252;berall in Deutschland zum Verh&#228;ngnis, nur wenige &#252;berlebten bis heute. An der TU Berlin konkret verblieb innerhalb weniger Jahre von den urspr&#252;nglich 7 nur noch eine, lokal f&#252;r die TU interessante Literaturdokumentation (die dann nach dem Ausscheiden des Stelleninhabers sang-und klanglos auch eingestellt wurde). Die diversen Sparprogramme sorgten daf&#252;r, dass sich die Bibliothekswelt mehr und mehr auf &#8222;bibliothekarische Kernaufgaben&#8220; zur&#252;ckzog (sprich der traditionellen Erwerbung und Katalogisierung) und dar&#252;ber hinausgehende Angebote gestrichen wurden.</Pgraph><Pgraph>Die erforderliche Neustrukturierung der UB der TU Berlin fand 2004 zeitgleich mit dem Einzug in den Neubau der Zentralbibliothek (&#8222;Volkswagenhaus&#8220;) statt. Die verbliebenen Kompetenzen der HAbt. Dokumentation wie Datenbankrecherchen wurden mit der fr&#252;heren Stabsstelle EDV-Referat und der ehemaligen Abt. Publikationen zu der neuen HAbt. Elektronische Dienste zusammengelegt. Gegliedert wurde sie in 3 Abteilungen, die 2010 nochmals umbenannt wurden:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">3.1 F&#252;r Hard- und allgemeine Softwareausstattung: Technische Systemadministration, heute IT-Dienste</ListItem><ListItem level="1">3.2 F&#252;r Bibliothekssoftware, haupts&#228;chlich Aleph: Bibliothekarische Systemadministration, heute: Anwendungsbetreuung</ListItem><ListItem level="1">3.3 F&#252;r Webredaktion, Datenbankenrecherchen, Schriftenserver f&#252;r elektronischer Publikationen, sowie teilelektronische Bereiche wie Dissertationsstelle und Hochschulschriftentausch: Elektronische Dienstleistungen, seit 2010 umbenannt in Digitale Angebote.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Mit dieser neuen Bezeichnung haben wir einen eleganten &#220;bergang zum Thema dieses Aufsatzes geschafft: am aktuellen Aufgabenspektrum der Abt. Digitale Angebote soll differenziert dargelegt werden, inwieweit digital und innovativ miteinander korrespondieren.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Einzelne Bereiche">
      <MainHeadline>Einzelne Bereiche</MainHeadline><SubHeadline>Dissertationsstelle</SubHeadline><Pgraph>Als eine traditionelle Aufgabe einer Universit&#228;tsbibliothek ist eine Dissertationsstelle eher unverd&#228;chtig, ein Hort f&#252;r Innovationen zu sein. Vielleicht ist es eine kleine Ironie des Schicksals, aber hier hat die allgemeine Digitalisierung kr&#228;ftig f&#252;r Ver&#228;nderungen gesorgt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Die Autoren sind durch Textverarbeitung, Grafikprogramme, Design- und Satzsoftware heute in der Lage, vom Inhalt bis zum Druck alle Arbeitsschritte selbst vorzunehmen.</ListItem><ListItem level="1">F&#252;r Verbreitung einer Publikation gen&#252;gt das Internet &#8211; prinzipiell jedenfalls.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Aufgabe der Dissertationsstelle war nun, diese Entwicklung zu antizipieren, entsprechende Werkzeuge anzubieten und den rechtlichen Rahmen zu schaffen. Ohne die langj&#228;hrig erworbene dokumentarische Kompetenz w&#228;re dies nicht so reibungslos gelungen. Durch kontinuierliche &#220;berzeugungsarbeit der Fakult&#228;ten wurden 1999 und 2000 fast alle Promotionsordnungen der TU dahingehend erweitert, die Abgabe digitaler Dissertationen als Alternative zu den Eigen- oder Verlagsdrucken zuzulassen. </Pgraph><Pgraph>Die Vorteile f&#252;r die Autoren sind klar:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Statt 120, 80 oder 40 Exemplare gen&#252;gen 3 gedruckte, plus eine CD; das erspart den Promovenden viele Euros.</ListItem><ListItem level="1">Die &#8222;Sichtbarkeit&#8220; einer Volltext-Publikation im Web ist zig mal h&#246;her als die einer nur gedruckten.</ListItem><ListItem level="1">Schon kurz nach der wissenschaftlichen Aussprache (Spitze: 2 Tage, Regel: 4&#8211;8 Wochen) ist die Publikationspflicht erf&#252;llt, die Promotionsurkunde kann ausgeh&#228;ndigt werden, der Titel darf gef&#252;hrt werden. Davor waren es durchschnittlich 6&#8211;8 Monate. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Aber auch die Vorteile aus volkswirtschaftlicher Sicht &#252;berzeugen: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Der Platzbedarf f&#252;r die Lagerung der abgegeben Exemplare bei den Bibliotheken verringert sich deutlich</ListItem><ListItem level="1">Das nach 4 Jahren erlaubte (und h&#228;ufig aus Platzgr&#252;nden auch wirklich notwendige) Makulieren hunderter Druckexemplare, die nicht getauscht oder angefordert wurden, entf&#228;llt.</ListItem><ListItem level="1">Das Verschicken an andere UBs wird &#252;berfl&#252;ssig, alle Interessenten haben weltweit direkt Zugriff auf den Volltext.</ListItem><ListItem level="1">Open Access wird praktiziert.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Fazit: Digitale Dissertationen sind eine tats&#228;chliche Innovation. Man kann es sogar quantifizieren: von den ca. 500 Dissertationen pro Jahr an der TU Berlin werden &#8211; seit 4 Jahren relativ gleichbleibend &#8211; 65 bis 70&#37; elektronisch abgegeben. Etwa 10&#37; bleiben bei traditionellen Abgabeformen (warum auch immer), 20&#37; glauben, durch &#8222;richtige&#8220; Verlagspublikationen ihre Karriere zu f&#246;rdern (was in manchen Fachgebieten tats&#228;chlich so ist) und 5&#37; werden auf Grund herausragender Zeitschriftenpublikationen promoviert (sogenannte kumulierte Dissertationen, die meist auch digital erfolgen, aber durch Verlagsrestriktionen nicht ohne weiteres auf dem TU-Server angeboten werden d&#252;rfen).</Pgraph><SubHeadline>Digitales Repositorium</SubHeadline><Pgraph>Ein ganz wichtiges Element der beschriebenen Innovation bei den Dissertationen war, dass die UB zuverl&#228;ssige Hard- und Software zur Verf&#252;gung stellen konnte. Es war der Beginn des elektronischen Archivservers, zun&#228;chst gemeinsam mit dem universit&#228;ren Rechenzentrum ein eher &#8222;selbstgestrickter&#8220; edocs-Server, dann ab 2005 beim Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV), dem regionalen Dienstleister, mit dem Einsatz von Opus. </Pgraph><Pgraph>Denn nur im Web zu sein gen&#252;gt nicht, zur Angebotsqualit&#228;t geh&#246;ren:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">St&#228;ndige Erreichbarkeit des Servers (24&#47;7)</ListItem><ListItem level="1">Langzeitsicherung</ListItem><ListItem level="1">Persistente URLs: genutzt werden seit 2005 URNs</ListItem><ListItem level="1">OAI-Schnittstelle f&#252;r die automatisierte Weitergabe an die Nationalbibliothek und fachliche Repositorien</ListItem><ListItem level="1">Metadaten entsprechend internationaler Standards (DDC, DC)</ListItem><ListItem level="1">Nachweisbare Unversehrtheit der Dateien (Hashwerte)</ListItem><ListItem level="1">Geeignete Suchoberfl&#228;chen</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Als Beleg daf&#252;r, dass das Bem&#252;hen der UB der TU, den aktuellen Erfordernissen qualifiziert nachzukommen, erfolgreich ist, kann das j&#252;ngst verliehene &#8222;DINI-Zertifikat 2007 f&#252;r Dokumenten- und Publikationsservices&#8220; gesehen werden. </Pgraph><Pgraph>Inzwischen wird das Digitale Repositorium f&#252;r viele andere Publikationsformen genutzt wie Zeitschriften, Vorlesungsverzeichnisse, Forschungsreports, Diskussionspapiere; es entwickelt sich zum Open Access-Fenster der TU Berlin. Allerdings ist noch viel Aufkl&#228;rungs- und &#220;berzeugungsarbeit innerhalb der eigenen Universit&#228;t erforderlich; worauf wir aber stolz sind: die Handwerkzeuge f&#252;r ein Angebot auf dem Stand der Technik wurden geschaffen, die Hardware steht zur Verf&#252;gung, die Arbeitsabl&#228;ufe werden st&#228;ndig verschlankt und an die technische Weiterentwicklung angepasst. </Pgraph><Pgraph>Fazit: Die &#214;ffnung des Digitalen als gleichberechtigte Publikationsform hat f&#252;r umfassende Innovationen gesorgt, und die Entwicklung geht quantitaiv und qualitativ munter weiter.</Pgraph><SubHeadline>Universit&#228;tsverlag der TU Berlin</SubHeadline><Pgraph>Eine eigene Sonderabteilung der UB ist der Universit&#228;tsverlag. Er ist aber personell eng verflochten mit der Abt. Digitale Angebote (gleiche Leitung, T&#228;tigkeiten in beiden Bereichen etc.) und vor allem technisch und strukturell so stark verbunden, dass er hier mit zu erw&#228;hnen ist.</Pgraph><Pgraph>Gegr&#252;ndet 1969 als Abt. Publikationen wurde er 2004 umbenannt in Universit&#228;tsverlag der TU Berlin, um auch sprachlich das ge&#228;nderte Selbstverst&#228;ndnis und erweiterte Aufgabenspektrum zum Ausdruck zu bringen. &#220;ber viel Jahre wurden zwischen 20 und 40 neue Produktionen herausgegeben, je nach Geldlage der Institute und Anzahl der Drittmittelauftr&#228;ge. Seit 3 Jahren ist ein rasanter Anstieg der digitalen Verlagspublikationen zu beobachten </Pgraph><Pgraph>Hintergr&#252;nde:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Auch digitale B&#252;cher erhalten eine ISBN (das ist immer noch ein begehrtes Attribut, obwohl es genau genommen kein Qualit&#228;tskriterium f&#252;r eine Ver&#246;ffentlichung ist, man kann sie sich leicht besorgen).</ListItem><ListItem level="1">Der Druck nach weltweiter Sichtbarkeit zwingt zum Open Access, zumindest aber zum digitalen Angebot einer Publikation.</ListItem><ListItem level="1">Der Kostendruck zwingt zum Digitalen: Schreiben und Layouten &#8222;kosten&#8220; nichts (machen ja die Autoren), Lektorat oder Korrektorat &#252;bernehmen die Herausgeber &#8211; oder es entf&#228;llt (wie es auch bei vielen kommerziellen Verlagen schon mehr oder weniger der Fall ist), und Drucken kann jeder selbst, auch wenn dann nur lose Bl&#228;tter herauskommen.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Dieser letztere unsch&#246;ne Begleitumstand erkl&#228;rt den Trend zu hybriden Publikationen, der seit kurzem zu beobachten ist: man stellt die Werke frei ins Web und bietet sie dennoch auch gedruckt an. Durch das Angebot der Volltexte im Internet werden viel mehr Interessenten weltweit darauf aufmerksam, einige kaufen dann zus&#228;tzlich die Print-Versionen, um sie als dauerhafte und ordentlich gebundene Handexemplare oder in Bibliotheken aufstellen zu k&#246;nnen. Obwohl die Inhalte frei Im Web stehen, gelingt es deswegen in den meisten F&#228;llen, die Druckkosten durch Verk&#228;ufe wieder einzuspielen.</Pgraph><SubHeadline>Hochschulschriftentausch</SubHeadline><Pgraph>F&#252;r diesen Arbeitsbereich gilt eine negative Zielrichtung: Man hofft, sich durch die Digitale Welt &#252;berfl&#252;ssig zu machen. Denn der Schriftentausch ist arbeitsintensiv, kostet viel Porti, Verpackungsmaterial und Personal, bringt aber kaum &#8222;Renommee&#8220;. Die getauschten Publikationen haben f&#252;r eine Bestandspflege sinkende Bedeutung, auch deswegen wirkt dieser Bereich wie eine graue Maus in der rosigen Welt der Abt. &#8222;Digitale Angebote&#8220;.</Pgraph><Pgraph>Anders ausgedr&#252;ckt: nachdem die Masse der Dissertationen f&#252;r den Schriftentausch und die Pflichtabgabe durch die digitale Form weggefallen sind, ist es das interne Ziel, f&#252;r den &#8211; auch langfristig unvermeidlichen &#8211; Rest an gedruckten Werken einfache und &#246;konomische Arbeitsabl&#228;ufe zu entwickeln. Dazu werden nat&#252;rlich Adressen-Programme und andere digitalen Hilfen genutzt, es w&#228;re aber vermessen, dies als Innovation im Sinne des Themas zu bezeichnen. </Pgraph><Pgraph>Fazit: Digital ist manchmal nur Werkzeug f&#252;r Umgestaltung, ohne innovative Begleitmusik.</Pgraph><SubHeadline>Datenbankenrecherchen und Informationsvermittlung </SubHeadline><Pgraph>Dies ist nun ein Angebot, das von Anfang an digital war und weiter ist, das sich parallel zur Entwicklung des Web ver&#228;ndert hat und wie ein Geigerz&#228;hler auf alle Neuerungen sofort reagiert und je nach St&#228;rke entsprechend ausschl&#228;gt. </Pgraph><Pgraph>Die oben genannten fr&#252;heren Dokumentationsstellen haben nicht nur eigene Datenbanken aufgebaut, betreut und perfektioniert, sie haben von Anfang an auch fremden Angebote weltweit genutzt und f&#252;r die Kunden&#47;innen Recherchen durchgef&#252;hrt. Die dadurch erworbene Kompetenz bei Auswahl geeigneter Datenbanken, Retrieval auf Expertenniveau und die F&#228;higkeit, die vielf&#228;ltigen Neuerungen im Informationsmarkt nicht nur zu verstehen, sondern sie sofort zugunsten der eigenen Institution anzuwenden, werden in Schulungen und individuellen Beratungen soweit wie m&#246;glich weiter gegeben. </Pgraph><Pgraph>Das Grundproblem ist allerdings: es ist ein personalisierter Service. Nach dem Wegfall der Dokumentationsstellen ist niemand mehr eingestellt worden, es gibt keinen Nachwuchs; mit dem Erreichen des Ruhestands der wenigen verbliebenen Fachleute ist die Kompetenz dann weg. Idealerweise k&#246;nnten die bibliothekarisch ausgebildeten Fachreferenten&#47;innen diese Aufgabe &#252;bernehmen; die Realit&#228;t zeigt aber, dass zum einen die f&#252;r eine unnabdingbare permanente Weiterbildung erforderliche Zeit nicht zur Verf&#252;gung steht, zum anderen dass f&#252;r komplizierte Suchen wie z.B. Patentrecherchen notwendige Grundkenntnisse fehlen. </Pgraph><Pgraph>Ein Weg k&#246;nnte sein, sich externe Expertise &#8222;einzukaufen&#8220;, also punktuelle Beratung, Kurse, Auftragsarbeiten. Aber selbst daf&#252;r braucht man intern Fachleute, die als Ansprechpersonen und Betreuer zur Verf&#252;gung stehen. </Pgraph><Pgraph>Man k&#246;nnte nat&#252;rlich auch sagen: wir haben doch Google, da kann jeder sein erforderliches Wissen rausholen &#8211; aber das kann nicht im Ernst die Antwort einer Universit&#228;tsbibliothek sein, wissend, dass das Deep Web zigmal mehr und besseres zu bieten hat als die Publikums- und Generalsuchmaschinen. </Pgraph><Pgraph>Fazit: Digital bietet viel, verlangt aber auch viel: qualifiziertes Personal, Zeit und Geld f&#252;r teure Datenbanken. Hier h&#228;ngt Innovation so deutlich wie nirgendwo anders von den zur Verf&#252;gung gestellten Ressourcen ab, nicht nur von den eigenen kreativen F&#228;higkeiten im Umgang mit seinem Haushalt und dem pers&#246;nlichen Engagement.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Res&#252;mee">
      <MainHeadline>Res&#252;mee</MainHeadline><Pgraph>Ist Digital also tats&#228;chlich ein &#8222;Ma&#223;stab&#8220;, der zur Beschreibung der innovativen Kraft im Bibliotheksalltag genommen werden kann&#63; </Pgraph><Pgraph>In der hier vorgelegten Betrachtung kann man das bejahen, zeigt es sich doch, dass im Mikrokosmos einer Abteilung innovative Entwicklungen immer eng mit &#8222;digital&#8220; zu tun haben. </Pgraph><Pgraph>Das darf aber nicht so verk&#252;rzt werden, dass der &#220;bergang auf digitale Angebote an sich schon ein Fortschritt ist. Es kommt entscheidend darauf an, wie man diese Methode einsetzt, mit welchen Werkzeugen man arbeitet, wie man den Arbeitsablauf organisiert, wie man die Mitarbeiter&#47;innen daf&#252;r qualifiziert und &#8211; an aller oberster Stelle &#8211; ob man seinen Kunden&#47;innen dadurch tats&#228;chl<TextGroup><PlainText>ich</PlainText></TextGroup>e, nachvollziehbare Vorteile verschafft.</Pgraph></TextBlock>
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