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<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.32/GmsArticle.dtd">
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    <Identifier>mbi000190</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000190</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0001904</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">E-Books &#8211; den Wandel professionell gestalten</Title>
      <TitleTranslated language="en">E-books &#8211; managing the change professionally</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Nunnenmacher</LastnameHeading>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Eawag-Empa Bibliothek, &#220;berlandstrasse 133, 8600 D&#252;bendorf, Schweiz, Tel.: &#43;41 44 823 52 21<Affiliation>ETH-Bibliothek, Z&#252;rich, Schweiz</Affiliation><Affiliation>ab April 2010: Eawag-Empa Bibliothek, D&#252;bendorf, Schweiz</Affiliation><WebPage>http:&#47;&#47;www.library.eawag-empa.ch&#47;</WebPage></Address>
        <Email>lothar.nunnenmacher&#64;eawag-empa.ch</Email>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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      <Keyword language="en">usage statistics</Keyword>
      <Keyword language="de">E-Books</Keyword>
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    <DatePublished>20100512</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>10</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Hamburg 2009: "Medizinbibliotheken: Leuchtt&#252;rme im Meer elektronischer Informationen"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Selbst wenn die Vorbehalte bei manchen Nutzern noch gro&#223; sein m&#246;gen &#8211; der Trend zu E-Books ist unverkennbar, &#228;hnlich wie vor etwa zehn Jahren der &#220;bergang von gedruckten zu elektronischen Zeitschriften. Zwei Entwicklungen kommen dabei zusammen: zum Einen ein stark steigendes Angebot an wissenschaftlicher monographischer Literatur im elektronischen Format, zum Anderen deutliche Fortschritte bei den technischen M&#246;glichkeiten zur Rezeption von E-Books, insbesondere hinsichtlich der Display-Technologien. </Pgraph><Pgraph>Der &#220;bergang von gedruckten zu elektronischen B&#252;chern stellt die Bibliotheken vor vielf&#228;ltige neue Herausforderungen &#8211; schon alleine durch die immense Quantit&#228;t des aktuellen und potentiellen Angebots. So hat beispielsweise die ETH-Bibliothek die im Katalog nachgewiesenen E-Books in den letzten Jahren jeweils verdoppelt. 2008 wurden erstmals mehr elektronische als gedruckte Monographien gekauft und nachgewiesen. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r die Auswahl von E-Books hat die ETH-Bibliothek umfangreiche Kriterien definiert. Zum Nachweis der einzelnen Titel von gr&#246;&#223;eren E-Book-Paketen im Online-Katalog werden die Metadaten in einem komplexen halbautomatischen Verfahren eingespielt. Dabei gibt es f&#252;r die gedruckte und die digitale Ausgabe jeweils nur eine einzige Titelaufnahme, so dass f&#252;r Nutzer sofort zu erkennen ist, ob sie das Buch in gedruckter Form ausleihen oder auch direkt auf das E-Book zugreifen k&#246;nnen. Ein zentraler Punkt f&#252;r eine einfache Nachnutzung im Verbund ist die Verlinkung &#252;ber einen Link-Resolver. Zur stabilen Erfassung der Nutzung von elektronischen Ressourcen wird die Kalkulation einer auf dem Median beruhenden Jahresnutzung beschrieben. </Pgraph><Pgraph>Naturgem&#228;&#223; sind beim relativ neuen Medientyp E-Book viele Entwicklungen noch nicht abgeschlossen und entsprechend viele Fragen offen. Sie reichen von der Gestaltung der Erwerbungsmodelle und der Prozesse von Literaturauswahl und -bearbeitung &#252;ber m&#246;gliche Restriktionen bei der Nutzung und der Einbindung von frei verf&#252;gbaren Quellen bis hin zur Nutzung der E-Books in der Fernleihe und der Archivierung. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Even acknowledging the considerable reservations of some users &#8211; we have to recognize the overall trend towards the use of e-books. The situation resembles the transition from print to electronic journals about ten years ago. Two trends are converging here: On the one hand, there is a strongly growing offer of scientific monographic literature in electronic format, and on the other hand, there has been significant progress in the technological possibilities for the reception of e-books, in part<TextGroup><PlainText>ic</PlainText></TextGroup>ular regarding display technologies.</Pgraph><Pgraph>The transition from print to electronic books provides a multiplicity of new challenges to the libraries, not least because of the overwhelming quantity of current and potential titles. For example, the ETH-Bibliothek has doubled the number of e-books in the catalogue in each year in the past few years. In 2008, for the first time more electronic than print monographs were purchased and catalogued. </Pgraph><Pgraph>For the selection of e-books, the ETH-Bibliothek has defined extensive criteria. To include the individual titles of larger e-book packages into the catalogue, metadata were imported in a complex semi-automated procedure. There is only one catalogue record for printed and digital forms of the same title, so that users can immediately see, whether they can borrow the book in print form or access it directly online. A key feature for optimal benefits within the cataloguing network is the linking via a link resolver. For a stable compilation of the usage of electronic resources, the calculation of yearly usage on the basis of the median is described. </Pgraph><Pgraph>Of course, many developments concerning the relatively new media type e-book  are under way, and many questions are therefore still open. They range from acquisition models and the selection and processing of titles to possible restrictions on the use and the integration of freely available sources to the use of e-books in interlibrary loan and archiving.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Angebot">
      <MainHeadline>Angebot</MainHeadline><Pgraph>Neue B&#252;cher werden inzwischen fast ausnahmslos digital produziert. Aber auch &#228;ltere, bislang nicht digital vorliegende Quellen werden in gro&#223;er Zahl preisg&#252;nstig retrodigitalisiert. Es ist daher wenig verwunderlich, dass das Angebot an B&#252;chern in digitaler Form am Markt derzeit stark steigt. Im Jahr 2006 war zwar bereits ein umfassendes Angebot vorhanden <TextLink reference="13"></TextLink>, das aber im selben Jahr nochmals eine starke Ausweitung erfuhr. Grund war die neue Ver&#246;ffentlichungspolitik der Verlagsgruppe Springer Science&#43;Business Media, praktisch s&#228;mtliche B&#252;cher auch als Online-Ausgabe herauszubringen. Inzwischen haben nicht nur alle gro&#223;en Verlage, sondern zunehmend auch die kleineren ein entsprechendes Angebot am Markt oder zumindest laufen die Vorbereitungen daf&#252;r. Gem&#228;&#223; dem aktuellen Horizon-Report ist mit einer breiten Verlagerung von gedruckten zu elektronischen B&#252;chern &#8222;in Lehre, Lernen und kreativer Forschung&#8220; bereits in zwei bis drei Jahren zu rechnen <TextLink reference="9"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Die Standardisierung hat mit dem derzeitigen exponentiellen Wachstum des Angebots aber leider nicht Schritt gehalten. So sehen sich Nutzer und Bibliotheken mit einer starken Diversit&#228;t an Gesch&#228;ftsmodellen, Formaten und Identifikationsnummern konfrontiert. Die Materie ist nicht nur um Gr&#246;&#223;enordnungen umfangreicher als bei den elektronischen Zeitschriften, sondern auch deutlich komplexer. So gibt es die gleichen B&#252;cher in verschiedenen Auflagen, sie geh&#246;ren zu einer oder auch mal zu zwei Serien, kommen als E-Book mit oder ohne Aktualisierung und so weiter. </Pgraph><Pgraph>Verschiedene Tendenzen aus dem <Mark1>technischen Umfeld</Mark1> haben einen gro&#223;en Einfluss auf das Angebot von E-Books. Als Erstes ist der Fortschritt bei den Bildschirmtechnologien zu nennen. Derzeit kommt fast w&#246;chentlich ein neuer E-Reader auf der Basis von elektronischem Papier auf den Markt. Daneben machen auch herk&#246;mmliche Flachbildschirme mit oder ohne Touchscreen deutliche Fortschritte, so dass auch mit dieser Technologie ein zunehmend angenehmeres Lesen zu erwarten ist. Selbst wenn die technischen Rezeptionsm&#246;glichkeiten sowohl f&#252;r das wissenschaftliche Arbeiten als auch f&#252;r das Lehren und Lernen noch nicht optimal geeignet sind, so stimuliert die technische Entwicklung doch das Angebot. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Erwerbungsmodelle und Auswahl">
      <MainHeadline>Erwerbungsmodelle und Auswahl</MainHeadline><Pgraph>Ausgehend von der Hypothese, dass das Angebot an E-Books inzwischen zwar schon immens ist, die technischen Voraussetzungen f&#252;r die Nutzung aber noch nicht optimal sind, kann das wichtigste <Mark1>Ziel</Mark1> der Bibliothek derzeit nur sein, einen Grundstock an E-Books aufzubauen. Dadurch k&#246;nnen zum Einen wertvolle Erfahrungen gesammelt werden f&#252;r die lokale Ausgestaltung des Angebots und die Entwicklung der dahinter liegenden Arbeitsprozesse, zum Anderen wird ein entsprechend umfangreiches Angebot aufgebaut f&#252;r den Zeitpunkt, zu dem die Nutzung der E-Books zum Standard geworden sein wird. </Pgraph><Pgraph>Bei den Zeitschriften mit ihrer monopolartigen Marktstruktur k&#246;nnen es sich die Verlage erlauben, immer weiter von einer am Aufwand orientierten Preisgestaltung wegzugehen und immer mehr die am Markt zu erzielenden Preise einzufordern <TextLink reference="5"></TextLink>. Dagegen ist bei E-Books der Druck der Nutzer, ein bestimmtes Angebot zu erwerben, derzeit noch recht gering. Somit besteht auf Seiten der Bibliotheken ein gro&#223;er <Mark1>Entscheidungsspielraum</Mark1>. Sie k&#246;nnen den entsprechenden Verhandlungsspielraum und den eher geringen Marktwert nutzen, um g&#252;nstigere Angebote zu verhandeln, was ja selten genug m&#246;glich ist. Derzeit ist es noch relativ einfach, &#252;berteuerte Angebote abzuweisen und auf Angebote zu verzichten, die mit unsinnigen Nutzungseinschr&#228;nkungen verbunden sind. Gerade auf dem Markt f&#252;r deutschsprachige E-Books, wo immer wieder sehr nutzerunfreundliche Einschr&#228;nkungen zu beobachten sind, ist es wichtig, dass Bibliotheken durch ihre Erwerbungsentscheidungen die M&#246;glichkeit wahrnehmen, das Angebot mitzugestalten.</Pgraph><Pgraph>Das pr&#228;ferierte <Mark1>Erwerbungsmodell</Mark1> der ETH-Bibliothek ist die Erwerbung ganzer Kollektionen &#252;ber einen einmaligen Kaufpreis. Kollektionen eignen sich gut, um einen Grundstock aufzubauen, da sie in aller Regel &#252;ber entsprechende Rabatte viele Titel bei verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig geringen Aufwendungen beinhalten. Dabei k&#246;nnen Bibliotheken eine ganze Reihe von Gr&#252;nden f&#252;r Rabatte anf&#252;hren, die sich selbstverst&#228;ndlich kumulieren sollten. So entf&#228;llt bei E-Books f&#252;r den Verlag zun&#228;chst der nicht unerhebliche Rabatt, der im Print-Gesch&#228;ft dem Buchhandel gew&#228;hrt wird. Zus&#228;tzliche Rabatte sind m&#246;glich f&#252;r ganze Kollektionen oder gr&#246;&#223;ere Volumina, f&#252;r einen Vorauskauf oder wenn eine gr&#246;&#223;ere Kollektion das Erwerbungsprofil nicht genau trifft und Titel beinhaltet, die die Bibliothek einzeln nicht erwerben w&#252;rde. </Pgraph><Pgraph>Ein kritischer Punkt im Erwerbungsmodell kann die Bewertung von <Mark1>Lehrb&#252;chern</Mark1> sein, insbesondere bei Verlagen, die hohe Einnahmen aus dem Verkauf gedruckter Lehrb&#252;cher erzielen. Am einfachsten l&#228;sst sich das Modell gestalten, wenn die Lehrb&#252;cher in einer gr&#246;&#223;eren Kollektion erworben werden und sich damit f&#252;r den Verlag eine Mischkalkulation ergibt, bei der sich der entgangene Erl&#246;s f&#252;r Mehrfachexemplare durch den zus&#228;tzlichen Verkauf von B&#252;chern in den Kollektionen ausgleicht, die sonst gar nicht zum Umsatz beigetragen h&#228;tten. Manchmal werden Lehrb&#252;cher als E-Book auch mit einem Mehrfachen des Preises des gedruckten Buchs verrechnet. Im schlechtesten Fall versucht der Verlag sich &#252;ber Nutzungsbeschr&#228;nkungen (DRM) zus&#228;tzliche Einnahmen f&#252;r mehrere parallele Nutzer zu verschaffen. Meist ist dies mit einer deutlichen Verschlechterung der Nutzungsm&#246;glichkeiten verbunden <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>. Bibliotheken und Nutzer werden dann mittelfristig wohl lieber auf Angebote umsteigen, die solche Einschr&#228;nkungen nicht vorsehen <TextLink reference="12"></TextLink>. Es ist damit zu rechnen, dass neben dem Inhalt k&#252;nftig auch die Online-Nutzungsm&#246;glichkeiten das Ansehen und damit die Nachfrage nach Lehrb&#252;chern bestimmen werden. Verlage mit besonderen Restriktionen bei der Nutzung werden voraussichtlich zunehmend das Nachsehen haben, zumal in den letzten Jahren bereits einige neue Verlage mit digitalen Angeboten aufgetaucht sind, die keine Geschichte des Print-Verkaufs mitbringen und die daher ihre Erwerbungsmodelle voll auf die Online-Nutzung ausrichten k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Mit der zunehmenden Bedeutung von E-Books f&#252;r die Nutzer wird es k&#252;nftig nicht ausreichen, Kollektionen oder gr&#246;&#223;ere Volumina retrospektiv zu erwerben. Es wird zentral sein, Modelle zu finden, bei denen neue Titel sofort nach dem Erscheinen erworben werden k&#246;nnen. Dies ist &#252;ber einen Vorabkauf von Kollektionen m&#246;glich oder &#252;ber Rahmenvereinbarungen, bei denen einzelne Titel bzw. Titellisten unproblematisch hinzuzuf&#252;gen sind. </Pgraph><Pgraph>Das g&#228;ngige <Mark1>Format</Mark1> f&#252;r die Erwerbung von E-Books ist derzeit PDF (Portable Document Format) ohne jegliche Mechanismen von DRM (Digital Rights Management). Dabei werden E-Books auf den Plattformen der Anbieter h&#228;ufig kapitelweise angeboten. Die Nutzer kennen dieses Format von wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln. DRM-freie PDFs sind somit in Hinsicht auf das Ausdrucken und Speichern sowie das Navigieren im Text, insbesondere auch zu den Referenzen, recht nutzerfreundlich <TextLink reference="12"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Mit dem Aufkommen von mobilen Ger&#228;ten in den verschiedensten Formen und Gr&#246;&#223;en sowie von multimedialen Inhalten sind aber neue Formate denkbar. So scheint sich beispielsweise das EPUB-Format (electronic publication), das sich unterschiedlichen Bildschirmgr&#246;&#223;en anpasst, als neues Format f&#252;r E-Books durchzusetzen. Es wurde als offener Standard f&#252;r E-Books vom International Digital Publishing Forum (IDPF) entwickelt (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.openebook.org&#47;">http:&#47;&#47;www.openebook.org&#47;</Hyperlink>). Daneben bieten einige Verlage auch E-Books auf der Basis von Adobe Flash an, was f&#252;r interaktive Elemente sicherlich von Vorteil ist, ansonsten in der Nutzerfreundlichkeit aber eher kritisch zu beurteilen ist. </Pgraph><Pgraph>Derzeit werden an der ETH-Bibliothek <Mark1>gedruckte und digitale</Mark1> B&#252;cher parallel erworben. W&#228;hrend dabei die Erwerbung von gedruckten B&#252;chern die einzelnen Fachdisziplinen in Naturwissenschaften und Technik m&#246;glichst umfassend abdeckt, gibt es beim Angebot von E-Books noch gr&#246;&#223;ere L&#252;cken. E-Books erm&#246;glichen es allerdings &#8211; &#228;hnlich wie Kollektionen von E-Journals &#8211; das Angebot &#252;ber die Kernf&#228;cher hinaus abzurunden, zum Beispiel &#252;ber die Lizenzierung von gr&#246;&#223;eren Kollektionen zu besonders g&#252;nstigen Konditionen. Aufgrund der &#252;berregionalen Bedeutung der ETH-Bibliothek wird voraussichtlich auf absehbare Zeit auf die gedruckte Version f&#252;r die Langzeitarchivierung und die Ausleihe an externe Nutzer nicht verzichtet werden k&#246;nnen, auch wenn erste Anstrengungen unternommen werden, diese Funktionen &#252;ber das digitale Format ebenfalls zu gew&#228;hrleisten. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r die vergleichende Bewertung von E-Book-Paketen ist in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> ein Kriterienkatalog zusammengestellt, wie er an der ETH-Bibliothek verwendet wird, um f&#252;r die ETH Z&#252;rich die besten Angebote aus der Vielzahl von Offerten herauszusuchen (vgl. auch <TextLink reference="14"></TextLink>). Dabei werden fachliche und formale bzw. erwerbungspolitische Aspekte im Zusammenspiel von Fachreferat, der Fachstelle f&#252;r elektronische Medien und der Erwerbungsleitung mit einbezogen. Je nach Gesch&#228;ftsmodell des jeweiligen Angebots geschieht dies entweder f&#252;r Einzeltitel oder f&#252;r ganze Pakete. Soweit abzusch&#228;tzen, werden auch Kriterien f&#252;r zuk&#252;nftige Anforderungen, wie zum Beispiel die M&#246;glichkeit eines lokalen Hostings f&#252;r eine Volltextindexierung, bei den Kriterien und sp&#228;ter in den Vertr&#228;gen ber&#252;cksichtigt. Da ein Druck der Nutzer, bestimmte E-Books zu lizenzieren, erst wenig vorhanden ist, ist es derzeit noch m&#246;glich, aus den Bewertungen eine Priorit&#228;tenliste zu generieren, die, in Abh&#228;ngigkeit der zur Verf&#252;gung stehenden Mittel, mehr oder weniger weit in Erwerbungen umgesetzt werden kann.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Medienbearbeitung">
      <MainHeadline>Medienbearbeitung</MainHeadline><Pgraph>Nicht zuletzt aufgrund der zu erwartenden Quantit&#228;ten bei der Bearbeitung von E-Books muss versucht werden, die Prozesse m&#246;glichst weitgehend zu automatisieren und die Bearbeitung so weit wie m&#246;glich auf eine kooperative Basis zu stellen. Dazu kann neben der Bereitstellung von MARC-Daten durch die Anbieter auch die automatisierte Nutzung von Fremddaten oder die Nutzung eines Linkresolvers z&#228;hlen. Sinnvoll ist auch ein koordiniertes Vorgehen in einem Verbund, was im Optimalfall zu lokalen Sichten auf denselben, nur einmal zu bearbeitenden, Datenpool f&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph>Anders als in Deutschland ist es in der Schweiz &#252;blich und nach den Katalogisierungsregeln zul&#228;ssig, eine gemeinsame <Mark1>Titelaufnahme</Mark1> f&#252;r die Print- und die Online-Version zu erstellen, sofern es sich inhaltlich um ein identisches Werk handelt <TextLink reference="7"></TextLink>. Ein Vorteil f&#252;r die Nutzer ist dabei, dass bei den entsprechenden Treffern im Katalog jeweils recht &#252;bersichtlich eine Wahlm&#246;glichkeit zwischen den beiden Medienformen angeboten wird. Dar<TextGroup><PlainText>&#252;be</PlainText></TextGroup>r hinaus kann sich aber auch die Medienbearbeitung durch die Nutzung bereits vorhandener Daten vereinfachen. Das ist von Vorteil, wenn der Verlag keine Metadaten liefern kann oder wenn die gelieferten Daten eine schlechte Qualit&#228;t aufweisen. Auch lokale Erg&#228;nzungen, wie insbesondere die Sacherschlie&#223;ung, stehen bei gemeinsamen Titelaufnahmen ohne zus&#228;tzlichen Aufwand f&#252;r beide Medienformen zur Verf&#252;gung. </Pgraph><Pgraph>Das Vorgehen mit einer gemeinsamen Titelaufnahme f&#252;r die Print- und die Online-Version ist von Zeit zu Zeit zu &#252;berpr&#252;fen, zumal die laufenden Entwicklungen bei den neuen Bibliothekssystemen versprechen, dass zusammengeh&#246;rige Katalogeintr&#228;ge &#252;ber eine so genannte &#34;FRBRization&#34; zusammengef&#252;hrt werden (entsprechend den FRBR, den Functional Requirements for Bibliographic Records). </Pgraph><Pgraph>Als zweiter Eckpunkt der Medienbearbeitung werden an der ETH-Bibliothek, wenn m&#246;glich, nicht statische, direkte Links in den Katalog aufgenommen, sondern die Links &#252;ber einen <Mark1>Linkresolver</Mark1> geleitet. Das war zun&#228;chst, vor allem als die E-Books vor ein paar Jahren in gr&#246;&#223;erer Menge auftauchten, nicht immer einfach, da die Informationen in der zentralen Knowledgebase des Linkresolvers sehr l&#252;ckenhaft und zu wenig aktuell waren. Kurzfristig bedeutete dieses Vorgehen daher zun&#228;chst eine Erh&#246;hung der Komplexit&#228;t. Zum Teil waren lokale Erg&#228;nzungen der Knowledgebase oder Workarounds notwendig. Inzwischen ist die Aktualit&#228;t der vorhandenen Daten aber deutlich besser, so dass der R&#252;ckgriff auf eine zentrale Datenbasis und Linkpflege betr&#228;chtliche Vorteile bietet. Die Entwicklung geht also hin zu einer gemeinsamen Nutzung der bibliographischen Daten im Verbundkatalog und einem Besitznachweis im Linking-System. Idealerweise w&#252;rde dieses erg&#228;nzt um eine damit verkn&#252;pfte zentrale Ablage von Lizenzbedingungen, Erwerbungsdaten und Nutzungsstatistiken, m&#246;glichst mit einer Verkn&#252;pfung der Daten auf Paket- und Titelebene, wie es neue ERM-Systeme anbieten (ERM: Electronic Ressource Management). Damit sollte dann auch eine Workflow-Unterst&#252;tzung von der Auswahl bis zur Nutzungsevaluation und Erneuerung verbunden sein, was derzeit in vielen Bibliotheken meist mit Hilfe vieler Excel-Tabellen geschieht. </Pgraph><Pgraph>Ein grobes Schema des <Mark1>Arbeitsablaufs</Mark1> an der ETH-Bibliothek ist in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> dargestellt. Als Grundlage f&#252;r Dateneinspielungen erfolgt ein ISBN-Abgleich, sowohl mit den im NEBIS-Verbundkatalog vorhandenen Titelaufnahmen als auch mit den in der Knowledgebase des Linkresolvers vorhandenen Daten. Die Erg&#228;nzung von vorhandenen Datens&#228;tzen erfolgt direkt in der produktiven Datenbank. An der ETH-Bibliothek bzw. im NEBIS-Verbund werden vorhandene Titelaufnahmen mit folgenden Feldern erg&#228;nzt: E-ISBN, DOI, SFX-Link, Codierungen f&#252;r E-Books bzw. f&#252;r die bearbeitete Kollektion und ggf. Schlagworte des Anbieters. Derzeit wird zudem ein Exemplarsatz f&#252;r den Online-Zugriff angelegt. Eine vereinfachte Vorgehensweise zur Katalogerg&#228;nzung, bei der statt MARC-Daten eine einfache Excel-Tabelle mit wenigen zentralen Metadaten zu den E-Books als Ausgangsmaterial vorliegt, ist in Planung. Damit sollte eine zeitnahe Erg&#228;nzung von Katalogdaten f&#252;r kleinere Volumina, ggf. auch in einer Kombination von mehreren Anbietern, m&#246;glich sein. </Pgraph><Pgraph>Neue Titelaufnahmen wurden bis Ende 2008 in eine separate Datenbank eingespielt, was eine manuelle Daten&#252;bernahme zur Folge hatte. Seit 2009 werden aber auch die neuen Titelaufnahmen &#8211; wenn die Qualit&#228;t der Daten dies erlaubt &#8211; direkt in die produktive Datenbank eingespielt und stehen damit den Nutzern direkt zur Verf&#252;gung. In jedem Fall gehen den Einspielungen sorgf&#228;ltige Qualit&#228;tskontrollen der Daten voraus. Nach den Einspielungen sind immer gr&#252;ndliche und zum Teil auch umfangreiche manuelle Nacharbeiten zu leisten.</Pgraph><Pgraph>Ende 2009 waren an der ETH-Bibliothek fast 50.000 E-Books im Katalog nachgewiesen. Der Zuwachs weist einen exponentiellen Verlauf auf (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>). Im Fall von Serien wird Wert darauf gelegt, dass nicht nur der Serientitel einen Link zum Online-Angebot aufweist, sondern auch jeder einzelne Band der Serie. Nutzer sollen gegebenenfalls sofort sehen, wenn sie eine Auswahl zwischen einer gedruckten und einer digitalen Ausgabe haben. &#220;ber das geschilderte Verfahren mit der Erg&#228;nzung von vorhandenen Titelaufnahmen um Links, die auf einen Linkresolver gehen, war dies auch f&#252;r die Einzelb&#228;nde von gr&#246;&#223;eren Serien, wie beispielsweise f&#252;r die &#8222;Lecture Notes in Computer Science&#8220; mit &#252;ber 5.000 B&#228;nden, relativ problemlos m&#246;glich.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Nutzung">
      <MainHeadline>Nutzung</MainHeadline><Pgraph>Derzeit wird in allen Bibliotheken eine steigende Nutzung von E-Books festgestellt, was neben dem steigenden Angebot vermutlich auch auf ein langsam sich &#228;nderndes Nutzungsverhalten zur&#252;ckzuf&#252;hren ist <TextLink reference="8"></TextLink>. Im Vergleich zu den Zeitschriften sind zwar zum Teil bereits sehr hohe Nutzungszahlen festzustellen, die Schwankungen in der monatlichen Nutzung einzelner Titel sind bei den E-Books jedoch deutlich st&#228;rker als bei den Zeitschriften. Eine exponentielle Steigerung in der j&#228;hrlichen Nutzung und hohe Variationskoeffizienten weisen auf ein &#8222;unreifes&#8220; Produkt in der Anfangsentwicklung hin. E-Books werden derzeit offensichtlich meist f&#252;r ein schnelles Nachschlagen und (noch) nicht f&#252;r ein kontinuierliches Lesen genutzt <TextLink reference="8"></TextLink>. Da die Ger&#228;te f&#252;r die Nutzung der E-Books noch nicht optimal sind, ist das noch nicht ausgesch&#246;pfte <Mark1>Nutzungspotential</Mark1> immens. Wenn die E-Books &#8211; anders als die Zeitschrifteninhalte, die vorwiegend der Forschung dienen, &#8211; auch f&#252;r die Lehre und das Lernen genutzt werden, gibt es mit den Studierenden mehr potentielle Nutzer, die zudem diese Ressourcen potentiell &#246;fter nutzen. Demnach ist in wenigen Jahren eine Nutzung zu erwarten, die um einen Faktor von mehreren Zehnerpotenzen h&#246;her liegt als die aktuelle Nutzung. Aus Sicht der Bibliotheken ist daraus zu schlie&#223;en, dass die Einbeziehung der Nutzung in die Preisfindung sicher kein w&#252;nschenswertes Modell darstellt. </Pgraph><Pgraph>Bei monatlichen Nutzungsdaten handelt es sich h&#228;ufig um asymmetrische Verteilungen, die zudem teilweise (durch systematische Downloads) Ausrei&#223;er-Werte enthalten. Um eine mittlere Nutzung zu beschreiben, ist deshalb der Median besser als der Mittelwert geeignet, da der Median unempfindlich gegen&#252;ber untypischen Werten ist (Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>, vgl. Titel Nr. 4 und in noch st&#228;rkerem Masse die Titel Nr. 8 bis 10). Aus dem Median kann sehr einfach eine<Mark1> stabile Jahresnutzung</Mark1> berechnet werden (Jahresnutzung &#61; 12 &#42; Median der Monatsnutzung). Dieser Wert ist aufgrund der Unempfindlichkeit des zugrunde liegenden Medians f&#252;r Ausrei&#223;er f&#252;r eine Beurteilung der Nutzung einzelner E-Books (aber auch f&#252;r Vergleiche einzelner Zeitschriftentitel) besser geeignet als die im COUNTER-Format mitgelieferte Summe der Monatswerte (vgl. Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>). </Pgraph><Pgraph>Mit der Zunahme der Nutzung ist auch eine Zunahme <Mark1>systematischer Downloads</Mark1> zu erwarten, wenn diese einer proportionalen Skalierung folgen. Dar&#252;ber hinaus k&#246;nnte die Art der beabsichtigten Nutzung und die h&#246;here Anzahl der Nutzer, die zudem vielleicht etwas spielerischer und weniger systematisch mit E-Books umgehen als mit der &#252;blichen Zeitschriftenliteratur, sogar zu einer &#252;berproportionalen Zunahme von systematischen Downloads f&#252;hren. Nicht zuletzt soll aber darauf hingewiesen werden, dass auch das Medium selbst systematische Downloads geradezu impliziert, was in den Lizenzvertr&#228;gen derzeit noch nicht ber&#252;cksichtigt wird. So d&#252;rfte das Speichern eines gesamten Buchs, das in einzelnen Kapiteln angeboten wird, nach Interpretation der meisten Vertr&#228;ge ein systematischer Download sein. Andererseits handelt es sich bei wissenschaftlichen B&#252;chern, anders als bei wissenschaftlichen Zeitschriften, meist nicht um eine Sammlung von inhaltlich kaum zusammengeh&#246;renden Texten, sondern um eine absichtlich so konzipierte Einheit. F&#252;r eine normale Offline-Nutzung ist daher das Speichern des gesamten Buchs und nicht nur von einzelnen Kapiteln erforderlich. F&#252;r Zeitschriften ist eine &#220;bertragung der f&#252;r das Kopieren von Print-Ausgaben geltenden Regelungen auf Downloads f&#252;r die Online-Version nachvollziehbar. F&#252;r E-Books ist eine solche &#220;bertragung aber widersinnig, da dann der eigentliche Sinn eines E-Books, n&#228;mlich eine zeit- und ortsunabh&#228;ngige Nutzung des Inhalts, gar nicht mehr m&#246;glich ist. </Pgraph><Pgraph>Auch in einem anderen Punkt unterscheiden sich Lizenzvertr&#228;ge und die gelebte Wirklichkeit leider noch deutlich. W&#228;hrend in den Vertr&#228;gen in aller Regel die Bibliotheken bzw. die Institutionen verpflichtet werden, systematische Downloads zu unterbinden, liegen die technischen M&#246;glichkeiten f&#252;r ein entsprechendes Monitoring viel eher bei den Anbietern. Um h&#228;ufige und zeitaufwendige Abkl&#228;rungen zwischen Anbietern und Bibliotheken zu vermeiden, w&#228;re ein standardisiertes Vorgehen der Anbieter sehr hilfreich. So w&#228;re es sinnvoll, nicht die normale Verwendung der E-Books durch nutzerunfreundliche DRM-Mechanismen zu unterbinden, sondern sich auf Mechanismen zu konzentrieren, die systematische Downloads im gro&#223;en Ma&#223;stab gar nicht erst erm&#246;glichen. Immerhin gibt es von einzelnen Anbietern bereits vorbildhafte L&#246;sungen. Diese verhindern systematische Downloads durch eine kurzzeitige Blockade der IP-Adresse, geben sie aber nach kurzer Zeit wieder frei. Wichtig w&#228;re es, in Zukunft zwischen solchen kleinen Ma&#223;nahmen, bei denen die Bibliothek gar nichts unternehmen muss, und gr&#246;&#223;eren Zwischenf&#228;llen, bei denen zum Teil stundenlang Dokumente eines Anbieters automatisiert heruntergeladen werden, zu unterscheiden. In jedem Fall sollte der Anbieter die betroffene Bibliothek kurzfristig mit Nennung der notwendigen Details (IP-Adresse, Zeitpunkt inkl. Zeitzone, Art und Umfang des Vorfalls) informieren. Diese Informationspflicht muss auch in den Lizenzvertr&#228;gen festgehalten werden. Zudem sollte gesichert werden, dass systematische Downloads nicht in die Nutzungsstatistiken einflie&#223;en oder separat ausgewiesen werden, da die Statistiken sonst nicht mehr sinnvoll zu interpretieren sind. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Ber&#252;cksichtigung der technischen Rahmenbedingungen. So verwenden beispielsweise immer mehr Nutzer Add-ons in Browsern oder Literaturverwaltungsprogramme, die ein Einsammeln von Literatur erm&#246;glichen. Hier ist die Grenze zwischen sinnvollen, nutzerfreundlichen Tools und nicht erw&#252;nschten automatisierten und systematischen Downloads nicht immer einfach zu ziehen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausblick">
      <MainHeadline>Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Die weitere Entwicklung des Angebots und der Nutzung von E-Books wird in starkem Ma&#223;e von den<Mark1> technologischen Rahmenbedingungen</Mark1> abh&#228;ngen, insbesondere von den Bildschirm- und Internet-Technologien. Derzeit scheinen die speziell f&#252;r E-Books entwickelten Reader noch zu weit von der Arbeitsumgebung entfernt zu sein, in der sich Forschende und Studierende normalerweise bewegen. Diese ist gekennzeichnet durch das Internet, eine browser-gest&#252;tzte Informationssuche und Office-Programme. Eine st&#228;rkere Integration ist hier allerdings zu erwarten. </Pgraph><Pgraph>Sehr spannend wird es sein, die beiden gegenl&#228;ufigen Tendenzen hinsichtlich einer lokalen Speicherung in den n&#228;chsten Jahren weiterzuverfolgen. So nimmt einerseits die Online-Verf&#252;gbarkeit von Inhalten und die Nutzung mobiler Netze f&#252;r die Daten&#252;bertragung st&#228;ndig zu. Dies k&#246;nnte erm&#246;glichen, dass B&#252;cher immer weniger lokal gespeichert werden, sondern jederzeit online verf&#252;gbar sind. Als entgegengesetzte Tendenz steht dem entgegen, dass eine lokale Speicherung auch von zunehmenden Mengen an Inhalt immer besser m&#246;glich und immer preisg&#252;nstiger wird. Nach einer Studie aus den Google Laboratories soll bereits im Jahr 2020 der ganze jemals produzierte Inhalt s&#228;mtlicher Medien auf einem iPod Platz finden <TextLink reference="10"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Zu erwarten ist in jedem Fall eine dynamische Entwicklung, die auch das <Mark1>Medium Buch</Mark1>, so wie wir es kennen, in Frage stellen kann <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="11"></TextLink>. Technische Grenzen werden dabei zunehmend unbedeutender, was Aktualisierungen, aber auch interaktive Lernmedien oder jegliche Medienkombinationen erm&#246;glichen wird. So erlaubt das EPUB-Format nicht nur die Anpassung des Texts an die jeweilige Bildschirmgr&#246;&#223;e, sondern k&#246;nnte als Containerformat auch Platz bieten f&#252;r verschiedenste Inhalte, was eine Weitererwicklung in allen Richtungen erm&#246;glicht. </Pgraph><Pgraph>Derzeit k&#246;nnen <Mark1>Bibliotheken</Mark1> &#252;ber ihre Nachfrage noch Einfluss auf die Entwicklung von Gesch&#228;ftsmodellen f&#252;r E-Books nehmen. Dieser Prozess ist insbesondere bei den Lehrb&#252;chern noch nicht abgeschlossen. Auch s&#228;mtliche Arbeitsabl&#228;ufe f&#252;r das neue Angebot von der Auswahl &#252;ber den Nachweis und das Angebot an die Nutzer sind noch zu optimieren. Herausforderungen sind neben der Bearbeitung der zunehmenden Mengen an Medien und der daf&#252;r notwendigen Automatisierung unter anderem eindeutige Identifier <TextLink reference="6"></TextLink>, die Verkn&#252;pfung mit Normdaten, eine Volltext-Indexierung, die Standardisierung von Vertr&#228;gen, ein Ersatz f&#252;r die herk&#246;mmliche Fernleihe sowie die lokale Speicherung und Langzeitarchivierung. Dabei ist darauf zu achten, dass Routinen entwickelt werden, die auch kleinere Verlage und aktuelle Angebote zeitnah ber&#252;cksichtigen. F&#252;r die Bearbeitung frei zug&#228;nglicher E-Books ist eine kooperative Arbeitsteilung auf internationaler Ebene vermutlich unerl&#228;sslich <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Kriterien f&#252;r die Erwerbung von E-Books durch die ETH-Bibliothek</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Vergleich von Mittelwert und Median sowie der Summe und der auf dem Median beruhenden Jahresnutzung f&#252;r einige E-Book-Titel (ausgew&#228;hlte reale Daten f&#252;r die monatliche Nutzung einiger E-Books an der ETH Z&#252;rich im Jahr 2009)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Arbeitsablauf bei der Katalogisierung von E-Books an der ETH-Bibliothek (TA &#61; Titelaufnahme)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Im NEBIS-Katalog nachgewiesene E-Books der ETH-Bibliothek</Mark1></Pgraph></Caption>
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